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ZDF Mo. 17.07.
Film

Oblivion

Julia (Olga Kurylenko, li.) und Jack (Tom Cruise) suchen gemeinsam nach Antworten - und ihrem wahren Feind. ZDF/David James
Auch sein Gedächtnis wurde für einen Neustart gelöscht. Doch Jacks (Tom Cruise) Träume fühlen sich wie Erinnerungen an. ZDF/Universal Pictures
Sie wollen die Menschheit retten (v.l.n.r.): Beech (Morgan Freeman), Kara (Zoë Bell) und Sykes (Nikolaj Coster-Waldau). ZDF/Universal Pictures
Sie wollen die Menschheit retten (v.l.n.r.): Beech (Morgan Freeman), Kara (Zoë Bell) und Sykes (Nikolaj Coster-Waldau). ZDF/Universal Pictures
Jack (Tom Cruise) verlässt seine vorgeschriebenen Zonen. ZDF/Universal Pictures
Jack (Tom Cruise) macht sich auf die Suche nach der verschwundenen Drohne. ZDF/Universal Pictures
Victoria (Andrea Riseborough) und Jack waren ein glückliches Paar und ein gutes Team - bis seine Frau auf der Erde landete. ZDF/Universal Pictures
Träumt von einem Leben auf der Erde: Bei seinen Streifzügen repariert Jack (Tom Cruise) nicht nur Drohnen, sondern sammelt auch Gegenstände aus der Vergangenheit. ZDF/Universal Pictures
Jack (Tom Cruise) macht sich auf die Suche nach der verschwundenen Drohne. ZDF/Universal Pictures
Victoria (Andrea Riseborough) erwartet Kommandos von "Tet". ZDF/David James

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Science-Fiction-Film USA 2013, 115′ - mit Tom Cruise, Olga Kurylenko, Morgan Freeman, Andrea Riseborough, Nikolaj Coster-Waldau,

Kurzbeschreibung

Sci-Fi-Thriller mit Hollywoodstar Tom Cruise in der Hauptrolle: Gemeinsam mit Morgan Freeman, Ex-Bond-Girl Olga Kurylenko und Andrea Riseborough ("Brighton Rock") nimmt er die Zuschauer in der Inszenierung von "Tron: Legacy"-Regisseur Joseph Kosinski mit auf eine post-apokalyptische Odyssee.

Inhalt

Nach einer Apokalypse hat die Menschheit den Planeten Erde verlassen und lebt schon seit Jahrzehnten hoch über den Wolken. Der hoch spezialisierte Techniker Jack Harper ist einer der wenigen Menschen, die noch auf der fast verwüsteten Erde stationiert sind.

Diese ist zu einem gefährlichen Ort geworden, auf dem Jack seine Aufgabe nach jahrelangen Kämpfen mit furchterregenden alienartigen Lebewesen um lebenswichtige Ressourcen nun erfüllt hat. Doch dann macht er auf einem Patrouillen-Flug eine unerwartete Entdeckung.

In einem abgestürzten Raumschiff trifft Jack auf eine Überlebende – ein Vorfall, der eine Kettenreaktion höchst mysteriöser Ereignisse auslöst, denn nun stellt sich die Frage: Gibt es vielleicht noch weitere Lebewesen, die Jack bislang verborgen geblieben sind...?

Hintergrund

Mit der eindrucksvollen Verfilmung des post-apokalyptischen Sci-Fi-Thrillers "Oblivion" (2013) beweist Regisseur Joseph Kosinski einmal mehr sein visuelles Können. Bereits mit "Tron: Legacy" (2010) erschuf er für die Leinwand eine neue Welt. Für "Oblivion" verfilmte er den von ihm erdachten Endzeit-Comic, den er allerdings nie fertiggestellt hatte. Doch nicht nur die atemberaubenden Panoramaaufnahmen und die visuellen Effekte können unterhalten, auch die Schauspieler überzeugen vollends. Mit Hollywoodikone Tom Cruise, der schon in Spielbergs "Minority Report" (2002) und "Krieg der Welten" (2005) bewiesen hat, dass er in dystopischen Actionfilmen brillieren kann, fand Kosinski den passenden Helden. Im Anschluss an "Oblivion" stand Cruise einmal mehr als potenzieller Retter der Welt vor Außerirdischen in Doug Limans "Edge of Tomorrow" vor der Kamera. An seiner Seite ist neben "Bond"-Girl Olga Kurylenko und der englischen Charakterdarstellerin Andrea Riseborough ("Feinde - Welcome to the Punch") Morgan Freeman ("Million Dollar Baby") zu sehen.

Kritik

Dünne Handlung, atemberaubende Bilder

Als US-Regisseur Joseph Kosinski 2010 "Tron: Legacy" präsentierte, waren die Reaktionen zwiegespalten: Einerseits wurde die optische Gestaltung des Kultfilm-Sequels mit Lob überhäuft, andererseits musste Kosinskis Inszenierung für ihre dürftige Handlung aber auch viel Kritik einstecken. So wie "Tron: Legacy" ist auch Kosinskis Science Fiction-Abenteuer "Oblivion" eher auf spektakuläre Schauwerte, denn auf inhaltliche Finesse ausgerichtet. Das zeigt sich vor allem in den zahlreichen Anleihen, die sein Film an anderen Werken nimmt: Ob "2001 – Odyssee im Weltraum", "Moon", "Star Wars" oder "Wall-E" – die Parallelen sind mannigfaltig und sorgen dafür, dass "Oblivion" über weite Strecken eher wie eine Zusammenstellung bekannter Versatzstücke wirkt, anstatt den Eindruck eines eigenständigen Films zu vermitteln.

Auch jene eigentlich spannenden Ansätze, die philosophische Fragen betreffend die menschliche Existenz streifen, werden bloß angerissen und im Handlungsverlauf ebenso vernachlässigt wie die emotionale Komponente der Erzählung im Allgemeinen – wobei vor allem letzteres dazu führt, dass "Oblivion", auch angesichts der makellosen Optik, allzu steril und unterkühlt wirkt.Das Mitfiebern fällt aufgrund der mangelnden Spannung und Tiefe jedenfalls etwas schwer, obwohl sich die Darsteller alle Mühe geben, ihren profillosen Charakteren Leben einzuhauchen.

Was "Oblivion" dennoch - im wahrsten Sinne des Wortes - sehenswert macht, ist der wirklich beeindruckende Entwurf einer postapokalyptischen Erde, der in atmosphärischer Hinsicht ebenso beeindruckt wie auf designtechnischer Ebene: Hier beweist Kosinski nach "Tron: Legacy" einmal mehr sein Gespür für die perfekte Verschmelzung echter und computergenerierter Welten zu einem stimmigen Ganzen – wartet seine Inszenierung doch mit durchweg grandiosen visuellen Eindrücken auf, bildgewaltige Panoramen und top-inszenierte Action-Sequenzen inklusive. Die faszinierenden Schauwerte allein mögen die inhaltlichen Mängel zwar nicht wettmachen – wer das aber bereits bei "Tron: Legacy" verkraften konnte, wird auch bei "Oblivion" durchaus gut bedient werden.

Sendungsinfos

Darsteller: Tom Cruise, Olga Kurylenko, Morgan Freeman, Andrea Riseborough, Nikolaj Coster-Waldau Regie: Joseph Kosinski Untertitel, Stereo, Dolby
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