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Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
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Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
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Markus Lanz DISKUSSION
In dieser Diskussionsrunde geht es meist nicht so gesittet zu wie bei der Konkurrenz. Der Moderator bringt seine prominenten Gäste mit Zitaten und Filmausschnitten schnell in Fahrt.
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STÖCKL. TALKSHOW
Moderatorin Barbara Stöckl bittet interessante Persönlichkeiten zum Gespräch. Zukunftsvisionen und Realitätsbezüge werden thematisiert und konstruktiv hinterfragt. Dabei steht das Individuum im Vordergrund.
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Seychellen - Ein Meer von Farben LANDSCHAFTSBILD
Vielfalt gilt auf den Seychellen als größter Wert - nicht nur bei der faszinierenden Tierwelt. Auf der Inselgruppe im Indischen Ozean ist kulturelle Diversität das zentrale Motto. Der überaus vitale Inselstaat bietet ein wahres "Mosaik der Weltbevölkerung". In diesem doppelten Sinn spiegelt auch die Gesellschaft der "Seychellois" ein Meer von Farben. Unbeirrt von der Hitze des Feuers hält Ilris Marie seine "Tambour Moutya" über die Flammen. Damit wird die Bespannung aus Ziegenhaut gestimmt. Die Trommel soll stakkatoartige Klänge hervorbringen. Ihr schweißtreibender Rhythmus symbolisiert den afrikanischen Herzschlag des Inselarchipels. Der zahnlose Altmeister genießt sichtlich den Moment der Aufmerksamkeit. Jetzt ist er wieder der Star seiner Jugendtage: "Die Moutya-Trommel hat mir viel Verehrung eingebracht", sagt er am nächsten Tag am türkisblauen Strand - und lächelt verschmitzt. Wer die Tänze am Vorabend verfolgt hat, kann sich vorstellen, worauf Ilris anspielt. Beim Musikfestival auf Praslin, der zweitgrößten Seychellen-Insel, dominieren zwar die neuen Musikstile wie der allgegenwärtige Reggae und Sega, die karibische und europäische Elemente in sich aufnehmen, aber die alten Traditionen aus der Sklaverei heizen die Stimmung immens auf. Hier wird deutlich, dass die Seychellen weit mehr sind als ein bloßer Urlaubstraum im Indischen Ozean. Vielfalt gilt auf den Seychellen als eigentliche Existenzgrundlage. Staat und Gesellschaft sind auf diesem Fundament aufgebaut. Das symbolisiert schon die mehrfarbige Nationalflagge. Der Stolz auf ein friedliches und glückliches Zusammenleben wird in vielen Gesprächen deutlich. Er eint die Angehörigen der alten Elite, wie den Minister für Tourismus mit den Rastas vom kleinen Ort La Misère, zu denen auch der Reggae-Star Jahrimba zählt. Seine Vorfahren stammen zum Teil von der ehemals versklavten afrikanischen Bevölkerung ab. Selbst während der fast vier Jahrzehnte andauernden autokratischen Herrschaft der "Seychelles Peoples United Party" blieb das Prinzip der kulturellen Einheit unangetastet. Seit den ersten freien Wahlen im Jahr 2016 besteht aber auch Hoffnung auf eine politische Vielfalt und eine echte Mehrparteiendemokratie. Den kritischen Stimmen der Künstler verdankt sich dieser neu gewonnene Mut der Zivilgesellschaft zu einem guten Teil. Vor allem die lokale Spielweise des karibischen Reggaes hat zu einer kreolischen Aufbruchsstimmung beigetragen. Viele sehen darin eine Rückbesinnung auf das einende Element einer spezifischen Identität als Seychellois. "Einheit in Vielfalt" gilt auf den Seychellen nicht bloß als offizielles Staatsmotto: Sie wird von der Gesamtbevölkerung als Grundlage der friedlichen Koexistenz und wirtschaftlichen Entwicklung verstanden. Damit kann der Archipel als Beispiel dafür dienen, dass ein fruchtbarer Umgang mit Vielfalt nicht bloß als Last oder Problem verstanden werden kann, sondern als wahrer Aktivposten. Der Fokus liegt auf dem Gemeinsamen, nicht auf dem Trennenden. Das zeigt sich besonders beim wichtigsten und größten Kulturfest des Landes - dem jährlichen Festival Kreol in Mahé. Eine Woche lang beherrschen die unterschiedlichen Musikstile, Tanzformen und kulinarischen Köstlichkeiten das Leben auf den Inseln. Die mitreißenden Rhythmen der unterschiedlichen Kulturen relativieren das Klischee einer nur aus Wellen, türkisblauen Ufern an einsamen Stränden und romantischen Granitfelsen bestehenden Inselwelt. Zugleich spiegelt sich die auch aus Sicht der Seychellois paradiesische, natürliche, nachhaltige Vielfalt mit ihrer tropischen und marinen Tierwelt selbstredend in Musik und Tanz wider. Sie gehört zum Komplex der Kreol-Kultur, die, ebenso wie die Sprache Kreol, afrikanische und europäische Einflüsse vereint. Die Basis der sogenannten Nationsbildung ist die aus mehreren kulturellen Traditionen geformte kreolische Kultur. Das Festival Kreol fördert diese integrative Identität aller "Seychellois" und das dazugehörige Selbstbewusstsein. Solche Feste bieten dementsprechend Plattformen für soziale Integration. Sie betonen das Verbindende zwischen allen ethnischen Gruppen, ohne die unterschiedlichen Erfahrungen zu leugnen. Im Gegenteil, diese Unterschiede werden im Rahmen des Gemeinsamen zusammen gefeiert. Damit liefern die Seychellen ein Beispiel dafür, dass Diversität ein wertvolles Gut ist. Das hat viel mit ihrer Geschichte zu tun, die ein einzigartiges Konglomerat an eingewanderten ethnischen Gruppen hervorgebracht hat. Verschiedenheit soll auf den Seychellen den Zusammenhalt stärken und Entwicklung ermöglichen. Tierwelt und Naturschauspiele des Archipels gehören ebenso zu diesem "Meer von Farbe
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Sri Lanka - Insel der Hoffnung LAND UND LEUTE
Sri Lanka feiert seine Wiedergeburt nach langem Bürgerkrieg. Beim zweiwöchigen Perahera-Fest steht die alte Königsstadt Kandy im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Im Schatten der Feierlichkeiten von Kandy findet zeitgleich die Perahera von Kataragama statt. Hierher verschlägt es nur wenige Touristen. Aber für Hunderttausende Pilger bedeutet Kataragama das spirituelle Zentrum des Landes. Sie kommen zu Ehren der wichtigsten Schutzgottheit des Landes: Kataragama. Buddhisten und Hindus verehren ihn unter verschiedenen Namen und unterschiedlichen Identitäten. Das hält sie aber nicht davon ab, das Pilgerfest gemeinsam zu feiern. Selbst während des Bürgerkrieges bis zum Jahr 2009 trafen sich hier Pilger unterschiedlicher Konfessionen und Ethnien. Damit waren sie damals schon eine Art Gegenwelt zum politisch aufgeheizten Konflikt. In der Gegenwart sind sie ein weithin leuchtendes Beispiel dafür, dass Vielfalt, Toleranz und gegenseitige Anerkennung möglich sind. An keinem Ort ist die Hoffnung auf dauerhaften Frieden allgegenwärtiger als in Kataragama. Wenn in der Moschee von Kataragama, im Beisein Hunderter hinduistischer und muslimischer Pilger, des buddhistischen Klerus, hochrangiger Vertreter von Staat, Militär und Religionsgemeinschaften, das Festival feierlich eröffnet wird, ist das ein starkes Zeichen für den neuen Stellenwert kultureller Vielfalt in Sri Lanka. Diversität steht wieder hoch im Kurs, offenbar nicht nur bei der Schutzgottheit Kataragama, die seit Menschengedenken soziale Gleichheit und Respekt überwacht. Im Inselstaat ist der wiedergewonnene Optimismus allerorts spürbar. Er zeigt sich im Alltag ebenso wie bei der allgegenwärtigen Bautätigkeit und den stark steigenden Tourismuszahlen. Viele kommen nicht nur wegen der Kulturschätze oder der beeindruckenden Natur mit Leoparden und Elefanten als Hauptdarstellern, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre im vielfältigen "Land des Lächelns". Kataragama hat dafür beinahe schon Modellcharakter, vielleicht sogar über die Landesgrenzen Sri Lankas hinaus.
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Der große Schamane - Heilkunst in der Kalahari DOKUMENTATION
Boo!Kunta ist der bekannteste Heiler im Nordosten Namibias. Unter den etwa 1500 San, die im Nyae-Nyae-Schutzgebiet am Rande des Kaudom-Nationalparks leben, ist er eine Lichtgestalt. Der Film erzählt die Geschichte der San und gibt Einblicke in das tägliche Leben von Boo!Kunta, den viele San als Retter ihrer bedrohten Kultur sehen. Seine Augen haben schon vieles gesehen: Kriege und Vertreibung, Genozid und Verbrechen an seinen Verwandten. Dennoch hält sich ein Lächeln in ihnen, trotz des Niedergangs der San-Bevölkerung im 20. Jahrhundert und des Landverlusts seiner früheren Heimat. Boo!Kunta ist nicht nur wegen seiner Weitsicht und Führungskraft bekannt, er gilt auch als erfahrener Jäger. Denn die San sind stolze Bewahrer einer alten Jäger-und-Sammler-Kultur. Unter der Bedingung, mit traditionellen Waffen zu jagen, dürfen die Buschmänner im Nyae-Nyae-Schutzgebiet - zumindest auf die nicht geschützten - Wildtiere Jagd machen. Mit der traditionellen Jagd auf Löwen und Elefanten gehen aber auch viele Gefahren einher. Immer wieder gibt es Verletzte. Als Schamane und Mittler zwischen Diesseits und Jenseits gehört der spirituelle Schutz bei der Jagd zu Boo!Kuntas Aufgaben. Er gibt seinem Volk die Kraft, alle Gefahren eines Lebens mit wilden Tieren zu meistern. "Heilungen mussten immer schon vorgenommen werden. Früher, als es noch keine Kliniken gab, war eine Geistheilung durch den Schamanen die einzige Chance für einen kranken Menschen. Während der Heiler mit den anderen Männern rund um die im Kreis sitzenden Frauen tanzt, findet er heraus, wer krank ist. Dadurch sammle ich auch die Kraft zur Heilung, die sonst nur in mir schläft. Beim Heilen lege ich die Hände auf jeden Kranken, sodass die Krankheit auf mich übergehen kann. Ich ziehe sie ihnen regelrecht aus dem Körper." Boo!Kuntas wichtigste Aufgabe ist jedoch der kommunale Heilungstanz. Dieser ist die zentrale Institution der traditionellen Religion der San. Mit der Weitergabe ihres immateriellen Kulturerbes festigen die San die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Doch die Heilung der tiefen seelischen Wunden von Landverlust, Enteignung und Diskriminierung fällt selbst so mächtigen Heilern wie Boo!Kunta schwer.
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Himba, Buschmänner und Löwen DOKUMENTATION Wildnis- und Kulturmarketing in Namibia
Ein Reisebus nähert sich dem San-Dorf Grashoek in Namibia. Ein Schild begrüßt die Besucher im "Bushman Living Museum". Noch im Bus beginnen die Insassen zu fotografieren. Eine typische Szene - und doch hat sie wenig gemeinsam mit üblichen Szenarien im Kulturtourismus. Keine anstürmenden Kinderscharen, keine laufenden Frauen, die aufgeregt Handwerkskunst anbieten und auch keine jungen Männer, die gegen Entgelt ihre Dienste anbieten. Ein einzelner San in westlicher Kleidung zückt seine Papiere, die ihn als Tourismus-Bevollmächtigten der Gemeinschaft ausweisen. Höflich fragt er nach dem Gruppenleiter und übergibt eine Mappe - in der Art einer Speisekarte - mit den kulturellen Angeboten und den dafür verlangten Preisen. Abgestuft nach der Anzahl der Touristen und der Anzahl der gewünschten Teilnehmer auf San-Seite: Von einer einfachen Dorfbesichtigung bis zum Trance-Tanz, der Teilnahme an einem Kurz-Workshop zur Schmuckproduktion aus Straußenei-Schalen, dem Training im Bogenschießen, der Teilnahme an einer traditionellen Jagd, und letztlich der Verheiratung auf "Bushmen-Art" ist alles möglich. Jede Aktivität hat ihren fixen Preis, und genaue Angaben informieren über die Dauer und die Art der Leistung. Im südlichen Afrika sind sogenannte Bushmen-Walks und Besuche beim "ockerroten Volk" der Himba ebenso allgegenwärtig wie Großwild-Safaris. Sie haben einen Beigeschmack von zivilisatorischer Ungleichheit und Ungleichzeitigkeit - als eine Art Zeitreise zu uralten, "primitiven" Kulturen. Dementsprechend finden sich in vielen Prospekten und Tourismus-Broschüren die verräterischen Worte vom Besuch in der "Vorzeit" oder "Steinzeit" menschlicher Kulturen. Folgt man der Auslegung der derzeit international bekanntesten Anthropologen Jean und John Comaroff, handelt es sich dabei um einen weltweiten Trend, der im südlichen Afrika vielleicht besonders auffällig ist: der Errichtung von Ethno-Themenparks oder "Lebenden Museen". Nach ihrer Analyse im Buch "Ethnicity, Inc." kann die Musealisierung von traditionellen Kulturen aus kommerziellen Gründen zu sehr unterschiedlichen Prozessen und Situationen führen. Die möglichen Resultate solcher interkultureller Kontaktnahmen erweisen sich als keineswegs so eindeutig, wie die Annahmen der meisten Ethnologen erwarten ließen: Vor die Wahl gestellt, unter dem Druck staatlicher Gesetze und Verwaltungsregime ihre Lebensweise völlig aufzugeben oder einen Teil ihrer Lebenszeit in die Selbstdarstellung der kulturellen Traditionen zu investieren, bedeutet die zweite Option zumindest im besten Fall einen Gestaltungsspielraum für Menschen und Kollektive, die sich der Landflucht und dem oktroyierten Kulturverlust widersetzen. Die Dokumentation "Himba, Buschmänner und Löwen" nimmt das Ethno-Marketing in Namibia als Beispiel eines weltweiten Trends im Umgang mit "exotischen" indigenen Kulturen ins Visier. Sie geht der Frage nach, wie sich das Leben in einem "Lebenden Museum" oder in einem "Kulturdorf" anfühlt: Was bedeutet diese Form der kommerziellen Verwertung kultureller Kompetenzen und ethnischer Geschichte für die betroffenen Menschen? Handelt es sich tatsächlich um eine - wenn auch ambivalente - Chance, nach mehr oder weniger eigenen Kriterien unter Bewahrung der eigenen Traditionen zu überleben? Oder tendiert die eingeübte Praxis der Selbstdarstellung zu einem fortschreitenden Identitätsverlust bis hin zu einem Gefühl der kulturellen Prostitution?
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Juwel der Elefantenküste - Afrikas Wunderland Isimangaliso DOKUMENTATION
3280 Quadratkilometer am Meer mit Elefanten, Nashörnern, Büffeln, Löwen und Leoparden: der südafrikanische Nationalpark "Isimangaliso", in der Sprache der Zulus schlicht "Wunder". Der Küstenstreifen wurde 1999 zum ersten UNESCO-Weltnaturerbe Südafrikas erklärt. "Isimangaliso" bietet mit seinen ausgedehnten Feuchtgebieten, Sumpflandschaften, Savannen und Küstenwäldern eine unvergleichliche Biodiversität mit entsprechender Artenvielfalt. Elefanten kommen hier bis an die Meeresufer. Und Kleinstädte wie St. Lucia werden nachts immer wieder von Nilpferden besucht, die schon mal eine Tankstelle als Hippo-Toilette benutzen. Seit Kurzem leben auch wieder Löwen im Mkhuze-Wildreservat und vervollständigen damit die "Big Five" neben Elefant, Nashorn, Büffel und Leopard. Das Vorkommen der "Big Five" ist aus Marketing-Gründen immens wichtig, schließlich will "Isimangaliso" mittelfristig dem berühmten Krüger-Nationalpark ernsthaft Konkurrenz machen. Von der touristischen Erschließung des Gebiets sollen nicht nur die großen Handelsketten profitieren: Ökotourismus gilt hier als zentrale Strategie für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz. Mit diesem Konzept werden die lokalen Gemeinschaften in die Planung und Organisation des Parks einbezogen. "Isimangaliso" beansprucht Modellcharakter für eine künftige Entwicklungspolitik, die Naturschutz und wirtschaftliche Interessen miteinander in Einklang bringen will. Die ansässige Bevölkerung soll das "Juwel der Elefantenküste" als Lebensgrundlage auch für kommende Generationen verstehen und für seinen nachhaltigen Schutz Sorge tragen.
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Im Reich der Königselefanten - Das Tembe-Wildreservat in Südafrika TIERE
Das Tembe-Wildreservat gilt als Zufluchtsort der letzten Giganten: Elefantenbullen mit gewaltigen Stoßzähnen. Das 300 Quadratkilometer große Reservat wurde vom König der Tembe begründet. Der "Tembe Elephant Park" im Nordosten Südafrikas an der Grenze zu Mosambik soll aber nicht nur den "Königselefanten" Schutz, sondern auch der lokalen Bevölkerung eine Lebensgrundlage bieten. Mit Jobs im Ökotourismus trägt das Projekt zur Armutsbekämpfung bei. Der "Tembe Elephant Park" gilt als die afrikanische Heimat der letzten Giganten. Nach Ansicht vieler Zoologen ist das 300 Quadratkilometer große Schutzgebiet an der Grenze Südafrikas zu Mosambik einer der wenigen sicheren Rückzugsorte für die "Great Tuskers". Ein Blick auf die Giganten genügt, um zu wissen, warum sie auch als "Königselefanten" bezeichnet werden. Aber die Metapher passt noch aus einem zweiten Grund: Das Wildreservat wurde von einem König gegründet, dem Vater von Inkosi Israel Tembe, dem heutigen Chief der Tembe-Gemeinschaft. Der Stamm vom Volk der Tonga, der hier seit Generationen beheimatet ist, verwaltet den Park gemeinsam mit der staatlichen Naturschutzbehörde. Das ist von großer ökonomischer Bedeutung, weil das Grenzgebiet zu Mosambik von besonderer Armut geprägt ist. In dieser entlegenen Region von KwaZulu-Natal stehen die landwirtschaftlich interessantesten Flächen an der Küste unter strengem Naturschutz. Dort, wo Ackerbau betrieben werden durfte, entwickelten sich die Elefanten zum größten Problem. Sie bedrohten vor allem nachts die Felder - und damit letztlich auch die ansässige Bevölkerung, die die Früchte ihrer Arbeit mit allen Mitteln verteidigen wollte. Blutige Konflikte zwischen Mensch und Wildtier mit großen Verlusten für beide Seiten waren die logische Konsequenz. Mit der Gründung des "Tembe Elephant Park" 1983 wandelte sich die Bedeutung der Elefanten vom Problemfall zum Zukunftspotenzial. Mittlerweile lebt die Tembe-Gemeinschaft zu einem guten Teil von "ihren" Elefanten und hat die geeigneten Schutzmaßnahmen sowohl für die umliegenden Dörfer als auch für die Wildtiere getroffen. Der regierende König hat die Attraktivität des Wildparks durch die Wiederansiedlung der vor langer Zeit durch Jagd ausgerotteten Löwen wesentlich erhöht. Jetzt ist der "Tembe Elephant Park" ein vollwertiges "Big-Five-Reservat", das neben seinen berühmten "Königselefanten" auch Nashörnern, Büffeln, Leoparden und eben den "Königslöwen" als Neuankömmlingen Schutz gewährt. Mit der starken Einbeziehung der Lokalbevölkerung gilt das einzigartige Projekt als Modell für Naturschutz, Erhaltung der Biodiversität und wirtschaftliche Entwicklung.
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Das informative Magazin versorgt die Zuschauer mit aktuellen Meldungen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Gesellschaft und Sport.
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Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
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Tagesschau NACHRICHTEN
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
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Spiel ohne Grenzen GESELLSCHAFT UND POLITIK Die Lüge vom freien Handel
Wie unfair kann freier Handel sein? Der Film zeigt, wie im Welthandel getrickst, getäuscht und gedroht wird. Nicht nur von den USA und China, sondern auch von der EU. "America first", fordert Donald Trump. Er schimpft über Deutschland als Exportweltmeister, führt Strafzölle ein und droht mit protektionistischen Maßnahmen. Es scheint, als würde neuer Protektionismus die Grenzen wieder schließen. Droht uns die Abschottung? Ist damit der Freihandel in der globalisierten Welt gefährdet, der doch allen so viel Wohlstand verspricht? Es gibt inzwischen viele, die sich als Verlierer der Globalisierung fühlen, abgehängt von deren Segnungen. Haben sie recht? Womöglich sind die wahren Gewinner von Freihandel und Globalisierung nicht die Bürgerinnen und Bürger. Aus diesem Grund müssen sich alle fragen, ob völlig liberalisierter Handel immer die beste Lösung ist. Die Dokumentation "Spiel ohne Grenzen" zeigt das an so einfachen Beispielen wie dem Handel mit Zwiebeln, Fliesen und Fahrrädern in Deutschland, der Schweiz, den USA und im afrikanischen Kamerun.
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makro WIRTSCHAFT UND KONSUM Wer verdient am Weltall?
Raumfahrt gilt in Deutschland gemäß Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung als Schlüsseltechnologie. Aber lohnt es sich, die Branche jedes Jahr mit einer Milliarde Euro zu fördern? Wenn im Oktober 2018 der deutsche Astronaut Alexander Gerst das Kommando auf der Internationalen Raumstation ISS übernimmt, interessiert das nicht nur kleine Jungen und Weltraumenthusiasten. Gerst ist die beste Werbung für den Wissenschaftsstandort Deutschland. 40 Milliarden Euro haben Unternehmen in der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie im Jahr 2017 umgesetzt. Die Raumfahrt allein steuerte mit knapp drei Milliarden Euro zwar nur einen kleinen Teil zum Umsatz bei. Doch hier sind die Erkenntnisse aus der Forschung der eigentliche Gewinn. Längst gehören Navigationsgeräte, Wettersatelliten und Internettelefonie zu unserem Alltag. Davon profitieren auch viele deutsche Unternehmen.
3SAT Doku
auslandsjournal extra AUSLANDSREPORTAGE
ZDF-Korrespondenten berichten aus aller Welt
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ZIB 2 NACHRICHTEN

Die Themen der heutigen ORF-Nachrichten "ZIB 2" Sendung finden Sie hier.

 

 

 

3SAT Film
Kanonenboot am Yangtse-Kiang ANTIKRIEGSFILM, USA 1966
Im chinesischen Bürgerkrieg schützt ein US-Kriegsschiff amerikanische Interessen. Durch den Kontakt mit Land und Leuten zweifelt ein skeptischer Maat an der Politik seiner Regierung.
3SAT
10 vor 10 NACHRICHTEN
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
3SAT Show
extra 3 KABARETTSHOW
Allzu oft bietet die deutsche Politik Steilvorlagen für Hohn und Kritik. Die Sendung betrachtet aktuelle Ereignisse in einem satirischen Licht und lässt dabei oft kein gutes Haar an unseren Volksvertretern.
3SAT Show
Konrad Stöckel: Wie man mit AC/DC das Licht ausmacht COMEDYSHOW
Wenn Konrad Stöckel auftritt, steht nicht nur das 3sat-Zelt unter Strom. Eine irre Physik-Chemie-Zauber-Unterhaltungs-Show mit Knalleffekt. Staunen, aber nicht nachmachen! Konrad Stöckel ist Comedian, Autor, Entertainer, Moderator, Zauberkünstler - und der garantiert verrückteste Professor auf deutschen Bühnen. 2017 war er endlich auch beim 3satfestival zu Gast und versprach "eine Show, die man nicht so schnell vergessen wird". Dass 13-Jährige zu Experimentierfreude neigen, ist nichts Ungewöhnliches. Vor allem, wenn es dabei um Rauch und Magie, Technik und Gefahren aller Art geht. Der kleine Konrad aber ist schon immer gern einen Schritt weiter gegangen als die anderen Jungs: Ein Zauberkasten, ein Buch über Freaks und Sensationskünstler, dazu eine Überdosis Neugier und Angstfreiheit - fertig war der pubertierende Extrem-Entertainer Konrad Stöckel. Und das war erst der Anfang. Konrad Stöckel ist nicht einmal volljährig, als er 1995 vom Magischen Zirkel Berlin für die "publikumswirksamste Darbietung" ausgezeichnet wird. Im selben Jahr verspeist er seine erste Glühbirne. Es folgen zahllose TV-Auftritte zwischen wissenschaftlichen Experimenten und grobem Unfug, eine eigene Fernseh-Show, Tourneen mit Abstechern bis in die USA und nach China. Nebenbei beteiligt er sich an Theaterproduktionen, hält Vorträge an Hochschulen und engagiert sich für sozial benachteiligte Kinder in seiner Heimatstadt Hamburg. Konrad Stöckel ist ein echtes Multitalent mit Herz, Hirn und einer gehörigen Portion Wahnsinn. Weil ein Stöckel nicht ausreicht, hat er sogar ein Alter Ego entwickelt: Als "Fat King Konrad" verbindet er regelmäßig seine gewagtesten Experimente zu nicht ganz jugendfreien "Ab 18"-Vorstellungen. Er erzeugt Bierfontänen mit Schall, wandert über Flüssigkeiten, verwandelt Glasflaschen in Flugzeugdüsen und stoppt Ventilatoren mit der Zunge - kurz: Er lässt die Grenzen zwischen Wissenschaft, Illusionskunst und reinem Quatsch spielerisch verschwinden. Hauptsache, es macht Spaß. Für das 3satfestival 2017 hat Konrad Stöckel ganz exklusiv eine eigene Show entwickelt, die dem Ambiente gerecht wurde: Entertainment, Humor und Erkenntnisgewinn - garantiert mit Knalleffekt.
3SAT Show
Helmut Schleich: Ehrlich 2017 KABARETTSHOW
"Ehrlichkeit ist ein Minenfeld", weiß der Münchner Kabarettist Helmut Schleich - erst recht im postfaktischen Zeitalter. Aber deshalb lieber den Mund halten? Nein! Das kommt nicht in Frage! Wenn selbst Regierungen von "alternativen Fakten" sprechen und Emotionen die Vernunft bedrohen, hat Ehrlichkeit einen schweren Stand. Oder, wie Helmut Schleich es ausdrückt: "Ehrlichkeit ist ein Minenfeld - und weit und breit kein Räumkommando in Sicht". Der Münchner Kabarettist allerdings macht unbeirrt weiterhin das, was er am besten kann: Klartext reden, Missstände aufdecken, die wunden Punkte aus Politik und Gesellschaft benennen. Jetzt erst recht! Er räumt auf mit lieb gewonnenen Vorurteilen, gefährlichen Halbwahrheiten und bequemer Ahnungslosigkeit. Helmut Schleich gehört zu den markantesten Größen in der deutschsprachigen Kabarettszene. Immer wieder schlüpft er in altbekannte, aber auch neue Rollen: Als Franz Josef Strauß rechnet er posthum mit der bayerischen Selbstherrlichkeit ab, als streitbarer Methusalem Heinrich von Horchen referiert er über die EU, als Spekulant wirbt er um das Vertrauen des Publikums, und als Stammtischbruder offenbart er eine entlarvend einfache Sicht auf eine immer kompliziertere Welt. Der Moderator des "SchleichFernsehens" ist schon mehrfach ausgezeichnet worden für seine vielschichtige Satire; unter anderem wurden ihm der Deutsche Kleinkunstpreis 2013 und der Bayerische Kabarettpreis 2015 verliehen. Das Soloprogramm "Ehrlich" wird ständig aktualisiert und den rasanten Zeitläufen angepasst; Helmut Schleich ist ein präziser Beobachter, der Ungerechtigkeit, falsches Spiel und Machtmissbrauch nicht hinnehmen mag. Im Mainzer "unterhaus" präsentiert er 45 Minuten lang messerscharfes Politkabarett am Puls der Zeit.
3SAT Show
Thomas Quasthoff & Michael Frowin: Keine Kunst KABARETTSHOW
Thomas Quasthoff und Michael Frowin stehen zusammen mit dem Pianisten Jochen Kilian auf der Bühne und unterhalten mit launigen Gesprächen, Gesang und bissigen Parodien. Mit "Keine Kunst" eröffnete das ungleiche Paar - mal albern, mal bitterböse und immer urkomisch - das 3satfestival 2015. Weltstar trifft auf Kleinkunst, New York auf Ottendorf-Okrilla - und das passt überraschend gut zusammen. Seine sonore, weltberühmte Stimme kann auch anders klingen: Thomas Quasthoff, gefeierter Bassbariton, steht seit 2013 als Kabarettist schreiend, winselnd oder schimpfend auf der Bühne. Zusammen mit seinem Kollegen Michael Frowin und dem Pianisten Jochen Kilian macht er "Keine Kunst". Sie zanken sich über Politik und Kultur, lästern über Bildungsbürger und Musical-Besucher und besingen Bahnhöfe, die es gar nicht gibt. Klingt harmlos, ist es aber nicht. Was meistens sehr nett beginnt, endet so manches Mal herrlich boshaft. Aber in jedem Fall hoch amüsant. Nur bei der Blockflöte, da hört der Spaß auf!
3SAT Show
Kling, Krebs & Fischer: Viel Schönes dabei KABARETTSHOW
Ist das noch Kabarett oder schon Punkrock? Marc-Uwe Kling, Schöpfer der "Känguru-Chroniken", rappt, rockt und singt mit Michael Krebs, Julius Fischer und den "Pommesgabeln des Teufels". Man sollte nicht alles glauben, was die drei Kabarett-Anarchisten so erzählen, singen und rappen. Ein Ereignis ist das gemeinsame Band-Projekt aber definitiv: musikalisch auf hohem Niveau, politisch und albern, laut und feinsinnig, provokant und versöhnlich. In aller Bescheidenheit versprechen sie "das historischste Ereignis des Jahrtausends" - und angeblich ist es ganz banal entstanden. Marc-Uwe Kling stellte eines Tages fest, dass Skat spielen zu dritt viel mehr Spaß macht als allein. Also lud er die Kollegen Michael Krebs und Julius Fischer ein, mit ihm auf Tour zu gehen. Da Pokern aber noch viel mehr Spaß macht als Skat, nahmen sie auch noch eine Band mit, nämlich die berüchtigten "Pommesgabeln des Teufels". Ein Abend, der sich im Ohr ebenso einnistet wie im Hirn. Es wird gesungen, gereimt und gerockt, von Treuepunkten und Grundschullehrerinnen, Hobbys und Selbstausbeutung. Ein Abend voller großer Fragen und kleiner Gemeinheiten.
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DUEL: Opus 2 UNTERHALTUNG
DUEL ist eine Zwei-Mann-Formation, bestehend aus Laurent Cirade und Paul Staïcu. In Clownsmanier "duellierten" sich die beiden Musiker 2015 beim 3satfestival auf höchstem Niveau. Der große kräftige Laurent und der eher zierliche Paul verquicken Musik und Slapstick und machen sich einen Riesenspaß daraus, große Klassiker und Evergreens auf die Schippe zu nehmen. Zum Einsatz kommen unter anderem Klavier, Cello, Säge, Liegestuhl und ein Grill. Ihren ersten gemeinsamen Auftritt hatten die beiden Musiker im Herbst 2001 in Marseille. 2002 folgte ein viermonatiges Engagement in Paris. Ihre erste größere Tour führte in die USA und die Schweiz, in den Libanon, nach England, Spanien, Belgien und in die baltischen Staaten. 2012 feierte DUEL große Erfolge im Pariser Olympia und auf dem "Arosa Humor-Festival". 2015 sind Laurent Cirade und Paul Staïcu mit "Opus 2" in Deutschland auf Tournee und werden in den Theatersälen gefeiert wie Rockstars: mit nicht enden wollendem Applaus.
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