Kaiser Franz Josephs Liebesbeziehung mit Kaiserin Elisabeth, genannt Sisi, ist legendär. Doch sie verstellt den Blick auf einen Herrscher, der mit eiserner Hand 68 Jahre die Geschicke des Habsburger-Reichs lenkt. Fatale Fehlentscheidungen führen auch in den 1. Weltkrieg. Wer war Franz Joseph I. als Kaiser und als Mensch?
Linda Lorin lädt ein zu einer Reise an vier besondere Orte, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Paris: Nina Berberovas Chroniken aus dem russischen Exil / Bosnien: Olympisches Überbleibsel des Brutalismus / Schottland: Nikkis Käse-Scones / Spanien: Ein Franco kommt selten allein
Linda Lorin lädt zu einer Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Glasgow: Depardons ungeschönter Blick / Philippinen: Die verzaubernde Insel Siquijor / Kanada: Was ist groß, haarig und unauffindbar?
Burma, 1943: Britische Kriegsgefangene treffen in einem japanischen Lager ein und erhalten den Befehl, eine strategisch wichtige Eisenbahnbrücke über den Kwai zu errichten. Lagerkommandant Colonel Saito verlangt, dass auch die Offiziere körperlich mitarbeiten. Doch Oberst Nicholson verweist auf die Genfer Konvention und widersetzt sich den Anordnungen - selbst um den Preis schwerer Misshandlungen.
Als Saito schließlich nachgibt, übernimmt Nicholson die Leitung des Brückenbaus. Was zunächst als Zeichen militärischer Disziplin gedacht ist, entwickelt sich zunehmend zu einem persönlichen Prestigeprojekt. Währenddessen entkommt der amerikanische Soldat Shears dem Lager und wird von den Alliierten für ein gefährliches Sabotagekommando rekrutiert. Ihr Auftrag: die Brücke vor ihrer Fertigstellung zerstören. David Lean verbindet Kriegskino mit einem vielschichtigen Drama über Pflichtbewusstsein, Stolz und die moralischen Grenzen militärischer Loyalität.
David Leans "Die Brücke am Kwai", basierend auf Pierre Boulles Roman, gewann 1958 sieben Oscars, darunter für den besten Film, die beste Regie und den besten Hauptdarsteller Alec Guinness. Gedreht wurde überwiegend in Sri Lanka, wo eigens eine rund 130 Meter lange Brücke errichtet wurde. Heute gilt "Die Brücke am Kwai" als Meilenstein des Kriegsfilms, weil er spektakuläre Inszenierung mit einer kritischen Auseinandersetzung über Gehorsam, Ehre und die Absurdität des Krieges verbindet.
Mit Geoffrey Horne, André Morell, Alec Guinness, William Holden, Jack Hawkins, Sessue Hayakawa, James Donald, John Boxer
Serbien liegt nicht am Meer, vom Wasser geprägt ist das Land aber dennoch. Die großen Flüsse, allen voran die Donau, versorgen zahlreiche Ökosysteme und schaffen Lebensraum für Tiere wie Braunbären und Gänsegeier. Das Eiserne Tor, ein Durchbruchstal der Donau, ist die größte Flussklippenlandschaft Europas.
Was Europa bewegt
Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. Von montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.
Nach dem 7. Oktober 2023 geriet Harvard in den Fokus: Antisemitismusvorwürfe und der Rücktritt der Präsidentin Claudine Gay nach nur sechs Monaten spielten dem MAGA-Lager in die Hände. Propalästinensischer Aktivismus wurde unterdrückt, Festnahmen schürten Angst - und der Protest verstummte. Eine gezielte Kampagne gegen kritische Stimmen an US-Universitäten.
Nach ersten Einschüchterungsmaßnahmen setzt der US-Präsident auf eine Waffe, die er besser beherrscht als jeder andere: das Geld. Nachdem die Regierung die Columbia University in die Knie gezwungen hatte, fror sie für Harvard bestimmte Fördermittel in Milliardenhöhe ein, um ihren Kurs durchzusetzen und die sogenannte woke Bewegung zu bekämpfen. Würde sich Harvard erpressen lassen?
Die Elite-Universität Harvard wehrte sich gegen den Druck der Trump-Regierung. Die Folge: eingefrorene Mittel in Milliardenhöhe, bedrohte ausländische Studierende und ein Gerichtsprozess. Harvard hat Erfolg und wird zum Symbol einer Widerstandsbewegung. Dennoch macht die Universität Zugeständnisse. Kann sie den Machthabenden die Stirn bieten? Und wenn ja, zu welchem Preis?
Im Juni 2025 wird Kalifornien zum Symbol einer beispiellosen Machtprobe in den USA. ICE-Razzien in Los Angeles und der Einsatz des Militärs gegen Proteste zeigen, wie tief die US-Gesellschaft gespalten ist. Für Trump ist der progressive Bundesstaat ein Feindbild - und sein Vorgehen ein Warnsignal an alle, die sich der MAGA-Agenda widersetzen.
In Brasilien machen die Evangelikalen ein Drittel der Wählerschaft aus. Die bibeltreuen Christen verhalfen Jair Bolsonaro im Jahr 2018 zum Wahlsieg. Nach dessen Verurteilung wegen eines Putschversuchs unterstützt die Gruppierung aus dem äußerst rechten Spektrum nun seinen Sohn Flávio - für die Wahlen im Oktober 2026.
Adolf Hitler, dessen Diktatur 1933 mit einer Reihe von Bücherverbrennungen begann, besaß zum Ende seines Lebens selbst über 16.000 Bände. Rund 1.300 davon befinden sich heute in den USA. Sie zeugen davon, dass rassistisches und antisemitisches Denken lange vor den Nazis vitaler Kern der westlichen Kultur war und bis heute die sogenannten Neuen Rechten inspiriert.
Das berühmte Foto von Lee Miller in Hitlers Badewanne war ein historischer Moment für Kriegsreporterinnen. Luzia Schmids preisgekrönter Film porträtiert die Journalistinnen Lee Miller, Martha Gellhorn und Margaret Bourke-White. Die Dokumentation bietet eine neue Perspektive auf bisher wenig bekannte emanzipierte Frauen im Krieg.
Bild ist Sprache: die vorherrschende Sprache unserer Welt. Bilder sind mächtig und allgegenwärtig. Wir alle sind tagtäglich einer Flut von Bildern ausgesetzt, die wir mehr oder weniger bewusst wahrnehmen. Was wir sehen, kann schockieren oder bewegen. Aber verstehen wir immer auf den ersten Blick, was wir sehen? Sonia Devillers ordnet Bilder ein und erklärt Hintergründe.
"28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. Montags bis donnerstags moderiert von Élisabeth Quin, freitags und samstags von Renaud Dély.