(1): Das kalabrische Exil von Cesare Pavese
(2): Grasse: Welthauptstadt des Parfüms
(3): Ruanda: Regines Schmorgericht
(4): Irak: Ein Archäologe findet das Tor nach Babylon
Niemals in seiner jahrzehntelangen Dienstzeit bei der Kripo hätte der heute pensionierte, 64-jährige Hauptkommissar Altendorf dies für möglich gehalten: Ein geistig beeinträchtigter junger Mann wurde wegen Mordes verurteilt, obwohl weder die Leiche des vermeintlichen Opfers noch eindeutige Blut- oder DNA-Spuren gefunden werden konnten.
Das war vor elf Jahren. Die achtjährige Sina Kolb war spurlos aus dem Dorf Eisenstein verschwunden. Nach einer mehrere Monate andauernden Suche verhaftete der damals neue Soko-Leiter den 28-jährigen Emanuel "Ecco" Stock und brachte ihn dazu, den Mord an Sina zu gestehen. Zwei Tage später widerrief Ecco seine unter Druck erfolgten Aussagen. Dem Richter jedoch genügte das Geständnis.
Beim alljährlichen Dienstausflug der Mordkommission lernen sich der Pensionär Altendorf und der 32-jährige Hauptkommissar Niklas Tanner kennen. Als eine frühere Zeugin im Fall Sina erdrosselt aufgefunden wird, übernimmt Tanner den Fall und dringt bei seinen Ermittlungen immer tiefer in das Labyrinth der Ereignisse von damals ein. Dabei nähern sich die beiden Kommissare langsam einander an. Der jüngere Tanner reagiert so fasziniert wie irritiert auf den verschrobenen, scheinbar unnahbaren Älteren.
Tanner entdeckt neue Spuren und bringt Licht ins Dunkel. Von seinem Chef Wilhelm Michel, dem damals in die Soko Sina berufenen "Erfolgskommissar", wird er massiv unter Druck gesetzt. So verbeißt sich der junge Kommissar erst recht in die alten Akten, die Altendorf über all die Jahre in seiner Wohnung aufbewahrt hat.
Mit Elmar Wepper, Ulrich Noethen, Ronald Zehrfeld, Silke Bodenbender, Anja Schiffel, Tim Bergmann, Hildebrand Schleipfer, Elisa Schlott
Die Dokumentation führt auf eine Reise in die verborgene Welt unter der Wasseroberfläche, wo außergewöhnliche Kreaturen ein wunderbares Habitat bevölkern. Die Niederlande und das Wasser sind untrennbar miteinander verbunden. Vor 30 Jahren wäre es allerdings noch undenkbar gewesen, dort zu drehen: In den verschmutzten, trüben Gewässern gab es kein Leben. Jetzt machen sich die vielen Bemühungen zum Schutz der Umwelt bezahlt: Die wieder zahlreichen kleinen Wasserbewohner sind das konkrete Ergebnis einer erfolgreichen Nachhaltigkeitspolitik.
Größer kann der Gegensatz kaum sein: Ist der Norden Neuseelands sonnig und warm und aus dem Feuer der Vulkane geboren, so ist der Süden die kalte, wankelmütige Schwester. An manchen Tagen laufen alle vier Jahreszeiten auf einmal binnen 24 Stunden ab. Die Gletscher reichen bis ans Meer und in den schroffen Bergen der Südalpen ringen Tiere täglich mit Eis und Schnee.
Fast überall auf den Inseln Neuseelands ist die Natur im Wandel. Einige der ursprünglichen Tier- und Pflanzenarten können sich behaupten, viele jedoch stehen kurz vor dem Aussterben. Den Gefahren durch eingeschleppte Tierarten aus Übersee sind sie oft nicht gewachsen.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Im umgebauten amerikanischen Schulbus sind Jana und Hartmut mit ihren Pflege- und Adoptivtöchtern in ein neues Leben gestartet. In Griechenland wollen sie nun heimisch werden. Die Eltern hoffen, dass die Kinder dort ihre schwierige Vergangenheit hinter sich lassen können. Aber was sagt das deutsche Jugendamt dazu? Wird der Schulstart in Griechenland gelingen?
Der oscarnominierte Film von Andrzej Wajda erzählt die erschütternde Geschichte des sowjetischen Massakers an polnischen Kriegsgefangenen im Jahr 1940. Während Angehörige um Gerechtigkeit kämpfen, zeigt der Film, wie politische Interessen über Jahrzehnte die Tatsachen verdunkelten. "Das Massaker von Katyn" ist ein eindringliches Werk über Erinnerung, Schuld und die Macht der Geschichtsschreibung.
Nach der Scheidung von Miriam und Antoine entscheidet ein Gericht über das Sorgerecht für ihren Sohn Julien. Während Miriam sich schützen und den Kontakt zum Vater abbrechen will, kämpft Antoine mit allen Mitteln um sein Besuchsrecht. Bedrückendes Psychodrama über häusliche Gewalt, schonungslos inszeniert von Xavier Legrand (2017).
Mit Léa Drucker, Denis Ménochet, Thomas Gioria, Mathilde Auneveux, Mathieu Saïkaly, Saadia Bentaïeb
Häusliche Gewalt geht häufig mit psychischer und emotionaler Gewalt einher. Die Dokumentation beleuchtet diese Mechanismen anhand des Konzepts der Zwangskontrolle (Coercive Control). Als Zwangskontrolle werden die vielen Formen des alltäglichen Macht- und Kontrollmissbrauchs bezeichnet, mit denen Täter ihre Opfer unterwerfen und von sich abhängig machen.
Sie reichen von Telefonmobbing bis hin zu Morddrohungen. In Frankreich sind über 270.000 Frauen und Kinder Opfer dieses häuslichen Terrors.
Auf Dienstreise in Dublin übernachtet der Arzt Pierre Escande bei einer älteren Freundin seines Kollegen und engen Freundes Georges. Auf den ersten Blick erkennt Pierre in der 70-jährigen Shauna die rätselhafte Frau wieder, die er vor Jahren nach dem Tod von Georges' Mutter im Krankenhaus getröstet hatte und die danach spurlos verschwand. Die freiheitsliebende Seniorin führt ein aktives Leben, pendelt zwischen ihrem irischen Ferienhaus und ihrer Wohnung in Paris. Für den 45-jährigen Pierre ist die Begegnung wie ein Hauch frische Luft, und bei nächster Gelegenheit, ein medizinisches Kolloquium in der französischen Hauptstadt, treffen sich die beiden erneut.
Trotz der 25 Jahre Altersunterschied funkt es zwischen Pierre und Shauna - Gemeinsamkeiten gibt es im Überfluss und die junge Liebe verfestigt sich schnell.
Das Familienleben steht ihnen jedoch im Weg. Shaunas Tochter ist längst aus dem Haus, aber Pierre hat Frau und Kinder in Lyon. Der geistigen, ideellen Nähe steht überdies der biologische Altersunterschied entgegen; Shaunas Alter macht sich durch aufkommende Krankheiten bemerkbar. Die geheime Affäre zeigt ihre Achillesferse: Besteht wirklich eine reelle Chance, auf zwei asynchronen Leben eine Liebe aufzubauen?
Mit Fanny Ardant, Melvil Poupaud, Cécile de France, Florence Loiret Caille, Sharif Andoura, Sarah Henochsberg
Das Wort "Tanz" darf man im Iran nicht einmal aussprechen. Aber das hindert junge Menschen in Teheran nicht daran, in einem Kellerstudio mit ihren Körpern nach Ausdrucksformen zu suchen, die ihre Befindlichkeiten, ihre Nöte erzählen. Sie tanzen ihre Träume. Von der faszinierenden Geschichte des Balletts in ihrem Land erfahren sie erst durch die Filmemacherin Sarvnaz Alambeigi. Sie will versuchen, die ehemaligen Tänzerinnen und Tänzer des Nationalballetts aufzuspüren, die die Revolution von 1979 ins Exil getrieben hat. Es beginnt eine Spurensuche vom heutigen Iran ins Persien von gestern, bei der Sarvnaz auf Menschen trifft, deren Vergangenheit wie ein Märchen aus "1001 Nacht" klingt.
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Als Gegengift zur Informationslawine und der Verbreitung von Fake News liefert "(Fast) die ganze Wahrheit" unbestreitbare Tatsachen, unnützes Wissen und pikante Anekdoten über Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in knackig-kurzen Porträts. In dieser Folge: Virginie Despentes.
Auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und interessanten Begegnungen bereisen Reporter die Welt. Ob Großstadt oder ländliche Gegend, Europa, Asien oder Afrika - kein Weg ist dabei zu weit.