Der New Yorker Börsencrash 1929 stürzt die Welt in Arbeitslosigkeit, Armut und Inflation. Besonders hart trifft es Deutschland, das sich gerade erst von Krieg und Schulden zu erholen beginnt. Das Deutsche Reich ist jetzt seit zehn Jahren parlamentarische Demokratie. Aber die schwere Wirtschaftskrise nach dem "Schwarzen Freitag" lässt die Zustimmung zur Demokratie rapide sinken. Immer mehr Deutsche wenden sich Nationalsozialisten oder Kommunisten zu. Die Zeit der "Goldenen Zwanziger" gilt als modern, emanzipiert, glamourös. Bis in den USA der "Schwarze Freitag" an der New Yorker Börse die Weltwirtschaft in den Abgrund reißt. In Deutschland suchen Millionen verzweifelt nach Arbeit und Brot. Zugleich muss die Republik noch immer hohe Reparationen an die Sieger des Ersten Weltkriegs zahlen. Viele Deutsche empfinden das als ungerecht, und die NSDAP nutzt das für lautstarke Propaganda.
Die Feinde der Demokratie nutzen die Krise, um das Parlament zu entmachten. Wird der Weg in eine nationalrevolutionäre Diktatur, zurück zur Monarchie oder in den Kommunismus führen? In ganz Europa sind Rechtsnationalisten auf dem Vormarsch. Zwei von drei europäischen Demokratien überstehen die zwei Jahrzehnte zwischen den Weltkriegen nicht. Bei den Wahlen zum Deutschen Reichstag im Juli 1932 wird Hitlers NSDAP stärkste Kraft. Ermutigt von steigenden Wahlergebnissen, kandidiert Adolf Hitler, der Parteichef der NSDAP, für das Amt des Reichspräsidenten. Im Wahlkampf setzen die Nationalsozialisten unter der Regie des späteren Propagandaministers Joseph Goebbels auf neuartige Methoden. Hitler fliegt mit dem Flugzeug von Veranstaltung zu Veranstaltung. Von Tausenden Plakaten und Litfaßsäulen starrt sein Konterfei auf die Wählerinnen und Wähler. Das erwünschte Ergebnis bleibt zwar aus, Hindenburg bleibt Reichspräsident, aber Hitler gewinnt erheblich an Bekanntheit und Profil. Im Juli 1932 gewinnen die Nationalsozialisten die Reichstagswahlen. Mehr als jeder dritte Deutsche entscheidet sich für Hitler und dessen Partei.
30. Januar 1933. Deutschland hat einen neuen Kanzler. Konservative und Monarchisten haben Hitler ins Amt gehievt. Im Glauben, ihn und seine Anhänger "zähmen" zu können. Tatsächlich ist der neue Kanzler noch weit von einer Alleinherrschaft entfernt - und Deutschland auf dem Papier noch eine Demokratie. Es dauert noch 18 Monate voller Willkür, Rechtsbruch, Mord und politischem Versagen, bis die Nazis die ganze Macht in Händen halten. Ein Zufall beschleunigt die Zerstörung der Demokratie. Am 27. Februar 1933 brennt der Reichstag. Marinus van der Lubbe, ein niederländischer Kommunist, wird als Brandstifter verhaftet. Unter dem Vorwand, die öffentliche Sicherheit wiederherzustellen, setzen Hitler und seine Helfershelfer die Grundrechte außer Kraft und lassen politische Gegner deutschlandweit verfolgen. Die nächsten Schritte sind Ausschaltung der freien Presse, des Parlaments und der Gewerkschaften. Als Reichspräsident Hindenburg stirbt, übernimmt Hitler dessen Amt, lässt seine erweiterte Macht per Volksabstimmung legitimieren und die Reichswehr einen Eid auf ihn persönlich schwören. Der Weg in die Diktatur ist damit abgeschlossen.
Die DDR will ein Gegenentwurf zur Bundesrepublik Deutschland sein. Ein besseres Deutschland - ganz nach sowjetischem Vorbild. Am 7. Oktober 1949 wird die Deutsche Demokratische Republik gegründet. Mit großen Erwartungen: In der DDR soll ein gerechter "sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern" entstehen. Doch die Wirtschaft kommt schwer in Gang. Die Reparationsleistungen, die Einführung der Planwirtschaft und die Konzentration auf die Schwerindustrie führen schon bald in die Mangelwirtschaft. Aus zunehmendem Unmut kommt es am 17. Juni 1953 zu einem Volksaufstand. Ohne den Einsatz sowjetischer Panzer hätte die Geschichte der DDR hier bereits enden können. Immer mehr Menschen fliehen, bis die Berliner Mauer ab 1961 jeden Fluchtweg versperrt.
Die 1960er-Jahre stehen nach dem Mauerbau im Zeichen der Erneuerung. Mit Reformen will die SED die DDR modernisieren und stabilisieren. Ambitionierte Wirtschaftsreformen sollen die DDR zu einer modernen Industriegesellschaft umbauen. Doch schnell regt sich Widerstand innerhalb der Partei. Der Beginn eines erbitterten Ringens um die ideologische Führung zwischen Konservativen und Reformern.
Der Machtantritt Erich Honeckers stimmt optimistisch. Besonders die DDR-Jugend hofft auf Lockerungen. Doch der neue Parteichef setzt zwar auf Sozialreformen, bleibt aber stets linientreu. Mit der "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik" will Honecker den Lebensstandard in der DDR verbessern. Die sozialen Reformen scheinen zunächst zu fruchten. Die Hoffnung auf eine neue Zeit schwindet jedoch schnell.
Die DDR sei "ein sauberer Staat", so Staatschef Erich Honecker. Was nicht in dieses offizielle Bild passte, wurde totgeschwiegen - wie Prostitution, Alkoholismus und Drogenmissbrauch. So prangerte man Prostitution als Problem kapitalistischer Gesellschaften an, das im Sozialismus überwunden sei. Alkohol und Drogen galten ebenso als auszurottende "Überbleibsel des Kapitalismus". Tatsächlich aber wurde in der DDR ordentlich gesoffen.
Die Dokumentation erinnert mit vielen Zeitzeugen und teils noch unveröffentlichtem Filmmaterial an den Mut, die Zivilcourage und an das große Maß an Verantwortung, mit dem die Bürgerbewegung Neues Forum in der DDR den gewaltfreien Übergang von der Diktatur zur Demokratie geebnet hat.
Als 1989 die Mauer fällt, ist nichts mehr, wie es war. Das Jahr bis zur Wiedervereinigung ist wild, verrückt und chaotisch. Keiner weiß, was die Zukunft bringt, alles scheint möglich. Nach 40 Jahren sozialistischer Diktatur bricht plötzlich die staatliche Kontrolle weg. Viele DDR-Bürger fühlen sich befreit, viele aber auch verunsichert und allein gelassen. Zeitzeugen aus Ost und West, darunter die Schauspielerin Christiane Paul und Jimmy Hartwig, damals erster Fußball-Trainer aus dem Westen in der DDR, berichten über die "wilden Zeiten" im Jahr nach dem Mauerfall.
Fünf Bürgerrechtler berichten von ihrem Weg in die DDR-Opposition im Herbst 1989 und von ihrem politischen Werdegang in den vergangenen 35 Jahren. Was haben sie gewollt? Was haben sie geschafft? Welche Rolle spielten sie damals und welche spielen sie in den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen der Gegenwart? Frank Richter, Petra Lux, Matthias Platzeck, Katrin Göring-Eckardt und Antje Hermenau gehörten nicht zu den führenden Oppositionellen, die gegen die Machtverhältnisse in der DDR aufstanden. Doch die wachsende Bürgerbewegung riss auch sie in den Strom der Geschichte. In der friedlichen Revolution schlossen sie sich Initiativen und Basisgruppen an.
In den ersten Einheitsjahren nutzen Betrüger dreist unklare Strukturen und Lücken im System aus. "ZDF-History" zeigt spektakuläre Fälle von "Vereinigungskriminalität". Glücksritter aus dem Westen, altgediente Träger des sterbendes Staates DDR oder zwielichtige Investoren aus dem Ausland: Die Wiedervereinigung ist ein Eldorado für Betrüger aller Art.
Deutschland Mitte der "Goldenen Zwanziger Jahre": Adolf Hitler ist noch ein unbekannter Provinzpolitiker. Parteien der demokratischen Mitte bestimmen die Politik. Sechs Jahre nach Ausrufung der ersten deutschen Republik scheint die junge Demokratie endlich stabil zu sein. Doch der Tod von Reichspräsident Friedrich Ebert im Februar 1925 erschüttert das Land. Nur wenige Stunden zuvor gründet Hitler die verbotene NSDAP neu. Das Jahrzehnt nach dem Ersten Weltkrieg: Zum ersten Mal ist das deutsche Volk sein eigener Souverän. 1925, sechs Jahre nach ihrer Ausrufung, hat die Republik ernste Bewährungsproben überstanden: Hyperinflation, Putschversuche, Wirtschaftskrise. Mit der Neugründung der NSDAP kehrt Hitler nach einer Gefängnisstrafe auf die politische Bühne zurück. Welche verheerende Rolle die damals noch unbekannte Splitterpartei schon in wenigen Jahren spielen wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand...
Der New Yorker Börsencrash 1929 stürzt die Welt in Arbeitslosigkeit, Armut und Inflation. Besonders hart trifft es Deutschland, das sich gerade erst von Krieg und Schulden zu erholen beginnt. Das Deutsche Reich ist jetzt seit zehn Jahren parlamentarische Demokratie. Aber die schwere Wirtschaftskrise nach dem "Schwarzen Freitag" lässt die Zustimmung zur Demokratie rapide sinken. Immer mehr Deutsche wenden sich Nationalsozialisten oder Kommunisten zu. Die Zeit der "Goldenen Zwanziger" gilt als modern, emanzipiert, glamourös. Bis in den USA der "Schwarze Freitag" an der New Yorker Börse die Weltwirtschaft in den Abgrund reißt. In Deutschland suchen Millionen verzweifelt nach Arbeit und Brot. Zugleich muss die Republik noch immer hohe Reparationen an die Sieger des Ersten Weltkriegs zahlen. Viele Deutsche empfinden das als ungerecht, und die NSDAP nutzt das für lautstarke Propaganda.
Die Feinde der Demokratie nutzen die Krise, um das Parlament zu entmachten. Wird der Weg in eine nationalrevolutionäre Diktatur, zurück zur Monarchie oder in den Kommunismus führen? In ganz Europa sind Rechtsnationalisten auf dem Vormarsch. Zwei von drei europäischen Demokratien überstehen die zwei Jahrzehnte zwischen den Weltkriegen nicht. Bei den Wahlen zum Deutschen Reichstag im Juli 1932 wird Hitlers NSDAP stärkste Kraft. Ermutigt von steigenden Wahlergebnissen, kandidiert Adolf Hitler, der Parteichef der NSDAP, für das Amt des Reichspräsidenten. Im Wahlkampf setzen die Nationalsozialisten unter der Regie des späteren Propagandaministers Joseph Goebbels auf neuartige Methoden. Hitler fliegt mit dem Flugzeug von Veranstaltung zu Veranstaltung. Von Tausenden Plakaten und Litfaßsäulen starrt sein Konterfei auf die Wählerinnen und Wähler. Das erwünschte Ergebnis bleibt zwar aus, Hindenburg bleibt Reichspräsident, aber Hitler gewinnt erheblich an Bekanntheit und Profil. Im Juli 1932 gewinnen die Nationalsozialisten die Reichstagswahlen. Mehr als jeder dritte Deutsche entscheidet sich für Hitler und dessen Partei.
30. Januar 1933. Deutschland hat einen neuen Kanzler. Konservative und Monarchisten haben Hitler ins Amt gehievt. Im Glauben, ihn und seine Anhänger "zähmen" zu können. Tatsächlich ist der neue Kanzler noch weit von einer Alleinherrschaft entfernt - und Deutschland auf dem Papier noch eine Demokratie. Es dauert noch 18 Monate voller Willkür, Rechtsbruch, Mord und politischem Versagen, bis die Nazis die ganze Macht in Händen halten. Ein Zufall beschleunigt die Zerstörung der Demokratie. Am 27. Februar 1933 brennt der Reichstag. Marinus van der Lubbe, ein niederländischer Kommunist, wird als Brandstifter verhaftet. Unter dem Vorwand, die öffentliche Sicherheit wiederherzustellen, setzen Hitler und seine Helfershelfer die Grundrechte außer Kraft und lassen politische Gegner deutschlandweit verfolgen. Die nächsten Schritte sind Ausschaltung der freien Presse, des Parlaments und der Gewerkschaften. Als Reichspräsident Hindenburg stirbt, übernimmt Hitler dessen Amt, lässt seine erweiterte Macht per Volksabstimmung legitimieren und die Reichswehr einen Eid auf ihn persönlich schwören. Der Weg in die Diktatur ist damit abgeschlossen.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Überall passt sich die Natur an die unterschiedlichen Jahreszeiten an, doch in Kanada sind die Wechsel extrem, spektakulär und vor allem eins: unvorhersehbar. Die bildstarke Reihe zeigt, wie sich die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Kanadas auf die Wetterlagen einstellt und erkundet an außergewöhnlichen Orten das Zusammenspiel der Natur: Eisbären beim sommerlichen Jagen in offenen Gewässern, Glühwürmchen beim leuchtenden Balztanz und Luchse, die auf der Suche nach Beute die verschneiten Wälder durchstreifen.
Im Sommer entfaltet die Schönheit der kanadischen Landschaften ihren Höhepunkt. Die Reise beginnt auf einer Insel vor der Pazifikküste, wo gerade 4.000 kleine Seelöwenbabys geboren wurden. Unweit davon kommen Exoten zu Besuch: Blauhaie, riesige Quallen und der Mondfisch. In der Arktis passieren 3000 Belugawale die Mündung eines Flusses, der in die Hudson-Bucht mündet. Die warmen, geschützten Gewässer sind ein idealer Geburtsort für ihre Jungen.
Der Herbst steht für den Wandel des wilden Kanadas - während die Tiere im Süden noch in der Sonne baden, müssen die Streifenhörnchen im Norden schon Wintervorräte sammeln. Im Herbst wandeln sich die kanadischen Wälder in ein Farbenmeer. Es ist die Zeit der großen Wanderungen. Drei Viertel aller Vogelarten, die in Kanada genistet haben, ziehen wieder gen Süden.
Der Winter ist in Kanada die längste und härteste Jahreszeit. Im Norden dauert er mehr als sechs Monate. Der vierte Teil der Reihe zeigt die faszinierende Verwandlung der kanadischen Landschaften durch Schnee und Eis. Die Tiere müssen sich anpassen, um zu überleben. Auf Sable Island, 300 Kilometer vor der Küste von Nova Scotia, trotzen rund 400.000 Kegelrobben mit ihren kurz zuvor geborenen Jungtieren bei eisigen Temperaturen heftigen Gewittern sowie Sand- und Schneestürmen.
Der Sambesi hat viel mehr zu bieten als die bekannten Viktoriafälle. Auf seinem rund 2600 Kilometer langen Weg durchströmt er Gebirge, Buschland und Sumpfgebiete. Hier lassen sich Elefanten, Wasserbüffel und Geparden beobachten. Auch bunte Bienenfresser und flinke Gibbons wohnen an den Ufern des wilden Sambesi.
Entlang den Ufern des Flusses Sand findet sich eine der größten Tierpopulationen Afrikas. Aufgrund von Revierüberschneidungen steht für die tierischen Bewohner der Überlebenskampf an der Tagesordnung.
Kaum jemand außerhalb von Namibia kennt den geheimnisvollen Hoanib: ein Fluss, der nur während der Regenzeit für rund zwei Wochen im Jahr Wasser führt. Dann erweckt seine Flut die Wüste zum Leben und zieht zahlreiche Tiere an. Vor allem die seltenen Wüstenelefanten. Diesen bietet der Fluss einen der letzten Lebensräume.
Deutschland Mitte der "Goldenen Zwanziger Jahre": Adolf Hitler ist noch ein unbekannter Provinzpolitiker. Parteien der demokratischen Mitte bestimmen die Politik. Sechs Jahre nach Ausrufung der ersten deutschen Republik scheint die junge Demokratie endlich stabil zu sein. Doch der Tod von Reichspräsident Friedrich Ebert im Februar 1925 erschüttert das Land. Nur wenige Stunden zuvor gründet Hitler die verbotene NSDAP neu. Das Jahrzehnt nach dem Ersten Weltkrieg: Zum ersten Mal ist das deutsche Volk sein eigener Souverän. 1925, sechs Jahre nach ihrer Ausrufung, hat die Republik ernste Bewährungsproben überstanden: Hyperinflation, Putschversuche, Wirtschaftskrise. Mit der Neugründung der NSDAP kehrt Hitler nach einer Gefängnisstrafe auf die politische Bühne zurück. Welche verheerende Rolle die damals noch unbekannte Splitterpartei schon in wenigen Jahren spielen wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand...
Der New Yorker Börsencrash 1929 stürzt die Welt in Arbeitslosigkeit, Armut und Inflation. Besonders hart trifft es Deutschland, das sich gerade erst von Krieg und Schulden zu erholen beginnt. Das Deutsche Reich ist jetzt seit zehn Jahren parlamentarische Demokratie. Aber die schwere Wirtschaftskrise nach dem "Schwarzen Freitag" lässt die Zustimmung zur Demokratie rapide sinken. Immer mehr Deutsche wenden sich Nationalsozialisten oder Kommunisten zu. Die Zeit der "Goldenen Zwanziger" gilt als modern, emanzipiert, glamourös. Bis in den USA der "Schwarze Freitag" an der New Yorker Börse die Weltwirtschaft in den Abgrund reißt. In Deutschland suchen Millionen verzweifelt nach Arbeit und Brot. Zugleich muss die Republik noch immer hohe Reparationen an die Sieger des Ersten Weltkriegs zahlen. Viele Deutsche empfinden das als ungerecht, und die NSDAP nutzt das für lautstarke Propaganda.
Die Feinde der Demokratie nutzen die Krise, um das Parlament zu entmachten. Wird der Weg in eine nationalrevolutionäre Diktatur, zurück zur Monarchie oder in den Kommunismus führen? In ganz Europa sind Rechtsnationalisten auf dem Vormarsch. Zwei von drei europäischen Demokratien überstehen die zwei Jahrzehnte zwischen den Weltkriegen nicht. Bei den Wahlen zum Deutschen Reichstag im Juli 1932 wird Hitlers NSDAP stärkste Kraft. Ermutigt von steigenden Wahlergebnissen, kandidiert Adolf Hitler, der Parteichef der NSDAP, für das Amt des Reichspräsidenten. Im Wahlkampf setzen die Nationalsozialisten unter der Regie des späteren Propagandaministers Joseph Goebbels auf neuartige Methoden. Hitler fliegt mit dem Flugzeug von Veranstaltung zu Veranstaltung. Von Tausenden Plakaten und Litfaßsäulen starrt sein Konterfei auf die Wählerinnen und Wähler. Das erwünschte Ergebnis bleibt zwar aus, Hindenburg bleibt Reichspräsident, aber Hitler gewinnt erheblich an Bekanntheit und Profil. Im Juli 1932 gewinnen die Nationalsozialisten die Reichstagswahlen. Mehr als jeder dritte Deutsche entscheidet sich für Hitler und dessen Partei.