ARTE
ARTE Fr. 12.10.
Doku

Super Duper Alice Cooper

Hinter dem Schockrocker Alice Cooper verbirgt sich der bürgerliche Vincent Damon Furnier, der jeden Tag nach dem Frühstück 20 Minuten in der Bibel liest. ARTE France
Als Band kam für Alice Cooper der Durchbruch mit dem Song "School's Out". Danach reklamierte der Sänger den Namen für seine Solokarriere. ARTE France

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Dokumentarfilm CDN 2014, 82′

Kurzbeschreibung

Schauriges Make-up, Kunstblut und geköpfte Baby-Puppen - seine Bühnenshows seien wie eine Fahrt mit der Geisterbahn, sagte Alice Cooper einmal. Die Dokumentation zeichnet die Karriere des Erfinders des Schockrocks nach: von den Anfängen in der Band The Spiders bis hin zu Coopers späteren Solokarriere ab Mitte der 70er Jahre. Anhand von zahlreichen Archivbildern und den Aussagen prominenter Wegbegleiter entsteht ein fesselndes Porträt des Künstlers, der sich liebend gerne in Szene setzte und typischerweise mit einer Boa constrictor ablichten ließ. Welcome to Alice Cooper's Nightmare!

Inhalt

Er erfand den Schockrock mit Grusel-Make-up und Horrorshow: Alice Cooper. Als Sohn eines Priesters wurde Vincent Damon Furnier in Detroit im US-Bundesstaat Michigan geboren und zog später mit seiner Familie nach Arizona. Mit Freunden aus dem Langlauf-Team nahm Cooper aus Spaß an Talentwettbewerben teil, zunächst noch als Beatles verkleidet. Nach einigen Umbesetzungen, Umbenennungen und einem Umzug nach Los Angeles bekam die Truppe dann einen Platten-Vertrag. Ein magisches Hexenbrett soll der Legende nach den endgültigen Bandnamen "Alice Cooper" ausgespuckt haben. Frühe Alben verkauften sich nicht schlecht, aber erst die Rock-Hymne "School's Out" brachte 1972 den internationalen Durchbruch. Weitere Charts-Bestseller wie "No More Mr. Nice Guy" folgten. Die Band war ständig auf Tournee. Der viele Stress und Alkohol führte die Band jedoch in einen Dauer-Streit. Schließlich reklamierte Cooper den Bandnamen für sich alleine und startete solo. "Welcome To My Nightmare" hieß das erste Solo-Album des Rockers 1975. Cooper hatte weiterhin Erfolg, aber der Alkohol ließ ihn nicht los. Der Grusel-Rocker, der heute jeden Tag nach dem Frühstück 20 Minuten in der Bibel liest, ist auch ein Familienmensch und hat gemeinsam mit der Tänzerin Sheryl Goddard drei Kinder großgezogen. Aktuell veröffentlichte er mit "Paranormal" sein 27. Studioalbum, für 2018 hat der inzwischen 70-Jährige zahlreiche Tourdaten für die USA und Kanada angekündigt. Die Dokumentation zeigt umfassendes Archivmaterial, darunter Bilder wie die berühmt gewordene Szene, in der Alice Cooper das von einem Konzertbesucher auf die Bühne geworfene lebendige Huhn zurück in die Menge wirft, die es in Stücke reißt. Außerdem kommen Wegbegleiter wie Pamela Des Barres, Bob Ezrin, Elton John, Wayne Kramer, John Lydon, Iggy Pop, Dee Snider und Bernie Taupin zu Wort; ferner zeigt die Dokumentation Auszüge aus Interviews mit Vincent Furnier oder seinem Agenten Shep Gordon. "Super Duper Alice Cooper" untermauert die Legende von Alice Cooper - noch zu Lebzeiten.

Hintergrund

Der Film, der einer Rock-Opera gleicht, wurde bei den Canadian Screen Awards 2015 mit dem Preis für die beste Dokumentation ausgezeichnet.

Sendungsinfos

Regie: Reginald Harkema, Sam Dunn, Scot McFadyen Stereo
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