Mi 04.12.

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ARD Doku
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48:25
Verrückt nach Meer LAND UND LEUTE Dolce Vita an der Amalfiküste (Folge: 356), D 2019
Von A wie Antipasti bis Z wie Zitronenlikör: Das italienische Salerno erweist sich für Crew und Passagiere als kulinarischer Schmelztiegel. Während die Passagiere Olga und Andi erleben, wie ein echter Limoncello das Licht der Welt ...
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52:24
Tödliches Spiel um die Macht GESCHICHTE Edward II. von England, D 2017
König Edward II. regierte England an der Wende zum 14. Jahrhundert. Der Sohn eines tatkräftigen Vaters war jedoch alles andere als ein erfolgreicher König. Er wurde abgesetzt und starb überraschend schon kurz darauf. Bereits seine Zeitgenossen waren sich darüber einig, dass Edward II. kein guter König ist – im mittelalterlichen Sinne. Allerdings machten die Zeiten, in denen er auf dem Thron saß, das Regieren auch schwer: Von seinem Vater, dem "Hammer der Schotten", erbte er einen immer wieder aufflammenden Konflikt. Mit dem Adel kämpfte er um die Macht in seinem Reich. Ausgelöst von katastrophalen Regenfällen und kalten Wintern, kam eine Hungersnot übers Land, die in dieser Epoche eines Königtums von Gottes Gnaden auch dem König angelastet werden konnte. Gesetzgeberische Maßnahmen, die Not zu lindern, verschärften sie obendrein. Edward II. verstand es aber auch, sich bei seinesgleichen unbeliebt zu machen. Seine Vorliebe für nicht seinem Stand entsprechende Hobbys wie Schwimmen, Rudern oder Dachdecken machten ihn dem hohen Adel suspekt. In einer höfischen Welt der Eifersüchteleien wirkte seine enge Beziehung zu männlichen Favoriten, die ihn berieten und somit Macht ausübten, wenig professionell. Man warf ihm vor, homosexuell zu sein. Seine Frau, Isabella von Frankreich, beleidigte er schon auf der Hochzeitsfeier – in dieser ehrsüchtigen Zeit ein tödlicher Fehler. Schließlich rüstete Isabella mit fremdem Geld und der Unterstützung ihres Liebhabers ein Invasionsheer aus, das Edwards Herrschaft ein Ende setzte. Seinem Rang entsprechend setzte man ihn in Berkeley Castle fest.
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52:28
Friedrich II. - Der Staufer GESCHICHTE Der ewige Kampf mit dem Papst, D 2018
Kaum ein anderer Herrscher prägte das hohe Mittelalter so wie Friedrich II. von Hohenstaufen. Er war eine absolute Ausnahmegestalt auf dem römisch-deutschen Kaiserthron: Aufgewachsen im Vielvölkerstaat Sizilien, war seine Herrschaft von byzantinischen und normannischen Traditionen geprägt, die auch Juden und Muslimen ihre Freiräume ließ. Friedrich war ein Förderer der Wissenschaft, ein Reformer, vielleicht sogar der erste moderne Herrscher. Alle Königshäuser in Europa sollen staunend zu ihm aufgeblickt haben. Friedrich II. selbst sah sich als Nachfolger der römischen Cäsaren und als Kaiser von Gottes Gnaden – eine Vorstellung, die mit den Ansprüchen der machtbewussten Päpste dieser Epoche kollidieren musste. Mit insgesamt fünf aufeinander folgenden Päpsten befand sich Friedrich II. in erbitterten Auseinandersetzungen. So ist es nicht erstaunlich, dass er mehrfach exkommuniziert wurde und die kirchliche Propaganda Friedrich nach seinem Tod als Häretiker und Antichrist brandmarkte. Friedrichs Antwort war oft das Schwert. Der aufgeschlossene, kunstsinnige und literarisch tätige Kaiser war auch ein brutaler Machtmensch, der seine Vorherrschaft mit äußerster Härte und Gewalt durchsetzte. Sogar gegen den eigenen Sohn Heinrich, den er verhaften und im Kerker verrotten ließ. Seine kaiserliche Ehre ging ihm einfach über alles. Friedrich II. von Hohenstaufen war ein Kaiser voller Widersprüche und ein Mann, der auch 800 Jahre nach seinem Tod nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat.
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54:20
Venezuela - Das bittere Erbe des Hugo Chávez AUSLANDSREPORTAGE, F 2019
Über 90 Prozent der Venezolaner hungern. Was ist mit diesem einst demokratischen Land passiert, das überdies über große Erdölvorkommen verfügt? Seit dem Machtantritt von Hugo Chávez 1999 stehen sich die ideologischen Lager so unversöhnlich wie im Kalten Krieg gegenüber. Doch was ist konkret über die chávistische Revolution bekannt, die dem Land den „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ bescheren sollte? Worin wurzelt der Chávismus und wie konnte er sich so lange halten? Die Filmemacherin Laurence Debray kehrt in ihr Heimatland zurück, um Bilanz zu ziehen und die politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und geostrategischen Ursachen der Krise zu verstehen. Das Land ihrer Kindheit gibt es nicht mehr. Die Interviews, die sie 1998 mit dem damaligen Kandidaten Hugo Chávez und 2019 mit dem selbst ernannten, von über 50 Staaten anerkannten Präsidenten Juan Guaidó führte, bilden den Leitfaden der Dokumentation, die zudem zahlreiche Venezolaner zu Wort kommen lässt. Sie, die im Alltag mit den Folgen der Revolution zurechtkommen müssen, berichten von Sozialprogrammen, wirtschaftlichem Irrsinn, Mangelwirtschaft, Bevormundung und Unterdrückung der Bevölkerung. Im Exil lebende Chávez-Anhänger und -Gegner schildern die wichtigsten Etappen des Chávismus, seine Irrungen und Wirrungen. Zur Sprache kommen die Einflussnahme Kubas auf das Land wie auch die Folter, der selbst hochrangige Armeeangehörige ausgesetzt waren. Schrittweise entsteht das Bild eines sadistischen Staats mit Chávez an der Spitze, der nach seinem Tod 2013 zur allgegenwärtigen Leitfigur hochstilisiert wurde. Doch auch sein Nachfolger Nicolás Maduro, selbst Spielball mafiöser Verbindungen und ausländischer Wirtschaftsinteressen, klammerte sich mit allen Mitteln an die Macht. Heute ist Venezuela ein komplett heruntergewirtschaftetes und de facto führungsloses Land.
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