Das Schicksal ist ein mieser Verräter
- USA 2014
- 114'
Verfilmung des gleichnamigen Jugendbuch-Bestsellers von US-Autor John Green: Shootingstar Shailene Woodley ("The Descendants") und Ansel Elgort ("Die Bestimmung") spielen die Hauptrollen in der Liebesgeschichte über den Mut zu leben und zu lieben und die Kunst, das Schicksal zu meistern.
Inhalt
Hazel und Gus sind zwei außergewöhnliche junge Menschen, die ein gemeinsames Schicksal verbindet: Beide leiden an Krebs und lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten kennen. Doch sie teilen mehr als ihre Krankheit: den gleichen Humor und die Abneigung gegen Konventionelles etwa – und so dauert es nicht lange, ehe sich die beiden ineinander verlieben.
Ihre Beziehung ist so einzigartig und wundervoll, dass Hazel und Gus es furchtlos mit ihrem schonungslosen Schicksal aufnehmen. Und Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch – eine Reise, die das Leben der beiden entscheidend verändern wird...
Kritik
Traurig-schöner Film zum Lachen und Weinen
Ein Hollywood-Film über zwei krebskranke Jugendliche, die sich ineinander verlieben – was wie ein kitschiger Tränendrücker in schlimmster Traumfabrik-Manier klingt, entpuppt sich glücklicherweise als würdige Adaption des starken Bestseller-Romans von US-Autor John Green: Bereits in der gleichnamigen Buchvorlage gelang es über weite Strecken, die Klippen des Kitsch zu umschiffen und die tragische Teenager-Romanzeauf berührende, aber nie rührselige Weise zu erzählen – und auch die Inszenierung von US-Regisseur Josh Boone vermag ähnliche Pfade zu beschreiten.
So hat man sich bei der Filmadaption erfreulicherweise eng an die Romanvorlage gehalten und aufgesetzten Pathos ebenso vermieden wie unnötigen Voyeurismus, ohne den ernsten Hintergrund dabei zu verharmlosen oder aus den Augen zu verlieren; stattdessen mischt die Inszenierung auf gekonnte Weise dramatische mit komischen Momenten, Angst und Hoffnungslosigkeit mit Lebensfreude und Optimismus, zarte Emotionen mit schonungsloser Ehrlichkeit – und verliert dabei nie die dringend notwendige Bodenhaftung.
Einen großen Anteil an dieser geglückten Gratwanderung haben natürlich auch die beiden jungen Hauptdarsteller – allen voran Shootingstar Shailene Woodley, die hier einmal mehr ihr schauspielerisches Potential unter Beweis stellt: Sie agiert absolut natürlich und glaubwürdig und vermag die ihrer Figur abverlangte Achterbahnfahrt der Gefühle jederzeit überzeugend zu vermitteln – zumal auch de Chemie zwischen ihr und dem ebenfalls souverän aufspielenden Ansel Elgort stimmt. Ein traurig-schöner Film zum Lachen und zum Weinen, der gleichermaßen berührt wie unterhält!