"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
"Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
"nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen.
"nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
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Das goldene Licht der "Costa de la Luz" bezaubert Tamina Kallert auf ihrer Reise durch den Südwesten Andalusiens ebenso wie die kilometerlangen Strände.
Sie startet in Tarifa, dem südlichsten Punkt Europas und internationalen Treffpunkt der Surfer, und folgt der Route der weißen Dörfer, die alle auf eine maurische Vergangenheit zurückblicken.
In Jerez de la Frontera, der Stadt der berühmten Kartäuser-Pferde, kommt Tamina Kallert bei Tapas und Sherry dem Lebensgefühl der Andalusier ziemlich nahe. Das Wandern über die schmalen Holzplanken des "Caminito del Rey" entlang der Felswände ist ein spektakuläres Abenteuer, genau wie das Klettern auf dem Vía Ferrata, der in Ronda die berühmte Schlucht El Tajo senkrecht nach oben führt. Sevilla schließlich entführt sie in ein Märchen aus 1001 Nacht mit modernen Anklängen.
Nur 14 Kilometer sind es von Tarifa, dem südlichsten Zipfel Europas, bis nach Afrika. Dazwischen: die Straße von Gibraltar. Durch das Aufeinandertreffen von Mittelmeer und Atlantik herrschen ganz besondere Windbedingungen, die Kiter und Surfer aus aller Welt anziehen. Tamina Kallert "schwebt" beim "Wing Foiling" mithilfe luftgefüllter Flügel übers Wasser. Dann geht es zum Whalewatching hinaus in die Meerenge, die von sieben Wal- und Delfinarten bevölkert wird.
Von der Küste schlängelt sich die "Ruta de los Pueblos Blancos", die "Route der weißen Dörfer", durch das bergige Hinterland: Ronda liegt auf einem hohen Felsplateau und ist geteilt von einer tiefen Schlucht. Über die führt die steinerne Puente Nuevo, das Wahrzeichen des Orts. In "Setenil de las Bodegas" besichtigt Tamina Kallert eins der berühmten Höhlenhäuser, in "Zahara de la Sierra" hilft sie bei der Olivenernte, und in Grazalema, einst Hochburg der Tuchindustrie, besucht sie den letzten Familienbetrieb, der gewebten Decken aus Schurwolle herstellt.
Sevilla ist voll von architektonischen Meisterwerken aus allen Epochen: Bei einem Besuch im Real Alcázar und seinen einmaligen Gärten fühlt sich Tamina Kallert wie in einem Märchen aus 1001 Nacht. Der ehemalige Königspalast in Sevilla ist ebenso wie die Kathedrale "Santa María de la Sede" UNESCO-Weltkulturerbe. Im drittgrößten Gotteshaus der Welt hat Christoph Columbus seine letzte Ruhestätte gefunden. Eine große Ehre ist für Tamina Kallert der Unterricht bei einer der berühmtesten Flamencotänzerinnen der Welt - stilecht im Flamenco-Museum.
Zum Jahresbeginn darf die Umstellung auf gesunde und ausgewogene Ernährung auf der Liste der guten Vorsätze nicht fehlen. Bei der Umsetzung wird das "Iss besser!"-Team tatkräftig unterstützen.
Ernährungs-Doc Matthias Riedl und Fernsehkoch Tarik Rose bieten in ihrer Küche nicht nur zahlreiche gesunde Ernährungstipps, sondern viele leckere Rezepte zum Genießen. In der Neujahrsausgabe dreht sich alles um Gerichte, die gleichzeitig Magen und Herz erfreuen.
In der dunklen und kalten Jahreszeit ist leckeres Seelenfutter nämlich genauso wichtig wie der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen.
Den Anfang macht ein würziger Pastaklassiker aus Italien: Spaghetti alla puttanesca. Das Gericht stammt ursprünglich aus dem Rotlichtmilieu Neapels. Nach der Rezeptlegende war die Pasta dort eine beliebte Mahlzeit der Prostituierten, daher der Name "puttanesca". Das Rezept ist schnell zubereitet und besteht aus Zutaten, die nicht nur in Süditalien ganzjährig erhältlich sind. Dazu gehören Nudeln, eingelegte Sardellen, Kapern, Oliven und Knoblauch. Außerdem kommen noch eine fruchtige Tomatensoße und Chili dazu.
Für den Ernährungs-Doc eine perfekte winterliche Speise. Die fermentierten Sardellen sind reich an Eiweiß, gesunden Fetten und wichtigen Vitaminen und Mineralien. Oliven enthalten viel Natrium, Kalzium, Phosphor und Eisen. Kapern sind ebenso reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Bereits in der Antike waren die kleinen Blütenknospen ein Heilmittel gegen Milz- und Lebererkrankungen. Außerdem sagt man Kapern aphrodisierende Wirkung zu.
Danach gibt es einen wärmenden Gemüseeintopf mit geschmorten Hackfleischbällchen. Im Zusammenhang mit gesunder Ernährung darf Fleisch in geringen Mengen durchaus serviert werden. Es liefert wertvolles Eiweiß, Vitamine und große Mengen an Eisen. Generell sollte man beim Einkauf aber auf magere Fleischsorten zurückgreifen und auf artgerechte Haltung achten. In der "Iss besser!"-Küche werden die Klopse aus Rindfleisch zubereitet und nach dem Anbraten mit viel Gemüse geschmort. Neben Möhren, Pastinaken und Kartoffeln kommt Spitzkohl in den winterlichen Eintopf. Seine süßliche Note gibt dem Gericht einen besonderen Pfiff. Zudem gilt diese Kohlsorte als besonders bekömmlich und verdaulich. Empfindliche Menschen vertragen ihn meist besser als Weiß- oder Rotkohl.
Ein perfekter Stimmungsaufheller an kalten und trüben Tagen ist Crêpe Suzette. Der feine und dünne Pfannkuchen muss keinesfalls Unmengen von raffiniertem Zucker enthalten. Er schmeckt ebenso gut, wenn der Teig mit Zuckerersatzprodukten wie Birken- oder Kokosblütenzucker oder Ahornsirup hergestellt wird. Etwas gesünder zubereiten lässt sich der gebratene Teigfladen außerdem mit Dinkel- statt mit Weizenmehl. Zudem kann man beim Braten auf Fett verzichten - vorausgesetzt, man nutzt eine beschichtete Pfanne. Schließlich wird der französische Süßspeisenklassiker durch geschmorte Orangenfilets zu einer perfekten Vitamin-C-Quelle.
Fehlkauf ausgeschlossen! Jetzt testen andere ihr "Objekt der Begierde" und lassen Sie wissen, ob es sein Geld wert ist. Die Berichte sowie Ratschläge sorgen für mehr Orientierung im Konsumdschungel.
Die Karibikinsel Guadeloupe wartet mit gigantischen Wasserfällen, türkisem Meer, endlosen Sandstränden und rauen Berghängen rund um den Vulkan La Soufrière auf.
Das französische Überseedepartement, das zur Europäischen Union gehört, vereint karibische Lebensfreude mit französischem Laissez-faire und der kulturellen Vielfalt der Bewohner aus allen Teilen der Erde. Biogärtner Karl Ploberger begibt sich Entdeckungsreise.
Er ist den botanischen Besonderheiten auf der Spur: Parks und Gärten voller üppiger Vegetation. Viele Pflanzen, die dort wachsen, sind auch bei uns gut bekannt, zieren sie doch als Zimmerpflanzen so manche Fensterbank.
Der tropische Regenwald, der auf Guadeloupe zu finden ist, bietet nicht nur vielen Tieren eine Heimat, sondern auch Pflanzen, die von den Bewohnern wegen ihrer Heilkräfte gesammelt werden.
Die Karibikinsel Guadeloupe wird wegen ihrer Form auch "der Schmetterling" genannt: Sie besteht aus zwei "Flügeln", die nur an einer Stelle durch zwei Brücken verbunden sind.
Sattgrüne Berge, endlose Strände, lebhafte Städte - die kapverdischen Inseln sind vielfältig, und jede Insel ist ein eigener Kosmos. Die Filmemacher stürzen sich ins Abenteuer Inselhopping.
Rund 600 Kilometer von Senegals Hauptstadt Dakar entfernt liegt die östlichste Insel Boa Vista. Die endlos langen Sandstrände sind Anziehungspunkt für Sonnenhungrige und ein wichtiger Nistplatz für Meeresschildkröten.
Dort erleben die Filmemacher Nina Heins und Jonas Weinhold den magischen Moment, wenn sich 80 Schildkrötenbabys gleich nach dem Schlüpfen auf den Weg in den Atlantik machen.
Mindelo auf der Insel São Vicente ist die zweitgrößte Stadt der Kapverden und gilt als heimliche Hauptstadt. Dort dreht sich alles um Musik und Kultur - und um den Karneval. Der wird nach brasilianischem Vorbild gefeiert, und Nina darf bei den Proben einer Sambagruppe selbst zur Trommel greifen.
Die Reise führt Nina und Jonas weiter auf die Wanderinsel Santo Antão, auf der sie nicht nur die üppige Landschaft kennenlernen, sondern auch ins Alltagsleben eintauchen. In einem kleinen Dorf lernt Nina das Nationalgericht Cachupa zuzubereiten.
Santiago gilt als die afrikanischste der kapverdischen Inseln, und das erleben die beiden auf den bunten Märkten der Hauptstadt Praia. In Cidade Velha tauchen sie in die Geschichte der Insel ein. An der Küste legten die ersten portugiesischen Siedler auf den Kapverden an.
Marokkos orientalisches Flair, Gastfreundschaft und vielfältige Natur, von den Weiten der Wüste über grüne Oasen bis zur Atlantikküste, das alles erlebt Mona Ameziane auf ihrem Roadtrip.
Dabei taucht Mona tiefer ein in das Land, als Pauschaltouristen es können. Sie zeigt ihre Lieblingsorte und Geheimtipps. Ihr Vater ist in Marokko geboren, ihre Familie wohnt im Norden Marokkos. Sie selbst hat bereits große Teile des Landes bereist.
Außerdem ist Mona ein Jahr in Marokko zur Schule gegangen. Deshalb weiß sie, was man auf einer Reise auf gar keinen Fall verpassen sollte. Sie schaut Künstlern und traditionellen Handwerkern bei der Arbeit zu, besucht Nomaden im Gebirge und erfährt von zwei Gründerinnen, wie das kostbare Arganöl gewonnen wird.
Fès ist weltberühmt für seine Altstadt, die größte "Medina" Nordafrikas. Marrakesch bietet typische orientalische Märkte und mittelalterliche Architektur, aber auch die moderne Seite des Landes. Im Surferparadies Taghazout wagt sich Mona in die Wellen.
Abenteuerlicher als geplant wird ihre Übernachtung in der Wüste: Statt Dünenwanderung mit Kamel und Sternenhimmel gibt es heftige Unwetter, und Monas Zeltcamp muss evakuiert werden.
Kuwait, Katar, Bahrain - die kleinsten Staaten der Arabischen Halbinsel könnten kaum unterschiedlicher sein. Katar, das reichste Land der Welt, gilt als konservativ und traditionsbewusst.
Bahrain ist weltoffen und liberal, es gibt Religionsfreiheit, Bars und Nachtleben. Sogar uneingeschränkter Alkoholausschank ist erlaubt. Kuwait hingegen gilt als ursprünglich, aber weltoffen. Die Menschen dort lieben gutes Essen, teure Autos und schnelle Kamele.
Ghanima al Freh ist sich sicher: Kuwait hat das beste Essen auf der Arabischen Halbinsel zu bieten. Ghanima muss es wissen, sie ist Chefin eines traditionellen Restaurants und hat schon in allen Nachbarländern gekocht. Ihr Restaurant in Kuwait-Stadt ist berühmt. Denn Ghanima beschäftigt ausschließlich Frauen, und zu ihr kommt hauptsächlich weibliche Kundschaft.
Einmal im Jahr ist in der Wüste Bahrains die Hölle los: Dann beginnt die viermonatige Campingsaison. Die Menschen in Bahrain lieben es, ihr Wochenende in der Wüste in Zeltlagern zu verbringen. Abu Ahmed hat dann jede Menge zu tun. Er vermietet vier Zeltlager und muss alles in Schuss bringen, bevor die Gäste anreisen.
Die arabische Kultur ist voller Regeln und Bräuche. Hamad al Amari hat daraus ein Geschäftsmodell entwickelt: Er gibt Kurse in arabischen Benimmregeln für Ausländer. Darin übt er mit ihnen den traditionellen Nasenkuss und das korrekte Anlegen des arabischen Gewandes.
Für Omran ist ein wichtiger Tag: Seine Schwerttanzgruppe tritt bei einer großen Hochzeit auf. Omran ist Arda-Lehrer und bringt dem Nachwuchs bei, wie man das Schwert zur Trommelmusik schwingt. Auf der Hochzeit müssen die Kleinen nun beweisen, was sie gelernt haben.
Religion, Geschlechtertrennung und strenge Familienhierarchien: Das Königreich Saudi-Arabien gilt als geschlossene Gesellschaft. Westliche Touristen findet man kaum. Bis jetzt.
Denn das Land öffnet sich langsam den Besuchern. Und die erleben grandiose Natur, jahrhundertealte Kulturdenkmäler und das faszinierende Nebeneinander von Fortschritt und Tradition. Wie steht es wirklich um die Gesellschaft in dem islamischen Königreich?
Wie leben die Menschen dort, wovon träumen sie, was erhoffen sie sich von der Zukunft? Der Film geht dieser Frage unter anderem in Dschidda nach, der Hafenstadt am Roten Meer.
Die saudischen Frauen sind kreativ, wenn es darum geht, Nischen für ihre Bedürfnisse zu finden. Die 18-jährige Jumana Khalid träumt davon, eines Tages als erste saudische Primaballerina öffentlich zu tanzen. Houda Talbani pfeift auf die strengen Regeln und hat sich mit ihrem mobilen Haustierservice selbstständig gemacht.
Mitten in der Wüste bei 50 Grad im Schatten braucht Pierre Hakim jeden Tag Millionen Liter kaltes und reines Wasser. Für seine Kaviarzucht hat er deshalb gigantische Kühlanlagen angeschafft und sogar eine eigene Kläranlage installiert. Mit Erfolg: Die reichen Saudis stehen Schlange bei Pierre: Sein Kaviar gilt als der Beste des Landes.
Bei Nasser Abdul Majeed darf an diesem Tag nichts schief gehen. Der Restaurantbesitzer erwartet wichtige Gäste, echte VIPs. Für sie geht Nasser höchstpersönlich auf den Markt und sucht dort ein Schaf aus. Vier Stunden wird er es zubereiten und dann seinen Gästen servieren. Sein Restaurant gilt als eines der besten der Stadt. Das Filmteam hat dort in die Töpfe geschaut.
Die Sahara: ein Ort der Extreme. Und eine Reise der Extreme: Samuel Häde will 400 Kilometer durch die Wüste. Zu Fuß, mit einer Kamelkarawane und im Eisenerzwaggon.
Im längsten Zug der Welt durch die größte Wüste der Welt, durch endlose Sanddünen, bei erbarmungslosen Temperaturen. Die Kamele stapfen schwerfällig durch den trockenen Sand und hinterlassen tiefe Spuren in der endlosen Weite der Sahara.
Die Hitze drückt auf Samuels Schultern, während der Wind über die Sanddünen weht und dem Abenteurer und seinen drei Begleitern den Staub ins Gesicht peitscht. Achmet Salim, ein erfahrener Beduine, kennt dort jeden Hügel. Er führt die Gruppe, ohne Karte und GPS. Sie haben Essen für mehrere Wochen dabei, knapp 100 Liter Wasser und natürlich ihre fünf treuen Kamele. "Wer sich hier draußen verläuft, ist verloren", sagt Achmet Salim. "Die Wüste vergibt dir keine Fehler."
Die Fanggründe vor der afrikanischen Atlantikküste und das Eisenerzvorkommen Mauretaniens machen Nouadhibou zum wichtigsten Handelshafen des Landes. Dort beginnt Samuels Reise. In Nouadhibou fährt auch der längste und schwerste Güterzug der Welt ab. Die Mauretanier nennen ihn nur "Le Train" - "der Zug". Die Bahnlinie wurde 1963 verlegt und führt mitten in die Wüste bis zur Eisenerzmine von Zouérat. Tag für Tag transportiert der Stahlkoloss etwa 17.000 Tonnen des wertvollen Rohstoffs, Eisenerz. Samuel kann, wie die Einheimischen auch, in einem der rund 220 Güterwaggons kostenlos mitfahren. Dabei begleitet er den Fischhändler Nave Ould Oudaa, der die 18-stündige Fahrt jede Woche aufs Neue auf sich nimmt, um seine kostbare Ware von der weit entfernten Atlantikküste in der Wüste gewinnbringend zu verkaufen.
Mitten in der Wüste befindet sich ein kreisförmiges Gebilde mit einem Durchmesser von fast 50 Kilometern. Man nennt es auch "das Auge der Sahara". Sogar Astronauten dient dieser Punkt als Orientierung. Von dem Bibliothekar der Stadt Ouadane, Sidi Abidine, erfährt Samuel, dass es sich um die Richat-Struktur handelt, ein geologisches Phänomen, das vor über 100 Millionen Jahren entstanden ist. Seit jeher ist Sidi fasziniert von dem Auge, erzählt er. Die NASA betrachtet es als eines der zehn seltensten Naturphänomene der Erde.
Ab dem Oasenort Terjit beginnt Samuels Wüstenabenteuer. Von dort aus möchte er mithilfe von zwei Kamelführern und einem Übersetzer 400 Kilometer zu Fuß durch die Sahara laufen. Die beiden Chameliers - Kameltreiber - beherrschen ihr Handwerk und verteilen das Gewicht der schweren Ausrüstung geschickt auf die fünf Kamele. Um dem Druck der Last standzuhalten, müssen die Tiere in ständiger Bewegung bleiben. Samuel und sein Wegbegleiter Mohamed können dabei kaum mithalten und verlieren den Anschluss an die Karawane. Plötzlich sind sie allein in der Wüste. Jeder Schritt, den sie tun, ist ein Kampf gegen die Kräfte der Natur. Und jede Minute ohne einen Tropfen Wasser wird zur Lebensbedrohung.
20 Nächte schläft Samuel Häde unter freiem Sternenhimmel, lernt die Nomaden der Sahara kennen und spürt, was es heißt, eine Wüste zu Fuß zu durchqueren.
Der Nordwesten Afrikas ist gefangen: im Süden und Osten von der größten Sandwüste der Erde, im Westen vom Atlantik und im Norden vom Mittelmeer.
Dieser Einschluss in Verbindung mit drei großen Gebirgsketten, die den Regen fangen, schuf ein breites Spektrum an Lebensräumen. Durch den Hohen Atlas wird Marokko in zwei Lebensräume für Tiere und Pflanzen unterteilt.
Der Gebirgszug ist natürliche Barriere und Klimascheide zwischen dem feuchteren Nord- und dem wüstenhaften Südmarokko.
Das Rifgebirge und der mittlere Atlas fungieren als Wolkenfänger und ließen den Norden Marokkos ergrünen, in ausgedehnten Urwäldern aus Zedern, Stein- und Korkeichen. Die Wasserläufe und Flussdeltas sind für Zugvögel willkommene Rast- und Fressplätze. Eleonorenfalken kommen aus Madagaskar, um im September zu brüten und die nach Süden migrierenden Singvögel auf ihrer Winterreise nach Afrika auf einer Essaouira vorgelagerten Insel abzufangen.
Auf der nordafrikanischen Seite der Meerenge von Gibraltar fällt der Meeresboden in einen tiefen Graben bis zu 2000 Meter ab. Die Mischzone aus Atlantik- und Mittelmeerwasser schafft an der Küste eine besonders artenreiche Unterwasserwelt. Sie ist Wanderroute und Fanggrund für ziehende Fische und Meeressäuger. Marokkanische Kleinfischer und Killerwale liefern sich dort jeden Sommer einen dramatischen Showdown um die Thunfische.
Aber auch an Land und in der Luft finden sich ökologische Hotspots. Zwischen Marokko und Südspanien ist eine von drei Vogelzugrouten zwischen Afrika und Europa. Einigen ist die weitere Reise zu mühsam, sie beginnen vor Ort mit dem Nisten. Denn sie finden dort beste Bedingungen: Der regenreiche Poniente peitscht vom Atlantik her über den Norden Marokkos und staut sich an den Gebirgszügen. Drei große Erhebungen fangen die Wolken ein: das Rifgebirge im Norden, der Mittlere Atlas und der Hohe Atlas in Zentralmarokko. Die Berge sind Inseln des Lebens inmitten des vom Regen vernachlässigten Flachlandes und Heimat Hunderter oft endemischer Reptilien, Amphibien und Säugetiere.
Auch entlang und an den Deltas der aus den Bergen in riesigen Wasserfällen zu Tal stürzenden Flussläufe findet sich ein überraschender Reichtum an tierischen Migranten, Siedlern und tropischen Relikten einer längst vergangenen Zeit - nicht selten die letzten ihrer Art. Je nach Höhenlage dominieren Steineichen oder uralte Zedernwälder die Landschaft. Tiefe Schluchten mit reißenden Strömen und riesigen Wasserfällen zeugen vom feuchten Klima.
Bis über 3000 Meter erhebt sich der Gebirgszug, in der kalten Jahreszeit gruppieren sich die Berberaffen zwischen den verschneiten Zedern, um die Kälte besser zu ertragen. Die Makaken leben dort in mehreren promiskuitiven Clans - Verwandtschaftsverhältnisse untereinander sind ungeklärt. So werden die am Anfang schwarzen, dann immer helleren Jungtiere vom gesamten Clan aufgezogen.
Der Nordwesten Afrikas ist gefangen: im Süden und Osten von der größten Sandwüste der Erde, im Westen vom Atlantik und im Norden vom Mittelmeer.
Dieser Einschluss in Verbindung mit drei großen Gebirgsketten, die den Regen fangen, schuf ein breites Spektrum an Lebensräumen. Durch den Hohen Atlas wird Marokko in zwei Lebensräume für Tiere und Pflanzen unterteilt.
Der Gebirgszug ist natürliche Barriere und Klimascheide zwischen dem feuchteren Nord- und dem wüstenhaften Südmarokko.
Der Hohe Atlas ist Lebensvernichter und -spender zugleich. Seine Gipfelregionen fangen die Wolken nach Süden hin ab und bilden damit das Tor zur Sahara. Doch die Niederschläge sammeln sich über das Jahr als Sickerwasser oder Schnee, um dann dosiert nach Süden in die Wüste geschickt zu werden und dort Oasen spezialisierten Lebens zu bewässern. Viele Wüstenbewohner haben sich über die Jahrmillionen spezialisiert, sich Trockenheit und Hitze angepasst.
Sogar Säugetiere wie der Wüstenfuchs können so die unwirtlichsten Lebensräume besiedeln. Er muss fast nie trinken, über seine riesigen Ohren leitet er die Tageshitze ab, seine behaarten Pfoten erlauben ihm die Fortbewegung über glühenden Sand. Silberameisen haben feinste Härchen, über die sie das Sonnenlicht reflektieren. Hitzeschutzproteine machen eine Körpertemperatur von 54°C möglich. Die Hautpigmente der Dornschwanzagame ändern sich je nach Sonnenstand. So kann sie Hitze entweder reflektieren oder aufnehmen. Sandratten haben sich auf wasserspeichernde Pflanzen als Nahrung spezialisiert, so müssen auch sie nie trinken.
Fast allen Wüstenbewohnern ist gemeinsam, dass sie die Nacht zum Tag machen. Wüstenhornvipern gehen auf die Suche nach Springmäusen, ein Afrikanischer Wüstenigel ist auf der Suche nach Walzenspinnen. Stachelschweine graben im Savannengrund nach Knollen und Wurzeln.
Während der letzten Eiszeit war der Süden Marokkos wasserreich. Die Hinterlassenschaften der mächtigen Flussläufe prägen heute das Landschaftsbild: die Wadis - ausgetrocknete Flusstäler einer längst vergangenen Zeit. In den Höhlen ihrer ausgewaschenen Geröllhänge haben Afrikanische Goldwölfe ihr Zuhause. Doch manchmal kommt der Regen. Dann füllen sich diese vertrockneten Bachläufe und Lagunen. Sie werden Rastplatz für Zug- und Standvögel wie Flamingos oder Rostgänse. Die Wüste blüht während eines kurzen Zeitfensters. Dann muss alles ganz schnell gehen: Vogelküken müssen aufgezogen werden, Amphibien müssen sich verwandeln.
Der Süden Marokkos stellt die Tier- und Pflanzenwelt vor große Herausforderungen, doch die Evolution hält erstaunliche Antworten bereit.
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Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
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Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Hans Rosenthal soll die 75. Sendung von "Dalli Dalli" ausgerechnet am 9. November 1978 live moderieren. Als jüdischer Holocaustüberlebender kaum denkbar. Wird er vor die Kamera treten?
Das ZDF hat die Sendung für den 9. November 1978 geplant - dem Tag, an dem zum ersten Mal in der Bundesrepublik mit einer offiziellen Gedenkveranstaltung an die Pogrome vom 9. November 1938 erinnert werden soll. Rosenthal ist für die erste Reihe geladen.
Als Liebling eines Millionenpublikums steckt er in einem moralischen Dilemma. Als jüdischer Jugendlicher im Nazi Deutschland der 40er-Jahre musste er zwei Jahre untertauchen und miterleben, wie sein 10-jähriger Bruder Gert von den Nazis deportiert und ermordet wurde. Und nun soll er ausgerechnet am Jahrestag dieses Datums die deutschen Massen mit "Dalli Dalli" unterhalten und ablenken - und sich selbst und seinen Erfolg feiern? Als Rosenthal über den Zentralrat der Juden eingeladen wird, beim Gedenken in der ersten Reihe neben Helmut Schmidt zu sitzen, wird sein Dilemma noch größer.
Rosenthal, der seine jüdische Herkunft stets im Hintergrund hielt, versucht, den Sendetermin zu verschieben. Die Entscheidungsträger im ZDF lassen ihn jedoch abblitzen. Höflich wie immer fügt er sich, aber seine seelischen Wunden werden wieder aufgerissen.
Während der kritische Termin immer näher rückt, bekommt Rosenthal schmerzlich zu spüren, dass seine Generation allmählich von der Zeit überholt wird. Die Kinder und Enkel der Opfer, wie die der Täter, beginnen an den Tabus zu kratzen. Rebecca, eine junge Frau der jüdischen Gemeinde, wo Rosenthal ehrenamtlich tätig ist, sieht in dem jüdischen Entertainer, der ein deutsches Millionenpublikum mit harmlosen Ratespielen unterhält, einen Handlanger der Verdrängung. Seine Frau Traudl, immer an seiner Seite, ermutigt ihn zu einer Öffnung seiner traumatischen Vergangenheit auch in der Öffentlichkeit.
Rosenthal liegt es fern, das ZDF zu brüskieren, er unternimmt einen letzten vergeblichen Versuch, noch kurzfristig eine Verschiebung zu erreichen. Dann flüchtet er in einen Familienurlaub.
Während am 9. November 1978 in der Kölner Synagoge die hochkarätig besetzte Gedenkfeier stattfindet, quält sich Hans Rosenthal durch die Proben zu seiner munteren Liveshow in den Münchner FSM Studios. Zerrissen von Selbstzweifeln und düsteren Erinnerungen gerät er an die Grenzen seiner Kräfte. Im letzten Moment erfährt er verständnisvolle Unterstützung von unerwarteter Seite.
Hans Rosenthal durchlebt eine Katharsis, die dazu führt, dass er sich - Minuten vor Sendung - in einer bewegenden Ansprache seinem Team gegenüber öffnet - und sich wenige Monate später mit einem biografischen Buch an die deutsche Öffentlichkeit wendet.
Mit Florian Lukas, Claude Albert Heinrich, Silke Bodenbender, Hans-Jochen Wagner, Niklas Hummel, Benjamin-Lew Klon, Anatole Taubman, Maya Sara Unger, Inge Maux
Das Dokudrama widmet sich der Lebensgeschichte der 101-jährigen Holocaustüberlebenden Margot Friedländer. Ihre persönlichen Schilderungen bilden den Leitfaden des Films.
1943 taucht die damals 21-Jährige vor der Gestapo unter, versteckt sich in Berlin und ist auf das Wohl und die Gnade ihrer Helfer angewiesen, die ihre Situation oft auch ausnutzen. Sie färbt sich die Haare, lässt sogar ihre Nase operieren, um unerkannt zu bleiben.
15 Monate lang gelingt es Margot Bendheim - so ihr Mädchenname -, sich als "jüdische Illegale" in Berlin vor der Gestapo zu verstecken.
1921 in Berlin geboren, hat Margot nach der Schule eine Schneiderlehre gemacht, später am Theater beim Jüdischen Kulturbund in Berlin als Statistin gearbeitet und Kostüme für die Bühne genäht. Sie liebt das Theater - die zunehmend lebensbedrohliche Situation für Jüdinnen und Juden in Deutschland durch das NS-Regime blendet sie weitgehend aus. Die Bemühungen ihrer Familie, der Verfolgung durch Migration ins Ausland zu entgehen, schlagen fehl. Nach der Trennung ihrer Eltern 1937 lebt Margot mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder Ralph zusammen in einer sogenannten Judenwohnung. Ab 1941 muss Margot Zwangsarbeit leisten und ihre geliebte Arbeit beim Jüdischen Kulturbund aufgeben. Im Januar 1943 plant Margots Mutter die Flucht mit ihren Kindern zu Verwandten nach Oberschlesien. Doch kurz davor wird Ralph von der Gestapo verhaftet. Die Mutter entschließt sich, ihrem Sohn freiwillig zu folgen - sie werden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Margot bleibt allein zurück. Die Mutter hinterlässt ihr neben einer Bernsteinkette, einem Adressbuch und der Handtasche die wichtige Botschaft: "Versuche, dein Leben zu machen."
Das Dokudrama schildert die bewegende Lebensgeschichte der Holocaustüberlebenden Margot Friedländer, die am 5. November 2023 102 Jahre alt wird. Das Autorenteam Hannah und Raymond Ley hat sie in vielen Stunden zu ihrem Überlebenskampf befragt und unwiederbringliche Aussagen gesammelt, die im Film die Inszenierung umrahmen.
Ihre jungen Jahre werden verkörpert von Julia Anna Grob, die in ihrer ersten großen Rolle in Erscheinung tritt. Neben ihr spielen Ilona Schulz und Peter Lewys Preston vor der Kamera von Martin L. Ludwig und unter der Regie von Raymond Ley. Mit Gastauftritten an der Produktion beteiligt sind Iris Berben, Charly Hübner, Herbert Knaup und Axel Prahl.
2024 wurde das Dokudrama "Ich bin! Margot Friedländer" mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Bester Fernsehfilm" sowie mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet.
Der Film erzählt davon, wie drei Wiener - Oswald Bouska, Julius Madritsch und Raimund Titsch -, die anfangs den Nationalsozialismus mitgetragen haben, zu entschlossenen Nazigegnern werden.
Nicht nur der Österreicher Oskar Schindler rettet Jüdinnen und Juden während der NS-Zeit in Polen: Auch der Wiener Julius Madritsch bewahrt in Krakau Hunderte jüdische Zwangsarbeiter vor dem Tod.
In seiner kriegswichtigen Uniformschneiderei verschafft er sogar ungelernten Personen einen Job und hilft anderen bei der Flucht aus dem Krakauer Getto. Das gelingt Madritsch aber nur, weil zwei andere Wiener ebenfalls Kopf und Kragen riskieren: sein Stellvertreter Raimund Titsch und der SS-Wachmann Oswald Bouska, der sich in Krakau, angewidert von der tödlichen Praxis des NS-Rassenwahns, zu einem radikalen Gegner der Nazis wandelt.
Im März 1943 erfährt Bouska von dem Plan des sadistischen SS-Kommandeur Amon Göth, bei der Räumung des Gettos von Krakau alle noch nicht arbeitsfähigen Zwangsarbeiterkinder ermorden zu lassen. Somit schweben auch die Kinder der Madritsch-Beschäftigten in Lebensgefahr. Bouska schmuggelt daher in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zahlreiche Familien mit Kleinkindern aus dem Getto in die nahe gelegene Madritsch-Fabrik. Da Bouska auch Kontakt zu polnischen Familien hat, gelingt es ihm, einige von ihnen zu überreden, vom Tod bedrohte Kinder aufzunehmen. Familien oder jene Kinder, die nicht bei Pflegeeltern unterkommen können, werden ins polnisch-slowakische Grenzgebiet gebracht, damit sie sich von dort nach Ungarn durchschlagen können.
Die mutigen drei Gerechten Oswald Bouska, Julius Madritsch und sein Wiener Geschäftsführer Raimund Titsch begeben sich selbst in Lebensgefahr, doch Rettung ist dennoch nicht für alle möglich. So landen viele "Madritsch-Juden" nach der Getto-Räumung in Plaszow, einem Konzentrationslager für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Krakau.
Im KZ Plaszow setzt ein neuerliches Tauziehen um Menschenleben ein. Madritsch möchte am Gelände des Konzentrationslagers eine Firma errichten und seine Arbeiterschaft dort solange beschäftigen, bis die sowjetische Armee eintrifft und das Lager befreit. Die SS hingegen will seine Arbeiter deportieren, sobald Madritsch weniger Aufträge erhält. Ein zermürbender Nervenkrieg beginnt, von dem Julius Madritsch und Raimund Titsch ebenso wie von den traumatisierenden Ereignissen in Polen ihr ganzes Leben lang gezeichnet bleiben sollten. Oswald Bouska erlebt die Befreiung durch die Rote Armee nicht mehr. Er fliegt auf und wird 1944 im KZ Groß-Rosen erschossen.
Nach Kriegsende dauert es lange, bis der Einsatz der österreichischen Menschenretter gewürdigt wird. 1964, zu einer Zeit, als in Österreich die Mitverantwortung an den Naziverbrechen noch weitgehend verdrängt wird, werden die drei in Israel zu "Gerechten unter den Völkern" ernannt. In Österreich bleibt das weitgehend unbemerkt. Obwohl der mutige Einsatz der drei Männer dem von Oskar Schindler in nichts nachsteht, sind Madritsch, Titsch und Bouska weitgehend vergessen. Keine Straße, kein Platz und keine Wohnsiedlung hat man bisher nach ihnen benannt.
Eindrucksvolles Gewicht bekommt die Dokumentation von Georg Ransmayr durch Interviews mit den letzten jüdischen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die Madritsch, Titsch und Bouska noch in Krakau erlebt haben. Nachgezeichnet werden die Ereignisse auch durch bisher nie gezeigte Fotos und Dokumente aus internationalen Archiven und dem Nachlass von Julius Madritsch.
Gedreht wurde in Österreich, Israel und Polen. In Polen konnte Ransmayr mit Kameramann Werner Veits auf dem Areal des einstigen Konzentrationslagers Groß-Rosen und auf dem Gelände des ehemaligen KZ Plaszow drehen, wo auch der Kinoklassiker "Schindlers Liste" spielt.
"Reporter" rückt Menschen sowie deren Schicksale und Abenteuer ins Zentrum, deren Geschichte in der Schweiz und weltweit gesellschaftliche oder politische Trends illustriert.
Die Inhalte sind weit gefächert. Gezeigt werden neben den großen Abenteuern auch die kleinen Sensationen des Alltags. "Reporter" pflegt die klassische Reportage: Lineare Dramaturgien, subjektives Erzählen, der Reporter als
Augenzeuge, authentische Emotionen.
Redaktionshinweis: Den zweiten Teil von "Die Winzenrieds" zeigt 3sat am Dienstag, 3. Februar, um 0.00 Uhr.
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
Hans Rosenthal soll die 75. Sendung von "Dalli Dalli" ausgerechnet am 9. November 1978 live moderieren. Als jüdischer Holocaustüberlebender kaum denkbar. Wird er vor die Kamera treten?
Das ZDF hat die Sendung für den 9. November 1978 geplant - dem Tag, an dem zum ersten Mal in der Bundesrepublik mit einer offiziellen Gedenkveranstaltung an die Pogrome vom 9. November 1938 erinnert werden soll. Rosenthal ist für die erste Reihe geladen.
Als Liebling eines Millionenpublikums steckt er in einem moralischen Dilemma. Als jüdischer Jugendlicher im Nazi Deutschland der 40er-Jahre musste er zwei Jahre untertauchen und miterleben, wie sein 10-jähriger Bruder Gert von den Nazis deportiert und ermordet wurde. Und nun soll er ausgerechnet am Jahrestag dieses Datums die deutschen Massen mit "Dalli Dalli" unterhalten und ablenken - und sich selbst und seinen Erfolg feiern? Als Rosenthal über den Zentralrat der Juden eingeladen wird, beim Gedenken in der ersten Reihe neben Helmut Schmidt zu sitzen, wird sein Dilemma noch größer.
Rosenthal, der seine jüdische Herkunft stets im Hintergrund hielt, versucht, den Sendetermin zu verschieben. Die Entscheidungsträger im ZDF lassen ihn jedoch abblitzen. Höflich wie immer fügt er sich, aber seine seelischen Wunden werden wieder aufgerissen.
Während der kritische Termin immer näher rückt, bekommt Rosenthal schmerzlich zu spüren, dass seine Generation allmählich von der Zeit überholt wird. Die Kinder und Enkel der Opfer, wie die der Täter, beginnen an den Tabus zu kratzen. Rebecca, eine junge Frau der jüdischen Gemeinde, wo Rosenthal ehrenamtlich tätig ist, sieht in dem jüdischen Entertainer, der ein deutsches Millionenpublikum mit harmlosen Ratespielen unterhält, einen Handlanger der Verdrängung. Seine Frau Traudl, immer an seiner Seite, ermutigt ihn zu einer Öffnung seiner traumatischen Vergangenheit auch in der Öffentlichkeit.
Rosenthal liegt es fern, das ZDF zu brüskieren, er unternimmt einen letzten vergeblichen Versuch, noch kurzfristig eine Verschiebung zu erreichen. Dann flüchtet er in einen Familienurlaub.
Während am 9. November 1978 in der Kölner Synagoge die hochkarätig besetzte Gedenkfeier stattfindet, quält sich Hans Rosenthal durch die Proben zu seiner munteren Liveshow in den Münchner FSM Studios. Zerrissen von Selbstzweifeln und düsteren Erinnerungen gerät er an die Grenzen seiner Kräfte. Im letzten Moment erfährt er verständnisvolle Unterstützung von unerwarteter Seite.
Hans Rosenthal durchlebt eine Katharsis, die dazu führt, dass er sich - Minuten vor Sendung - in einer bewegenden Ansprache seinem Team gegenüber öffnet - und sich wenige Monate später mit einem biografischen Buch an die deutsche Öffentlichkeit wendet.
Mit Florian Lukas, Claude Albert Heinrich, Silke Bodenbender, Hans-Jochen Wagner, Niklas Hummel, Benjamin-Lew Klon, Anatole Taubman, Maya Sara Unger, Inge Maux
Dr. Rachel Salamander zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten jüdischen Lebens in Deutschland. Die 1949 geborene Literaturwissenschaftlerin ist Tochter von Holocaust-Überlebenden.
Sie wuchs in einem Barackenlager für "Displaced Persons" bei München auf. Als eine der wenigen jüdischen Familien ist Familie Salamander im Land der Täter geblieben. Welches gesellschaftliche Klima herrschte dort in der Nachkriegszeit?
Wie lang sind die Schatten der Schoah? Und wie lebte man als jüdisches Kind in einer Zeit, in der über die Vergangenheit und die Schuld so gut wie nicht gesprochen wurde? Hiervon und über ihr beeindruckendes Lebenswerk spricht Dr. Rachel Salamander in diesem persönlichen Zeitzeugenfilm.
Marione Ingram gilt als letzte Zeitzeugin, die den Holocaust und den Hamburger Feuersturm von 1943 überlebt hat. Als jüdisches Kind von Nazis verfolgt, ging sie nach Kriegsende in die USA.
Ihre eigenen unverarbeiteten Traumata im Gepäck, wird sie in New York Zeugin des strukturellen Rassismus in den USA. Marione ist entsetzt über die Ungleichbehandlung der schwarzen Bevölkerung und schließt sich in den 1960er-Jahren der US-Bürgerrechtsbewegung an.
Sie gründet eine "Freedom School" in Mississippi, und es dauert nicht lange, bis sie von der rassistischen und gewaltbereiten Terrororganisation Ku-Klux-Klan bedroht wird. Aber Marione Ingrams Entscheidung ist gefallen: Sie setzt sich für Menschen ein, die unterdrückt werden oder gesellschaftlich keine Stimme haben.
Aus eigener Erfahrung weiß die 1935 geborene Aktivistin, wie es sich anfühlt, seiner Grundrechte beraubt zu werden: Weil Juden nicht in Schutzräume durften, wurde sie als siebenjähriges Mädchen von Nachbarn während des Bombenhagels in Hamburg nicht in die Luftschutzkeller gelassen. Auch die Kirche verwehrte dem Mädchen den Schutz.
Wie kommt es, dass ausgerechnet eine Herzblut-Pazifistin wie Marione Ingram den Satz: "Krieg hat mich gerettet", über die Lippen bringt? Welche Erlebnisse kann sie bis heute nicht vergessen, und was macht es mit ihr, für dieses Interview noch einmal nach Hamburg gekommen zu sein? Hiervon und von ihrer unglaublichen Überlebensgeschichte berichtet die Wahlamerikanerin in diesem Film.
Die Sahara: ein Ort der Extreme. Und eine Reise der Extreme: Samuel Häde will 400 Kilometer durch die Wüste. Zu Fuß, mit einer Kamelkarawane und im Eisenerzwaggon.
Im längsten Zug der Welt durch die größte Wüste der Welt, durch endlose Sanddünen, bei erbarmungslosen Temperaturen. Die Kamele stapfen schwerfällig durch den trockenen Sand und hinterlassen tiefe Spuren in der endlosen Weite der Sahara.
Die Hitze drückt auf Samuels Schultern, während der Wind über die Sanddünen weht und dem Abenteurer und seinen drei Begleitern den Staub ins Gesicht peitscht. Achmet Salim, ein erfahrener Beduine, kennt dort jeden Hügel. Er führt die Gruppe, ohne Karte und GPS. Sie haben Essen für mehrere Wochen dabei, knapp 100 Liter Wasser und natürlich ihre fünf treuen Kamele. "Wer sich hier draußen verläuft, ist verloren", sagt Achmet Salim. "Die Wüste vergibt dir keine Fehler."
Die Fanggründe vor der afrikanischen Atlantikküste und das Eisenerzvorkommen Mauretaniens machen Nouadhibou zum wichtigsten Handelshafen des Landes. Dort beginnt Samuels Reise. In Nouadhibou fährt auch der längste und schwerste Güterzug der Welt ab. Die Mauretanier nennen ihn nur "Le Train" - "der Zug". Die Bahnlinie wurde 1963 verlegt und führt mitten in die Wüste bis zur Eisenerzmine von Zouérat. Tag für Tag transportiert der Stahlkoloss etwa 17.000 Tonnen des wertvollen Rohstoffs, Eisenerz. Samuel kann, wie die Einheimischen auch, in einem der rund 220 Güterwaggons kostenlos mitfahren. Dabei begleitet er den Fischhändler Nave Ould Oudaa, der die 18-stündige Fahrt jede Woche aufs Neue auf sich nimmt, um seine kostbare Ware von der weit entfernten Atlantikküste in der Wüste gewinnbringend zu verkaufen.
Mitten in der Wüste befindet sich ein kreisförmiges Gebilde mit einem Durchmesser von fast 50 Kilometern. Man nennt es auch "das Auge der Sahara". Sogar Astronauten dient dieser Punkt als Orientierung. Von dem Bibliothekar der Stadt Ouadane, Sidi Abidine, erfährt Samuel, dass es sich um die Richat-Struktur handelt, ein geologisches Phänomen, das vor über 100 Millionen Jahren entstanden ist. Seit jeher ist Sidi fasziniert von dem Auge, erzählt er. Die NASA betrachtet es als eines der zehn seltensten Naturphänomene der Erde.
Ab dem Oasenort Terjit beginnt Samuels Wüstenabenteuer. Von dort aus möchte er mithilfe von zwei Kamelführern und einem Übersetzer 400 Kilometer zu Fuß durch die Sahara laufen. Die beiden Chameliers - Kameltreiber - beherrschen ihr Handwerk und verteilen das Gewicht der schweren Ausrüstung geschickt auf die fünf Kamele. Um dem Druck der Last standzuhalten, müssen die Tiere in ständiger Bewegung bleiben. Samuel und sein Wegbegleiter Mohamed können dabei kaum mithalten und verlieren den Anschluss an die Karawane. Plötzlich sind sie allein in der Wüste. Jeder Schritt, den sie tun, ist ein Kampf gegen die Kräfte der Natur. Und jede Minute ohne einen Tropfen Wasser wird zur Lebensbedrohung.
20 Nächte schläft Samuel Häde unter freiem Sternenhimmel, lernt die Nomaden der Sahara kennen und spürt, was es heißt, eine Wüste zu Fuß zu durchqueren.
Marokkos orientalisches Flair, Gastfreundschaft und vielfältige Natur, von den Weiten der Wüste über grüne Oasen bis zur Atlantikküste, das alles erlebt Mona Ameziane auf ihrem Roadtrip.
Dabei taucht Mona tiefer ein in das Land, als Pauschaltouristen es können. Sie zeigt ihre Lieblingsorte und Geheimtipps. Ihr Vater ist in Marokko geboren, ihre Familie wohnt im Norden Marokkos. Sie selbst hat bereits große Teile des Landes bereist.
Außerdem ist Mona ein Jahr in Marokko zur Schule gegangen. Deshalb weiß sie, was man auf einer Reise auf gar keinen Fall verpassen sollte. Sie schaut Künstlern und traditionellen Handwerkern bei der Arbeit zu, besucht Nomaden im Gebirge und erfährt von zwei Gründerinnen, wie das kostbare Arganöl gewonnen wird.
Fès ist weltberühmt für seine Altstadt, die größte "Medina" Nordafrikas. Marrakesch bietet typische orientalische Märkte und mittelalterliche Architektur, aber auch die moderne Seite des Landes. Im Surferparadies Taghazout wagt sich Mona in die Wellen.
Abenteuerlicher als geplant wird ihre Übernachtung in der Wüste: Statt Dünenwanderung mit Kamel und Sternenhimmel gibt es heftige Unwetter, und Monas Zeltcamp muss evakuiert werden.