ARTE
ARTE Di. 21.03.
Doku

Kampf um Europa

Colin Crouch, Soziologe und Politikwissenschaftler in Oxford, geht davon aus, dass die Briten sich nach dem Ausstieg aus der EU fragen werden: „Mein Gott, was haben wir angerichtet?“ ZDF
Ulrike Guérot, Gründerin und Direktorin des European Democracy Lab, sieht den Euro gefährdet. Für sie ist der Euro eine „verwaiste“ Währung ohne stabiles politisches Fundament in Europa. ZDF
Margaret Thatcher wollte die Wiedervereinigung Deutschlands und die Vertiefung der europäischen Zusammenarbeit verhindern. ZDF
Der Brexit, der bevorstehende Ausstieg der Briten aus der EU, stürzt die Europäische Union in eine schwere Krise. ZDF
Winston Churchill warb nach dem Krieg für ein geeintes Europa, allerdings ohne Großbritannien. ZDF

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Dokumentarfilm D 2016, 94′

Kurzbeschreibung

Der Brexit hat ein politisches Erdbeben in Europa ausgelöst. Erleben wir den Anfang vom Ende der EU? Die Dokumentation deckt die geopolitischen Strategien und Allianzen auf, die die Geschichte der Gemeinschaft von Beginn an bestimmt haben. Dabei wird deutlich, welche Fehler die EU bis an den Rand des Scheiterns geführt haben.

Inhalt

Der Brexit hat ein politisches Erdbeben ausgelöst. Viele fragen sich: Ist dies der Anfang vom Ende der EU? Oder führt der Schock im Gegenteil zu einer Neubestimmung gemeinsamer Ziele, aus der das politische Europa gestärkt hervorgehen wird? Die Dokumentation deckt die geopolitischen Strategien und Allianzen auf, die die Geschichte der EU von Beginn an bestimmt haben. Auf zwei Ebenen - einer historischen und einer aktuellen - erzählt die Dokumentation, welche "Todsünden" die Gemeinschaft bis an den Rand des Scheiterns geführt haben. Schon die Geburtsstunde der EU wurde verklärt: Nach Ende des Zweiten Weltkriegs waren es die USA, die die Grundlage für ein antikommunistisches Westeuropa legten, das die Menschen durch Wohlstand gegen die Verlockungen des Sozialismus imprägnieren sollte. Aussöhnung und Völkerverständigung wurden von den Amerikanern unterstützt, waren aber vor allem Voraussetzung für eine gemeinsame westeuropäische Politik, um dem Sowjetkommunismus Einhalt zu gebieten. Durch die Wirtschaftskrisen und den Aufstieg des Neoliberalismus in den 80er Jahren wurde es immer schwieriger, das Wohlstandsversprechen Europas einzulösen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion schlitterte die EU in eine Identitätskrise, da nun auch noch der Antikommunismus als gemeinsames Feindbild fortfiel, mit dem die Gemeinschaft trotz aller Differenzen bis dahin zusammengeschweißt worden war. Die Folge: Nationale Egoismen kochten hoch - ein idealer Nährboden für Populisten aller Lager, die zunehmend Front gegen die EU zu machen begannen.

Sendungsinfos

Regie: Achim Scheunert Untertitel, Stereo

Programmhinweis

Sender Zeit Zeit Titel
ZDFinfo Doku
29.03.
29.03.
Kampf um Europa DOKUMENTARFILM
Der Brexit hat ein politisches Erdbeben in Europa ausgelöst. Erleben wir den Anfang vom Ende der EU? Die Dokumentation deckt die geopolitischen Strategien und Allianzen auf, die die Geschichte der Gemeinschaft von Beginn an bestimmt haben. Dabei wird deutlich, welche "Todsünden" die EU begangen hat. Der Brexit hat ein politisches Erdbeben ausgelöst. Viele fragen sich: Ist dies der Anfang vom Ende der EU? Oder führt der Schock im Gegenteil zu einer Neubestimmung gemeinsamer Ziele, aus der das politische Europa gestärkt hervorgehen wird? Die Dokumentation deckt die geopolitischen Strategien und Allianzen auf, die die Geschichte der EU von Beginn an bestimmt haben. Auf zwei Ebenen - einer historischen und einer aktuellen - erzählt der Film, welche "Todsünden" die Gemeinschaft bis an den Rand des Scheiterns geführt haben. Schon die Geburtsstunde der EU wurde verklärt: Nach Ende des Zweiten Weltkriegs waren es die USA, die die Grundlage für ein antikommunistisches Westeuropa legten, das die Menschen durch Wohlstand gegen die Verlockungen des Sozialismus imprägnieren sollte. Aussöhnung und Völkerverständigung wurden von den Amerikanern unterstützt, galten aber vor allem als Voraussetzung für eine gemeinsame westeuropäische Politik, die dem Sowjetkommunismus Einhalt gebietet. Durch die Wirtschaftskrisen und den Aufstieg des Neoliberalismus in den 1980er Jahren wurde es immer schwieriger, das Wohlstandversprechen Europas einzulösen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion schlitterte die EU in eine Identitätskrise, da jetzt auch noch der Antikommunismus als gemeinsames Feindbild fortfiel, mit dem die Gemeinschaft trotz aller Differenzen bis dahin zusammengeschweißt wurde. Die Folge: Nationale Egoismen kochten hoch, ein idealer Nährboden für Populisten aller Lager, die begannen, zunehmend Front gegen die EU zu machen.
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