3SAT
3SAT Sa. 09.11.
Doku

Wanderlust!

Die langen Kapuzen der Büßer sollen das Streben nach dem Himmel symbolisieren. ZDF/SWR/AMP
Quico und Bradley helfen Eli auf ihrer Finca, wilden Lavendel zu destillieren. ZDF/SWR/AMP
Benaocaz, ein "Weißes Dorf" in der Sierra de Grazalema. ZDF/SWR/AMP
Umbilicus oder Echter Venusnabel ist eine Wildpflanze, die durstlöschend wirkt. ZDF/SWR/AMP
Bradley mit Kork. ZDF/SWR/AMP
In den Alcornocales ist der Kork für viele eine Einkommensquelle. ZDF/SWR/AMP
Quico mit Kork. ZDF/SWR/AMP
Quico und Bradley haben die Hälfte der Wanderung hinter sich. ZDF/SWR/AMP
Quico und Bradley beim Wandern in der Sierra de Grazalema. ZDF/SWR/AMP
Don Luis Rivera Ruiz war früher Tierarzt, heute züchtet er das Spanische Kampfrind. ZDF/SWR/AMP

In Andalusien, Spanien

Tourismus 45′

Inhalt

Das Frühjahr ist die beste Zeit, um in Andalusien zu wandern. Die Sträucher blühen, die Wälder und Weiden sind grün und die Temperaturen angenehm. Ein Fernwanderweg verbindet die "Weißen Dörfer", denen einst die Mauren, die muslimischen Eroberer aus dem nahen Afrika, ihr Gesicht gaben. Die Wanderung beginnt in Tarifa, der südlichsten Stadt des europäischen Festlandes. In einem Haus am Wegesrand holt Bradley Mayhew seinen Wanderkameraden ab, den Gewerkschafter und Umweltschützer Quico Rebolledo. 200 Kilometer weit wandern die beiden durch Korkeichenwälder und Karstgebirge bis nach Ronda, dem größten der Weißen Dörfer von "al-Andalus", wie die Mauren ihr Herrschaftsgebiet nannten. Die erste Hälfte der Wanderung verläuft durch die Alcornocales, benannt nach der Korkeiche, und eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete am Mittelmeer. Nach wie vor ist Kork eine wichtige Einkommensquelle. Bradley und Quico treffen einen jungen Korkfabrikanten bei der Arbeit. In einem Kastell lädt sie ein englischer Aussteiger und Gastwirt zu Tortilla mit Flamenco-Begleitung ein. Und wo die Alcornocales bergiger werden, begegnen die beiden Wanderer einer Kräuterfrau, die altes Wissen über die essbaren Pflanzen der Gegend bewahrt und in ihrer Finca wilden Lavendel zu Heilzwecken destilliert. Die zweite Hälfte des Weges führt in die Sierra de Grazalema. Die Karstlandschaft ist für ihre Pinsapo-Tannen bekannt, die hier die letzte Eiszeit überstanden haben. Im "Weißen Dorf" Grazalema kommen die Wanderer an einer Fabrik vorbei, in der Decken wie vor 200 Jahren aus der Wolle des Merino-Schafs gewoben und gewalkt werden. Höhepunkt der Wanderung ist Ronda, eine spektakulär auf Felsen thronende Stadt. Bradley ist am Palmsonntag da, die Prozessionen der Semana Santa, der Karwoche, fangen an. Über eine Tonne wiegen die Throne der Christus- und Marienfiguren, die von Büßern durch die Stadt getragen werden, begleitet von Klagemusik. Hinter Ronda geht der Fernwanderweg, der GR7 wie er offiziell heißt, noch über 500 Kilometer weit. Bradley nimmt in der spektakulären Schlucht von El Chorro den Zug zum Flughafen, im Gepäck all die schönen Eindrücke von der Wanderung durch al-Andalus.

Sendungsinfos

Von: Dimitrios Kisouds, Rolf Lambert Untertitel, Stereo
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