ARTE
ARTE Mo. 16.04.
Film

Die Akte Odessa

Per Zufall gerät der Reporter Peter Miller (Jon Voight) an das Tagebuch des ehemaligen KZ-Häftlings Salomon Tauber. Als er dem Kriegsverbrecher Eduard Roschmann nachzuspüren beginnt, ist sein Leben in Gefahr. ARTE France
Eduard Roschmann (Maximilian Schell), der sogenannte Schlächter von Riga: Wie viele andere hochrangige SS-Offiziere floh der Kriegsverbrecher, der unzählige Menschen auf dem Gewissen hat, nach dem Krieg ins Ausland. Foto: ARTE France
Eduard Roschmann (Maximilian Schell), der sogenannte Schlächter von Riga: Wie viele andere hochrangige SS-Offiziere floh der Kriegsverbrecher, der unzählige Menschen auf dem Gewissen hat, nach dem Krieg ins Ausland. ARTE France
Für seine Ermittlungen ist Peter Miller (Jon Voight) bereit, eine andere Identität anzunehmen. Er gibt sich als ehemaliger SS-Offizier aus, um Eduard Roschmann auf die Schliche zu kommen. ARTE France
Peter Miller (Jon Voight) ist Reporter aus Leidenschaft. Keine der zahlreichen Warnungen hält ihn davon ab, den SS-Offizier Roschmann aufzuspüren. ARTE France
Peter Miller (Jon Voight) versucht zunächst, die bedrohliche Lage seiner Lebensgefährtin Sigi (Mary Tamm) gegenüber zu verheimlichen. ARTE France

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Thriller D, GB 1974, 123′ - mit Jon Voight, Maximilian Schell, Maria Schell, Mary Tamm, Derek Jacobi, Peter Jeffrey, Towje Kleiner

Kurzbeschreibung

Hamburg, 1963: Per Zufall gerät der freie Reporter Peter Miller an das Tagebuch des verstorbenen Salomon Tauber. Der ehemalige KZ-Häftling berichtet über seine Zeit im Konzentrationslager in Riga, über den Verlust seiner Frau und insbesondere klagt er einen besonders skrupellosen SS-Offizier an, den Schlächter von Riga, Eduard Roschmann. Peter Miller will der Sache nachgehen, stößt jedoch auf vielfachen Widerstand. Eine Geheimorganisation namens Odessa schützt die Kriegsverbrecher der NS-Zeit, um im Verborgenen an den Zielen der Nationalsozialisten weiterzuarbeiten. Ein spannender Thriller, der ausgehend von der historischen Figur Eduard Roschmann die Verschwiegenheit der Nachkriegszeit behandelt.

Inhalt

Odessa, die Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen, eine Geheimorganisation in Deutschland, arbeitet an einem Raketenfernlenksystem, mit dem in Ägypten positionierte Raketen mit Spezialsprengköpfen Israel komplett zerstören könnten. Am 22. November 1963, dem Tag der Ermordung Kennedys, ist der Journalist Peter Miller auf der Suche nach einer Story. Per Zufall gerät er an einen Tatort. Ein alter Mann hat sich das Leben genommen. Am nächsten Tag übergibt ihm der befreundete Polizist Karl die im Zimmer des Mannes gefundenen Dokumente. Salomon Tauber, ein ehemaliger KZ-Insasse, berichtet in seinen Memoiren über den SS-Offizier Eduard Roschmann, den Schlächter von Riga. Wie viele weitere Nazis war er kurz vor der Befreiung 1945 geflohen. Miller beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen und Roschmann aufzuspüren. Dabei stößt er sowohl bei seinem Chefredakteur als auch bei seiner Familie auf taube Ohren. Warum in diesen alten Geschichten herumkramen? Unbeirrt macht sich Miller an die Arbeit. Er macht Marx, einen Bekannten Taubers, ausfindig, der ihm berichtet, dass Tauber Roschmann vor drei Wochen in Hamburg in der Oper gesehen habe. Als Tauber zur Polizei gegangen sei, habe man ihn abgewimmelt, weshalb sich Tauber das Leben genommen habe. Bei dem Versuch, Roschmanns Akte einzusehen, wird Miller klar, dass Roschmann von einer Gruppe Altnazis beschützt wird. Er nimmt die Fährte auf. Doch seine Suche ist gefährlich. Schon bald ist sein Leben in Gefahr. Gelingt es ihm, die Gräueltaten des Schlächters von Riga publik zu machen?

Hintergrund

"Die Akte Odessa" beruht auf dem gleichnamigen Roman von Frederick Forsyth. Obwohl der Roman historische Ereignisse aufgreift, weicht er von den Tatsachen ab. Während Roschmann in Wirklichkeit 1977 in Paraguay ums Leben kam, blüht der Figur Roschmann im Film ein anderes Schicksal. Auch die Existenz einer Geheimorganisation im Sinne der Odessa gilt heute von Historikern als widerlegt. Gleichwohl ein sehenswerter Film, der den Umgang der Bevölkerung mit den Kriegsverbrechen treffend thematisiert. Der "Filmdienst" schreibt: "Spannend inszenierter Politthriller, mit guten schauspielerischen Leistungen."

Sendungsinfos

Darsteller: Jon Voight, Maximilian Schell, Maria Schell, Mary Tamm, Derek Jacobi, Peter Jeffrey, Towje Kleiner, Martin Brandt Regie: Ronald Neame Drehbuch: Kenneth Ross, George Markstein Musik: Oswald Morris Kamera: Oswald Morris Produzent: John Woolf Hörfilm
Seite merken

Lesezeichen für tvheute.at erstellen:
Jetzt in der Symbolleiste auf klicken.

Gelesen
Sender navigieren
links | rechts
WISCHEN