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7MAXX Di. 14.11.
Film

Der Mann, der niemals lebte

Schaf unter den Wölfen? CIA-Agent Roger Ferris (Leonardo DiCaprio) ... © Warner Brothers
Hoch gepokert - und verloren? CIA-Agent Roger Ferris (Leonardo DiCaprio) legt eine falsche Fährte, die zu früh entschlüsselt wird ... © Warner Brothers
CIA-Agent Ed Hoffman (Russell Crowe) entwickelt seine Strategien per Laptop im Wohnzimmer seines Einfamilienhauses. Für ihn zählen Verbündete nur solange, wie sie ihm nützlich sind, wie sie für den positiven Ausgang einer Mission wichtig sind ... © Warner Brothers
Um den Leitwolf der gefährlichen Terrorgruppe ausfindig machen zu können, muss sich CIA-Agent Ferris (Leonardo DiCaprio, r.) mit dem eloquenten, aber völlig undurchsichtigen jordanischen Geheimdienst-Chef Hani (Mark Strong, l.) einlassen. Aber kann er ihm trauen? © Warner Brothers
Um an den Kopf einer überaus gefährlichen Terrororganisation zu kommen, bauen CIA-Verbindungsoffizier Ed Hoffman (Russell Crowe, l.) und CIA-Agent Roger Ferris (Leonardo DiCaprio, r.) auf dem Papier eine Terrororganisation auf. Dafür stehlen sie die Identität eines islamischen Architekten ... © Warner Brothers
Vertraue niemandem, täusche jeden! Kann sich CIA-Agent Roger Ferris (Leonardo DiCaprio, r.) auf den aalglatten CIA-Verbindungsoffizier Ed Hoffman (Russell Crowe, l.) verlassen? © Warner Brothers
CIA-Agent Ferris kann nur auf einen zurückgreifen: den jordanischen Geheimdienst-Chef Hani (Mark Strong), der ebenfalls eher auf altbewährte Methoden setzt. Aber kann er ihm auch vertrauen? © Warner Brothers
Um an Informationen über die Terrororganisation von Scheich Al-Saleem zu kommen, schließt CIA-Agent Roger Ferris (Leonardo DiCaprio) ein Bündnis mit dem zweifelhaften Chef des jordanischen Geheimdienstes. Doch je tiefer er in diese Welt verstrickt wird, desto mehr zweifelt er an der Loyalität seines © Warner Brothers
Er ist der beste Mann des US-Geheimdienstes: Doch Roger Ferris' (Leonardo DiCaprio) Leben hängt von einer unpersönlichen Stimme ab, mit der er über eine abhörsichere Telefonleitung Kontakt hält und der er voll und ganz vertrauen muss ... © Warner Brothers
Erst viel zu spät geht dem jungen CIA-Agenten Roger Ferris (Leonardo DiCaprio, l.) auf, dass Vertrauen ein Luxus ist, den man sich nur selten leisten kann, aber manchmal sogar leisten muss ? © Warner Brothers

Drama USA 2008, 114′ - mit Leonardo DiCaprio, Russell Crowe, Mark Strong, Golshifteh Farahani, Ali Suliman, Oscar Isaac, Alon Aboutboul

Kurzbeschreibung

Starbesetztes Werk von Oscar-Nominee Ridley Scott ("Der Marsianer - Rettet Mark Watney", "Gladiator"): Leonardo DiCaprio und Russell Crowe spielen die Hauptrollen in dem Thriller-Drama über einen CIA-Agenten, der einen Terroristen in Jordanien dingfest machen soll.

Inhalt

Roger Ferris ist der beste Mann des US-Geheimdienstes: Als erfahrener Agent bewährt er sich selbst in brenzligen Situationen, die keiner seiner Kollegen überlebt. Doch wenn Ferris’ Tarnung einmal auffliegt, ist er ein Mann ohne Identität – dann hängt sein Leben von jener unpersönlichen Stimme ab, mit der er über eine abhörsichere Telefonleitung Kontakt hält.

Sie gehört dem mit allen Wassern gewaschenen CIA-Agenten Ed Hoffman, der seinen Krieg per Laptop im Wohnzimmer eines Einfamilienhauses führt: Er jagt eine neue Leitfigur der Terrorszene, die den Erdball mit einem Bombenteppich überzieht und dabei selbst dem ausgeklügeltsten Geheimdienst-Network der Welt immer wieder Schnippchen schlägt.

Um diesen Terroristen aus der Reserve zu locken, muss Ferris sich in Welt manipulierter Finanztransaktionen und verzweifelter Märtyrer einschleusen. Doch je näher er sich an sein Ziel heranarbeitet, desto klarer wird ihm: Verbündete sind nur so gut wie ihr letztes Täuschungsmanöver, und Vertrauen erweist sich als gefährlichste Taktik überhaupt…

Kritik

Packend trotz inhaltlicher Mängel

Zartbesaitete seien gewarnt: Die in "Der Mann, der niemals lebte" gezeigten Folterszenen sind hart, und in seiner Kompromisslosigkeit geht der Film über die Rolle der CIA im 'War on Terror' mitunter ziemlich an die Substanz – nicht zuletzt wohl aufgrund der realistischen Darstellungsweise.

Überhaupt ist die Inszenierung der düsteren Geschichte, die auf dem gleichnamigen Bestseller von Washington-Post-Journalist David Ignatius basiert, gelungen: Ridley Scott erweist sich einmal mehr als exzellenter Regisseur, der sein Handwerk versteht. Seine packende Inszenierung überzeugt auf visueller Ebene, wartet mit zahlreichen technischen Spielereien auf und gerät dank des flotten Erzählrhythmus niemals langweilig.

Trotz der soliden Inszenierung vermag "Der Mann, der niemals lebte" allerdings nicht vollends überzeugen - denn so ambitioniert und um Realismus bemüht Scotts Polit-Actionthriller auch ist, in erzählerischer Hinsicht weist sein Werk einige Schwächen auf. So bleibt die Logik des mitunter etwas waghalsigen und wirren Drehbuchs schon mal auf der Strecke, vor allem die mehr schlecht als recht in den Plot eingebundene Liebesgeschichte wirkt unglaubwürdig und weit hergeholt.

Wettgemacht werden die inhaltlichen Mängel über weite Strecken durch die soliden darstellerischen Leistungen, allen voran Mark Strongs Performance als unterkühlter jordanischer Geheimdienstchef. Insgesamt ambitioniertes Polit-Action-Kino, das zwar weniger tiefgehend unterhält als erwartet, dessen brisante Thematik aber dennoch packend in Szene gesetzt ist.

Sendungsinfos

Darsteller: Leonardo DiCaprio, Russell Crowe, Mark Strong, Golshifteh Farahani, Ali Suliman, Oscar Isaac, Alon Aboutboul, Vince Colosimo, Simon McBurney Regie: Ridley Scott Drehbuch: William Monahan Musik: Alexander Witt Kamera: Alexander Witt Autor: David Ignatius Untertitel, Dolby
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