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NDR Fr. 21.04.
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die nordstory

OAP - die Abkürzung steht für Offshoreunterbringungsplattform, eine Art Hotel im Meer. Auf der Wohnplattform mitten in der Nordsee sind bis zu 50 Arbeiter jeweils zwei Wochen lang untergebracht. NDR/Mario Göhring
Ein Sturm zieht auf über der Wohnplattform DanTysk OAP. Die Abkürzung steht für Offshoreunterbringungsplattform, eine Art Hotel im Meer. Auf der Wohnplattform mitten in der Nordsee sind bis zu 50 Arbeiter jeweils zwei Wochen lang untergebracht. NDR/Mario Göhring

Das Offshore-Hotel - Wohnen und Arbeiten auf der Plattform

Land und Leute 60′

Kurzbeschreibung

Im Mittelpunkt der Sendung stehen Geschichten aus Deutschlands Norden - über interessante Menschen, idyllische Landschaften und beeindruckende Tierwelten.

Inhalt

Ihr Arbeitsplatz liegt mitten in der rauen Nordsee, 70 Kilometer westlich von Sylt. Für Christof Huss aus Hamburg und Odila Gaertner von der Insel Fehmarn dauert der Bootstransfer in den Offshorewindpark DanTysk vom nächstgelegenen Hafen im dänischen Esbjerg aus bis zu drei Stunden. Was tun, damit der Chef zweier Windparks, die Servicechefin von DanTysk und die anderen Offshorearbeiter so lange und so oft wie möglich direkt vor Ort sind? Deren Arbeitgeber hat sich etwas in Deutschland Einmaliges einfallen lassen: die sogenannte Offshoreunterbringungsplattform OAP, eine Art "Hotel auf Stelzen". Der NDR durfte exklusiv den Alltag 20 Meter über der Nordsee miterleben. Das Kamerateam hat vom Baustart im Sommer 2016 bis zu den ersten Winterstürmen das Leben und die Arbeit auf dem 100 Millionen Euro teuren Offshorehotel miterlebt. Im Schichtbetrieb sind auf der Wohnplattform bis zu 50 Arbeiter jeweils zwei Wochen lang untergebracht. Auf sechs Stockwerken bietet der Stahlkoloss Unterkünfte, Büros, Werkstätten, Kantine, ein kleines Kino, Fitnessraum und ein Bordhospital. "Jugendherbergsstandard zum Preis vom Berliner Adlon Hotel", scherzen die Offshorearbeiter. Sie lieben den Wind, hassen ihn aber zugleich auch. Denn Christof Huss, Odila Gaertner und die anderen wissen, dass zu wenig Wind Riesenverluste für ihren Arbeitgeber bedeutet. Und bei zu viel Wind kommen sie nicht zum Arbeiten heraus. Service und Reparatur der Windturbinen müssen ausfallen. Doch die Erwartungshaltung ihres Arbeitgebers ist groß, auch wegen der Gesamtinvestitionen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Die raue Witterung hier draußen ist allerdings eine extreme Belastung für die empfindliche Technik. Vor allem bei den Kränen und den Transferschiffen gibt es immer wieder Probleme oder gar Totalausfälle. Das oberste Ziel, die maximale Auslastung des Windparks, ist kaum zu erreichen.

Sendungsinfos

Von: Mario Göhring Redaktion: Andrea Jedich Katrin Glenz Untertitel, Stereo

Programmhinweis

Sender Zeit Zeit Titel
NDR Doku
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58:40
die nordstory LAND UND LEUTE Das Offshore-Hotel
Offshore-Windparks trotzen extremen Bedingungen. Umso besser, wenn die Arbeiter direkt vor Ort wohnen können. Der Alltag 20 Meter über der Nordsee - eine stürmische Geschichte.
NDR Doku
Video
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0:32
die nordstory LAND UND LEUTE Das Offshore-Hotel
Alltag in nicht-alltäglicher Umgebung: Wohnen und Leben auf dem 100 Millionen Euro teuren "Offshore-Hotel" "Dan Tysk" 20 Meter über der Nordsee.
NDR Doku
02.05.
02.05.
die nordstory DOKUMENTATION
An vielen Stellen in Niedersachsen geht es nicht ohne den Fährverkehr. Besonders im Frühling und Sommer sind Pendler, Landwirte und Urlauber auf das komfortable Verkehrsmittel über Flüsse und die Nordsee angewiesen. "die nordstory" begleitet drei besondere Fähren und ihre Kapitäne bei den Saisonvorbereitungen bis hin zum Saisonstart. Ein ungewöhnlicher Fährmann begegnet den Passagieren in Polle im Landkreis Holzminden: Ein Pastor hat mit 66 Jahren die Kanzel gegen die Weserfähre eingetauscht. Damit ist für ihn ein jahrelanger Traum in Erfüllung gegangen. Vor allem die Technik fasziniert den Pastor und frischgebackenen Fährmann: Die so genannte Gierseilfähre am Fuße der malerischen Burgruine hat schon seit vier Generationen dieselbe Pächterfamilie und wird ausschließlich durch die Wasserströmung angetrieben. Eine besondere Überfahrt gibt es im kleinen Ort Osten bei Hemmoor im Landkreis Cuxhaven. Dort steht eine von weltweit nur noch acht Schwebefähren. Auch sie stand Mitte der 1970er-Jahre vor dem Aus. Ehrenamtliche haben jedoch erkannt, dass die über 100 Jahre alte Schwebefähre ein besonderes Baudenkmal ist. Sie haben einen Verein gegründet, der sie bis heute betreibt. Es ist ein Kraftakt, doch diese Einmaligkeit und Besonderheit der Region muss erhalten bleiben, da sind sich alle Mitglieder einig. Denn das architektonische Denkmal lockt zahlreiche Touristen in den Ort. Die wohl außergewöhnlichste Saisonvorbereitung hat Kapitän Bernd Ramm mit der Borkum-Fähre "Ostfriesland" vor sich. Sie soll als erste Fähre auf einen umweltfreundlichen Flüssiggasantrieb umgestellt werden. Doch die neue Technik braucht Platz: Die Personen - und Autofähre muss 15 Meter länger werden. Der Plan: Das alte Achterschiff wird abgebaut, ein neues, um 15 Meter längeres bei einer sogenannten Hochzeit angebaut. Kapitän Bernd Ramm verfolgt die Arbeiten an "seinem" Schiff in der Bremerhavener Werft genau. Geplant waren für den Umbau zwei Monate, doch dann kommen die Probleme. Gefördert mit Mitteln der nordmedia Fonds GmbH in Niedersachsen und Bremen.
NDR Doku
03.05.
03.05.
die nordstory DOKUMENTATION
Im Mittelpunkt der Sendung stehen Geschichten aus Deutschlands Norden - über interessante Menschen, idyllische Landschaften und beeindruckende Tierwelten.
NDR Doku
04.05.
04.05.
die nordstory DOKUMENTATION
Im Mittelpunkt der Sendung stehen Geschichten aus Deutschlands Norden - über interessante Menschen, idyllische Landschaften und beeindruckende Tierwelten.
NDR Doku
05.05.
05.05.
die nordstory DOKUMENTATION
"die nordstory" erzählt Fährgeschichten aus Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern: Hamburg Der Hafen in Hamburg erwacht mit Ernst Ibendahl. Um 5 Uhr morgens macht er sein Fährschiff klar, mit dem er später die Elbe hochschippern wird. Der über 60-jährige Schiffsführer transportiert mit der Linie 62 die meisten Fahrgäste im Hamburger Hafen. Jedes Jahr fahren mehr als vier Millionen Menschen mit ihm. Morgens sind es Berufspendler, die vom Alten Land oder Finkenwerder aus in die Hamburger Innenstadt müssen. Später sind es dann vor allem Touristen, die eine der schönsten Strecken durch den Hamburger Hafen bewundern wollen. Ernst Ibendahl startet um 5.30 Uhr an den St. Pauli Landungsbrücken. Den Fischmarkt lässt er auf seiner Tour rechts liegen, fährt weiter geradeaus am Elbstrand in Övelgönne vorbei und überquert dann den Hamburger Hafen, um die Fahrgäste in Finkenwerder einzusammeln. Seit über 30 Jahren macht er das jetzt. Wenn rechts von ihm die großen Containerriesen vorbeiziehen, packt ihn schon manchmal die Wehmut. Mit 16 Jahren fuhr Ernst Ibendahl zur See. Als Matrose hat er erst auf einem Lazarettschiff in Vietnam gearbeitet, bevor er sein Patent als Kapitän gemacht hat. Jetzt schippert er wieder im ruhigen Fahrwasser, um seiner Familie näher zu sein. Doch auch hier ist sein Arbeitstag nie eintönig, weil sich der Hamburger Hafen ständig verändert. Einen noch schöneren Ausblick von ihrem Fahrgastschiff aus haben nur Stefan Sing und Jasmin Dressen. Ihre Schicht beginnt um 12.45 Uhr. Der Schiffsführer und die Decksfrau pendeln tagtäglich zwischen Blankenese und Cranz. Die Fährverbindung gilt als die älteste in Hamburg. Die Fahrzeiten sind von der Tide abhängig und nur sehr erfahrene Schiffsführer dürfen die Fähre steuern. Stefan Sing ist einer davon. Trotzdem hat er sein Schiff bei Niedrigwasser schon mal festgefahren. Es blieb fast eine ganze Schicht lang im Schlick stecken. Jasmin Dressen und Stefan Sing kennen die meisten Fahrgäste persönlich. Viele von ihnen sind Berufspendler: eine Apothekerin, Putzfrauen, Werftarbeiter und der Blankeneser Fischer Jürgen. Die Fährverbindung ist längst kein Geheimtipp mehr. An den Wochenenden ist die Fähre oft bis auf den letzten Platz besetzt. Dennis Dreher sieht die meisten seiner Fahrgäste nur einmal. Er steuert den Fährshuttle zum bekannten Musical "König der Löwen" im Theater im Hafen. Um 18 Uhr bringt er die ersten Besucher auf die andere Elbseite, auch wenn die Vorstellung erst um 20 Uhr beginnt. Hier drängeln sich die Fahrgäste an den Landungsbrücken nicht wie bei der Linie 62 auf die Fähre, hier stehen sie ordentlich in Zweierreihen nebeneinander. Dennis Dreher meint, dass das an der schicken Kleidung liege. "Kaum sind die Menschen anders angezogen, sind sie auch anders drauf." Die ersten Besucher muss er schon in der Pause wieder abholen. Es sind vor allem Kinder, die ins Bett müssen, oder ältere Leute, denen die Vorstellung zu laut ist. Dennis ist am längsten im Hamburger Hafen unterwegs. Erst eineinhalb Stunden nach der letzten Vorstellung, wenn der Mond im Hamburger Hafen schon längst aufgegangen ist, macht er Feierabend. Niedersachsen Tjark Beckmann ist der schnellste Fährkapitän an der ostfriesischen Nordseeküste und fühlt sich damit manchmal wie der "Hecht im Karpfenteich". Er ist nämlich der Kapitän des Katamarans MS "Nordlicht". In der Hochsaison fährt er mit dem 5.000-PS-starken Passagierschiff bis zu viermal täglich zwischen Emden und Borkum hin und her. Dabei kann er jedes Mal bis zu 270 Gäste mitnehmen. Die "Nordlicht" ist inzwischen mehr als 25 Jahre alt, fast genauso lange steht Tjark Beckmann auf der Brücke des Wellenflitzers. In seiner Freizeit dreht sich bei dem Kapitän vieles um die Musik. Zusammen mit seiner Ehefrau spielt er sowohl im Posaunenchor als auch im Musikzug der Feuerwehr. Schleswig-Holstein Seit mehr als 60 Jahren gibt es sie: die Fährverbindung der Reederei Cassen Eils von Büsum aus zur einzigen Hochseeinsel Deutschlands, Helgoland. Damals schipperte der Kapitän Cassen Eils die Passagiere persönlich mit einem alten Schraubendampfer zur Insel. Seit 1973 ist dafür das Seebäderschiff MS "Funny Girl" im Einsatz. In der Saison sind an guten Tagen alle der 800 Plätze ausgebucht, Urlauber, Tagesgäste und Insulaner bringt die Fähre täglich in zweieinhalb Stunden zum roten Felsen mitten im Meer. Was allerdings hinter den Kulissen passiert, damit die Überfahrt reibungslos funktioniert, bekommen die Fahrgäste nicht mit. Maschinist Wilhelm Daniel ist einer, der dafür
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