ARTE
ARTE Di. 24.11.
Doku

Umweltsünder E-Auto?

Für die Energiewende des Westens nimmt China besonders schwere Umweltschäden und Verschmutzungen in Kauf. ARTE F
Mit Graphit bedeckte Hand eines Arbeiters ARTE F
Der Abbau in den Minen wirkt sich sehr schädlich auf die Umwelt aus - doch die Unternehmen verfolgen eher wirtschaftliche Interessen. ARTE France
Tag und Nach arbeiten chinesische Arbeiter ohne Schutzkleidung unter unmenschlichen Bedingungen. ARTE F
China ist der weltweit führende Produzent eines Minerals, das von GreenTech-Unternehmen besonders nachgefragt wird: Graphit. ARTE F

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Dokumentarfilm F 2018, 89′

Kurzbeschreibung

Solarpanels, Windkraftanlagen und Elektrofahrzeuge -Umwelttechnologien sollen helfen, die Energiewende zu beschleunigen. Doch in Greentech stecken Metalle wie Kupfer und seltenere mineralische Rohstoffe wie Graphit, Kobalt oder Lithium. Förderländer in Lateinamerika und Asien zahlen für die grüne Wende in Europa bereits jetzt einen hohen Preis - denn der Abbau von Lithium hat dramatische Folgen für Mensch und Umwelt. Die investigative Reportage nimmt die ZuschauerInnnen mit auf eine Reise zur "dunklen Seite" der Energiewende. Die wurde allzu lange verschwiegen, denn es geht um handfeste Interessen von Politik und Wirtschaft. Die Spurensuche führt vom chinesischen Norden über die Salzseen in Bolivien, die Vereinigten Staaten, Norwegen, die Schweiz und Frankreich bis in die Atacama-Wüste in Chile.

Inhalt

Angesichts der Erderwärmung ist das Gelingen der Energiewende oberstes Gebot. Um eine Abkehr vom Kohlenstoff im Energiesektor zu erreichen, steigen viele Länder auf umweltfreundliche Technologien um; Solarpanels, Windkraftanlagen und natürlich Elektroautos stehen für saubere Mobilität und Umweltbewusstsein. Doch für die Herstellung von Elektroautos werden große Mengen an Metallen und selteneren mineralischen Rohstoffen wie Graphit, Kobalt oder Lithium benötigt. Auch in Windrädern und Solarpanels stecken Metalle und Seltene Erden. Nach der Abhängigkeit von Erdöl und Kohle begibt sich die Welt in eine Abhängigkeit von Rohstoffen, die der breiten Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt sind. Die investigative Reportage nimmt die ZuschauerInnnen mit auf eine Reise zur "dunklen Seite" der Energiewende. Die Spurensuche führt vom chinesischen Norden über die Salzseen in Bolivien, die Vereinigten Staaten, Norwegen, die Schweiz und Frankreich bis in die Atacama-Wüste in Chile. Die Förderländer zahlen einen hohen Preis dafür, dass die Energiewende in Europa gelingt - denn der Abbau der begehrten Rohstoffe hat dramatische Folgen für Mensch und Umwelt. So paradox es klingt: Weil für klimaneutrale Technologien immer mehr Kohle benötigt wird, gehen die CO2-Emissionen weltweit nicht zurück. Steckt hinter der Energiewende nur ein gigantisches "Greenwashing"? Schaden saubere Energien der Umwelt letztlich mehr als die fossilen Energieträger? Zudem enthüllt die Reportage, dass westliche Regierungen und Unternehmen zahlreiche Expertenberichte über die tatsächlichen Umweltkosten grüner Technologien einfach ignorieren. Denn hinter der sauberen Energie stecken handfeste politische und wirtschaftliche Interessen. So steuert die Welt sehenden Auges auf die nächste Umweltkatastrophe zu. Und der Westen wird immer abhängiger von China als wichtigstem Produzenten mineralischer Rohstoffe und Weltmarktführer bei erneuerbaren Energien.

Sendungsinfos

Regie: Jean-Louis Perez, Guillaume Pitron Stereo
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