NETZ NATUR

NETZ NATUR - Was Dachse heimlich alles treiben

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NETZ NATUR - Was Dachse heimlich alles treiben

Tiere

Der Dachs ist ein gewichtiger Brocken: bis zu 17 Kilogramm schwer und fast einen Meter lang. Und doch ist er wohl das heimlichste Wildtier Europas, denn er wird kaum je gesehen. Sein Leben ist den meisten Menschen weitgehend unbekannt. "NETZ NATUR" ändert das: Die Reportage zeigt ein völlig neues Bild der Dachse, der größten Marderart der Schweiz, und geht auch der bewegten Geschichte dieser Tiere auf den Grund. Von den erstaunlich präzisen Beschreibungen und Zeichnungen alter Chronisten über die Beinahe-Ausrottung der Dachse im Kampf gegen die Tollwut in den frühen 1970er-Jahren, wirft der Film auch einen kritischen Blick auf die Behauptungen, dass Dachse gefährliche Krankheiten übertragen sollen. So entsteht ein erstaunliches Porträt über eine wenig bekannte Tierart. Von Dachsen ist gut bekannt, was man an einem toten Tier alles erkennen kann, denn sie werden oft auf der Straße überfahren, wenn sie auf ihren nächtlichen Streifzügen auf Wiesen, Feldern und in den Wäldern unterwegs sind. Auch ihre Baue, die ausgedehnte Tunnel- und Höhlensysteme umfassen können und oft während Generationen von einem Clan bewohnt werden, sind recht gut erforscht und verraten eines: Dachse sind unglaublich grabtüchtig und verbringen mehr Zeit unter dem Boden als an der Erdoberfläche. Doch gerade bei dem, was Dachse so alles treiben, wenn sie nachts unterwegs sind, wird das Wissen spärlich. Zwei Schweizer Tierfilmer, Feix Labhardt und Jost Schneider, haben sich den Dachsen für "NETZ NATUR" auf unterschiedliche Weise angenähert: Felix Labhardt hat sich zunutze gemacht, dass im Sommer die Nächte kurz sind - zu kurz für die Dachse, um sich ausreichend zu ernähren. Im letzten Licht der Dämmerung hat er während Jahren einen Dachs-Clan vor seinem Bau beobachtet und gefilmt. Jost Schneider hingegen nutzte bei einer anderen Dachsfamilie die Technologie von unbemannten Videofallen, die automatisch bei Bewegung auslösen, und hat so viele Szenen aus dem Leben der Dachse aufgezeichnet. Das umfangreiche Videomaterial bringt erstaunliche Einzelheiten ans Licht: Dachse sind unglaublich verspielt, aber auch ab und zu griesgrämig. Wie bei allen Lebewesen gibt es unterschiedliche Charaktere - die Männchen etwa sind fürsorglich und zärtlich, sie können aber auch grobe Machos sein, die nichts anbrennen lassen. Die jungen Dachse spielen unermüdlich und oft ohne Grenzen: Immer wieder lassen sie laut hören, wenn etwas weh tut. Geduld und unbemannte Kameras brachten auch zutage, wie sehr Dachse mit ihren Nachbarn, den Füchsen, im Konflikt stehen: Überraschende Videoszenen belegen das konfliktgeladene Verhältnis der beiden ungleichen Arten. So lassen sich Füchse gern von den Dachsen bequeme und sichere Höhlen graben - und schmeißen die Schwerarbeiter dann gewalttätig raus. Doch diese wissen sich auf ganz andere Art zu revanchieren.
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Unter Wölfen, Bären und Geiern - Ein Jahr im Wildpark Mautern

Unter Wölfen, Bären und Geiern - Ein Jahr im Wildpark Mautern

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Die Wiesenberger

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Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
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Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
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Riverboat TALKSHOW
Diese unterhaltsame Gesprächsrunde mit prominenten Gästen wurde von 1992 bis 2000 an Bord auf der Elbe liegender Schiffe aufgezeichnet. Daher hat sie auch ihren Namen.
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"TV fürs Leben" - so lautet das Motto des Magazins. Dahinter verbirgt sich Informatives aus Bereichen von Religion und Psychologie bis hin zu Gesellschaft und Sozialem.
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Das Steirische Ennstal - Leben am Fluss DOKUMENTATION
Das Steirische Ennstal erstreckt sich über 125 Kilometer in der Steiermark. Malerische Landschaften sowie historische Fakten machen das Tal zu etwas ganz Besonderem. Die Enns trennt geologisch die kristallinen Zentralalpen von den nördlichen Kalkalpen. Ein Fluss voller Kraft und Leben, der durch Berg und Tal seine Bahnen zieht und damit nicht nur die Landschaft, sondern auch deren Bewohner prägt. Nicht nur die beeindruckenden Landschaften sowie die Flora und Fauna spielen auf der filmischen Reise auf und entlang des Flusses eine wesentliche Rolle, sondern auch die Geschichte, die mit diesem Fluss verbunden ist. Wer dem Verlauf des Flusses folgt, der lernt das Ennstal mit all seinen Facetten kennen.
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Kamp - Ein Fluss für alle Sinne LANDSCHAFTSBILD
Wo einst hohe Gebirge aus den Urmeeren emporragten und heute eine sanfte, hügelige Landschaft das nördliche Waldviertel in Niederösterreich prägt, entspringt der Kamp. Er durchfließt bis zu seiner Mündung in die Donau eine vielfältige Kulturlandschaft. Er ist Lebensader für eine breite Palette an Flora und Fauna, aber auch für die Menschen, die hier eine spezifische Lebenskultur entwickelt haben. Der Film folgt dem Verlauf des Kamp von seinem unscheinbaren Ursprung über seine kaum berührten und idyllischen ersten 50 Kilometer, vorbei an Stiften und Schlössern, Sommerfrischen und archäologischen Sensationen - bis zu dem Punkt, wo die Täler von Kamp und Donau aufeinandertreffen und die besten Lagen für Riesling und Veltliner geschaffen haben. Auch die Jahreszeiten und ihre für das Kamptal spezifischen Ausprägungen spiegeln sich in dem Film wider: von der Ankunft der Störche auf den Türmen von Stift Zwettl im Frühjahr über die sommerlichen Vergnügungen auf den Kellerstraßen bis zur eindrucksvollen Atmosphäre beim herbstlichen "Abfischen" in den Teichen rund um Rappottenstein.
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Fluss ohne Grenzen - Auenwildnis an der March NATUR UND UMWELT
Die Marchauen an der Grenze zwischen Österreich und der Slowakei waren für Jahrzehnte eine vergessene Landschaft, ein Niemandsland am Eisernen Vorhang. Die Natur profitierte davon. Die ehemalige Todeszone hat sich in ein grünes Band verwandelt, das sich quer durch Europa zieht. Nirgends ist dieser grüne Korridor so lebendig wie an der March. Das Leben dort ist vom Wasser bestimmt: Mehrmals im Jahr überfluten Hochwasser die Auwälder und Wiesen. In der einzigartigen Auenwildnis brüten Seeadler und Kaiseradler, jagen Fischotter und Steppeniltisse, errichten Kormorane, Nachtreiher und Lachmöwen große Brutkolonien. Im Fluss leben Welse von bis zu zwei Metern Länge, und in den Tümpeln der Überschwemmungswiesen tummeln sich Tausende Urzeitkrebse.
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Wildnis am Strom - Nationalpark Donau-Auen LANDSCHAFTSBILD
Der Nationalpark Donau-Auen ist einzigartig in vieler Hinsicht: Beginnend in Wien, reicht er bis vor die Tore von Bratislava und verbindet die beiden Hauptstädte miteinander. Auf über 36 Kilometern Länge schützt der Nationalpark eine der letzten freien Fließstrecken der Donau und gleichzeitig die letzte große Auenlandschaft Mitteleuropas. Beeindruckend ist die Vielfalt der Lebensräume, die hier zu finden ist. Außergewöhnlich ist auch die Zahl der Tiere und Pflanzen, die hier überleben können. Seit der Gründung des Nationalparks im Jahr 1996 wird versucht, die Au wieder stärker an die Donau anzubinden: Ufer wurden rückgebaut, Altarme miteinander verbunden und Treidelwege am Fluss gesenkt. Diese Maßnahmen zeigen Wirkung. Der Film erzählt von der neuen, alten Aulandschaft, vom steten Wandel, der allein das Überleben der Aubewohner ermöglicht, und von den großen und kleinen Ereignissen, die das Jahr im Nationalpark bestimmen.
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Wachau - Land am Strome LANDSCHAFTSBILD
Es zählt zu den schönsten Schauspielen der Natur, wenn in der Wachau im Frühling die Marillenbäume zu blühen beginnen und den ganzen Landstrich in ein duftendes Blütenmeer verwandeln. Die Wachau ist mit 36 Kilometern nur ein kurzer Abschnitt der 2800 Kilometer langen Donau - und zählt zum UNESCO-Welterbe. Die Dokumentation zeigt die Reize dieser Kultur- und Naturlandschaft im Wechsel der Jahreszeiten. Das gewundene Donautal, die Auwälder, Felsformationen und die von Menschenhand geschaffenen Weinbauterrassen sind UNESCO-Naturdenkmäler. Bekannt ist die Wachau auch für ihre idyllischen Ortschaften, ihre Klöster und Burgen. Seit der Römerzeit ist die Wachau Weinland - heute kann sich das "Land am Strome" mit seinen Weißweinen mit jeder Weinbauregion der Welt messen.
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Donau - Lebensader Europas LANDSCHAFTSBILD Vom Schwarzwald zum Schwarzen Meer (Staffel: 1 Folge: 1)
Wilde Natur und moderne Zivilisation, romantische Auen und hektische Großstädte - die Donau ist ein Fluss der Kontraste. Sie durchquert zehn Länder Europas. Die Donau ist das internationalste Fluss-System der Welt. Sie bestimmt das Landschaftsbild und das Leben der Menschen und der Tiere. Berühmte Kulturlandschaften wie die Wachau werden von ihr ebenso geprägt wie große Städte - Wien, Budapest, Bratislava, Belgrad. Dazwischen aber hat sich der große Strom seine Ursprünglichkeit bewahrt - in großen Naturlandschaften wie den Donauauen, der Puszta oder dem beeindruckenden Delta, das ins Schwarze Meer mündet.
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Donau - Lebensader Europas LANDSCHAFTSBILD Zwischen Flut und Frost (Staffel: 1 Folge: 2)
Überschwemmungen im Sommer, Eisstöße im Winter - die Extreme der Jahreszeiten beeinflussen auch den Charakter der Donau, deren Wassermassen aus den Zuflüssen der Alpen gespeist werden. Sie ist ein Fluss mit vielen Gesichtern, der aufgrund seiner Mächtigkeit Natur und Zivilisation nachhaltig beeinflusst. In den Aulandschaften und im Delta sorgt das Hochwasser für fruchtbares Leben, für Städte und Ansiedlungen ist es eine Bedrohung. Nur selten noch lebt der Mensch so im Einklang mit dem Wechselspiel des Wassers wie im kroatischen Dorf Cigoc, inmitten eines Auwalds. Hier verliert der Fluss seine zerstörerische Kraft, weil er sich ausbreiten kann.
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heute NACHRICHTEN
Das informative Magazin versorgt die Zuschauer mit aktuellen Meldungen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Gesellschaft und Sport.
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3sat-Wetter WETTERBERICHT
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
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Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
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Tagesschau NACHRICHTEN
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
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Unter Wölfen, Bären und Geiern - Ein Jahr im Wildpark Mautern TIERE
Bis zu 2000 Menschen pro Tag sorgen im Sommer für Trubel im steirischen Alpentierpark in Mautern. Doch im Winter kehrt Ruhe ein. Bären schlafen in Heu-Nestern, weiße Wölfe spielen im Schnee. Für ihren Film besucht Waltraud Paschinger ein Jahr lang den "Wilden Berg", wo so manches wilde Tier ungewöhnlich zahm ist, denn viele sind Findelkinder und wurden von Hand aufgezogen. Noch blind und gerade einmal handgroß sind auch die drei jungen Füchse, die während der Dreharbeiten vom Tierpark aufgenommen wurden. Ein 24-Stunden-Job für Sonja Gollenz. Sie ist die biologische Leiterin des Wildparks, packt jeden Morgen beim Füttern mit an und ist bei Bedarf Mutterersatz für so manche Neuankömmlinge. Waschbären, Ziegen, Esel - viele der Tiere des Parks waren Sonjas Flaschenkinder. Besonders spannend ist der Tag, an dem der Nachwuchs erstmals zur Füchsin "Foxi", der Hausherrin, ins Gehege kommt. Bereits legendär ist Buzzi, der Gänsegeier. Er betrachtet Menschen als Mitglieder seiner Geierkolonie, hat keine Scheu vor Menschen und besucht gelegentlich das nahe gelegene Schwimmbad oder ein Grillfest. Und Fritzi, der Grauwolf, hielt 2015 für einige Wochen die Presse und die Umgebung des Tierparks in Atem. Damals war Fritzi ausgebüxt und konnte seinen Jägern für kurze Zeit immer wieder geschickt entkommen. Neben den wilden Alpentieren beherbergt der "Kinderbauernhof" alte Haustierrassen wie die gefleckten Turopolje-Schweine, Kaninchen oder Meerschweinchen. Eine "Ziegen-Gang" läuft frei durch das Parkgelände, holt sich Futter und Streicheleinheiten bei den Gästen ab. Die Dokumentation zeigt aber auch die Momente, die den Besuchern gänzlich verborgen sind. Ab Herbst ist der Tierpark gesperrt. Die schneereichen Winter lassen einen Ganzjahresbetrieb nicht zu. Selbst einige Tiere, wie Jaks, Hirschkühe und Hirsche, werden Ende Oktober ins Tal getrieben. Jedes Jahr aufs Neue bedeutet dieser Tag Anspannung für das Tierpfleger-Team. Sind die Gatter geöffnet, legen die mächtigen Hirsche in nur wenigen Sekunden die 300 Höhenmeter über die steile Bergflanke zurück. Mit den ersten Schneefällen wird es ruhig am Berg. Die Tiere sind vorsichtiger, bleiben eher in Deckung, und man muss lange suchen, um einen der weißen Polarwölfe im tief verschneiten Terrain zu entdecken. In der kalten Jahreszeit schalten die Tiere auf Reserve, keine Bewegung zu viel, vor allem bei den Braunbären ist Energiesparen angesagt. Sie liegen zusammengerollt in ihren warmen Heu-Nestern und schlafen fünf Monate, ohne zu fressen und zu trinken. Eine Zeit, in der das Filmteam den sonst so flinken Raubtieren ganz nahe kommen konnte. Mit dem Frühling kehrt wieder Leben in das Gehege ein: Bären rangeln, um ihre Hierarchien neu zu ordnen, Jungtiere kommen zur Welt, und das Training für die Flug-Show beginnt.
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NETZ NATUR TIERE Was Dachse heimlich alles treiben
Der Dachs ist ein gewichtiger Brocken: bis zu 17 Kilogramm schwer und fast einen Meter lang. Und doch ist er wohl das heimlichste Wildtier Europas, denn er wird kaum je gesehen. Sein Leben ist den meisten Menschen weitgehend unbekannt. "NETZ NATUR" ändert das: Die Reportage zeigt ein völlig neues Bild der Dachse, der größten Marderart der Schweiz, und geht auch der bewegten Geschichte dieser Tiere auf den Grund. Von den erstaunlich präzisen Beschreibungen und Zeichnungen alter Chronisten über die Beinahe-Ausrottung der Dachse im Kampf gegen die Tollwut in den frühen 1970er-Jahren, wirft der Film auch einen kritischen Blick auf die Behauptungen, dass Dachse gefährliche Krankheiten übertragen sollen. So entsteht ein erstaunliches Porträt über eine wenig bekannte Tierart. Von Dachsen ist gut bekannt, was man an einem toten Tier alles erkennen kann, denn sie werden oft auf der Straße überfahren, wenn sie auf ihren nächtlichen Streifzügen auf Wiesen, Feldern und in den Wäldern unterwegs sind. Auch ihre Baue, die ausgedehnte Tunnel- und Höhlensysteme umfassen können und oft während Generationen von einem Clan bewohnt werden, sind recht gut erforscht und verraten eines: Dachse sind unglaublich grabtüchtig und verbringen mehr Zeit unter dem Boden als an der Erdoberfläche. Doch gerade bei dem, was Dachse so alles treiben, wenn sie nachts unterwegs sind, wird das Wissen spärlich. Zwei Schweizer Tierfilmer, Feix Labhardt und Jost Schneider, haben sich den Dachsen für "NETZ NATUR" auf unterschiedliche Weise angenähert: Felix Labhardt hat sich zunutze gemacht, dass im Sommer die Nächte kurz sind - zu kurz für die Dachse, um sich ausreichend zu ernähren. Im letzten Licht der Dämmerung hat er während Jahren einen Dachs-Clan vor seinem Bau beobachtet und gefilmt. Jost Schneider hingegen nutzte bei einer anderen Dachsfamilie die Technologie von unbemannten Videofallen, die automatisch bei Bewegung auslösen, und hat so viele Szenen aus dem Leben der Dachse aufgezeichnet. Das umfangreiche Videomaterial bringt erstaunliche Einzelheiten ans Licht: Dachse sind unglaublich verspielt, aber auch ab und zu griesgrämig. Wie bei allen Lebewesen gibt es unterschiedliche Charaktere - die Männchen etwa sind fürsorglich und zärtlich, sie können aber auch grobe Machos sein, die nichts anbrennen lassen. Die jungen Dachse spielen unermüdlich und oft ohne Grenzen: Immer wieder lassen sie laut hören, wenn etwas weh tut. Geduld und unbemannte Kameras brachten auch zutage, wie sehr Dachse mit ihren Nachbarn, den Füchsen, im Konflikt stehen: Überraschende Videoszenen belegen das konfliktgeladene Verhältnis der beiden ungleichen Arten. So lassen sich Füchse gern von den Dachsen bequeme und sichere Höhlen graben - und schmeißen die Schwerarbeiter dann gewalttätig raus. Doch diese wissen sich auf ganz andere Art zu revanchieren.
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ZIB 2 NACHRICHTEN

Die Themen der heutigen ORF-Nachrichten "ZIB 2" Sendung finden Sie hier.

 

 

 

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Die Wiesenberger DOKUMENTARFILM No Business Like Show Business, CH 2011
20 Jahre lang pflegte die Jodlergruppe "Die Wiesenberger" dieselben Rituale. Inzwischen steht ihre Welt Kopf, ihre CDs stürmen die Hitparaden, und sie werden mit Konzertanfragen überhäuft. Die Dokumentarfilmer Bernard Weber und Martin Schilt haben für ihren Film "Die Wiesenberger" zwei Jahre lang den märchenhaften Aufstieg der Wiesenberger Jodler mitverfolgt. Eine abenteuerliche Reise vom Saal des Restaurants Alpenhof auf die größten Showbühnen der Schweiz. Es ist die Geschichte von 20 Männern und einer Frau, die im Rausch des Erfolgs versuchen, die Füße auf dem Boden zu behalten, und die gezwungen sind, Sinn und Zweck ihres Chors basisdemokratisch neu zu definieren. Das verführerische Angebot, 2010 auf der Weltausstellung in Shanghai aufzutreten, wird dabei zur Zerreißprobe.
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Plattgemacht DOKUMENTATION Wenn ein Stadtteil verschwindet
Suhl-Nord, einst modernes Plattenbauviertel in Thüringen, heute geprägt von Abwanderung und Überalterung. Der Leerstand breitet sich wie ein Virus aus. Das Wohngebiet wird abgerissen. Nach der Wende ging es bergab. Suhl-Nord: Von 14 000 Bewohnern sind nur noch 3650 übrig. Sanierung lohnt nicht, Platte für Platte wird nun abgerissen. Die Bewohner werden umgesiedelt. Was bedeutet es für sie, ihr Zuhause zu verlieren? Suhl liegt etwa 70 Kilometer südlich von Erfurt. In den 1960er und 1970er Jahren wurde aus dem kleinen Städtchen eine DDR-Vorzeigestadt. Suhl wuchs auf 56 000 Einwohner an. Neue Industrien wurden angesiedelt, der Bedarf an Wohnraum nahm rasant zu. So entstanden ganze moderne Plattenbau-Viertel, auch Suhl-Nord. Doch nach der Wende begann der Wandel. Die volkseigenen Betriebe schlossen, Arbeitsplätze gingen verloren, die Jungen zogen weg. Der demografische Wandel, der in ganz Deutschland zu verzeichnen ist, macht sich hier mit voller Härte bemerkbar. 40,2 Prozent der Einwohner sind heute über 60 Jahre, der höchste Wert im Vergleich aller kreisfreien Städte und Landkreise in Deutschland. Diese Entwicklung soll sich ändern: In Suhl will man die Schrumpfung als Chance sehen. Die Strategie der Stadt und der städtischen Wohnungsbaugesellschaften heißt: Abriss, bevor sich der Leerstand im Wohngebiet Suhl-Nord ausbreitet. Doch was bedeutet das für die Bewohner, die seit Jahrzehnten in ihrer "Platte" leben? "37°" hat ein Jahr lang drei Protagonisten begleitet, die noch in Suhl-Nord leben. "Wenn ich jetzt höre von Leuten, wo wohnst denn du, Suhl-Nord, och mein Gott, Suhl-Nord. Ich sag', das ist nicht das Ghetto Suhl-Nord." Christine wohnt seit 27 Jahren in Suhl-Nord. Ihre Kinder hat die 51-Jährige gemeinsam mit ihrem Mann Hans im Viertel großgezogen. Schon zwei Mal musste die Familie mit ansehen, wie Bagger ihr Zuhause plattmachten. Jetzt bekamen sie wieder einen Brief: Abriss! Es ist das dritte Mal, dass Christine und der 74-jährige Hans umziehen müssen. Christine hat gelernt, sich durchs Leben zu schlagen. Sie hat sechs Jobs, um über die Runden zu kommen. Christine und Hans können nicht viel Miete zahlen, und Zeit zur Wohnungssuche fehlt der Multijobberin auch. Die Wohnungsbaugenossenschaft ihres Wohnblocks bietet drei alternative Wohnungen an. Doch Christine will nicht jede Wohnung akzeptieren. Wenn keine passt, Pech! "Sollen die Bagger doch kommen", sagt Christine, "die jage ich mit dem Nudelholz davon." Doch nachts, wenn sie nicht schlafen kann, kommen die Sorgen. Werden Christine und Hans eine passende und bezahlbare Wohnung finden? Die 75-jährige Helga wohnt auch in Christines Wohnblock, im Eingang nebenan. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie geholfen, das Viertel aufzubauen, Anfang der 80er Jahre. Die Plattenbauten waren begehrt. Um eine Wohnung zu bekommen, mussten sie mit leeren Konservendosen Löcher für Drahtzäune schaufeln und Schutt schippen. Für Helga ist Suhl-Nord ihr Leben. "Seit Juni '81 sind wir hier eingezogen, da war ich hochschwanger. Ich kenne wirklich jeden, der rein- und rausgezogen ist." Die Nachbarschaft, der Zusammenhalt, in ihrer Erinnerung war das eine wunderbare Zeit. Dann kam die Wende, Tausende von Arbeitsplätzen gingen verloren. Wer noch nicht zu alt war, ging. Der Zusammenhalt zerbröselte. Aber das Wohnviertel gab Helga und ihrem Mann Halt, auch, als ihre Tochter unerwartet stirbt. Als Helgas Mann dann nach 43 Jahren Ehe ebenfalls stirbt und zeitgleich ein Brief ankommt mit der Ankündigung, dass ihre Platte abgerissen wird, bricht für Helga eine Welt zusammen. Ein Trost ist die zehnjährige Enkelin, die jetzt in einem Kinderheim lebt und Helga manchmal besucht. Wie wird Helga den Umzug verkraften? Der 35-jährige Dragan kommt aus Serbien und landete durch Zufall in Suhl-Nord. Dort lebt er mit seiner Frau und den vier Kindern in einer der letzten Plattenbauten, die noch nicht abgerissen wurden. Während für die meisten "Suhl-Nord" Abschied bedeutet, ist es für Dragan und seine Familie ein Neuanfang. "Andere gehen", sagt er, "ich komme." Seit fünf Jahren lebt er in Suhl-Nord. Dragan hofft, dass seine Frau und er eine Festanstellung finden. Das Wohngebiet Suhl-Nord ist sein Zuhause geworden. Dragans jüngster Sohn ist dort geboren. Die Kinder gehen in den letzten noch verbliebenen Kindergarten und in die letzte Grundschule, die es in Suhl-Nord gibt. Doch wie lange kann die Familie bleiben?
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Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
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