Mi 22.01.

Sender Zeit Zeit Titel Start Titel
ARTE Doku
Video
Video
52:05
Asterix & Co KÜNSTLERPORTRÄT Der Autor René Goscinny, F 2017
Der am 5. November 1977 verstorbene René Goscinny hinterließ ein umfangreiches Werk: „Asterix“, „Lucky Luke“, „Isnogud“, „Der kleine Nick“, mehrere Filme, eine TV-Serie sowie zahlreiche Ausdrücke, die in die Umgangssprache eingegangen sind. Doch nicht nur seine Kunst, auch der Werdegang Goscinnys kann als gelebte Vermischung der Kulturen verstanden werden. Goscinny wuchs in Argentinien auf, wo er das französische College in Buenos Aires besuchte, und lebte ab 1945 für sieben Jahre in New York. Dort lernte er das Comiczeichnen mit Harvey Kurtzman und dem Team des künftigen „MAD Magazine“, das ab 1952 den amerikanischen Comic revolutionieren und dem amerikanischen Humor eine völlig neue Ausrichtung geben sollte. 1950 ging Goscinny nach Europa, wo er zunächst als Zeichner und später als Comicszenarist arbeitete. 1959 gründete er mit Albert Uderzo und Jean-Michel Charlier das Wochenmagazin „Pilote“, in dessen erster Nummer Asterix auftrat. Sowohl beim sehr angelsächsischen Humor von „Pilote“ als auch in Goscinnys Szenarien ist der Einfluss von „MAD“ offensichtlich. Wie Kurtzman in den Vereinigten Staaten revolutionierte René Goscinny in Europa das Comic. 1961 erschien das „Asterix“-Heft Nummer eins, und drei Jahre später begann der große und dauerhafte Erfolg der Gallier-Serie. Der Zeichner Uderzo entwarf die Obelix-Figur und Goscinny den Antihelden Asterix. Moebius, Mézières, Christin, Fred, Cabu, F’murr, Druillet, Gotlib, Bretécher, Dionnet, Mandryka, Bilal, Alexis, Tardi, Reiser und viele andere Zeichner lernten bei Goscinny, der den Gewinn von „Asterix“ ganz gezielt in „Pilote“ investierte, um den Nachwuchs zu fördern – eine Generation, die „Charlie Hebdo“, „L'Echo des Savanes“, „Fluide Glacial“ und „Métal Hurlant“ hervorbrachte. Denn die Unterstützung, Produktion und Verbreitung anspruchsvoller Populärkultur war immer von höchster Bedeutung für den legendären Comicautor. Die ARTE-Dokumentation zeichnet das Leben und Wirken eines faszinierenden Künstlers nach, dessen Einfluss auch heute noch spürbar ist.
ARTE Doku
Video
Video
42:52
De Fallas "Dreispitz" in der Alhambra DOKUMENTATION Das jähe Ende eines Festivals, D 2019
Hundert Jahre nach der Uraufführung von De Fallas Ballettmusik "Der Dreispitz" dirigiert Pablo Heras-Casado das Meisterwerk im spektakulären Rund des Palacio de Carlos V in der Alhambra. Abwechselnd zwischen intensiven Proben und dem technischen Aufbau in der Alhambra begleitet die Musikdokumentation die Zusammenarbeit zwischen Dirigent, Musikern und dem katalanischen Visual Artist Frederic Amat bis zum geplanten Konzert. Der gebürtige Granadino Pablo Heras-Casado führt durch die Proben und den Film. Das Ballett um die schöne Müllerin, die vom adligen Statthalter begehrt wird, sich der Avancen aber zu erwehren weiß, wurde von Manuel de Falla während des Ersten Weltkriegs komponiert. Es ist eines der Hauptwerke des andalusischen Komponisten, der sich nach der Uraufführung in Granada niederließ. Für die Komposition von "El sombrero de tres picos" – so der Originaltitel – griff De Falla großzügig auf Elemente der spanischen Volksmusik zurück. Es erklingen Kastagnetten, Gitarren und andalusische Melodien und Rhythmen. Aus diesen Ingredienzien formt De Falla eine virtuose, komplexe und äußerst unterhaltsame Abfolge von Tänzen. Im Juli 2019 sollte statt des Balletts der katalanische Künstler Frederic Amat eine Symbiose von Klängen, Farben und Bewegung erschaffen. Die Herausforderung war groß, schließlich hatte bei der Premiere kein geringerer als Pablo Picasso Kostüme und Bühnenbild gestaltet. Viel Zeit war nicht, um die visuellen Einfälle von Frederic Amat und die klanglichen Vorstellungen des Dirigenten Heras-Casado in Einklang zu bringen. Tag und Nacht wurde geprobt. Schließlich war alles vorbereitet für das Open-Air-Konzert im Palacio de Carlo V. Alles schien perfekt, bis der Wettergott für eine unerwartete Wendung sorgte.
ARTE Doku
Video
Video
52:35
Abenteuer Museum DOKU-REIHE Museum der Geschichte der polnischen Juden, Warschau, D 2016
Ein noch nie dagewesenes Museum – das Museum der Geschichte der polnischen Juden in Warschau – liegt im Herzen des jüdischen Warschaus, in der Gegend, aus der die Nazis während des Zweiten Weltkriegs das Warschauer Ghetto machten. Das junge Museum fungiert zugleich als Kultur- und Bildungszentrum mit einem kulturellen Programm an zeitgenössischen Ausstellungen, Filmen, Debatten, Workshops, Performances, Konzerten, Lesungen und als Plattform für Dialog und Austausch. Die beeindruckende und ausgezeichnete Architektur des Finnen Rainer Mahlamäki steht im Dialog mit dem Denkmal und drückt die Symbolik des Museums als eines des Lebens aus. Die Kuratorin Barbara Kirshenblatt-Gimblett führt den Moderator Gustav Hofer durch das Museum, dessen Konzept es ist, das Leben anstatt den Holocaust in den Mittelpunkt zu stellen. Eine mit reichen Ornamenten verzierte Holzsynagoge wurde im Museum gebaut und zeigt die farbenfrohe Seite des jüdischen Lebens. Die Designer der Museumskleidungskollektion verwenden jüdische Symbole wie den Davidstern als Aufdrucke auf T-Shirts und Pullovern. Die Ausstellung des Archivs von geheimen Aufnahmen aus dem Ghetto vermittelt dagegen die beklemmende und beengte Atmosphäre des Lebens im Ghetto. Neben den Eindrücken aus der Ausstellung begleitet die Dokumentation Gustav Hofer, der zusammen mit der polnischen Filmemacherin Małgorzata Szumowska Warschaus Mahnmale, Kulturszene und die Erinnerungskultur erkundet. Die Regisseurin liebt mystischen Realismus und wurde unter anderem für ihren Film „Body“ auf der Berlinale 2015 mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet. Die Dokumentation geht auf Spurensuche nach dem jüdischen Warschau und trifft Menschen, die eine Botschaft der Offenheit, von Polen als Land der multikulturellen Ethnien und Mischung mit Offenheit gegenüber Fremden, verbreiten möchten.
Weitere Tage laden