Reiches Bayern, arme Alte

Reiches Bayern, arme Alte

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Reiches Bayern, arme Alte

Reiches Bayern, arme Alte

Dokumentation

Bayern, das Muster-Bundesland: Aber trotzdem ist jeder fünfte Bayer ab 65 von Altersarmut bedroht, der Höchstwert für Deutschland. Wer ist betroffen? Wie geht die Gesellschaft damit um? Die Dokumentation zeigt die armen Alten im reichen Bayern und ihre Überlebenstechniken in ihrem mühsamen Alltag. Außerdem stellt sie ehrenamtliche Helfer vor, die kontinuierliche Unterstützung anbieten und in Notlagen schnell und unbürokratisch zur Stelle sind. So wie Lydia Staltner vom Münchner Verein Lichtblick Seniorenhilfe. Sie ist keine bayerische Charity-Lady, sondern eine zupackende Unternehmerin mit eigener Werbeagentur. Der Verein ist dort tätig, wo kaum jemand Armut vermuten würde: in den Seenlandschaften Oberbayerns, im schönen Garmisch, im reichen München. Geholfen wird Menschen wie Frau Neiser, 64, die nach einer schweren Krankheit nicht mehr arbeiten kann und von der Grundsicherung lebt. Ihr zahlt die Seniorenhilfe 35 Euro im Monat: "Möchte man nicht glauben, wie wichtig und wie viel Geld 35 Euro im Monat sind, wenn man sie nicht hat", sagt sie. Auf dem Land ist es für die Armen besonders schwer: Zum einen schämen sich viele, arm zu sein. Zum anderen sind die Distanzen zur nächsten Hilfe groß. Alfons Rahn, 71, lebt im Bayerischen Wald und ist einer der wenigen Armen, der über sein Leben spricht. Er arbeitete in der Landwirtschaft, konnte nichts zurücklegen. Heute fährt er einmal die Woche nach Mitterteich zur Tafel und versorgt sich so mit Lebensmitteln. Dadurch konnte er in den letzten Monaten sogar 200 Euro zurücklegen: "Ich muss ja ein bisschen sparen, auch für schlechtere Zeiten."
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Armes reiches Deutschland

Armes reiches Deutschland - Kein Geld für Kinder

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Gewalt gegen Polizisten

Gewalt gegen Polizisten - Mit Bodycam auf Streife

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ZDFinfo Sa, 14.07.

ONE PHOENIX
Sender Zeit Zeit Titel Start Titel
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Wolga, Wodka und WM DOKUMENTATION Von Nischni Nowgorod bis Wolgograd, RUS 2018
Die Wolga ist Handelsweg und Pulsgeber. Zwischen Zwiebeltürmen, Fabrikschloten, Minaretten und Start-ups lebt Russland in seiner atemberaubenden Vielfalt - und Widersprüchlichkeit. 3530 Kilometer fließt die Wolga - vorbei an vier der elf Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Die Städte Nischni Nowgorod, Kasan, Samara und Wolgograd sind Ankerplatz für die unterschiedlichen Geschichten. Zusammen ergeben sie ein facettenreiches Bild des heutigen Russlands. Da ist zum Beispiel die Modedesignerin Zarina Babadzhanova. In Kasan, der Hauptstadt der muslimisch geprägten autonomen Republik Tatarstan, entwirft sie Kleidung für modebewusste Musliminnen. Die strengen Regeln des Koran - keine Haut zeigen, die Haare und die weiblichen Formen verschleiern - stehen für sie nicht im Gegensatz zu selbstbewussten, kreativen Designs. Das Autokennzeichen von Samara ist "63". Das hat die Bürgerwehr "Night Patrol 63" in ihren Namen aufgenommen - denn um Autofahrer geht es den Aktivisten. Genauer: um betrunkene Autofahrer. Alkohol am Steuer ist in der russischen Gesellschaft noch immer akzeptiert - und kostete 2017 landesweit rund 18 000 Menschen das Leben. Die Mitglieder von "Night Patrol 63" unterstützen jeden Freitag und Samstag nachts die Polizei dabei, Betrunkene aus dem Verkehr zu ziehen, und leisten zusätzlich Aufklärungsarbeit. Die Hälfte aller landwirtschaftlichen Erzeugnisse Russlands stammt aus der Wolga-Region mit ihren fruchtbaren Böden. Die meisten Bauernhöfe setzen auf "Masse statt Klasse": Durch die Sanktionen und den darauf folgenden Importbann auf landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der EU ist der Bedarf an heimischem Obst, Gemüse, an Milch und Fleisch riesig. Aber es gibt auch Bauern, die unkonventionelle Wege gehen. Ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung kommt ihnen dabei gelegen. Die Gründer von "Telefarmer" stellen ihr Projekt vor: User können online ein Tier auf einem Bauernhof kaufen - und dann per Webcam beobachten, wie es gefüttert, gehegt und gepflegt wird. Wolgograd steht wohl wie keine andere Stadt Russlands für die Geschichte des Landes - und die Konfrontation mit den Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Hier lernen schon die Jüngsten, wie man die ewige Flamme für die gefallenen Helden des Großen Vaterländischen Krieges bewacht - Militärdrill und der Umgang mit Waffen gehören zu den Unterrichtseinheiten an der "Schule der Patrioten". Hier werden nur die Kinder aufgenommen, die sich durch besonderen Stolz auf ihr Land hervortun - eine Ehre für die ganze Familie. Die Reise entlang "Mütterchen Wolga", wie die Russen den Fluss liebevoll nennen, führt direkt in die Seele Russlands mit all seinen Vorlieben für Tradition sowie dem Drang in die Moderne.
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Verschwörung oder Wahrheit DOKUMENTATION MH17 - Abschuss über der Ukraine, UA 2016
Es ist eine der schlimmsten Flugzeugkatastrophen der letzten Zeit. Am 17. Juli 2014 wird Flug MH17 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über dem Gebiet der Ostukraine abgeschossen. 298 Menschen an Bord, darunter 80 Kinder, sterben. Laut einem Bericht der niederländischen Untersuchungsbehörde OVV ist eine Buk-Flugabwehrrakete russischer Bauart für den Absturz verantwortlich. Wer die Rakete abgefeuert hat, ist offiziell noch unklar. Inoffiziell - aber weitverbreitet - wird davon ausgegangen, dass russische Soldaten oder pro-russische Rebellen die Rakete starteten, in der Annahme, auf ein Flugzeug der ukrainischen Luftwaffe zu zielen. Diese Erklärung, vor allem vom Westen geäußert, wurde unmittelbar von russischer Seite in Frage gestellt. In der Folge tauchten jede Menge Verschwörungstheorien vor allem in den sozialen Medien auf. Die Schuld für den Absturz wird dabei der ukrainischen Regierung oder gar dem amerikanischen Geheimdienst CIA zugeschoben. Hat etwa ein ukrainischer Militär-Jet MH17 abgeschossen? Warum sahen angeblich Augenzeugen vor dem Absturz von MH17 weitere Flugzeuge am Himmel? Welchen Weg nahmen die Buk-Raketenwerfer? Die Dokumentation "Verschwörung oder Wahrheit. MH17 - Abschuss über der Ukraine" versucht, Fakten und Fiktion zu trennen. Zeugenaussagen, Satellitenaufnahmen, Abhörprotokolle, heimliche Videoaufnahmen und Urteile von Sachverständigen bringen Licht in den Dschungel der Verschwörungstheorien. Die wurden möglicherweise nur erfunden, um die Wahrheit zu vertuschen.
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Todesfalle Hochhaus - Der Brand im Grenfell-Tower DOKUMENTATION, D 2018
14. Juni 2017: Am Himmel über London hängen dichte Rauchschwaden. Der Grenfell-Tower steht in Flammen. Über 70 Menschen kommen in dieser Schicksalsnacht ums Leben. Eine Katastrophe von gewaltigem Ausmaß. Ein Jahr später ist der Hergang der Ereignisse noch nicht restlos geklärt. Die Überlebenden, Hinterbliebenen, die Stadtverwaltung und die Regierung streiten sich noch immer um die Verantwortlichkeit. Was bleibt, sind viele Fragen. Wie konnte das Feuer binnen weniger Minuten die Fassade hochschießen? Warum wurden vor dem Inferno die Beschwerden der Bewohner über die mangelnden Brandschutzvorrichtungen nicht gehört? Auch bei uns in Deutschland war die Verunsicherung nach der Tragödie groß. Auch hier wurden Wohnblöcke evakuiert. Alles Panikmache? Oder ernst zu nehmende Gefahr? Die deutsche Regierung kündigte flächendeckende Fassadenprüfungen an. Hier würde anders gebaut, hieß es, keine Chance für ein solches Feuer. Wirklich? Warum dann die Evakuierungen? Weiß man wirklich, wie es um mögliche Gefahren in deutschen Wohnblöcken steht? Wie gut wäre die Feuerwehr vorbereitet? Wäre so eine Katastrophe also auch hier, bei uns in Deutschland, möglich? Dieser Film begibt sich auf die Suche nach Antworten. Im Gespräch mit Feuerwehrleuten, Brandschutzexperten und einem Überlebenden, der den Flammen im Grenfell-Tower entkommen konnte, wird die Brandnacht rekonstruiert. Und mit Hilfe von Experten und Untersuchungen die Frage gestellt: Ist ein solches Inferno bei uns wirklich undenkbar?
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The Wanted - Auf Verbrecherjagd RECHT UND KRIMINALITÄT Einsatz rund um die Uhr, GB 2015
Straßenkontrollen in Leeds. Mit der Schwerpunktaktion will die Polizei ein Signal gegen Einbruchsdelikte und andere kriminelle Delikte setzen. Bei der Sondereinheit in Manchester ist die Fahndung nach Waffen und Drogen Schwerpunkt. Selbst für erfahrene Beamte ist es immer wieder erstaunlich, welch skurrile Orte als Versteck dienen können. Und die Einheit bekommt Verstärkung: eine junge neue Kollegin. Die Polizei der Grafschaften Manchester und West Yorkshire fahndet täglich nach Straftätern. Für die Reportage-Reihe "The Wanted - Auf Verbrecherjagd" gewähren die Einheiten exklusiven Zugang zu ihren Einsätzen. Während es die Polizisten in Uniform häufig mit Kleinkriminellen zu tun haben, macht die Kriminalpolizei vor allem Jagd auf mutmaßliche Drogenhändler. Auf Streife erleben sie regelmäßig menschliche Dramen.
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Ermittler! RECHT UND KRIMINALITÄT Fatale Schüsse
Der Mord an einer völlig unbescholtenen Buchhalterin setzt die Ermittler der Mordkommission Berlin enorm unter Druck. Doris K. wird während ihrer Arbeit in einem Autohaus von einem Killerkommando mit einer abgesägten Schrotflinte erschossen. Kriminalist Thomas Kasbaum und seine Kollegen müssen diesen bizarren Fall lösen - doch davon sind sie weit entfernt. Denn außer der Tatwaffe haben sie keine objektiven Spuren. Auch die Kollegen im Autohaus, die den Mord an Doris K. mitbekommen haben, sind keine Hilfe - sie machen widersprüchliche Zeugenaussagen. Mord-Ermittler Kasbaum wird mit diesem Fall seine größte Herausforderung erleben. Er und sein Team haben keine Ahnung, ob Doris K. tatsächlich das richtige Opfer von Auftragskillern wurde, oder ob sie einer Verwechslung zum Opfer fiel. Und so müssen sie jahrelang nach einem Motiv suchen. Dass die Mietwohnung, in der Doris K. lebte, ihr Todesurteil war, werden Thomas Kasbaum und seine Kollegen erst viel später in Erfahrung bringen - und verblüfft sie bis heute. Vollsperrung auf der A 395 bei Wolfenbüttel. Ein Auto liegt auf dem Dach, der Fahrer liegt tot daneben. Doch was die Rettungskräfte vor Ort entdecken, ruft Mord-Ermittler Holger Kunkel auf den Plan. Der Tote hat nämlich eine Schusswunde mitten im Herz. Was aussieht wie ein Unfall, entpuppt sich als regelrechte Hinrichtung bei voller Fahrt auf der Autobahn. Die Ermittlungen führen Kunkel und seine Kollegen ins Rotlichtmilieu von Braunschweig, denn das Opfer ist ein dort bekannter Zuhälter. Doch das macht es für den Kriminalisten nur noch schwieriger, denn in diesem Umfeld spricht niemand mit der Polizei. Bekannt ist aber, dass nur Wochen vor der Ermordung eine Bombe im Lokal des Opfers gezündet wurde. Und bei seinen Ermittlungen dringt Kunkel in einen regelrechten Zuhälterkrieg ein. Mit viel Gespür und Erfahrung wird es dem Braunschweiger Mord-Ermittler gelingen, auch diesen Fall zu lösen. Doch als er hört, dass einer der Täter aus der Haft fliehen kann, glaubt er an einen schlechten Witz.
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Auf Verbrecherjagd RECHT UND KRIMINALITÄT Der Schlächter von Edinburgh, GB 2015
Im Oktober 1977 verschwinden im schottischen Edinburgh zwei junge Frauen nach einem Abend in einem Pub. Kurz darauf werden sie ermordet aufgefunden. 30 Jahre später wird der 62-jährige Angus Sinclair - ein verurteilter Sexualmörder und Serienvergewaltiger - wegen der Morde vor Gericht gestellt. Doch wird man Sinclair die Taten nachweisen können? Es gibt außerdem Hinweise, dass er die Taten nicht allein begangen hat. Und dass es neben Christine Eadie und Helen Scott noch weitere Opfer gab. Sinclair wird freigesprochen - die Beweise genügen nicht. Doch aufgrund einer Änderung in der Gesetzgebung, die es ermöglicht, jemanden erneut für ein Verbrechen anzuklagen, wenn neue Beweise ans Licht kommen, landet Sinclair sieben Jahre später noch einmal wegen des Doppelmordes vor Gericht. Gelingt es diesmal, ihn zur Rechenschaft zu ziehen?
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heute Xpress NACHRICHTEN
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Der Fall Maureen Cosgrove RECHT UND KRIMINALITÄT, GB 2014
Die Dokumentation erzählt die Geschichten von aufsehenerregenden Fällen der britischen Kriminalgeschichte. Aus der Perspektive von Tätern und Opfern werden die Taten detailliert dargestellt. Polizei und Gerichtsmediziner erläutern die Motive und Hintergründe, exklusive Augenzeugen lassen durch ihre Schilderungen das Blut in den Adern gefrieren. Eine analytische Dokumentation über das Leben von Mördern und Opfern.
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Auf Verbrecherjagd - Das Rätsel um Suzy Lamplugh RECHT UND KRIMINALITÄT, GB 2015
Im Juli 1986 verlässt die 25-jährige Immobilienmaklerin Suzy Lamplugh ihr Büro in London, um einem Interessenten ein Objekt zu zeigen - und kehrt nie wieder zurück. Schon bald erhärtet sich der Verdacht, dass sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Die Polizei versucht vergeblich, die Identität ihres letzten Klienten festzustellen und herauszufinden, ob er für ihr Verschwinden verantwortlich ist. 1994 wird Suzy Lamplugh schließlich offiziell für tot erklärt, obwohl ihre Leiche nie gefunden wurde. Im Jahr 2000 wird der Fall neu aufgerollt. Und die Spuren führen zu dem verurteilten Mörder John Cannan. Dieser hat ein Jahr nach Suzys Verschwinden in Bristol eine junge Frau ermordet. Die Indizien sprechen alle gegen ihn. Wird es der Polizei gelingen, ihm den Mord an Suzy Lamplugh nachzuweisen?
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Auf Verbrecherjagd RECHT UND KRIMINALITÄT Der Fall April Jones, GB 2015
Die fünfjährige April Jones kommt am 1. Oktober 2012 nicht vom Spielen nach Hause. Schon bald wird klar, dass sie vermutlich nicht mehr am Leben ist. In ihrem Heimatort in Mid Wales beginnt eine fieberhafte Suche nach dem Mädchen. Der Täter scheint jemand aus dem Ort zu sein: Die Spuren führen zu Familienvater Mark Bridger. Der Familienvater wird verhaftet und gibt schließlich zu, dass er zwar Aprils Tod verursacht habe, behauptet aber, es sei ein Unfall gewesen. Von der Leiche des Mädchens fehlt jedoch jede Spur. Dann stoßen die Ermittler auf verdächtige Spuren in Mark Bridgers Haus und finden schwer belastendes Material auf seinem Computer. Anscheinend hat er nicht nur kinderpornografisches Material im Internet heruntergeladen, er hat offenbar auch versucht, Kontakt zu Aprils Schwester Jazmin aufzunehmen.
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Der Fall Steve Wright RECHT UND KRIMINALITÄT, GB 2015
Steve Wright versetzte 50 Tage lang die Bürger von Ipswich in Angst und Schrecken: Er tötete fünf Prostituierte und genoss die Aufmerksamkeit, die er anschließend durch die Medien bekam. Professor David Wilson untersucht die Psyche von Serienmördern. Dabei begibt er sich in die Fußstapfen des Täters, um zu verstehen, wie sich ein psychisch instabiler Mensch zu einem brutalen Killer entwickelt. Die Dokumentation erzählt die Geschichten von aufsehenerregenden Fällen der britischen Kriminalgeschichte. Aus der Perspektive von Tätern und Opfern werden die Taten detailliert nachgestellt. Polizei und Gerichtsmediziner erläutern die Motive und Hintergründe, exklusive Augenzeugen lassen durch ihre Schilderungen das Blut in den Adern gefrieren. Eine analytische Dokumentation über das Leben von Mördern und Opfern.
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Der Fall Brian Lewis RECHT UND KRIMINALITÄT, GB 2013
Die Dokumentation erzählt die Geschichten von aufsehenerregenden Fällen der britischen Kriminalgeschichte. Aus der Perspektive von Tätern und Opfern werden die Taten detailliert dargestellt. Polizei und Gerichtsmediziner erläutern die Motive und Hintergründe, exklusive Augenzeugen lassen durch ihre Schilderungen das Blut in den Adern gefrieren. Eine analytische Dokumentation über das Leben von Mördern und Opfern.
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Mörderjagd RECHT UND KRIMINALITÄT Tod einer Familie
Fast eine gesamte Familie wird bei einem Hausbrand ausgelöscht. War es ein tragischer Unfall oder doch Mord? Schon bald konzentrieren sich die Ermittler auf die überlebende Tochter. Die zehnteilige Dokumentationsreihe "Mörderjagd" beschäftigt sich mit verschiedenen mysteriösen Mordfällen in Frankreich. Bis ins kleinste Detail werden die Geschehnisse rekonstruiert, um die Verbrechen aufzuklären. Die Dokumentation lässt die beteiligten Personen zu Wort kommen: Ermittlungsbeamte oder Staatsanwälte, Familienangehörige und Freunde der Opfer. Sie ist ein fesselnder Mix aus persönlichen Berichten, Polizei-Archivmaterial und Reenactment.
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Ermittler! RECHT UND KRIMINALITÄT Beweise auf dem Prüfstand
1995 machen Arbeiter in einer Kiesgrube bei Koblenz einen gruseligen Fund: In einem Lkw voller Erdaushub liegt eine enthauptete weibliche Leiche. Ermittler Gerhard Starke ist als Erster vor Ort. Spuren gibt es keine, auch die Kleidung des Opfers fehlt. Ein Fall, der den erfahrenen Ermittler Jahre harter Arbeit kosten wird. Doch das ahnt er damals noch nicht. Und dann ereilt ihn nur Tage später ein schockierender Anruf: Eine weitere Frauenleiche wurde entdeckt. Dieses Mal stellt die Spurensicherung Taschentücher und den Slip der 17-jährigen Schülerin Anke S. sicher. Aufgrund der zwei Leichenfunde macht sich bei Gerhard Starke ein unangenehmer Verdacht breit: Hat er es mit einem Serienmörder zu tun? Jahrelang jagen er und seine Kollegen den unbekannten Mörder, der sich längst in Sicherheit wiegt. Mord-Ermittler Karl-Heinz Mönch hat es in Hanau mit einem äußerst brutalen Täter zu tun. Eine Studentin der Zeichenakademie wird ermordet in einem Park gefunden. Mönch erinnert sich, dass er selten so viel Blut an einem Tatort gesehen hat. Die junge Frau wurde missbraucht und danach wurde ihr mit einem massiven Sandstein der Schädel eingeschlagen. Mönchs Ermittlungen erbringen kaum Ergebnisse, weder die Kommilitonen noch Freunde und Bekannte des Opfers kommen als Täter infrage. Anscheinend ist die Studentin ein Zufallsopfer. Wird die Kripo überhaupt eine Chance haben, den Täter zur Strecke zu bringen? Erst ein versuchtes Tötungsdelikt bringt die Kriminalisten endlich auf eine Spur.
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Ermittler! RECHT UND KRIMINALITÄT Nächtliche Besucher
Gerhard Hoppmann aus Krefeld ist ein routinierter Ermittler. Doch als er 2011 in eine Wohnung gerufen wird, übersteigt das Bild, das sich ihm bietet, auch seine Gelassenheit. Eine Frau liegt ermordet im Bett, ihr Schädel ist komplett zertrümmert. Gerhard Hoppmann: "Wir sprechen in diesem Fall von einem Übertöten. Der Täter hat viel mehr getan, als er zur Tötung der Frau tun musste, und man fragt sich natürlich nach dem Motiv." Vorerst suchen der Ermittler und sein Team im persönlichen Umfeld des Opfers danach. Doch Heydi B. war überaus beliebt, hatte keine Feinde oder eifersüchtigen Ex-Partner. Im Garten des Anwesens finden die Experten der Spurensicherung einen Zimmermannshammer, anscheinend die Tatwaffe. Und: einen sehr speziellen Schuhabdruck. Der scheint von einem Cowboystiefel zu stammen und weist eine Besonderheit auf: eine geriffelte Sohle, die man so eigentlich nicht bei Cowboystiefeln findet. Ein in der Nähe befindlicher Schuster kann sich daran erinnern, eine solche Sohle auf einen Stiefel geklebt zu haben, doch an den Kunden kann er sich nicht erinnern. Hoppmann und seine Kollegen erstellen ein sogenanntes Profiling über den unbekannten Mörder: Da Cowboystiefel bei jungen Leuten nicht in Mode sind, gehen sie von einem Täter zwischen 35 und 60 Jahren aus, außerdem scheint der Täter in der Umgebung zu wohnen oder zu arbeiten. So zieht sich die Schlinge um den Mörder immer enger zu. In Münster muss sich Ermittler Ulrich Bux beherrschen, als er ein Tatortvideo anfertigt. Auch hier bringt der von Blut getränkte Tatort die Beamten an ihre Grenzen. Die Prostituierte Lydia S. wurde auf ihrem Bett mit mehr als 80 Messerstichen ermordet. Die Tatort-Analyse zeichnet ein brutales Szenario. Ulrich Bux: "Die Einstiche in der Matratze waren sehr tief, die gingen bis in den Lattenrost hinein und hatten eine Durchschnittstiefe von 14 Zentimetern. Diese Stiche ließen auf eine unheimliche Wucht schließen, denn so einfach kommt man nicht, selbst mit einem scharfen Messer, in einer Matratze durch." Anscheinend wurde Lydia S. das Opfer ihres letzten Freiers. Mord-Ermittler Ulrich Bux ist zuversichtlich, dem Täter zeitnah auf die Spur zu kommen, denn seine Kollegen von der Spurensicherung haben ein Schlüssel-Etui gefunden, das nicht dem Opfer zugeordnet werden kann. Einer der Schlüssel scheint von einem Motorroller zu stammen, ein weiterer ist ein typischer Haustürschlüssel. Was nun folgt, sucht in der deutschen Kriminalgeschichte seinesgleichen: Bux und sein Team probieren die Schlüssel an mehr als 4000 Haustüren in Münster aus. Doch die aufwendige Aktion führt zu nichts. Der Fall bleibt ungelöst und wird zum sogenannten Cold Case. Eine frustrierende Situation für Ulrich Bux und die Kollegen, zumal sie den Täter für äußerst gefährlich halten. Erst Jahre später werden sie den Unbekannten identifizieren können und damit auch das Haustürschloss finden, zu dem der Schlüssel passt.
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Ermittler! RECHT UND KRIMINALITÄT Teenager im Visier
Mallorca im Jahr 2002. Die Sonneninsel wird von einem unfassbaren Verbrechen überschattet. Mord-Ermittler Juan Canedo wird zu einer Finca gerufen. Unter Palmenblättern liegt eine bis zur Unkenntlichkeit verweste Leiche - es handelt sich um die deutsche Schülerin Stefanie, die bei ihrer Mutter auf Mallorca lebte und als vermisst galt. Die 15-Jährige war vor Monaten nach einem Disko-Besuch spurlos verschwunden. Für Juan Canedo beginnen in diesem Sommer Ermittlungen, die er bis heute nicht vergessen hat. Denn das Umfeld der Schülerin verschweigt ihm etwas. Doch der erfahrene Mord-Ermittler wird sich davon nicht täuschen lassen. Bedächtig und akribisch sammelt er Spuren, führt Zeugengespräche und wird so den Mörder ins Fadenkreuz nehmen, der sich längst nach Deutschland abgesetzt hat und nicht ahnt, dass ihm der spanische Kommissar auf den Fersen ist. Auch in Wolfsburg wird eine Schülerin Opfer eines perfiden Mörders. Ermittler Michael Banse ist einer der Ersten am Tatort und erinnert sich: "Das Mädchen war beim Auffinden unbekleidet. Sie lag in Bauchlage und hatte erhebliche Verletzungen am Kopf, und es waren auch sichtbare Verletzungen am Hals vorhanden. Die Auffindesituation ließ natürlich sofort den Schluss zu, dass es sich um einen Sexualdelikt handelt." Der Täter hat am Tatort keinerlei Spuren hinterlassen. Auch das Kleid, das Kerstin am Tag ihrer Ermordung trug, bleibt verschwunden. Die Mordermittler entschließen sich, an die Öffentlichkeit zu treten, um Hinweise auf den Mörder zu bekommen. Doch es ergibt sich gegen niemanden ein dringender Tatverdacht. Ein Jahr voller Ermittlungen vergeht ohne Ergebnis. Dann verschwindet plötzlich wieder eine junge Frau. Die 24-jährige Petra P. aus Braunschweig hat am 26. Juli 1984 noch einen Zahnarzttermin, bevor sie ihre Eltern in Wolfsburg besuchen will. Hat es der Wolfsburger Kriminalist mit einem Serientäter zu tun? Der Umstand des Verschwindens der zweiten Frau wird ihn auf eine falsche Spur führen, denn sie ist nicht ermordet worden - unglaublich, aber wahr: Diese Frau versteckt sich 30 Jahre unter einer anderen Identität. Das ahnt Banse natürlich nicht, und es wird ihn Jahre kosten, bis er Kerstins Mörder endlich verhaften kann.
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Ermittler! RECHT UND KRIMINALITÄT Im Dunkel der Nacht
Das Verschwinden einer jungen Frau hält Mord-Ermittler Achim Tietz in Atem. Der erfahrene Detmolder Kriminalist ist sich sicher: Bianca F. wurde ermordet, doch eine Leiche kann er nicht finden. Achim Tietz glaubt, Biancas frisch angetrauter Ehemann, Alexander F., hat etwas mit ihrem Verschwinden zu tun. Doch der hat ein wasserdichtes Alibi und es gibt keine objektiven Indizien. So bleibt Tietz nichts anderes übrig, als den Fall zu den Akten zu legen. Als sein Kollege Bernd Flake Chef der Kripo wird, beschließt er, Achim Tietz nochmals auf den Fall anzusetzen. Vorerst soll er die Lebensumstände des Verdächtigen und seines Alibi-Gebers Mehmet A. überprüfen. Dabei stößt Ermittler Achim Tietz auf etwas, was ihn hellhörig werden lässt: Mehmet A. lebt nämlich mittlerweile unter einer falschen Identität in Deutschland und hat sich mit dem Pass seines Freundes Alexander F. in Norddeutschland angemeldet. Außerdem erhält er Geldzuwendungen aus England. Und so wird Tietz über deutsche Grenzen hinweg ermitteln, um endlich das Schicksal von Bianca F. klären zu können. In Mönchengladbach macht sich der ehemalige Leiter der Kripo, Hennes Jöres, einmal monatlich auf den Weg zu einem ganz speziellen Besuch - er fährt in die Forensische Klinik in Viersen. Hier sitzt der sechsfache Serienmörder Kurt S., zu dem der Ermittler ein ganz besonderes Verhältnis pflegt, denn Kurt S. hat ihm sechs Morde gestanden, die Hennes Jöris jahrelang versuchte aufzuklären. Alles beginnt bereits im Jahr 1978, als der 13-jährige Andrew bei einer Fahrradtour verschwindet. Seine Leiche wird nur Tage später in einem Abrisshaus gefunden. Jöris ist noch jung und wird in den kommenden Jahrzehnten nie wieder einen so grausam zugerichteten Körper sehen. Hennes Jöris: "Er war teilweise verdeckt mit Stücken abgerissener Tapete, als wir die dann abgedeckt haben, fanden wir den Leichnam total aufgeschnitten, fürchterlich zugerichtet. Wir waren uns alle einig, dass wir alles dransetzen, diesen Täter zu schnappen." Doch so sehr sich die Ermittler auch ins Zeug legen, es gibt keinerlei Spuren, keine Zeugen, keine Hinweise, nichts, was sie auf die Spur des Mörders bringen würde. Ein tiefer Schlag für die Beamten, die den Fall "Andrew" als Cold Case zu den Akten legen müssen. In den kommenden Jahren verschwinden im weiteren Umfeld von Mönchengladbach zwei junge Männer. Ihr Schicksal kann nicht geklärt werden. Dass auch die dänische Polizei ermittelt, ahnt der deutsche Ermittler nicht. An einem Strand wurde die zerstückelte Leiche eines jungen Mannes gefunden, aber auch die dänischen Kollegen können diesen Fall nicht klären, und so mordet der unbekannte Serienkiller weiter. Jahre später wird Jöris ausgerechnet eine Uhr auf die Spur des Täters bringen, und sein außergewöhnliches Gespür für Menschen wird ihn tief in die Seele des Serienmörders Kurt S. blicken lassen.
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Ermittler! RECHT UND KRIMINALITÄT Fatale Schüsse
Der Mord an einer völlig unbescholtenen Buchhalterin setzt die Ermittler der Mordkommission Berlin enorm unter Druck. Doris K. wird während ihrer Arbeit in einem Autohaus von einem Killerkommando mit einer abgesägten Schrotflinte erschossen. Kriminalist Thomas Kasbaum und seine Kollegen müssen diesen bizarren Fall lösen - doch davon sind sie weit entfernt. Denn außer der Tatwaffe haben sie keine objektiven Spuren. Auch die Kollegen im Autohaus, die den Mord an Doris K. mitbekommen haben, sind keine Hilfe - sie machen widersprüchliche Zeugenaussagen. Mord-Ermittler Kasbaum wird mit diesem Fall seine größte Herausforderung erleben. Er und sein Team haben keine Ahnung, ob Doris K. tatsächlich das richtige Opfer von Auftragskillern wurde, oder ob sie einer Verwechslung zum Opfer fiel. Und so müssen sie jahrelang nach einem Motiv suchen. Dass die Mietwohnung, in der Doris K. lebte, ihr Todesurteil war, werden Thomas Kasbaum und seine Kollegen erst viel später in Erfahrung bringen - und verblüfft sie bis heute. Vollsperrung auf der A 395 bei Wolfenbüttel. Ein Auto liegt auf dem Dach, der Fahrer liegt tot daneben. Doch was die Rettungskräfte vor Ort entdecken, ruft Mord-Ermittler Holger Kunkel auf den Plan. Der Tote hat nämlich eine Schusswunde mitten im Herz. Was aussieht wie ein Unfall, entpuppt sich als regelrechte Hinrichtung bei voller Fahrt auf der Autobahn. Die Ermittlungen führen Kunkel und seine Kollegen ins Rotlichtmilieu von Braunschweig, denn das Opfer ist ein dort bekannter Zuhälter. Doch das macht es für den Kriminalisten nur noch schwieriger, denn in diesem Umfeld spricht niemand mit der Polizei. Bekannt ist aber, dass nur Wochen vor der Ermordung eine Bombe im Lokal des Opfers gezündet wurde. Und bei seinen Ermittlungen dringt Kunkel in einen regelrechten Zuhälterkrieg ein. Mit viel Gespür und Erfahrung wird es dem Braunschweiger Mord-Ermittler gelingen, auch diesen Fall zu lösen. Doch als er hört, dass einer der Täter aus der Haft fliehen kann, glaubt er an einen schlechten Witz.
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Aufgeklärt - Spektakuläre Kriminalfälle RECHT UND KRIMINALITÄT Mord ohne Gewissen: Der St. Pauli-Killer, D 2016
Werner "Mucki" Pinzner beteiligte sich 1975 an einem Raubüberfall, bei dem ein Mann erschossen wurde. Pinzner wurde gefasst und kam in Haft. Noch im Gefängnis besorgte er sich eine Waffe. Er beging erste Auftragsmorde als Freigänger im offenen Vollzug - Mitte der Achtziger versuchten Banden aus dem Rotlichtmilieu in Hamburg, ihre Reviere neu aufzuteilen. Pinzner liquidierte bis zu seiner erneuten Verhaftung kaltblütig vermutlich elf Menschen. 1986 wählte Pinzner einen aufsehenerregenden Abgang: Er überzeugte seine Anwältin, eine Pistole für ihn zu besorgen. Dann bat er um einen Termin beim Staatsanwalt: Er wolle die Auftraggeber seiner Morde nennen. Pinzners Frau begleitet ihn zum Termin. Der Staatsanwalt beginnt das Gespräch salopp mit den Worten: "Na, dann schießen Sie mal los!" Pinzner zieht seine Waffe, erschießt den Staatsanwalt, seine Frau und sich selbst.
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Aufgeklärt - Spektakuläre Kriminalfälle RECHT UND KRIMINALITÄT Motiv Habgier: Der Hammer-Mörder, D 2016
Es ist eine der Grundfragen unseres Strafrechts: Kann sich ein Täter tatsächlich frei entscheiden zwischen gut und böse? Die Meinungen schwanken hier sehr stark. Viele glauben, dass Erlebnisse in der Kindheit, das soziale Umfeld und viele andere Faktoren einen Menschen zum Mörder "machen". Es geht um den Hammermörder. Norbert Poehlke war in den 80er Jahren ein unauffälliger Polizeibeamter im Mittleren Dienst. Keine Vorstrafen, keine ungewöhnliche Kindheit. Dann auch noch ein Glücksfall: Poehlke gewinnt im Lotto - mehr als 30 000 Mark. Es ist der Beginn einer bis heute unfassbaren Tragödie. Poehlke will seiner Familie was bieten: Er kauft ein Eigenheim, übernimmt sich dabei finanziell aber. Um den Lebensstandard zu halten, braucht er ständig Geld: Er begeht drei Raubmorde und vier Banküberfälle. Weil der Täter die Scheiben der Kassenschalter mit einem Vorschlaghammer einschlägt, nennt die Presse ihn: der "Hammermörder". Am Ende hat Poehlke vier Banken überfallen und sechs Menschen getötet. Auch seine Familie löscht er 1985 aus: seine Frau und die beiden Söhne - anschließend richtet er sich selbst.
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Treffpunkt Kiosk DOKUMENTATION Wo das Herz des Viertels schlägt, D 2017
Zeitungen, Getränke, Süßwaren, Kaffee - im Kiosk gibt es eigentlich alles, was der Mensch so braucht zum Leben. Der Kiosk ist für viele Menschen eine wichtige Einkaufsmöglichkeit. Aber das Büdchen bietet für viele mehr als nur Waren. Oft ist es ein Treffpunkt für das ganze Viertel. Hier wird geplaudert, gequatscht und diskutiert - über alles, was aktuell ist, was einen beschäftigt und bewegt. 37 Prozent der Kiosk-Kunden sind, laut einer Studie, Stammkunden. Es ist "wie eine kleine Familie", sagen Kiosk-Betreiber und Kunden. Hier kennt man sich, man trifft gute Freunde, Vertraute - ein Stück Heimat in der oft anonymen Großstadt. Ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Kunden, ohne Vorurteile oder vorgefertigte Meinungen, ist für die Kiosk-Betreiber ein absolutes Muss. Die meisten sehen sich als Hobby-Psychologen, Seelsorger, Berater und manchmal, wenn die Diskussionen allzu hitzig werden, auch als Vermittler. So wie Birgit Fuchs, deren Kiosk seit 44 Jahren Anlaufpunkt im Duisburger Dellviertel ist. Seit 16 Jahren gehört das Büdchen nun Birgit. Ihre Kunden sind "ihre Familie", und für die ist sie immer da. Irgendwer braucht immer irgendwas, und das gibt es irgendwie immer bei Birgit. Urlaub hat sie in all den Jahren noch kein einziges Mal gemacht. Ihr Kiosk und ihre Kunden machen sie glücklich, sagt die 51-Jährige. Glücklich ist auch Vahit Baslik mit seinem Kiosk in Köln-Flittard. Mit neun Jahren kam Vahit mit seiner Familie aus der Türkei nach Deutschland. Der Kiosk ist jetzt sein Leben. Seine Frau Nihal und sein Sohn helfen im Laden mit. Ein richtiges Familienunternehmen, sagt der immer fröhliche Vahit. Für seine deutschen Kunden ist Vahits Kiosk ein echter Glücksfall, auch für viele Flüchtlinge ist er Anlaufstelle für Hilfe und Übersetzungen. In Vahits Kiosk gibt es nicht nur Standard-Kioskware - von Klopapier über Tampons und Waschzeug bis hin zu jeglicher Art Lebensmittel und Schreibwaren hat er alles im Sortiment. Was es im Kiosk Baslik nicht gibt, das gibt es auch nicht, sagt Vahit und lacht. Thomas und Bärbel Tietz feiern mit ihrem "Kiosk 2000" im kommenden Jahr 20. Jubiläum. 1998 haben die Tietzes den Kiosk am Reitbahnviertel in Neubrandenburg übernommen. Um einen Biergarten mit 150 Plätzen wurde er inzwischen erweitert. Zwei Angestellte beschäftigen sie inzwischen, denn der Kiosk hat 364 Tage im Jahr geöffnet. Nur Neujahr bleibt er geschlossen. Ein Leben im Dienst der Kunden. In dieser "ZDF.reportage" begleiten wir das Leben rund um die drei verschiedenen Kioske. Einmalige Einblicke in das "Seelenleben" der Stadtteile und der Menschen, die dort leben.
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Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Wenn ein Job nicht reicht, D 2016
Morgens um halb vier trägt Andrea M. Zeitungen aus, bei Wind und Wetter. Bis sechs ist sie unterwegs. Länger darf sie nicht brauchen, um acht beginnt ihr Hauptjob - in einer Arztpraxis. Der Zustelldienst bringt Andrea rund 350 Euro im Monat. Geld, das sie braucht, um in München über die Runden zu kommen. Denn für immer mehr Menschen reicht ein Gehalt zum Leben nicht aus. Etwa fünf Prozent aller Erwerbstätigen haben einen angemeldeten Zweitjob. Das sind rund drei Millionen Multijobber. Viele von ihnen arbeiten im Hauptberuf vor allem in schlechter bezahlten Tätigkeiten von Handel und Service. Auch Janine Z. aus Duisburg sucht händeringend einen zweiten Job. Vor einem Jahr ging die Beziehung mit dem Vater ihres dreijährigen Sohnes Alesandro zu Ende; mit ihrem Sohn lebt sie in Duisburg. Janine arbeitet in Teilzeit als Einzelhandelskauffrau bei Aldi-Süd in Oberhausen. Eine Vollzeitstelle bekommt sie derzeit nicht. Und von der halben Stelle kann sie nicht leben. Sie würde fast alles machen: putzen, als Kurier fahren - egal. Doch die Arbeitssuche gestaltet sich als schwierig, da sie im Schichtdienst arbeitet. Deshalb ist sie nur begrenzt flexibel, was die Arbeitszeiten betrifft. Der Vater des Sohnes unterstützt sie, wo er kann, doch auch er arbeitet im Schichtdienst. Wenn Janine Spätschicht hat, dann holen entweder der Vater oder Oma und Opa den Kleinen ab. Ein zusätzliches Einkommen ist bitter nötig, aber ihren Jungen wird sie dann noch weniger sehen können. Andrea M. lebt bescheiden, für ihre Wohnung muss sie nur 540 Euro Miete zahlen, dank eines alten Mietvertrages. Aber mit dem Verdienst ihrer Halbtagsstelle in der Arztpraxis reicht es selbst für ein bescheidenes Leben in München nicht. Vor Kurzem hat sie eine Aushilfsstelle in einem Obstladen gefunden. Mit diesem Verdienst kann sie es sich leisten, im Winter keine Zeitungen zuzustellen. Andrea kommt klar, sie hat keine großen Ansprüche.
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Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Rentner in Not, D 2017
Umsonst geschuftet? Viele Rentner in Deutschland stellen sich diese Frage. Da trotz eines langen Arbeitslebens nur wenig für sie übrig bleibt, kämpfen sie gegen die Altersarmut. Mindestens jeder siebte Rentner gilt als armutsgefährdet, rund eine halbe Million erhält schon heute Grundsicherung. Wer nicht von seiner Rente leben kann, sucht einen Nebenjob. Doch die Arbeitsplätze für Ältere sind rar gesät, viele Jobs gehen auf die Knochen. Die "ZDF.reportage" trifft Menschen, die im Alter noch schuften müssen. Ob in Berlin, München oder im Ruhrgebiet, Altersarmut trifft fast immer die gleichen: Verkäuferinnen, Putzkräfte, Handwerker, Selbstständige. Die Arbeitsverträge sind kurz, der Verdienst ist gering - für die Rente kommt dadurch nur wenig zusammen. Frauen sind besonders häufig von Altersarmut betroffen. So wie Marion Z. aus Berlin. Nach Abzug aller Kosten lebt die 69-Jährige von 4,50 Euro am Tag. Ihr einziger Luxus: eine Monatskarte für den Bus und eine Tageszeitung. Verzweifelt sucht sie einen Minijob. Um ihre Chancen zu erhöhen, verschweigt sie ihre Schwerbehinderung. Dieter N. aus Dortmund hat lange Jahre als Schmelzer in der Schwerindustrie gearbeitet, doch auch seine Rente reicht nicht aus. Lebensmittel erhält er von der Tafel, Klamotten von der Kleiderkammer. Mit seinen 75 Jahren nutzt er jede Gelegenheit, um mit handwerklichen Arbeiten zusätzliches Geld zu verdienen. Ohne die Rente ihres Mannes wäre Renate R. im teuren München auf Grundsicherung angewiesen. Zusammen packen die beiden 75-Jährigen zweimal in der Woche Werbeprospekte in Zeitungen. Ein Job, der in die Beine und den Rücken geht, aber notwendig ist, um wenigstens ein bisschen Geld zur Seite legen zu können.
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Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Kein Geld für Kinder, D 2016
Fast jedes fünfte Kind in Deutschland gilt als arm oder armutsgefährdet. Mit am stärksten betroffen sind Kinder Alleinerziehender. Doch wie sieht das Leben und der Alltag dieser Kinder aus? Andrea L. wohnt mit ihren sechs Kindern in einem Reihenhaus. Die 44-Jährige würde gern als Hauswirtschafterin arbeiten gehen, aber der dafür erforderliche Kurs an der Volkshochschule kam nicht zustande. Sie leben von Hartz IV, Kindergeld und Unterhaltsvorschuss. Im Urlaub war Andrea zuletzt vor drei Jahren. Sie versucht alles, um die Wünsche der Kinder zu erfüllen. Während der Dreharbeiten kommt die neunjährige Matilda mit einem Elternbrief nach Hause. Für das Weihnachtsfrühstück in der Schule soll jedes Kind zehn Euro mitbringen. Aber kurz nach Monatsmitte sind in der Haushaltskasse nur noch etwas mehr als 100 Euro, zu wenig für ungeplante Ausgaben. Andrea muss absagen. Zwei Alleinerziehende, eine Familie mit Drillingen und eine Familie mit Migrationshintergrund gewähren Einblick in ihren Alltag. Wie geraten Familien in diese Notlage? Haben sie sich damit abgefunden oder versuchen sie, ihr zu entkommen? Wie erleben betroffene Kinder ihre Armut? Wie prägt sie das tägliche Leben der Familien? Wie reagiert ihre Umgebung darauf?
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Reiches Bayern, arme Alte DOKUMENTATION
Bayern, das Muster-Bundesland: Aber trotzdem ist jeder fünfte Bayer ab 65 von Altersarmut bedroht, der Höchstwert für Deutschland. Wer ist betroffen? Wie geht die Gesellschaft damit um? Die Dokumentation zeigt die armen Alten im reichen Bayern und ihre Überlebenstechniken in ihrem mühsamen Alltag. Außerdem stellt sie ehrenamtliche Helfer vor, die kontinuierliche Unterstützung anbieten und in Notlagen schnell und unbürokratisch zur Stelle sind. So wie Lydia Staltner vom Münchner Verein Lichtblick Seniorenhilfe. Sie ist keine bayerische Charity-Lady, sondern eine zupackende Unternehmerin mit eigener Werbeagentur. Der Verein ist dort tätig, wo kaum jemand Armut vermuten würde: in den Seenlandschaften Oberbayerns, im schönen Garmisch, im reichen München. Geholfen wird Menschen wie Frau Neiser, 64, die nach einer schweren Krankheit nicht mehr arbeiten kann und von der Grundsicherung lebt. Ihr zahlt die Seniorenhilfe 35 Euro im Monat: "Möchte man nicht glauben, wie wichtig und wie viel Geld 35 Euro im Monat sind, wenn man sie nicht hat", sagt sie. Auf dem Land ist es für die Armen besonders schwer: Zum einen schämen sich viele, arm zu sein. Zum anderen sind die Distanzen zur nächsten Hilfe groß. Alfons Rahn, 71, lebt im Bayerischen Wald und ist einer der wenigen Armen, der über sein Leben spricht. Er arbeitete in der Landwirtschaft, konnte nichts zurücklegen. Heute fährt er einmal die Woche nach Mitterteich zur Tafel und versorgt sich so mit Lebensmitteln. Dadurch konnte er in den letzten Monaten sogar 200 Euro zurücklegen: "Ich muss ja ein bisschen sparen, auch für schlechtere Zeiten."
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Gewalt gegen Polizisten GESELLSCHAFT UND SOZIALES Mit Bodycam auf Streife, D 2017
Die Zahlen der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik des BKA sind erschreckend: Die Anzahl der Widerstände gegen Polizeibeamte liegt bei 111 - pro Tag. Jahr für Jahr nehmen Respektlosigkeit und Gewalt gegen Polizeibeamte zu, teilweise um bis zu 30 Prozent in vier Jahren. Der Respekt vor der Uniform hat massiv abgenommen - und das fängt schon bei Kindern und Jugendlichen an. Darüber hinaus gibt es immer wieder auch gezielte Attacken auf Polizisten im Dienst, teils mit tragischem Ausgang - wie im Dezember 2015, als ein Beamter im Zug von einem randalierenden Fahrgast erstochen wird. Die Dokumentation konzentriert sich auf zwei Handlungsstränge. Die bayerische Polizei versucht, der zunehmenden Gewalt gegen Polizeibeamte mit besserer Ausrüstung, gezieltem Deeskalationstraining und speziellen Verteidigungsübungen zu begegnen. Die Gewalt gegen Polizeibeamte hat in Mainz (Rheinland-Pfalz) von 2014 bis 2015 um 50 Prozent zugenommen. Gerade in den Sommermonaten ist die Zahl der Übergriffe auf Polizeibeamte enorm angestiegen. Deswegen hat Mainz im Jahr 2016 das viel diskutierte Pilotprojekt "Bodycam" gestartet. Rheinland-Pfalz ist eines von nur zwei Bundesländern in ganz Deutschland, das die Mini-Kamera im Streifendienst einsetzt. Sie ist an der Uniform befestigt, zusätzlich weist ein Schriftzug auf die Videoaufzeichnung hin. Wie verhalten sich die Kontrollierten oder Verdächtigen gegenüber der Polizei? Wie versuchen die Beamten zu deeskalieren? Und was bringt die Bodycam, die Gewalt gegen Polizisten eigentlich verhindern soll?
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Auf Verbrecherjagd - Das Rätsel um Suzy Lamplugh RECHT UND KRIMINALITÄT, GB 2015
Im Juli 1986 verlässt die 25-jährige Immobilienmaklerin Suzy Lamplugh ihr Büro in London, um einem Interessenten ein Objekt zu zeigen - und kehrt nie wieder zurück. Schon bald erhärtet sich der Verdacht, dass sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Die Polizei versucht vergeblich, die Identität ihres letzten Klienten festzustellen und herauszufinden, ob er für ihr Verschwinden verantwortlich ist. 1994 wird Suzy Lamplugh schließlich offiziell für tot erklärt, obwohl ihre Leiche nie gefunden wurde. Im Jahr 2000 wird der Fall neu aufgerollt. Und die Spuren führen zu dem verurteilten Mörder John Cannan. Dieser hat ein Jahr nach Suzys Verschwinden in Bristol eine junge Frau ermordet. Die Indizien sprechen alle gegen ihn. Wird es der Polizei gelingen, ihm den Mord an Suzy Lamplugh nachzuweisen?
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Auf Verbrecherjagd RECHT UND KRIMINALITÄT Der Fall April Jones, GB 2015
Die fünfjährige April Jones kommt am 1. Oktober 2012 nicht vom Spielen nach Hause. Schon bald wird klar, dass sie vermutlich nicht mehr am Leben ist. In ihrem Heimatort in Mid Wales beginnt eine fieberhafte Suche nach dem Mädchen. Der Täter scheint jemand aus dem Ort zu sein: Die Spuren führen zu Familienvater Mark Bridger. Der Familienvater wird verhaftet und gibt schließlich zu, dass er zwar Aprils Tod verursacht habe, behauptet aber, es sei ein Unfall gewesen. Von der Leiche des Mädchens fehlt jedoch jede Spur. Dann stoßen die Ermittler auf verdächtige Spuren in Mark Bridgers Haus und finden schwer belastendes Material auf seinem Computer. Anscheinend hat er nicht nur kinderpornografisches Material im Internet heruntergeladen, er hat offenbar auch versucht, Kontakt zu Aprils Schwester Jazmin aufzunehmen.
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Auf Verbrecherjagd RECHT UND KRIMINALITÄT Der Schlächter von Edinburgh, GB 2015
Im Oktober 1977 verschwinden im schottischen Edinburgh zwei junge Frauen nach einem Abend in einem Pub. Kurz darauf werden sie ermordet aufgefunden. 30 Jahre später wird der 62-jährige Angus Sinclair - ein verurteilter Sexualmörder und Serienvergewaltiger - wegen der Morde vor Gericht gestellt. Doch wird man Sinclair die Taten nachweisen können? Es gibt außerdem Hinweise, dass er die Taten nicht allein begangen hat. Und dass es neben Christine Eadie und Helen Scott noch weitere Opfer gab. Sinclair wird freigesprochen - die Beweise genügen nicht. Doch aufgrund einer Änderung in der Gesetzgebung, die es ermöglicht, jemanden erneut für ein Verbrechen anzuklagen, wenn neue Beweise ans Licht kommen, landet Sinclair sieben Jahre später noch einmal wegen des Doppelmordes vor Gericht. Gelingt es diesmal, ihn zur Rechenschaft zu ziehen?
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Der Fall Maureen Cosgrove RECHT UND KRIMINALITÄT, GB 2014
Die Dokumentation erzählt die Geschichten von aufsehenerregenden Fällen der britischen Kriminalgeschichte. Aus der Perspektive von Tätern und Opfern werden die Taten detailliert dargestellt. Polizei und Gerichtsmediziner erläutern die Motive und Hintergründe, exklusive Augenzeugen lassen durch ihre Schilderungen das Blut in den Adern gefrieren. Eine analytische Dokumentation über das Leben von Mördern und Opfern.
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Der Fall Steve Wright RECHT UND KRIMINALITÄT, GB 2015
Steve Wright versetzte 50 Tage lang die Bürger von Ipswich in Angst und Schrecken: Er tötete fünf Prostituierte und genoss die Aufmerksamkeit, die er anschließend durch die Medien bekam. Professor David Wilson untersucht die Psyche von Serienmördern. Dabei begibt er sich in die Fußstapfen des Täters, um zu verstehen, wie sich ein psychisch instabiler Mensch zu einem brutalen Killer entwickelt. Die Dokumentation erzählt die Geschichten von aufsehenerregenden Fällen der britischen Kriminalgeschichte. Aus der Perspektive von Tätern und Opfern werden die Taten detailliert nachgestellt. Polizei und Gerichtsmediziner erläutern die Motive und Hintergründe, exklusive Augenzeugen lassen durch ihre Schilderungen das Blut in den Adern gefrieren. Eine analytische Dokumentation über das Leben von Mördern und Opfern.
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Ermittler! RECHT UND KRIMINALITÄT Beweise auf dem Prüfstand
1995 machen Arbeiter in einer Kiesgrube bei Koblenz einen gruseligen Fund: In einem Lkw voller Erdaushub liegt eine enthauptete weibliche Leiche. Ermittler Gerhard Starke ist als Erster vor Ort. Spuren gibt es keine, auch die Kleidung des Opfers fehlt. Ein Fall, der den erfahrenen Ermittler Jahre harter Arbeit kosten wird. Doch das ahnt er damals noch nicht. Und dann ereilt ihn nur Tage später ein schockierender Anruf: Eine weitere Frauenleiche wurde entdeckt. Dieses Mal stellt die Spurensicherung Taschentücher und den Slip der 17-jährigen Schülerin Anke S. sicher. Aufgrund der zwei Leichenfunde macht sich bei Gerhard Starke ein unangenehmer Verdacht breit: Hat er es mit einem Serienmörder zu tun? Jahrelang jagen er und seine Kollegen den unbekannten Mörder, der sich längst in Sicherheit wiegt. Mord-Ermittler Karl-Heinz Mönch hat es in Hanau mit einem äußerst brutalen Täter zu tun. Eine Studentin der Zeichenakademie wird ermordet in einem Park gefunden. Mönch erinnert sich, dass er selten so viel Blut an einem Tatort gesehen hat. Die junge Frau wurde missbraucht und danach wurde ihr mit einem massiven Sandstein der Schädel eingeschlagen. Mönchs Ermittlungen erbringen kaum Ergebnisse, weder die Kommilitonen noch Freunde und Bekannte des Opfers kommen als Täter infrage. Anscheinend ist die Studentin ein Zufallsopfer. Wird die Kripo überhaupt eine Chance haben, den Täter zur Strecke zu bringen? Erst ein versuchtes Tötungsdelikt bringt die Kriminalisten endlich auf eine Spur.
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Ermittler! RECHT UND KRIMINALITÄT Nächtliche Besucher
Gerhard Hoppmann aus Krefeld ist ein routinierter Ermittler. Doch als er 2011 in eine Wohnung gerufen wird, übersteigt das Bild, das sich ihm bietet, auch seine Gelassenheit. Eine Frau liegt ermordet im Bett, ihr Schädel ist komplett zertrümmert. Gerhard Hoppmann: "Wir sprechen in diesem Fall von einem Übertöten. Der Täter hat viel mehr getan, als er zur Tötung der Frau tun musste, und man fragt sich natürlich nach dem Motiv." Vorerst suchen der Ermittler und sein Team im persönlichen Umfeld des Opfers danach. Doch Heydi B. war überaus beliebt, hatte keine Feinde oder eifersüchtigen Ex-Partner. Im Garten des Anwesens finden die Experten der Spurensicherung einen Zimmermannshammer, anscheinend die Tatwaffe. Und: einen sehr speziellen Schuhabdruck. Der scheint von einem Cowboystiefel zu stammen und weist eine Besonderheit auf: eine geriffelte Sohle, die man so eigentlich nicht bei Cowboystiefeln findet. Ein in der Nähe befindlicher Schuster kann sich daran erinnern, eine solche Sohle auf einen Stiefel geklebt zu haben, doch an den Kunden kann er sich nicht erinnern. Hoppmann und seine Kollegen erstellen ein sogenanntes Profiling über den unbekannten Mörder: Da Cowboystiefel bei jungen Leuten nicht in Mode sind, gehen sie von einem Täter zwischen 35 und 60 Jahren aus, außerdem scheint der Täter in der Umgebung zu wohnen oder zu arbeiten. So zieht sich die Schlinge um den Mörder immer enger zu. In Münster muss sich Ermittler Ulrich Bux beherrschen, als er ein Tatortvideo anfertigt. Auch hier bringt der von Blut getränkte Tatort die Beamten an ihre Grenzen. Die Prostituierte Lydia S. wurde auf ihrem Bett mit mehr als 80 Messerstichen ermordet. Die Tatort-Analyse zeichnet ein brutales Szenario. Ulrich Bux: "Die Einstiche in der Matratze waren sehr tief, die gingen bis in den Lattenrost hinein und hatten eine Durchschnittstiefe von 14 Zentimetern. Diese Stiche ließen auf eine unheimliche Wucht schließen, denn so einfach kommt man nicht, selbst mit einem scharfen Messer, in einer Matratze durch." Anscheinend wurde Lydia S. das Opfer ihres letzten Freiers. Mord-Ermittler Ulrich Bux ist zuversichtlich, dem Täter zeitnah auf die Spur zu kommen, denn seine Kollegen von der Spurensicherung haben ein Schlüssel-Etui gefunden, das nicht dem Opfer zugeordnet werden kann. Einer der Schlüssel scheint von einem Motorroller zu stammen, ein weiterer ist ein typischer Haustürschlüssel. Was nun folgt, sucht in der deutschen Kriminalgeschichte seinesgleichen: Bux und sein Team probieren die Schlüssel an mehr als 4000 Haustüren in Münster aus. Doch die aufwendige Aktion führt zu nichts. Der Fall bleibt ungelöst und wird zum sogenannten Cold Case. Eine frustrierende Situation für Ulrich Bux und die Kollegen, zumal sie den Täter für äußerst gefährlich halten. Erst Jahre später werden sie den Unbekannten identifizieren können und damit auch das Haustürschloss finden, zu dem der Schlüssel passt.
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Ermittler! RECHT UND KRIMINALITÄT Teenager im Visier
Mallorca im Jahr 2002. Die Sonneninsel wird von einem unfassbaren Verbrechen überschattet. Mord-Ermittler Juan Canedo wird zu einer Finca gerufen. Unter Palmenblättern liegt eine bis zur Unkenntlichkeit verweste Leiche - es handelt sich um die deutsche Schülerin Stefanie, die bei ihrer Mutter auf Mallorca lebte und als vermisst galt. Die 15-Jährige war vor Monaten nach einem Disko-Besuch spurlos verschwunden. Für Juan Canedo beginnen in diesem Sommer Ermittlungen, die er bis heute nicht vergessen hat. Denn das Umfeld der Schülerin verschweigt ihm etwas. Doch der erfahrene Mord-Ermittler wird sich davon nicht täuschen lassen. Bedächtig und akribisch sammelt er Spuren, führt Zeugengespräche und wird so den Mörder ins Fadenkreuz nehmen, der sich längst nach Deutschland abgesetzt hat und nicht ahnt, dass ihm der spanische Kommissar auf den Fersen ist. Auch in Wolfsburg wird eine Schülerin Opfer eines perfiden Mörders. Ermittler Michael Banse ist einer der Ersten am Tatort und erinnert sich: "Das Mädchen war beim Auffinden unbekleidet. Sie lag in Bauchlage und hatte erhebliche Verletzungen am Kopf, und es waren auch sichtbare Verletzungen am Hals vorhanden. Die Auffindesituation ließ natürlich sofort den Schluss zu, dass es sich um einen Sexualdelikt handelt." Der Täter hat am Tatort keinerlei Spuren hinterlassen. Auch das Kleid, das Kerstin am Tag ihrer Ermordung trug, bleibt verschwunden. Die Mordermittler entschließen sich, an die Öffentlichkeit zu treten, um Hinweise auf den Mörder zu bekommen. Doch es ergibt sich gegen niemanden ein dringender Tatverdacht. Ein Jahr voller Ermittlungen vergeht ohne Ergebnis. Dann verschwindet plötzlich wieder eine junge Frau. Die 24-jährige Petra P. aus Braunschweig hat am 26. Juli 1984 noch einen Zahnarzttermin, bevor sie ihre Eltern in Wolfsburg besuchen will. Hat es der Wolfsburger Kriminalist mit einem Serientäter zu tun? Der Umstand des Verschwindens der zweiten Frau wird ihn auf eine falsche Spur führen, denn sie ist nicht ermordet worden - unglaublich, aber wahr: Diese Frau versteckt sich 30 Jahre unter einer anderen Identität. Das ahnt Banse natürlich nicht, und es wird ihn Jahre kosten, bis er Kerstins Mörder endlich verhaften kann.
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Ermittler! RECHT UND KRIMINALITÄT Im Dunkel der Nacht
Das Verschwinden einer jungen Frau hält Mord-Ermittler Achim Tietz in Atem. Der erfahrene Detmolder Kriminalist ist sich sicher: Bianca F. wurde ermordet, doch eine Leiche kann er nicht finden. Achim Tietz glaubt, Biancas frisch angetrauter Ehemann, Alexander F., hat etwas mit ihrem Verschwinden zu tun. Doch der hat ein wasserdichtes Alibi und es gibt keine objektiven Indizien. So bleibt Tietz nichts anderes übrig, als den Fall zu den Akten zu legen. Als sein Kollege Bernd Flake Chef der Kripo wird, beschließt er, Achim Tietz nochmals auf den Fall anzusetzen. Vorerst soll er die Lebensumstände des Verdächtigen und seines Alibi-Gebers Mehmet A. überprüfen. Dabei stößt Ermittler Achim Tietz auf etwas, was ihn hellhörig werden lässt: Mehmet A. lebt nämlich mittlerweile unter einer falschen Identität in Deutschland und hat sich mit dem Pass seines Freundes Alexander F. in Norddeutschland angemeldet. Außerdem erhält er Geldzuwendungen aus England. Und so wird Tietz über deutsche Grenzen hinweg ermitteln, um endlich das Schicksal von Bianca F. klären zu können. In Mönchengladbach macht sich der ehemalige Leiter der Kripo, Hennes Jöres, einmal monatlich auf den Weg zu einem ganz speziellen Besuch - er fährt in die Forensische Klinik in Viersen. Hier sitzt der sechsfache Serienmörder Kurt S., zu dem der Ermittler ein ganz besonderes Verhältnis pflegt, denn Kurt S. hat ihm sechs Morde gestanden, die Hennes Jöris jahrelang versuchte aufzuklären. Alles beginnt bereits im Jahr 1978, als der 13-jährige Andrew bei einer Fahrradtour verschwindet. Seine Leiche wird nur Tage später in einem Abrisshaus gefunden. Jöris ist noch jung und wird in den kommenden Jahrzehnten nie wieder einen so grausam zugerichteten Körper sehen. Hennes Jöris: "Er war teilweise verdeckt mit Stücken abgerissener Tapete, als wir die dann abgedeckt haben, fanden wir den Leichnam total aufgeschnitten, fürchterlich zugerichtet. Wir waren uns alle einig, dass wir alles dransetzen, diesen Täter zu schnappen." Doch so sehr sich die Ermittler auch ins Zeug legen, es gibt keinerlei Spuren, keine Zeugen, keine Hinweise, nichts, was sie auf die Spur des Mörders bringen würde. Ein tiefer Schlag für die Beamten, die den Fall "Andrew" als Cold Case zu den Akten legen müssen. In den kommenden Jahren verschwinden im weiteren Umfeld von Mönchengladbach zwei junge Männer. Ihr Schicksal kann nicht geklärt werden. Dass auch die dänische Polizei ermittelt, ahnt der deutsche Ermittler nicht. An einem Strand wurde die zerstückelte Leiche eines jungen Mannes gefunden, aber auch die dänischen Kollegen können diesen Fall nicht klären, und so mordet der unbekannte Serienkiller weiter. Jahre später wird Jöris ausgerechnet eine Uhr auf die Spur des Täters bringen, und sein außergewöhnliches Gespür für Menschen wird ihn tief in die Seele des Serienmörders Kurt S. blicken lassen.
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Ermittler! RECHT UND KRIMINALITÄT Fatale Schüsse
Der Mord an einer völlig unbescholtenen Buchhalterin setzt die Ermittler der Mordkommission Berlin enorm unter Druck. Doris K. wird während ihrer Arbeit in einem Autohaus von einem Killerkommando mit einer abgesägten Schrotflinte erschossen. Kriminalist Thomas Kasbaum und seine Kollegen müssen diesen bizarren Fall lösen - doch davon sind sie weit entfernt. Denn außer der Tatwaffe haben sie keine objektiven Spuren. Auch die Kollegen im Autohaus, die den Mord an Doris K. mitbekommen haben, sind keine Hilfe - sie machen widersprüchliche Zeugenaussagen. Mord-Ermittler Kasbaum wird mit diesem Fall seine größte Herausforderung erleben. Er und sein Team haben keine Ahnung, ob Doris K. tatsächlich das richtige Opfer von Auftragskillern wurde, oder ob sie einer Verwechslung zum Opfer fiel. Und so müssen sie jahrelang nach einem Motiv suchen. Dass die Mietwohnung, in der Doris K. lebte, ihr Todesurteil war, werden Thomas Kasbaum und seine Kollegen erst viel später in Erfahrung bringen - und verblüfft sie bis heute. Vollsperrung auf der A 395 bei Wolfenbüttel. Ein Auto liegt auf dem Dach, der Fahrer liegt tot daneben. Doch was die Rettungskräfte vor Ort entdecken, ruft Mord-Ermittler Holger Kunkel auf den Plan. Der Tote hat nämlich eine Schusswunde mitten im Herz. Was aussieht wie ein Unfall, entpuppt sich als regelrechte Hinrichtung bei voller Fahrt auf der Autobahn. Die Ermittlungen führen Kunkel und seine Kollegen ins Rotlichtmilieu von Braunschweig, denn das Opfer ist ein dort bekannter Zuhälter. Doch das macht es für den Kriminalisten nur noch schwieriger, denn in diesem Umfeld spricht niemand mit der Polizei. Bekannt ist aber, dass nur Wochen vor der Ermordung eine Bombe im Lokal des Opfers gezündet wurde. Und bei seinen Ermittlungen dringt Kunkel in einen regelrechten Zuhälterkrieg ein. Mit viel Gespür und Erfahrung wird es dem Braunschweiger Mord-Ermittler gelingen, auch diesen Fall zu lösen. Doch als er hört, dass einer der Täter aus der Haft fliehen kann, glaubt er an einen schlechten Witz.
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Aufgeklärt - Spektakuläre Kriminalfälle RECHT UND KRIMINALITÄT Mord ohne Gewissen: Der St. Pauli-Killer, D 2016
Werner "Mucki" Pinzner beteiligte sich 1975 an einem Raubüberfall, bei dem ein Mann erschossen wurde. Pinzner wurde gefasst und kam in Haft. Noch im Gefängnis besorgte er sich eine Waffe. Er beging erste Auftragsmorde als Freigänger im offenen Vollzug - Mitte der Achtziger versuchten Banden aus dem Rotlichtmilieu in Hamburg, ihre Reviere neu aufzuteilen. Pinzner liquidierte bis zu seiner erneuten Verhaftung kaltblütig vermutlich elf Menschen. 1986 wählte Pinzner einen aufsehenerregenden Abgang: Er überzeugte seine Anwältin, eine Pistole für ihn zu besorgen. Dann bat er um einen Termin beim Staatsanwalt: Er wolle die Auftraggeber seiner Morde nennen. Pinzners Frau begleitet ihn zum Termin. Der Staatsanwalt beginnt das Gespräch salopp mit den Worten: "Na, dann schießen Sie mal los!" Pinzner zieht seine Waffe, erschießt den Staatsanwalt, seine Frau und sich selbst.
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Aufgeklärt - Spektakuläre Kriminalfälle RECHT UND KRIMINALITÄT Motiv Habgier: Der Hammer-Mörder, D 2016
Es ist eine der Grundfragen unseres Strafrechts: Kann sich ein Täter tatsächlich frei entscheiden zwischen gut und böse? Die Meinungen schwanken hier sehr stark. Viele glauben, dass Erlebnisse in der Kindheit, das soziale Umfeld und viele andere Faktoren einen Menschen zum Mörder "machen". Es geht um den Hammermörder. Norbert Poehlke war in den 80er Jahren ein unauffälliger Polizeibeamter im Mittleren Dienst. Keine Vorstrafen, keine ungewöhnliche Kindheit. Dann auch noch ein Glücksfall: Poehlke gewinnt im Lotto - mehr als 30 000 Mark. Es ist der Beginn einer bis heute unfassbaren Tragödie. Poehlke will seiner Familie was bieten: Er kauft ein Eigenheim, übernimmt sich dabei finanziell aber. Um den Lebensstandard zu halten, braucht er ständig Geld: Er begeht drei Raubmorde und vier Banküberfälle. Weil der Täter die Scheiben der Kassenschalter mit einem Vorschlaghammer einschlägt, nennt die Presse ihn: der "Hammermörder". Am Ende hat Poehlke vier Banken überfallen und sechs Menschen getötet. Auch seine Familie löscht er 1985 aus: seine Frau und die beiden Söhne - anschließend richtet er sich selbst.
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Die Abschlepper VERKEHR Eine Familie mit Haken
Guido Dentz ist der wohl schillerndste Abschleppunternehmer Deutschlands. Er hat einen Job, den alle Autofahrer hassen. Doch Familie Dentz liebt ihr Geschäft - auch, wenn es Nerven kostet. Rund um die Uhr sind sie einsatzbereit - Urlaub oder Feierabend gibt es selten. Täglich haben sie es mit wütenden Falschparkern zu tun. Gleichzeitig arbeiten sie ständig unter extremem Zeitdruck. Denn nur ein erfolgreich abgeschlepptes Auto bringt den vollen Lohn.
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