ARTE
ARTE Mi. 18.04.
Film

21 Nächte mit Pattie

Caroline (Isabelle Carré) fährt nach Südfrankreich, um dort ihre Mutter zu beerdigen. In Jean (André Dussollier), einem ehemaligen Liebhaber ihrer Mutter, glaubt sie, den Schriftsteller Le Clézio zu erkennen. ARTE France
Pattie (Karin Viard, Mi.) erzählt Caroline (Isabelle Carré, li.) ausführlich von ihrem Liebesleben. Auch mit André (Denis Lavant, re.) hatte sie eine Affäre. ARTE France
Caroline (Isabelle Carré, li.) und Pattie (Karin Viard, re.) sind eigentlich zwei sehr unterschiedliche Frauen. Während Pattie ein recht ausschweifendes Leben führt, ist Caroline eher zurückhaltend. ARTE France
Caroline (Isabelle Carré) tut die Zeit mit Pattie gut. Im sommerlichen Südfrankreich lernt sie, das Leben zu genießen. ARTE France
Caroline verguckt sich in Patties Sohn Kamil (Jules Ritmanic). ARTE France

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Tragikomödie F 2014, 110′ - mit Isabelle Carré, Karin Viard, André Dussollier, Sergi Lopez, Jules Ritmanic, Denis Lavant, Laurent Poitreneaux

Kurzbeschreibung

Caroline fährt nach Südfrankreich, um ihre Mutter zu beerdigen. Kurz nach ihrer Ankunft verschwindet der Leichnam. Und während die Ermittlungen laufen, erzählt Pattie, eine Freundin ihrer Mutter Zaza, Caroline ihre Sexgeschichten in allen Details und versucht die ernste, zurückhaltende Frau aus der Reserve zu locken. Das gelingt auch, denn Caroline hat ein Auge auf Patties 18-jährigen Sohn Kamil geworfen und im sommerlichen Süden schwinden ihre persönlichen Grenzen auch. Eine leichte Komödie über Liebe, Lust und ... Nekrophilie.

Inhalt

Caroline kannte ihre Mutter kaum, sie weiß so gut wie nichts über ihr Leben. Als sie über deren Tod informiert wird, reist sie dennoch in das abgelegene Dorf in Südfrankreich, wo ihre Mutter zuletzt gelebt hat. Hier taucht sie in das Universum ihrer Mutter ein - ein buntes, ausgelassenes und vor allem freizügiges. Besonders Pattie lebt ein ausgesprochen freies Leben. Sie feiert Nächte durch, geht am helllichten Tage nackt baden und erzählt gerne und in allen Details von ihrem abwechslungsreichen Liebesleben. Der Leichnam der Mutter, aufgebahrt in einem provisorisch gekühlten Zimmer, verschwindet von einem Tag auf den anderen. Der lokale Gendarm hat sofort einen Verdacht: Womöglich könne sich ein ehemaliger Liebhaber nicht von der Geliebten trennen. Oder aber es handele sich um einen "gewöhnlichen" Nekrophilen. Caroline, zunächst außer sich über das Verschwinden des Leichnams, ist von der Gelassenheit der anderen zunächst schockiert. Auch Jean, ein ehemaliger Freund ihrer Mutter, der zu der verblüffend fröhlichen Trauergesellschaft stößt, versucht die anderen von der Dringlichkeit, den Leichnam wiederzufinden, zu überzeugen. Caroline entspannt sich in diesem fröhlich-entspannten Umfeld immer mehr, und der Verlust des Leichnams wird zunehmend zur Nebensache. Die Vermutung, dass es sich bei Jean um den berühmten Schriftsteller Jean-Marie Le Clézio handelt, versetzt sie in kindliche Aufregung. Immer mehr begreift sie den freien Lebensstil von Pattie und ihrer Mutter und findet einen leidenschaftlicheren Zugang zum Leben.

Hintergrund

Mit "21 Nächte mit Pattie" bewegen sich die Larrieu-Brüder auf bekanntem Terrain. Laue Sommernächte, die Lust am Leben und sexuelle Eskapaden sind auch die Hauptthemen ihres Films "Malen oder lieben" (2005). Aber auch düstere Szenarios verlegt das Film-Duo in den Süden Frankreichs, wie etwa im Sci-Fi-Film "Les derniers jours du monde" (2009). "Liebe ist das perfekte Verbrechen" (2013), wie auch "21 Nächte mit Pattie" eine ARTE-Koproduktion, behandelt das Thema Leidenschaft in einem düsteren Schweizer Berg-Dekor. "21 Nächte mit Pattie" gewann beim Internationalen Filmfestival San Sebastián 2015 den Jury-Preis für das beste Drehbuch.

Sendungsinfos

Darsteller: Isabelle Carré, Karin Viard, André Dussollier, Sergi Lopez, Jules Ritmanic, Denis Lavant, Laurent Poitreneaux, Philippe Rebbot, Mathilde Monnier Regie: Arnaud Larrieu, Jean-Marie Larrieu Drehbuch: Arnaud Larrieu, Jean-Marie Larrieu Musik: Yannick Ressigeac Kamera: Yannick Ressigeac Produzent: Bruno Pésery, Francis Boespflug Stereo
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