3SAT
3SAT Mo. 11.02.
Doku

Das Große Barriere-Riff

Anemonenfisch, Großes Barriere Riff ZDF/ORF/BBC/James Brickell
Korallenpolypen (Goniopora sp), Großes Barriere Riff ZDF/ORF/BBC/James Brickell
Kartoffelbarsch am Cod Hole, Ribbon Reef, Großes Barriere Riff ZDF/ORF/BBC/James Brickell
Ribbon Reef, Großes Barriere Riff ZDF/ORF/BBC/Tara Artner
Weißkopfnoddi (Anous minutus) Heron Island, Großes Barriere Riff ZDF/ORF/BBC/Mark MacEwan
Ribbon Reef, Großes Barriere Riff ZDF/ORF/BBC/James Brickell
Ribbon Reef, Großes Barriere Riff ZDF/ORF/BBC/Tara Artner
Süßlippen-Fische am Ribbon Reef, Großes Barriere Riff ZDF/ORF/BBC/Tara Artner

Paradies im Ozean

Natur und Umwelt 45′

Inhalt

Es ist das bekannteste Korallenriff der Welt - und ein Naturparadies voller Geheimnisse: Das Große Barriere-Riff vor der Nordostküste Australiens ist eines der sieben Weltwunder der Natur. Mit einer Ausdehnung von 2200 Kilometern ist es selbst vom Weltall aus mit freiem Auge sichtbar. Die dreiteilige Reihe zeigt eine vielgestaltige, magische Welt voll pulsierender Aktivität. Im ersten Teil geht es um das "Paradies im Ozean". Korallenriffe wie das Große Barriere-Riff gehören zu den komplexesten Ökosystemen unseres Planeten. Wenige Millimeter kleine Korallen bilden den Lebensraum für Millionen Tiere und Pflanzen - alle ausgestattet mit speziellen Überlebenstechniken und in ungewöhnlichen Symbiosen anzutreffen. Dank modernster Makroaufnahmen sind Einblicke in diese atemberaubende Lebenswelt aus nächster Nähe möglich. Verblüffende Zeitrafferaufnahmen offenbaren, dass die scheinbaren reglosen Korallen sich in der Nacht in hyperaktive Kampfsterne verwandeln. Tag und Nacht, Ebbe und Flut - die Kamera von BBC-Regisseur James Brickell zeigt auf faszinierende Weise, welchen Einfluss die Gezeiten, der Sonnenstand und die Mondphasen auf das weitverzweigte System aus Korallenbänken und Inseln, die gemeinsam das Große Barriere-Riff bilden, haben. Wenn die Ebbe zweimal pro Tag große Teile der Riffgürtel freilegt, geraten sowohl die Korallentiere als auch viele andere Meeresbewohner in eine Extremsituation. Manche - wie etwa der Epaulettenhai - haben sich auf eindrucksvolle Weise an das ständig wechselnde Lebensumfeld angepasst. Dieser kleine Hai kann über Wasser auf festem Grund spazieren gehen und auf diese Weise in kleinen Wasserstellen jagen. Ebenfalls ein ausgeklügelter Jäger ist der Weißspitzenriffhai. Er ortet seine Opfer mittels elektrischer Impulse, die jede Muskelbewegung eines lebenden Tieres aussendet. Die nachtaktive Kegelschnecke wiederum macht ihre Langsamkeit mit einem hochwirksamen Nervengift wett, mit dem sie ihre Beute im Schlaf überrascht und diese dann bei lebendigem Leibe in einem Stück verschlingt. An die extremen Bedingungen der Gezeiten haben sich auch die Korallen selbst angepasst - mit einer speziellen Schleimschicht schützen sie sich bei Ebbe vor dem Austrocknen. Die Mondphasen steuern auch ein Ereignis, das nur ganz selten in bestimmten Frühsommernächten stattfinden kann - die Massenablaiche der Korallen, eines der größten Fortpflanzungsphänomene im ganzen Tierreich. Millionen kleiner Korallenlarven gehen mit der Strömung auf eine Reise mit unbekanntem Ziel. Die Korallen schaffen ferner das Fundament für eines der faszinierendsten Paradiese im Ozean - das Große Barriere-Riff.

Sendungsinfos

Von: James Brickell Bearbeitung: Deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr Untertitel, Stereo
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