ARTE
ARTE Sa. 10.11.
Doku

Soldaten der Lüfte

Zu klein, zu schmächtig – zunächst wurde Georges Guynemer fünf Mal bei der Armee abgelehnt. Später zählte er zu den Pionieren der militärischen Luftfahrt. ndigenes Productions Foto: ARTE France

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

1914 - 1916

Dokumentation F 2017, 51′

Kurzbeschreibung

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts liegt die Zukunft der Fliegerei in den Händen einiger waghalsiger Draufgänger und Visionäre. "Soldaten der Lüfte" porträtiert fünf junge Piloten, die für die deutsche, französische und britische Luftwaffe in den Ersten Weltkrieg zogen: der "Rote Baron" Manfred von Richthofen, Ernst Udet, Georges Guynemer, René Fonck und Edward Mannock. Die persönlichen Erlebnisse der Männer, die als Helden in die Geschichte eingehen, verbinden sich mit einem wichtigen Kapitel der Luftfahrtgeschichte. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 geht die Zeit der zivilen Helden abrupt zu Ende. Der Krieg wird die Flugzeugindustrie revolutionieren: Neue Flugzeugprototypen machen nun Kampfeinsätze in der Luft möglich.

Inhalt

Winter 1914: Der Erste Weltkrieg hat gerade erst begonnen, doch die Bodentruppen der Alliierten verzetteln sich bereits in den Schützengräben. In Frankreich erklärt Marschall Joffre: "Die Luftwaffe dient nicht mehr nur der Aufklärung. Ihre Aufgabe wird nun sein, die feindliche Luftwaffe zu zerstören." Fortan wurde der Krieg nicht nur am Boden geführt, sondern auch in der Luft. Junge Piloten und Flugschüler wurden rekrutiert, um das Vaterland zu verteidigen. Der Deutsche Manfred von Richthofen und der Franzose Georges Guynemer gelten als schmächtig, Edward Mannock aus Großbritannien ist auf einem Auge blind und schummelt bei den Sehtests, der Deutsche Ernst Udet ist so ängstlich und ungeschickt, dass er regelmäßig Bruchlandungen hinlegt. Nur René Fonck aus Frankreich scheint zum Helden geboren. 1916 kommt es mit der verheerenden Schlacht bei Verdun zu einer Wende im Kriegsverlauf. Gleichzeitig beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der Militärluftfahrt: Der Himmel wird zur wichtigsten Kampfzone, die Flugzeugindustrie tritt in eine neue Ära ein und neue Prototypen werden getestet. Die Jagdflieger Guynemer und von Richthofen zerstören eine feindliche Maschine nach der anderen. René Fonck hingegen verfehlt immer wieder den Gegner. In der Tragödie der Gefechte, die innerhalb von zwei Jahren bereits fast eine Million Todesopfer gefordert haben, sind die Piloten gefeierte Helden. Ihre Siege werden erfasst und in Form von Abschusszahlen veröffentlicht. Denn Helden braucht das Volk fast so sehr wie Brot. Guynemer, der anfangs als unerfahrener Grünschnabel galt, ist nun aufgrund seiner Luftsiege ein "Fliegerass" und gewinnt fortan nicht nur die Gunst hochrangiger Militärs, sondern auch die unzähliger Frauen; von Richthofen wird zum Liebling der Kaiserin und als "Roter Baron" zum gefürchteten Alptraum seiner Gegner.

Hintergrund

Die zweiteilige Dokumentation schildert die ungewöhnlichen Schicksale der mutigen Piloten mittels Spielszenen und anhand historischer Filmaufnahmen. Nachgestellte Kampfszenen in der Luft und historische Aufnahmen vermitteln dem Zuschauer einen unmittelbaren Eindruck von dem Grauen von Verdun sowie der Schlachten an der Marne und an der Somme.

Sendungsinfos

Regie: Fabrice Hourlier Stereo
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