Wer die Region um Lech einmal im Sommer erlebt hat, versteht, dass hier viel mehr zu finden ist als nur ein Wintersportort. Zwischen 1.400 und 1.700 Metern Seehöhe steigt der Weg von Lech nach Zürs an, ein hochalpines Terrain, wie es typisch ist für den Arlberg. Landwirtschaft wird hier seit Ewigkeiten betrieben, bis heute nach bergbäuerlichen Maßstäben, weil hier oben im steilen Gelände viele Maschinen nichts vermögen. Nach getaner Arbeit trifft man sich in der Gemeinde bei einem geselligen Spiel, einer Musi oder einfach im Wirtshaus. Christian Papke hat das gemeinschaftliche Treiben und den Alltag der Menschen hier fürLandleben porträtiert.
Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
68 Jahre lang herrschte Kaiser Franz Joseph von Österreich-Ungarn über die Habsburg-Monarchie, am Ende seines Lebens dominiert das Gefühl des Scheiterns - politisch, und auch auf privater Ebene. Seiner Herrschaft über die Habsburg-Monarchie hatte er zwei Jahre vor seinem Tod gewissermaßen selbst den Todesstoß versetzt - mit seiner Unterschrift, die den Ausbruch des Ersten Weltkrieg besiegelte. Trotzdem überwiegt in der Erinnerung oft das Positive. Großen Anteil daran hatte wohl die Frau an seiner Seite: Sisi, deren Geschichte auch 125 Jahre nach ihrem Tod mythenumwoben im Gedächtnis geblieben ist. Exzentrisch, schön und unnahbar - auch für ihren Gatten Kaiser Franz Joseph. Doch wer war der wahre Franz Joseph? Wohl über weite Strecken ein Herrscher, der stoisch und mit eiserner Hand regierte. Ein Kaiser, der zu oft all seine Energie daran setzten, das Alte zu bewahren - und das Neue nicht aufkommen zu lassen. Eine österreichisch-deutsche Koproduktion, die ein völlig neues Licht auf den altbekannten Kaiser wirft- einen Kaiser, dessen Kindheitstraumata sein ganzes Leben überschatten sollten.
Ein Film von Martin Koddenberg
Eine Koproduktion von ORF, pre tv, ZDF und arte
ORF III überträgt alle wichtigen News vom Tag, dazu Interviews, Analysen, Live-Schaltungen, Reportagen und alle wichtigen Pressekonferenzen und Updates live!
ORF-III-Chefredakteurin Lou Lorenz-Dittlbacher diskutiert auch heute wieder in ihrer "Runde der ChefredakteurInnen" über die jüngsten politischen Entwicklungen des Landes.
Alljährlich feiert Scheibenhard im Juni sein Brückenfest mit Ochsen vom Spieß, groben Bratwürsten oder Rebknorzenspießen aus Schweinenacken. Kulinarisch ist sich die deftige Pfälzer und Elsässer Küche entlang der Grenze recht ähnlich. Oftmals wird das gleiche gekocht, nur unter anderem Namen. So heißt der elsässische Baeckeoffe, ein Gemüse-Fleisch-Eintopf, bei Christian Müller auf der Pfälzer Seite Backesgrumbeere. Als Hobbyjäger bereitet er seine Variante mit Wildfleisch zu. Diese kommt auf den Tisch, als Fabienne Buhl zu einem Treffen der Gemeinderäte aus beiden Ländern bei ihm zu Hause ist. Fabienne hingegen kocht am liebsten Fleischknöpfle mit weißer Soße und Kartoffelpüree. Bereits 1815 wurde Scheibenhard in einen deutschen und einen französischen Ortsteil getrennt.
Vom Schwarzwald zum Schwarzen Meer
Wilde Natur und moderne Zivilisation, romantische Auen und hektische Großstädte - die Donau ist ein Fluss der Kontraste. Sie durchquert 19 Länder Europas und ist damit das internationalste Fluss-System der Welt. Die Donau beherrscht das Landschaftsbild und bestimmt das Leben der Menschen und der Tiere. Berühmte Kulturlandschaften - wie die Wachau - werden von ihr ebenso geprägt wie die großen Städte Wien, Budapest, Bratislava oder Belgrad. Dazwischen aber hat sich der große Strom seine Ursprünglichkeit bewahrt - in großen Naturlandschaften wie den Donauauen, der Puszta oder dem beeindruckenden Delta, das ins Schwarze Meer mündet.
Ein Film von Rita und Michael Schlamberger
Zwischen Flut und Frost
Überschwemmungen im Sommer, Eisstöße im Winter - die Extreme der Jahreszeiten beeinflussen auch den Charakter der Donau, deren Wassermassen aus den Zuflüssen unserer Alpen gespeist wird. Es ist ein Fluss mit vielen Gesichtern, der aufgrund seiner Mächtigkeit Natur und Zivilisation nachhaltig beeinflusst. Während das Hochwasser in den Aulandschaften und im Delta für fruchtbares Leben sorgt, ist es in den regulierten Abschnitten der Donau eine Bedrohung für Städte und Ansiedlungen. Nur selten noch lebt der Mensch im Einklang mit dem Wechselspiel des Wasser: wie im kroatischen Dorf Cigoc, inmitten eines Auwalds. Hier verliert der Fluss seine zerstörerische Kraft, weil er sich ausbreiten kann.
Ein Film von Rita und Michael Schlamberger
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Wenn Hochwürden bei Sonnenaufgang über den See paddelt und am Abend auf der Theaterbühne steht, dann weiß man, dass es ein ganz spezieller Ort ist. Der Film präsentiert den Längsee, einen weitgehend naturbelassenen Badesee in Mittelkärnten, der aber nicht nur für Schwimmer und Wassersportler viel zu bieten hat, auch Wanderer, Reitsportfreunde und Golfer kommen hier voll auf ihre Rechnung. Neben den Kulturdenkmälern Burg Hochosterwitz und dem Stift Sankt Georgen, werden auch verschiedenste Kulturinitiativen vorgestellt, die mit viel Idealismus und Professionalität ihr Publikum begeistern. Die Region ist aber auch bekannt für den Weinbau, biologische Landwirtschaft und die hervorragenden Gastronomen, die aus diesen Produkten kulinarische Köstlichkeiten zubereiten. Ein Film über eine wunderschöne Landschaft und über die Menschen, die den Längsee zu einem Erlebnis machen.
Tief in die Ennstaler Alpen eingeschnitten erstreckt sich die größte Felsschlucht Europas - das Gesäuse. Wir befinden uns in der Steiermark, an der Grenze zu Oberösterreich. Dieses Naturparadies ist heute der jüngste und mit über 11.000 Hektar auch der drittgrößte Nationalpark Österreichs. Das "G'seis", wie die Einheimischen das Gesäuse nennen, ist eine Welt wilden Wassers zwischen senkrecht aufragenden Steilwänden, Furcht erregenden Kalkmauern und bizarren Felsgestalten. Nirgendwo in den Alpen liegen Wasser, Wald und Fels so steil übereinander, ragen Felswände senkrecht hoch aus dem Boden und bricht sich das Brausen der Katarakte in einem stärkeren Echo als hier.
In dieser Universum-Dokumentation, die als Koproduktion von ORF, ScienceVision und dem Nationalpark Gesäuse realisiert wurde, erzählt Regisseur Michael Schlamberger von den Geschehnissen der letzten Jahrhunderte, wie aus einer Urlandschaft ein Zentrum der Holzwirtschaft und später ein Nationalpark wurde, wie die Berge erstmals bestiegen und das Kalksteinlabyrinth Schritt für Schritt entdeckt, erforscht und besiedelt wurden.
Eine Dokumentation von Michael Schlamberger
In den 1950er Jahren wurden sie als Schauplatz für eine Vielzahl von Kinofilmen berühmt - die Plitvicer-Seen an der bosnisch-kroatischen Grenze. Die Plitvicer-Seen sind der erste Nationalpark Europas und wurden schon früh von der UNESCO als Internationales Naturerbe unter Schutz gestellt. Das hinderte die serbischen Aggressoren nicht daran, den in der Kraina gelegenen Nationalpark zu verminen. Heute sind die Plitvicer Seen wieder unter kroatischer Kontrolle und die Behörden arbeiten daran, den Park, der einst sechs Millionen Besucher pro Jahr anzog, wieder zu revitalisieren.
Auf einer filmischen Reise zeigt der preisgekrönte österreichische Naturfilmer Michael Schlamberger die Naturwunder Plitvices: Die berühmten 16 Karstseen, die sich über eine Länge von mehr als sieben Kilometern treppenförmig aneinanderreihen und durch Wasserfälle miteinander verbunden sind, die Geheimnisse des Karsts und die größte Bärenpopulation Europas.
Eine Dokumentation von Michael Schlamberger
ORF III überträgt alle wichtigen News vom Tag, dazu Interviews, Analysen, Live-Schaltungen, Reportagen und alle wichtigen Pressekonferenzen und Updates live!
Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
Tiefe Schluchten, tosende Flüsse, sanfte Almen und historische Walserdörfer: Diese "Land der Berge"-Neuproduktion folgt dem roten Faden einer einzigartigen Region rund um Graubünden, die besonders durch den Lauf des Vorderrheins geprägt ist - von der spektakulären Rheinschlucht bei Flims, bekannt als "Grand Canyon der Schweiz", bis hin zum stillen Safiental und dem sonnenverwöhnten Hochplateau von Tenna. Die Region besticht durch ihre vielfältigen Facetten: Während malerische Bergseen die umliegenden Gipfel widerspiegeln, wechseln sich grüne Wälder mit offenen Weideflächen ab. Zahlreiche Wanderwege laden dazu ein, die Ruhe und Kraft der Natur zu spüren. Immer wieder lassen sich kleine Kapellen und jahrhundertealte Almhütten entdecken, die von der tief verwurzelten Kultur der Menschen erzählen, die diese Landschaft seit Generationen prägen.
Die Dokumentation bleibt somit stets auf den Spuren der Natur- und Kulturgeschichte, entdeckt die wechselnden Wasserlandschaften des Segnesbodens im Herzen der UNESCO-Welterbestätte Tektonikarena Sardona und erkundet das abgelegene Walserdorf St. Martin im Calfeisental - eine Reise, die Einblicke in die natürliche Vielfalt, das kulturelle Erbe und die besondere Lebensart der Region ermöglicht.
Schon aus der Ferne ist das leuchtende Charakteristikum der Roten Wand zu bestaunen: Seine Farbe verdankt der zweithöchste Berg des Lechquellengebirges dem rötlich schimmernden Eisenoxid, welches im dunklen Gestein eingeschlossen ist und an die Geschichte des Erdmittelalters erinnert. Am Fuße der Roten Wand funkelt smaragdgrün ein weiteres Naturjuwel: der Formarinsee. Ein glasklarer Hochgebirgssee, der sich Jahr für Jahr durch das Schmelzwasser der ihn umsäumenden Berge bildet.
Abwärts, vorbei an den mächtigen Gipfeln der Gebirgsgruppe, liegt das bergbäuerlich geprägte Dorf Schröcken. Vor mehr als siebenhundert Jahren wurde das Örtchen durch die aus dem Schweizer Kanton Wallis stammenden Walser besiedelt. Heute findet man hier die typischen Bregenzer Häuser, die ganz und gar mit runden Holzschindeln gedeckt sind.
Von Schröcken aus führt die Reise weiter bis zum Hohen Ifen, der sich an der Grenze zum Allgäu befindet. Das einem Plateau ähnelnde Bergmassiv ragt 2.230 Meter in die Höhe und bietet erfahrenen Wanderern eine anspruchsvolle Tour durch dunkelgrüne Wälder und die schroffe Karstlandschaft, vorbei an kühlen Höhlen und seltenen Gebirgspflanzen. Filmemacher Hans Jöchler bezaubert in dieser ORF-III-Neuproduktion mit unvergleichlichen Aufnahmen des Vorarlberger Naturparadieses und ermöglicht durch seine Erkundungsreise zahlreiche Einsichten in die Erdgeschichte sowie in die Kultur.
Der Turm ist hoch, der Sprung aus dieser Höhe gar nicht mal so leicht. Heidelbeerhugo stellt sich allen Herausforderungen, die das Leben für einen leicht übergewichtigen Mann bereithält. Und das, obwohl er schon oft die Erfahrung gemacht hat, dass man nicht von jedem Turm springen muss, sondern gut auch über die Leiter zurück auf festen Boden kommen kann. Es geht viel um Beinahe-Erfolge im Leben und wie man damit umgeht. Heidelbeerhugo erzählt Geschichten aus seinem Leben, wie etwa aus seiner Kindheit mit der serbischen Mama. Und am Ende steht oft die Frage: "Werden Dinge wirklich besser, nur weil man sie immer wieder macht?"
Der Blonde Engel fliegt wieder aus: Mit einem neuen Programm, neuen Liedern und großartigem Schmäh! Der Entertainer aus Oberösterreich setzt auf raffiniert witzige Texte, gewürzt mit einem großen Batzen Selbstironie und serviert mit ganz viel Improvisation. Dass dabei auch mal das Publikum den Ton angeben darf, versteht sich von selbst. Hauptsache die Lachmuskeln werden strapaziert. Und auch, dass der Herr Engel zwischendurch in Geschichten abschweift, die er selbst nicht einmal kennt und sie dann einfach neu erfindet, anstatt sich in den üblichen Bühnenmonologen zu verlieren, stört dabei gar nicht. Himmlisch.
ORF III gibt der heimischen Pop- und Rockmusik eine Bühne. Diesmal präsentiert Oskar Haag sein neues Album "Lost Cause" und bringt frische Songs sowie seine Hits ("Stargazing" oder "Sharpen the Knives") auf die Bühne im ORF RadioKulturhaus. Der mittlerweile 20-jährige Wahlwiener gilt seit seinen ersten Veröffentlichungen als große Pop-Hoffnung und ist seit mehreren Jahren als Songwriter, Musiker und Schauspieler präsent. Vor allem aber hat er sich als leidenschaftlicher Live-Musiker einen Namen gemacht. Ob bei zahlreichen Solo-Konzerten, als Support für Bands wie Tocotronic oder auf internationalen Festivalbühnen - Haag überzeugt mit Shows, die zugleich intim und hochenergetisch sind. Kaum steht er vor Publikum, entfaltet sich eine besondere Bühnenpräsenz, die seine Songs unmittelbar wirken lässt.
Mit "16mm - Spezialitäten aus dem Fernseharchiv" ist es ORFIII gelungen, besondere Leckerbissen in einem eigenen Format aufzubereiten. In 45 Minuten zeigt "16mm - Spezialitäten aus dem Fernseharchiv" den Zeitgeist vor rund 55 Jahren.
Der Turm ist hoch, der Sprung aus dieser Höhe gar nicht mal so leicht. Heidelbeerhugo stellt sich allen Herausforderungen, die das Leben für einen leicht übergewichtigen Mann bereithält. Und das, obwohl er schon oft die Erfahrung gemacht hat, dass man nicht von jedem Turm springen muss, sondern gut auch über die Leiter zurück auf festen Boden kommen kann. Es geht viel um Beinahe-Erfolge im Leben und wie man damit umgeht. Heidelbeerhugo erzählt Geschichten aus seinem Leben, wie etwa aus seiner Kindheit mit der serbischen Mama. Und am Ende steht oft die Frage: "Werden Dinge wirklich besser, nur weil man sie immer wieder macht?"
ORF III gibt der heimischen Pop- und Rockmusik eine Bühne. Diesmal präsentiert Oskar Haag sein neues Album "Lost Cause" und bringt frische Songs sowie seine Hits ("Stargazing" oder "Sharpen the Knives") auf die Bühne im ORF RadioKulturhaus. Der mittlerweile 20-jährige Wahlwiener gilt seit seinen ersten Veröffentlichungen als große Pop-Hoffnung und ist seit mehreren Jahren als Songwriter, Musiker und Schauspieler präsent. Vor allem aber hat er sich als leidenschaftlicher Live-Musiker einen Namen gemacht. Ob bei zahlreichen Solo-Konzerten, als Support für Bands wie Tocotronic oder auf internationalen Festivalbühnen - Haag überzeugt mit Shows, die zugleich intim und hochenergetisch sind. Kaum steht er vor Publikum, entfaltet sich eine besondere Bühnenpräsenz, die seine Songs unmittelbar wirken lässt.
Hitlers Zeit in Wien war wie ein schwarzes Loch in seiner Biografie. Später gab er in "Mein Kampf" die Monate, die er hier verbracht hatte, nur stark verzerrt und verkürzt wieder - niemand sollte erfahren, wie tief er wirklich gefallen war. Ein Weggefährte von damals sollte ihm allerdings gefährlich werden, er wusste zu viel, was dem "Führer-Nimbus" hätte schaden können. Der Kleinkriminelle Reinhold Hanisch berichtete den ersten Hitler-Biographen Mitte der dreißiger Jahre von einem gescheiterten Kunstmaler, der wie er selbst ganz unten gelandet war, im Obdachlosen-Männerwohnheim in der Meldemannstraße. Wie sehr prägte diese Stadt den späteren Diktator und Massenmörder? Wurde er hier, wie er selbst schrieb, unter Karl Lueger zum glühenden Antisemiten? Andreas Pfeifer und Mariella Gittler gehen der Frage nach, inwieweit das Wiener Biotop Hitlers Weltsicht und damit die spätere Weltgeschichte damals geprägt haben könnte. Und noch ein Kuriosum beschäftigt die beiden: Ein zweiter späterer Diktator weilte 1913 ebenfalls für ein paar Wochen in der Kaiserstadt - Josef Stalin wohnte damals nur zehn Kilometer von Hitler entfernt. Anlässlich der Ausfahrt des alten Kaisers nach Schönbrunn dürften sich die beiden, Hitler und Stalin, sogar auf Sichtdistanz begegnet sein. R: Birgit Mosser
Als der Attentäter Bogdan Zerajic 1910 auf den habsburgischen Statthalter in Bosnien schoss, hätte er bereits damals jenen Weltenbrand auslösen können, der genau vier Jahre später losbrach, ebenfalls bei einem Anschlag in Sarajewo, auf den Thronfolger Franz Ferdinand. Doch Zerajic verfehlte sein Ziel und richtete sich selbst. Auch in anderen Regionen der Vielvölkermonarchie rumorte es, etwa bei den Tschechen, die ihr nationales Selbstbewusstsein entdeckten. Mit dramatischen Szenen von diesen Hotspots erzählt diese Folge die bewegten Jahrzehnte, in denen die ethnischen Bruchlinien im Habsburgerstaat immer stärker hervortraten. Der Rückzug des Osmanischen Reichs vom Balkan begünstigte vor allem Russland, das sich vom jahrhundertalten Verbündeten Österreichs - auch wegen einer ungeschickten habsburgischen Ost-Politik - zu seinem erbitterten strategischen Gegner wandelte. So wurde eine wichtige Weiche zum Ersten Weltkrieg gestellt. Die Nationalstaaten, in denen wir heute leben, sind eine Folge der damaligen Entwicklung. R: Florian Riedelsperger
Wenn Hochwürden bei Sonnenaufgang über den See paddelt und am Abend auf der Theaterbühne steht, dann weiß man, dass es ein ganz spezieller Ort ist. Der Film präsentiert den Längsee, einen weitgehend naturbelassenen Badesee in Mittelkärnten, der aber nicht nur für Schwimmer und Wassersportler viel zu bieten hat, auch Wanderer, Reitsportfreunde und Golfer kommen hier voll auf ihre Rechnung. Neben den Kulturdenkmälern Burg Hochosterwitz und dem Stift Sankt Georgen, werden auch verschiedenste Kulturinitiativen vorgestellt, die mit viel Idealismus und Professionalität ihr Publikum begeistern. Die Region ist aber auch bekannt für den Weinbau, biologische Landwirtschaft und die hervorragenden Gastronomen, die aus diesen Produkten kulinarische Köstlichkeiten zubereiten. Ein Film über eine wunderschöne Landschaft und über die Menschen, die den Längsee zu einem Erlebnis machen.
Malerisch in die Voralpen gebettet, lädt Kirchberg am Wechsel zum Träumen ein. Die hügelige, stark bewaldete Gegend gibt einen Vorgeschmack auf die Alpen und ist ideal für jeden, der eine Auszeit aus der eng getakteten städtischen Zivilisation nehmen möchte. Auch auf die Menschen, für die das hier der Lebensmittelpunkt ist, wirkt dieser Ort erhaben. Diese Erfahrung machen auch die Nonnen des hiesigen Dominikanerinnenklosters. Das ehemalige Augustiner-Chorfrauenstift wird seit zwanzig Jahren von ihnen wieder mit geistlichem Leben erfüllt. So ist dieser Ort wieder zu einem Zentrum der Volksfrömmigkeit und der Traditionspflege in der Gegend geworden. Regisseur Harald Staudach zeigt in dieser ORF III Heimat Österreich Neuproduktion, wie sich das typische Leben in Kirchberg abspielt und warum die Leute hier darauf schwören.
Wer die Region um Lech einmal im Sommer erlebt hat, versteht, dass hier viel mehr zu finden ist als nur ein Wintersportort. Zwischen 1.400 und 1.700 Metern Seehöhe steigt der Weg von Lech nach Zürs an, ein hochalpines Terrain, wie es typisch ist für den Arlberg. Landwirtschaft wird hier seit Ewigkeiten betrieben, bis heute nach bergbäuerlichen Maßstäben, weil hier oben im steilen Gelände viele Maschinen nichts vermögen. Nach getaner Arbeit trifft man sich in der Gemeinde bei einem geselligen Spiel, einer Musi oder einfach im Wirtshaus. Christian Papke hat das gemeinschaftliche Treiben und den Alltag der Menschen hier fürLandleben porträtiert.
Zwischen Flut und Frost
Überschwemmungen im Sommer, Eisstöße im Winter - die Extreme der Jahreszeiten beeinflussen auch den Charakter der Donau, deren Wassermassen aus den Zuflüssen unserer Alpen gespeist wird. Es ist ein Fluss mit vielen Gesichtern, der aufgrund seiner Mächtigkeit Natur und Zivilisation nachhaltig beeinflusst. Während das Hochwasser in den Aulandschaften und im Delta für fruchtbares Leben sorgt, ist es in den regulierten Abschnitten der Donau eine Bedrohung für Städte und Ansiedlungen. Nur selten noch lebt der Mensch im Einklang mit dem Wechselspiel des Wasser: wie im kroatischen Dorf Cigoc, inmitten eines Auwalds. Hier verliert der Fluss seine zerstörerische Kraft, weil er sich ausbreiten kann.
Ein Film von Rita und Michael Schlamberger