Salzgitter, 26. Januar 2019: Milad A. bricht nach Schüssen in einem Hinterhof zusammen, stirbt im Krankenhaus. Kameras und eine Augenzeugin liefern den Beamten Hinweise auf den Täter. Oberstaatsanwalt Hans Christian Wolters und die Ermittler verknüpfen das Überwachungsvideo, Zeugenhinweise und Drohungen aus dem Umfeld der Freundin. Schmauchspuren werden zum Wendepunkt. Der Verdächtige Ala A. schweigt - doch die Indizienkette überführt den Täter. Ein zweiter Fall führt nach Gelnhausen (2022): eine verbrannte Leiche, 60 Stiche, kaum Spuren. LKA-Experte Dr. Harald Schneider findet Blut an Sandalen und im Auto - der Verdächtige wird überführt. Und in Velbert (2007) wird ein Cold Case gelöst: Dank neuer DNA-Methoden fällt der Verdacht auf Sven K., einen mutmaßlichen Auftragsmörder. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos sowie Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.
2013 in Coburg: Eine Frau ruft in Panik bei der Polizei an und sagt, sie habe ihren Partner zu Hause leblos vorgefunden. Umgehend rücken Polizei und Notarzt an. Für den 66-jährigen Mann aber kommt jede Hilfe zu spät - sein Gesicht ist kaum mehr zu erkennen, so extrem wurde auf seinen Kopf eingewirkt. Für den Kriminalisten Ulrich Heymann beginnen nun intensive Ermittlungen. Bei dem Toten handelt es sich um Wolfgang R. Der 66-Jährige ist als freundlicher Musiker bekannt. Wer sollte ihm so etwas antun wollen? Doch Ermittler Heymann stößt auf ein Geheimnis: Der Rentner führte ein Doppelleben. Auf der einen Seite war er der beliebte Musiker, auf der anderen Seite hatte Wolfgang R. sehr gute Beziehungen ins Coburger Rotlichtmilieu. Diese waren scheinbar so gut, dass er Räumlichkeiten für Prostituierte zur Verfügung stellte und sich so seine Rente aufbesserte. Kommen der oder die Killer aus dem Rotlichtmilieu? In den folgenden Monaten werten Heymann und sein Team insgesamt über 700 Spuren aus, hören Telefonate ab und beschatten Personen. In den Fokus der Ermittlungen gerät dann die 41-jährige Lebensgefährtin des Opfers. Mordermittler Ulrich Heymann weiß aus Erfahrung, dass es äußerst selten ist, dass Frauen ihre Partner töten. Wird er dennoch das Rätsel um diesen Fall lösen können? Ein anderer Fall in Dillingen: Es ist der Morgen des 10. Januar 1990, als ein Anruf in der Polizeidienststelle eingeht. Verzweifelt berichtet Gustav S., er habe seine Lebensgefährtin Maria K. und deren Tochter Luise tot aufgefunden. Als Kommissar Leinfelder und seine Kollegen in dem Einfamilienhaus eintreffen, erwartet sie ein Bild des Grauens: Im Treppenhaus hängt die Leiche einer Frau - erhängt mit einem Schal. Darüber die Tochter, ebenfalls tot. Auch sie ist mit einem Schal an der Treppe fixiert. Die Beamten nehmen den Mann mit auf das Revier. In der ersten Zeugenbefragung gibt er völlig aufgelöst zu Protokoll, dass er am Vortag ganz normal ins Bett gegangen sei und morgens die Leichen vorgefunden habe. Die ersten Rundum-Ermittlungen ergeben, dass es in der Vergangenheit schon einige Meldungen wegen Ruhestörung und häuslicher Gewalt gegeben hatte. War es ein erweiterter Suizid? Konnte die Mutter die Situation nicht mehr ertragen und hatte beschlossen, ihr Leben und das ihrer Tochter zu beenden? Auf den ersten Blick gibt es keine Beweislage, die auf ein Tötungsverbrechen hinweisen würde, und auch sonst sind in der Wohnung keine Auffälligkeiten zu finden. Nur eine Sache macht Ermittler Leinfelder stutzig: Warum waren in beiden Fällen die Haare der Leichen in den Schlingen der Schals eingebunden? Kommissar Leinfelder ist sich sicher, dass Gustav S. etwas mit dem Tod der beiden zu tun hat, und beschließt, ihn zunächst auf der Wache festzuhalten. Jetzt beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Wenn Leinfelder und sein Team innerhalb von 24 Stunden keine eindeutigen Beweise für ein Tötungsverbrechen finden, müssen sie den 40-Jährigen wieder auf freien Fuß lassen.
2013 verursacht der 16-jährige Ethan Couch betrunken einen Autounfall, bei dem vier Personen sterben. Er wird nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er angeblich an "Affluenza" leide. Seine Verteidigung argumentiert, dass er wegen dieser Wohlstandsverwahrlosung nicht zwischen Recht und Unrecht unterscheiden könne. In den Medien kommt es nach dem Urteil zu einem Aufschrei: Wie soll der Jugendliche lernen, dass sein Handeln Konsequenzen hat? Tatsächlich wird Ethan Couch zwei Jahre später dabei erwischt, wie er erneut Alkohol konsumiert. Somit hat er gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen. Er flieht mit seiner Mutter nach Mexiko, wird jedoch bald festgenommen und kommt für zwei Jahre ins Gefängnis. Hier nimmt Seelsorger Timothy Williams zu ihm Kontakt auf und besucht ihn fast wöchentlich. Dessen bester Freund, der Jugendpastor Brian Jennings, hat bei dem Autounfall 2013 sein Leben verloren. Nun will Williams herausfinden, wer der Mensch hinter dem Bild des gefühlskalten und verwöhnten Muttersöhnchens ist. Tatsächlich stammt Ethan Couch zwar aus wohlhabenden, aber auch ziemlich zerrütteten Verhältnissen und lernt schon früh, dass sich mit Geld fast alles regeln lässt. Sex, Mord und Skandale - die Reihe greift spektakuläre Verbrechen der letzten Jahrzehnte auf. Kriminalfälle voller Tragik, Grausamkeit und unendlichem Leid.
Erfolg, Geld und Familienglück, das Leben des Football-Profis Aaron Hernandez scheint perfekt. Doch hinter der schillernden Fassade des Athleten verbirgt sich eine dunkle und mörderische Seite. Aaron Hernandez hat zwei Gesichter: smarter Sportler, aber auch gewaltbereites Gang-Mitglied. Er nimmt Drogen, hortet Schusswaffen und umgibt sich mit Kriminellen. Als im Juni 2013 sein Freund Odin Lloyd erschossen wird, steht die Polizei vor seiner Villa. Er soll seinen Bekannten mit mehreren Schüssen getötet haben und wird deswegen 2015 zu lebenslanger Haft verurteilt. Aber damit nicht genug: 2017 folgt eine weitere Anklage. Denn Aaron Hernandez soll bereits 2012 einen Doppelmord begangen haben. Von diesem Vorwurf wird er im Jahr 2017 aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Fünf Tage nach dem Urteil erhängt Hernandez sich in seiner Zelle. Zurück bleiben zahlreiche Fragen. Haben Drogen und die für Footballer typischen Hirnverletzungen dazu beigetragen, dass er zum Mörder wurde? Und wieso merkte die Football-Liga nichts von seinem Doppelleben? Sex, Mord und Skandale - die Reihe greift spektakuläre Verbrechen der letzten Jahrzehnte auf. Kriminalfälle voller Tragik, Grausamkeit und unendlichem Leid.
Arabische Clans in NRW fordern Polizei und Staat heraus. Ihre Verbrechen liefern Schlagzeilen. Ohne Respekt vor dem Gesetz bedrohen sie die Sicherheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Journalisten, Wissenschaftler, Polizisten, Politiker, Clanmitglieder und Ex-Häftlinge geben Einblicke in eine abgeschottete Parallelwelt. Machtkämpfe zwischen neu angekommenen syrischen und alteingesessenen libanesischen Familienclans verschärfen die Lage. Mehr als 5000 Straftaten jährlich werden mit kriminellen Clan-Strukturen in Verbindung gebracht. Wie ist es so weit gekommen, und was steckt wirklich hinter den alarmierenden Berichten? "Blutsbande - Clans in NRW" öffnet die Türen zu einer Welt, die oft unsichtbar bleibt: Von illegalen Geschäften in Shisha-Bars über Schutzgelderpressungen bis hin zu spektakulären Gewaltausbrüchen - die Dokumentation zeigt, wie diese Netzwerke operieren und welche Folgen ihr Handeln für die Gesellschaft hat. Die Serie beleuchtet sowohl die Strukturen innerhalb der Clans als auch die schwierige Position der Behörden, die zwischen rechtlichem Vorgehen und gesellschaftlichem Druck agieren müssen. NRW-Innenminister Reul will mit der "Politik der tausend Nadelstiche" gegen die Clans vorgehen. Ob die vielen Razzien wirksam sind oder nur an der Oberfläche kratzen, bleibt umstritten. Persönlichkeiten wie Influencer Ahmed Sharif und Clanrapper King Zaza, die den Ausstieg aus dem Leben als Kriminelle geschafft haben, geben Einblicke in die Mechanismen dieser Parallelwelt und sprechen über die gescheiterte Integrationspolitik, die viele junge Männer in diese Strukturen drängt. Der Konflikt zwischen syrischen und libanesischen Clans wurde für die Öffentlichkeit durch große Massenschlägereien sichtbar. Der libanesische Übersetzer Al Masri sieht die historischen Wurzeln des Konflikts im Nahen Osten, die bis heute nachwirken. In einer Welt, die von Respektlosigkeit und Einschüchterung dominiert wird, wagt die Dokumentation einen ungeschönten Blick auf eine Parallelgesellschaft, die uns näher ist, als wir denken.
Die Macht krimineller Clans wächst ungebremst. Besonders gefährlich ist die Allianz mit islamistischen Hasspredigern, die über Social Media Gewalt und Terror fördern - mit fatalen Folgen. Clans, islamistische Terroristen und die Mocro-Mafia verbreiten Angst und destabilisieren die Gesellschaft. Folge zwei zeigt Sprengstoffanschläge in Köln, die Allianz von Clan-Kriminellen mit Hasspredigern und den Weg eines Ex-Dealers zurück hinter Gitter. Kriminelle Clans und islamistische Netzwerke schließen gefährliche Allianzen, die Gewalt, Angst und Hass in deutsche Städte tragen. "Blutsbande - Clans in NRW: Blut, Ehre, Macht" zeigt, wie diese Gruppen agieren, welche Rolle Hassprediger in sozialen Medien spielen und warum junge Menschen immer wieder in kriminelle Strukturen abrutschen. Während Clans islamistische Prediger unterstützen, die zur Gewalt gegen "Ungläubige" aufrufen, legitimieren diese im Gegenzug den kriminellen Lebensstil der Clans. Der Influencer und Ex-Drogendealer Sharo hat eine halbe Tonne Cannabis über die deutsch-niederländische Grenze geschmuggelt. Einen Konkurrenten hat er kopfüber vom Balkon gehängt und ihm beinahe das Ohr abgeschnitten. Heute hat Sharo mit dem kriminellen Leben abgeschlossen, sich eine Existenz aufgebaut und eine Familie gegründet - doch seine Vergangenheit holt ihn ein. Das Filmteam begleitet ihn, als er erneut für zwei Jahre in Haft muss. Aus den Niederlanden schwappt eine neue Welle der Gewalt nach Deutschland. Die Mocro-Mafia kontrolliert zentrale Drogenrouten Europas, und ihre brutale Handschrift zeigt sich nun auch in NRW: Mehrere Sprengstoffanschläge und Entführungen markieren eine neue Eskalationsstufe. Wie kann der Staat auf diese Bedrohung reagieren? Was bedeuten diese Entwicklungen für die öffentliche Sicherheit in NRW - und darüber hinaus? Doch dann ergeben neue Ermittlungen eine Wende. "Blutsbande - Clans in NRW" bietet tiefe Einblicke in eine Schattenwelt, die zunehmend auch hierzulande für Chaos sorgt.
Clans in Berlin sind oft eine abgeschottete Gemeinschaft und verüben immer wieder spektakuläre Straftaten. Es ist eine Parallelgesellschaft, in der eigene Regeln und Gesetze herrschen. Getragen von patriarchalen Strukturen, sind einige dieser Großfamilien mafiaähnlich organsiert: Ihr kriminelles Repertoire reicht vom Drogen- und Waffenhandel über Geldwäsche bis hin zum Auftragsmord. Doch wie sieht das Leben innerhalb der Clans wirklich aus, auch fernab der Kriminalität? "Blutsbande - Clans in Berlin" gewährt exklusive Einblicke in eine verborgene Welt: Ein Familienoberhaupt, einer der KaDeWe-Räuber und ein Vermittler, der die Deals einfädelt, zeigen ihren Alltag. Auch völlig unbescholtene Familienmitglieder kommen zu Wort. Was bedeutet es für junge Menschen, in einer solchen Familie aufzuwachsen, nicht selten hin- und hergerissen zwischen eigener Persönlichkeit und familiärer Beistandspflicht? Für manche ist der Nachname sogar so etwas wie ein Fluch, der das ganze Leben bestimmt. Ein Filmteam hat die Arbeit der Ermittler einer Sondereinheit monatelang begleitet. Die dreiteilige Doku wirft einen Blick hinter die Kulissen einer echten Parallelgesellschaft, die mit kriminellen Aktivitäten immer wieder von sich reden macht. Aber zeigen die Schlagzeilen das ganze Bild? Die Doku-Reihe beleuchtet Herkunft, Zusammenhalt und Einstellungen der Clans in Berlin.
Jedes fünfte Verbrechen im Bereich der Organisierten Kriminalität in Berlin geht auf das Konto von Clanfamilien. Die Fahnder erhöhen den Druck - ZDFinfo hat Ermittlerteams exklusiv begleitet. Adham Charaby ist der Kopf einer sogenannten Intelligence Unit beim LKA. Mit seinem Team analysiert er die komplizierten Familiengeflechte und stellt Verbindungen zwischen verschiedenen Straftaten her. Die Erkenntnisse münden in Großrazzien gegen die Clanszene. Der Kampf gegen kriminelle Großfamilien ist für die Ermittler extrem schwer zu führen. Da sind zum einen Regelungslücken im Strafgesetzbuch, aber es gibt auch ganz praktische Probleme: Einen verdeckten Ermittler kann man eben nicht in eine Familie einschleusen. Nur selten haben die Ermittler das Glück, dass Insider auspacken. So geschehen nach dem berühmt gewordenen Raubüberfall auf das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe. Exklusiv spricht einer der Täter erstmals über den spektakulären Coup, bei dem er und seine Familie in nicht einmal eineinhalb Minuten Schmuck im Wert von über 800.000 Euro erbeuteten. Eine Haftstrafe hat er verbüßt, doch jetzt droht neuer Ärger. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in zwei Verfahren gegen ihn. Sein Anwalt Burkhard Benecken ist ein bekannter Strafverteidiger, der sich selbst "Clan-Anwalt" nennt. Er ist sehr nah dran an einer Szene, die immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Treffen in konspirativen Wohnungen, Bargeldtransfer für Kautionszahlungen: Sein Alltag unterscheidet sich stark von dem anderer Anwälte. Die Ursache für die Straffälligkeit seiner Mandanten sieht Benecke in rechtlichen Regelungen, die es ihnen verbieten, in Deutschland zu arbeiten. Mittlerweile operieren die kriminellen Clanfamilien nicht mehr nur im Bereich von Raub, Drogenhandel und Schutzgelderpressung. Dazugekommen sind zum Teil komplexe Wirtschaftsstraftaten, zum Beispiel im Gebrauchtwagenhandel. Undercover nähern sich Reporter diesem Phänomen. Nach einer Razzia verfolgen die Ermittler zudem eine neue Spur. "Blutsbande - Clans in Berlin" wirft einen Blick hinter die Kulissen einer echten Parallelgesellschaft, die mit kriminellen Aktivitäten immer wieder von sich reden macht. Aber zeigen die Schlagzeilen das ganze Bild? Die Doku-Reihe beleuchtet Herkunft, Zusammenhalt und Einstellungen der Clans in Berlin.
Arabische Großfamilien sind für viele ein Mysterium. Doch wie sieht ihr Alltag wirklich aus? Einblicke in eine Welt im Spannungsfeld zwischen Tradition und dem Wunsch nach Individualität. Die Familienmitglieder in diesem Film sind stolz auf ihren Nachnamen, der für manche aber auch zum Fluch geworden ist. Denn sie leiden unter den Straftaten ihrer Verwandten, fühlen sich in Sippenhaft genommen - auch für jene, die sie gar nicht kennen. So ergeht es auch Hassan Chahrour. Er gehört zu einer in Polizeikreisen bekannten Großfamilie, die manche einen Clan nennen. Hassan fühlt sich diskriminiert, von Polizei und Staatsschutz zu Unrecht in den Fokus genommen. Dabei ist er auf der Suche nach seiner eigenen Rolle in der Familie, emanzipiert sich von althergebrachten Regeln, was manchmal gar nicht so leicht ist. Eine Situation, die viele Teenager aus Großfamilien kennen. Abschottung und die Fokussierung auf die eigene Familie können zum Problem werden, wenn sich der Kontakt zur Außenwelt auf Behördengänge und Schulbesuch der Kinder reduziert. Die Konsequenzen daraus erlebt die Lehrerin einer Berliner Grundschule beinahe täglich. Die Kinder seien kaum zu bändigen, normale pädagogische Maßnahmen zeigten keine Wirkung. Hinzu kommt, dass viele Lehrer Angst vor den Clanfamilien haben. Diese Episode gibt Einblick in das alltägliche Leben sogenannter Großfamilien. Ein Oberhaupt, das Geld unter anderem damit verdient, Schulden einzutreiben, demonstriert sein Werteverständnis und macht klar: Seine Söhne dürften von seinen Geschäften nichts erfahren. Hassan Chahrour träumt unterdessen von einer Karriere als Schauspieler. Bisher hat er als Kleinstdarsteller in Serien mitgewirkt, nun produziert ein Familienangehöriger einen Film. Hassan spielt darin ein Clanmitglied, das die Ehre seiner Familie verteidigt. "Blutsbande - Clans in Berlin" wirft einen Blick hinter die Kulissen einer echten Parallelgesellschaft, die mit kriminellen Aktivitäten immer wieder von sich reden macht. Aber zeigen die Schlagzeilen das ganze Bild? Die Doku-Reihe beleuchtet Herkunft, Zusammenhalt und Einstellungen der Clans in Berlin.
Unsere Erde entsteht vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren aus Gas und Staub. Asteroideneinschläge und Kollisionen bedrohen den jungen Planeten. Wie wird er zu einem Ort, an dem Leben entsteht? Schon kurz nach ihrer Geburt besteht große Gefahr für die Erde. Der Grund: Der Protoplanet Theia rast auf sie zu. Doch beim Einschlag wird nur Theia zerstört, stattdessen entsteht der Mond. Und dessen Anziehungskraft lenkt die Erde bis heute in stabile Bahnen. Am Anfang ist unsere Erde nicht viel mehr als eine glühende, rotierende Gesteinsmasse. Lava bedeckt die Erdoberfläche, Asteroiden und Meteoriten bombardieren den jungen Planeten. Womöglich liefern sie die Bausteine für das erste Leben auf der Erde. Um das zu erforschen, startet die Europäische Weltraumorganisation ESA im Jahr 2004 eine besondere Mission. Die Raumsonde Rosetta soll zum Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" fliegen und dort seltene Proben sammeln. Welche bahnbrechenden Entdeckungen werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler machen? Auch Forschende der Ludwig-Maximilians-Universität München wollen das Rätsel um den Ursprung des Lebens lösen. Im Reagenzglas simulieren sie die Bedingungen auf der jungen Erde. Kann in ihrer "Ursuppe" neues Leben entstehen? Die fünfteilige Dokumentationsreihe "Katastrophen der Erdgeschichte" erzählt die Geschichte unseres Planeten anhand der Katastrophen, die ihn geprägt haben: von seiner dramatischen Geburt und dem ersten Leben über die fünf großen Massenaussterben bis hin zur Evolution des Menschen. Denn ohne die großen Katastrophen der Erdgeschichte gäbe es das Leben, wie wir es heute kennen, nicht.
Womöglich ist unser Planet vor über zwei Milliarden Jahren vollständig von Eis bedeckt. Könnte frühes Leben für eine der ersten Katastrophen der Erdgeschichte verantwortlich sein? Die ersten Mehrzeller entstehen im flachen Urmeer, das die junge Erde einst bedeckt. Schnell entwickeln die einfachen Organismen einen revolutionären Mechanismus: die Photosynthese. Doch der freigesetzte Sauerstoff löst eine verheerende Kettenreaktion aus. Die Folge: Die Temperatur sinkt drastisch, die längste Eiszeit der Erdgeschichte beginnt. Doch wie wird die Erde zur Schneekugel? Um das herauszufinden, suchen Forscherinnen und Forscher ausgerechnet in der Wüste Südafrikas nach Spuren früherer Gletscher. Schnell offenbart ein Fund dort das Ausmaß der urzeitlichen Katastrophe. Für mindestens 300 Millionen Jahre steckt die Erde im eisigen Griff der "Huronischen Eiszeit". Wie kann sich der Planet daraus befreien? Und wie trotzen die ersten Lebewesen der Kälte? Auf dem Gletscher Vatnajökull in Island und auf den Gipfeln der Schweizer Alpen erforschen Wissenschaftler, wie aus einer Welt aus Schnee und Eis ein Ort wird, an dem sich neues Leben entwickeln kann. Die fünfteilige Dokumentationsreihe "Katastrophen der Erdgeschichte" erzählt die Geschichte unseres Planeten anhand der Katastrophen, die ihn geprägt haben: von seiner dramatischen Geburt und dem ersten Leben über die fünf großen Massenaussterben bis hin zur Evolution des Menschen. Denn ohne die großen Katastrophen der Erdgeschichte gäbe es das Leben, wie wir es heute kennen, nicht.
Im Paläozoikum, dem Erdaltertum, entsteht erstes komplexes Leben und eine nie da gewesene Artenvielfalt. Doch das größte Massenaussterben der Erdgeschichte verändert alles. Während der "Kambrischen Explosion" vor 500 Millionen Jahren entstehen komplexe Lebewesen mit Beinen und Augen. Bizarr geformte Meeresbewohner beherrschen die Ozeane und erobern nach und nach neue Lebensräume. Der evolutionäre Wettlauf beginnt. Die Bewegung der Erdplatten und Klimaschwankungen bringen das Leben im Erdaltertum immer wieder durcheinander und zwingen alle Lebewesen, sich anzupassen. Vor allem frühe Meeresbewohner wie Trilobiten und Kopffüßer entwickeln sich rasant weiter. Schließlich wird der Druck auf die vorhandenen Lebensräume so groß, dass einige Arten neue Gebiete erobern. So auch der Tiktaalik, ein wichtiges Bindeglied zwischen Wasser- und Landtieren. Seine Entwicklung legt den Grundstein für den Siegeszug der Wirbeltiere und ebnet den Weg für die Gruppe der Reptilien. Sie sind die ersten Tiere, denen es gelingt, dauerhaft außerhalb des Wassers zu überleben. Über Jahrmillionen bevölkert die frühe Tierwelt des Paläozoikums unseren Planeten. Doch während Tiere und Pflanzen das Land erobern, bahnt sich das größte Massenaussterben der Erdgeschichte an. In dessen Folge verschwinden fast drei Viertel aller Landtiere und 95 Prozent der Meeresbewohner. Doch wie ist es zu dieser wohl tödlichsten Katastrophe der Erdgeschichte gekommen? Die fünfteilige Dokumentationsreihe "Katastrophen der Erdgeschichte" erzählt die Geschichte unseres Planeten anhand der Katastrophen, die ihn geprägt haben: von seiner dramatischen Geburt und dem ersten Leben über die fünf großen Massenaussterben bis hin zur Evolution des Menschen. Denn ohne die großen Katastrophen der Erdgeschichte gäbe es das Leben, wie wir es heute kennen, nicht.
Über Jahrmillionen beherrschen die Dinosaurier die Erde - bis sie plötzlich aussterben. Doch wie kommt es zu dieser Katastrophe, die unsere Welt für immer verändert? Ein Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren gilt als wahrscheinlichste Ursache für das Ende der Dinosaurier, das selbst gigantische Kreaturen wie T-Rex und Triceratops betrifft. Doch ist es der Einschlag selbst, der sie auslöscht - oder steckt mehr dahinter? Mit modernster Technik versuchen Forscherinnen und Forscher herauszufinden, wie es zum Aussterben der Dinosaurier gekommen ist. Doch erst durch die Analyse ihrer Knochen kann sich die Wissenschaft ein Bild davon machen, wie die Welt kurz vor einer der größten Katastrophen der Erdgeschichte ausgesehen hat. Demnach könnte der Einschlag eines mehr als zehn Kilometer großen Asteroiden für das Ende der urzeitlichen Riesenechsen verantwortlich sein. Doch wo befindet sich der Einschlagskrater? Die halbkreisförmige Anordnung von Kalksteinhöhlen in Mexiko, sogenannte Cenotes, könnte Hinweise auf diese Frage geben. Schließlich simulieren die Forscherinnen und Forscher in Experimenten, welche verheerenden Folgen ein Asteroideneinschlag auf der Erde gehabt hätte. Dazu gehören Vulkanausbrüche und gigantische Tsunamis, die ganze Landstriche verwüsten. Aber sind sie allein für das Verschwinden der Dinosaurier verantwortlich? Die fünfteilige Dokumentationsreihe "Katastrophen der Erdgeschichte" erzählt die Geschichte unseres Planeten anhand der Katastrophen, die ihn geprägt haben: von seiner dramatischen Geburt und dem ersten Leben über die fünf großen Massenaussterben bis hin zur Evolution des Menschen. Denn ohne die großen Katastrophen der Erdgeschichte gäbe es das Leben, wie wir es heute kennen, nicht.
Schon bald nach seinem Erscheinen wird der Mensch zur dominierenden Spezies auf der Erde. Doch seine Existenz ist durch Klimakatastrophen und andere Naturgewalten bedroht. Die ältesten Überreste des Homo sapiens werden 2017 in Marokko entdeckt. Der mehr als 300.000 Jahre alte Fund enthüllt neue Details über die Entwicklung des Menschen. Doch während sich unsere Vorfahren auf der Erde ausbreiten, bahnen sich neue Katastrophen an. Trotz aller Widrigkeiten ist der Mensch immer wieder in der Lage, sich an neue Lebensbedingungen anzupassen - und verändert den Planeten in kürzester Zeit. Und doch entziehen sich die Naturgewalten bis heute seiner Kontrolle. Um künftige Ausbrüche möglichst genau vorhersagen zu können, erforschen Forscherinnen und Forscher deshalb die Geschichte der größten Vulkane der Erde. Gleichzeitig entwickelt die Europäische Weltraumorganisation ESA umfangreiche Asteroidenabwehrsysteme, um unseren Planeten auch vor Gefahren aus dem All zu schützen. Die größte Bedrohung für unser Überleben könnten aber am Ende wir selbst sein. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Abholzung der Wälder führen seit dem 19. Jahrhundert zu einem Anstieg der Treibhausgase. Die Folge: Die Erde erwärmt sich, der Meeresspiegel steigt. Sollte sich daran nichts ändern, wäre dies die erste vom Menschen verursachte Katastrophe der Erdgeschichte. Die fünfteilige Dokumentationsreihe "Katastrophen der Erdgeschichte" erzählt die Geschichte unseres Planeten anhand der Katastrophen, die ihn geprägt haben: von seiner dramatischen Geburt und dem ersten Leben über die fünf großen Massenaussterben bis hin zur Evolution des Menschen. Denn ohne die großen Katastrophen der Erdgeschichte gäbe es das Leben, wie wir es heute kennen, nicht.
Wunder der Natur - Auf den Spuren der Erdgeschichte
Islands Vulkane
D 2022
45'
Island: eine Insel, entstanden aus Feuer und Eis. Forschende erkunden die Welt der Vulkane und Geysire und lassen vergangene Welten auferstehen. Doch was macht die Insel so einzigartig? Island ist in Bewegung, ob im Untergrund oder an der Oberfläche. Die einzigartige Landschaft bietet Forschenden die Möglichkeit, geologische Prozesse live zu erleben, in die Erdgeschichte einzutauchen und der Entstehungsgeschichte Islands nachzugehen. Eine Insel im Nordatlantik mit nur 360.000 Einwohnern, in etwa so groß wie die Schweiz. Dafür beherbergt Island 33 aktive Vulkane und bietet damit ein enormes Potenzial für die Forschung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt treten in Island eine Zeitreise in die Entstehungsgeschichte unseres Planeten an. Dabei sind die geologischen Prozesse, die zu ihrer Entstehung geführt haben, längst nicht abgeschlossen. Islands Untergrund ist nach wie vor in Bewegung und hält nicht nur seine Bewohner in Atem. Der Grund: Tief im Erdinneren bewegen sich die Bruchkanten zweier Kontinente jedes Jahr um wenige Zentimeter voneinander weg. Magma strömt aus dem Erdinneren zur Oberfläche und sorgt bis heute dafür, dass Island immer weiter wächst. Ein aktiver Untergrund - Segen und Fluch für die Menschen, die dort seit dem 9. Jahrhundert siedeln. Das Leben in Island gleicht dem sprichwörtlichen Tanz auf dem Vulkan. Statistisch gesehen kommt es alle vier bis fünf Jahre zu einem großen Ausbruch. Rund um die Uhr liefern Messgeräte einen aktuellen Lagebericht über die seismischen Aktivitäten der Insel. Jederzeit kann einer der vielen Vulkane ausbrechen - unter Umständen mit verheerenden Folgen, wie der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull zeigt. Seine Aschewolken führen 2010 dazu, dass in weiten Teilen Nordamerikas und Europas der Flugverkehr eingestellt wird. Auch wenn die Insel für ihre Vulkane und Wasserfälle bekannt ist, erwartet einen im Inselinneren das größte Wüstengebiet Europas. Zwischen den Lavafeldern schlängeln sich Flüsse, gespeist von riesigen Gletschern. Sie tragen ihren Teil zur Gestaltung der Insel bei, indem sie ohne Pause Vulkangestein zur Küste transportieren. So einzigartig wie unser Planet sind auch seine Naturwunder. Dabei ist eine Reise zu den faszinierendsten Orten der Welt auch eine Reise in die Erdgeschichte. Die dreiteilige Dokumentationsreihe "Wunder der Natur - Auf den Spuren der Erdgeschichte" besucht diese Sehnsuchtsorte und liefert spannende Einblicke in die Entstehung unseres Planeten.
Wunder der Natur - Auf den Spuren der Erdgeschichte
Der Grand Canyon
D 2022
45'
Der Grand Canyon ist geologisches Monument, UNESCO-Weltnaturerbe und Archiv der Erdgeschichte. Kaum ein anderer Ort bietet so tiefe Einblicke in die Vergangenheit unseres Planeten. Mit einer Länge von fast 450 Kilometern, bis zu 15 Kilometern Breite und bis zu zwei Kilometern Tiefe zählt der Grand Canyon zu den größten Schluchten der Erde - ein geologisches Monument von gewaltigen Dimensionen. Seit mehr als einem Jahrhundert untersuchen Geologinnen und Geologen den Grand Canyon und diskutieren seine Entstehung. Die wohl wichtigste Rolle spielt dabei der Colorado River. Er entspringt in den Rocky Mountains und mündet im Nordwesten Mexikos in den Golf von Kalifornien. Seit sechs Millionen Jahren fräst sich der reißende Fluss durch das uralte Gestein - ein vergleichsweise junger geologischer Prozess. Denn: Seit mindestens 1,7 Milliarden Jahren verändert die Region um den Grand Canyon mehrfach ihr Aussehen. Vom riesigen Urgebirge über eine Wüstenlandschaft ähnlich der heutigen Sahara bis hin zu einem Ozean voller Leben. Die unterschiedlichen Landschaften, die dort im Laufe der Erdgeschichte zu finden sind, haben ihre Spuren bis heute im Gestein hinterlassen. Das macht den Grand Canyon zu einem einzigartigen Archiv der Erdgeschichte - und einem der bedeutendsten Naturwunder unseres Planeten. So einzigartig wie unser Planet sind auch seine Naturwunder. Dabei ist eine Reise zu den faszinierendsten Orten der Welt auch eine Reise in die Erdgeschichte. Die dreiteilige Dokumentationsreihe "Wunder der Natur - Auf den Spuren der Erdgeschichte" besucht diese Sehnsuchtsorte und liefert spannende Einblicke in die Entstehung unseres Planeten.
Wunder der Natur - Auf den Spuren der Erdgeschichte
Die Halong-Bucht
D 2022
45'
Vietnams Halong-Bucht ist berühmt für ihre spektakulären Felsen und Höhlensysteme. 1994 wird sie zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Doch wie ist diese exotische Inselwelt entstanden? Die Kalksteinlandschaft bietet eine Tier- und Pflanzenvielfalt, die es in dieser Form nur selten gibt. Verantwortlich dafür sind auch die geologischen Prozesse im Laufe der Erdgeschichte, die die Region seit Millionen von Jahren immer wieder neu formen. Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, handelt es sich bei der Halong-Bucht tatsächlich um eine Inselgruppe vor der Küste Vietnams. Auf einer Fläche von 1500 Quadratkilometern erstrecken sich knapp 2000 Inseln und Felsentürme aus Kalkstein - fast alle von dichtem Regenwald bewachsen. Dort suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Hinweisen zur Entstehung dieses einmaligen Naturwunders. Ihre Erkenntnis: Die treibende Kraft hinter der Entstehung der charakteristischen Felsenlandschaft ist die sogenannte Verkarstung. Ein geologischer Prozess, bei dem Regenwasser mit Kalkstein reagiert, der auch für die Entstehung von Tropfsteinhöhlen verantwortlich ist. Die tropische Kalksteinlandschaft hat sich zu einem Beschleuniger der Evolution entwickelt und die Inselwelt zu einem Hort der Biodiversität werden lassen. Heute leben dort neben seltenen Tigergeckos auch die letzten Goldkopflanguren unseres Planeten. Eine Affenart, die sich auf das Leben in den zerklüfteten Felsen spezialisiert hat. Die beeindruckende Tier- und Naturwelt der Halong-Bucht gibt Aufschluss über die Entstehungsgeschichte der Region und macht sie damit zu einem Archiv der Erdgeschichte - und einem der bedeutendsten Naturwunder unseres Planeten. So einzigartig wie unser Planet sind auch seine Naturwunder. Dabei ist eine Reise zu den faszinierendsten Orten der Welt auch eine Reise in die Erdgeschichte. Die dreiteilige Dokumentationsreihe "Wunder der Natur - Auf den Spuren der Erdgeschichte" besucht diese Sehnsuchtsorte und liefert spannende Einblicke in die Entstehung unseres Planeten.
Kampf um Grönlands Rohstoffe Uran und Seltene Erden im Visier
D 2022
45'
Grönlands Rohstoffe wecken weltweit Begehrlichkeiten. Eisen, Zink, Kupfer, Gold, Graphit, Uran und seltene Erden schlummern im grönländischen Boden und ziehen internationale Konzerne an. Grönland gehört zwar zum Königreich Dänemark, darf aber seit 2009 selbst über seine Rohstoffe bestimmen. Doch über eine der größten geplanten Minen gibt es seit Jahren Streit. Die Dokumentation begleitet Gegner und Befürworter des geplanten Tagebaus.
Von Tech-Enthusiasten bewundert, von Verschwörungstheoretikern verteufelt: Mit Microsoft revolutioniert Bill Gates die Gesellschaft und wird zeitweise zum reichsten Mann der Welt. Vom skrupellosen Monopolisten zum freigiebigen Philanthropen. Mit Computersoftware dominiert er die digitale Sphäre, dann prägt er die Weltgesundheit. Kaum jemand hat das 21. Jahrhundert geformt wie Bill Gates. Bill Gates ist einer der ersten Computer-Nerds überhaupt. Schon als Schüler verschreibt er sich dem Programmieren - in einer Zeit, in der die ersten Vorgänger der späteren PCs gerade erst auf den Markt kommen. Mit nur 19 Jahren gründet er das Unternehmen, das die Welt erobern wird: Microsoft. Überdurchschnittliche Intelligenz, ein rigides Arbeitsethos und Geschäftssinn bringen Bill Gates nach ganz oben: Schon mit 31 Jahren ist er Milliardär. Als Geschäftsmann ist er ein rücksichtsloser Monopolist: Wettbewerber drängt er unerbittlich vom Markt und findet nur in Steve Jobs einen ernsthaften Konkurrenten, der mit Apple neben ihm bestehen kann. Als die amerikanische Kartellbehörde, die mit der technischen Entwicklung kaum Schritt halten kann, aufmerksam wird, ist es zu spät: Microsoft hat ein Monopol. Das Betriebssystem Windows findet sich auf 73 Prozent aller Computer, doch die Struktur des Betriebssystems ist ein wohlgehütetes Geheimnis. Als die öffentliche Meinung wegen seines gnadenlosen Geschäftsgebarens kippt, zieht sich Gates aus der Unternehmensführung zurück. Mit seiner damaligen Ehefrau Melinda gründet er die "Bill & Melinda Gates Foundation". Ihr Ziel: die Gesundheitsversorgung von Menschen weltweit zu verbessern. Mit einem Stiftungsvermögen von etwa 50 Milliarden Dollar ist sie die größte private Stiftung der Welt - und dementsprechend einflussreich. Das ruft Kritiker auf den Plan, die behaupten, Bill Gates kontrolliere die Weltgesundheit. Denn Gates ist nicht nur ein Mäzen, der fleißig spendet, sondern er will auch bestimmen, wofür das Geld der Stiftung ausgegeben wird. Im Lichte der Coronapandemie gerät er zunehmend in die Kritik. Verschwörungstheoretiker erklären ihn zum Superschurken, aber auch seriösere Stimmen äußern ihre Sorgen: Hat Bill Gates durch seine Stiftung zu viel Macht? Verfolgt er vielleicht nicht nur selbstlose Ziele? Kontrolliert er heute die Weltgesundheit wie einst den Computermarkt? Superreiche prägen die Geschichte seit Jahrhunderten. Sie finanzieren Innovation, Kunst und Kriege. Ihre Lebensgeschichten erzählen von Macht, Intrigen und Skandalen - so macht Geld Geschichte.
Thomas Middelhoff, Gilbert Chikli und Florian Homm verstehen es, Charme und Selbstbewusstsein einzusetzen, um das Vertrauen von Investoren, Unternehmen und der Öffentlichkeit zu gewinnen. Sie haben Charisma, Überzeugungskraft und das perfekte Sozialverhalten. Sie präsentieren goldene Zahlen, eine glorreiche Zukunft und eine überzeugende Geschichte. Blender in der Wirtschaft sind häufig sehr schwer zu durchschauen. Wie können wir uns besser wappnen? Eloquent, charismatisch, stets lächelnd - so schafft es Thomas Middelhoff an die Spitze des Medienriesen Bertelsmann und des Handelskonzerns KarstadtQuelle. Dann der tiefe Fall: "Big T." muss wegen Untreue und Steuerhinterziehung für drei Jahre ins Gefängnis, verliert Job und Familie, Ansehen und Besitz. Der Franzose Gilbert Chikli ist ein Meister des Betrugs. Mit Dreistigkeit, Schauspieltalent und einer Silikonmaske gelingt es ihm, in fremde Rollen zu schlüpfen und Millionenbeträge zu ergaunern. Denn er weiß genau, wie er das Vertrauen seiner Opfer gewinnt und ihren Respekt vor Autoritäten nutzt. Florian Homm hat schon viel mitgemacht in seinem Leben: Basketball-Junioren-Nationalspieler, Finanzmanager, Multimillionär, Großaktionär von Borussia Dortmund, Bordellbesitzer, vom FBI gesuchter Verbrecher und neuerdings Chef des "Homm Investment Club". Der Hedgefonds-Manager und Gründer der "Capital Management Holding" mit Sitz auf den Cayman Islands soll seine Kunden um 200 Millionen Dollar geprellt haben. Doch seit Jahren entzieht sich Homm der Justiz - und begeistert nun als Investment-Guru junge Investoren. Zwei Expertinnen analysieren die Tricks der "smarten Verführer": Sandra Navidi lebt und arbeitet in New York. Die Finanzexpertin kennt die Mechanismen der Finanzbranche. Die britische Kriminalpsychologin Kerry Daynes kann auf 25 Jahre Erfahrung als Gutachterin zurückgreifen. Sie schult die britische Polizei und tritt als Expertin vor Gericht auf. Die Dokumentation zeigt, warum unsere Alarmsignale, die "red flags", bei manchen Finanzdeals nicht funktionieren. Warum setzt bei "smarten Verführern" unser Verstand aus? Eitelkeit, Größenwahn, Gier nach Geld - die Fortsetzung der Doku-Reihe "Die smarten Verführer" taucht ein in die schillernde Welt der Finanzjongleure und Millionenmänner und beleuchtet ihre Motive.
Lars Windhorst setzt auf Wunderkind-Image und Charisma. Ralf Dümmel und Georg Kofler nutzen ihre TV-Prominenz. Viele Anleger lassen sich locken - die Folge: Millionenbeträge sind weg. Blender in der Wirtschaft sind häufig schwer zu durchschauen. Viele von ihnen haben Ausstrahlung, Überzeugungskraft und gute Manieren. Ihre Tricks verbergen sie hinter Zahlenkolonnen und einer überzeugenden Geschichte. Warum erliegen wir so oft dem schönen Schein? Lars Windhorst gilt als Wunderkind der deutschen Wirtschaft. Selbst von Insolvenzen und einem Flugzeugabsturz lässt er sich nicht bremsen. Seit Jahren eilt der Finanzinvestor von einem Deal zum nächsten: Millionen für den Fußballklub Hertha BSC oder die maroden Flensburger Werften FSG und Nobiskrug, die angeschlagene italienische Dessous-Firma "La Perla" oder das Ihme-Zentrum in Hannover - Windhorst mischt überall mit. Er ist das Stehaufmännchen der Branche, ein Millionenjongleur mit zweifelhaftem Ruf. Seine Geschäftspartner, Anleger und Angestellten verlieren häufig viel Geld oder ihre Jobs. Dennoch macht Windhorst weiter. Wie funktioniert das "System Windhorst"? Gute drei Jahre ist es her, dass die beiden TV-Stars Ralf Dümmel und Georg Kofler gemeinsam die Glocke der Frankfurter Börse läuten. Die beiden Unternehmer strahlen in die Kameras, fallen sich in die Arme und schwärmen von der großen Erfolgsgeschichte ihrer "Social Chain AG". Tausende Anleger lassen sich von den Versprechen und dem scheinbar jungen Geschäftsmodell locken. Sie sehen die beiden Manager in der Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" und denken: Wer gut einschätzen kann, ob ein Start-up Erfolg hat, der ist selbst ein brillanter Unternehmer. Doch die "Social Chain AG" scheitert, und die Aktien - im November 2021 noch mit 54 Euro bewertet - sind nur noch wenige Cent wert. Viele Privatanleger fühlen sich aufs Kreuz gelegt. Was ist schiefgelaufen? Zwei Expertinnen analysieren die Tricks der "smarten Verführer": Sandra Navidi lebt und arbeitet in New York. Die Finanzexpertin kennt die Mechanismen der Finanzbranche. Die britische Kriminalpsychologin Kerry Daynes kann auf 25 Jahre Erfahrung als Gutachterin zurückgreifen. Sie schult die britische Polizei und tritt als Expertin vor Gericht auf. Die Dokumentation zeigt, warum unsere Alarmsignale, die "red flags", bei manchen Finanzdeals nicht funktionieren. Warum setzt bei "smarten Verführern" unser Verstand aus? Eitelkeit, Größenwahn, Gier nach Geld - die Fortsetzung der Doku-Reihe "Die smarten Verführer" taucht ein in die schillernde Welt der Finanzjongleure und Millionenmänner und beleuchtet ihre Motive.
Big Tech weiß mehr über die Menschen als sie selbst. Wie Google, Facebook, Amazon und Co. dank personenbezogener Daten zu den mächtigsten und gefährlichsten Firmen der Welt wurden. Der Aufstieg der großen Tech-Konzerne beruhte nicht nur auf innovativer Computertechnik. Denn schon früh setzten sie auf Psychologie, um Nutzungsverhalten zu manipulieren. So wurde die Nutzung der Daten zum Geschäftsmodell. Die Geschichte ist faszinierend: Aus der Hippie-Ära entstehen viele der digitalen Großkonzerne. Es beginnt im Silicon Valley der 1970er-Jahre und führt zu den heutigen Monopolen von Google, Amazon, Facebook und Apple. Der Film zeigt, wie aus idealistischen Visionen ein milliardenschweres Geschäftsmodell mit Überwachung, Datenhandel und Manipulation geworden ist - und warum viele Menschen heute kaum noch ohne diese Konzerne leben können. "Die gefährlichsten Firmen der Welt - Big Tech" untersucht die Macht globaler Digitalkonzerne. Sie zeigt, wie Daten, Algorithmen und Plattformen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändern - und wie schwer sie noch zu kontrollieren sind.
Algorithmen entscheiden, was wir sehen, denken und wählen. Facebook, Google & Co. verdienen mit Daten nicht nur Geld - sie manipulieren Meinungen und beeinflussen Wahlen. Wie sind Daten zur politischen Waffe geworden? Es begann spätestens mit Obamas Wahlkampf bis hin zum Skandal um Cambridge Analytica und Donald Trump. Insider und Whistleblower enthüllen, wie Profile, Emotionen und Ängste gezielt gesteuert werden. Die zweite Folge beleuchtet die politische Dimension der Datenmacht. Sie zeigt, wie Facebook und andere Plattformen psychologische Profile erstellen, wie Algorithmen Emotionen manipulieren und politische Kampagnen steuern. Anhand von Fällen wie Cambridge Analytica, Facebook-Experimenten und internationalen Beispielen wird deutlich, wie fragil Demokratie und Öffentlichkeit im Zeitalter der exzessiven Datensammlung geworden sind. "Die gefährlichsten Firmen der Welt - Big Tech" untersucht die Macht globaler Digitalkonzerne. Sie zeigt, wie Daten, Algorithmen und Plattformen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändern - und wie schwer sie noch zu kontrollieren sind.
Den Weg zurück ins Weiße Haus schaffte Donald Trump auch mithilfe einiger Milliardäre aus dem Silicon Valley. Was versprechen sich Musk, Zuckerberg, Bezos und andere von diesem Präsidenten? KI, Bitcoin, ein neues Internet - Tech-Giganten sind in Goldgräberstimmung, seit die regulierungsfreudige Regierung Joe Bidens abgewählt ist. KI könnte den größten Boom der Technikgeschichte auslösen, hoffen sie. Andere sehen große Gefahren für die Demokratie. "Noch nie in der Weltgeschichte hatten Konzerne eine solche Macht", erklärt die renommierte Harvard-Professorin Shoshana Zuboff mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen in Washington. "Trump und Musk können machen, was sie wollen." Und das scheinen sie durchaus auch zu tun. Kahlschlag bei den Behörden und massive Investitionsschübe für die künstliche Intelligenz. Dazu Deregulierung und offener Druck auf Staaten, die eine ungebremste Tech-Branche kritisch sehen. Zudem scheinen die Grenzen zwischen Regierungswirken und Wirtschaftsinteressen eingerissen, wenn selbst der Präsident mit seiner eigenen Kryptowährung Geld verdient und die Tech-Bosse sich gleich nach der Wahl in Mar-a-Lago die Klinke in die Hand gaben, um das Land in ihrem Sinne umzugestalten. ZDF-Autor Gert Anhalt verfolgt den Aufstieg der Superhirne und Superreichen von den Garagen des Silicon Valley bis in die Wandelgänge von Washington. Was bewog die einst für eher liberal gehaltenen Unternehmer, sich so sehr für Donald Trump einzusetzen? Welche Wechselbeziehungen gab es zwischen den diversen Regierungen und den Konzernen? Und hatte Joe Biden recht, als er in seiner Abschiedsrede vor einer Oligarchie in Amerika warnte?
Donald Trump ist ein US-Präsident wie keiner vor ihm. Atemlos verfolgt die Welt eine "Politik der Abrissbirne" mit ihren Traditionsbrüchen, Stellungswechseln und Widersprüchen. Das Konzept von "Flood the Zone with Shit", einst ausgerufen von Trump-Flüsterer Steve Bannon, zeigt Wirkung: Öffentlichkeit und Medien kommen nicht mehr hinterher. Die Medien schaffen es nicht, all die Falschbehauptungen, Gesetzesbrüche und Dummheiten ans Licht zu bringen und zu untersuchen, während die MAGA-Maschinerie weiter nach vorne stürmt. Die Dokumentation "Trump und das Silicon Valley - Staatsstreich der Tech-Milliardäre" zeigt unter der stürmischen Oberfläche mächtige Grundströme, die die USA beharrlich in eine neue Welt treiben. Anführer der digitalen Revolution - es sind fast ausschließlich Männer - bemannen die Trump-Administration mit ihren Leuten. Vizepräsident JD Vance an der Spitze. Ihre Mission: dafür sorgen, dass alle Beschränkungen für ihre Unternehmen und Auftraggeber fallen. Projekte wie Kryptowährungen, der Einsatz künstlicher Intelligenz in allen Bereichen von Wissenschaft, Wirtschaft und Militär, ungehemmte, unterschiedslose Verbreitung von News, Legenden und Behauptungen und rücksichtslose Ausbeutung natürlicher Ressourcen sollen die USA zur Übermacht des 21. Jahrhunderts machen. Sonst, so ihr Argument, wird China diese Position einnehmen. Alles muss mit Hypergeschwindigkeit gehen, wie der Über-Unternehmer Elon Musk es vorgemacht hat. Innehalten, nachdenken, gesellschaftliche Leitplanken sind für sie bloß Hindernisse. Ethik und moralische Bedenken - etwa gegen Eugenik, Optimierung des menschlichen Erbguts - sind was für Feiglinge. Die westliche Welt soll ihre altmodische Abneigung gegen autokratische Führer überwinden. Demokratie ist ihnen zu langsam. Sie wollen die USA führen wie ihre Unternehmen. Unter einem machtvollen Anführer. Noch hat sich Widerstand dagegen nicht formiert. Mahner aus Medien, Universitäten und NGOs blicken hoffnungsvoll nach Europa - dort soll ihr Amerika ein Vorbild finden. Angela Andersen und Claus Kleber haben wiederholt über den "Tsunami an Innovation" aus dem Tal bei San Francisco berichtet. Diesmal treffen sie bei ihrer Reise durch die "Schöne Neue Welt" aufs Höchste alarmierte Mahner und Warner. Noch sei es nicht zu spät, die Dinge ans Licht zu bringen und den Kurs zu ändern, sagen sie.
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
Sozialismus, Antifaschismus, Freundschaft mit der Sowjetunion - das sind die Pfeiler, auf denen die DDR errichtet wird. Doch wie sieht die Realität aus? Wie geht die DDR mit Nazis um, die es im "besseren Deutschland" offiziell gar nicht geben soll? Sind die Beziehungen zur Sowjetunion wirklich so "brüderlich", wie behauptet wird? Und welche Rolle spielt Arbeit, die das Fundament der Gesellschaft bilden soll? Mit der deutschen Teilung beginnt ein Wettstreit zwischen der DDR und der Bundesrepublik: Die DDR sieht sich als das moralisch überlegene Deutschland - mit Aufstiegschancen vor allem für Arbeiter und Bauern, frei von Alt-Nazis und in brüderlicher Freundschaft mit der Sowjetunion. Doch hinter den Kulissen ist der zur Schau gestellte Antifaschismus von politischer Taktik geprägt: So gern die DDR auf Nationalsozialisten in der Bundesrepublik verweist - auch im Osten landen Nazis in wichtigen Positionen. Immer wieder fliegen ihre dunklen Geheimnisse aus der Vergangenheit auf. Der junge Staat Israel gilt der DDR-Führung als Verbündeter der USA und wird daher angefeindet. Außenpolitisch steht die DDR fest an der Seite der Sowjetunion. Die DDR-Staatschefs Walter Ulbricht und später Erich Honecker betrachten den großen Bruder als zweite Heimat und Schutzmacht ihres Regimes. Freundschaft mit der Sowjetunion ist Staatsdoktrin. Doch im Alltag sind etwa Liebesbeziehungen zwischen Deutschen und Sowjets oder gar gemeinsame Kinder nicht gern gesehen. Auch die Wertschätzung der Arbeit ist ein großer Gründungsmythos der DDR. "So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben" - dieses Motto schreibt die Staatsführung der Weberin Frida Hockauf zu. Sie wird zum Vorbild für alle Werktätigen gemacht - zum "Held der Arbeit". Was damals jedoch geheim bleibt: Frida Hockauf wird als Verräterin beschimpft, ihr Webstuhl im Betrieb sabotiert. Die Arbeitswelt ist eben auch im Sozialismus nicht rosig. Frauen werden als Arbeitskräfte gebraucht und gefördert. Viele Mütter geben ihre Kinder daher von Montag bis Freitag in die Wochenkrippe. Dass die Kinder sich dort nicht gut entwickeln können, wird vielen Betroffenen erst später klar. 2024 wäre die DDR 75 Jahre alt geworden: ein geheimnisvoller Staat, der die Menschen in Ost und West bis heute prägt. Die Doku-Reihe erzählt packende Geschichten aus einem verschwundenen Land.
Alltag in der DDR - jeder Tag eine Herausforderung. Das Leben ist oft geprägt von Mangel und staatlicher Willkür - es gibt aber auch Erfolge in Wirtschaft, Sport und Kultur. Einigen gelingt in der DDR eine erstaunliche Karriere. Ob als "Roter Dior" oder als angesehener Architekt - Kreativität ist gefragt, auch wenn es darum geht, das System zu überlisten oder ganz zu verlassen. Der Staat sorgt im DDR-Alltag für alles: Er versorgt, belohnt, passt auf - so zumindest die offizielle DDR-Propaganda. In der Realität suchen und finden die Menschen immer wieder Türchen, um mehr zu erreichen als das, was in der Planwirtschaft möglich ist. In begrenztem Umfang sind sogar Privatunternehmen erlaubt. Doch das Schicksal etwa des "Roten Dior", des Modeschöpfers Heinz Bormann, ist symptomatisch: Für seine Kunst wird er in West und Ost gefeiert, er bringt es sogar zum Millionär. Trotzdem lässt ihn die Staatsführung nicht in Ruhe. Bormanns Firma wird zwangsverstaatlicht, er stirbt verbittert und desillusioniert kurz vor dem Mauerfall. Nicht überall ist der lange Arm der Staatspartei SED so "erfolgreich": Organisierte Gruppen beschaffen und verkaufen Waren auf dem Schwarzmarkt, dealen mit Falschgeld und schlagen den Agenten der Staatssicherheit immer wieder ein Schnippchen. Andere agieren heimlich als Umweltschützer und schmuggeln brisante Filmaufnahmen massiver Umweltzerstörungen aus dem Land. Und ostdeutsche Punks organisieren geheime Konzerte, finden Mittel und Wege, sich dem System zu entziehen. Die DDR - eine Gesellschaft zwischen Mangelwirtschaft und erstaunlichen Möglichkeiten. In den Nischen pflegen die DDR-Bürgerinnen und -Bürger zahlreiche Geheimnisse. 2024 wäre die DDR 75 Jahre alt geworden: ein geheimnisvoller Staat, der die Menschen in Ost und West bis heute prägt. Die Doku-Reihe erzählt packende Geschichten aus einem verschwundenen Land.
Die DDR tritt mit dem Versprechen an, die Ungleichheit zwischen den Menschen abzubauen. Doch schon bald beginnt die Machtelite, das sozialistische System zum eigenen Vorteil zu nutzen. Seit dem Aufstand 1953 ist klar: Das Volk kann jederzeit aufbegehren. Deshalb verstärkt die SED die Repression und baut die Staatssicherheit aus - als Warnung an alle, die sich dem Parteikurs verweigern. Eine Elite entsteht, die sich vom Volk abkapselt. Wer auf Parteilinie ist und sich engagiert, kann im System der DDR auf viele Vorteile hoffen. Doch während Privilegien für Parteimitglieder bekannt sind, macht die Staatsführung um ihr Privatleben ein großes Geheimnis. Als im November 1989 Bilder aus der Politbüro-Siedlung Wandlitz öffentlich werden, explodiert die Stimmung in der DDR. Schwimmbad, Dienstpersonal, ein Einkaufsladen mit Südfrüchten - der aus westlicher Sicht überschaubare Wohlstand der SED-Spitze bringt Anhänger und Gegner endgültig gegen die Mächtigen auf. Während die Bürger Schlange stehen, lassen es sich die Parteioberen gut gehen. Aber selbst innerhalb der politischen Kaste herrscht Misstrauen. Nach der Wende offenbaren Erich Honecker und seine Frau, sie seien davon ausgegangen, abgehört zu werden. Das kennen viele DDR-Bürgerinnen und -Bürger nur zu gut. Wer sich in den Augen der Staatssicherheit verdächtig macht, wird bespitzelt. Die Machthaber beherrschen das Volk mit Kontrolle und Repression. Dabei geht es weniger darum, wirkliche Gefahren abzuwehren, sondern Konformität zu erzwingen. Manche Repressionen sind in der DDR ein gut gehütetes Staatsgeheimnis - wie die Todesstrafe. Sie dient vor allem dazu, Überläufer aus den eigenen Reihen abzuschrecken. Oder der Gammastrahler - eingesetzt an der innerdeutschen Grenze: Um Fluchtversuche zu vereiteln, werden Autos an den Grenzübergängen heimlich "geröntgt". Hunderte Fluchten über die Staatsgrenze sind dokumentiert, einige davon spektakulär wie im Agententhriller. Am Ende implodiert die DDR - nicht zuletzt, weil immer weniger Menschen daran glauben, der reale Sozialismus sei noch zu retten. 2024 wäre die DDR 75 Jahre alt geworden: ein geheimnisvoller Staat, der die Menschen in Ost und West bis heute prägt. Die Doku-Reihe erzählt packende Geschichten aus einem verschwundenen Land.
Die Nationale Volksarmee bestimmte das Alltagsbild der DDR. Mit fast 170.000 Soldaten in ständiger Gefechtsbereitschaft und mit moderner, meist sowjetischer Waffentechnik ausgerüstet. Die NVA bildete die wichtigste Stütze der Roten Armee bei einem eventuellen Kriegsausbruch. Ein umfangreiches Netz an Militärübungsplätzen, Waffenbunkern und Panzerstraßen überzog das kleine Land. Die Armee und die Verteidigungsbereitschaft hatten Vorrang. Alles andere musste zurückstehen. Die NVA war anfangs eine Freiwilligenarmee. Die Wehrpflicht wurde 1962 eingeführt. Der Grundwehrdienst dauerte 18 Monate; zu ihm wurden Männer im Alter von 18 bis 26 Jahren eingezogen. Eine Verweigerung war nicht möglich. Gefängnis oder ein Strafeinsatz bei den gefürchteten Bausoldaten waren die Konsequenz. Sieben Geheimnisse will die Dokumentation schildern. Zum Beispiel die Angriffspläne der NVA. In den streng geheimen Operationsplänen für den Tag X war vorgesehen, in sieben Tagen die niederländische Grenze zu erreichen. Oder das Spitzel-Netz mit dem Spitznamen "Gummi-Ohren", die der Stasi unterstanden und in jede NVA-Einheit integriert waren.
Ausbeutung nach Plan - Zwangsarbeit im DDR-Gefängnis
D 2025
45'
Es ist ein dunkles Kapitel der Vergangenheit: Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen. Die Inhaftierten, darunter viele politische Gefangene, schufteten unter oftmals menschenunwürdigen Bedingungen. Schon ab den 1950er-Jahren war Gefangenenarbeit Pflicht - für Männer und Frauen. Fast alle waren ungeschult, nur unzureichend geschützt und mussten ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. So wie Edda Schönherz, einst bekannte Ansagerin des DDR-Fernsehens. Weil sie mit ihren Kindern die DDR verlassen wollte, wurde sie 1975 wegen "staatsfeindlicher Verbindungsaufnahme" verurteilt. Zwei Jahre saß sie im berüchtigten Frauengefängnis Hoheneck im Erzgebirge ein und musste dort im Dreischichtsystem für die Textilindustrie arbeiten. Die Strumpfhosen, die sie und andere Frauen zusammennähten, landeten später als Billigware in Warenhäusern und bei Versandhändlern im Westen - Knastarbeit für dringend benötigte Devisen. Holger Rossmann kam als Gefangener in das Chemiekombinat Bitterfeld, wo er kaum geschützt mit Giftstoffen Kontakt hatte. Es war einer der gefährlichsten Arbeitsplätze der DDR, an dem zivile Arbeiter nicht eingesetzt wurden. Unfälle gehörten zum Alltag. Weil Arbeitskräfte stets knapp waren in der DDR-Planwirtschaft, mussten Strafgefangene die Lücken stopfen. Ab den 1960er-Jahren gab es ein zentrales System für den Einsatz von Häftlingen in der Wirtschaft. Die Betriebe rissen sich regelrecht um die billigen und stets verfügbaren Arbeitskräfte. Rücksicht auf das Individuum gab es im System Zwangsarbeit nicht. Viele ehemalige Zwangsarbeiter leiden bis heute. "Terra X History" ordnet die Praxis der Zwangsarbeit in den Kontext der DDR-Geschichte ein, zeigt die Aufarbeitung dieses Kapitels nach der Wiedervereinigung - und fragt auch nach der Verantwortung westdeutscher Unternehmen wie Aldi, Ikea und der Deutschen Bahn, die von der Gefangenenarbeit profitierten.
40 Jahre teilen Stacheldraht und Minen Deutschland in Ost und West - trennt der Todesstreifen der innerdeutschen Grenze das Land. Für viele Deutsche wird er zum Schicksal. Im Film erzählen sie ihre Erlebnisse: darunter Flüchtlinge und Grenzsoldaten - und zwei Frauen aus Magdeburg. Sie sind die ersten DDR-Bürger, die am 9. November 1989 über die geöffnete Grenze fahren - bei Helmstedt, bevor in Berlin die Mauer fällt. Für die Deutschen im westlichen "Zonenrandgebiet" ist die Grenze zuweilen ein einträgliches Geschäft. Eine Million Touristen pro Jahr spülen Geld in die Taschen der einheimischen Wirtschaft, die auch von Steuererleichterungen und Investitionszulagen profitiert. Auf DDR-Seite hingegen führt in die fünf Kilometer breite "Sperrzone" an der Grenze ohne Sonderausweis kein Weg hinein oder heraus. In der Nacht gelten dort eine Ausgangssperre und ein Versammlungsverbot, um Fluchten im Schutze der Dunkelheit zu erschweren. Heute ist die ehemalige Grenze das "Grüne Band": ein einzigartiges Naturschutzgebiet, das sich mitten durch Deutschland schlängelt.
Sie holte Olympiagold, wurde zum Liebling der DDR-Oberen - und dennoch auch im Westen gefeiert: Kati Witt, die Eiskönigin aus dem Osten. Wie gelang ihr der Spagat zwischen den beiden Welten? Ihre Karriere begann im Sportsystem der DDR, doch ihr Talent machte sie zum globalen Star. "Terra X History" erzählt die Geschichte des deutschen Eiskunstlaufidols - ein Leben zwischen Systemtreue und Weltkarriere, zwischen Stasikontrolle und Freiheitsdrang. Schon früh habe man sehen können, dass aus Katarina Witt einmal ein Superstar werden würde, erinnert sich die heutige ZDF-Moderatorin Andrea Kiewel, Anfang der 1980er-Jahre Mitglied der DDR-Schwimm-Nationalmannschaft. Im Gegensatz zu vielen anderen DDR-Sportlern beherrschte Witt auch die Kunst, mit den Medien zu flirten - und wurde im kapitalistischen Westen bald "das schönste Gesicht des Sozialismus" genannt. Zwei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen, zahlreiche Welt- und Europameistertitel - errungen im Namen eines Staates, der seine "Goldkati" zugleich feierte und fürchtete. Aus Angst, sie könnte in den Westen fliehen, überwachte die Stasi sie rund um die Uhr - und protokollierte sogar ihr Sexleben. Gleichzeitig wurde sie mit Privilegien überhäuft und durfte als erste und einzige DDR-Sportlerin einen Profivertrag im Westen unterschreiben. Nach Mauerfall und Wiedervereinigung ermöglichte ihr das den Einstieg in eine internationale Karriere - während ihr Stern in der Heimat vorübergehend sank. Als sie sich 1998 für den "Playboy" fotografieren ließ, wurde das Heft ein Bestseller - neben dem Titel mit Marilyn Monroe soll es das einzige gewesen sein, das weltweit ausverkauft war. "Terra X History" zeigt die Geschichte einer Frau, die in Ost und West zur Legende wurde - und bis heute fasziniert.