ARTE
ARTE Sa. 09.11.
Doku

Die Schweiz von oben

Nach dem Bau der Jungfraubahn 1894 wurde eine Wetterstation auf dem Jungfraujoch errichtet. Dort verläuft heute die Hauptwetterscheide der Alpen. SWR
Die Rheinschlucht Ruinaulta ist das Ergebnis eines Bergsturzes. Der Alpenrhein musste sich hier über Jahrtausende hinweg ein neues Flussbett graben und schuf dabei eine Schlucht von seltener Schönheit. SWR
Im Mittelalter wuchs Bern durch Handel und Krieg zu einer europäischen Großmacht heran. Die Stadt überflügelte deutsche Hansestädte wie Lübeck und Reichstädte wie Frankfurt. SWR
In einer Flussschleife der Saane liegt die Stadt Fribourg auf einem Felsen. Noch heute zeugen die prachtvolle Kathedrale und die herrschaftlichen Häuser vom Reichtum ihrer Gründer, dem schwäbischen Adelsgeschlecht der Zähringer. SWR
Mit gut 20 Kilometern Länge ist der Aletsch der größte Gletscher in den Alpen. Wie ein Fluss aus Eis erstreckt er sich durchs Hochgebirge. SWR
Das Matterhorn, Wahrzeichen der Schweiz. 1865 erklomm der Brite Edward Whymper nach dramatischem Zweikampf als Erster den Gipfel. SWR

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Vom Zauber der Alpenrepublik

Landschaftsbild D 2018, 52′

Kurzbeschreibung

Von oben sieht man gut, was die kleine Schweiz stark macht: atemberaubende Berglandschaften, in deren Schutz die selbstbewussten Eidgenossen Geschichte schrieben. Von Bern über den Vierwaldstättersee bis ins Engadin: Die Dokumentation zeigt ein großes Panorama der Schweiz - nicht nur ihre faszinierenden Landschaften im Sommer und Winter, sondern auch eine gehaltvolle und spannende Geschichte.

Inhalt

Als vor Millionen Jahren die Afrikanische und die Eurasische Kontinentalplatte aufeinanderstießen, formten sie das Wahrzeichen der heutigen Schweiz: das Matterhorn. Seine Schönheit hat Dichter und Maler inspiriert, seine Gefährlichkeit die Abenteurer. Rund 500 Menschen haben beim Versuch, den Gipfel des Matterhorns zu besteigen oder wieder von ihm herunterzukommen, ihr Leben gelassen. Die Schweiz hat von ihren Bergen schon früh profitiert. Im Schutz der Gebirge konnten die Kantone wachsen und gedeihen. Die Schweiz gibt sich klein und bescheiden, dabei ist sie ein bedeutender Motor fürs Geschäftsleben und die Idee der Freiheit. Die Schweiz ist ein Goliath, der als David daherkommt. Im geschützten Raum konnte die Idee der Freiheit früher wachsen als in anderen europäischen Regionen. Im Mittelalter schafften es die Eidgenossen unter der Führung von Bern, die fremden Herrscher aus Burgund abzuschütteln, ebenso die Habsburger, die sich aus ihrem Stammland, der Schweiz, schmachvoll zurückziehen mussten. Der kleine Stadtstaat Bern wuchs zu einer europäischen Großmacht heran. Heute ist das kaum mehr vorstellbar. Vielen Schweizern geht schon das Wort "Hauptstadt" für Bern kaum über die Lippen. Der Eigensinn gehört ebenso zum Schweizer Charakter wie die Freiheitsliebe. Im Rückblick ist das Streben nach Neutralität aber keine Schwäche, sondern ein Erfolgsmodell, dessen Wertschöpfung sich nicht nur am Genfer See zeigt. Im 19. Jahrhundert war die Schweiz Vorreiter bei der Entwicklung des Tourismus. Ihre Berge wurden zu ersten Sehnsuchtszielen. Der britische Reiseanbieter Thomas Cook brachte 1863 eine erste Reisegruppe aus England ins Wallis und das Berner Oberland. Dann kamen, wieder aus England, die Kletterer. Mit Hilfe einheimischer Bergführer erkämpften sie sich Gipfel um Gipfel. Dramatische Wettläufe sorgten für Aufsehen, wie 1865 bei der Erstbesteigung des Matterhorns. Sie glückte dem Engländer Edward Whymper im achten Anlauf, aber auf dem Rückweg verlor er die halbe Seilschaft.

Sendungsinfos

Regie: Peter Bardehle Stereo
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