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ZDF So, 14.10.

ARD 3SAT
Sender Zeit Zeit Titel Start Titel
ZDF Show
Bares für Rares - Lieblingsstücke UNTERHALTUNG, D 2018
ZDF Doku
Wahl in Bayern DOKUMENTATION
Bayern = CSU, diese einfache Rechnung ging schon seit längerer Zeit nicht mehr auf. Nun fürchten die Christsozialen eine Watschen der Wähler bei der Landtagswahl im Oktober. Von einer absoluten Mehrheit spricht keiner mehr. Die CSU wird sich mindestens einen Koalitionspartner suchen müssen. Und so wird es spannend, welche Parteien sich am Ende des Wahlabends anbieten. Als sei er bereits am Ziel, so wirkte Markus Söder auf dem CSU-Parteitag Ende vergangenen Jahres: den jahrelangen Machtkampf zwischen ihm und Horst Seehofer gewonnen, endlich Ministerpräsident von Bayern. Doch seitdem hat sich der weiß-blaue Himmel über ihm und seiner Union immer weiter verdunkelt. Ein harter Kurs in der Asylpolitik, der wochenlange Streit mit der Schwesterpartei in Berlin, dann wieder versöhnliche Töne und - wie es Kritiker nennen - teure Wahlversprechen. Markus Söder hat so manchen Haken geschlagen in den vergangenen Monaten, geholfen hat es bisher in den Umfragen nicht. So viel scheint sicher: Die CSU wird sich einen oder gar zwei Koalitionspartner suchen müssen. Doch wer könnte das sein? Die SPD im Freistaat steuert auf ein historisch schlechtes Ergebnis zu. Sie wären ein kleiner Juniorpartner an der Seite einer immer noch starken Union. Eine Aussicht, die Spitzenkandidatin Natascha Kohnen bisher anscheinend wenig lockt. Äußerst selbstbewusst dank guter Umfragewerte starten die Grünen in die Schlussphase des Wahlkampfes: Meinungsforscher sehen sie aktuell als zweitstärkste Kraft in Bayern. Eine Regierungsbeteiligung unter Markus Söder sehen die Fraktionsvorsitzenden und Spitzenkandidaten Katharina Schulze und Ludwig Hartmann zwar skeptisch, schließen eine Koalition aber nicht kategorisch aus. Inhaltlich deutlich näher an der Union sind da FDP und Freie Wähler. Beide wären sicherlich zu Gesprächen bereit. Doch die FDP mit Spitzenkandidat Martin Hagen muss zunächst den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. Und die Freien Wähler mit Landeschef Hubert Aiwanger würden sich mit einer Regierungsbeteiligung noch mehr Einfluss in Bayern sichern. Doch das ist nicht im Interesse der CSU. Bleibt die AfD. Doch da hat Markus Söder eine Zusammenarbeit kategorisch ausgeschlossen. Die Alternative selbst hat in Bayern gleich viele Alternativen angeboten. Nicht ein bayerischer Spitzenkandidat wird hier ins Rennen geschickt, sondern sieben. In jedem Wahlbezirk einer. Man wolle sich auf Inhalte konzentrieren, nicht auf Köpfe, so die offizielle Begründung. Eine Landtagswahl, viele Möglichkeiten. Wer rückt an die Seite der Christsozialen? Wie stark wird die AfD, und können die Grünen erstmalig zweitstärkste Kraft in Bayern werden? Hauptstadtstudioleiterin Bettina Schausten begrüßt die Zuschauer ab 17:45 Uhr live aus dem Landtag im Münchner Maximilianeum. An ihrer Seite ZDF-Politikchef Matthias Fornoff und Parteienforscher Professor Karl-Rudolf Korte. Gemeinsam halten sie die Zuschauer immer auf dem aktuellsten Stand und analysieren den Wahlabend.
ZDF
heute NACHRICHTEN
ZDF
Wetter WETTERBERICHT
Ob Sonne, Hagel oder Schnee - die Sendung versorgt die Zuschauer immer mit den wichtigsten Wettertrends der nächsten Tage.
ZDF Show
Aktion Mensch Gewinner LOTTOZIEHUNG, D 2018
In der Sendung werden die aktuellen Gewinnzahlen der Aktion Mensch-Lotterie präsentiert. Ziel ist es, das gesellschaftliche Miteinander zu fördern sowie die Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung zu verbessern.
ZDF Doku
Verräterische Spuren - Die Geschichte der Forensik RECHT UND KRIMINALITÄT Was Täter entlarvt (Folge: 1), D 2018
Sie überführt Mörder, identifiziert Opfer, entlastet Unschuldige. Aus den Gerichtssälen sind ihre Beweise nicht wegzudenken: die Forensik. Sie ist die moderne Waffe der Kriminalisten. Bereits in Antike und Mittelalter begeben sich kluge Köpfe auf die Suche nach Beweisen. Doch zur damaligen Zeit sind es nur wenige, die sich diese Mühe machen. Denn über Jahrhunderte werden Geständnisse erzwungen. Die Folter ist allzu oft das Mittel der Wahl. Die Idee, einem Mörder oder Betrüger mit Klugheit und genauer Beobachtung auf die Spur zu kommen, ist nicht sonderlich alt. Über Jahrhunderte sind Beweise nur zweite Wahl. Geständnisse werden erzwungen, häufig durch Folter. Oft gesteht der Verdächtige nicht, weil er wirklich der Täter ist, sondern aus Verzweiflung. Irgendwann suchen Fahnder nach anderen Möglichkeiten, den Schuldigen zu erkennen. Doch auch dabei betreten Ermittler abenteuerliche Irrwege: So sucht man beispielsweise nach einer typischen Verbrechervisage. Andere Disziplinen erweisen sich bald als ergiebiger. Der Berliner Kommissar Ernst Gennat ist beispielsweise der Erste, der eine eigene Mordkommission gründet. Er erstellt eine Verbrecherkartei, erfindet das "Mordauto", ein Einsatzfahrzeug, das alles Notwendige mitführt, um einen Tatort kriminalistisch zu erfassen, und gilt für viele heute als der erster Fallanalytiker beziehungsweise Profiler. Die Methoden der Forensik sind vielfältig, und jede einzelne Disziplin hat eine spannende Geschichte. Die Jagd auf Fingerabdrücke nimmt ihre bescheidenen Anfänge im britisch verwalteten Indien des 19. Jahrhunderts. Die eindeutige Zuordnung zu einer Person sollte Rentenbetrug und andere Gaunereien unmöglich machen. Die Ballistik überführt erstmals einen Betrüger, dessen Gussform im 19. Jahrhundert genau einer gefundenen Kugel zugeordnet werden kann. Doch kaum etwas hat die Forensik so vorangebracht wie die Erforschung des menschlichen Körpers. Die Entdeckung der Blutgruppen und die Entschlüsselung des genetischen Fingerabdrucks von Menschen, Tieren und Pflanzen haben unzählige Verdächtige entlastet und Täter überführt. In Dokumentation und Spielszene führt "Terra X"-Moderatorin ChrisTine Urspruch durch die Jahrhunderte.
15.10.
Verräterische Spuren - Die Geschichte der Forensik RECHT UND KRIMINALITÄT Was Täter entlarvt (Folge: 1), D 2018
ZDF Film
Fluss des Lebens - Okavango ROMANZE Fremder Vater, D 2018
Charlotte muss in der Auseinandersetzung mit ihrem Schwager Gunnar am Okavango herausfinden, wie es mit ihr und den Kindern ihrer gerade verstorbenen Schwester weitergeht. Sie bringt Julian und Lilly, die seit dem Tod ihrer Mutter nicht mehr spricht, in Gunnars neue Heimat nach Namibia, doch wer ist nicht da? Gunnar. Stattdessen werden sie von der Dorfgemeinschaft um die Dorfälteste Thuyi mit einem Fest in Empfang genommen. Für Charlotte kein guter Start. Als Gunnar endlich auftaucht, brechen die alten Konflikte - trotz aller Bemühungen - erst einmal wieder auf. Julian kann seinem Vater nicht verzeihen, dass er seine Familie im Stich gelassen hat. Erst als Gunnar mit seinen Kindern heimlich zu einer Safari aufbricht und Charlotte mit Thuyi ihnen hinterher muss, keimt die Chance eines Neubeginns auf.
ZDF
heute journal NACHRICHTEN Wahl in Bayern
Das Magazin geht über einen reinen Nachrichtenüberblick hinaus und bereitet das aktuelle Tagesgeschehen mit Hintergrundinformationen, redaktionellen Beiträgen und Interviews auf.
ZDF
Wetter WETTERBERICHT
Ob Sonne, Hagel oder Schnee - die Sendung versorgt die Zuschauer immer mit den wichtigsten Wettertrends der nächsten Tage.
ZDF Show
OPUS KLASSIK 2018 GALA
Zum ersten Mal wird am 14. Oktober der neue Musikpreis "OPUS KLASSIK" verliehen. Die Gala aus dem Konzerthaus Berlin mit zahlreichen Preisträgern wird von Thomas Gottschalk präsentiert. Mit dem "OPUS KLASSIK" werden internationale Künstler ebenso ausgezeichnet wie junge Nachwuchsmusiker. Preisträger sind unter anderen die Sopranistin Diana Damrau, der Tenor Juan Diego Flórez, der Pianist Benny Andersson und das Ensemble 4 Times Baroque. Seit Jahren zu den Besten in ihrem Fach zählen Diana Damrau und Juan Diego Flórez, die den "OPUS KLASSIK" als Sängerin beziehungsweise Sänger des Jahres erhalten. Mit der jungen Schweizerin Regula Mühlemann steht eine weitere Sopranistin auf der Bühne des Konzerthauses. Sie bekommt den Preis als Nachwuchskünstlerin. In der Kategorie "Nachwuchs" werden auch der virtuose britische Cellist Sheku Kanneh-Mason, der im Mai einen Auftritt bei der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle hatte, und das deutsche Ensemble 4 Times Baroque ausgezeichnet. Für die "Konzerteinspielung 20./21. Jh." wird der georgischen Ausnahme-Geigerin Lisa Batiashvili der "OPUS KLASSIK" verliehen, Preisträger bei "Klassik für Kinder" ist das junge niederländische Klavierduo Lucas & Arthur Jussen. Besonderes Flair verspricht der Auftritt von Ex-ABBA-Mitglied und Pianist Benny Andersson, der den neuen Musikpreis für "Klassik ohne Grenzen" bekommt. Das Orchester des Abends ist das renommierte Konzerthausorchester Berlin.
ZDF
heute Xpress NACHRICHTEN
ZDF Doku
ZDF-History GESCHICHTE Eiskalte Leidenschaft - der Aufstieg der Leni Riefenstahl, D 2018
Sie ist der umstrittene Star des deutschen Kinos: Leni Riefenstahl. Er gilt als einer der größten Regisseure: Arnold Fanck. Beide wollen ganz nach oben - koste es, was es wolle. Im Mai 1932 brechen sie gemeinsam zum riskantesten und teuersten Filmprojekt der damaligen Zeit auf: "SOS Eisberg". Der Film soll spektakuläre Bilder liefern. Die Dreharbeiten sind lebensgefährlich, doch der Druck der Filmbosse ist immens. Bis zu ihrer Abreise nach Grönland sind die Rollen klar verteilt. Arnold Fanck ist der Star-Regisseur. Mit seinen Filmen lockt er Millionen von Menschen in die Kinos. Leni Riefenstahl - in der weiblichen Hauptrolle - ist eine gescheiterte Tänzerin, die auf ihren Durchbruch auf der Leinwand wartet. Lange Zeit ist er ihr Förderer. Für "SOS Eisberg" riskieren beide ihr Leben. Teilnehmer der Expedition berichten von den Strapazen im ewigen Eis, von sexuellen Provokationen, "eiskalter Leidenschaft" und erbitterter Konkurrenz. Nach der Machtübernahme Hitlers sieht die exzentrische Riefenstahl ihre Chance gekommen. Endlich kann sie sich aus der Abhängigkeit lösen. Fanck hat ihr alles beigebracht, was sie übers Filmhandwerk wissen muss. Jetzt braucht sie ihn nicht mehr. Es ist der Anfang einer steilen Karriere im nationalsozialistischen Deutschland. Für Fanck markiert "SOS Eisberg" das Ende seines Aufstiegs. "ZDF-History" erinnert an einen vergessenen Filmpionier und zeigt, wie Arnold Fanck in den Werken von Leni Riefenstahl weiterwirkt.
ZDF
Die lange Nacht des blauen Sofas LITERATUR, D 2018
Fünf Tage lang werden Schriftsteller, Journalisten und Wissenschaftler auf dem blauen Sofa in Halle 3.1. der Frankfurter Buchmesse 2018 Rede und Antwort zu ihren neuen Büchern stehen. Neue Romane, die Friedenspreisträger Aleida und Jan Assmann, der Träger des Deutschen Buchpreises - sie alle werden am blauen Sofa zu Gast sein. Mit: Nino Haratischwili, Adolf Muschg, Lisa Halliday, David Sedaris, Julia Shaw, Michael Hartmann und vielen anderen. Der Bücherherbst wird traditionell von der Vergabe des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels und vom Deutschen Buchpreis geprägt, von den Büchern, die auf Long- und Shortlist um die Gunst der Jurorinnen und Juroren konkurrieren. Genauso aber auch von den Schriftstellerinnen und Schriftstellern des Gastlandes - im Jahr 2018 Georgien -, die mit ihren Büchern und als Botschafter der langen Kulturtradition ihrer Heimat in Frankfurt zu Gast sind. Und nicht nur ihre Werke werden die Gegenwart und den schwierigen Umgang mit der weltweiten Geschichte zum Thema haben, sondern auch viele der anderen Neuerscheinungen, die im Herbst auf den Markt kommen. Sie spiegeln die Themen, die die öffentlichen Diskussionen bestimmen, sie fragen nach politischen und wirtschaftlichen Perspektiven - mal aus der Sicht von Erzählerinnen und Erzählern, mal aus journalistischer Perspektive, mal mit dem Fachwissen von Wissenschaftlern. Alles wie immer und doch ganz anders: Das blaue Sofa als Treffpunkt auf der Frankfurter Buchmesse, aber an einem neuen Platz, in neuem Gewand und vor allem in neuer Konstellation, als Partnerschaft von ZDF, Bertelsmann, Deutschlandradio Kultur und 3sat.
ZDF Doku
Verräterische Spuren - Die Geschichte der Forensik (Wh.) RECHT UND KRIMINALITÄT Was Täter entlarvt (Folge: 1), D 2018
Sie überführt Mörder, identifiziert Opfer, entlastet Unschuldige. Aus den Gerichtssälen sind ihre Beweise nicht wegzudenken: die Forensik. Sie ist die moderne Waffe der Kriminalisten. Bereits in Antike und Mittelalter begeben sich kluge Köpfe auf die Suche nach Beweisen. Doch zur damaligen Zeit sind es nur wenige, die sich diese Mühe machen. Denn über Jahrhunderte werden Geständnisse erzwungen. Die Folter ist allzu oft das Mittel der Wahl. Die Idee, einem Mörder oder Betrüger mit Klugheit und genauer Beobachtung auf die Spur zu kommen, ist nicht sonderlich alt. Über Jahrhunderte sind Beweise nur zweite Wahl. Geständnisse werden erzwungen, häufig durch Folter. Oft gesteht der Verdächtige nicht, weil er wirklich der Täter ist, sondern aus Verzweiflung. Irgendwann suchen Fahnder nach anderen Möglichkeiten, den Schuldigen zu erkennen. Doch auch dabei betreten Ermittler abenteuerliche Irrwege: So sucht man beispielsweise nach einer typischen Verbrechervisage. Andere Disziplinen erweisen sich bald als ergiebiger. Der Berliner Kommissar Ernst Gennat ist beispielsweise der Erste, der eine eigene Mordkommission gründet. Er erstellt eine Verbrecherkartei, erfindet das "Mordauto", ein Einsatzfahrzeug, das alles Notwendige mitführt, um einen Tatort kriminalistisch zu erfassen, und gilt für viele heute als der erster Fallanalytiker beziehungsweise Profiler. Die Methoden der Forensik sind vielfältig, und jede einzelne Disziplin hat eine spannende Geschichte. Die Jagd auf Fingerabdrücke nimmt ihre bescheidenen Anfänge im britisch verwalteten Indien des 19. Jahrhunderts. Die eindeutige Zuordnung zu einer Person sollte Rentenbetrug und andere Gaunereien unmöglich machen. Die Ballistik überführt erstmals einen Betrüger, dessen Gussform im 19. Jahrhundert genau einer gefundenen Kugel zugeordnet werden kann. Doch kaum etwas hat die Forensik so vorangebracht wie die Erforschung des menschlichen Körpers. Die Entdeckung der Blutgruppen und die Entschlüsselung des genetischen Fingerabdrucks von Menschen, Tieren und Pflanzen haben unzählige Verdächtige entlastet und Täter überführt. In Dokumentation und Spielszene führt "Terra X"-Moderatorin ChrisTine Urspruch durch die Jahrhunderte.
ZDF Doku
planet e. (Wh.) DOKUMENTATION Die Öko-Rebellen vom Himalaya, D 2018
Ein kleiner indischer Bundesstaat im Himalaya hat seine Landwirtschaft komplett auf Bio umgestellt. Damit ist er schlagartig zum weltweiten Vorbild geworden. Im Jahr 2010 rief der Ministerpräsident von Sikkim die "Organic Mission" ins Leben. Seit gut zwei Jahren wird die gesamte landwirtschaftliche Fläche biologisch bewirtschaftet. Wäre das, was im Himalaya funktioniert, auch in Deutschland möglich? Bio-Lebensmittel boomen. Die Nachfrage steigt stetig. Eine echte Chance für Bauern, auf nachhaltigen Ökolandbau umzusteigen. Könnte man meinen. Aber nur ein paar Prozent der Äcker und Felder hierzulande werden nach Öko-Richtlinien bebaut. Die Folge für die Einzelhändler und Verbraucher: Obst, Gemüse und Getreide müssen aus Spanien, Italien, der Türkei oder sogar aus Übersee importiert werden. Zwar steht im Koalitionsvertrag der neuen Regierung ein anvisiertes Ziel von 20 Prozent Ökolandbau bis 2030. Doch dieses Vorhaben hatte bereits die rot-grüne Bundesregierung im Jahr 1998 formuliert. Was in Deutschland nicht funktioniert, wird im 8000 Kilometer weiter östlich gelegenen Sikkim konsequent umgesetzt. "planet e." hat die Bauern und Einwohner des indischen Unionsstaates besucht, die gerade Öko-Geschichte schreiben. Seit zwei Jahren bewirtschaften sie ihre Äcker und Plantagen am Fuße des Himalayas ausschließlich ökologisch. Kardamom, Mais, Reis, Weißkraut und Kartoffeln werden in den Ökomärkten verkauft. Überall wird für die gesunden Lebensmittel aus Bioanbau geworben. Kunstdünger und Pestizide sind verpönt und dürfen nicht eingeführt werden. Wer dagegen verstößt, wird wie ein Drogendealer behandelt. Sikkim entwickelt sich zum Musterland für den Wandel zu einer naturnahen Landwirtschaft. Um die eigenen Biobauern und Verbraucher zu schützen, hat die Regierung Sikkims sogar konventionell produziertes Gemüse mit einem Importverbot belegt. In der Praxis bedeutet das, dass die Behörden befugt sind, mit Pestiziden verunreinigtes Gemüse und Obst zu vergraben und zu vernichten. Ein Albtraum für die Hersteller von Kunstdünger und Pestiziden. Agrochemieriesen wie Bayer oder BASF sind in Sikkim nicht erwünscht. Deutschland dagegen, Vorreiter in der Ökobewegung in den 1980er Jahren, ist weit davon entfernt, seinen Bedarf an ökologischen Nahrungsmitteln zu decken. Kritiker werfen der Regierung Halbherzigkeit und eine zu große Abhängigkeit von den Lobbyisten der agrochemischen Industrie und der Bauernverbände vor. Die Rahmenbedingungen für Landwirte, die ihre Höfe naturnah bewirtschaften wollen, sind denkbar schlecht. Wie kann Deutschland vom fernen Sikkim lernen?
ZDF Show
citydreams SHOW, D 2018
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