Das Mariazeller Land hat von jeher eine große Faszination auf die Menschen ausgeübt: die Weite und alpine Prägung der Landschaft, dazu die imposante Basilika. Der nahegelegene Erlaufsee gilt als Naturjuwel erster Güte, der immer schon für seinen großen Fischreichtum bekannt war und wegen seines klaren Wassers auch bei Tauchern beliebt ist. Michael Weinmann stellt das traditionelle bäuerliche Leben sowie andere Traditionsberufe in dieser Region vor und zeigt, wie der See zum Lebensmittelpunkt der eingesessenen Bevölkerung geworden ist.
Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
Malerisch auf knapp tausend Metern am Fuß der imposanten Zugspitze liegt der kleine Tiroler Bergort Ehrwald. Hinter ihm erhebt sich das felsige Zugspitz-Massiv auf dreitausend Meter. Mit dem Bau der Zugspitzbahn begann vor gut hundert Jahren die touristische Erschließung dieser Gemeinde, die heute zu den wichtigsten Erholungsgebieten der Region zählt. Doch die vielen Sommergäste konnten die Seele des Ortes und seiner Einwohner nicht nachhaltig verändern. Noch immer genießen die hier ansässigen Bergbauern und Waldarbeiter den Respekt der Gemeinde - wissen doch alle um den Wert ihrer Arbeit für die Pflege der Kulturlandschaft. Die traditionellen Bergfeuer zum Jahreszeitenwechsel, die die Ehrwalder hier abhalten, zählen zum immateriellen Weltkulturerbe. Gestalter Martin Vogg porträtiert diesen Ort und die Menschen, die ihn ausmachen.
Diese "Land der Berge" Neuproduktion portraitiert die Menschen, die in der Bergsteigerdorfregion rund um das Gschnitz-, Valser- und Schmirntal leben.
"Wenn ich in der Früh aufstehe und beim Fenster hinaussehe, dann sehe ich diese Berge und da geht eigentlich immer wieder das Herz auf", schwärmt Ferdinand Pranger aus Gschnitz. Auf dem Alfaierhof führt er seine eigene Grauviehzucht und damit eine jahrhundertealte Familientradition fort.
Die Menschen leben hier die Werte der Bergsteigerdörfer: Naturverbundenheit, Nachhaltigkeit und eine starke Gemeinschaft. Ob im Mühlendorf Gschnitz, das Roswitha Felder mit Herzblut betreibt, oder auf dem Trinserhof, der von den Zwillingsschwestern Jessica und Jennifer Covi in dritter Generation geführt wird - überall spürt man den Stolz, ein Teil dieser besonderen Region sein zu dürfen.
Neben beeindruckenden Landschaften und einzigartiger Natur zeigt der Film, wie die Menschen hier die Traditionen pflegen und gleichzeitig neue Wege gehen. Ob Klettersteige, die Thomas Senfter neu in St. Jodok zieht; ein Dorfcafé, das von der Mittzwanzigerin Viktoria Eller neu gegründet wurde; oder die "Schule der Alm", die Andreas Eller in Vals betreibt - die Bergsteigerdörfer schaffen Orte der Begegnung und der Entschleunigung. "Entweder musst du ein Bergsteiger sein, oder du suchst die Ruhe", bringt es Roswitha Felder auf den Punkt.
Malta und Mallnitz zählen zu den zertifizierten Bergsteigerdörfern des Alpenvereins und stehen für unberührte Natur, gelebte Traditionen und sanften Tourismus. Diese "Land der Berge"-Neuproduktion unter der Regie von Stefan Sternad porträtiert Menschen, die das Leben in diesen beiden Kärntner Bergdörfern prägen. Das Maltatal, auch als "Tal der stürzenden Wasser" bekannt, beeindruckt mit seiner ursprünglichen Natur und zahlreichen Wasserfällen. Die gebürtige Malteinerin Elfriede Leitner erzählt von der besonderen Kraft und beruhigenden Wirkung der Natur. Wie stark der Zusammenhalt im Ort gelebt wird, zeigt auch Greißlerin Anni Danler-Swatt, die sich mit großem Engagement um die Nahversorgung der Bevölkerung kümmert. Mallnitz liegt auf knapp 1.200 Metern im Nationalpark Hohe Tauern und ist seit jeher ein Ort der Begegnung. Die aus den Niederlanden stammende Familie Sickmann hat hier ihre neue Heimat gefunden. Gastronom Nick Sickmann schätzt den starken Gemeinschaftssinn und die nachhaltige Mobilität des Ortes. Auch die ehemalige Skirennläuferin Regina Sterz lebt mit ihrer Familie in Mallnitz und hebt die hohe Lebensqualität sowie die naturnahe und sichere Umgebung für Kinder hervor.
Auf 1.200 Metern Seehöhe, in der Mitte zwischen Bozen und Trient, liegt die Vierhundert-Seelen-Gemeinde Altrei. Im Fleimstal ist Altrei die einzige deutschsprachige Gemeinde. Der Südtiroler Gestalter Stefan Nicolini, in dieser Region bestens bewandert, hat diese an das Trentino grenzende Gegend für eine neue Ausgabe von Landleben für den ORF III Heimat-Mittwoch besucht und zeigt den Arbeits- und Freizeitalltag der Menschen hier. Käser Alberto produziert einen speziellen Frischkäse, den es nur in Altrei gibt. Michl Amort sammelt im Wald das Harz der Lärchen während Angelika Gschnell dann daraus Salben herstellt. Die Vegetation ist hier für die Höhe ausgesprochen üppig und saftig, da sich der Ort auf einer südexponierten Terrasse befindet. Mitten im Naturpark Trudner Horn gelegen, gilt die Region als Paradies für Bergwanderer. Auch die ansässige Zwergenschule macht einen Ausflug in die Natur.
Noch gibt es die Menschen, die von einer vergangenen Zeit erzählen können, in der harte Arbeit, Armut und ein bescheidener Alltag den Rhythmus vorgaben.Diese Lebenseinstellung haben sich viele unserer älteren Generation bis heute erhalten. Drei Zeitzeugen aus unterschiedlichen Orten führen uns mitten hinein in ihr Alltagsleben und lassen Tradition und Erlebtes lebendig werden.
Dieses einfache Leben wollen sie weiterführen solange, … "Solang der Herrgott will". Damit dokumentieren wir wertvolle Zeitzeugnisse aus ganz Südtirol, schreiben ein Stück Südtiroler Kulturgeschichte. Die Lebensgeschichten werden von den Darstellern gelebt, geschrieben und erzählt. Somit bleiben wertvolle Erinnerungen für Interessierte - auch für die junge Generation - erhalten.
Der Dokumentarfilm soll auch Wertschätzung für eine Generation erbringen, die Wertvolles geleistet hat.
Ulla verbringt mit ihrem Freund Markus ein Wochenende in einer Jagdhütte, mit Picknick und Kartoffel-Grillen am Lagerfeuer. Noch in der Nacht stirbt sie nach heftigen Bauchkrämpfen. Todesursache: Vergiftung. Markus gerät prompt unter Verdacht. Doch Sophie recherchiert, dass Ulla die Kartoffeln vom Gelände der Firma "Farmerland" aufgesammelt hat. "Farmerland" züchtet für pharmazeutische Zwecke eine neue Kartoffelart, die ein tödliches Gift enthält.
Mit: Carola Aichner, Monika Baumgartner, Martin Benrath, Barbara de Koy, Enzi Fuchs, Frank Giering, Christoph Hofrichter, Jörg Hube, Maximilian Krückl, Sabina Luft, Johannes Silberschneider. Deutschland, 1997.
Sylvia, die Tochter eines bekannten Psychologen-Ehepaares, steht auf einer Brücke und starrt in die Donau, in ihren Armen ein Baby. Besorgt nimmt sich Sophie der jungen Frau an. Derweil wird Ludwig Zeuge einer Familientragödie. Das Ehepaar Heckmüller kümmert sich rührend um die von ihren Eltern vernachlässigte Andrea Budweg - doch auf offener Straße schlägt Budweg Herrn Heckmüller nieder. Sophie fragt sich, ob es nicht eine Verbindung zwischen den beiden Mädchen gibt.
Mit: Carola Aichner, Monika Baumgartner, Martin Benrath, Barbara de Koy, Enzi Fuchs, Frank Giering, Christoph Hofrichter, Jörg Hube, Maximilian Krückl, Sabina Luft, Johannes Silberschneider. Deutschland, 1997.
Hinter den Klostermauern passiert Ungeheuerliches: Der junge Pater Thilo empfängt nachts Damenbesuch, aus der Zentralbibliothek verschwinden wertvolle Handschriften, und die kostbaren Gemälde werden durch Fälschungen ersetzt. Als in der Nähe des Klosters dann auch noch die Leiche des jungen Stefan gefunden wird, ist Pater Anselms Spürsinn gefragt. Mit dem Segen seiner Vorgesetzten macht er sich gemeinsam mit seiner Freundin Sophie an die Ermittlungen.
Mit: Carola Aichner, Monika Baumgartner, Martin Benrath, Barbara de Koy, Enzi Fuchs, Frank Giering, Christoph Hofrichter, Jörg Hube, Maximilian Krückl, Sabina Luft, Johannes Silberschneider. Deutschland, 1997.
Zwei gedemütigte Ehefrauen beschließen ihre Männer umzubringen - und zwar jeweils den der anderen. Doch trotz eines ausgeklügelten Planes scheitern sie an seiner Durchführung. Nun beschließen sie den Spieß umzudrehen: Sie wollen den Anschein erwecken, als seien sie die Opfer von Mordanschlägen ihrer Männer. Die Mords-Rochade nimmt auch wirklich den geplanten Verlauf, doch dann ändern die Männer plötzlich ihren Plan........
Mit Eva Herzig, Julia Bremermann, Ottokar Lehrner, Simon Licht, Gregor Bloéb, Heinz Marecek, Bibiana Zeller, Erol Sander, Xenia Seeberg, Inge Rosenberg, Johannes Silberschneider, Stefan Puntigam
Lea Winter steht kurz vor ihrem Durchbruch als Architektin, als sie eine irritierende Entdeckung macht: Sie ist schwanger. Für ihren Liebhaber Klaus Arnheim hat seine eigene Familie Vorrang. Er drängt zu einer Abtreibung. Lea ist jedoch hin- und hergerissen. Um ihre Situation in Ruhe zu überdenken, fährt sie für ein paar Tage nach Irland. Dort begegnet sie dem alleinerziehenden Musiker Brian O'Casey, der eine tief schlummernde Sehnsucht in ihr weckt.
Mit Erol Sander, Sandra Speichert, Pierre Besson, Nicole Beutler, Adrian Wahlen
Thomas und Roman treffen zufällig auf der Herrentoilette eines Gerichtsgebäudes aufeinander. Beide wurden gerade von ihren Frauen geschieden. Der schüchterne Roman ist am Boden zerstört, denn er liebt seine Frau immer noch. Lebemann Thomas nimmt es locker. Es ist nicht seine erste Scheidung, und er weiß, wie man eine Frau zurückgewinnt. Diesmal jedoch kommt es härter: Seine Ex-Frau Vicky hat bereits die Schlösser auswechseln lassen, seinen Wagen konfisziert und seinen Job in ihrem Unternehmen gestrichen. Roman bietet seinem "neuen Freund" eher widerwillig für ein paar Tage seine Couch an, und die beiden beschließen, sich gegenseitig dabei zu helfen, ihre Frauen zurückzugewinnen.
Es ist eine bewegte Lebensgeschichte - die ORF-III-Dokumentation über Gertrude Wanda Kuchwalek, alias "Die Wilde Wanda" erzählt von einer der außergewöhnlichsten Verbrecherinnen des Landes. Sie war Wiens erste Zuhälterin, die in den 1960er- und 1970er-Jahren in Österreich für Schlagzeilen sorgte. "Die Wilde Wanda" gilt als eine der schillerndsten und zugleich tragischsten Figuren der österreichischen Kriminalgeschichte. Die Dokumentation geht den Spuren ihres Lebens nach und zeigt die verschiedenen Facetten ihrer Persönlichkeit - von ihrer Jugend samt Missbrauchserfahrungen in einem Kinderheim, bis zu ihrem kontroversen Leben im Wiener Rotlichtmilieu.
In der Dokumentation kommen Menschen zu Wort, die "Die Wilde Wanda" persönlich kannten. Ihre Berichte zeichnen ein lebendiges Bild von Kuchwalek und geben tiefe Einblicke in die sozialen und gesellschaftlichen Umstände, die ihr Leben prägten. Ergänzt wird das Ganze durch historische Aufnahmen und Interviews mit Expertinnen und Experten, die das Leben von Kuchwalek in einen größeren Kontext stellen.
Die Dokumentation "Wahre Verbrechen - Jack Unterweger: Der Häfenpoet" über den berüchtigten Serienmörder Jack Unterweger beleuchtet das Leben und die Taten eines Mannes, der von der Gesellschaft lange als literarisches Genie gefeiert wurde - der wegen Mordes Verurteilte wurde nach seiner Entlassung aus der Justizvollzugsanstalt zum enfant terrible der heimischen Kulturszene, gern gesehener Fernsehgast und Autor unzähliger Berichte und Reportagen aus Wiens Unterwelt. Der Mörder stieg zum Literaten auf. Doch nur knapp ein Jahr nach dem Freigang Unterwegers ereignet sich eine Mordserie, die Opfer sind Sexarbeiterinnen. Erst nach und nach wird auch Jack Unterweger der Verbrechen verdächtigt, es entspinnt sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Im Februar 1992 wird er schlussendlich, nach seiner Flucht in die USA, festgenommen, Unterweger wird der Mord an elf Frauen vorgeworfen, und im Juni 1994 für schuldig erklärt. Nur wenige Stunden nach der Verkündigung begeht er Suizid. Die Dokumentation deckt neue Details über seine Verbrechen auf und stellt die Frage, wie ein Mensch mit einer solchen Doppelnatur so lange unerkannt bleiben konnte.
Es ist der 8. September 1982 im Villgratental in Osttirol. In der abendlichen Dämmerung fallen in der "Hölleiten" Schüsse. Sie gelten einem jungen Mann mit geschwärztem Gesicht: Pius Walder, ein Holzfäller, erschossen im Wald, auf der Flucht vor zwei Jägern. Noch in derselben Nacht erliegt er im Spital seinen Verletzungen. Am Tag darauf legen die beiden Schützen bei der Lienzer Kriminalpolizei ein Geständnis ab. Der Tod von Pius Walder wird zum Politikum, das das Tal noch Jahrzehnte später in Atem hält.
Pius Walder ist in Kalkstein kein Unbekannter. Sein Bruder Hermann und er gelten als erfolgreich, sind beliebt. Zugleich wird ihnen wiederholt das Wildern nachgesagt. Vor allem in Jagdkreisen sorgt das für Missfallen. Der Hilfsjäger Johann Schett, dessen Schuss Pius Walder in den Hinterkopf trifft, sagt später vor Gericht aus, er habe in jener Nacht nicht in Tötungsabsicht gehandelt. Das Innsbrucker Schwurgericht wird ihm Glauben schenken. Das milde Urteil wird von den Hinterbliebenen und Freunden der Familie vehement bekämpft. Vor allem Bruder Hermanns Stimme bleibt über Jahrzehnte laut. Zwei Jahre nach dem Tod seines Bruders legt sich Hermann Walder in der ORF-Sendung Club2 vor laufender Kamera mit Gästen und Moderator an. Sein Kampf gegen die Jagd, die Justiz und die Medien hält bis in die 2000er Jahre an. Für viele wird Hermann Walder zum Symbol eines Rebellen gegen die Obrigkeit und machen das "Wildererdrama" über die Grenzen Osttirols bekannt.
Was ist in jener Nacht 1982 zwischen den drei Männern geschehen? Die Neuproduktion der Sendereihe "Wahre Verbrechen" geht den Ereignissen und Folgen jener Nacht auf den Grund. In Gesprächen mit Zeitzeugen, Verwandten und Expert:innen - darunter der Lienzer Historiker Martin Kofler, die Wildbiologin Karoline Schmidt und der Soziologe Roland Girtler - offenbart sich das Bild einer Gemeinde, in der tief verwurzelte Konflikte ein tödliches Ende finden. Mittels Archivmaterial und Neuaufnahmen des Villgratentals bewegt sich die Dokumentation zwischen Vergangenheit und Gegenwart und stellt sich der Frage nach Grenzen zwischen Recht und Unrecht, zwischen Rachelust und Vergebung und der Rolle der Jagd in Österreich.
ORF III beleuchtet in dieser Folge der True-Crime-Reihe "Wahre Verbrechen" einen der verstörendsten Kriminalfälle der Zweiten Republik: den Fall Ernst Karl. Ein ehemaliger Polizist, der zum Mörder wurde und dessen Lebensweg von Machtmissbrauch, Gewalt, Isolation und einer tragischen Todesgeschichte geprägt war.
1968 erschießt Ernst Karl in einer Wiener Tiefgarage zwei Männer mit gezielten Kopfschüssen. Zunächst verkauft er sich als Held, der in Ausübung seines Dienstes ein Verbrechen verhindert habe. Doch bald zeigt sich: Die Tat war inszeniert. Die Opfer hatten ihn zuvor mit seiner Homosexualität erpresst - in einer Zeit, in der gleichgeschlechtliche Beziehungen noch strafbar waren. Karl gesteht - und wird zu lebenslanger Haft verurteilt.
Doch damit endet die Geschichte nicht. 1974 tötet Karl im Gefängnis erneut - einen Mithäftling, angeblich aus Notwehr. Im Laufe seiner Haft entwickelt er eine schwere psychische Erkrankung. Stimmen, Verfolgungswahn, Wahnvorstellungen bestimmen seinen Alltag. Im Juni 2001 stirbt Ernst Karl in der Justizanstalt Krems - fixiert in einem medizinischen Bett, unbeachtet über Stunden. Die Umstände seines Todes sorgen bis heute für Diskussionen über medizinische Verantwortung, Haftbedingungen und Menschenwürde.
In dieser Dokumentation nähern wir uns dem Künstler Georg Danzer, der über 40 Alben herausgebracht hat, vorallem über seine Lieder. Mehrere Musiker, unter anderen Konstantin Wecker und Norbert Schneider, werden Lieder von Georg Danzer interpretieren und erzählen, warum ihre Wahl auf das jeweilige Lied gefallen ist. Weiters legen wir Augenmerk auf einen bisher wenig gezeigten Abschnitt in Georg Danzers Leben: seine Jugend und Schulzeit.
Durch die Sendung führt Thomas Stipsits.
Für viele seiner Freunde, Fans und Wegbegleiter war er der Schurli, für ein breites Publikum Georg Danzer: Liedermacher, Poet und feinsinniger Intellektueller. Mit seinem Wiener Schmäh und Liedern wie "Jö Schau" oder "Hupf in Gatsch" wurde er bekannt. Doch hinter dem Augenzwinkern steckt weit mehr als Jux und Schlager: politische und poetische, oft melancholische Texte, scharfe Beobachtungen und eine tiefe Nähe zu Menschen am Rand der Gesellschaft. Anlässlich seines 80. Geburtstages erzählt die ORF-Doku Georg Danzers Leben aus seinen Liedern und Texten heraus - mit seltenen Archivaufnahmen, Erinnerungen von Weggefährten und Familie und bislang unveröffentlichten Notizen. Ein persönlicher Blick auf "Schurli Danzer", auf Wien und das Wienerische.
Georg Danzer anno 1976: Er erzählt über seine Jugend, blickt auf seinen bisherigen Werdegang als Sänger zurück und singt u.a. "Jö schau", "Schau Schatzi"i" oder "Elfi".
Es ist eine bewegte Lebensgeschichte - die ORF-III-Dokumentation über Gertrude Wanda Kuchwalek, alias "Die Wilde Wanda" erzählt von einer der außergewöhnlichsten Verbrecherinnen des Landes. Sie war Wiens erste Zuhälterin, die in den 1960er- und 1970er-Jahren in Österreich für Schlagzeilen sorgte. "Die Wilde Wanda" gilt als eine der schillerndsten und zugleich tragischsten Figuren der österreichischen Kriminalgeschichte. Die Dokumentation geht den Spuren ihres Lebens nach und zeigt die verschiedenen Facetten ihrer Persönlichkeit - von ihrer Jugend samt Missbrauchserfahrungen in einem Kinderheim, bis zu ihrem kontroversen Leben im Wiener Rotlichtmilieu.
In der Dokumentation kommen Menschen zu Wort, die "Die Wilde Wanda" persönlich kannten. Ihre Berichte zeichnen ein lebendiges Bild von Kuchwalek und geben tiefe Einblicke in die sozialen und gesellschaftlichen Umstände, die ihr Leben prägten. Ergänzt wird das Ganze durch historische Aufnahmen und Interviews mit Expertinnen und Experten, die das Leben von Kuchwalek in einen größeren Kontext stellen.
Die Dokumentation "Wahre Verbrechen - Jack Unterweger: Der Häfenpoet" über den berüchtigten Serienmörder Jack Unterweger beleuchtet das Leben und die Taten eines Mannes, der von der Gesellschaft lange als literarisches Genie gefeiert wurde - der wegen Mordes Verurteilte wurde nach seiner Entlassung aus der Justizvollzugsanstalt zum enfant terrible der heimischen Kulturszene, gern gesehener Fernsehgast und Autor unzähliger Berichte und Reportagen aus Wiens Unterwelt. Der Mörder stieg zum Literaten auf. Doch nur knapp ein Jahr nach dem Freigang Unterwegers ereignet sich eine Mordserie, die Opfer sind Sexarbeiterinnen. Erst nach und nach wird auch Jack Unterweger der Verbrechen verdächtigt, es entspinnt sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Im Februar 1992 wird er schlussendlich, nach seiner Flucht in die USA, festgenommen, Unterweger wird der Mord an elf Frauen vorgeworfen, und im Juni 1994 für schuldig erklärt. Nur wenige Stunden nach der Verkündigung begeht er Suizid. Die Dokumentation deckt neue Details über seine Verbrechen auf und stellt die Frage, wie ein Mensch mit einer solchen Doppelnatur so lange unerkannt bleiben konnte.
Es ist der 8. September 1982 im Villgratental in Osttirol. In der abendlichen Dämmerung fallen in der "Hölleiten" Schüsse. Sie gelten einem jungen Mann mit geschwärztem Gesicht: Pius Walder, ein Holzfäller, erschossen im Wald, auf der Flucht vor zwei Jägern. Noch in derselben Nacht erliegt er im Spital seinen Verletzungen. Am Tag darauf legen die beiden Schützen bei der Lienzer Kriminalpolizei ein Geständnis ab. Der Tod von Pius Walder wird zum Politikum, das das Tal noch Jahrzehnte später in Atem hält.
Pius Walder ist in Kalkstein kein Unbekannter. Sein Bruder Hermann und er gelten als erfolgreich, sind beliebt. Zugleich wird ihnen wiederholt das Wildern nachgesagt. Vor allem in Jagdkreisen sorgt das für Missfallen. Der Hilfsjäger Johann Schett, dessen Schuss Pius Walder in den Hinterkopf trifft, sagt später vor Gericht aus, er habe in jener Nacht nicht in Tötungsabsicht gehandelt. Das Innsbrucker Schwurgericht wird ihm Glauben schenken. Das milde Urteil wird von den Hinterbliebenen und Freunden der Familie vehement bekämpft. Vor allem Bruder Hermanns Stimme bleibt über Jahrzehnte laut. Zwei Jahre nach dem Tod seines Bruders legt sich Hermann Walder in der ORF-Sendung Club2 vor laufender Kamera mit Gästen und Moderator an. Sein Kampf gegen die Jagd, die Justiz und die Medien hält bis in die 2000er Jahre an. Für viele wird Hermann Walder zum Symbol eines Rebellen gegen die Obrigkeit und machen das "Wildererdrama" über die Grenzen Osttirols bekannt.
Was ist in jener Nacht 1982 zwischen den drei Männern geschehen? Die Neuproduktion der Sendereihe "Wahre Verbrechen" geht den Ereignissen und Folgen jener Nacht auf den Grund. In Gesprächen mit Zeitzeugen, Verwandten und Expert:innen - darunter der Lienzer Historiker Martin Kofler, die Wildbiologin Karoline Schmidt und der Soziologe Roland Girtler - offenbart sich das Bild einer Gemeinde, in der tief verwurzelte Konflikte ein tödliches Ende finden. Mittels Archivmaterial und Neuaufnahmen des Villgratentals bewegt sich die Dokumentation zwischen Vergangenheit und Gegenwart und stellt sich der Frage nach Grenzen zwischen Recht und Unrecht, zwischen Rachelust und Vergebung und der Rolle der Jagd in Österreich.
ORF III beleuchtet in dieser Folge der True-Crime-Reihe "Wahre Verbrechen" einen der verstörendsten Kriminalfälle der Zweiten Republik: den Fall Ernst Karl. Ein ehemaliger Polizist, der zum Mörder wurde und dessen Lebensweg von Machtmissbrauch, Gewalt, Isolation und einer tragischen Todesgeschichte geprägt war.
1968 erschießt Ernst Karl in einer Wiener Tiefgarage zwei Männer mit gezielten Kopfschüssen. Zunächst verkauft er sich als Held, der in Ausübung seines Dienstes ein Verbrechen verhindert habe. Doch bald zeigt sich: Die Tat war inszeniert. Die Opfer hatten ihn zuvor mit seiner Homosexualität erpresst - in einer Zeit, in der gleichgeschlechtliche Beziehungen noch strafbar waren. Karl gesteht - und wird zu lebenslanger Haft verurteilt.
Doch damit endet die Geschichte nicht. 1974 tötet Karl im Gefängnis erneut - einen Mithäftling, angeblich aus Notwehr. Im Laufe seiner Haft entwickelt er eine schwere psychische Erkrankung. Stimmen, Verfolgungswahn, Wahnvorstellungen bestimmen seinen Alltag. Im Juni 2001 stirbt Ernst Karl in der Justizanstalt Krems - fixiert in einem medizinischen Bett, unbeachtet über Stunden. Die Umstände seines Todes sorgen bis heute für Diskussionen über medizinische Verantwortung, Haftbedingungen und Menschenwürde.