Die Bretagne ist die größte Halbinsel Frankreichs. Ihre fast 3000 Kilometer lange Küste wechselt von mächtigen Granitklippen zu versteckten Buchten und weiten Sandstränden.
Es ist eine geschichtsträchtige Region, in der die Legenden blühen, wo Traditionen und Brauchtum bis heute gepflegt werden. Die Küstenlandschaft ist von Wind und Wellen geprägt. Aber durch das milde Klima gedeiht an manchen Orten eine fast schon mediterrane Vegetation.
Der italienische Himmelsweg "Cammino Celeste" führt von den Ufern der Adria zu den majestätischen Gipfeln der Julischen Alpen - entlang geschichtsträchtiger Orte und imposanten Landschaften.
Die Dokumentation folgt auf diesem Weg der bewegten Geschichte Norditaliens und zeigt eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, eindrucksvolle Bauwerke und historische Plätze.
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Für viele ist Elon Musk ein schillernder Unternehmer - und der reichste Mensch der Welt. Der Historiker Quinn Slobodian sieht in ihm weit mehr: Musk stehe für ein neues Weltbild.
Für ein Weltbild, das ein zutiefst beunruhigendes Verständnis von Demokratie und technologischer Freiheit mit sich bringe.
Beim Namen Elon Musk denken viele an Tesla, die Plattform X, die Raketen von SpaceX oder an Neuralink, das Gehirn-Computer-Schnittstellen entwickelt. Für Quinn Slobodian greift diese Perspektive zu kurz. Er argumentiert: Bei Musk gehe es nicht nur um eine Einzelperson oder um erfolgreiche Unternehmen, sondern um ein ideologisches Projekt - ein Weltverständnis, das darauf abzielt, Gesellschaft gewissermaßen neu zu programmieren, mit weitreichenden politischen Konsequenzen.
Olivia Röllin spricht mit Quinn Slobodian, Autor von "Muskismus", darüber, wie Elon Musk durch antizyklische Entscheidungen und erhebliche staatliche Unterstützung zum reichsten Mann der Welt werden konnte, der heute sogar über den Verlauf von Kriegen mitentscheiden kann - und welche Welt der selbst ernannte "Technoking" entwirft, wenn er von einer Verschmelzung von Mensch und Künstlicher Intelligenz spricht.
Raben haben die Menschheit quer durch die Geschichte fasziniert - um die eleganten schwarzen Vögel ranken sich viele Geschichten und Mythen.
Alle Krähenvögel gelten als hochintelligent, bringen aber angeblich auch Unglück und werden in vielen Kulturen als Todesboten angesehen. Der Kurzfilm stellt die Beziehung zwischen Tier und Mensch dar und geht den Vorurteilen und Legenden auf den Grund.
In der nordischen Mythologie der Germanen sind Munin und Kudin getreue Gefährten von Göttervater Odin, bei den Griechen und Römern waren Raben weise Orakelvögel. In Ägypten galten sie als Symbol der Treue, da Raben lebenslange monogame Partnerschaften eingehen. In vielen Glaubensrichtungen stellen Raben die Seelen Verstorbener dar, die wiedergekehrt sind.
In der Kunstgeschichte spielt der Rabe ebenfalls eine bedeutende Rolle, man denke nur an Edgar Allen Poes Gedicht "The Raven", eine Ikone der Weltliteratur. In Alfred Hitchcocks Filmklassiker "Die Vögel" sind es vor allem Krähen, die einen ganzen Ort terrorisieren.
Mittels Archivmaterial aus der Kunsthistorie und der Populärkultur zeichnet die Regisseurin Heidi Neuburger-Dumancic die Kulturgeschichte der Tiere nach. Stilisierte und animierte Grafiken im Stil von Collagen und Scherenschnitten geben dem Format einen visuellen roten Faden. Tonalität und Stilistik sind betont unterhaltsam, der Off-Kommentar ist humorvoll ironisch.
In der literarischen Reihe dreht sich alles um das Thema Lesen. Neben regen Diskussionen über Bücher werden auch die Neuheiten aus allen Literaturbereichen vorgestellt.
"Literaturclub" diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.
In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.
Die Norwegerin Anna-Eva Bergman war eine der wichtigsten Malerinnen der skandinavischen Moderne. Doch wie viele Künstlerinnen ihrer Zeit wurde auch sie von der Kunstgeschichte vernachlässigt.
Aus dem Schatten ihres Mannes, des berühmten abstrakten Malers Hans Hartung, trat sie zeitlebens nie heraus. Als die Künstlerin 1987 starb, hinterließ sie ein lichtdurchdrungenes Werk, hochempfindliche Gemälde mit Blattmetall, Gold und Silber.
Es lädt zur Kontemplation, zur Meditation ein. Monumentale Gemälde, in denen das Gegenständliche mit dem Abstrakten verschmilzt und die nordische Sonne neben dem mediterranen Horizont existiert: die zwei Extreme, die ihr ganzes Leben prägten.
Die Dokumentation begleitet die Suche Bergmans als Künstlerin. Indem sie ihre eigenen Texte verwendet, zeigt sie den schwierigen Weg ins Innere. In einem nahezu alchemistischen Wandlungsprozess erschafft Bergman in Norwegen Schritt für Schritt ihr eigenes künstlerisches Universum. Aus der Auseinandersetzung mit den Landschaften und der Kultur ihrer Heimat zieht sie die Inspiration für ihr ganz persönliches Ausdrucksmittel: Blattmetall, Gold und Silber. Am Ende ihres Wegs steht ein Werk, das von den archaischen Landschaften und Mythologien Norwegens, von philosophischen, spirituellen, meta- und astrophysikalischen Fragen geprägt ist. Und heute aktueller denn je scheint, wirft es doch die Frage nach dem Platz des Menschen im Universum auf.
Inzwischen erfährt Anna-Eva Bergman eine längst überfällige Wiederentdeckung.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Bis zu 2000 Menschen pro Tag sorgen im Sommer für Trubel im steirischen Alpentierpark in Mautern. Doch im Winter kehrt Ruhe ein. Bären schlafen in Heu-Nestern, weiße Wölfe spielen im Schnee.
Für ihren Film besucht Waltraud Paschinger ein Jahr lang den "Wilden Berg", wo so manches wilde Tier ungewöhnlich zahm ist, denn viele sind Findelkinder und wurden von Hand aufgezogen.
Noch blind und gerade einmal handgroß sind auch die drei jungen Füchse, die während der Dreharbeiten vom Tierpark aufgenommen wurden. Ein 24-Stunden-Job für Sonja Gollenz. Sie ist die biologische Leiterin des Wildparks, packt jeden Morgen beim Füttern mit an und ist bei Bedarf Mutterersatz für so manche Neuankömmlinge. Waschbären, Ziegen, Esel - viele der Tiere des Parks waren Sonjas Flaschenkinder. Besonders spannend ist der Tag, an dem der Nachwuchs erstmals zur Füchsin "Foxi", der Hausherrin, ins Gehege kommt.
Bereits legendär ist Puzzi, ein Gänsegeier-Weibchen. Es betrachtet Menschen als Mitglieder seiner Geierkolonie, hat keine Scheu vor Menschen und besucht gelegentlich das nahe gelegene Schwimmbad oder ein Grillfest. Und Fritzi, der Grauwolf, hielt 2015 für einige Wochen die Presse und die Umgebung des Tierparks in Atem. Damals war Fritzi ausgebüxt und konnte seinen Jägern für kurze Zeit immer wieder geschickt entkommen.
Neben den wilden Alpentieren beherbergt der "Kinderbauernhof" alte Haustierrassen wie die gefleckten Turopolje-Schweine, Kaninchen oder Meerschweinchen. Eine "Ziegen-Gang" läuft frei durch das Parkgelände, holt sich Futter und Streicheleinheiten bei den Gästen ab.
Die Dokumentation zeigt aber auch die Momente, die den Besuchern gänzlich verborgen sind. Ab Herbst ist der Tierpark gesperrt. Die schneereichen Winter lassen einen Ganzjahresbetrieb nicht zu. Selbst einige Tiere, wie Jaks, Hirschkühe und Hirsche, werden Ende Oktober ins Tal getrieben. Jedes Jahr aufs Neue bedeutet dieser Tag Anspannung für das Tierpfleger-Team. Sind die Gatter geöffnet, legen die mächtigen Hirsche in nur wenigen Sekunden die 300 Höhenmeter über die steile Bergflanke zurück.
Mit den ersten Schneefällen wird es ruhig am Berg. Die Tiere sind vorsichtiger, bleiben eher in Deckung, und man muss lange suchen, um einen der weißen Polarwölfe im tief verschneiten Terrain zu entdecken. In der kalten Jahreszeit schalten die Tiere auf Reserve, keine Bewegung zu viel, vor allem bei den Braunbären ist Energiesparen angesagt. Sie liegen zusammengerollt in ihren warmen Heu-Nestern und schlafen fünf Monate, ohne zu fressen und zu trinken. Eine Zeit, in der das Filmteam den sonst so flinken Raubtieren ganz nahekommen konnte.
Mit dem Frühling kehrt wieder Leben in das Gehege ein: Bären rangeln, um ihre Hierarchien neu zu ordnen, Jungtiere kommen zur Welt, und das Training für die Flug-Show beginnt.
Östlich von Salzburg liegt eine kleine Region mit einer außergewöhnlichen Geschichte: das Salzkammergut. Über Jahrhunderte war der Kulturraum Privatbesitz der Kaiserfamilie von Österreich.
Die großen Salzvorkommen nördlich des mächtigen Dachsteingebirges brachten ihr Reichtum. Besondere Traditionen und eine eigene Mentalität erwuchsen aus dieser langen Abgeschiedenheit und charakterisieren den Landstrich noch heute - genauso wie seine grandiose Natur.
Tirol ist das Land der Berge und Almen. Es steht wie kein anderes österreichisches Bundesland für Massentourismus. Doch immer Menschen denken um und gehen neue Wege. Der Film stellt sie vor.
Darunter eine Lehrerin, die in den Kitzbüheler Alpen eine Hochalm mit Yaks nachhaltig bewirtschaftet, ein Hobbytaucher, der die Seen vom Müll befreit, und eine Biologin, die im Hochzillertal Schneehühner beobachtet, um mehr über den Klimawandel zu erfahren.
Außerdem eine Naturschützerin, die im Kaunertal Bergwälder klimafit macht und Almen vor Verbuschung rettet, und ein Sternenfotograf, der in die Tiroler Nächte zieht, um den Menschen verborgene Schönheit zu zeigen und ihnen die Ehrfurcht vor der Natur zu vermitteln.
Sie alle öffnen die Augen für neue Perspektiven und machen Lust auf einen Besuch in unbekannten Ecken ihrer Heimat. Eingebettet sind ihre Geschichten in beeindruckende Landschaftsaufnahmen und überraschende Detailansichten
Kärnten ist das österreichische Bundesland Österreichs Tausender kristallklarer Seen und Flüsse sowie der Wasserkraft, die fast den gesamten Strombedarf des Landes deckt.
Dort trifft man Menschen, die Tradition und Fortschritt verbinden wollen: beispielsweise einen Berufsfischer am Weißensee, der sein Handwerk nachhaltig betreibt. Oder einen junger Erfinder, der eine smarte App für Imker entwickelt hat.
Außerdem einen visionärer Gärtner, der am Faaker See mehr als 200 Zitronensorten blühen lässt und Spitzenköche damit verwöhnt. Eine leidenschaftliche Ingenieurin, die Europas höchste Fischtreppe an der Drau in Betrieb nimmt, um die Wasserkraft umweltverträglicher zu machen. Und einen Vater mit seinem Sohn, die das Verschwinden des tiefst gelegenen Gletschers in Kärnten seit Jahrzehnten dokumentieren.
Sie alle öffnen die Augen für neue Perspektiven und machen Lust auf einen Besuch in unbekannten Ecken ihrer Heimat. Eingebettet sind ihre Geschichten in beeindruckende Landschaftsaufnahmen und überraschende Detailansichten.
Redaktionshinweis: 3sat zeigt die weiteren beiden Teile der vierteiligen Reihe "Faszination Österreich" am Sonntag, 19. April, ab 15.30 Uhr.
Was passiert, wenn eine ambitionierte, aber erfolglose Schauspielerin in der Mitte ihres Lebens, einen jungen, kein bisschen ambitionierten und ebenso erfolglosen Pfarrer coacht?
Rebeccas Schauspielkarriere ist den Bach runter. Das Angebot, in einem Kellertheater die Hauptrolle zu spielen, kommt da wie ein Geschenk des Himmels - genau wie das Angebot, den talentfreien Pfarrer Thaddäus zu coachen.
Denn Rebecca ist chronisch pleite und hangelt sich von Job zu Job. Sie will einfach nicht verstehen, warum ihre Karriere als Schauspielerin trotz aller Leidenschaft, Anstrengung und Opfer quasi vorbei ist. Sie hat immer mehr gegeben als alle anderen. Hat sich gegen ihre Familie entschieden, um sich voll ihrem Traum zu widmen, und, wo bitte steht sie jetzt? Das Verhältnis zu ihrem Sohn jedenfalls ist dermaßen beschädigt, dass sie nicht einmal miteinander reden können.
Mit umso größerer Leidenschaft stürzt sie sich daher auf ihr neues Engagement: die Hauptrolle als Pfarrerin in einem Stück in einem Kellertheater - dummerweise leider unbezahlt, da keine Fördermittel vorhanden sind. Um trotzdem über die Runden zu kommen und gleichzeitig für ihre Rolle zu recherchieren, übernimmt sie auf Bitten des Bischofs, einem alten Schulfreund, einen eher ungewöhnlichen Job: Sie soll seinen Sohn Thaddäus coachen - denn ausgerechnet der Sohn des Bischofs ist Berlins schlechtester Pfarrer.
Rebecca erkennt sofort, dass bei Thaddäus Hopfen und Malz verloren ist. Er hat null Draht zu seinen "Schafen" und ist absolut unbegabt, was das Predigen betrifft. Doch bis zum Reformationstag muss der Junge predigen können wie der Heiland selbst, oder Rebecca geht leer aus. Und dann kann sie ihr Comeback vergessen, und es droht außerdem die vom Arbeitsamt angekündigte Umschulung.
Doch Thaddäus boykottiert Rebeccas Engagement mit größtmöglichem Desinteresse. Als er nach einer spontanen "Lockerungsübung" dann auch noch eine Anzeige wegen Diebstahls und Körperverletzung bekommt, droht alles aus dem Ruder zu laufen. Mit dem möglichen Ende ihrer Karriere konfrontiert, schreckt Rebecca selbst vor einer Intrige nicht zurück, um Thaddäus wieder für sich zu gewinnen.
Mit Andrea Sawatzki, Franz Hartwig, Steffi Kühnert, Oliver Breite, Sandra von Ruffin, Margit Bendokat
Was zeichnet die Schweiz aus? Charakteristische Züge, aktuelle Ereignisse sowie Land und Leute werden vorgestellt. Außerdem finden regelmäßig Gespräche mit Studiogästen statt.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
In einer Welt, in der schlanke Körper als das ultimative Statussymbol gelten, wirkt ein Medikament, das den Appetit dämpft, wie ein Verrat am gesellschaftlichen Ideal.
Plötzlich erreichen viele Menschen etwas, das sich zuvor nur wenige vermeintlich mühsam erkämpft haben. Und sofort flammt eine Debatte auf: Ist die medikamentöse Adipositas-Behandlung eine medizinische Notwendigkeit oder eine bequeme Abkürzung für Undisziplinierte?
Die Endokrinologin Katja Leitner vom Kantonsspital Aarau kann darüber nur den Kopf schütteln. Adipositas ist eine chronische Erkrankung, von der weltweit jeder Achte betroffen ist und die zu zahlreichen Folgeerkrankungen führen kann. "Die Aussage 'Iss weniger, beweg dich mehr' greift zu kurz. Der Lebensstil ist nur ein Faktor." Entscheidend seien ebenso Aspekte wie Genetik, Alter, Hormone und Umwelt, betont Leitner.
Die Soziologin Katja Rost von der Universität Zürich sieht im Aufruhr rund um GLP-1-Medikamente hingegen ein gesellschaftliches Muster: "Schlanksein ist heute ein rares Gut und gesellschaftlich hoch angesehen. Gerade weil es als hart erarbeitet gilt." Diese Exklusivität gerät nun ins Wanken.
Für Corina Preisig, die mit Wegovy knapp 30 Kilo verloren hat, ist diese Dynamik Alltag: "Als übergewichtige Person kann man es den Menschen nicht recht machen. Wenn du dick bist, passt es ihnen nicht, und wenn du abnimmst, wirst du ebenfalls kritisiert." Auch Chiara Kroop kennt den moralischen Unterton, wenn es ums Thema Abnehmspritze geht. Sie dokumentiert ihr Abnehmen mit Mounjaro auf Social Media und erhält dort regelmäßig Kommentare wie "Einfach mal weniger fressen" oder "Mit Spritze abnehmen ist keine Leistung". Fritz Scheidegger, der schon lange mit Adipositas lebt, pfeift auf die öffentliche Kritik. Für ihn zählt nur, dass er sich mit jedem Kilo weniger wieder aktiver fühlt.
"NZZ Format" zeigt, was hinter der hitzigen Debatte steht: Menschen, die Unterstützung brauchen - und eine Gesellschaft, die Körper weiterhin moralisch bewertet.
Wer sich dem UNESCO-Weltkulturerbe "Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin" nähert, wird von Schloss Sanssouci und seiner direkten Umgebung fasziniert sein.
Das kleine Palais auf dem Weinberg, sein knorriger Besitzer, der Alte Fritz: In der Tat ist der Park Sanssouci mit seinem Lustschloss auf dem Weinberg so etwas wie das Herz der preußischen Parklandschaft. Er steht im Mittelpunkt, aber er steht nicht allein.
Das Kurfürstentum Brandenburg wurde, als es in die Hände der Hohenzollern kam, gemeinhin als landschaftlich reizlos und wirtschaftlich hoffnungslos betrachtet. In seinem Zentrum, um Potsdam und Berlin, eine ideale Landschaft schaffen zu wollen, schien eine verwegene Idee. Anfangs ließen die Landesherren, jeder nach Geschmack, Talent, Neigung, Mode und Staatskasse, ihre Schlösser bauen und ihre Parks dazu arrangieren. Friedrich der Große gestaltete den Park Sanssouci voller offener und versteckter Bezüge und Bedeutungen, sein Neffe, Friedrich Wilhelm II., den Neuen Garten geheimnisvoll und esoterisch, die Pfaueninsel exzentrisch und irreal. Spätestens mit der Berufung des jungen Gartenbaumeisters Peter Joseph Lenné jedoch, begann die Zusammenfassung der Parks zu einem großen Landschaftskunstwerk.
In der Nachkriegszeit wurde es mit der Teilung der Welt in Ost und West zerschnitten, teilweise Sperrgebiet und Todesstreifen. Der Wert dieses Gesamtkunstwerks wurde nicht mehr erkannt. Auf der Pfaueninsel plante der Westberliner Senat etwa den Bau eines Atomkraftwerks.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
"Happy Hour" ist Stand-Up-Comedy mit Herz, Hirn und Humor. Dieses Mal dabei: Maxi Gstettenbauer, Ana Lucía, Herr Schröder, Rasmus Syman und Paula Carolina.
Zur besten Sendezeit zeigen Till Reiners und seine Gäste, wie vielseitig satirische Bühnenunterhaltung sein kann. Ob Stars oder Newcomer, ob Stand-up-Comedy, Kabarett oder Musik - hier ist alles willkommen, was für Spaß mit doppeltem Boden sorgt.
In dieser Ausgabe macht sich Till Sorgen um das Wohlbefinden von Spitzenpolitikern. Maxi Gstettenbauer hat ein emotionales Verhältnis zu Hundewelpen und zu Friedrich Merz. Ana Lucía möchte es nicht mehr allen recht machen und hat eine gewagte Idee. Herr Schröder erklärt, warum Schule keinen Spaß machen darf. Rasmus Syman ist genervt von authentischen Urlaubern und Paula Carolina feiert ihre ganz eigene Neue Deutsche Welle.
Till Reiners ist erfolgreicher Stand-up-Comedian, Moderator und Podcaster. Seit 2022 ist der Gastgeber der "Happy Hour". Im Sommer 2025 hat er mit "Till Tonight" seine erste eigene Late-Night-Show im ZDF-Hauptprogramm moderiert. Im April 2026 feiert er Premiere mit seinem neuen Soloprogramm "Das ist alles Teil der Show".
Jan Philipp Zymny beobachtet in "Illegale Straßentherapie" seinen skurrilen Alltag und wechselt von philosophischem Unsinn zu sehr persönlichen Perspektiven. Stand-up-Comedy der Extraklasse.
Es entfaltet sich eine ebenso kluge wie komische Performance. Zymny wechselt mühelos zwischen Ernst und Albernheit und macht genau aus seiner Eigenheit seine größte Stärke. - 3sat zeigt den Auftritt aus dem "Frankfurter Hof" in Mainz.
"Ich bin verrückt. Ich habe Dokumente, die das belegen": eine selbstironische Steilvorlage für Jan Philipp Zymnys neues Programm "Illegale Straßentherapie". Der Bochumer Poetry-Slam-Meister und Autor begeistert mit komplett neuen Gags, tiefgründiger Ironie und der Gabe, sein Publikum punktgenau mitzunehmen. Comedy, die nicht nur unterhält, sondern auch den Verstand herausfordert: Mit feinem Gespür für das Absurde spielt er mit den kleinen und großen Verrücktheiten des Alltags - mal scharfsinnig, mal absurd, immer voller unvorhersehbarer Wendungen.
Zymny jongliert mit den vielen Facetten des Humors und nimmt sein Publikum mit auf eine Reise, die klug, überraschend und dabei unverschämt komisch ist. Ein Abend, der zum Lachen bringt, zum Staunen und manchmal auch zum Kopfschütteln. Mental Health? Spielt aktuell eine große Rolle, doch Zymny macht daraus große Unterhaltung voller Witz und Intelligenz.
Der abgehalfterte Ex-Journalist Ralph muss als Aushilfslehrer an einer Abendschule anheuern und lernt dabei am Ende mehr als seine Schützlinge.
Ralph führte eigentlich ein wunderbares Leben als junger erfolgreicher Printredakteur mit seiner fabelhaften Frau Laila in der gemeinsamen Traumwohnung. Eigentlich. Denn diese Zeiten sind lange vorbei, wie Ralph nun bitter feststellen muss.
An seinem 50. Geburtstag findet er sich als arbeitsloser, verschuldeter, geschiedener Untermieter bei seinem ehemaligen Praktikanten und dessen Oma wieder. Während seine Ex-Frau mit ihrem neuen aufstrebenden Partner nach wie vor im Luxus schwelgt, wird Ralph vom Arbeitsamt dazu verdonnert, als Lehrer an einer Abendschule anzufangen. Widerwillig erkennt Ralph, dass er, um wieder dazuzugehören, die Herausforderung annehmen muss. Zumal sich sozial engagierte Tätigkeiten nicht nur im Lebenslauf und in seinem alten Freundeskreis gut machen - vielleicht imponiert er damit auch Laila?
So schwer kann es ja wohl nicht sein, ein paar unmotivierten ehemaligen Schulabbrechern die deutsche Sprache beizubringen. Doch es ist schwer. Denn Ralphs Klasse stellt sich als ganz schön bunter Haufen heraus: eine übermüdete junge Mutter, die dauernd einschläft. Ein 65-jähriger Analphabet mit Erstlese-Fibel. Eine überschminkte Handysüchtige. Ein hoch motivierter Junge mit Downsyndrom. Ein kleinkrimineller Jugendlicher mit Null-Bock-Haltung. Und ein intelligenter Haitianer, der sich von einer deutschen Frau unterjochen lässt und Ralph mit seinem Voodoo-Zauber in den Wahnsinn treibt.
Und dann kommt alles anders: Nicht nur, dass seine Schüler im Gegensatz zu ihm tatsächlich etwas lernen wollen, vor allem die strengen Auflagen der Rektorin Dörte Wiedebusch machen ihm, gelinde gesagt, das Leben zur Hölle.
Mit Axel Prahl, Aglaia Szyszkowitz, Inka Friedrich, Katharina Thalbach, Max Hegewald, Simon Schwarz
Ein vielfach dekorierter US-Leutnant ist angeklagt, den Vergewaltiger seiner Ehefrau umgebracht zu haben. Vor Gericht erkämpft sein Strafverteidiger ein überraschendes Urteil.
Der psychologische Kriminalthriller mit James Stewart als Rechtsanwalt seziert mit den Spannungselementen eines Sensationsprozesses fast wissenschaftlich die seelische Anatomie der Beteiligten. Für seine Rolle erhielt Stewart 1959 eine Oscarnominierung.
Der junge Leutnant der US-Armee, Frederick Manion, steht wegen Mordes vor Gericht. Er soll in einer Kleinstadt den Barbesitzer Quill erschossen haben. Der Fall scheint eindeutig. Rechtsanwalt Paul Biegler soll die Verteidigung übernehmen. Bevor dieser allerdings endgültig das Mandat annimmt, lässt er sich vom Angeklagten den Hergang erzählen.
Manion begründet die Tat damit, dass Quill seine Frau Laura vergewaltigt habe. Der Polizeiarzt hat bei Laura allerdings keinerlei Spuren einer Vergewaltigung gefunden. Außerdem ist zwischen der angeblichen Vergewaltigung und Manions Tat ungewöhnlich viel Zeit verstrichen. Deshalb plädiert die Staatsanwaltschaft auf Mord.
Bei seinen Gesprächen mit Manion erkennt Biegler dessen Eifersucht und Jähzorn. Er sieht darin eine Chance für die Verteidigung. Mithilfe seines alten Freundes und Kollegen Parnell McCarthy gräbt er ein Präzedenzurteil aus. Biegler plädiert daraufhin auf Unzurechnungsfähigkeit aufgrund eines unwiderstehlichen Impulses - und damit auf Freispruch. Doch Staatsanwalt Claude Dancer liefert Biegler während der Verhandlung ein wortgewaltiges Duell.
Regisseur Otto Preminger lässt in seinem meisterhaft inszenierten Thriller Ankläger und Verteidiger um die Frage kreisen, inwieweit Laura selbst für die Tat verantwortlich ist und ob ihr Mann tatsächlich im Affekt handelte.
Mit James Stewart, Lee Remick, Ben Gazzara, Arthur O'Connell, George C. Scott
Die Norwegerin Anna-Eva Bergman war eine der wichtigsten Malerinnen der skandinavischen Moderne. Doch wie viele Künstlerinnen ihrer Zeit wurde auch sie von der Kunstgeschichte vernachlässigt.
Aus dem Schatten ihres Mannes, des berühmten abstrakten Malers Hans Hartung, trat sie zeitlebens nie heraus. Als die Künstlerin 1987 starb, hinterließ sie ein lichtdurchdrungenes Werk, hochempfindliche Gemälde mit Blattmetall, Gold und Silber.
Es lädt zur Kontemplation, zur Meditation ein. Monumentale Gemälde, in denen das Gegenständliche mit dem Abstrakten verschmilzt und die nordische Sonne neben dem mediterranen Horizont existiert: die zwei Extreme, die ihr ganzes Leben prägten.
Die Dokumentation begleitet die Suche Bergmans als Künstlerin. Indem sie ihre eigenen Texte verwendet, zeigt sie den schwierigen Weg ins Innere. In einem nahezu alchemistischen Wandlungsprozess erschafft Bergman in Norwegen Schritt für Schritt ihr eigenes künstlerisches Universum. Aus der Auseinandersetzung mit den Landschaften und der Kultur ihrer Heimat zieht sie die Inspiration für ihr ganz persönliches Ausdrucksmittel: Blattmetall, Gold und Silber. Am Ende ihres Wegs steht ein Werk, das von den archaischen Landschaften und Mythologien Norwegens, von philosophischen, spirituellen, meta- und astrophysikalischen Fragen geprägt ist. Und heute aktueller denn je scheint, wirft es doch die Frage nach dem Platz des Menschen im Universum auf.
Inzwischen erfährt Anna-Eva Bergman eine längst überfällige Wiederentdeckung.
Östlich von Salzburg liegt eine kleine Region mit einer außergewöhnlichen Geschichte: das Salzkammergut. Über Jahrhunderte war der Kulturraum Privatbesitz der Kaiserfamilie von Österreich.
Die großen Salzvorkommen nördlich des mächtigen Dachsteingebirges brachten ihr Reichtum. Besondere Traditionen und eine eigene Mentalität erwuchsen aus dieser langen Abgeschiedenheit und charakterisieren den Landstrich noch heute - genauso wie seine grandiose Natur.
Tirol ist das Land der Berge und Almen. Es steht wie kein anderes österreichisches Bundesland für Massentourismus. Doch immer Menschen denken um und gehen neue Wege. Der Film stellt sie vor.
Darunter eine Lehrerin, die in den Kitzbüheler Alpen eine Hochalm mit Yaks nachhaltig bewirtschaftet, ein Hobbytaucher, der die Seen vom Müll befreit, und eine Biologin, die im Hochzillertal Schneehühner beobachtet, um mehr über den Klimawandel zu erfahren.
Außerdem eine Naturschützerin, die im Kaunertal Bergwälder klimafit macht und Almen vor Verbuschung rettet, und ein Sternenfotograf, der in die Tiroler Nächte zieht, um den Menschen verborgene Schönheit zu zeigen und ihnen die Ehrfurcht vor der Natur zu vermitteln.
Sie alle öffnen die Augen für neue Perspektiven und machen Lust auf einen Besuch in unbekannten Ecken ihrer Heimat. Eingebettet sind ihre Geschichten in beeindruckende Landschaftsaufnahmen und überraschende Detailansichten
Kärnten ist das österreichische Bundesland Österreichs Tausender kristallklarer Seen und Flüsse sowie der Wasserkraft, die fast den gesamten Strombedarf des Landes deckt.
Dort trifft man Menschen, die Tradition und Fortschritt verbinden wollen: beispielsweise einen Berufsfischer am Weißensee, der sein Handwerk nachhaltig betreibt. Oder einen junger Erfinder, der eine smarte App für Imker entwickelt hat.
Außerdem einen visionärer Gärtner, der am Faaker See mehr als 200 Zitronensorten blühen lässt und Spitzenköche damit verwöhnt. Eine leidenschaftliche Ingenieurin, die Europas höchste Fischtreppe an der Drau in Betrieb nimmt, um die Wasserkraft umweltverträglicher zu machen. Und einen Vater mit seinem Sohn, die das Verschwinden des tiefst gelegenen Gletschers in Kärnten seit Jahrzehnten dokumentieren.
Sie alle öffnen die Augen für neue Perspektiven und machen Lust auf einen Besuch in unbekannten Ecken ihrer Heimat. Eingebettet sind ihre Geschichten in beeindruckende Landschaftsaufnahmen und überraschende Detailansichten.
Das gelbe Postauto gehört zur Schweiz wie der Käse, der Franken oder das Matterhorn. Mit einem Pauschalticket hat das Filmteam für acht Tage freie Fahrt auf der Reise quer durch das Land.
Unterwegs haben die Filmemacher ganz besondere Menschen und Orte kennengelernt. Die Reise beginnt in der Nähe von Zürich und führt in die Zentralschweiz nach Schwyz, Andermatt. Ziel ist Juf - auf 2126 Metern der höchstgelegene bewohnte Ort der Schweiz.