"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
"Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
"nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen.
"nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Hinein ins pralle Leben: "Kulturplatz" greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt.
"Kulturplatz" findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur.
Diesem Credo ist "Kulturplatz" verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. "Kulturplatz" spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.
Vorgestellt werden Südtiroler Persönlichkeiten, Veranstaltungen und Phänomene, aber auch politische und rechtliche Entscheidungen aus der Region sowie Resonanzen aus der Bevölkerung.
Wenn die Mauern der Wiener Palais sprechen könnten, sie hätten zweifellos viel zu erzählen. Zum Beispiel von den zahlreichen erotischen Verwicklungen der besseren Gesellschaft.
Karl Hohenlohe begibt sich auf die Spuren des erotischen Wien und streift durch jene Nobelgebäude, die einst Schauplätze von Ehezwist und Seitensprung waren. In dieser Folge besucht er die Villa Nahowski - dort besuchte Kaiser Franz Joseph seine Geliebte.
Tausenden Frauen sollen Giacomo Casanovas Charme erlegen sein - 132 haben es in seine Memoiren geschafft. Sehr zum Missfallen der frommen Regentin Maria Theresia spielte sich einiges davon in Wien ab und inkludierte ihren untreuen Ehemann, Franz Stephan.
Verrückte Liebesgeschichten ereigneten sich auch im eleganten Palais Coburg, das eigentlich dazu dienen sollte, in der besten Gesellschaft zu repräsentieren. Doch dort lebten leidenschaftliche Personen, denen ihre Gefühle zum Verhängnis wurden: eine serienmäßig untreue, straffällige Prinzessin mit einem kriminellen Liebhaber und ein junger Prinz, den seine verbotene Liebschaft schließlich das Leben kostete.
Liebe und Ehe hatte lange Zeit wenig miteinander zu tun. Nicht nur im Herrscherhaus, auch im Adel und Bürgertum dominierte die Zweckehe, während sich die Lust andere Wege bahnen musste.
Und so wurden die noblen Räume der Wiener Palais zum Schauplatz so manchen Rosenkriegs. In dieser Folge setzt Karl Hohenlohe seine Tour durch Wiens erotische Stätten fort. In der Favorita - dem heutigen Theresianum - entdeckte Karl VI. seine Liebe zu Männern.
Ein weiterer Schauplatz dieser Folge ist ein ehemaliges Bordell am Spittelberg - dort war damals jedes Gasthaus ein heimliches Freudenhaus. Und um die Affären von Franz Ferdinands jüngerem Bruder, des "schönen Otto", geht es im Palais Augarten.
Die Moral war hoch im Wien der Ringstraßenzeit, doch die Praxis eine ganz andere. Während eine prüde Gesellschaft jeden amourösen Fehltritt abstrafte, führten die Triebe ein zweites Leben.
Diese "Schnitzlersche Doppelmoral" wurde prägend für diese Epoche und fand ihren Niederschlag in zahlreichen Affären, die nicht zuletzt in den Wiener Prunkbauten abliefen. Das mondäne Hotel Sacher war ein Treffpunkt der höheren Gesellschaft.
Was sich in den beliebten Separees so abspielte, konnte dem ausgezeichneten Ruf des Hauses nicht schaden. Einen Besuch in der Albertina nimmt Karl Hohenlohe zum Anlass, in ein Liebesdreieck von zwei höchstrangigen Habsburger Paaren einzutauchen - denn Kaisergattin Isabella war für ihre Schwägerin Marie Christine entflammt.
Im Schloss Belvedere geht es schließlich unter anderen um den unfassbar reichen Prinzen Eugen und seine Erbin - und um den kuriosen Verlauf, den dieses Vermögen dann genommen hat.
In Gesprächen, Reportagen und Dokumentationen werden die Fakten hinter den Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft behandelt. Dies ermöglicht eine objektive Bewertung der täglichen Informationsflut.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Thema der Sendung ist jeweils ein bestimmtes Land. Politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Vorgänge innerhalb dieser Region werden dokumentiert und kritisch beleuchtet.
In Beiträgen aus Politik, Gesellschaft und Kultur berichtet die Sendung bereits seit 1998 über das aktuelle Zeitgeschehen. Begleitet wird dies von kabarettistischen bis satirischen Kommentaren und Szenen des Moderators.
Aktuelle politische, aber auch kuriose Geschehnisse, die sich innerhalb der geographischen Grenzen Deutschlands ereignen, werden thematisiert und kritisch hinterfragt.
Familienschätze, Dachbodenfunde, Flohmarktschnäppchen. Was die Gäste den Expertinnen und Experten bei "Kunst + Krempel" auf den Tisch legen, sorgt immer wieder für große Überraschungen.
Und lässt in den Beratungen Kunstgeschichte lebendig werden. Es war Liebe auf den ersten Blick, als das Ehepaar auf dem Flohmarkt ein Besteck entdeckt und sofort gekauft hat. Ist es etwas Besonderes, wie sie vermuten? Außerdem: ein Relief und ein Kindergeschirr.
Die Donau begründet Wiens Aufstieg zur Residenzstadt. Bis zu den Ufern des Flusses verlief einst das Römische Reich mit seinen Thermen, Tempeln und Palästen.
2021 hat das Welterbekomitee den an der Donau gelegenen Abschnitt des Limes zum UNESCO-Welterbe ernannt. Der Neusiedler See ist ein Naturparadies und Schmelzpunkt verschiedener Kulturen. Klöster und terrassierte Weinberge bestimmen hingegen die Wachau.
Der Handelsplatz Wien profitierte vom Warentransport auf der Donau. Seit der Antike war Wien aber auch Heereslager und Vorposten des Römischen Reichs. Einer der bekanntesten Statthalter war Marc Aurel. Weltbekannte Sakralbauten wie der Stephansdom zeugen von der Bedeutung Wiens als mittelalterliche Residenzstadt.
Nach dem Sieg über die Osmanen verwandelte sich die Metropole in eine barocke Hauptstadt. Innerhalb der Stadtmauern ließen die wichtigen Adelsdynastien ihre prächtigen Stadtpalais errichten. Vor den Stadtmauern entstanden eindrucksvolle Schloss- und Palastanlagen wie das Schloss Belvedere des Prinzen Eugen von Savoyen mit seinen Gartenanlagen. In der Gründerzeit entstand die Ringstraße. Als historistisches Gesamtkunstwerk sollte der Prachtboulevard der Bedeutung Wiens als eines der wichtigsten Zentren an der Schwelle zur Moderne gerecht werden.
Die Grenzen des Römischen Kaiserreichs verliefen von Britannien über Mitteleuropa durch den Nahen Osten und ganz Nordafrika. Ein Teil davon, der "Donaulimes", ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. In Österreich erstreckt sich diese Kette aus Wachtu¨rmen, Kastellen, Straßen und Heerlagern von den Überresten des Quadriburgus in Oberranna bis zu den beeindruckenden Bauten der Römerstadt Carnuntum. Die Donau bot Schutz vor den "barbarischen" Germanen, diente aber auch als wichtiger Verkehrs- und Transportweg.
Rund um größere militärische Einrichtungen entstanden zivile Siedlungen. Auch am äußersten Rand des Reichs konnte das Römische Leben mit den zivilisatorischen Errungenschaften des Imperiums aufwarten: Amphitheater und Thermen, Tempel und Paläste boten Unterhaltung und Komfort abseits der militärischen Disziplin in der Peripherie.
Der Neusiedler See, ungarisch "Fertö", zählt zu den grenzüberschreitenden UNESCO-Welterbestätten. Bis zum Ende der habsburgischen Doppelmonarchie gehörte das Burgenland zur ungarischen Reichshälfte. Auch sprachlich, kulturell und wirtschaftlich bildet die Region bis heute eine Einheit aus Vielfalt. Am westlichsten Steppensee Eurasiens sind 320 verschiedene Vogelarten heimisch. Zum Welterbe zählt der See aber auch als Kulturlandschaft. Dort verliefen vorgeschichtliche Handelswege wie die Bernsteinstraße, lebten Kelten und Illyrer von Viehzucht und Ackerbau. Die Region um den See bildet seit mehr als acht Jahrtausenden einen Kreuzungspunkt verschiedener Kulturen.
Der ungarische Landadel, allen voran die Familie Esterházy, bestimmen über Jahrhunderte die Geschichte dieses Raums. Die Adelsfamilien sind es auch, die rund um den See ihre Schlösser errichten, oft im Kontrast zur Einfachheit der landwirtschaftlich geprägten Siedlungen.
Die Wachau ist seit der Steinzeit besiedelt. Klöster aus dem bayrischen Raum begannen, den Donauabschnitt zwischen Melk und Krems zu bewirtschafteten. Noch heute prägen die von ihnen angelegten Weinterrassen die Landschaft. Hoch über der Donau wurden Burgen errichtet, die wie einst über die Landschaft wachen. An den Ufern des Flusses entstanden Dörfer und Ortschaften. In der eindrucksvollen Formensprache des Barocks bekrönen die Stifte Melk und Göttweig die Wachau. "Malerisch" ist der Landstrich im doppelten Sinne: Im 19. Jahrhundert entdecken bildende Künstler die Wachau als Inbegriff der Naturromantik.
Spektakuläre Bauwerke, versunkene Kulturen, beeindruckende Natur: Die dreiteilige Entdeckungsreise führt aus der Luft, über Dächer, Seen, Flüsse, Berge und Täler, zu "Österreichs Welterbe".
Kein Platz! Die UNESCO-geschützte Pracht der barocken Palais in Wien konzentriert sich auf Wiens Innenstadt, weil Bauflächen rar waren.
Kunst und Kultur des Fin de Siècle zogen aufs Land entlang der Südbahn. Die Thermen der Römer existieren bis heute in der Kurstadt Baden. Das Schloss und die Gärten von Schönbrunn bilden ein Gesamtkunstwerk.
Bis heute ist Österreich bestimmt von den architektonischen Signaturen der Habsburger. Mit prunkvollen Schlössern, aristokratisch geprägten Stadtlandschaften und markanten Bauwerken. Graz war eine der wichtigsten Residenzen der Habsburger, bevor sie ihr Machtzentrum nach Wien verlegten. Dort lebte und baute man mit südlichem Charme.
Der Weg von der Kaiserstadt Graz zur Kaiserstadt Wien führt über den Semmering mit der Südbahn. Sie wurde zur UNESCO-Welterbestätte erklärt. Die Strecke ist eine technische Meisterleitung ihres Erbauers Carl Ritter von Ghega aus dem 19. Jahrhundert. Sie verbindet die Adriaküste mit Wien und sorgte für zahlreiche Grandhotels, in denen sich Adel und Bürgertum im Fin de Siècle erstmals mischten. Zahlreiche Kur- und Küstenorte entlang der Südbahn wurden zu Sommerresidenzen der Künstlerinnen und Künstler des Fin de Siècle.
Der Kurort Baden bei Wien ist seit 2021 die jüngste Welterbestätte von Österreich. Bereits in der Antike wurde der Ort von den Römern für die Kraft des heilenden Thermalwassers geschätzt, seinen größten Aufschwung erreichte er jedoch erst in der Monarchie. Die Kurorte übten einen starken künstlerischen, politischen und sozialen Einfluss auf die Gesellschaft aus. Ludwig von Beethoven soll dort große Teile seiner Kompositionen angefertigt haben, und auch für Franz Schubert und Walzerkönig Johann Strauß wurden die Schwefelbäder zu Inspirationsquellen. Die bis heute erhaltenen historischen Trink- und Wandelhallen, Parks, Lustgärten und Kurhotels sind Zeugen einer beeindruckenden Welt von gestern.
Die innerstädtischen Palais von Wien künden von der Hochblüte barocker Gestaltungskunst der Habsburger. Bemerkenswert ist der große Anteil an hohen Militärs unter den Bauherren wie die Prinzen Eugen, Mansfeld, Caprara, Daun und Starhemberg. Sie erhielten für ihre Verdienste in den Türkenkriegen vom Kaiser große Summen oder Güter, wodurch sie sich ihre neuen Palais leisten konnten. Für den Bau eines jeden neuen Palais mussten mehrere Bürgerhäuser gekauft und abgerissen werden, weil es auf dem Gebiet des damaligen Wien - der heutigen Innenstadt - kaum mehr Bauplätze gab.
So gab es 1730 in Wien etwa 1000 Bürgerhäuser, aber bereits 248 adelige Paläste, also fast ein Viertel des gesamten Baubestands. Von der außergewöhnlichen Konzentration an Prachtbauten profitiert die Stadt bis heute. Vorbild für die Wiener Barockpaläste waren ursprünglich jene in Rom. Daher beschäftigte man vorerst vorwiegend italienische Architekten. Für heutige Verhältnisse geradezu erstaunlich ist die oft sehr kurze Bauzeit: Zwei Jahre von der Planung bis zur Fertigstellung waren keine Seltenheit.
Das Schloss und die Gärten von Schönbrunn sind ein besonders gut erhaltenes Beispiel einer barocken Herrscherresidenz. Gemeinsam bilden sie ein Gesamtkunstwerk und eine meisterliche Verbindung zahlreicher Kunstgattungen. Im Jahr 1752 gründete der wissenschaftsaffine Ehemann von Maria Theresia, Kaiser Stephan, eine Menagerie, die bis heute als Tiergarten weitergeführt wird und als ältester, kontinuierlich betriebener Zoo der Welt gilt. Auch er ist Weltkulturerbe.
Spektakuläre Bauwerke, versunkene Kulturen, beeindruckende Natur: Die dreiteilige Entdeckungsreise führt aus der Luft, über Dächer, Seen, Flüsse, Berge und Täler, zu "Österreichs Welterbe".
Diese Reiseetappe beginnt in der Altstadt von Salzburg, wo sich mittelalterliche und barocke Baudenkmäler zu einem einzigartigen Ensemble fügen. Es ist Österreichs älteste Welterbestätte.
Das barocke Ensemble wurde 1996/1997 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Seinen Namen verdankt Salzburg den großen Steinsalz-Vorkommen, die die Geschicke der Stadt und die Geschichte des Salzkammerguts jahrhundertelang wesentlich geprägt haben.
Salzburg erlebte seine Blüte als eine Art barocker Stadtstaat und fürsterzbischöfliche Residenz vor einer spektakulären Naturkulisse. Die einstige Bedeutung als religiöses Zentrum ist immer noch spürbar - ein Meer aus Kirchtürmen prägt den Blick. Im Zentrum der Dom. Mehrere Klöster existieren bis heute mitten in der Stadt.
Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587-1612) ließ Salzburg mithilfe italienischer Baumeister zu einem "Rom des Nordens" bauen. Der für seinen beißenden Spott berüchtigte österreichische Schriftsteller Karl Kraus kommentierte diesen klugen Schachzug so: "Gut, dass die Italiener Salzburg gebaut haben. Sonst wäre es nur Linz geworden."
Basis für die religiöse, politische und kulturelle Bedeutung Salzburgs war der Wohlstand der Stadt, der besonders eine Grundlage hatte: das namensgebende "weiße Gold". Salz, der bedeutende Rohstoff, prägte eine ganze Landschaft, das Salzkammergut. Die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut wurde 1997 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Seit prähistorischer Zeit wird in Hallstadt Salz gewonnen - und gehandelt. Die Region bildete lang das wirtschaftliche Rückgrat des Kaiserhauses Habsburg.
In der Bronzezeit vernetzte sich die Region über wichtige Handelswege mit ganz Europa. Durch die konservierende Wirkung des Salzes im Berg wurden archäologische Zeugnisse bewahrt, die anderswo längst verschwunden sind: Textilien, hölzerne Werkzeuge, sogar die älteste Holztreppe der Welt geben Auskunft über das Leben der prähistorischen Bergleute.
Im 19. Jahrhundert wird die Region von Literaten und anderen Künstlern entdeckt und zum idealtypischen Zentrum der Naturromantik im Alpenraum verklärt.
Noch älter als die Funde aus Hallstatt sind jene Zeugnisse der Menschheitsgeschichte, die in den Wassern des Attersees, Mondsees und Keutschacher Sees verborgen liegen - Pfahlbauten. Dieses transnationale Welterbe mit 111 Fundstätten bietet unvergleichliche Einblicke in den Alltag von Siedlern 5000 Jahre vor der christlichen Zeitrechnung. Vor allem Holz, Stroh, Tierhäute und Haare haben sich dort erhalten - im Wasser "eingelegt" oder luftdicht im Moor "verpackt".
Bevor die Menschen dort sesshaft wurden, waren vier Fünftel Europas mit Wald bedeckt. Ein geschütztes UNESCO-Weltnaturerbe in Österreich sind alte Buchenwälder und Buchenurwälder. Ihr Ursprung geht bis auf die vormenschliche Dominanz in Europa zurück. Im Rothwald im Wildnisgebiet Dürrenstein in Niederösterreich hat sich ein etwa vier Quadratkilometer großer Urwald erhalten. Weil die Klöster Gaming und Admont jahrhundertelang über Besitz- und Nutzungsrechte im Streit lagen, blieb der Wald unberührt. Nachdem das Waldstück auch noch das 20. Jahrhundert überdauert hat, genießt es nun den höchsten Status im international geregelten Naturschutz: Kategorie Ia.
Der Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich hat sechs Buchenwaldgesellschaften. Einzelne Bäume sind über 500 Jahre alt. In den Buchenwäldern herrscht eine hohe Biodiversität. Der seltene Weißrückenspecht gilt als ein verlässlicher Indikator für eine intakte Umwelt. Derzeit leben dort auch sechs Luchse.
Spektakuläre Bauwerke, versunkene Kulturen, beeindruckende Natur: Die dreiteilige Entdeckungsreise "Österreichs Welterbe" führt aus der Luft, über Dächer, Seen, Flüsse, Berge und Täler, zu Österreichs Welterbestätten.
Erstmals seit ihrer Scheidung lässt die Innenausstatterin Johanna Gruber sich wieder auf einen Mann ein, der ihr perfekt erscheint. Doch dann tritt eine alte Liebe erneut in ihr Leben.
Plötzlich steht Walter auf der Terrasse, den sie vor 20 Jahren das letzte Mal sah. Damals war sie bis über beide Ohren in den Literaturprofessor verliebt und wollte ihm in die USA folgen. Aus Vernunftgründen entschied sie sich jedoch für ihren damaligen Gatten.
Als Walter sie verließ, war sie mit ihrer Tochter Marie schwanger. Das überraschende Wiedersehen mit ihm ruft vergessen geglaubte Gefühle wieder wach - die sie vor dem verdutzten Klaus so gut es geht zu verbergen versucht. Obwohl es klüger wäre, Walter nicht wiederzusehen, verbringt sie eine Nacht mit ihm, was die prekäre Lage nicht gerade vereinfacht.
In dieser aufgewühlten Situation berichtet ihre Tochter Marie, dass sie sich Hals über Kopf in einen gewissen Tom verliebt hat, der mit seinem Vater aus Amerika zu Besuch ist. In Johannas Kopf beginnt es zu rattern: Könnten Marie und Tom vielleicht Halbgeschwister sein? Falls ja, wie soll sie ihrer Tochter dies beibringen? Als ihr Sohn Max seiner Mutter mit zitternder Stimme gesteht, er sei schwul, ist das für Johanna das geringste Problem.
Mit Marion Mitterhammer, Miroslav Nemec, Peter Kremer, Pippa Galli, Luk Pfaff
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
Ein Hauptwerk der Konkreten Kunst: "Équilibre" der Schweizerin Sophie Taeuber-Arp von 1934. Doch handelt es sich wirklich um ein Original? Eine spätere Übermalung wirft Fragen auf.
Das "Geheimnis der Meister"-Team um Kunsthistorikerin Bianca Berding begibt sich auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchieren sie die Entstehungshintergründe des Werks und versuchen sich an der perfekten Kopie.
Sophie Taeuber-Arp zählt zu den Mitbegründerinnen des Dadaismus und entwickelt sich später zu einer Pionierin der Konkreten Kunst. Ihre Textilarbeiten gehören zu den frühesten abstrakten Werken der Kunstgeschichte. Sie war Tänzerin, Bildhauerin und auch Architektin. Von 1926 bis 1928 war sie mitverantwortlich für die Innenausstattung des Veranstaltungszentrums Aubette in Straßburg, wo sie damals mit ihrem Mann lebte und französische Staatsbürgerin wurde. Ihr Hauptwerk "Équilibre" entstand in den 1930er-Jahren, während ihrer Zeit in Paris, die zu den produktivsten ihrer Karriere zählt.
In jeder Folge von "Geheimnis der Meister" wird ein Meisterwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen: Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild?
Durch die Rekonstruktion werden nicht nur die Entstehungshintergründe der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider?
Nach fünf Wochen Recherche und Malprozess hängen am Ende Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum, und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Wer erinnert sich nicht an die Partys der Jugend? Anfangs wurde wild getanzt, doch der Abend erreichte seinen Höhepunkt, wenn der Klammerblues aufgelegt wurde - ob als Schallplatte oder CD.
Eng umschlungen schwebten die frisch Verknallten zur melancholischen Stimmung von Rockballaden über die Tanzfläche. Die Songs treffen noch heute ins Herz. - 24 unvergessliche Rockballaden und die Geschichten dahinter: emotional, nostalgisch und mit Herzschmerz.
Denn wenn die harten Jungs und Mädels der Rockszene ihre verletzliche Seite zeigen, entstehen Hymnen, die Generationen verbinden. Klassiker wie "A Whiter Shade of Pale" von Procol Harum, "Hallelujah" von Leonard Cohen und "Nothing Else Matters" von Metallica prägen ebenso wie jüngere Hits, etwa "Ich lass für dich das Licht an" von Revolverheld.
Doch Rockballaden sind mehr als nur Kuschel-Soundtracks. Sie begleiten durch die Höhen und Tiefen des Lebens - und manchmal verstärken sie den Schmerz, um ihn voll auszukosten. Bei Songs wie "Nothing Compares 2 U" von Sinéad O'Connor oder "Wicked Game" von Chris Isaak bleibt kein Auge trocken. Der prominente Gast Marco Schreyl bringt es auf den Punkt: "Rockballaden sind wie gemacht fürs Heulen in den eigenen vier Wänden."
In einer emotionalen Zeitreise präsentieren und kommentieren prominente Gäste ihre ganz persönlichen Lieblingsrockballaden. Mit dabei sind Moderator Marco Schreyl, Schauspielerin Janine Kunze mit Ehemann Dirk Budach, die Schauspielerinnen Ann-Kathrin Kramer und Sonya Kraus, WDR "Frau TV"-Moderatorin Lisa Ortgies, RTL-Moderatorin Frauke Ludowig sowie die Kölschrocker Peter und Stephan Brings. Auch das Schauspielerpaar Christine Sommer und Martin Brambach ist zu Gast - letzterer überraschte einst singend in "Nord Nord Mord" mit seiner Version von "Angie" der Rolling Stones, allerdings eher mit mäßigem Gesangstalent.
200 Jahre Kölner Karneval: Das bunteste und lauteste Fest in Köln feiert einen großen Geburtstag. Im Februar 1823 gründeten einige Männer aus der Kölner Oberschicht das "Festordnende Komitee".
Das war der Vorläufer des heutigen "Festkomitee Kölner Karneval". Dieser "Urknall" war eine Reaktion auf das Ausufern des alten Festes in Orgien und Gewalt. Der Karneval war in Gefahr. Ein Verbot durch die preußischen Herrscher drohte.
Das neue Komitee wollte nun das wilde Treiben in Bahnen lenken, Regeln aufstellen und das Feiern organisieren. Auf den Tag genau 200 Jahre nach dem ersten Kölner Rosenmontagszug, der am 10. Februar 1823 unter dem Motto "Thronbesteigung des Helden Carnevals" um den zentralen Neumarkt zog, erzählt die Dokumentation "Alaaf! - 200 Jahre Kölner Karneval" eine Geschichte, die so nur in Köln stattfinden konnte.
Dabei illustriert Archivmaterial aus fast 100 Jahren Karneval, wie in den vergangenen Jahrzehnten gefeiert wurde. In historischen Spielszenen werden die Zeit rund um das Jahr 1823 und die "Erfindung" des organsierten Karnevals lebendig. Die Schauspieler Moritz Heidelbach und Piet Fuchs verkörpern die Protagonisten der Gründungszeit Heinrich von Wittgenstein und Matthias de Nöel. Der Film erzählt auch davon, wie sich der Karneval in 200 Jahren gewandelt hat.
Lebt es sich besser mit einem Alkohol-Dauerpegel von 0,5 Promille? Ob diese gewagte These eines bekannten Psychologen stimmt, möchte der ausgebrannte Geschichtslehrer Martin herausfinden.
Er beginnt zusammen mit seinen befreundeten Kollegen Tommy, Nikolaj und Peter ein riskantes Experiment.
Während die Schuldirektorin von ihrer Lehrerschaft eine abstinente Vorbildfunktion einfordert, um das ausschweifende Trinkverhalten der Oberstufe einzudämmen, setzt das Quartett heimlich auf einen genau dosierten "Pegel" - und zwar schon vor der ersten Stunde!
Tatsächlich erwachen in Martin längst verloren geglaubte Energien. Plötzlich begeistert sein Unterricht sogar die meuternde Abschlussklasse. Auch Martins Frau Amalie, die sich innerlich von ihm längst verabschiedet hat und ihre Ehe nur noch den beiden Söhnen zuliebe aufrechterhält, erlebt Martin so mitreißend wie früher.
Seine Kollegen machen ebenfalls zunächst nur gute Erfahrungen. Von dem anfänglichen Erfolg berauscht, schlägt der Initiator Peter vor, bei dem Experiment einen Schritt weiterzugehen: Vielleicht ist mit einem individuell höheren Pegel für jeden "noch mehr" drin? Nun entfaltet der Alkohol jedoch seine bittere Note.
Der dänische Film führt zu den Abgründen eines Trinkexperiments, das in "Der Rausch" leichtfüßig und vielversprechend beginnt. Starschauspieler Mads Mikkelsen brilliert in der Hauptrolle der weltweit erfolgreichen Tragikomödie, die zahlreiche Filmpreise gewann und als bester fremdländischer Spielfilm mit dem Oscar prämiert wurde.
Mit Mads Mikkelsen, Larsen Thomas Bo, Lars Ranthe, Magnus Millang, Maria Bonnevie, Helene Reingaard Neumann
Im "Berlinale-Studio" begrüßt in diesem Jahr wieder Knut Elstermann die Zuschauer aus dem Berlinale Palast am Potsdamer Platz.
Zu Gast beim "Kino King" sind die interessantesten Schauspielerinnen und Schauspieler und die Kreativen des Festivals. Dazu gibt es das Wichtigste über die Filme und Menschen der Berlinale.
In diesem Magazin werden Themen mit kulturellem und gesellschaftspolitischem Hintergrund behandelt. Dabei kommen weder Literatur noch Film, Theater, Kunst oder Musik zu kurz.
Ob Fußball, Wintersport oder Fahrradrennen - mit dieser Sendung bleibt der Zuschauer in Sachen Sportereignisse und -ergebnisse immer auf dem neuesten Stand.
Wenn die Mauern der Wiener Palais sprechen könnten, sie hätten zweifellos viel zu erzählen. Zum Beispiel von den zahlreichen erotischen Verwicklungen der besseren Gesellschaft.
Karl Hohenlohe begibt sich auf die Spuren des erotischen Wien und streift durch jene Nobelgebäude, die einst Schauplätze von Ehezwist und Seitensprung waren. In dieser Folge besucht er die Villa Nahowski - dort besuchte Kaiser Franz Joseph seine Geliebte.
Tausenden Frauen sollen Giacomo Casanovas Charme erlegen sein - 132 haben es in seine Memoiren geschafft. Sehr zum Missfallen der frommen Regentin Maria Theresia spielte sich einiges davon in Wien ab und inkludierte ihren untreuen Ehemann, Franz Stephan.
Verrückte Liebesgeschichten ereigneten sich auch im eleganten Palais Coburg, das eigentlich dazu dienen sollte, in der besten Gesellschaft zu repräsentieren. Doch dort lebten leidenschaftliche Personen, denen ihre Gefühle zum Verhängnis wurden: eine serienmäßig untreue, straffällige Prinzessin mit einem kriminellen Liebhaber und ein junger Prinz, den seine verbotene Liebschaft schließlich das Leben kostete.
Einzigartige Landschaften, eine reiche Geschichte und griechische Lebensart: Ein Besuch auf Kreta ist eine Reise durch eine bewegte Vergangenheit, die bis heute geheimnisvoll ist.
Die Nordküste Kretas ist vollständig touristisch erschlossen. Dort liegen die lebendigen Städtchen Chania und Rethymno sowie die Inselhauptstadt Heraklion. Der Süden ist vergleichsweise dünn besiedelt und lockt mit einsamen Traumstränden und unberührter Natur.
Erste Station der Reise ist die Hafenstadt Chania, in deren Architektur sich venezianische Einflüsse widerspiegeln. Das bis heute bewirtschaftete Kloster Agia Triada ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten auf Kreta. Der bepflanzte Innenhof inmitten der Klostermauern ist eine wahre Oase der Ruhe.
Nach einem Abstecher an den Kournas-See geht es weiter in die Küstenstadt Rethymno mit ihrer abwechslungsreichen Architektur. Einige Kilometer südlich der Stadt liegt das Kloster Arkadi, in dem sich 1866 während des Kretischen Aufstands eine Tragödie abspielt: Mehrere Hundert Dorfbewohner verschanzen sich dort und wählen den Freitod, um nicht den Osmanen in die Hände zu fallen.
Der Hafen der Hauptstadt Heraklion wird von einer venezianischen Festung aus dem 16. Jahrhundert dominiert. Das Archäologische Museum gehört zu den bedeutendsten Museen zur griechischen Geschichte und gibt unter anderem spannende Einblicke in die Zivilisation der Minoer. Die Ausgrabungsstätte des minoischen Palasts von Knossos liegt auf einem Hügel südlich der Hauptstadt. Zahlreiche Funde zeugen von der fortschrittlichen Lebensweise der Menschen in dieser Epoche.
Ein eher tragisches Kapitel der neueren Geschichte erzählt die heute verlassene Insel Spinalonga: Sie ist bis 1957 eine der letzten Leprakolonien Europas. An der Südküste liegt das Dörfchen Matala - in den 1960er-Jahren eine beliebte Zwischenstation für Aussteiger auf dem Hippie-Trail nach Südasien.
Am Strand von Preveli darf man sich wie am Nil fühlen, denn dort mündet ein palmengesäumtes Flüsschen ins Meer. Mit einer Wanderung durch die wildromantische Imbros-Schlucht endet die Rundreise über die größte griechische Insel.
Die Atacama zwischen Chile, Bolivien und Peru ist die größte Wüste des amerikanischen Kontinents und die trockenste der Erde. Der österreichische Forscher Thaddäus Haenke erkundete sie.
Zur Zeit der Französischen Revolution macht er sich auf den Weg nach Südamerika. Im Auftrag der spanischen Krone soll er die Tier- und Pflanzenwelt der unbekannten Landschaft am Rande der Anden erforschen. Die Dokumentation folgt seinen Spuren in der Wüste Atacama.
Was Haenke fand, waren Mineralien und Steine, die die Welt verändern sollten - in der chilenischen Wüste stieß der böhmische Universalgelehrte auf Salpeter, das "weiße Gold". Das "Universum"-Team durchquerte die Atacama von der Pazifikküste bis in die bolivianische Dschungelwelt und traf auf eine Wüstenlandschaft voller Überraschungen.
Das Forscherleben Thaddäus Haenkes begann mit Pannen: Im Jahr 1789 verpasste er in Spanien jenes Schiff, das ihn zu einer Südsee-Expedition mitnehmen sollte. Später erlitt er an der argentinischen Küste Schiffbruch und versäumte erneut sein Forschungsschiff. Um es noch einzuholen, musste er zu Pferd das damals den Europäern nahezu unbekannte Südamerika bis zur Küste Chiles durchqueren. Haenke entdeckte auf dieser Reise ungeheure Bodenschätze.
Heute gilt er als Entdecker der riesigen Salpeterlager in der Atacama: Am Rande der Wüste, in der Stadt Arequipa, stellte er die heilende Wirkung der örtlichen Thermalquellen fest. Die Veröffentlichung seiner Entdeckung verwandelte die Stadt in ein noch heute beliebtes Kurbad. Die berühmten Schwefelquellen helfen bei Rheumatismus und Hautkrankheiten. Im heutigen Bolivien führte Haenke außerdem die erste allgemeine Pockenschutzimpfung durch und setzte sich für die medizinische Versorgung der unterdrückten Indios ein.
Die spanische Obrigkeit beobachtete den Fremden und seine offensichtlich revolutionären Ansichten mit Misstrauen. 1816 starb er im Alter von 54 Jahren unter ungeklärten Umständen. Wurde er vergiftet? Hatte er heimlich die aufständischen Indios gegen die spanische Krone mit Schießpulver versorgt?
200 Jahre später ist das Reisen in der Wüste Atacama immer noch ein Abenteuer. Unsichere Straßen führen durch bizarre Mondlandschaften, die Temperaturen schwanken zwischen 40 Grad Celsius plus am Tag und 15 Grad minus in der Nacht.