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ARTE Mi. 10.10.
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TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Tragikomödie D, F, GE 2014, 80:28 - mit Nino Kasradze, Zanda Ioseliani, Ana Kacheishvili, Bacho Chkheidze, Nino Arsenishvili, Tamar Mamulashvili, David Darchia

Inhalt

Nino, eine attraktive Frau Mitte 40, hatte in Tiflis zu Sowjetzeiten eine schöne Kindheit. Aufgewachsen in privilegierten Verhältnissen, musste sie sich keine Sorgen um ihre Zukunft machen. Den Lebensverhältnissen im heutigen Georgien ist sie aber kaum gewachsen. Ihr kleiner Laden läuft nicht mehr, und die Lebenshaltungskosten sind dramatisch gestiegen. Unerfahren im Umgang mit Geld, nimmt sie einen viel zu hoch verzinsten Kredit auf, gerät immer tiefer in die Schuldenfalle und bleibt in diesem Teufelskreis gefangen. Wehmütige Gesänge und Wodka kaschieren nur notdürftig eine finanzielle Abwärtsspirale. Ninos Geschichte ist kein Einzelschicksal; zwischen 2009 und 2013 haben 14 Prozent der georgischen Familien ihre Wohnungen und Häuser verloren, weil sie die Kredite nicht zurückzahlen konnten. Salomé Alexis tragikomisches Spielfilmdebüt verleiht der georgischen Finanzkrise ein Gesicht. Die Regisseurin zu ihrem Film: „Ich wollte die Atmosphäre im heutigen Tiflis zeigen, einer Stadt, die ganz in der Hand von Kredithaien und Pfandleihanstalten zu sein scheint. Die heutige Bevölkerung ist mit Finanzdingen weitgehend überfordert, weil sie in der Sowjetzeit nicht gelernt hat, mit Geld umzugehen. Die meisten sind schlicht naiv, andere gierig, manche realitätsfern. ‚Kreditis limiti‘ zeichnet den Lauf eines solchen postsowjetischen Schicksals nach.“ Der Film hatte seine große Festivalpremiere 2014 in der Reihe Orizzonti des Filmfestivals von Venedig; 2015 wurde er beim portugiesischen Festival New Directors/New Films in Espinho als bester Film ausgezeichnet.

Hintergrund

Wehmütige Gesänge und Wodka kaschieren nur notdürftig eine finanzielle Abwärtsspirale. Ninos Geschichte ist kein Einzelschicksal; zwischen 2009 und 2013 haben 14 Prozent der georgischen Familien ihre Wohnungen und Häuser verloren, weil sie die Kredite nicht zurückzahlen konnten. Salomé Alexis tragikomisches Spielfilmdebüt verleiht der georgischen Finanzkrise ein Gesicht. Die Regisseurin zu ihrem Film: "Ich wollte die Atmosphäre im heutigen Tiflis zeigen, einer Stadt, die ganz in der Hand von Kredithaien und Pfandleihanstalten zu sein scheint. Die heutige Bevölkerung ist mit Finanzdingen weitgehend überfordert, weil sie in der Sowjetzeit nicht gelernt hat, mit Geld umzugehen. Die meisten sind schlicht naiv, andere gierig, manche realitätsfern. 'Kreditis limiti' zeichnet den Lauf eines solchen postsowjetischen Schicksals nach." Der Film hatte seine große Festivalpremiere 2014 in der Reihe Orizzonti des Filmfestivals von Venedig; 2015 wurde er beim portugiesischen Festival New Directors/New Films in Espinho als bester Film ausgezeichnet. Salomé Alexi (geboren als Alexi-Meskhishvili 1966 in Tiflis) ist als Drehbuchautorin und Regisseurin von Kurz- und Langfilmen erfolgreich. Aufgewachsen in einer Cineasten-Familie , begann Salomé Alexi 1988 ihre berufliche Tätigkeit als Ausstatterin im staatlichen Filmstudio von Tiflis. Von 1992 bis 1996 war sie an der Filmhochschule Fémis in Paris, wo ihre ersten Kurzfilme "Une Nuit" und "Si on allait à la mer" entstanden. Ihr erster Langfilm "Kreditlinie" ist eine französisch-deutsch-georgische Koproduktion.

Sendungsinfos

Darsteller: Nino Kasradze, Zanda Ioseliani, Ana Kacheishvili, Bacho Chkheidze, Nino Arsenishvili, Tamar Mamulashvili, David Darchia Regie: Salomé Alexi Drehbuch: Salomé Alexi Musik: Gio Tsintsadze, Reso Kiknadze Kamera: Jean-Louis Padis Produzent: Koka Togonidze
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