An Dänemarks Nordseeküste gibt es spektakuläre Dünenlandschaften, verwunschene Küstenwälder und endlose Sandstrände. Die Fischer nutzen den Strand als Liegeplatz für ihre Boote.
Im Norden bei Skagen treffen Skagerrak und Kattegat aufeinander. Dort ziehen im Herbst große Thunfischschwärme vorbei. Nicht weit entfernt: die schwedische Nordseeküste, geprägt von Schären.
An Dänemarks Nordseeküste weht selbst in den kurzen Sommermonaten ein frischer Wind. Die Küste ist wegen ihrer Wellen bei Surfern aus ganz Europa beliebt.
An Dänemarks Nordspitze verhinderten über Jahrhunderte der lockere Sand und die Dünen, dass richtige Häfen gebaut werden konnten. Fischer nutzen bis heute den Strand als Liegeplatz. Sten Christensen hat hierbei den wohl wichtigsten Job. Als "Windenmann" bedient er die Seilwinde, mit der die Boote vom Strand aufs Wasser und vom Wasser auf den Strand gezogen werden.
Bei Skagen ziehen seit rund zehn Jahren wieder große Thunfischschwärme vorbei. Seit 2017 organisiert der Meeresbiologe Kim Aarestrup einmal im Jahr das große "Thunfisch-Rennen". Rund 70 Hobbyangler stechen in See, um im Auftrag der Wissenschaft Thunfische zu fangen. Die Tiere bekommen Sender, die den Wissenschaftlern ein Jahr lang wichtige Daten schicken.
Nur etwa 60 Kilometer Luftlinie entfernt liegt Schweden. Dort ist das Meer überall, wenn der Skagerrak sich in etwa 3000 Schären auflöst. Diese kleinen Inseln entstanden als Folge der Eiszeit, als die Eismassen sich zurückzogen und die darunter liegenden Gesteinsmassen durch den Druck erodierten.
Im malerischen Fjällbacka beginnt Ende September die Hummersaison. Fischer Ingemar Granqvist darf zur legendären Hummerpremiere 40 Fangkörbe im Wasser auslegen - das Fest zur Eröffnung der Saison ist in dem kleinen Ort fast so wichtig wie Weihnachten.
Licht aus, Spot an! Welche spannenden Filme in nächster Zeit in den deutschen Kinos anlaufen oder auf DVD erscheinen, gibt es hier zu sehen. Interviews mit Schauspielern oder Regissueren runden das Angebot ab.
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
In der Schweizer Gesprächssendung "Sternstunde Philosophie" diskutieren Philosophen, Wissenschaftler und Künstler Themen einer immer komplexer werdenden Welt.
"Sternstunde Philosophie" schlägt den großen Bogen von der gesellschaftspolitischen Aktualität zu den Grundfragen der Philosophie: Wer ist wofür verantwortlich, worin besteht die menschliche Freiheit, was bestimmt unseren Lebenssinn?
Diese Folge von "Im Rausch der Blumen" zeigt, wie die Floristikschule Weihenstephan aus klassischem Blumenschmuck florale Kunst macht. Neue Ideen und ungewöhnliche Wege stehen im Mittelpunkt.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, Blumen aus ihrer konservativen Nische zu holen und eigene Visionen zu entwickeln. Dabei spielen auch interkulturelle Techniken wie Ikebana eine wichtige Rolle. Selbst Trauerschmuck eröffnet neue Perspektiven.
Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich intensiv mit Farben, Texturen und der Kunstgeschichte der Blumen. Die gewonnenen Erfahrungen münden in einer außergewöhnlichen Ausstellung, in der Kunst und Blumen zu einer Einheit verschmelzen. Florale Installationen und fantasievoller Blumenschmuck sind zudem bei Hochzeiten, Bällen, in Schlössern und auf exklusiven Veranstaltungen zu entdecken.
Am 11. Oktober wird das Konzerthaus Berlin zur großen Bühne für Klassikstars sowie junge Talente bei der "OPUS KLASSIK"-Gala, moderiert von Désirée Nosbusch.
Den Auftakt der Gala machen Welttenor Jonas Kaufmann ("Audiovisuelle Musikproduktion des Jahres") und Sopranistin Katharina Konradi, ausgezeichnet für die "Solistische Einspielung Gesang". Einen weiteren Glanzpunkt setzt Bariton Andrè Schuen als "Sänger des Jahres".
Die "OPUS KLASSIK"-Gala feiert auch die nächste Generation: Pianist Alexander Malofeev und Sopranistin Shira Patchornik werden als "Nachwuchskünstler des Jahres" ausgezeichnet: er mit virtuoser Spielfreude am Flügel, sie mit stimmlicher Bravour an der Seite des CHAARTS-Ensembles. In Video-Laudationes werden zudem die zahlreichen weiteren Preisträgerinnen und Preisträger gewürdigt, darunter Lang Lang als "Bestseller des Jahres". Für beschwingte Momente sorgen Sarah Willis, ausgezeichnet als "Instrumentalistin des Jahres", die kubanische Rhythmen ins Konzerthaus bringt, und das Gitarrenduo Café del Mundo, geehrt für die "Tournee des Jahres".
Die Grenzen zwischen Klassik und Pop sind längst durchlässig, dafür stehen Geigerin Esther Abrami ("Klassik ohne Grenzen") und Alice Sara Ott, ausgezeichnet in der Kategorie "Neoklassik".
Für sein "Recycling Concerto", gespielt auf Instrumenten aus Abfall, erhält der Dirigent und Komponist Gregor Mayrhofer den "Innovationspreis für Nachhaltigkeit". Die argentinische Pianistin Martha Argerich wird für ihr Lebenswerk geehrt.
Der festliche Abend im Konzerthaus Berlin wird vom Konzerthausorchester Berlin unter der musikalischen Leitung von Anna Rakitina begleitet.
Désirée Nosbusch führt mit Eleganz und Charme durch die Gala. Comedian Fabian Köster hat im Vorfeld einige der Preisträgerinnen und Preisträger besucht und sorgt für humorvolle Zwischentöne.
Ist das Literatur oder kann das weg? Dieser Frage widmet sich das Magazin für Bücherfreunde mit Leidenschaft und stellt außerdem in kreativen, kurzweiligen Beiträgen Neuerscheinungen sowie deren Autoren vor.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Der Central Park in New York: 26.000 Bäume, 93,3 Kilometer Fußwege, 275 Vogelarten, 8968 Parkbänke. "Dieser Park zwingt die New Yorker zur Ruhe", meint Curt M. Faudon, Regisseur des Films.
Der im Jahr 2019 verstorbene Regisseur Curt M. Faudon lebte seit 1979 zumeist in Manhattan, New York, und porträtierte in dieser "Universum"-Dokumentation "seinen" Park über vier Jahreszeiten.
Wer den Park betritt, nimmt gleichsam eine Auszeit und lässt sich neu aufladen in diesem Tummelplatz aller Klassen und ethnischen Gruppen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Park künstlich angelegt - in einer sumpfigen, zivilisationsfernen Ecke. 20 Jahre nach Baubeginn war das Naturkunstwerk fertig - 341 Hektar Hügel, Bäche, Wiesen, Seen, Brücken, Konzertbühnen.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat der Park an Bedeutung gewonnen. Seit diesem Tag erfüllt er mehr denn je die Idee des amerikanischen Traums - als Ort der Begegnung zwischen den Menschen. Und der Menschen mit der Natur, die sorgsam gepflegt wird. Fröhlich, kreativ, ausgelassen - so geben sich die Besucher im Park - und kehren gleichsam gestärkt wieder zurück in die Häuserschluchten Manhattans.
Einige Freunde Curt M. Faudons begleiten den Regisseur durch den Park: Bestsellerautor Frederic Morton, ein gebürtiger Wiener, die Hollywoodlegende Richard Dreyfuss und die deutsche Sängerin Ute Lemper. Aber auch ein Police Officer und ein Homeless, ein Obdachloser, wirken mit, Geschichte, Mythos und Realität des Central Parks zu verdeutlichen.
Die Schynige-Platte-Bahn im Berner Oberland ist Ziel einer ganz besonderen Fahrt mit der Zahnradbahn. Seit über 130 Jahren tuckern die Dampfzüge von Wilderswil gemächlich den Berg hoch.
Die Fahrt ist eine Reise zurück in der Zeit: Schienen, Züge und auch so manche Sehenswürdigkeit entlang der Strecke haben sich den Charme aus Großmutters Zeiten erhalten. Der neuste Zug der Schynige-Platte-Bahn hat bereits über 100 Jahre auf dem Buckel.
Mit der Bahn durchs Winterwunderland Schweiz: Es geht in die entlegensten Täler, auf die höchsten Berge, durch beeindruckende Landschaften, vorbei an Menschen und ihren Geschichten.
Dank unzähliger Tunnel und Viadukte ist die Region im Herzen der Alpen ein Paradies für Bahnreisende. Als Luxusliner auf Schienen verkehrt der "Glacier Express" seit beinahe 100 Jahren zwischen den beiden Nobelskiorten St. Moritz und Zermatt.
Die Reise in der luxuriös ausgestatteten Excellence Class lässt in puncto Service, Komfort und Aussicht kaum Wünsche offen.
Vom Klosterort Disentis aus geht es mit Zahnstangenantrieb über Alpenpässe, durch verschneite Landschaften bis an den Fuß des Matterhorns. Am höchsten Punkt der Reise überrascht der Anblick des wohl einzigen Leuchtturms der Alpen. Nach einem spektakulären Abstieg erreicht der Zug Andermatt, das sich vom Militärdorf zum Skiort für den internationalen Jetset mausert. Auf der weiteren Fahrt durchs Wallis wandelt man auf den Spuren von Hotelkönig Cäsar Ritz, dem Erfinder der internationalen Luxus-Hotellerie, und kann den höchstgelegenen Weinberg nördlich des Alpenhauptkamms bestaunen.
Vorbei an furchteinflößenden Lawinenkegeln schlängelt sich der Zug Richtung Ziel und erreicht just rechtzeitig zur Après-Ski-Gaudi das funkelnde Zermatt.
Seit bald 120 Jahren führt die spektakuläre Bernina-Strecke vom Engadin über den Berninapass und durchs Puschlav bis nach Tirano in Italien.
In zwei Stunden reist man vom tiefsten Winter in einen frühen Frühling. Denn vom alpinen Klima und Lebensgefühl geht es sowohl klimatisch als auch kulturell in südlichere Gefilde.
Es ist eine Fahrt der Gegensätze: Furchtlose Eiskletterer, heißblütige Winter-Camper und engagierte Gletscherforscher erliegen dort der Faszination von Eis und Schnee. Die winterlichen Bedingungen stellen auch das Zugteam immer wieder vor Herausforderungen.
Von der Alp Grüm geht die Reise talwärts 1800 Höhenmeter dem Frühling entgegen. Je südlicher der Zug, desto mediterraner das Flair: lokale Pasta-Produzenten und Bergbauern, die dank Klimawandel neu auf Olivenöl setzen. Durch das einzigartige Kreisviadukt von Brusio windet sich der Zug seinem Ziel entgegen: dem Städtchen Tirano mit seinen barocken Kirchen und eindrücklichen Palazzi.
Mit der Bahn durchs Winterwunderland Schweiz: Auf Schienen geht es in die entlegensten Täler, auf die höchsten Berge, durch beeindruckende Landschaften, vorbei an Menschen und ihren Geschichten. Dank unzähliger Tunnel und Viadukte ist die Region im Herzen der Alpen ein Paradies für Bahnreisende.
Seit 110 Jahren zuckelt die Arosabahn mit durchschnittlich 30 Stundenkilometern von Chur, der Kantonshauptstadt Graubündens, in den berühmten Wintersportort Arosa.
Erst als Tram durch die Altstadt von Chur, dann als Gebirgsbahn. Ihre Fahrt führt über spektakuläre Viadukte, vorbei an Wasserfällen und Wildbächen stetig den schneebedeckten Gipfeln von Arosa entgegen.
Arosa zählt heute zu den größten und traditionsreichsten Wintersportorten der Schweiz. Am Ende des lang gestreckten Tales Schanfigg gelegen, war es einst nur über Saumpfade erreichbar. Mit der Inbetriebnahme der Arosabahn 1914 öffnete sich das Tor zur Welt. Die Menschen dort haben sich jedoch Handwerk, Tradition und eine liebenswerte Exzentrik bewahrt.
Die Reise durchs Schanfigg mit dem Lokführerduo Hans-Peter und Flavia Thöny - Vater und Tochter - ist reich an Höhepunkten: Atemberaubende Sonnenaufgänge, das imposante Langwieser Viadukt und die traditionelle Herstellung von Bündnerfleisch buhlen um die Aufmerksamkeit entlang der Route. An deren Ende wartet noch ein Erlebnis, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Mit der Bahn durchs Winterwunderland Schweiz: Auf Schienen geht es in die entlegensten Täler, auf die höchsten Berge, durch beeindruckende Landschaften, vorbei an Menschen und ihren Geschichten. Dank unzähliger Tunnel und Viadukte ist die Region im Herzen der Alpen ein Paradies für Bahnreisende.
Die Trapp-Familie war und ist eine der berühmtesten Familien der Welt. Ihr Gesang machte sie unsterblich. Der Spielfilm erzählt, wie alles begann.
Die historischen Ereignisse sind in einer Rahmenhandlung verpackt, die in der Gegenwart spielt. Dabei erzählt Agathe ihrer Nichte die dramatische Geschichte der Familie vor der Emigration in die USA. Gedreht wurde der Film an Originalschauplätzen in und um Salzburg.
In den 1920er-Jahren feiert Familie Trapp in ihrem riesigen Haus in Zell am See Weihnachten. Vater Georg Trapp, in der untergegangenen Donau-Monarchie ein hoher Marineoffizier, der im Ersten Weltkrieg kämpfte, hat sechs Kinder. Obwohl sich alle um Normalität und schöne Festtage bemühen, liegt ein Schatten über der Familie: Die Mutter liegt schwer krank im Bett. Kurz nach den Feierlichkeiten stirbt sie.
Die älteste Tochter Agathe, die der Mutter besonders nahestand, wird quasi Vorstand des großen Haushalts, zu dem neben der Familie auch Dienstpersonal gehört. Vor dem Tod der Mutter hat Agathe leidenschaftlich gern gesungen, doch mit deren Tod verstummt das Mädchen für ganze zehn Jahre.
Die Familie zieht nach Salzburg, wo Vater Trapp die junge Novizin Maria Gustl als Kinderfrau einstellt. Bald gibt Maria das Klosterleben ganz auf und heiratet Georg, mit dem sie ein weiteres Kind, ein Mädchen, bekommt.
Agathe ist von der neuen Frau an der Seite des Vaters nicht begeistert. Sie fürchtet um die Erinnerung an die geliebte Mutter. Doch Maria ist keine böse Märchen-Stiefmutter. Sie behandelt alle Kinder fair und bemüht sich auch um Agathe.
Am politischen Horizont ziehen dunkle Wolken auf. In Deutschland haben die Nationalsozialisten die Macht übernommen, Österreich steht der Anschluss an Deutschland bevor, es ist nur noch eine Frage der Zeit. Es kursieren Gerüchte darüber, dass nach dem Anschluss den jüdischen Mitbürgern ein schreckliches Schicksal droht.
Maria ist sehr beunruhigt. Doch Georg will seine Heimat nicht verlassen. Sein Chauffeur Konrad bekennt sich offen zu den Nazis. Georg verliert sein Vermögen, das er von London nach Salzburg transferiert hatte, weil er es in Österreich für sicherer hielt. Er muss Konrad und zahlreiche andere Angestellte entlassen, behält aber das Haus.
Sigi, Agathes bester Freund aus Kinder- und Jugendtagen in Zell am See, arbeitet mittlerweile in Salzburg als Lehrling für eine linksgerichtete Arbeiterzeitung. Eines Nachts wird er beim Plakatieren von einer Gruppe Nazi-Schläger zu Tode geprügelt. Die hilflose Agathe muss alles mit ansehen.
Auch die Salzburger Festspiele sind bedroht. Sie seien jüdisches Machwerk, die Nazis in Österreich rufen die Bevölkerung zum Boykott der Veranstaltung auf.
Im Sommer 1937, noch vor Sigis Tod, macht Agathe durch einen Zufall die Bekanntschaft der berühmten Sopranistin Lotte Lehmann. Lotte fördert Agathes musikalisches Talent und das der Geschwister. Die gesamte Familie, auch Mutter Maria und Patriarch Georg, sollen zu einem gemeinsamen Auftritt zusammenkommen. Lotte gibt Georg deutlich zu verstehen, dass sie danach mit ihrer Familie das Land Richtung USA verlassen wird, da sie um die Sicherheit ihrer Lieben fürchtet.
In der Not und in Opposition zum sturen Familienoberhaupt kommen sich Agathe und Maria endlich näher. Gemeinsam besuchen sie das Grab von Agathes Mutter. Der Auftritt der Familie bei den Salzburger Festspielen wird ein großer Erfolg.
Kurze Zeit später, 1938, verlässt die gesamte Familie Trapp nachts heimlich ihr Haus, mit nur wenigen Habseligkeiten bepackt. Sie fliehen in die USA. Noch in derselben Nacht verwüstet ein Schlägertrupp unter Konrads Führung das Gebäude.
Der Film von Regisseur Ben Verbong basiert auf der Autobiografie von Agathe von Trapp.
Mit Matthew Macfadyen, Eliza Bennett, Rosemary Harris, Yvonne Catterfeld, Cornelius Obonya
Den Spitznamen "Zuckerwürfel" hat das Museum "Reinhard Ernst" in Wiesbaden seit seiner Eröffnung im Juni 2024. Der Bau von Stararchitekt Fumihiko Maki hat eine weiß schimmernde Granitfassade.
Das eindrucksvolle Gebäude beherbergt die hochkarätige Kunstsammlung des Unternehmers Reinhard Ernst. Sein Faible für die abstrakte Kunst teilt auch der diesmalige Gast, der Kunst-Comedian Jakob Schwerdtfeger.
"Ich finde es toll, dass es keine eindeutige Lesart für abstrakte Kunst gibt", sagt der 1988 geborene Kunsthistoriker. Jahrelang arbeitete er als Museumspädagoge im Frankfurter Städel und fragte sich, warum über Kunst so ernst und elitär geredet und geschrieben wird. Kunst werde viel zu wenig mit Humor behandelt, meint Schwerdtfeger. Also erfand er 2019 das Genre "Kunst-Comedy", ohne zu ahnen, wie erfolgreich er damit werden würde. Inzwischen hat er einen Spiegel-Kunstbestseller gelandet und gibt in seinem aktuellen Bühnenprogramm "Meisterwerk" einen launigen Abriss über 600 Jahre Kunstgeschichte.
Gemeinsam mit Markus Brock erkundet er das Museum Reinhard Ernst mit geschärftem Blick darauf, wie die Kunst den Besuchern dort vermittelt wird. Dem Museumsgründer Reinhard Ernst liegt es besonders am Herzen, ein breites Publikum zu begeistern. Jeden Vormittag ist das Museum nur für Schulklassen eintrittsfrei geöffnet. Reinhard Ernst selbst kam erst als Vierzigjähriger mit Kunst in Berührung, bei der Eröffnung des Picasso-Museums in Paris 1985.
Der Unternehmer kauft ausschließlich abstrakte Kunst, weil sie einem nicht vorschreibe, was man zu sehen habe. Heute umfasst seine Sammlung rund 1000 Werke, unter anderem von Frank Stella, Tony Cragg, Katharina Grosse, und mit mehr als 50 Werken von Helen Frankenthaler die größte Privatsammlung der abstrakten Expressionistin. Mit seinem eigenen Museum verwirklichte er den Wunsch, seine Sammlung mit der Öffentlichkeit zu teilen. Den Bau finanzierte komplett seine Stiftung Reinhard und Sonja Ernst, das Grundstück stellte die Stadt Wiesbaden in Erbpacht.
"Farbe ist alles!" heißt die aktuelle Dauerausstellung. Sie zeigt eine Auswahl aus der internationalen Sammlung. Abstrakte Malerei aus Europa, den USA und Japan aus den letzten 75 Jahren steht im Zentrum.
Außerdem zeigt die Sonderausstellung "Helen Frankenthaler moves" bis 22. Februar 2026 Arbeiten der US-Amerikanerin im Dialog mit Kunst der Gegenwart von Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
Rodney Taylor kämpft in den USA gegen seine Abschiebung. Gleichzeitig wehrt sich eine Kleinstadt in Georgia gegen ein riesiges Abschiebegefängnis der US-Einwanderungsbehörde ICE.
Rodney Taylor kam als Kleinkind aus Liberia in die USA. Noch vor seinem zehnten Geburtstag wurden ihm beide Beine amputiert. In Georgia baute er sich ein Leben auf, gründete eine Familie und arbeitete als Coiffeur. Doch sein Aufenthaltsstatus blieb ungeklärt.
Anfang 2025 wurde Rodney von der US-Einwanderungsbehörde "Immigration and Customs Enforcement" festgenommen. 15 Monate verbrachte er im "Stewart Detention Center" im Süden des Gliedstaats. Heute ist er wieder bei seiner Familie, doch seine Zukunft bleibt ungewiss: Gegen ihn läuft weiterhin ein Abschiebungsverfahren.
Während Rodney in Haft saß, plante die Regierung rund 200 Kilometer weiter nördlich ein neues Haftzentrum für bis zu 10.000 Menschen. Ausgerechnet in Social Circle, einer kleinen, stark republikanisch geprägten Stadt, formierte sich Widerstand. Eine progressive Aktivistin und ein Trump-Wähler hatten plötzlich dasselbe Ziel: mit aller Macht das ICE-Abschiebegefängnis verhindern.
"NZZ Format" begleitet Rodney und seine Frau Mildred nach seiner Freilassung und trifft in Social Circle jene, die sich gegen das geplante Haftzentrum stellen.
In den Yungang-Grotten, den "Wolkengrat-Grotten", hat sich der indische Buddhismus zu einer chinesischen Volksreligion gewandelt. Der Film erzählt die Geschichte dieser Welterbestätte.
Im 5. Jahrhundert wurde die Fremdreligion des Buddhismus von den Kaisern der Wei-Dynastie zur Staatsreligion erklärt - aus Kalkül. Sie glaubten, dass ein Volk, das dem friedfertigen Buddhismus anhängt, leichter zu beherrschen sei. Die Geschichte gab ihnen Recht.
Sie holten Mönche und Künstler aus den ersten buddhistischen Klöstern an der Seidenstraße und ließen nahe ihrer Hauptstadt Pingcheng, dem heutigen Datong, monumentale Buddha-Höhlen in die Felswand schlagen. Die ersten gigantischen Buddha-Figuren sind Porträts der Wei-Kaiser. So verehrte das Volk Gott und Kaiser zugleich.
Nur ein knappes halbes Jahrhundert wurde in Yungang gearbeitet, dann verlegten die Wei ihre Hauptstadt nach Luoyang, wo sie wieder Buddha-Höhlen, die Longmen-Grotten, anlegen ließen. In den ältesten Grotten von Yungang sieht man noch, dass der Buddhismus eine weltabgewandte Erlösungslehre war: Die Buddha-Statuen sind mit schlichten, eine Schulter freilassenden Tüchern bekleidet, haben einen entrückten, unnahbaren Ausdruck, ihre Jünger tragen indische Gesichtszüge mit langen Nasen.
Der Buddhismus hat schnell viele Vorstellungen aus dem alten chinesischen Geisterglauben und aus dem Daoismus absorbiert. Die Gläubigen brauchten Bilder für ihre Verehrung und ihre Riten. In den späteren Höhlen bevölkert eine Vielzahl von Heiligen und Musikern das buddhistische Pantheon. Die Darstellungen werden bewegter, bunter, die Figuren kleiner, menschlicher. Die Buddhas haben jetzt einen freundlichen oft barmherzigen Ausdruck. In Yungang hat der Buddhismus sein chinesisches Gesicht bekommen.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
"Happy Hour" ist Stand-up-Comedy mit Herz, Hirn und Humor. Heute dabei: Johann König, Marc-Uwe Kling, Anna Bomhard, Björn von Morgenstern und Mine.
Zur besten Sendezeit zeigen Till Reiners und seine Gäste, wie vielseitig satirische Bühnenunterhaltung sein kann.
In dieser Ausgabe geht Till Reiners dem Geheimnis der SCHUFA auf die Spur. Johann König hat unerwartete Gefühle zum Tankrabatt. Marc-Uwe Kling und ein Känguru reparieren Toaster und Gesellschaft. Anna Bomhard will nur flirten und bekommt einen Seeadler. Björn von Morgenstern wird versehentlich kriminell und Musikerin Mine bleibt nur noch die Frage: "How"
Till Reiners ist erfolgreicher Stand-up-Comedian, Moderator und Podcaster. Seit 2022 ist der Gastgeber der "Happy Hour". Im April 2026 feierte er Premiere mit seinem neuen Soloprogramm "Das ist alles Teil der Show".
Sarah Bosetti nimmt wieder die aktuellen gesellschaftlichen Debatten satirisch unter die Lupe und beleuchtet gemeinsam mit ihren Gästen die dahinterliegenden Probleme.
Was sind derzeit die Aufreger in den Medien und auf der Straße? Wie reden wir miteinander darüber - und geht das nicht auch besser? Sarah Bosetti geht den Problemen mit Fakten, Humor und wortgewandter Analyse auf den Grund.
Frauenpower zu 100 Prozent verspricht der Kabarettabend mit den ausschließlich weiblichen Komödiantinnen auf jeden Fall. Bei dieser Unterhaltung kommt das Publikum auf seine Kosten!
Frauenpower zu 100 Prozent verspricht der Kabarettabend mit den ausschließlich weiblichen Komödiantinnen auf jeden Fall. Bei dieser Unterhaltung kommt das Publikum auf seine Kosten!
Als der mächtige Firmenboss Nerio Winch ermordet wird, erbt sein einziger Sohn Largo alles, wodurch er der eiskalten Managerin Ferguson sowie Geschäftskonkurrenten im Wege steht.
Gejagt durch die halbe Welt, macht sich Largo auf, um den Mörder seines Vaters zu finden und endlich dem Geheimnis seiner Herkunft auf die Spur zu kommen. - An schönen Schauplätzen spielender Abenteuer-Thriller.
In Hongkongs Victoria Harbor kommt ein alter Mann ums Leben. Es handelt sich um den Großindustriellen Nerio Winch, der sein weltweites Firmenimperium von der Ex-Kronkolonie aus verwaltet. Die Nachricht von Nerios Tod versetzt die internationale Finanzwelt in helle Aufregung - Übernahmegerüchte machen die Runde. Angeblich will sich der russische Tycoon Mikhail Korsky die Winch-Gruppe einverleiben. Nerios enge Mitarbeiterin Ann Ferguson muss verhindern, dass Machtkämpfe im Vorstand und innerhalb des Konzerns die Abwehr einer Übernahme stören.
Largo will beweisen, dass sein Vater ermordet wurde, aber er muss auch beweisen, dass er der rechtmäßige Erbe ist. In welcher Gefahr er schwebt, wird bereits bei seinem ersten Auftritt in der Firma sichtbar, als mitten in der Sitzung ein Mann erschossen wird, der eine wichtige Nachricht für Largo hatte. Largo muss nach Europa zurückkehren und die Inhaberschuldverschreibungen präsentieren, von denen nur der Erbe weiß, wo sie sich befinden.
Den ursprünglich in New York beheimateten Firmensitz der Winch-Gruppe verlegte Regisseur Jérôme Salle nach Hongkong, was dem Film außerordentlich gut bekommt. Neben Hongkong waren Bosnien-Herzegowina, Sizilien, Macau, die in der Nähe Hongkongs gelegene, ehemalige portugiesische Enklave, sowie Studios in Paris weitere Drehorte. Im Mittelpunkt der Handlung steht der 1974 in Berlin geborene französische Schauspieler Tomer Sisley.
Mit Tomer Sisley, Kristin Scott Thomas, Miki Manojlovic, Mélanie Thierry, Gilbert Melki
Die Reihe gibt Einblicke in den Alltag von Menschen, die verschiedene Leidenschaften und Berufe oberhalb von 3000 Metern leben. Diesmal im Mittelpunkt: der Strahler Christoph Betschart.
Der 35-Jährige ist seit zehn Jahren professioneller Strahler. Von Ende Mai bis September ist er allein oder mit seinem Bruder und anderen Hobbystrahlern in den Bergen rund um Andermatt unterwegs auf der Suche nach Kristallen.
Ab Juli zieht es ihn auf über 3000 Meter an den Galenstock, wo er sein Gebiet abgesteckt hat. Auch dieses Jahr vermutet er an einigen Stellen große Funde. Zudem besitzt er gemeinsam mit seiner Familie einen kleinen Mineralienladen in Andermatt, der von seiner Ehefrau Carmen geführt wird. Sein Beruf ist gefährlich. Erst vor drei Jahren hat er einen guten Freund verloren, der beim Strahlen abgestürzt ist.
Richard Lehner ist seit 20 Jahren Bergführer in Zermatt und fast ebenso lange nebenberuflicher Bergretter. "Hoch hinaus II" begleitet ihn in seinem Alltag inmitten der imposanten Viertausender.
Bei Rettungsaktionen wird Richard Lehner als Bergprofi aufgeboten und muss an der Helikopter-Winde oder zu Fuß zu den Verletzten stoßen. Wie weit riskiert Lehner, der selbst eine Familie mit zwei Söhnen hat, sein eigenes Leben, um andere zu retten?
Richard Lehner ist jedoch nicht nur Bergführer und Bergretter: Im Duo mit Killian Emmenegger führt er die moderne "Monte Rosa Hütte" im Herzen der Gletscherwelt in Zermatt.
Die Schweiz ist ein Land der Berge. Schweizerinnen und Schweizer sind geprägt von ihnen, leben und arbeiten oder suchen Zuflucht in den Bergen. Viele von ihnen in sicheren Höhen, die gut zu erreichen sind. Doch es gibt auch Menschen, die höher gehen, die weit oben arbeiten oder etwas wagen und dabei ihre Erfüllung finden. So auch die Protagonisten der zweiten Staffel von "Hoch hinaus".
Wie ein Adlerhorst klebt die Oberaarjochhütte auf 3250 Metern am Felsen. Brigitte Parson und Corsin Flepp starten dort ihre erste Wintersaison als Hüttenwarte.
Der Start ist denkbar schlecht: Heftige Winterstürme tosen um die SAC-Hütte und statt Gäste bewirten ist ständiges Schneeschaufeln angesagt. Seit 2019 bewarten Jill Lucas und Daniel Sidler die Jenatschhütte im Bündnerland. Doch trotz ihrer Erfahrung sind sie nervös.
Denn zum Saisonstart nach dem Sommer, wenn sie wieder zur Hütte hochsteigen, besteht die Gefahr, dass die Wasserzufuhr komplett eingefroren ist.
Bei der Abfahrt von seiner Britanniahütte hat sich Dario Andenmatten beide Achillessehnen gerissen. Nach monatelangem Aufbautraining hofft er nun, diesen Winter wieder auf der Britanniahütte, die ein Ausgangspunkt der Haute-Route ist, verbringen zu können. Doch erst muss der Arzt grünes Licht dazu geben.
Seit Tagen toben Schneestürme, die Oberaarjochhütte ist nicht mehr zugänglich. Mitten im Sturm geht plötzlich das Gas zum Kochen aus. Die Gasflaschen sind sieben Meter tief eingeschneit.
Auf dieser Höhe ist das ein großes Problem für die Hüttenwarte. Dario Andenmatten und sein Hüttenteam arbeiten auf Hochdruck für die Saisoneröffnung. Mitten im Schneesturm machen sie alles bereit für die Gäste.
Doch das Wetter wird immer schlechter, und wegen der hohen Lawinengefahr ist die Hütte von der Umwelt abgeschnitten.
Jill Lucas und Daniel Sidler kochen auf der Jenatschhütte möglichst ohne Fertigprodukte und ohne Fleisch. Zum Eröffnungsabend gibt es das traditionelle vegetarische Gericht Pizzoccheri. Doch nicht alle Gäste schätzen dies.
Der Hüttenwart Daniel Sidler ärgert sich. Ständig sagen in letzter Minute Gäste ab, weil das Wetter schlecht ist. Eigentlich wäre die Jenatschhütte an Ostern komplett ausgebucht.
Nun werden die Hüttenwarte wohl allein feiern müssen. Auf der Oberaarjochhütte machen sich Brigitte Parson und Corsin Flepp große Sorgen. Stella Hell, die dritte Hüttenwartin, will mit den Tourenski hoch zur Hütte. Doch am späten Nachmittag ist sie immer noch nicht da.
Es ist nicht klar, ob sie es noch vor Einbruch der Dunkelheit auf die Hütte schafft. Nun müssen die beiden entscheiden, ob sie die Rettung aufbieten müssen oder nicht.
Auf der großen Britanniahütte ist nach dem harzigen Saisonstart Hochsaison. Mitten im Trubel steigt plötzlich das Kassensystem aus, weil der Internetzugang streikt. Der Hüttenwart Dario Andenmatten versucht das Problem zu lösen.
Der Hang vor der Jenatschhütte ist gefährlich, dort starb bereits ein Hüttenwart in einer Lawine.
Nun müssen die Hüttenwarte Jill Lucas und Daniel Sidler hilflos zusehen, wie eine Gruppe von Gästen im Schneesturm bei hoher Lawinengefahr fahrlässig in den Hang fährt. Das Dach der Oberaarjochhütte ist undicht, es tropft Wasser in den Massenschlag.
So kann die SAC-Hütte keine Gäste beherbergen. Gesichert versucht der Hüttenwart Corsin Flepp das Loch im Dach zu suchen und zu reparieren. Dort oben auf 3250 Metern ist dies eine gefährliche Aufgabe.
Bei der Abfahrt von seiner Britanniahütte hat sich Dario Andenmatten vor einem Jahr beide Achillessehnen gerissen. Nun wagt er sich zum ersten Mal seit dem Unfall wieder auf die Ski. Zusammen mit seiner Lebenspartnerin bricht er auf zu einer Skitour.
Am letzten Wochenende der Saison ist die kleine Oberaarjochhütte komplett ausgebucht. Plötzlich stehen zwei unangemeldete Gäste auf der Terrasse.
Jetzt muss die Hüttenwartin Stella Hell sich entscheiden: Die beiden wegschicken oder Platz in der ausgebuchten SAC-Hütte schaffen. Die Britanniahütte hat ein großes Wasserproblem, das mit dem sogenannten Snowfarming gelöst werden soll.
Der Hüttenwart Dario Andenmatten versucht mit einem riesigen Fleece den Schnee abzudecken, um so im Sommer Schmelzwasser zu gewinnen. Die Montage vom Fleece ist ein veritabler Kraftakt.
Es ist Saisonschluss auf der Jenatschhütte. Jill Lucas und Daniel Sidler kehren nach den langen Hüttenmonaten wieder zurück nach Hause. Wie immer hoffen sie, dass ihr auf dem Julierpass geparktes Auto nach der langen Hüttenzeit wieder anspringt. Was sie nicht wissen: diesen Winter führte der Hüttenweg direkt über ihr eingeschneites Auto - mit sichtbaren Folgen.