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ZDFinfo Fr. 09.11.
Show

Frontal 21

Infomagazin D 2018, 45′

Kurzbeschreibung

Für Empörung haben die Beiträge schon des Öfteren gesorgt. Denn die knallharten Recherchen decken auf, was bisher politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich im Verborgenen lag.

Inhalt

Risiko Shisha rauchen Gefährlicher Jugendtrend Rauchen aus der Wasserpfeife - ein Trend, der auch in Deutschland immer beliebter wird. Ob allein oder mit Freunden, zu Hause oder in Bars und Szene-Cafés, das leise Blubbern der Shishas ist vielerorts mittlerweile ganz selbstverständlich geworden. Vor allem Geschmack und Geruch der meist süßlich-fruchtigen Aromastoffe wie etwa Blaubeere oder Kirsche verleiten zu dieser Art des Rauchens - und die Konsumenten werden immer jünger. Laut einer aktuellen Studie hat bereits jeder fünfte Schüler der Klassenstufe fünf bis zehn schon einmal Shisha geraucht. Allgemein gilt das Inhalieren des aromatisierten Wasserdampfes als harmloser Genuss. Doch insbesondere wenn Tabak in der Shisha geraucht wird, ist sie gefährlicher als eine Zigarette, sagt Ute Mons vom Deutschen Krebsforschungszentrum: "Wenn man die Rauchmenge vergleicht, dann entspricht eine Wasserpfeifensitzung bis zu 100 Zigaretten. Vergleicht man hingegen die aufgenommene Nikotinmenge, dann entspricht eine Wasserpfeifensitzung etwa zehn Zigaretten." So könne langjähriges Shisha-Rauchen die Lungenfunktion verschlechtern, das Krebsrisiko erhöhen und auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen, warnt die Krebsforscherin. Doch das ist nicht alles: Immer wieder vergiften sich Shisha-Raucher, weil sie zu viel Kohlenmonoxid eingeatmet haben. Das Gas entsteht, wenn Kohle auf einer Wasserpfeife verbrannt wird. Es ist geschmack-, geruch- und farblos. Das mache Kohlenmonoxid so gefährlich, erklärt Dr. Sven Dreyer, leitender Druckkammerarzt der Uniklinik Düsseldorf. "Die Vergiftungssymptome beginnen bei Schwindel, gehen über in Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, bis hin zur Bewusstlosigkeit und dann irgendwann Krampfanfall." Zudem kann eine Kohlenmonoxid-Vergiftung zu neurologischen Spätschäden wie Gedächtnisstörungen und sogar zu parkinson-ähnlichen Schüttelkrämpfen führen. Experten fordern deshalb einen besseren Schutz vor den Folgen des Shisha-Rauchens, unter anderem durch Nichtraucherschutzgesetze. Doch schon die sind in jedem Bundesland unterschiedlich: Während in Berlin beispielswiese Tabak-Rauchen in Shisha-Bars unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist, herrscht in einigen anderen Bundesländern ein generelles Tabak-Rauchverbot - wie etwa in Nordrhein-Westfalen. Dort sind für Wasserpfeifen nur tabakfreie Ersatzprodukte erlaubt. "Frontal 21" über das boomende Geschäft des Shisha-Rauchens und die damit verbundenen Gesundheitsgefahren, insbesondere wenn Tabak mit im Spiel ist. Volksparteien auf Suche nach Profil Wer soll führen? Nach den jüngsten Wahlniederlagen in Bayern und Hessen suchen die beiden Volksparteien nach Lösungen, wie sie ihr Profil schärfen beziehungsweise neu ausrichten können. Bei den Sozialdemokraten steht bislang die Frage im Vordergrund, ob die SPD die Große Koalition fortsetzen soll und wie die Partei in dem Bündnis wieder an Profil gewinnen kann. Bei den Christdemokraten dagegen kommt der Wettstreit um den CDU-Parteivorsitz in Schwung, nachdem Angela Merkel nach 18 Jahren an der Parteispitze angekündigt hat, nicht mehr erneut als Vorsitzende antreten, aber dennoch Kanzlerin bleiben zu wollen. Wie viele Bewerber sich letztlich zur Wahl stellen werden, ist derzeit noch völlig unklar. Einige CDU-Spitzenpolitiker haben sich aber bereits in Stellung gebracht. Als aussichtreiche Kandidaten gelten Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz sowie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Mit Spahn und Merz, die beide dem konservativen Flügel der Partei zugeordnet werden, bewerben sich gleich zwei Gegenspieler von Angela Merkel um deren Nachfolge. Von der dritten Kandidatin und Merkel-Vertrauten, Annegret Kramp-Karrenbauer, ist derzeit noch wenig zu hören. Bei den Christdemokraten scheint vor allem die Ankündigung von Friedrich Merz, sich für den Parteivorsitz bewerben zu wollen, eine Art Euphorie ausgelöst zu haben. Der Politiker polarisiert die Partei, insbesondere die Konservativen in der Union wünschen sich den einstigen Widersacher Merkels an der Spitze der CDU. "Frontal 21" über die Führungs- und Richtungssuche der beiden Volksparteien. Kein Anlegerschutz Mängel bei der Finanzberatung Vor zehn Jahren ging die US-Bank Lehman Brothers Pleite. Es folgte die Finanzkrise. Auch viele Kunden deutscher Banken verloren ihr Erspartes, weil sie auf dubiose Geldanlagen reingefallen waren. Der Gesetzgeber reagierte und führte 2010 zum Schutz des Anlegers das sogenannte Beratungsprotokoll ein. Alle Banken wurden verpflichtet, für jede Art der Finanzberatung den Gesprächsverlauf mit dem Kunden zu dokumentieren. So sollte gewährleistet werden, dass dem Kle

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