ARTE
ARTE Sa. 22.04.
Doku

Die ägyptische Expedition des Generals Bonaparte

Die jungen Wissenschaftler Villiers (Fabian Wolfrom, li.) und Jollois (Eric Beauperin, re.) halten die Ergebnisse ihrer Arbeit in Ägypten fest, die später den Grundstein für die Wissenschaft der Ägyptologie legen. ARTE France
Die Wissenschaftler bewundern, zeichnen und vermessen die Tempelanlage von Karnak. ARTE France
Der junge Wissenschaftler Jollois (Eric Beauperin, li.), ein Wegbereiter der Ägyptologie, mit Napoleon Bonaparte (Thibault Pinson, re.) ARTE France
Die Wegbereiter der Ägyptologie Jollois (Eric Beauperin, li.), Vivant-Denon (Olivier Saladin, Mi.) und Villiers (Fabian Wolfrom, re.) sind in ihre Arbeit vertieft und ahnen nicht, mit welchen Problemen die französischen Truppen zu kämpfen haben. ARTE France
Napoleon Bonaparte (Thibault Pinson) muss aufgrund von Rückschlägen seinen Ägyptenfeldzug überdenken. ARTE France

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Die Entdeckung

Geschichte F 2016, 51′

Kurzbeschreibung

1801 war der Ägyptenfeldzug beendet. Bonaparte wurde von rund 200 Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen begleitet. Sie sollten seinen Feldzug unterstützen und das Land im Hinblick auf eine dauerhafte Kolonisierung erkunden. Während die Wissenschaftler durch den Süden des Landes streiften, verschärfte sich die militärische Lage in Syrien. Mit Napoleons überstürzter Abreise im August 1799 und der Ermordung von General Kléber im Juni 1800 begann eine Reihe militärischer Niederlagen; nach insgesamt dreijähriger Arbeit kehrten die Forscher endgültig nach Frankreich zurück.

Inhalt

Während Napoleon auf dem Weg nach Syrien war, fuhren die beiden jungen Wissenschaftler Baptiste Prosper Jollois und Edouard de Villiers mit einer kleinen Gruppe von Forscher-Kollegen den Nil hinauf in den ägyptischen Süden, von dem sie so lange geträumt hatten. Sie bewunderten, zeichneten und vermaßen die Tempel und Gräber in Luxor, Philae, Karnak und Assuan. Auch die archäologisch sonst wenig interessierten Soldaten waren von den herrlichen Fresken und Flachreliefs ganz ergriffen. Doch der Traum war nur von kurzer Dauer. Die Forscher waren in ihre Arbeit vertieft und ahnten nicht, was sich in Akko, im heutigen Israel, abspielte: Die Truppen steckten fest, die Pest wütete und die Briten verbündeten sich mit den Osmanen. Die Franzosen bewegten sich auf dünnem Eis und machten doch eine bahnbrechende Entdeckung: Bei Reparaturarbeiten am Fort Rosette förderten sie eine schwere Tafel aus schwarzem Granit mit rätselhaften Inschriften zutage, die 20 Jahre später die Entzifferung der Hieroglyphen ermöglichen sollte. Der orientalische Traum zerbrach, und die französische Regierung war ratlos. Bonaparte verließ heimlich das Land und übergab General Kléber die Führung seiner Truppen. Die Situation war desaströs: leere Kassen, Aufstände, sich selbst überlassene Truppen. Soldaten und Wissenschaftler hatten ihre Illusionen längst verloren. Kléber übernahm die Führung, doch seine Ermordung und Ablösung durch Menou setzten der Expedition endgültig ein Ende. Im August 1801 kehrten die geschlagenen Franzosen in ihre Heimat zurück. Die Wissenschaftler konnten zwar viele wichtige Dokumente retten, der Stein von Rosette ging jedoch an die Engländer. Zehn Jahre später veröffentlichten die Franzosen die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Text- und Bildsammlung "Description d'Egypte" und legten damit den Grundstein für eine neue Wissenschaft, die Ägyptologie.

Sendungsinfos

Regie: Fabrice Hourlier Stereo

Programmhinweis

Sender Zeit Zeit Titel
ARTE Doku
Video
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51:20
Die ägyptische Expedition des Generals Bonaparte GESCHICHTE Die Entdeckung (Folge: 2), F 2016
Während Napoleon auf dem Weg nach Syrien war, fuhren die beiden jungen Wissenschaftler Baptiste Prosper Jollois und Edouard de Villiers mit einer kleinen Gruppe von Forscher-Kollegen den Nil hinauf in den ägyptischen Süden, von dem sie so lange geträumt hatten. Sie bewunderten, zeichneten und vermaßen die Tempel und Gräber in Luxor, Philae, Karnak und Assuan. Auch die archäologisch sonst wenig interessierten Soldaten waren von den herrlichen Fresken und Flachreliefs ganz ergriffen. Doch der Traum war nur von kurzer Dauer. Die Forscher waren in ihre Arbeit vertieft und ahnten nicht, was sich in Akko, im heutigen Israel, abspielte: Die Truppen steckten fest, die Pest wütete und die Briten verbündeten sich mit den Osmanen. Die Franzosen bewegten sich auf dünnem Eis und machten doch eine bahnbrechende Entdeckung: Bei Reparaturarbeiten am Fort Rosette förderten sie eine schwere Tafel aus schwarzem Granit mit rätselhaften Inschriften zutage, die 20 Jahre später die Entzifferung der Hieroglyphen ermöglichen sollte. Der orientalische Traum zerbrach, und die französische Regierung war ratlos. Bonaparte verließ heimlich das Land und übergab General Kléber die Führung seiner Truppen. Die Situation war desaströs: leere Kassen, Aufstände, sich selbst überlassene Truppen. Soldaten und Wissenschaftler hatten ihre Illusionen längst verloren. Kléber übernahm die Führung, doch seine Ermordung und Ablösung durch Menou setzten der Expedition endgültig ein Ende. Im August 1801 kehrten die geschlagenen Franzosen in ihre Heimat zurück. Die Wissenschaftler konnten zwar viele wichtige Dokumente retten, der Stein von Rosette ging jedoch an die Engländer. Zehn Jahre später veröffentlichten die Franzosen die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Text- und Bildsammlung „Description d'Egypte“ und legten damit den Grundstein für eine neue Wissenschaft, die Ägyptologie.
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