ARTE
ARTE Mi. 18.07.
Film

Indochine

Camille (Linh-Dan Pham) schließt sich der Untergrundbewegung an und wird zur legendären "roten Prinzessin". Sie muss untertauchen. ARTE
Im Französisch-Indochina der 1930er Jahre kommt es zu Aufständen der Bevölkerung gegen die Besatzer. ARTE
Die wohlhabende Französin Eliane (Catherine Deneuve) adoptiert die Prinzessin Camille (Linh-Dan Pham), als deren Eltern sterben. ARTE
In der Halong-Bucht treffen Camille und Jean-Baptiste wieder aufeinander. ARTE
Der junge Marineoffizier Jean-Baptiste (Vincent Perez) treibt einen Keil zwischen Eliane und Camille. Beide verlieben sich in ihn. ARTE

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Melodram F, MAL, VN 1992, 150′ - mit Linh-Dan Pham, Catherine Deneuve, Vincent Perez, Jean Yanne, Dominique Blanc, Henri Marteau, Eric Nguyen

Kurzbeschreibung

Französisch-Indochina in den 30er Jahren: Die Aufstände gegen die französischen Besatzer erfassen auch die Kautschukplantage der wohlhabenden Französin Eliane. Als deren Adoptivtochter Camille verletzt wird, kümmert sich Elianes ehemaliger Liebhaber, der junge Marineoffizier Jean-Baptiste, liebevoll um sie. Camille verliebt sich in ihn, ahnt jedoch nichts von Elianes Beziehung zu ihm. Ein bewegender Historienfilm über ein Kapitel der französischen Kolonialgeschichte.

Inhalt

Französisch-Indochina im Jahr 1930: Mit strenger Hand leitet Eliane Devries die väterliche Kautschukplantage. Eliane ist zwar die Tochter französischer Eltern, war aber noch nie in Frankreich. Als die Eltern der jungen Prinzessin Camille, Teil der vietnamesischen Kaiser-Dynastie, sterben, adoptiert sie die 16-Jährige. Für die alleinstehende Frau ist Camille bald die einzige Bezugsperson. Die beiden jungen Frauen sind so unzertrennlich wie Schwestern. Elianes und Camilles Leben wird durch die Ankunft des jungen Marineoffiziers Jean-Baptiste Le Guen in Saigon auf den Kopf gestellt: Beide Frauen verlieben sich in ihn. Unterdessen keimen in der einheimischen Bevölkerung nationalistische Bestrebungen auf. Unter dem Schutz des Sicherheitschefs Guy Asselin übersteht Eliane die ersten Anschläge, die sich gegen die französische Kolonialmacht und ihre Plantage richten. Sie entfernt sich von Jean-Baptiste, doch Camille, die inzwischen gegen ihren Willen mit ihrem Cousin Tanh verheiratet wurde, liebt ihn noch immer. Camille entflieht der Welt der Kolonialherren und durchquert das Land in Richtung Norden. Auf ihrer Flucht sieht sie das Leid ihres unterdrückten Volkes. In der Halong-Bucht trifft sie Jean-Baptiste wieder, der hierher strafversetzt wurde. Das Schicksal der Liebenden ändert sich radikal, als Camille einen Soldaten tötet und untertauchen muss. Aus Camille wird die legendäre "rote Prinzessin".

Hintergrund

"Indochine" hatte großen internationalen Erfolg und wurde als das französische "Vom Winde verweht" gehandelt. 1993 wurde der Film mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet und brachte den Beteiligten insgesamt fünf Césars ein. Wargnier hatte bereits 1987 für seinen Erstling "Die Frau meines Lebens" einen César für den besten Debüt-Film erhalten. Auch seine beiden Filme "Est-Ouest - Eine Liebe in Russland" (1999) und "Man to Man" (2005) wurden prominent nominiert, bei den Césars, Oscars und der Berlinale.

Sendungsinfos

Darsteller: Linh-Dan Pham, Catherine Deneuve, Vincent Perez, Jean Yanne, Dominique Blanc, Henri Marteau, Eric Nguyen, Andrzej Seweryn, Carlo Brandt, Gérard Lartigau, Hubert Saint-Macary Regie: Régis Wargnier Drehbuch: Erik Orsenna, Louis Gardel, Régis Wargnier, Catherine Cohen Musik: François Catonné Kamera: François Catonné Produzent: Jean Labadie, Eric Heumann Stereo
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