Grenzenlos köstlich mit Björn Freitag und Tamina Kallert
Turin und Piemont - Epizentrum italienischer Esskultur
D 2024
45'
Auf nach Turin! Umarmt von den majestätischen Gipfeln der Alpen sorgt die Metropole im nord-westlichen Italien schon beim ersten Anblick für Begeisterung. Spitzenkoch Björn Freitag und Reiseexpertin Tamina Kallert entdecken hier die besten Spezialitäten - und merken schnell: Nichts ist einfacher als das! Denn sie landen mitten in einem Epizentrum der italienischen Esskultur!
Die knusprigen Brotstäbchen "Grissini", die lecker belegten Weißbrotschreiben "Tramezzini", Vitello Tonnato, Wermut, Pfannenpizza oder Nougat - alles wurde einst in oder um Turin erfunden. Tamina und Björn entdecken auch die uralte Kaffeehauskultur der ehemaligen Königsstadt. Kein Wunder, dass sie im 19. Jahrhundert als "Hauptstadt des Genusses" galt. Die Besuchermassen haben diese prachtvolle, aber dennoch dezente Metropole noch nicht überflutet, ein Glücksfall für alle, die es authentisch mögen.
Von Turin geht's dann auf ins südliche Piemont, ins Herz der weltweiten Slow Food-Bewegung. Die sanfte Hügellandschaft der Langhe hat einen besonderen Reiz. Es ist die Region der großen Weine wie dem Barolo, der besten Trüffel aus Alba und selbst die Haselnüsse, die "Tonda Gentile", sind weltweit berühmt. Es gibt also viel zu kosten, kochen und bewundern für die beiden Genussreisenden Björn und Tamina. Und was gibt es Schöneres, als nach einer Wanderung entlang der Weinberge und Haselnusshaine den Tag mit einem piemontesischen Menü ausklingen zu lassen?
Die dienstältesten Köche im deutschen Fernsehen sind des Schnippelns und Bratens noch lange nicht müde geworden und bekochen uns nun schon seit 1988. Das Ehepaar präsentiert ausschließlich seine eigenen Kreationen.
Einfach und köstlich - Heimatküche mit Björn Freitag
Italienisch kochen mit Graziella Lindner
4. Folge
D 2022
30'
In der Reihe werden von einem Spitzenkoch unterschiedlichste Rezepte vorgestellt, die einfach zuzubereiten sind - von modern interpretierten Klassikern bis hin zu neuen Küchentrends.
Neben kulturellen Themen finden hier auch politische Vorkommnisse ihren Platz. Mit einem Regionalbezug zu Nordrhein-Westfalen wird stets aktuell und mit detaillierten Hintergrundinformationen berichtet.
Wortwitz, Situationskomik oder herrlich absurde Anekdoten: Diese Best-of-Ausgabe bringt die unterhaltsamsten und lustigsten Momente aus den vergangenen Jahren "Kölner Treff" auf den Bildschirm. Mit dabei: Bastian Bielendorfer und Özcan Cosar, die von ihrem gescheiterten Versuch erzählen, in Frankreich das "Supertalent" zu werden. Carolin Kebekus plaudert über schräge Online-Flirts und Oliver Welke erklärt, warum seine Eltern ihn für einen "typischen Ostwestfalen" halten. Freuen Sie sich außerdem auf komische Glanzlichter von Cordula Stratmann, Bastian Pastewka, Lilly Becker, Jan Josef Liefers und vielen weiteren.
Horst Schimanski ist schuld - und das wissen die Menschen in Ruhrort. Der raue Charme des Tatort-Kommissars aus den 80er-Jahren wird auf ewig mit dem Duisburger Hafen-Stadtteil verbunden sein. Einerseits. Doch andererseits hat sich seitdem auch viel getan. Der graue Kiez von Schimanski ist zu einem beliebten Wohnviertel geworden. Früher: Maloche und Ruhrgebiets-Tristesse, heute: viel Grün, zufriedene Bewohner und Pläne für die Zukunft.
Ruhrort möchte kein Tatort mehr sein, sondern lebenswertes Quartier in einzigartiger Lage an Rhein und Ruhr. Das liegt auch an Menschen wie Jenny Breitkopf. Die 35-Jährige hat vor kurzem die legendäre Kneipe "Zum Anker" übernommen - in der auch der Kommissar schon schwankend am Tresen stand. Jenny hat die Kneipe umbenannt und radikal verändert. In der "Ankerbar" gibt es statt Currywurst-Pommes neuerdings italienische Küche. Und dieser Wandel hat zumindest schon mal funktioniert.
Die Autoren Clemens Gersch und Christian Dassel treffen in der 45-minütigen WDR-Dokumentation auch Ruhrorter, die in der ganzen Welt zuhause waren und dennoch in Duisburg vor Anker gegangen sind. Astrid Szibat wohnt seit 16 Jahren am Neumarkt, mitten im Veedel. Sie ist Hutmacherin und hat ihr künstlerisches Handwerk in New York gelernt. Vom Big Apple nach Klein-Ruhrort? "Hier habe ich Platz für meinen Laden und meine Werkstatt. Und ich habe hier tolle Leute. Ich muss nur aus der Haustür gehen, und zack: Da sind sie!"
Tolle Leute - wie etwa Peter Jaques, der sich selbst als "Dorfchronist" bezeichnet. Er hat die Facebook-Seite "Quartier Ruhrort" ins Leben gerufen, streift mit seiner Fotokamera durch die Straßen und Gassen und erzählt Geschichten - "positive Geschichten!", wie Peter betont - von Leuten, die sich für Ruhrort engagieren. Egal, ob es Manuela vom Blumenladen ist, die neuerdings auch selbstgemachten Kuchen anbietet, oder ob es der Verschönerungsverein ist, der die Hochbeete auf dem Neumarkt bemalt und bepflanzt: Wenn etwas passiert, ist Peter dabei.
Früher, Mitte des vergangenen Jahrhunderts, war Ruhrort das, was man heute als No-Go-Area bezeichnen würde. Mehr als 100 Kneipen auf engstem Raum, schwere Jungs und leichte Mädchen, "Hier ging richtig die Post ab," sagt Hans Fennen vom Bürgerverein, "das war das St. Pauli am Rhein." Und dann kam "Tatort-Rambo" Horst Schimanski und drückte ab 1981 einem ganzen Stadtteil seinen Stempel auf. Er machte das Wort "Scheiße" im deutschen Fernsehen salonfähig und brachte seinen Partner Thanner damit ein ums andere Male zur Verzweiflung. Kein Wunder, dass es auch heute noch "Schimmi-Touren" durch Ruhrort gibt. Dagmar Dahmen bietet sie an. Sie ist Edel-Fan und Stadtteil-Guide, kennt alle Spielorte der 29 Tatort-Folgen und kann dazu Dutzende Anekdoten erzählen. Ihre Touren sind schnell ausgebucht.
Die Autoren Clemens Gersch und Christian Dassel präsentieren "Schimanskis Ruhrort" als höchst wandlungsfähigen Stadtteil am Rhein: mit seiner Geschichte, mit seinen Herausforderungen, vor allem aber mit seinen Menschen, die ihr Dorf an jedem Tag zu einem besseren Ort machen möchten.
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des WDR-Gebiets.
Sven Kroll ist mittlerweile ein echter Camping-Vollprofi, aber dieses Mal möchte er in Holland etwas Neues ausprobieren: Er tauscht den Zeltplatz gegen einen Ferienpark. Dort angekommen trifft er Lutz van der Horst, der ebenfalls spontan ein paar freie Tage dort verbringen will.
Die Freude über das Wiedersehen währt allerdings nur kurz, denn es scheint kein Bungalow mehr frei zu sein. Also machen sich Sven und Lutz daran, den Park zu erkunden. Ob Minigolf, Angeln oder holländische Spezialitäten verköstigen - die beiden probieren aus, was der Ferienpark zu bieten hat. Bleibt nur eine Frage: Finden sie am Ende doch noch ein Plätzchen für die Nacht?
Der erfolgreiche Anwalt Gregor Ehrenberg steigt aus seiner Kanzlei aus, um sich in Hamburg-Altona niederzulassen und sich der Probleme und Nöte der Menschen vor Ort anzunehmen.
Mit Dieter Pfaff, Burcu Dal, Gisela Schneeberger, Ulrike Grote, Alina Liss, Katrin Pollitt, Walter Kreye, Eva Mannschott, Karl-Heinz von Liebezeit, Waldemar Kobus, Lisa Augustin, Tim Wilde, Enrico Migliore, Harald Maack
Für Aushilfskapitän Eddie hat der Spaß auf dem Bodensee mit seiner Jacht ein vorzeitiges Ende. Ganz humorlos legt Pirmin Spitznagel sein Boot an die Kette, weil Eddie ohne Führerschein schippert. Nele lässt sich unterdessen von der Unruhe anstecken, die Praktikant Sascha aus dem Hotel "Seeperle" empfindet. Er berichtet, dass seine Freundin und Kollegin Vanessa nach einem nächtlichen Picknick am Seeufer spurlos verschwunden sei.
Nele ignoriert sogar die 48-Stunden-Frist bei vermissten Personen und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an. Dabei stellt sich heraus, dass Sascha es mit der Wahrheit auch nicht so genau nimmt. Viel spannender ist aber, was die Besitzer der "Seeperle", Irina und Olaf Hessler, verschweigen.
Und auf einmal kommt auch wieder Eddie ins Spiel. Doch Nele muss erst einen Falle stellen, um Licht ins Dunkel zu bringen. Als der Fall gelöst scheint, lässt Andreas Rambach seine Bombe platzen: Auch er verschwindet ... für immer!
Mit Floriane Daniel, Ole Puppe, Tim Wilde, Wendy Güntensperger, Simon Werdelis, Diana Körner, Noah Calvin, Sofie Eifertinger, Martin Rapold, Yves Wüthrich, Max Hegewald, Caro Scrimali, Jophi Ries
Sucht sich ein sagenhaftes Seeungeheuer aus dem Bodensee im Haus der Chefin der Wasserpolizei nach 100 Jahren seine Opfer? Der Seemärling, so geht die Sage, holt sich dann an drei aufeinanderfolgenden Nächten drei Jungfrauen, um sie in die Tiefe des Sees zu ziehen.
Und jetzt verschwindet erst Caroline, die bei Johanna Fehrenbach übernachtet hatte, dann ihre kleine Schwester Sina. Nun wäre als nächste Neles Tochter Johanna an der Reihe.
Nele und ihr neuer Kollege Paul Schott sind Kriminalisten genug, um den Seemärling im Bereich der Fabel zu verorten und erstellen ein Täterprofil, das auf einen Sexualstraftäter deutet. Doch dann brennt ein Boot einige Kilometer entfernt und zieht alle Polizeikräfte von Neles Haus weg, in dem Mechthild alleingelassen einen verzweifelten Kampf gegen einen Eindringling führt. Es fällt ein Schuss.
Als Nele und Paul erkennen, dass sie auf ein Ablenkungsmanöver hereingefallen sind, kommen Pauls überragende Fähigkeiten zum Tragen, die er sich offenbar als Polizist in Kabul erworben hat.
Mit Floriane Daniel, Ole Puppe, Tim Wilde, Wendy Güntensperger, Simon Werdelis, Diana Körner, Noah Calvin, Sofie Eifertinger, Martin Rapold, Olivia Müller-Elmau, Daria von Loewenich
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des WDR-Gebiets.
Laut und bunt wird es, atemlos und geheimnisvoll, wenn das Ruhrgebiet eine ExtraSchicht einlegt. Große Show auf Zeche Zollverein, Überraschungsmomente in den Hinterhöfen von Gelsenkirchen-Ückendorf, Theater, Tanz, Live-Musik, Lichtinstallationen, Feuershows... der Pott zeigt, was in ihm steckt und in seinen Menschen. Unsere Reporter tauchen ein in das Kulturfestival, treffen Künstler, ehemalige Kumpel und Nachtschwärmer.
"Eintauchen ins tiefe Blau (1) - Unsere Seen im Süden" begibt sich auf eine spannende Reise zu den Seen der Alpen und des nördlichen Alpenvorlandes und taucht immer wieder ein in geheimnisvolle Unterwasserwelten; vom Frillensee, dem kältesten Badesee Deutschlands im östlichen Oberbayern bis zum gewaltigen Bodensee und seinen unergründeten Tiefen. Froschmänner mit Unterwasserkameras und eine neuartige Unterwasserdrohne haben auf unzähligen Tauchgängen in unseren heimischen Seen einzigartige Bilder eingefangen. Die einen zeigen verborgenes, tierisches Leben, andere überraschende Zeugnisse menschlicher Zivilisation, vieles bislang so noch nie im Film gezeigt. So stellt die Dokumentation an fast allen besuchten Seen auch den tiefsten Punkt vor, der mitunter in mehr als 250 Metern Tiefe liegt. Der Film schildert die Arten und Weisen, in der die vorgestellten Seen entstanden sind und setzt die Gewässer in Kontext zu den Landschaften, in denen sie eingebettet liegen. Vor allem aber werden die geologischen und zoologischen Besonderheiten des jeweiligen Sees in abgeschlossenen, auserzählten Geschichten vorgestellt. So die wundersamen Krebse in einem See, der manchmal verschwindet. Oder die Schwefelfresser, die manchem See über Nacht ein purpurfarbenes Kleid verleihen. Außerdem Hochzeit und Kinderstube von mächtigen Hechten, quietschbunten Stichlingen und der geheimnisvollen Quappe, einem Dorschfisch, der seit der Eiszeit in unseren tiefen und sauberen Seen lebt.
Den "besten Freund" zu finden, ist gar nicht so einfach. Wie wäre es denn mit dem wuscheligen Adonis oder der quirligen Hundedame Leni? Ein Anruf genügt, und einem Kennenlernen steht nichts mehr im Wege.
Meist regionale Themen, welche die Menschen zwischen Rhein und Weser interessieren, berühren und unterhalten, finden ihren Weg in die Sendung. Bei Bedarf berichten die Reporter aber auch über die Landesgrenzen hinweg.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Urlaub, wo der Lavendel blüht! Tamina Kallert fährt mit einem Camper quer durch die Provence und ist unterwegs zwischen lila Lavendelfeldern, grünen Pinienwäldern und dem türkisblauen Mittelmeer. Wie riecht Südfrankreich? Wie schmeckt es? Auf jeden Fall: Südfrankreich berauscht. Die Gegend gilt als teuer - auf ihrer Reise will Tamina Kallert herausfinden, ob es als Camping-Urlaub bezahlbar wird. Sie startet im Luberon und fährt zur spektakulären Verdonschlucht. Malerisch ist das Bergdorf Moustiers-Sainte-Marie, in dem ein sagenumwobener Stern zwischen den felsigen Berghängen baumelt. Weiter geht es in die historische Hauptstadt Aix-en-Provence, wo sie lernt, wie man Parfum herstellt. Anschließend fährt Tamina Kallert weiter nach Süden ans Mittelmeer zum Nationalpark Calanques mit seiner einzigartigen felsigen Küstenlandschaft. In St. Tropez erlebt sie den mondänen Chic der französischen Riviera.
Das Jahr 2022 war ein Rekordjahr der Campingbranche. Noch nie übernachteten so viele Menschen auf den Campingplätzen Deutschlands. Egal ob mit dem Wohnwagen, Campingbussen, Vans, oder Reisemobilen: Die Nachfrage ist so hoch wie nie!
In dieser Folge begibt sich Moderator Daniel Aßmann auf einen spannenden und ereignisreichen Campingtrip und trifft Menschen, für die Campen eine absolute Leidenschaft geworden ist. Dazu wirft er einen Blick auf die schönsten Campingplätze und Reiseziele in Deutschland und Europa, sowie auf die größten Herausforderungen, denen sich die Campingliebhaber stellen mussten.
Der erfolgreiche Anwalt Gregor Ehrenberg steigt aus seiner Kanzlei aus, um sich in Hamburg-Altona niederzulassen und sich der Probleme und Nöte der Menschen vor Ort anzunehmen.
Mit Dieter Pfaff, Burcu Dal, Gisela Schneeberger, Ulrike Grote, Alina Liss, Katrin Pollitt, Walter Kreye, Eva Mannschott, Karl-Heinz von Liebezeit, Waldemar Kobus, Lisa Augustin, Tim Wilde, Enrico Migliore, Harald Maack
Für Aushilfskapitän Eddie hat der Spaß auf dem Bodensee mit seiner Jacht ein vorzeitiges Ende. Ganz humorlos legt Pirmin Spitznagel sein Boot an die Kette, weil Eddie ohne Führerschein schippert. Nele lässt sich unterdessen von der Unruhe anstecken, die Praktikant Sascha aus dem Hotel "Seeperle" empfindet. Er berichtet, dass seine Freundin und Kollegin Vanessa nach einem nächtlichen Picknick am Seeufer spurlos verschwunden sei.
Nele ignoriert sogar die 48-Stunden-Frist bei vermissten Personen und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an. Dabei stellt sich heraus, dass Sascha es mit der Wahrheit auch nicht so genau nimmt. Viel spannender ist aber, was die Besitzer der "Seeperle", Irina und Olaf Hessler, verschweigen.
Und auf einmal kommt auch wieder Eddie ins Spiel. Doch Nele muss erst einen Falle stellen, um Licht ins Dunkel zu bringen. Als der Fall gelöst scheint, lässt Andreas Rambach seine Bombe platzen: Auch er verschwindet ... für immer!
Mit Floriane Daniel, Ole Puppe, Tim Wilde, Wendy Güntensperger, Simon Werdelis, Diana Körner, Noah Calvin, Sofie Eifertinger, Martin Rapold, Yves Wüthrich, Max Hegewald, Caro Scrimali, Jophi Ries
Mittlerweile legendär sind die Festivals aus der Grugahalle und von der Loreley, welche in ganz Europa zu sehen waren. Das Kultprogramm ist zur Institution geworden und ein Muss für jeden wahren Rocker.
1994 ist Recep Tayyip Erdogan ein politischer Nobody - doch er hat ein Ziel: Er will ganz nach oben. Mit einer überraschenden Strategie gewinnt er die Bürgermeisterwahl in Istanbul - er mobilisiert die Frauen, sie tragen ihn zum Sieg. Als Bürgermeister inszeniert er sich erfolgreich als Stimme der Unterdrückten und als Macher einer Millionenstadt. Für viele wird er zum Hoffnungsträger. Andere sehen ihn als islamistische Gefahr. Sein Aufstieg ruft mächtige Gegner auf den Plan: Das Militär, Hüter des säkularen Staates, zwingt seine politische Bewegung in die Knie. Erdogan widersetzt sich - und zahlt einen hohen Preis. Als er religiöse Diskriminierung anprangert und ein Gedicht rezitiert, wird er verurteilt, muss ins Gefängnis und erhält Politikverbot. Seine Karriere scheint beendet. Doch auf dem Weg in die Haft geschieht das Unerwartete: Hunderttausende feiern ihn wie einen Popstar. Ist dies wirklich sein Ende - oder erst der Anfang?
Nach nur vier Monaten Haft kehrt Erdogan zurück - in ein Land am Abgrund. Ein verheerendes Erdbeben, eine schwere Wirtschaftskrise und das Versagen der politischen Elite erschüttern die Türkei. Millionen verlieren das Vertrauen in den Staat. Erdogan erkennt seine Chance - und erfindet sich neu. "Er war wie ein guter Teig", erinnert sich Nihal Olçok, die schon seinen Bürgermeisterwahlkampf unterstützte, "man konnte Börek aus ihm machen, oder Baklava". Mit der Gründung der AKP legt er sein islamistisches Image ab. Erdogan trifft den Nerv einer wütenden Nation. Der Plan geht auf, die AKP gewinnt die Wahlen. Trotz Politikverbots bahnt er sich mit taktischem Geschick den Weg an die Spitze - und wird Premierminister. Erdogan treibt Reformen voran, führt die Türkei auf EU-Kurs und entfacht eine Aufbruchsstimmung. Doch der Widerstand wächst. Als Europa auf Distanz geht, richtet er den Blick nach innen - und riskiert alles im Kampf gegen die alten Eliten. Verhaftungswellen erschüttern das Land, Kritiker schlagen Alarm. Ist das der Aufbruch einer neuen Türkei - oder der Beginn eines gefährlichen Machtumbaus?
Als Barack Obama nach seinem Amtsantritt die Türkei 2009 als erstes Ziel für einen Staatsbesuch auswählt, steht Recep Tayyip Erdogan auf dem Höhepunkt seines internationalen Ansehens. Er gilt jetzt als Brückenbauer zwischen Islam und Demokratie. Beim Arabischen Frühling lässt er sich in Kairo wie ein Heilsbringer feiern. Ein Moment, der ihm - so Beobachter - "den Kopf verdreht". Weggefährten berichten, Erdogan sei "ein anderer geworden", getrieben von dem Gefühl: "Es gibt niemanden, der größer ist als wir." Erdogan entpuppt sich als Machtpolitiker, der keine Grenzen mehr akzeptiert. Er beschwört eine "neue Türkei", orientiert am Erbe des Osmanischen Reichs, und treibt das Land auf einen religiös geprägten Kurs. Als Hunderttausende dagegen bei den Gezi-Protesten 2013 aufbegehren, duldet Erdogan keine Kritik. Er sieht die Demonstranten nicht als Bürger, sondern als Feinde. Der Konflikt spaltet das Land - und trifft ihn persönlich: "Das war der größte Schock seiner bisherigen Karriere - denn damit hat er nicht gerechnet", erinnert sich der damalige WELT-Korrespondent Deniz Yücel. Trotz immer neuer Skandale baut Erdogan seine Macht weiter aus. 2014 lässt er sich zum Präsidenten wählen, inszeniert sich auch im Ausland als Stimme der Türken und lässt sich einen gigantischen Präsidentenpalast bauen - gegen alle Widerstände. Sein Ziel ist klar: mehr Macht, ein neues System, eine Türkei nach seinen Regeln. Doch im Verborgenen formiert sich Widerstand. Für Erdogan unsichtbar - aber entschlossen, ihn zu stürzen.
Am 15. Juli 2016 kippt die Türkei in eine Nacht des Chaos: Panzer auf der Bosporusbrücke, Kampfjets über Ankara und Istanbul, besetzte Flughäfen und Behörden. Das Militär putscht und versucht, Erdogan zu stürzen. Doch er wendet sich per Video-Livestream an das Volk, fordert, sich den Putschisten entgegenzustellen, und verändert so den Verlauf dieser Nacht. Mehr als 250 Menschen sterben. Danach folgt eine beispiellose Welle von Verhaftungen und Entlassungen. Zehntausende verlieren ihre Ämter oder ihre Freiheit. Erdogan macht den Prediger Fethullah Gülen zum Hauptverantwortlichen. "Verrat verzeiht er nicht", sagt Bülent Arinç über Erdogans Reaktion. Der Staat wird radikal umgebaut, unter dem Ausnahmezustand entsteht ein Klima der Angst und Kontrolle. Der Putsch wird zum Wendepunkt. Unter dem Ausnahmezustand treibt Erdogan die Machtkonzentration voran und schafft 2017 ein Präsidialsystem, das ihn zum nahezu uneingeschränkten Herrscher macht. "Erdogan ist der erste demokratisch gewählte Sultan der Türkei", bringt es der deutsch-türkische Autor Fatih Çevikkollu auf den Punkt. Auch die Opposition gerät ins Visier. Der Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu wird zum wichtigsten Gegenspieler und gewinnt Wahlen trotz Annullierung erneut. Aber Erdogan sorgt auch für dessen Verhaftung. Während der Rechtsstaat erodiert, die Inflation große Teile der Bevölkerung in die Armut treibt und Hundertrausende junge Menschen das Land verlassen, lebt Erdogan abgeschottet in seinem Palast. Und die Machtfrage bleibt offen: Wie lange noch?
Vier bis fünf Journalisten diskutieren in unaufgeregter Gesprächsathmosphäre gesellschaftliche und politische Themen, die aktuell für Kontroversen sorgen.