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Talk im Hangar-7

Teenager tötet Kind – Woher kommt diese Gewalt?

Talkshow A 2018, 63′

Kurzbeschreibung

Diese Bluttat hat alle entsetzt: Eine Siebenjährige wird mit einem Brotmesser getötet, die Leiche in einen Müllcontainer geworfen. Die Wiener Polizei ermittelte schnell einen Tatverdächtigen, dennoch ist die Verunsicherung groß. Er habe „einfach jemanden töten wollen“, sagt der 16-jährige Gymnasiast, der wie das Opfer tschetschenische Wurzeln hat. War der Mord wirklich nur aus einer "allgemeinen Wut heraus"? Wie kann ein Mensch zu einer solchen Tat in der Lage sein? Kritiker sehen Österreich am Beginn einer neuen Gewaltspirale.

Inhalt

Moderator Michael Fleischhacker diskutiert darüber u.a. mit folgenden Gästen:

- Rudolf Mayer, Strafverteidiger
- Maynat Kurbanova, tschetschenische Journalistin
- Reinhard Haller, Psychologe
- Carsten Stahl, Anti-Gewalt-Trainer


Über die Grenzen hinaus, sorgte der Kindermord in Wien-Döbling für Schlagzeilen. Viele Bürger machten unmittelbar nach dem Mord die Familie verantwortlich, warfen der aus Tschetschenien stammenden Mutter von sieben Kindern vor ihre Aufsichtspflicht verletzt zu haben. Kurz darauf sorgte das unfassbare Geständnis des ebenfalls aus Tschetschenien stammenden Mörders für Entsetzen: der 16-jährige hatte angeblich aus Lust heraus einen Menschen töten wollen.

Mehr tödliche Gewalt unter Jugendlichen
Erst einige Tage zuvor gab es eine weitere Messerattacke: In Imst starb ein 17-jähriger Österreicher durch einen Stich mitten ins Herz. Anlass der Auseinandersetzung war ein zuvor harmloser Streit in einer Diskothek. Liegen bei Jugendlichen immer öfter die Nerven blank? Fehlt es ihnen an Streitkultur? Was läuft falsch in der Erziehung in der Familie, in der Schule, welche Rolle spielen soziale und kulturelle Herkunft?

Fest steht: die Zahl der Messerattacken ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Sozialarbeiter und Lehrer bekennen, dass sie zu manchen Jugendgruppen den Kontakt verloren haben. "Schärferes Durchgreifen und härtere Strafen zur Abschreckung", fordern einige Politiker und sehen die Sozialarbeit und Integrationsbemühungen der letzten Jahre als gescheitet. Nun besteht Handlungsbedarf und es sollten wesentliche Fragen gestellt werden: Braucht es in der Sozialarbeit neue Konzepte? Wie können Probleme früher erkannt und offensiver angegangen werden? Fehlen in der Gesellschaft positive Vorbilder für ein friedliches Zusammenleben, jenseits sozialer und kultureller Herkunft?

Sendungsinfos

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