ARTE
ARTE Do. 22.07.
Doku

Tunnel der Freiheit

Domenico Sesta (Mimo) im Tunnel SWR
Abschnitt des 135 Meter langen Tunnels SWR
Evelyne Schmidt, Peter Schmidt und seine Mutter in ihrem Haus in Ostberlin SWR
Hasso Herschel im Tunnel SWR
Ellen Sesta, Mimos Frau, am 14. September 1962 als Kurierin in Ostberlin SWR
Joachim Rudolph (Der Kleine) und Luigi Spina (Mimo) beim Graben im Tunnel... SWR
Domenico Sesta (Mimo) begrüßt Evelyne Schmidt, Peters Frau. SWR
Peter Schmidt mit seiner Tochter im Garten seines Hauses Haus in Ostberlin SWR

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Dokumentarfilm D 2020, 95′

Kurzbeschreibung

13. August 1961: Die DDR schließt die Sektorengrenzen in Berlin, die Stadt ist geteilt. Ein Jahr später gelingt einer Gruppe von 29 Menschen aus der DDR die spektakuläre Flucht durch einen 135 Meter langen Tunnel in den Westen. Mehr als vier Monate haben 41 Studenten aus Westberlin diesen Tunnel gegraben. Sie setzten ihr Leben aufs Spiel - für Freunde, Verwandte, Geliebte und politische Ideale. Die Filmrechte verkaufen sie an den US-amerikanischen Fernsehsender NBC. So ist zum ersten Mal in der Filmgeschichte eine Kamera hautnah bei der Flucht von Menschen unter der Berliner Mauer dabei.

Inhalt

Die spektakuläre Fluchtgeschichte wurde 1999 in dem preisgekrönten Dokumentarfilm "Der Tunnel" umgesetzt. Heute, 20 Jahre später, wird der Film als Remake in HD und im Cinescope-Format neu erzählt. Die Geschichte und das spektakuläre NBC-Material, das damals auf dem Dachboden eines der Tunnelbauer geborgen wurde, könnten angesichts weltweiter Flüchtlingskrisen, Abschottung und Mauern kaum aktueller sein und haben daher nichts an ihrer Brisanz und Einzigartigkeit verloren. Die beiden Italiener Mimmo und Gigi, die damals den Tunnel für ihren Freund Peter Schmidt gegraben haben und später den Deal mit NBC abgeschlossen haben, sind bereits gestorben. Doch einige der Tunnelbauer, heute in den Achtzigern, leben noch. Sie erzählen ihre Geschichten, so auch Inge und Klaus Stürmer. Der gemeinsame Fluchtversuch 1961 ging schief: Nur Klaus Stürmer gelang die Flucht in den Westen. Inge Stürmer, Mutter eines Kleinkindes und schwanger, wurde verhaftet und zu Gefängnishaft verurteilt. Klaus Stürmer arbeitete an dem Tunnel mit, um seine Familie zu sich zu holen. Die Bilder des Tunnelbaus und der gelungenen Flucht gehen um die Welt, als der Film am 10. Dezember 1962 von der NBC vor einem Millionenpublikum ausgestrahlt wurde. "Tunnel der Freiheit" erzählt vom Wagemut junger Menschen, von Vertrauen und Solidarität, von der Suche nach Freiheit und dem Überwinden von Mauern. Der Film verbindet emotional aufgeladenen Biografien zu einem einzigartig politischen Drama des Eisernen Vorhangs.

Sendungsinfos

Regie: Marcus Vetter Stereo
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