Spuren des Bösen - Liebe

Spuren des Bösen - Liebe

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Spuren des Bösen - Liebe

Spuren des Bösen - Liebe

TV-Thriller

Brocks Schulfreund Klaus Willer hat sich in einem Haus verschanzt. Dort bietet sich ein Bild des Schreckens mit der blutverschmierten Leiche von Willers Ex-Freundin Lisa im Mittelpunkt. Willer will, wenn überhaupt, nur einen sprechen: den Psychologen und Verhörspezialisten Richard Brock. Willer schwört, nichts mit der Tat zu tun zu haben. Die Indizien führen zu einer seltsamen, kommunenartigen Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft nennt sich "Eden" und wird von dem Millionenerben Konstantin Steinmann finanziell unterstützt. Unter der "Leitung" von Michael Auer will das "Eden" dem krankmachenden "Neokapitalismus" eine Form des Teilens und Heilens entgegensetzen. Den Nachforschungen Brocks begegnen die jungen Leute allerdings mit einer Mauer des Schweigens. Es stellt sich heraus, dass das Opfer Lisa in der Kommune einen Geliebten hatte, von dem sie schwanger war. Ein Mordmotiv oder ein Zufall? Und dann gesteht Klaus Willer plötzlich doch den Mord - obwohl er ihn nicht begangen haben kann. Brock taucht tiefer in die Welt von "Eden" ein und findet Anhaltspunkte für ein ganz anderes, weiter zurückliegendes Verbrechen.
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Einsame Helden - Lebensretter in Zeiten des Todes

Geschichte Seit Spielbergs "Schindlers Liste" steht Oskar Schindlers Rettungsaktion, die jüdische Zwangsarbeiter vor dem Tod bewahrte, für Zivilcourage angesichts des verstaatlichten Massenmords. Weniger bekannt dagegen sind die zahlreichen anderen "Schindlers", deren Geschichte diese Dokumentation erzählt. Ihnen zu Ehren wurden die Bäume entlang der "Allee der Gerechten" in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gepflanzt. Die Bäume von Jerusalem bezeugen ihre Taten der Mitmenschlichkeit in unmenschlichen Zeiten. Unter ihnen waren Funktionsträger, die den mörderischen Staatsapparat sabotierten, ebenso wie spontane Helfer aus der Mitte oder auch vom Rand der Gesellschaft. Allein in Berlin fanden so etwa 7000 Verfolgte Unterschlupf. Mit Zeugenaussagen von unmittelbar Beteiligten schildert die Dokumentation ihre oft abenteuerlichen Rettungsaktionen. Unter den Porträtierten ist der seinerzeit populäre Filmschauspieler Hans Söhnker ("Große Freiheit Nr. 7"). Zeitlebens schwieg er darüber, dass er in aller Stille verfolgte Juden verborgen hielt, während er öffentlich im Scheinwerferlicht des NS-Kinobetriebs glänzte. In diesem Jahr wird Söhnker für seine Taten posthum als "Gerechter unter den Völkern" geehrt. Zwei andere Größen der Unterhaltungskunst, der Showmaster Hans Rosenthal und der Schauspieler Michael Degen, überstanden die tödliche Gefahr mit wagemutiger Unterstützung couragierter Frauen, die weniger von ausgeprägt politischen Motiven, sondern schlicht von menschlichem Mitgefühl geleitet waren. Dies bewegte auch Maria Rimkus, geborene Nickel, die sich beim Anblick der hochschwangeren jüdischen Zwangsarbeiterin Ruth Abraham spontan entschied, der von der Deportation bedrohten Frau beizustehen. Sie ließ sich einen Ausweis ausstellen und gab ihn Ruth Abraham, versehen mit deren Foto, damit diese untertauchen konnte. Am Tag ihres geplanten Abtransports brachte Ruth Abraham im Verborgenen eine Tochter zur Welt, die sie mit Maria Nickels tatkräftiger Unterstützung in wechselnden Quartieren über die Zeit der Verfolgung rettete. Auch Walter Frankenstein gelang es, auf schier unglaubliche Weise seine Familie samt zweier im Untergrund geborener Kinder vor dem Tod zu bewahren - dank einer Reihe von Helfern, vom Fabrikdirektor bis zur Prostituieren, und mit ungeheurer Chuzpe. Berthold Beitz, der spätere Generalbevollmächtigte des Stahlkonzerns Krupp, schützte in seiner Funktion als Manager einer Ölfirma in Galizien während des Krieges jüdische Zwangsarbeiter vor der Abschiebung ins Vernichtungslager. Wie er, machten die meisten Retter nach dem Krieg kein Aufsehen um ihren mutigen Einsatz unter Gefahr von Todesstrafe oder sozialer Ächtung. Zudem galten die in Zeiten der Diktatur "illegalen" Hilfsaktionen in weiten Bevölkerungskreisen immer noch als eine Art von Verrat und Verstoß gegen die Ordnung. Dieses Unbehagen hing möglicherweise auch damit zusammen, dass die Saboteure des Vernichtungsplans unübersehbar ein Zeichen gesetzt hatten, auch an die Adresse von Millionen Mitläufern, dass selbst in einer Diktatur Anpassung oder Wegsehen nicht die einzigen Optionen bleiben. Aber es waren nur wenige, die mit ihrer Zivilcourage den Mordplan zu durchkreuzen versuchten.
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Kinder der "Exodus" - Geburtsort unterwegs

Zeitgeschichte "Born on route": So steht es in ihren israelischen Reisepässen amtlich vermerkt. Unterwegs geboren, an Bord des Flüchtlingsschiffs "Exodus" und anderer Schiffe, auf dem Weg nach Palästina. Die Passinhaber sind genauso alt wie der Staat Israel, in dem sie heute leben: 70 Jahre. In Israel sind sie als "Kinder der Exodus" bekannt. Ihre Biografien sind eng verknüpft mit den Ereignissen, die letztlich zur Gründung des Staates Israel führen. Es ist das Drama, das sich abspielt, als das Flüchtlingsschiff "Exodus" mit mehr als 4500 Holocaust-Überlebenden aus Deutschland und anderen Ländern Mittel - und Osteuropas nach tagelanger Odyssee den Hafen Haifa erreicht. Die jüdischen Flüchtlinge dürfen jedoch nicht im britischen Mandatsgebiet bleiben. Sie müssen umkehren. Sie werden vom britischen Militär unter Androhung von Waffengewalt auf drei Gefangenenschiffen von Haifa zurück nach Deutschland deportiert, zurück ins "Land der Täter", zurück in bewachte Lager bei Lübeck, Wilhelmshaven und Emden. Während dieser dramatischen Monate in den Jahren 1947/48 werden 58 Kinder geboren, "unterwegs", an Bord der "Exodus", auf den drei britischen Gefangenenschiffen und in den drei "Exodus"-Lagern. In der Dokumentation erzählen mehrere "Kinder der 'Exodus'" von ihren Erlebnissen sowie von ihren Hoffnungen, Enttäuschungen und Ängsten. Ein Ex-Offizier in Haifa beispielsweise berichtet von seinen Einsätzen in den Kriegen seit der Staatsgründung, eine Ärztin über soziale und ethnische Spannungen unter Israelis, die aus verschiedenen Kulturkreisen eingewandert sind, und eine Pädagogin geht der Frage nach, wie die Enkel von Holocaust-Überlebenden über ihr Verhältnis zu Deutschland denken. Die 92-jährige Mutter eines "Exodus"-Kindes schildert ihre Erlebnisse an Bord und später im Lager Emden, in dem mehr als 2500 "Exodus"-Flüchtlinge untergebracht waren. Das Foto, das sie - kurz vor dem Rücktransport nach Deutschland - mit einem Kinderwagen auf dem sogenannten "Kai der Tränen" in Haifa zeigt, ging seinerzeit durch die Weltpresse.
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3SAT Di, 15.05.

ZDF ARTE
Sender Zeit Zeit Titel Start Titel
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Hart aber fair POLITIK
Vor Studiopublikum diskutieren Gäste aus verschiedensten Bereichen kontroverse Themen. Einspieler liefern zusätzliche Informationen, und die Zuschauer können sich interaktiv beteiligen.
3SAT Doku
Natur im Garten PFLANZEN (Folge: 1)
Mit den Pflanzen im Garten geht auch gleichzeitig das Herz auf. Zuschauer erhalten hier nützliche Infos und Tipps rund um Bepflanzung, Pflege und Gestaltung ihrer Gärten oder Balkone.
3SAT Doku
Maschine Huhn REPORTAGE
Obwohl Österreich europaweit die strengsten gesetzlichen Regelungen in der Hühnerhaltung hat, kann von einer artgerechten Haltung der Tiere dort kaum die Rede sein. Ein Industriehuhn legt pro Jahr mittlerweile deutlich mehr als 300 Eier. Diese Entwicklung hat vor allem einen Verlierer: die Hühner selbst. Die Reportage blickt hinter die Kulissen eines Geschäfts, in dem es vor allem um Effizienz und niedrige Preise geht. Die Österreicher lieben Hühner. Vor allem auf dem Teller. Eier und Hühnerfleisch stehen fast täglich auf dem Speiseplan. Während der Konsum von Schweine - und Rindfleisch stagniert, ist beim Hühnerfleisch der Verbrauch stark steigend. Bis zu 15 Kilo isst ein Österreicher im Jahr. Die industrielle Landwirtschaft hat auf diesen Boom längst reagiert: Moderne Hochleistungszüchtungen garantieren schnelles Wachstum, vor allem des Brustfleisches.
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ZIB NACHRICHTEN
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
3SAT Doku
Fernweh - In den Alpen TOURISMUS Von Monaco nach Chamonix (Folge: 1)
Die Reihe führt durch das größte und höchste Gebirge Europas und zeigt die Kulturlandschaft, wie man sie noch nie gesehen hat. Unterwegs sind sieben Moderatorinnen und Moderatoren. Die erste Etappe der Alpen-Tour führt von Monaco über das Piemont nach Chamonix. Im Palast des Fürstentums Monaco trifft Kathrin Winzenried Fürst Albert II. zu einem Plauderstündchen. Vom Palast aus geht es weiter ins Valle Maira. Francis Nouveau aus Méthamis in den Provenzalischen Alpen ist mit Trüffeln, dem "schwarzen Gold", reich geworden - ein geheimnisumwittertes Geschäft. Das Alpenplateau Glières wurde im Zweiten Weltkrieg zum Symbol für den Widerstand gegen Nazideutschland. Ein paar Hundert Kämpfer der Résistance verteidigten Glières. Dank ihres mutigen Einsatzes wurde die Region eine der ersten Frankreichs, die von den Nazis befreit war. Hinter 77 Bergen liegt die kleinste Gemeinde Frankreichs: Rochefourchat. Der einzige Einwohner legt auf Publizität keinen großen Wert.
3SAT Doku
Fernweh - In den Alpen TOURISMUS Von Norditalien bis zum Maloja (Folge: 2)
Im zweiten Teil reist Sonja Hasler vom heiligen Berg Sacromonte di Varallo in Norditalien durch die Sonnenstube der Alpen nach Maloja. Sie wandert durch den wilden Naturpark "Val Grande", lernt Motorboot fahren, erkundet Premana, das Dorf der Scherenschleifer, wo die Leute ständig singen. Und sie lernt beim besten Salsiz-Metzger der Schweiz, wie man die regionale Spezialität richtig herstellt.
3SAT Doku
Fernweh - In den Alpen TOURISMUS Vom Wallis über Liechtenstein nach Bayern (Folge: 3)
Die dritte Etappe führt vom Wallis nördlich über die Alpen nach Liechtenstein und Bayern. Thomas Bucheli startet unterirdisch in einem Gasstollen und taucht im Wallis wieder auf. Er fliegt über die Alpen, landet im Alpstein und fährt über Liechtenstein nach Bayern. Dabei sitzt der Moderator selbst am Steuer der Cessna, denn er war in jungen Jahren ein begeisterter Pilot. Ein Besuch bei dem kernigen Wirt Beny Knechtle und dessen Familie und ein Gespräch mit seinem Wetterkollegen aus Balderschwang, auch bekannt als "Bayrisch Sibirien", runden die Reiseetappe ab.
3SAT Doku
Fernweh - In den Alpen TOURISMUS Vom Allgäu über Neuschwanstein ins Ötztal (Folge: 4)
In der vierten Etappe sucht Ueli Schmezer im Allgäu Edelweiß und besucht das Märchenschloss Neuschwanstein. In Österreich macht er in einem Schnapsbrennerdorf Halt. Im Ötztal kommt er einer Verschwörung rund um den sagenhaften Ötzi auf die Spur.
3SAT Doku
Fernweh - In den Alpen TOURISMUS Über den Reschenpass nach Südtirol (Folge: 5)
Die fünfte Etappe führt vom Reschenpass nach Südtirol. In Graun am Reschensee trifft Pascale Menzi den alten Peppi Plangger, dessen Elternhaus gesprengt wurde, um einem Stausee zu weichen. Einzig der Kirchturm des Dorfs blieb erhalten. Er ragt heute als bizarres Postkartenmotiv aus dem See. In Prad am Stilfserjoch lebt ein selbst ernannter Indianer. Ein paar Häuser weiter wohnt sein bester Freund als Cowboy: Westernromantik im Vinschgau. Am Fuß der Drei Zinnen, dem imposanten Wahrzeichen der Dolomiten, trifft Pascale den Extrembergsteiger Alexander Huber. Aus dem Val di Zoldo kommt das beste Eis der Welt. Grund genug für einen Abstecher.
3SAT Doku
Fernweh - In den Alpen TOURISMUS Von Berchtesgaden zum Großglockner (Folge: 6)
Die sechste Etappe führt vom süddeutschen Berchtesgaden nach Österreich zum Hallstätter See und weiter bis zum Großglockner. Claudia Weber besucht das Kehlsteinhaus, das einstige Ferienhaus von Adolf Hitler. Erfreulicher ist das nächste Erlebnis: Während eines Lama-Trekkings in den Hohen Tauern schaut sie in in die Augen von Lama Guy. Es ist Liebe auf den ersten Blick. In den Hohen Tauern führt ein alter Säumerpfad von Nord nach Süd, auf dem früher Salz aus dem Salzkammergut transportiert wurde. In Hallstatt hilft Claudia Weber dem Einheimischen Peter Wimmer beim Fischen - eine Knochenarbeit. Entspannung gibt es dann im Karlbad bei Innerkrems im angeblich ältesten Wellnessbad der Alpen.
3SAT Doku
Fernweh - In den Alpen TOURISMUS Von Kärnten über Italien nach Maribor (Folge: 7)
Die letzte Etappe führt von Kärnten über Italien nach Maribor in Slowenien. In Feistritz im unteren Gailtal beobachtet Rainer Maria Salzgeber den Brauch des Kufenstechens. Mit dem Fahrrad fährt er nach Slowenien, wo er im Soca-Tal landet. Der Fluss Soca gilt als eines der besten Gewässer für Kanufahrer. Nicht weit entfernt zeigt ihm der ehemalige Leiter des Slowenischen Nationalparks Triglav seltene Alpenblumen. Dann fährt Rainer Maria Salzgeber mit einer Diesellokomotive nach Bled. Von dort geht es weiter ins Logartal, wo die Deutsche Ute Logar schottische Hochlandrinder züchtet. Schließlich erreicht Rainer Maria Salzgeber Maribor mit einem Floß. Mit an Bord sind Folkloretänzer, die am alljährlichen Festival Lent in Maribor teilnehmen.
3SAT Show
nano INFOMAGAZIN
3SAT
heute NACHRICHTEN
Das informative Magazin versorgt die Zuschauer mit aktuellen Meldungen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Gesellschaft und Sport.
3SAT
3sat-Wetter WETTERBERICHT
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
3SAT
Kulturzeit MAGAZIN
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
3SAT
Tagesschau NACHRICHTEN
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
3SAT Film
Spuren des Bösen - Liebe TV-THRILLER, D, A 2015
Brocks Schulfreund Klaus Willer hat sich in einem Haus verschanzt. Dort bietet sich ein Bild des Schreckens mit der blutverschmierten Leiche von Willers Ex-Freundin Lisa im Mittelpunkt. Willer will, wenn überhaupt, nur einen sprechen: den Psychologen und Verhörspezialisten Richard Brock. Willer schwört, nichts mit der Tat zu tun zu haben. Die Indizien führen zu einer seltsamen, kommunenartigen Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft nennt sich "Eden" und wird von dem Millionenerben Konstantin Steinmann finanziell unterstützt. Unter der "Leitung" von Michael Auer will das "Eden" dem krankmachenden "Neokapitalismus" eine Form des Teilens und Heilens entgegensetzen. Den Nachforschungen Brocks begegnen die jungen Leute allerdings mit einer Mauer des Schweigens. Es stellt sich heraus, dass das Opfer Lisa in der Kommune einen Geliebten hatte, von dem sie schwanger war. Ein Mordmotiv oder ein Zufall? Und dann gesteht Klaus Willer plötzlich doch den Mord - obwohl er ihn nicht begangen haben kann. Brock taucht tiefer in die Welt von "Eden" ein und findet Anhaltspunkte für ein ganz anderes, weiter zurückliegendes Verbrechen.
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kinokino KINOMAGAZIN
Licht aus, Spot an! Welche spannenden Filme in nächster Zeit in den deutschen Kinos anlaufen oder auf DVD erscheinen, gibt es hier zu sehen. Interviews mit Schauspielern oder Regissueren runden das Angebot ab.
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ZIB 2 NACHRICHTEN

Die Themen der heutigen ORF-Nachrichten "ZIB 2" Sendung finden Sie hier.

 

 

 

3SAT Doku
Einsame Helden GESCHICHTE Lebensretter in Zeiten des Todes
Seit Spielbergs "Schindlers Liste" steht Oskar Schindlers Rettungsaktion, die jüdische Zwangsarbeiter vor dem Tod bewahrte, für Zivilcourage angesichts des verstaatlichten Massenmords. Weniger bekannt dagegen sind die zahlreichen anderen "Schindlers", deren Geschichte diese Dokumentation erzählt. Ihnen zu Ehren wurden die Bäume entlang der "Allee der Gerechten" in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gepflanzt. Die Bäume von Jerusalem bezeugen ihre Taten der Mitmenschlichkeit in unmenschlichen Zeiten. Unter ihnen waren Funktionsträger, die den mörderischen Staatsapparat sabotierten, ebenso wie spontane Helfer aus der Mitte oder auch vom Rand der Gesellschaft. Allein in Berlin fanden so etwa 7000 Verfolgte Unterschlupf. Mit Zeugenaussagen von unmittelbar Beteiligten schildert die Dokumentation ihre oft abenteuerlichen Rettungsaktionen. Unter den Porträtierten ist der seinerzeit populäre Filmschauspieler Hans Söhnker ("Große Freiheit Nr. 7"). Zeitlebens schwieg er darüber, dass er in aller Stille verfolgte Juden verborgen hielt, während er öffentlich im Scheinwerferlicht des NS-Kinobetriebs glänzte. In diesem Jahr wird Söhnker für seine Taten posthum als "Gerechter unter den Völkern" geehrt. Zwei andere Größen der Unterhaltungskunst, der Showmaster Hans Rosenthal und der Schauspieler Michael Degen, überstanden die tödliche Gefahr mit wagemutiger Unterstützung couragierter Frauen, die weniger von ausgeprägt politischen Motiven, sondern schlicht von menschlichem Mitgefühl geleitet waren. Dies bewegte auch Maria Rimkus, geborene Nickel, die sich beim Anblick der hochschwangeren jüdischen Zwangsarbeiterin Ruth Abraham spontan entschied, der von der Deportation bedrohten Frau beizustehen. Sie ließ sich einen Ausweis ausstellen und gab ihn Ruth Abraham, versehen mit deren Foto, damit diese untertauchen konnte. Am Tag ihres geplanten Abtransports brachte Ruth Abraham im Verborgenen eine Tochter zur Welt, die sie mit Maria Nickels tatkräftiger Unterstützung in wechselnden Quartieren über die Zeit der Verfolgung rettete. Auch Walter Frankenstein gelang es, auf schier unglaubliche Weise seine Familie samt zweier im Untergrund geborener Kinder vor dem Tod zu bewahren - dank einer Reihe von Helfern, vom Fabrikdirektor bis zur Prostituieren, und mit ungeheurer Chuzpe. Berthold Beitz, der spätere Generalbevollmächtigte des Stahlkonzerns Krupp, schützte in seiner Funktion als Manager einer Ölfirma in Galizien während des Krieges jüdische Zwangsarbeiter vor der Abschiebung ins Vernichtungslager. Wie er, machten die meisten Retter nach dem Krieg kein Aufsehen um ihren mutigen Einsatz unter Gefahr von Todesstrafe oder sozialer Ächtung. Zudem galten die in Zeiten der Diktatur "illegalen" Hilfsaktionen in weiten Bevölkerungskreisen immer noch als eine Art von Verrat und Verstoß gegen die Ordnung. Dieses Unbehagen hing möglicherweise auch damit zusammen, dass die Saboteure des Vernichtungsplans unübersehbar ein Zeichen gesetzt hatten, auch an die Adresse von Millionen Mitläufern, dass selbst in einer Diktatur Anpassung oder Wegsehen nicht die einzigen Optionen bleiben. Aber es waren nur wenige, die mit ihrer Zivilcourage den Mordplan zu durchkreuzen versuchten.
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Kinder der "Exodus" ZEITGESCHICHTE Geburtsort unterwegs
"Born on route": So steht es in ihren israelischen Reisepässen amtlich vermerkt. Unterwegs geboren, an Bord des Flüchtlingsschiffs "Exodus" und anderer Schiffe, auf dem Weg nach Palästina. Die Passinhaber sind genauso alt wie der Staat Israel, in dem sie heute leben: 70 Jahre. In Israel sind sie als "Kinder der Exodus" bekannt. Ihre Biografien sind eng verknüpft mit den Ereignissen, die letztlich zur Gründung des Staates Israel führen. Es ist das Drama, das sich abspielt, als das Flüchtlingsschiff "Exodus" mit mehr als 4500 Holocaust-Überlebenden aus Deutschland und anderen Ländern Mittel - und Osteuropas nach tagelanger Odyssee den Hafen Haifa erreicht. Die jüdischen Flüchtlinge dürfen jedoch nicht im britischen Mandatsgebiet bleiben. Sie müssen umkehren. Sie werden vom britischen Militär unter Androhung von Waffengewalt auf drei Gefangenenschiffen von Haifa zurück nach Deutschland deportiert, zurück ins "Land der Täter", zurück in bewachte Lager bei Lübeck, Wilhelmshaven und Emden. Während dieser dramatischen Monate in den Jahren 1947/48 werden 58 Kinder geboren, "unterwegs", an Bord der "Exodus", auf den drei britischen Gefangenenschiffen und in den drei "Exodus"-Lagern. In der Dokumentation erzählen mehrere "Kinder der 'Exodus'" von ihren Erlebnissen sowie von ihren Hoffnungen, Enttäuschungen und Ängsten. Ein Ex-Offizier in Haifa beispielsweise berichtet von seinen Einsätzen in den Kriegen seit der Staatsgründung, eine Ärztin über soziale und ethnische Spannungen unter Israelis, die aus verschiedenen Kulturkreisen eingewandert sind, und eine Pädagogin geht der Frage nach, wie die Enkel von Holocaust-Überlebenden über ihr Verhältnis zu Deutschland denken. Die 92-jährige Mutter eines "Exodus"-Kindes schildert ihre Erlebnisse an Bord und später im Lager Emden, in dem mehr als 2500 "Exodus"-Flüchtlinge untergebracht waren. Das Foto, das sie - kurz vor dem Rücktransport nach Deutschland - mit einem Kinderwagen auf dem sogenannten "Kai der Tränen" in Haifa zeigt, ging seinerzeit durch die Weltpresse.
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Let's Talk about Land GESELLSCHAFT UND POLITIK
3SAT Doku
Ein Tamile kocht sich nach oben REPORTAGE Kumars Erfolgsrezept
Ganz unten hat der Tamile Kumar Satkunam einst als Flüchtling im Gastgewerbe angefangen. Heute ist er sein eigener Chef und zeigt lernhungrigen Schweizern, wie man gesundes Essen kocht. Was viele Tamilen der ersten Generation in der Schweiz nicht geschafft haben, ist ihm gelungen: der Aufstieg in der Gesellschaft. Kathrin Winzenried hat dem umtriebigen Unternehmer in den Kochtopf geschaut, um das Geheimnis seines Erfolgs zu ergründen. Anfang der 1980er-Jahre kam Kumar Satkunam als einer der ersten tamilischen Flüchtlinge in die Schweiz. Mit nichts mehr als ein bisschen Bargeld in der Tasche landete er als knapp 20-Jähriger via Deutschland in der Schweiz. "Es war ein Schock, ich hatte keinen Plan, was ich hier soll", erinnert er sich. Als Blechputzer in einer Bäckerei fand er seinen ersten Job in Bern. Dann folgten Jahre des Geldverdienens im Gastgewerbe. Er heiratete Hema, die ebenfalls aus der Heimat geflüchtet war vor dem Krieg, und gründete eine Familie mit ihr. Beinahe verloren habe er sich in dieser Zeit. Doch dann kam der Wendepunkt. Er besann sich zurück auf seine Wurzeln und begann wieder zu essen und zu kochen wie einst in Sri Lanka: ayurvedisch. Kumar Satkunam bildete sich zum Therapeuten aus, gründete in Bern ein Geschäft mit Massagepraxis und ayurvedisch-vegetarischem Restaurant und traf damit den Nerv der Zeit. "Hört auf, ständig zum Arzt zu rennen", so eine seiner simplen Botschaften, "die Nahrung ist unser Medikament!"
3SAT
10 vor 10 NACHRICHTEN
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
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Spuren des Bösen - Liebe TV-THRILLER, D, A 2015
Brocks Schulfreund Klaus Willer hat sich in einem Haus verschanzt. Dort bietet sich ein Bild des Schreckens mit der blutverschmierten Leiche von Willers Ex-Freundin Lisa im Mittelpunkt. Willer will, wenn überhaupt, nur einen sprechen: den Psychologen und Verhörspezialisten Richard Brock. Willer schwört, nichts mit der Tat zu tun zu haben. Die Indizien führen zu einer seltsamen, kommunenartigen Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft nennt sich "Eden" und wird von dem Millionenerben Konstantin Steinmann finanziell unterstützt. Unter der "Leitung" von Michael Auer will das "Eden" dem krankmachenden "Neokapitalismus" eine Form des Teilens und Heilens entgegensetzen. Den Nachforschungen Brocks begegnen die jungen Leute allerdings mit einer Mauer des Schweigens. Es stellt sich heraus, dass das Opfer Lisa in der Kommune einen Geliebten hatte, von dem sie schwanger war. Ein Mordmotiv oder ein Zufall? Und dann gesteht Klaus Willer plötzlich doch den Mord - obwohl er ihn nicht begangen haben kann. Brock taucht tiefer in die Welt von "Eden" ein und findet Anhaltspunkte für ein ganz anderes, weiter zurückliegendes Verbrechen.
3SAT Doku
unterwegs LANDSCHAFTSBILD
Riesige Diamantenvorkommen, unberührte Wildnis und Luxussafaris - Botswana ist ein Land der Superlative. Die Reise mit Andrea Jansen beginnt in der botswanischen Hauptstadt Gaborone. Von dort aus fährt die Moderatorin mit dem Geländewagen in die südliche Kalahari nach Khutse, wo sie gemeinsam mit einer Schweizer Zoologin nach Löwenspuren sucht. Weiter geht die Reise in den Tuli Block ganz im Osten Botswanas. Schließlich fährt Andrea Jansen von Maun aus zum Nxai-Pan-Nationalpark und fliegt zur Safari ins Okavango-Delta. Mit einem Einbaum fährt sie durch das Delta und besucht dort ein traditionelles Dorf. Außerdem besucht sie das weltgrößte Sortierzentrum für Rohdiamanten, nimmt in einem Kinderdorf für HIV-Waisen am Konzert einer Marimba-Band teil, bewundert jahrtausendealte Felszeichnungen und lernt das demokratische Kgotla-System kennen. Die Reportage führt durch ein Land, das mit stabilem Wirtschaftswachstum glänzt und als eines der sichersten Länder in Afrika gilt.
3SAT Doku
unterwegs LANDSCHAFTSBILD
Unberührte Natur, endlose Weiten und eine abwechslungsreiche Tierwelt: Tansania bietet die wohl spektakulärsten Landschaften des afrikanischen Kontinents. Es gibt die schier endlosen Ebenen der Serengeti, den riesigen, tierreichen Ngorongoro-Krater und den Nationalpark des Lake Manyara. Die Reportage führt auf eine Reise durch den afrikanischen Staat und geht auf Tuchfühlung mit Land, Tieren und Leuten. Sie beginnt in Arusha, einer verschlafenen Kleinstadt am Fuße des Meru, dem zweithöchsten Berg Tansanias, wo die Schweizerin Barbara Schachenmann sich auf ein bevorstehendes Buschabenteuer einstimmt. Nach einem Besuch im Kindergarten des Afrika-Experten Jörg Gabriel und einer Foto-Safari zu Flusspferden im Ngorongoro-Krater geht es mit einem Massai-Krieger zum Lake-Manyara.
3SAT Doku
unterwegs TOURISMUS
Männer in Röcken, Dudelsack, Whisky und Loch Ness - über Schottland existieren unzählige Klischees. Doch das Land im Norden Großbritanniens hat weit mehr zu bieten. Auf ihrer Reise durch unberührte Landschaften, an wildromantische Strände und zu mittelalterlichen Städten ist die Moderatorin Wasiliki Goutziomitros auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: Wie sind die Schotten wirklich? Die Reise von Wasiliki Goutziomitros beginnt in der schottischen Hauptstadt Edinburgh, einer vibrierenden Metropole voller mittelalterlicher Gebäude, enger Gässchen und stark belebter Einkaufsstraßen. Von hier aus fährt sie mit der Bahn in das schottische Hochland mit seinen unzähligen Seen und prächtigen Landhäusern. Schließlich besucht sie die Insel Skye im Westen Schottlands. Über das pittoreske Städtchen Pitlochry führt die Reise zurück nach Edinburgh.
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unterwegs LANDSCHAFTSBILD
Die Journalistin Wasiliki Goutziomitros entdeckt Island und trifft viele interessante Menschen, darunter den Vulkanfilmer Villi Knudsen und die Miss World 2005 Unnur Birna Vilhjálmsdóttir. Farbenprächtige Landschaften, heiße Quellen und wasserspeiende Geysire gehören ebenso zu Island wie die manchmal etwas eigenwilligen Menschen, die dort leben. Island ist aber auch bekannt für seine Trolle und Elfen und die berühmten Islandpferde.
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Den Kopf in den Wolken - die Füße auf dem Boden MENSCHEN
Bergführer, Fotograf, Filmemacher, Extrembergsteiger, Ski-Crack und Gletscherpilot - Ruedi Homberger, in seinem Bündner Heimatort Arosa kurz "Hombi" genannt, hat viele Talente. Mit über 75 Jahren führt Ruedi Homberger noch immer das Fotogeschäft in Arosa, das er 1966 von seinen Eltern übernommen hatte. Seit er aus Altersgründen keine Expeditionen nach Patagonien oder in den Himalaja mehr unternimmt, fliegt er als Gletscherpilot in den Alpen. Ruedi Homberger wuchs in Arosa auf und absolvierte im Geschäft seiner Eltern eine Lehre als Fotograf. Später spezialisierte er sich im Bereich der Landschafts - und Berg-Fotografie. Neben Aufnahmen der einheimischen Flora und Fauna, von Gletschern und Bergen, fotografierte er immer auch während seiner Expeditionen in Südamerika, Alaska und dem Himalaja. Seit ihm das infolge seines Alters nicht mehr möglich ist, steigt er als Gletscherpilot in die Luft. Nun bannt er aus dieser Perspektive die Bergwelt in eindrückliche Bilder. Ans Aufhören scheint er noch lange nicht zu denken und - Achtung: Seine Lebensfreude kann ansteckend sein.
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