MDR
MDR Di. 03.12.
Doku

Der Stausee Hohenfelden - Die Badewanne Erfurts

Brigitte und Michael Liebau sind Dauercamper in Hohenfelden. MDR/Thomas Bresinsky
Bauingenieur Horst Leinweber hat den Stausee Hohenfelden mit geplant. MDR/Thomas Bresinsky
Fischer Uwe Müller kümmert sich um das Ökosystem im Stausee Hohenfelden. MDR/Luca Schliefer
Die Greifvögel von Falkner Herbert Schütz fressen Fisch aus dem Stausee Hohenfelden. MDR/Thomas Bresinsky
Eventkoch Hans Marcher ist vor 28 Jahren nach Thüringen gezogen. MDR/Thomas Bresinsky
Uwe Müller ist regelmäßig auf dem Stausee Hohenfelden unterwegs. MDR/Thomas Bresinsky
Der Stausee ist heute Teil der "Erlebnisregion Hohenfelden". MDR/Luca Schliefer
Der Stausee Hohenfelden wurde 1966/ 1967 als Naherholungsgebiet angelegt. MDR/Luca Schliefer
Camperfamilie Liebau kommt seit über 50 Jahren nach Hohenfelden. MDR/Thomas Bresinsky
Eventkoch Hans Marcher setzt auf regionale Zutaten. MDR/Thomas Bresinsky

Land und Leute 45′

Inhalt

Nur 1.150 Meter lang und 370 Meter breit und trotzdem ist er jedem Thüringer ein Begriff: Der Stausee Hohenfelden. Mitte der 1960er Jahre als Naherholungsgebiet angelegt, avancierte er schnell zu einem der beliebtesten Ausflugsziele direkt vor der Haustür Erfurts. Bis heute. Eine halbe Million Menschen besuchen den See jedes Jahr. Es gibt ein Strandbad, eine Therme, einen Greifvogelpark und einen Campingplatz. Brigitte und Michael Liebau kommen seit fast 35 Jahren her. Sie sind Dauercamper aus Leidenschaft, verbringen jede freie Minute auf ihrer Parzelle. Für sie gibt es keinen schöneren Ort: "Camping ist eine Lebenseinstellung!". Die beiden Erfurter lieben die idyllische Natur und ganz besonders die starke Gemeinschaft auf dem Campingplatz. Hier haben sie ihre Kinder großgezogen - und seit einiger Zeit ist auch Enkel Felix begeisterter Nachwuchs-Camper. Mit seinem Opa im Stausee zu Angeln, ist für den Sechsjährigen das Größte. Die westliche Seite des Sees ist Naturschutzzone und Lieblingsplatz von Uwe Müller. Er ist Fischer und Umweltexperte. Die Pflege des Stausees ist sein Lebenswerk. Uwe Müller ist es zu verdanken, dass die Wasserqualität inzwischen hervorragend ist. Das war nicht immer so. In den 70er Jahren wurden asiatische Graskarpfen im Stausee ausgesetzt. "Die waren viel zu groß für dieses Gewässer, haben alles gefressen, was im See wuchs. Dem Wasser fehlte damit die natürliche Filteranlage, er wurde zu einer stinkenden Algenbrühe." Seit mehreren Jahren sorgt Uwe Müller nun dafür, dass das Biotop im Gleichgewicht bleibt, etwa durch das Aussetzen kleinerer, heimischer Fischarten und das Ansiedeln von Teichmuscheln, die das Wasser filtern. Die Wasserqualität ist auch Hans Marcher wichtig. Wenn die nicht stimmt, bleiben die Gäste aus. Der gelernte Werbekaufmann glaubt an das Potenzial des Sees, sieht den Tourismus als Chance für die ganze Region. Aus dem völlig heruntergekommenen ehemaligen Verwaltungsgebäude des Naherholungsgebiets hat Hans Marcher ein Eventlokal gemacht und sich damit einen Traum erfüllt: Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Vor einigen Jahren hat er eine Zusatzausbildung als Koch absolviert und steht, wann immer es die Zeit zulässt, nun selbst hinterm Herd. Ein See - viele Erlebniswelten! Die Dokumentation erzählt vom Leben und Ferienmachen am Stausee Hohenfelden aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Immer wieder wird dabei die Frage aufgeworfen, wie Natur und Erlebnisregion in Einklang gebracht werden können.

Sendungsinfos

Von: Maxine Brückner Untertitel, Stereo
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