ARTE
ARTE Mi. 15.01.
Film

Treibsand

Lulu (Karin Viard) will nach einem Bewerbungsgespräch noch nicht zu ihrer Familie zurückkehren. Leider stößt sie mit dieser Idee bei ihrer Familie nicht auf Begeisterung. ARTE France
Lulus Tochter Morgane (Solène Rigot, li.) und ihre Schwester Cécile (Marie Payen, re.) haben vergeblich darauf gewartet, dass Lulu zu ihrer Familie zurückkehrt. Nun machen sie sich selbst auf den Weg, um sie nach Hause zu holen. ARTE France
Lulu (Karin Viard) genießt ihre Auszeit. Sie macht sich frei von ihren Verpflichtungen als Mutter und Ehefrau und lässt sich treiben. ARTE France
Lulu (Karin Viard) lernt auf ihrem kleinen Roadtrip Charles (Bouli Lanners) kennen - und verliebt sich in ihn. ARTE France
Lulu (Karin Viard) und Charles (Bouli Lanners) verbringen eine schöne Zeit miteinander. Doch eines Morgens ist Lulu verschwunden ARTE France

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Roadmovie F 2013, 84′ - mit Karin Viard, Bouli Lanners, Claude Gensac, Pascal Demolon, Nina Meurisse, Corinne Masiero, Philippe Rebbot

Kurzbeschreibung

Nach einem erfolglosen Bewerbungsgespräch in einem Küstenort beschließt Lulu, sich eine Auszeit zu nehmen und vorerst nicht nach Hause zu ihrem Mann und ihren drei Kindern zurückzukehren. Sie streift durch graue Küstenstädte, genießt ihre Freiheit und begegnet auf ihrem Roadtrip Menschen, die - wie Lulu - wie Fremde in ihrem eigenen Leben wirken. Lulu schlüpft in den Alltag dieser ungewöhnlichen Persönlichkeiten, in neue Rollen und findet so wieder, was sie schon lange verloren hat: sich selbst. "Treibsand" erzählt von unkonventionellen Lebensentwürfen, von Menschen außerhalb der Norm. Hierfür hat die Regisseurin Sólveig Anspach den Comic "Lulu, femme nue" von Etienne Davodeau verfilmt.

Inhalt

Ein Bewerbungsgespräch führt Lulu in die kleine Küstenstadt Saint-Gilles-Croix-de-Vie. Doch Lulu vermasselt das Gespräch und verpasst auch noch ihren Zug zurück in das kleine Dorf, wo sie mit ihren drei Kindern und ihrem Mann lebt. Sie mietet ein Zimmer in einem Hotel, um am nächsten Morgen den ersten Zug nach Hause zu nehmen. Doch es kommt anders: Sie vergisst ihren Ehering, den sie am Vorabend gedankenlos abstreifte, in dem Hotel. Nur halbherzig versucht Lulu, den Ring wiederzufinden, denn eigentlich ist sie noch nicht bereit, in ihren Alltag zurückzukehren. Sie beschließt, sich Zeit für sich zu nehmen, und bleibt. Lulu befreit sich von ihren familiären Pflichten, ihren Sorgen - und verliebt sich in Charles. Der wurde vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen und arbeitet auf einem Campingplatz, wo Lulu prompt einen Caravan bezieht. Doch plötzlich kommen ihre Schwester und ihre Tochter, um sie nach Hause zu holen - und Lulu taucht unter. Sie wohnt bei Marthe, einer alten Dame, deren Handtasche Lulu stahl und aus schlechtem Gewissen wieder zurückbrachte. In einer Bar trifft Lulu die junge Virginie, die dort arbeitet und von ihrer Chefin herumkommandiert wird. Die drei Frauen nähern sich an, und als sie gemeinsam zum Essen an einem Tisch sitzen, wirken sie wie Mutter, Tochter und Großmutter. Tatsächlich aber verbindet sie das Bedürfnis nach Zuwendung, Freiheit und Unabhängigkeit. Doch ist das vereinbar mit ihrem Leben als Mutter und Ehefrau? Kann Lulu wieder in ihr altes Leben zurückkehren? Und was ist mit Charles?

Hintergrund

"Treibsand" ist die Verfilmung des Comics "Lulu, femme nue" von Etienne Davodeau. Regisseurin Sólveig Anspach adaptiert den Roadtrip der Lulu auf ergreifende Weise, zwischen Momenten der Lebensfreude und der Einsamkeit alternierend. Der Film erzählt von unkonventionellen Lebensentwürfen, von Menschen außerhalb der Norm; Lulu schöpft Kraft aus diesen Begegnungen und nimmt ihr eigenes Leben wieder in die Hand. Wie bereits in Anspachs erstem Spielfilm "Hoch die Herzen" spielt Karin Viard die Hauptrolle und bildet mit Bouli Lanners ein wunderbares Duo - kraftvoll und zaghaft zugleich. Viard erhielt dafür 2015 den Prix Lumière als beste Schauspielerin. Das Drama wurde im selben Jahr in zwei Kategorien für den César nominiert.

Sendungsinfos

Darsteller: Karin Viard, Bouli Lanners, Claude Gensac, Pascal Demolon, Nina Meurisse, Corinne Masiero, Philippe Rebbot, Marie Payen, Solène Rigot, Patrick Ligardes Regie: Sólveig Anspach Drehbuch: Sólveig Anspach, Jean-Luc Gaget Musik: Martin Wheeler Kamera: Isabelle Razavet Produzent: Jean Labadie, Caroline Roussel Stereo
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