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BR Di. 21.03.
Doku

Mythos Amazonas - Grüne Hölle oder Paradies?

Wenn im Sommer der Schnee in den peruanischen Anden schmilzt, wird das Amazonasbecken großflächig überflutet. Gut ein Fünftel Amazoniens steht dann unter Wasser - eine Fläche viermal so groß wie Deutschland. Bayerischer Rundfunk
Für viele Tiere bedeutet die jährliche Überschwemmung des Amazonasgebiets Stress. Die Seekuh dagegen hat endlich Raum und bringt in dieser Zeit ihre Jungen zur Welt. In der Trockenzeit ist ihr Lebensraum auf einige kleine Tümpel beschränkt. Bayerischer Rundfunk
Die meisten Bäume im Regenwald schützen ihre Blätter durch Gifte vor Räubern. Die Blattschneiderameise umgeht diesen Schutz: Sie beißt ein Stück aus dem Blatt heraus, zerkaut es und düngt mit dem Brei einen Pilzgarten, der ihr wiederum Nahrung liefert. Bayerischer Rundfunk
Der Amazonas-Flussdelfin, auch Boto genannt, ist perfekt an die Unterwasserwelt angepasst. Im trüben Wasser jagt er seine Beute per Echoortung. Bayerischer Rundfunk
Der Tierfilmer Christian Baumeister begibt sich in schwindelnde Höhen: Die Baumriesen, die das Kronendach des Regenwalds noch überragen, werden bis zu 60 Meter hoch. Bayerischer Rundfunk
Nach der Schneeschmelze in den Anden stehen die Bäume am Amazonas wochenlang metertief im Wasser. Sie haben sich an die Ausnahmesituation angepasst. Sauerstoff nehmen sie über Poren in der Rinde oder Luftwurzeln auf. Bayerischer Rundfunk
Der Jaguar ist die mächtigste Raubkatze Südamerikas. Weil größere Beutetiere im Regenwald selten sind, nutzen die Katzen riesige Reviere: Das Territorium eines Männchens ist gut 40.000 Hektar groß. Bayerischer Rundfunk
Den Hellroten Ara kennt man aus zoologischen Gärten. Im Regenwald legen die Tiere oft enorme Strecken zurück, um an lehmigen Steilufern lebenswichtige Mineralien aufzunehmen. Bayerischer Rundfunk
Am Ende der Trockenzeit drängen sich Kaimane in verbliebenen Tümpeln. Eigentlich sind sie Einzelgänger, aber das Festmahl aus in die Enge getriebenen Fischen will sich keiner entgehen lassen. Bayerischer Rundfunk
Die Matis-Indianer leben auch heute noch auf traditionelle Weise im Amazonas Regenwald. Sie jagen mit dem Blasrohr und Curare-Giftpfeilen. Bayerischer Rundfunk

Natur und Umwelt D 2011, 45′

Inhalt

Der Regenwald am Amazonas ist ein Wunderwerk der Natur. Es war der Brite Alfred Russel Wallace, einer der frühen Naturforscher des 19. Jahrhunderts, der uns die paradiesische Seite Amazoniens näher brachte. Viele Jahre kämpft sich Wallace durch den undurchdringlichen Wald, um so viele Arten wie möglich zu entdecken. Parallel zu Charles Darwin entwickelte er eine Theorie zur Entstehung der Arten. Von den Wasserwelten der großen Ströme, vom Waldboden bis hinauf ins Kronendach der mächtigen Urwaldriesen - in atemberaubenden Bildern und Geschichten erfährt der Zuschauer, wie verblüffend die Strategien der Tier - und Pflanzenarten am Amazonas sind. "Mythos Amazonas - Grüne Hölle oder Paradies?" zeigt, wie es im Laufe von Jahrmillionen zu der enormen Artenvielfalt im Regenwald kommen konnte, und wie die Angst vor der Grünen Hölle der Bewunderung für einen einzigartigen Lebensraum gewichen ist.

Sendungsinfos

Von: Christian Baumeister Redaktion: Sabine Eschenweck Untertitel
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