Kaum eine Insel ist stärker geprägt von Gegensätzen als Sylt: zwischen Luxus und Ursprünglichkeit, Glamour und natürlicher Idylle. Ein bildgewaltiger Blick auf einen Ort voller Magie.
Unter seiner Attraktivität leidet Sylt allerdings auch: Mehr als 750.000 Besucher jährlich statteten der Insel vor Corona einen Besuch ab, zum Nutzen, aber auch zum Leidwesen der Einheimischen. Dieser Film wirft einen Blick auf die Parallelwelt im hohen Norden.
Außergewöhnlich ist für viele Touristen allein schon die Anreise nach Sylt. Die meisten kommen mit ihrem Wagen huckepack auf dem Autotransporter von Niebüll aus mit der Bahn an, erleben rechts und links des Hindenburgdamms die Wasserwelt des Wattenmeers. Auf der Insel geht es mit den Gegensätzen weiter: zwischen Luxus und Ursprünglichkeit, zwischen Kampen und Camping. Sylt ist eine Insel der Gegensätze. Quirliges Leben in Westerland, menschenleere Strandabschnitte am Lister Ellenbogen. Die Kurzreportage gibt einen Einblick in die Parallelwelt einer majestätischen und vermeintlich extravaganten Insel, jenseits der Touristen-Hotspots.
Im Mittelpunkt des Films stehen dabei auch waschechte Insulaner, wie Landwirt John-Ricklef Petersen. Er ist einer von rund 14.000 Menschen, die von dort stammen und sogar noch den Sylter Dialekt Söl'ring beherrschen. Seit mehr als 100 Jahren betreibt die Familie Petersens auf den Wiesen der Insel Landwirtschaft, bereits in dritter Generation. Das Herzstück des landwirtschaftlichen Biobetriebes bilden die 250 Galloway-Angusrinder aus eigener Zucht. Die Familie arbeitet auch dann auf den Feldern und am Deich, wenn in der Hochsaison die Touristen in ihren Hotel- und Ferienhausbetten noch schlummern. Das Verhältnis zwischen ihnen und den Einheimischen ist zwiegespalten. Die Insel lebt vom Tourismus, doch die Naturschutzgebiete werden dadurch belastet und treiben die Immobilienpreise in die Höhe. Viele Einheimische können sich ihre eigene Insel schon lange nicht mehr leisten.
Inzwischen fest verwurzelt mit der Insel ist der 20-jährige Phillip Grossmann. Ihn findet man meist vor Sylts Südspitze, etwa sechs Kilometer von Bauer Petersens Salzwiesen entfernt, auf der "Simon Alexander". Es ist eines von nur fünf Fangschiffen, das vor Sylt Muscheln fischen darf. Die Ausbeute ist groß, denn Sylt gilt als ein Paradies für Miesmuscheln.
Landwirt John-Ricklef Petersen hat nicht nur seine Rinder ständig im Blick, sondern vor allem auch seine ebenso vielen Salzwiesen-Schafe, 250 wollige Ureinwohner von Sylt. Sie weiden bis in den November hinein auf den Salzwiesen an der Ostseite der Insel und bestimmen den Jahresrhythmus der Familie. Alles ist fast auf den Tag genau getaktet, damit rechtzeitig zu Ostern etwa 400 Lämmer das Licht der Welt erblicken.
An Dänemarks Nordseeküste gibt es spektakuläre Dünenlandschaften, verwunschene Küstenwälder und endlose Sandstrände. Die Fischer nutzen den Strand als Liegeplatz für ihre Boote.
Im Norden bei Skagen treffen Skagerrak und Kattegat aufeinander. Dort ziehen im Herbst große Thunfischschwärme vorbei. Nicht weit entfernt: die schwedische Nordseeküste, geprägt von Schären.
An Dänemarks Nordseeküste weht selbst in den kurzen Sommermonaten ein frischer Wind. Die Küste ist wegen ihrer Wellen bei Surfern aus ganz Europa beliebt.
An Dänemarks Nordspitze verhinderten über Jahrhunderte der lockere Sand und die Dünen, dass richtige Häfen gebaut werden konnten. Fischer nutzen bis heute den Strand als Liegeplatz. Sten Christensen hat hierbei den wohl wichtigsten Job. Als "Windenmann" bedient er die Seilwinde, mit der die Boote vom Strand aufs Wasser und vom Wasser auf den Strand gezogen werden.
Bei Skagen ziehen seit rund zehn Jahren wieder große Thunfischschwärme vorbei. Seit 2017 organisiert der Meeresbiologe Kim Aarestrup einmal im Jahr das große "Thunfisch-Rennen". Rund 70 Hobbyangler stechen in See, um im Auftrag der Wissenschaft Thunfische zu fangen. Die Tiere bekommen Sender, die den Wissenschaftlern ein Jahr lang wichtige Daten schicken.
Nur etwa 60 Kilometer Luftlinie entfernt liegt Schweden. Dort ist das Meer überall, wenn der Skagerrak sich in etwa 3000 Schären auflöst. Diese kleinen Inseln entstanden als Folge der Eiszeit, als die Eismassen sich zurückzogen und die darunter liegenden Gesteinsmassen durch den Druck erodierten.
Im malerischen Fjällbacka beginnt Ende September die Hummersaison. Fischer Ingemar Granqvist darf zur legendären Hummerpremiere 40 Fangkörbe im Wasser auslegen - das Fest zur Eröffnung der Saison ist in dem kleinen Ort fast so wichtig wie Weihnachten.
Licht aus, Spot an! Welche spannenden Filme in nächster Zeit in den deutschen Kinos anlaufen oder auf DVD erscheinen, gibt es hier zu sehen. Interviews mit Schauspielern oder Regissueren runden das Angebot ab.
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
In der Schweizer Gesprächssendung "Sternstunde Philosophie" diskutieren Philosophen, Wissenschaftler und Künstler Themen einer immer komplexer werdenden Welt.
"Sternstunde Philosophie" schlägt den großen Bogen von der gesellschaftspolitischen Aktualität zu den Grundfragen der Philosophie: Wer ist wofür verantwortlich, worin besteht die menschliche Freiheit, was bestimmt unseren Lebenssinn?
Martin Walker hat seiner Wahlheimat, dem französischen Périgord, ein literarisches Denkmal gesetzt. Nun führt er an die Schauplätze seiner Bruno-Romane.
Der 1947 in Schottland geborene Schriftsteller wurde erst in Frankreich zum Krimiautor. 1999 ließ er sich mit seiner Familie in einem kleinen Ort im Périgord nieder. Dort spielen seine erfolgreichen Kriminalfälle rund um den Dorfpolizisten Bruno.
Sie behandeln die reiche Geschichte und die kulinarischen Spezialitäten des Périgord. Inspiriert von den Bewohnern und der langen historischen Vergangenheit der Region schrieb Walker 2008 seinen ersten Kriminalroman: "Bruno - Chef de Police".
Die Schweiz verfügt über eine hervorragende Infrastruktur. Das Bahnnetz gehört zu den dichtesten der Welt, die hintersten Alpentäler sind erschlossen.
Zugleich scheint es zusehends enger zu werden. Bundesrat Albert Rösti zeigt auf, wie er den Herausforderungen einer wachsenden Schweiz begegnen will.
Ist der Dichtestress in der Schweiz ein Mythos - oder wird er immer mehr Realität?
Es ist unbestritten, dass die Schweiz im letzten Jahrhundert hervorragende Arbeit geleistet hat, wenn es darum geht, die Stromversorgung sicherzustellen, Landesteile und Randregionen zu erschließen und urbane Zentren klug miteinander zu verbinden. Die Anstrengungen waren tatsächlich groß. Alpentäler wurden geflutet, ein landesweites Autobahnnetz gebaut, mehrere Gotthardtunnel gebaut. Das Mittelland selbst gleicht inzwischen fast durchgehend einem semiurbanen Raum.
In den letzten 40 Jahren sind die Ansprüche allerdings gestiegen, und das Wachstum der Einwohnerschaft hat sich beschleunigt. Über die Bevölkerungsentwicklung, die Personenfreizügigkeit mit der EU und auch die Zuwanderung aus aller Welt wohnen nun mehr als neun Millionen Menschen im Land. Sie brauchen Wohnraum, füllen Pendlerzüge, fahren zur Erholung in die Alpen - und das merkt man. Der Ausbau der Infrastruktur hält gefühlt immer weniger Schritt mit der Entwicklung.
Fakt ist auch, dass das Wachstum selbst ein Zeichen für einen gesunden Staat darstellt. In den letzten Jahrzehnten hat der allgemeine Wohlstand klar zugenommen. Arbeitgeber konnten darauf zählen, für offene Stellen fähige Arbeitnehmer zu finden. Insgesamt gehört die Schweiz zu den dynamischen Volkswirtschaften Europas.
Es stimmt aber auch, dass das Unbehagen wächst - in Bezug auf volle Zugabteile, Stau auf den Straßen, Knappheiten im Wohnungsmarkt und drohende Knappheiten beim Winterstrom. Weitere Maßnahmen und Ausbauschritte werden unausweichlich. Doch wie die Abstimmung zum Autobahnausbau gezeigt hat, wird auch hier die Skepsis größer.
Ist der Dichtestress in der Schweiz ein Mythos - oder wird er immer mehr Realität? Wo muss man heute ansetzen, um die Infrastruktur von morgen zu bauen? Und wie gewinnt man demokratische Mehrheiten für die Investitionen?
Albert Rösti ist Bundesrat der SVP und seit 2023 Vorsteher des Uvek. Der NZZ-Chefredakteur Eric Gujer spricht mit ihm über die Zukunft des transatlantischen Verhältnisses.
Der Animationsfilm "Butty" sollte für die Berliner Filmstudenten Julius und Moritz der große Durchbruch werden. Doch statt des Erfolgs erwartet sie ein Schock: Ihr Film wurde gestohlen!
Die Dokumentation "Der talentierte Mr. F." begleitet die beiden auf ihrer packenden Spurensuche nach dem Dieb - von Berlin bis in die USA. -Der Grimme-Spezialpreis 2026 ging an die Protagonisten und Idee des Films: Julius Drost, Moritz Henneberg und Nikita Fedosik.
Diese Geschichte klingt zu verrückt, um wahr zu sein. Und doch ist sie es: Über drei Jahre lang arbeiteten die Berliner Filmstudenten Julius und Moritz an ihrem Animationsfilm "Butty", mit dem sie den Sprung in die große Filmwelt schaffen wollen. Doch die Absage eines Filmfestivals lässt sie aufhorchen: Sie werden disqualifiziert. "Butty" kursiert bereits online und wird einem Filmemacher aus den USA zugeordnet. Die beiden Studenten müssen ihre Einreichung zurückziehen.
Die Filmstudenten sind sich sicher, dass es sich um eine Verwechslung handeln muss. Doch je mehr sie der Sache nachgehen, desto unglaublicher wird die Geschichte des "talentierten Mr. F." aus den USA, der ihren Animationsfilm klaute, Titel und Credits veränderte und sich schließlich im Rampenlicht von Filmfestivals und US-amerikanischen TV-Shows sonnt.
Wer ist dieser Mann, der sich öffentlich mit fremden Federn schmückt und in dem einige schon den Walt Disney des 21. Jahrhundert sehen? Und wie weit ist er bereit zu gehen? Julius und Moritz beschließen, ihn aufzuspüren und zur Rede zu stellen.
Redaktionshinweis: Für die Protagonisten und die Idee der Dokumentation "Der talentierte Mr. F." erhalten Julius Drost, Moritz Henneberg und Nikita Fedosik einen Grimme-Spezialpreis in der Kategorie "Kinder & Jugend". Am Freitag, 24. April, um 22.25 Uhr zeigt 3sat die "Verleihung des 62. Grimme-Preises 2026" aus dem Theater Marl.
Ist das Literatur oder kann das weg? Dieser Frage widmet sich das Magazin für Bücherfreunde mit Leidenschaft und stellt außerdem in kreativen, kurzweiligen Beiträgen Neuerscheinungen sowie deren Autoren vor.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Das Tiroler Lechtal ist eine Welt zwischen atemberaubender Schönheit und drohender Gefahr. Ein Jahr lang hat das Filmteam die Abgeschiedenheit dieser extremen Lebenswelt porträtiert.
Das Lechtal kann rau und hart sein. Das wissen vor allem seine Bewohner, die in den ohnehin schwer zu bewirtschaftenden Steilhängen einen ständigen Kampf gegen Lawinen, Muren und Hochwasser führen. Die Ehrfurcht vor der Natur ist den Menschen dort bis heute geblieben.
Trotz moderner Technik und Telekommunikation sind sie immer noch eins mit dem Berg, dem sie seit 700 Jahren ihren Lebensraum abringen. Dabei ist eine der schönsten und urtümlichsten Kulturlandschaften Europas entstanden. Kein Werbeslogan könnte diese Bergwelt besser beschreiben als die Worte des örtlichen Pfarrers Karlheinz Baumgartner: "Willst du Gott in seinen Werken erkennen, so geh in die Wüste, in die Berge - oder komm gleich ins Lechtal."
Der Bodensee verbindet mit seiner großen Wasserfläche die Schweiz, Österreich und Deutschland und versorgt mehr als vier Millionen Menschen mit Trinkwasser.
Für gefährdete Tiere und Pflanzen ist die Region seit Jahrtausenden ein wichtiger Lebensraum. Tradition, Kultur und Kulinarik machen sie heute neben der atemberaubenden Landschaft am Fuß der Alpen zu einem beliebten Traumziel mitten in Europa.
Eine Gärtnerin auf der Gemüseinsel Reichenau züchtet knackige Gurken nach einem ökologisch nachhaltigen Konzept, während auf dem Nachbarfeld der vom Aussterben bedrohte Kiebitz gerettet wird.
Auf dem Hohentwiel bietet eine Winzerfamilie neben preisgekrönten Weinen kulinarische Köstlichkeiten an, und unter Wasser erforschen Taucher in knapp 40 Metern Tiefe das Wrack eines alten Raddampfers aus dem 19. Jahrhundert.
Der Bodensee und seine Uferregion, gesehen durch die Augen der Menschen, die dort leben, in seiner schönsten Jahreszeit: im Sommer.
Das Burgenland - Österreichs jüngstes Bundesland - gilt in vielerlei Hinsicht als Sonderfall. An den Ausläufern der Alpen gelegen, erstreckt sich dieses flache Land im Osten von Österreich.
Verwöhnt von der Sonne und geprägt vom Wind, liegt dort der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel. Eine ungewöhnliche Steppenlandschaft, deren Schilfgürtel und Salzlacken Heimat für Hunderte Vögel, Insekten und Säugetiere bietet.
Der Neusiedler See, Österreichs größter See, zieht jedes Jahr über eine Millionen Touristen an. Angelockt durch das Pannonische Klima, mit hohen Temperaturen und wenig Niederschlag.
Das Burgenland galt jahrzehntelang als wirtschaftliches Sorgenkind: An der Grenze zu Ungarn verlaufend, war es durch den Eisernen Vorhang Jahrzehnte von Handel und Innovation abgeschnitten. Doch das war gestern. Denn das Burgenland blickt visionär Richtung Zukunft. Dort leben ein Winzer, der seinen Wein nicht im Keller, sondern im Neusiedler See lagert, eine Aussteiger-Familie, die im Südburgenland einen ganz besonderen Schafhof gegründet hat, ein Windkraftunternehmer, der eine der größten Windkraftbaustellen Österreichs verantwortet und ein Ornithologe, der den Östlichen Kaiseradler schützt. Sowie eine Biologin, die im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel dafür sorgt, dass Pflanzenvielfalt erhalten bleibt.
Sie alle öffnen die Augen für neue Perspektiven und machen Lust auf einen Besuch in unbekannten Ecken ihrer Heimat. Eingebettet sind ihre Geschichten in beeindruckende Landschaftsaufnahmen und überraschende Detailansichten.
Die Steiermark ist das grüne Herz Österreichs und zugleich Zentrum des Ingenieurswesens. Dort trifft man innovative Charakterköpfe.
Zum Beispiel eine junge Architektin, die das Konzept vom Wohnen revolutioniert, und ein Waldbesitzer, der dem Borkenkäfer mit Ingenieurskunst und seinem Spürhund den Kampf angesagt hat.
Er überfliegt die Wälder, identifiziert befallene Bäume mit einer Spezialkamera und spürt mit der hochsensiblen Nase seines treuen Gefährten den Schädling am Boden auf. Die Wildhüterin des letzten Urwald Europas siedelt nicht nur bereits ausgestorbene Tierarten wieder an, sondern stellt mit ihrer Arbeit das Verständnis auf den Kopf, wie der Wald und im Kampf gegen den Klimawandel hilft. Den roten Faden des Films bildet ein Geologe, der mit seinem Flugzeug einen völlig neuen Blick auf das grüne Herz Österreichs wirft - und so die Brücke schlägt von der tiefsten Vergangenheit des Bundeslands ins Heute.
"Faszination Österreich: Die Steiermark" zeigt Landschaften, Pflanzen und Tiere und die teils eigenwilligen Wege der Steirer, diesen Wandel mitzugestalten. Sie alle öffnen die Augen für neue Perspektiven und machen Lust auf einen Besuch in unbekannten Ecken ihrer Heimat. Eingebettet sind ihre Geschichten in beeindruckende Landschaftsaufnahmen und überraschende Detailansichten.
Die unorthodoxe Millionärsgattin Eva Klüber tobt, als sich ihr Mann Rainer von ihr scheiden lässt und sie laut Ehevertrag nichts vom gemeinsamen Vermögen behalten soll.
Eva fingiert kurzerhand ihre eigene Entführung, um an das aus ihrer Sicht mehr als verdiente Geld zu kommen. Doch ihr perfekter Plan geht gleich in mehrerlei Hinsicht nach hinten los.
Von dem jungen, arbeitslosen Paar Ida und Franz lässt sie sich in deren Haus in den Tiefen Brandenburgs verstecken. Das Haus entspricht jedoch in keiner Weise den Ansprüchen, die Eva an eine Unterbringung im Rahmen einer Entführung hat.
Am Telefon spielt sie Rainer vor, in höchster Bedrängnis zu sein, und fleht ihn an, das Lösegeld in Höhe von drei Millionen Euro zu bezahlen. Als Rainer seinerseits mit Panik und Verzweiflung reagiert, ist Eva verblüfft: Empfindet ihr Mann etwa wirklich noch so viel für sie?
Ihre Situation wird zunehmend ungemütlich, als das "Entführerpaar" nach geglückter Geldübergabe mit der Beute das Weite sucht und sich Eva plötzlich allein mit ihrem Mann in der brandenburgischen Einöde wiederfindet. Was ahnt Rainer? Und wie kommen die Klübers wieder an ihr Geld?
Mit Lisa Martinek, Thomas Heinze, Peter Jordan, Rafael Gareisen, Anna Herrmann, Norbert Stöß, Pia Mechler, Carmen Molinar, Nadine Wrietz
Gast: Jasna Fritzi Bauer
Rohrpost, Telegramm, Smartphone - die Kommunikation ist in stetigem Wandel. Das Museum für Kommunikation in Berlin macht diesen Wandel mit seiner herausragenden Sammlung sinnlich erlebbar.
Zugleich hinterfragt die ständige Ausstellung die Veränderungen kritisch. Zu Gast bei Markus Brock im "Museums-Check" ist Jasna Fritzi Bauer. Kommunikation ist für die Schauspielerin schon von Berufs wegen ein wichtiges Thema.
Die Dauerausstellung präsentiert mit 2000 Objekten 40.000 Jahre Kommunikationsgeschichte - vom Faustkeil bis zum iPad. Zu den Highlights des Museums zählen das erste Telefon von Philipp Reis und die legendäre Chiffriermaschine Enigma. Die Besucherinnen und Besucher können an interaktiven Stationen Kommunikation mit allen Sinnen erleben, etwa ein Telegramm morsen oder Nachrichten in einem Fernsehstudio präsentieren.
Das Museum will aber nicht nur die Kommunikationsgeschichte vermitteln: "Medienkompetenz ist wichtiger denn je", sagt Museumsdirektorin Anja Schaluschke. Auch zum bewussten Umgang mit Medien und Kommunikation möchte das Museum mit Veranstaltungen und Sonderausstellungen beitragen.
Die Schau "Apropos Sex" zeigt bis zum 6. September 2026, wie über Sexualität gesprochen und gedacht wurde und wie sich das im Lauf eines Jahrhunderts verändert hat - von Büchern über schulische Aufklärung bis hin zur heutigen Allgegenwärtigkeit von Sex in den Medien, die die Ausstellung differenziert beleuchtet.
Die Sonderausstellung "niemals radlos. Das Fahrrad bei der Post" nimmt das Publikum bis 23. August 2026 mit auf eine Zeitreise von den Anfängen des Fahrrads bis hin zu seiner zentralen Rolle im Postbetrieb.
Hervorgegangen ist das im Jahr 2000 eröffnete Museum für Kommunikation aus dem ehemaligen Postmuseum, das dort 1872 gegründet wurde.
Die Wahl-Berlinerin Jasna Fritzi Bauer überzeugt auf der Theaterbühne genauso wie vor der Kamera. Seit 2021 ermittelt sie als Kommissarin Liv Moormann im Bremer "Tatort". Jasna Fritzi Bauer kennt das Museum für Kommunikation gut und stellt Markus Brock beim Rundgang die Museumsroboter ROBerta und ROBert vor.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
Gebärende sind auf Geburtsschmerzen eingestellt, nicht aber auf abwertende Kommentare, Vernachlässigung oder medizinische Eingriffe ohne Aufklärung und Einwilligung.
Ein "NZZ Format" über belastende Geburten und über Strukturen, die Gewalt im Gebärsaal begünstigen.
Michal aus Bern und Maren aus Düsseldorf mussten erleben, wie Fachpersonal bei der Geburt ihre Bedürfnisse missachtet, sie respektlos behandelt und sich über ihre Grenzen hinweggesetzt hat. Erfahrungen wie diese prägen Betroffene oft über Jahre - sie belasten nicht nur die Mutter selbst, sondern häufig auch die Bindung zum Kind und die Paarbeziehung. Viele Betroffene suchen die Schuld zunächst bei sich: Über das Erlebte zu sprechen, fällt schwer, auch aus Scham. "Hauptsache, das Kind ist gesund", heißt es dann oft im Umfeld - ein Satz, der die erlebte Gewalt verharmlost.
Gewalt in der Geburtshilfe hat auch strukturelle Gründe: Zeitdruck, Personalmangel, starre Hierarchien und eingefahrene Routinen erschweren es dem Fachpersonal, die Geburt empathisch zu begleiten. Hinzu kommen finanzielle Anreize: Ein Kaiserschnitt etwa ist für eine Klinik lukrativer als eine langwierige natürliche Geburt.
Maren und Michal sind mit ihrer Erfahrung nicht allein: In Deutschland erlebt fast jede dritte Frau Gewalt bei der Geburt. Eine Schweizer Studie spricht von informellem Zwang: Jede vierte Frau fühlt sich gedrängt, Behandlungen zuzustimmen, oder muss Eingriffe gegen ihren Willen über sich ergehen lassen.
"Gewalt in der Geburtshilfe" macht sichtbar, was viele Frauen erleben und warum sich auch strukturell etwas ändern muss: weil es nicht egal ist, wie wir geboren werden.
Keine einzige Straße führt ins Donaudelta. Die Region gehört zu den abgelegensten Europas. Weitab von Städten finden sich verträumte Dörfer, in denen die Zeit still zu stehen scheint.
Der Film zeigt die Naturschönheiten des UNESCO-Welterbes Donaudelta. Der Blick vom Hochufer ist überwältigend. Flache Lagunen und wilde Wälder aus schwankendem Schilf so weit das Auge reicht, durchzogen von einem Labyrinth aus glitzernden Wasserläufen.
Knorrige Silberweiden säumen die Ufer, dann wieder gibt es klare, krautreiche Seen mit bunten Blumenteppichen und lautstarkem Froschkonzert. Es ist eine schier endlos erscheinende Wildnis aus Wasser und Land.
Wer dort leben will, muss mit dem auskommen, was die Natur bietet. Doch die Lebensfülle ist überwältigend. Das Delta gehört zu den fischreichsten Landschaften Europas, und nur hier gehen noch große Schwärme von Pelikanen auf die Jagd.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Frauenpower zu 100 Prozent verspricht der Kabarettabend mit den ausschließlich weiblichen Komödiantinnen auf jeden Fall. Bei dieser Unterhaltung kommt das Publikum auf seine Kosten!
Sarah Bosetti nimmt wieder die aktuellen gesellschaftlichen Debatten satirisch unter die Lupe und geht gemeinsam mit ihren Gästen den dahinterliegenden Problemen auf den Grund.
Was sind derzeit die Aufreger in den Medien und auf der Straße? Wie reden wir miteinander darüber, und geht das nicht auch besser? Sarah Bosetti beleuchtet die Probleme mit Fakten, Humor und wortgewandter Analyse.
Sarah Bosettis Texte zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Poesie und die Komik des Streits auf den Punkt bringen. Mit den verschiedensten satirischen Spielarten und kabarettistischen Gästen geht sie den Problemen auf den Grund, mischt festgefahrene Debatten gründlich durch und sortiert sie neu.
Anschließend spricht Sarah Bosetti mit kompetenten Gästen aus dem aktuellen Diskurs auf ihre einzigartig tiefgehende und einfühlsame Art über das jeweilige Thema. So bekommt sie immer wieder Antworten jenseits standardisierter Politinterviews. Auch das Publikum wird über Social Media, einem Rednerpult im Studio und dem "Bullshit Button" in die Debatte involviert.
2024 wurde die Late-Night-Show mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.
Gemeinsam mit seinen Schülern wird Ralph vor eine unliebsame Aufgabe gestellt: Die Abendschule zieht in ein innovatives Bildungszentrum um. Ralph hält das für einen schlechten Scherz.
Die neue Schule geht Ralph gehörig auf den Geist, auch wenn seine Chefin Dörte Wiedebusch vom Konzept überzeugt ist. Ralph glaubt, dass an dem Bildungszentrum und dem feinen Direktor etwas faul ist. Kurzerhand geht Ralph der Sache auf den Grund.
Dabei setzt er nicht nur seinen Job, sondern auch Dörtes Vertrauen aufs Spiel. Und das, obwohl er Dörte doch am liebsten auch privat wieder näherkommen würde. Doch anstatt an ihre gemeinsame Nacht aus dem Sommer anzuknüpfen, ist Dörte strenger denn je zu ihm.
Kostenlose Ratschläge zu Dörtes Gefühlslage bekommt Ralph von seiner Mitbewohnerin Karin. Für sie ist die Sache klar: Die Wiedebusch ist in Ralph verknallt. Und das soll ihre Art sein, ihm das zu zeigen? Ralph findet das absurd.
Während Ralph noch seine Gefühle sortiert, haben es ein paar arrogante Abiturienten auf seine Klasse abgesehen. Dörte hält es für Anfangsschwierigkeiten, Ralph für Mobbing. Doch nicht nur das Selbstwertgefühl seiner Klasse leidet, auch die Noten lassen zu wünschen übrig.
Ralph hat also alle Hände voll zu tun, seine Schüler zum Abschluss zu bringen.
Mit Axel Prahl, Aglaia Szyszkowitz, Inka Friedrich, Katharina Thalbach, Stephan Kampwirth, Hans-Martin Stier, Ruzica Hajdari, Vedat Erincin, Sonsee Neu
Der Personalberater Roger Brown verdient sich durch gut geplante Kunstdiebstähle etwas dazu. Beim Raub eines kostbaren Rubens' merkt er zu spät, dass er in eine Falle geraten ist.
Der abgründige Thriller stammt aus der Feder des Norwegers Jo Nesbø, einem der erfolgreichsten nordischen Krimiautoren. In der Titelrolle überzeugt Aksel Hennie als Antiheld, der Komplexe durch Arroganz und Schikane kompensiert.
Roger Brown hat vieles, wovon andere nur träumen. Er lebt in einer stilvollen Bauhaus-Villa und ist mit der blendend aussehenden Galeristin Diana verheiratet. Leider misst er nur 1,68 Meter und muss sich die Zuneigung seiner um einiges größeren Gattin mit Luxusgeschenken erkaufen, für die selbst sein üppiges Salär als erfolgreicher Headhunter nicht ausreicht. Den aufwendigen Lebensstil finanziert der arrogante Personalmanager durch perfekt organisierte Kunstdiebstähle. Informationen für seine jeweiligen Einbrüche sammelt Roger in Bewerbungsgesprächen, bei denen er seine betuchten Klienten auf ihre Kunstbestände hin aushorcht. Sein alter Freund Ove, den er bei einer Überwachungsfirma eingeschleust hat, muss dann nur noch die Alarmanlage zur vereinbarten Zeit deaktivieren.
Bisher lief alles glatt, und der nächste Fischzug ist schon in Planung: Über die Galerie seiner Frau lernt Roger den smarten Holländer Clas Greve kennen, der ein geeigneter Kandidat für den Geschäftsführerposten einer GPS-Firma ist und außerdem einen kostbaren Rubens besitzt. Zu spät bemerkt Roger, dass er mit dem Raub des Gemäldes in eine heimtückische Falle getappt ist, die aus dem Headhunter einen gnadenlos Gejagten macht.
Das perfekt getimte Drehbuch geizt nicht mit rabenschwarzem Humor und gipfelt in einer albtraumartigen Hatz, bei der die Verfolgungsjagd auf skandinavische Weise neu definiert wird.
Mit Aksel Hennie, Nikolaj Coster-Waldau, Lund Synnøve Macody, Eivind Sander, Julie R. Ølgaard, Kyrre Haugen Sydness, Reidar Sorensen, Valentina Alexeeva, Nils Jørgen Kaalstad
Noch nie war der Einblick in Andreas Kielings "wilde Welt" so persönlich wie in dieser Trilogie. In dieser Folge blickt er zurück auf Bärengeschichten aus 30 Jahren als Tierfilmer.
Für drei Jubiläumsfolgen ist der Tierfilmer mit seinem Tiny House in seiner Wahlheimat Eifel unterwegs. In "Terra X: Kielings wilde Welt - Der Bärenmann" berichtet er im Hier und Jetzt von seinen eindrücklichsten Erlebnissen mit Bären.
Im Lake-Clark-Nationalpark in Alaska leben besonders große Küstenbraunbären. Ihre Lieblingsspeise nach der Winterruhe sind Muscheln. Wie finden die Bären die Delikatessen, und wie nähert man sich als Tierfilmer einem Bären?
Auch andere Väter gehen mit ihren Söhnen angeln - doch nicht so wie Andreas mit dem neunjährigen Erik. Vier Monate lang leben sie auf den Aleuten und teilen sich mit Bären die Nahrung der Saison: Lachs. Doch was passiert, wenn großer Bär und kleiner Junge aufeinandertreffen?
Kaum irgendwo ist der Indian Summer schöner als im Denali-Nationalpark Zentralalaskas. Dort leben die Vegetarier unter den Grizzlys. Immer wieder hat Andreas im Denali gefilmt. Der Vergleich mit früheren Reisen zeigt schwindende Gletscher und Permafrostboden, der taut.
Der Eisbär ist gefürchtet. Doch die wahre Herausforderung für Tierfilmer im Norden Kanadas ist die brutale Kälte. Tagelanges Warten im Schneesturm bezahlt Andreas mit Erfrierungen, die er bis heute spürt. Der Lohn sind einmalige Aufnahmen.
Dass Misserfolg auch zum Tierfilmerleben gehört, erfährt Andreas bei der Suche nach dem Großen Panda in China. Im Bambuswald an der Grenze zu Tibet findet er Spuren, jedoch kein einziges Tier. Warum ist Fortpflanzung bei Pandas so schwer - und welche Wege gehen die Chinesen?
In Slowenien kommen 1000 Bären auf zwei Millionen Einwohner. Doch die Slowenen haben Wege gefunden, Siedlungen und Vieh zu schützen. Andreas lernt tierische Bewacher kennen und geht der Frage nach, ob man Bären im Wald füttern darf, um sie von Dörfern fernzuhalten.
Noch nie war der Einblick in Andreas Kielings "wilde Welt" so persönlich wie in dieser Trilogie. In dieser Folge blickt er zurück auf Primatengeschichten aus 30 Jahren als Tierfilmer.
Für drei Jubiläumsfolgen ist der Tierfilmer mit seinem Tiny House in seiner Wahlheimat Eifel unterwegs. In "Terra X: Kielings wilde Welt - Nahe Verwandte" berichtet er im Hier und Jetzt von seinen eindrücklichsten Erlebnissen mit Primaten.
Die vielleicht schönsten Affen leben im Hochland Äthiopiens. Mehr als 4400 Meter ragen dort die Simien Mountains in den Himmel. Bartgeier und Krähen kreisen über einer fast unwirklich schönen, majestätischen Landschaft. Andreas mischt sich unter die Dscheladas und erlebt Machos genau wie Frauenpower. Aber auch, wie der Mangel an Weideland den Lebensraum dieser besonderen Primaten bedroht.
Die Familie um Silberrücken Makumba ist die erste habituierte Gruppe Westlicher Flachlandgorillas. Sie im Regenwald Zentralafrikas zu finden, gelingt nur dank der Fährtenleser. Doch die Aufnahmen werden durch Bienen erschwert, die Schweiß auf nackter Haut über alles lieben.
Japanmakaken sind die Wellness-Kings unter den Primaten. Andreas nimmt mit den Schneeaffen ein Bad in heißen Quellen und staunt über ihre Lernfähigkeit. Denn die Makaken sind nicht nur die kälteresistentesten Primaten der Welt. Sie haben auch im Lauf der Evolution das Tauchen gelernt und geben diese Fähigkeit an ihre Nachkommen weiter.
Schimpansen sind uns nicht nur genetisch am ähnlichsten, sondern auch in ihrem Verhalten. In den Mahale Mountains Tansanias wird Andreas Zeuge eines Staatsstreiches und einer Treibjagd auf kleinere Affen. Und erlebt einen Affenalltag, in dem sich Streit und Versöhnung in schneller Folge abwechseln.
Im Grenzgebiet Ruandas zum Kongo sterben immer wieder Berggorillas durch Wilderer und Bürgerkrieg. Andreas und sein Team geraten in einen Schusswechsel, erleben aber auch Berggorillas hautnah. Wie fühlt es sich an, einem Silberrücken in die Augen zu schauen und von einem Weibchen umarmt zu werden?
Fressen, Lust und Lebensfreude bestimmen das Leben der Nasenaffen auf Borneo. Andreas schließt Freundschaft mit einem neugierigen Nasenträger, der großes Interesse an Kameratechnik zu haben scheint.
Wie schwer es ist, Orang-Utans auszuwildern, erlebt Andreas auf Sumatra. Die meisten Tiere sind durch die Gefangenschaft traumatisiert. Von Fressen bis Klettern - für das Leben in der Wildnis müssen sie vieles neu lernen. Und doch gelingt der Weg in die Freiheit nicht bei jedem Tier.
Noch nie war der Einblick in Andreas Kielings "wilde Welt" so persönlich wie in dieser Trilogie. In dieser Folge blickt er zurück auf Elefantengeschichten aus 30 Jahren als Tierfilmer.
Für drei Jubiläumsfolgen ist der Tierfilmer mit seinem Tiny House in seiner Wahlheimat Eifel unterwegs. In "Terra X: Kielings wilde Welt - Graue Riesen" berichtet er im Hier und Jetzt von seinen eindrücklichsten Erlebnissen mit den größten Landsäugetieren der Welt.
Wüstenelefanten begegnen dem Wassermangel im trockenen Namibia mit cleveren Tricks. Die selbstbewussten Tiere können auch kämpfen und fordern Respekt ein. Doch was, wenn ein Tierfilmer der Chance auf gute Bilder nicht widerstehen kann und ihnen zu nahe kommt?
In der Kalahari Botswanas formt der Okavango ein gewaltiges Delta, das sich - ausgerechnet zur Trockenzeit - mit Wasser füllt. Wie eine große Arche wird es zum Zufluchtsort, auch für Dickhäuter. Andreas wird Zeuge einer Unbeschwertheit durch Überfluss, die besonders nahe Begegnungen möglich macht.
Der Kaziranga-Nationalpark im Nordosten Indiens wird vom mächtigen Brahmaputra geprägt. Doch in der Regenzeit tritt der Fluss über die Ufer und vertreibt die Tiere. Was, wenn hungrige Elefanten sich in Plantagen und Ortschaften wiederfinden?
Vor der imposanten Kulisse des Kilimandscharo wird Andreas Kieling Zeuge einer Elefantengeburt. Ein Highlight in jedem Tierfilmerleben - doch die Kamera läuft nicht. Welche Erinnerungen bleiben dennoch?
Dem größten Elefanten seines Lebens begegnet Andreas in Simbabwe. Narben und Steckschüsse zeugen von der menschlichen Gier nach Elfenbein. Und doch lässt der Gigant menschliche Nähe zu - ein besonders berührender Moment.
Waldelefanten sind vom Aussterben bedroht. Einer der letzten Zufluchtsorte: eine Regenwaldlichtung in Zentralafrika. Dort gelingen Andreas Bilder vom vielleicht größten kleinen Elefanten.
Afrika galt lange als vergessener Kontinent, der vor allem durch Probleme Schlagzeilen macht. "Afrika: Kontinent der Vielfalt" bietet neue Perspektiven auf einen Kontinent der Superlative.
In dieser Folge der Reihe dreht sich alles um die Reichtümer des Kontinents, die besonders in seiner ursprünglichen Natur liegen. Bis heute hat eine unvergleichliche Großtierwelt überlebt, doch der Kontinent bietet auch Bodenschätze und grüne Energie.
Der Kasanka-Nationalpark in Sambia ist recht klein - doch er bietet eines der größten Naturschauspiele Afrikas. Jedes Jahr zwischen Oktober und Dezember versammeln sich dort in einem kleinen Waldgebiet bis zu zehn Millionen Palmenflughunde. Lärmend hängen sie in den Bäumen und verdunkeln fast den Himmel, wenn sie gemeinsam auffliegen - es ist die größte Wanderung von Säugetieren der Erde.
Sie kommen, um die Früchte von Mahagonibäumen und andere Wildfrüchte zu verzehren, die mit Beginn der Regenzeit reichlich vorhanden sind. Dabei verteilen sie die Samen und spielen eine wichtige Rolle bei der Vermehrung und Verbreitung der Pflanzen. Schon nach wenigen Wochen ist der Spuk vorbei - und die Palmenflughunde verschwinden wieder genauso geheimnisvoll, wie sie gekommen sind.
Eine andere kaum bekannte Besonderheit Afrikas ist die Danakil-Senke im Norden Äthiopiens. Sie wirkt, als wäre sie nicht von dieser Welt. Brodelnde Vulkane, scharfkantiges Gestein und dampfende Fumarolen prägen die Region. Die Senke liegt rund 100 Meter unter dem Meeresspiegel und gehört zu den heißesten Orten der Erde. In dem Geothermalgebiet liegen bizarr geformte Wasserbecken, die durch Schwefel und Kaliumsalze bunt verfärbt sind. Bisher konnten darin keine Hinweise auf Leben festgestellt werden. Selbst die widerstandsfähigsten Mikroben können sich offenbar nicht gegen die extremen Bedingungen behaupten.
Die Energie, die in den Tiefen der Erde schlummert, wird regional über Geothermalkraftwerke genutzt. Aber auch Wind- und Solarkraftwerke liefern im großen Stil grüne Energie für den aufstrebenden Kontinent.
Hochwertige Aufnahmen, die durch zahlreiche Drohnenbilder ergänzt werden, präsentieren die unglaubliche Vielfalt des afrikanischen Kontinents und zeigen Menschen, Regionen und Wildtiere jenseits ausgetretener Pfade. So liefert "Afrika: Kontinent der Vielfalt" in doppelter Hinsicht neue Perspektiven - sowohl in Form nie gesehener Bilder als auch durch kaum bekannte Fakten.
In dieser Folge dreht sich alles ums Wasser - ein Element, ohne das kein Leben möglich ist. Der Film zeigt, wie Flüsse, Seen und Küsten die Existenz von Menschen und Wildtieren prägen.
Wasser ist der Ursprung allen Lebens. Auf den afrikanischen Kontinent, der durch große Trockengebiete geprägt ist, trifft das in besonderer Weise zu. Große Seen wie der Lake Viktoria oder der mächtige Nil ermöglichten erst die Entwicklung vielfältiger Kulturen.
Wie sehr die Menschen vom Wasser abhängen, zeigt sich besonders eindrucksvoll am Sambesi. Wenn der Fluss jedes Jahr über die Ufer tritt, feiert das Volk der Lozi "Kuomboka", was in etwa "aus dem Wasser kommen" bedeutet. Das Fest findet jedes Jahr zum Ende der Regenzeit statt. Wenn der Fluss seinen höchsten Stand erreicht hat, ziehen die Menschen per Boot in höher gelegene Gegenden um. Der uralte Brauch hat sich längst zu einem Spektakel entwickelt, das zahlreiche Schaulustige anzieht. Etwa ein halbes Jahr später, in der Trockenzeit, kehren die Bewohner wieder in die Dörfer zurück, aus denen sie gekommen sind.
Einige fantastische Naturreservate Afrikas, wie etwa das Okavango-Delta, werden ebenfalls vom Wasser geprägt. Der Okavango erreicht niemals das Meer. Er fließt in eine abflusslose Senke in der Kalahari Botsuanas, wo er für Überschwemmungen sorgt und dann versickert und verdunstet. Vorher erschafft er jedoch eines der größten und wichtigsten Feuchtgebiete Afrikas, in dem charakteristische Wildtiere wie Elefanten, Büffel, Löwen und Giraffen leben. Die Ausdehnung des Deltas schwankt mit der Wassermenge und kann bis zu 20.000 Quadratkilometer umfassen. Die Flussarme versickern nach und nach in der Kalahari, die Trockenheit gewinnt wieder die Oberhand - bis mit der nächsten Flut das üppige Leben zurückkehrt.
Afrika galt lange als vergessener Kontinent, der vor allem durch Probleme Schlagzeilen macht. "Afrika: Kontinent der Vielfalt" bietet völlig neue Perspektiven auf einen Kontinent der Superlative. Hochwertige Aufnahmen zu Lande, unter Wasser und aus der Luft präsentieren die unglaubliche Vielfalt des afrikanischen Kontinents und zeigen Menschen, Regionen und Wildtiere jenseits ausgetretener Pfade. So liefert die Reihe in doppelter Hinsicht neue Perspektiven - sowohl in Form nie gesehener Bilder als auch durch kaum bekannte Fakten.
In Afrika existieren viele unterschiedliche Volksgruppen. Ihre Art zu leben unterscheidet sich stark - von sehr ursprünglich als Jäger und Sammler bis hochmodern in den Großstädten.
Die Kultur Äthiopiens ist eine der ältesten Afrikas. Sie ist sehr ursprünglich geblieben, weil das Land nie von einer Kolonialmacht erobert wurde und sich stets unabhängig entwickelte. Die vorherrschende Religion ist das äthiopisch-orthodoxe Christentum.
Besonders berühmt ist die heilige Stadt Lalibela mit ihren elf monolithischen Kirchen, die ins Gestein gemeißelt wurden - Meisterleistungen früher Baukunst. Bis heute ist Lalibela ein Wallfahrtsort, in den vor allem zu Ostern zahlreiche Pilger strömen.
In Kamerun in Zentralafrika herrscht tropisches Klima. Regelmäßige starke Regenfälle setzen den Straßen zu, denn nur wenige sind asphaltiert. Schlamm und große Schlaglöcher machen die Verkehrswege für normale Autos oft unpassierbar. Motoräder kommen besser voran, bieten aber nur wenig Platz.
Daher hat der Mechaniker Emmanuel Wembe eine Lösung gesucht, um den Menschen trotzdem jederzeit eine Transportmöglichkeit zu bieten. In Bafoussam, einer der größeren Städte Kameruns, betreibt er eine kleine Werkstatt. Dort hat er ein Motorrad umgebaut: Die Verlängerung des Radstands, ein breiterer Lenker und zusätzliche Stoßdämpfer verwandeln es in eine geräumige "Limousine" auf zwei Rädern. Acht Passagiere kann Emmanuel Wembe damit transportieren - innerhalb der Stadt, in die umliegenden Dörfer, bei Regen oder Sonnenschein. Das Gefährt bekäme vom deutschen TÜV wohl keine Plakette - aber es funktioniert.
Afrika galt lange als vergessener Kontinent, der vor allem durch Probleme Schlagzeilen macht. "Afrika: Kontinent der Vielfalt" bietet völlig neue Perspektiven auf einen Kontinent der Superlative. Hochwertige Aufnahmen zu Lande, unter Wasser und aus der Luft präsentieren die unglaubliche Vielfalt des afrikanischen Kontinents und zeigen Menschen, Regionen und Wildtiere jenseits ausgetretener Pfade. So liefert die Reihe in doppelter Hinsicht neue Perspektiven - sowohl in Form nie gesehener Bilder als auch durch kaum bekannte Fakten.
Die Victoriafälle gehören zu den spektakulärsten Naturwundern Afrikas. Auf einer Breite von rund 1700 Metern stürzen die Wassermassen in die Tiefe - kein anderer Wasserfall ist breiter.
Der Sambesi speist die mächtigen Victoriafälle, die im südlichen Afrika zwischen Simbabwe und Sambia liegen. Der Fluss ist die Lebensader für die ganze Region. Viele Elefanten kommen an seine Ufer, um zu trinken - dabei laufen sie mitten durch die Stadt Victoria Falls.
Der schottische Missionar und Afrikaforscher David Livingstone hatte im November 1855 ein Erlebnis, das ihn zutiefst beeindruckte. Er gilt als der erste Europäer, der die größten Wasserfälle Afrikas erblickte und nannte sie "Victoria Falls" - zu Ehren der damaligen britischen Königin Victoria. Mittlerweile gehören sie zum Weltnaturerbe der UNESCO.
Lange vor Livingstone taufte die einheimische Bevölkerung die Fälle "Mosi-oa-Tunya", was "der Rauch, der donnert" bedeutet. Diesen klangvollen Namen verdienen die Victoriafälle vor allem nach der Regenzeit, wenn riesige Wassermassen in die Tiefe stürzen und hohen Sprühnebel entstehen lassen, der noch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen ist. Daher regnet es in unmittelbarer Umgebung der Wasserfälle fast ständig.
Die Anziehungskraft der Victoriafälle besteht auch darin, dass die Umgebung bis heute ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Landschaft und Wasserfälle sehen noch weitgehend so aus, wie Livingstone sie vorgefunden hatte.
Besondere Bedeutung hat der Sambesi auch für Wildtiere, denn die Victoriafälle liegen mitten in einem wichtigen Netzwerk großer Schutzgebiete. Obwohl es an den Fällen Wasser im Überfluss gibt, ist ihre Umgebung sehr trocken. Die Tiere sind auf das lebenspendende Wasser des Sambesi angewiesen. Die Stadt Victoria Falls wurde mitten auf einer alten Wanderroute von Elefanten errichtet, die immer wieder nahe der Stadt auftauchen und Menschen gefährden. Naturschützer statten daher wilde Elefanten mit Sendehalsbändern aus, um die Wanderungen der Dickhäuter besser zu verstehen.
Die Dokumentation von Axel Gomille wirft einen unterhaltsamen und informativen Blick auf eines der größten Naturwunder Afrikas und geht der Frage nach, wie die Koexistenz von Menschen und Elefanten besser gelingen kann.