Wie gut ist unser Kaffee?

Wie gut ist unser Kaffee? - Der große Test mit Nelson Müller

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Wie gut ist unser Kaffee?

Wie gut ist unser Kaffee? - Der große Test mit Nelson Müller

Essen und Trinken

Nelson Müller im großen Kaffee-Test: Kann Filterkaffee aus dem Discounter mit Markenware mithalten? Ist Nespresso nur teuer oder doch auch einfach gut? Und wie viel Kaffee ist noch gesund? Kaffee - fast 90 Prozent aller Deutschen trinken ihn, rund 70 Milliarden Tassen pro Jahr. Aber welcher Kaffee ist wirklich gut? Und was passiert, wenn man wochenlang nur noch Kaffee trinkt? Nelson Müller testet das beliebteste Getränk der Deutschen. Die Deutschen lieben Kaffee, besonders preiswerten Filterkaffee: Das Pfund kostet im Discounter mitunter weniger als drei Euro - Markenprodukte kosten dagegen mehr als acht Euro. Aber welcher schmeckt wirklich gut? Nelson Müller lässt in einem großen Vergleichstest erschmecken, welcher Filterkaffee sein Geld wert ist. Die echten Experten können die Qualität eines Kaffees schon an den Bohnen erkennen: Sie unterscheiden acht verschiedene Handelskategorien - nichts davon steht auf unseren Packungen. Auch beim Röstverfahren gibt es qualitative Unterschiede. Je nach Verfahren, enthält der Kaffee am Ende mehr Chlorogensäure und mehr Acrylamide - beides schädliche Nebenprodukte der Röstung, die unbedingt vermieden werden sollten. "ZDFzeit" untersucht die beliebtesten Kaffees der Deutschen auf ihre Inhaltsstoffe und nennt die Produkte mit der höchsten Belastung. Seit Jahren boomen Kaffee-Pads und Kapseln, bei denen für ein Pfund fast 30 Euro verlangt werden. Nelson Müller erklärt, wie es die Industrie mit trickreichem Marketing und durch die Bequemlichkeit der Deutschen geschafft hat, für das gleiche Produkt den Preis zu verzehnfachen und dabei noch der Umwelt durch viel Verpackung zu schaden. Doch es gibt Alternativen. Ob diese geschmacklich mithalten können, zeigt der Film. Kaffee wird seit langem mit gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht: Er wirke harntreibend, schädige das Herz, verfärbe Zähne und habe eine aufputschende Wirkung. Dem kleinen Espresso werden die meisten dieser Nachteile abgesprochen - was davon ist Wahrheit, was Legende? In einem Experiment sollen Freiwillige unter medizinischer Beobachtung nur Kaffee als Flüssigkeit zu sich nehmen. Wie der Körper reagiert und ab wann Kaffee wirklich schädlich ist - diesen Fragen geht Nelson Müller auf den Grund. Die Sendung "Wie gut ist unser Kaffee?" setzt die Dokumentationsreihe zu Ernährungsthemen mit Nelson Müller fort und informiert über Herkunft und Qualität unserer Lebensmittel.
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No-Name oder Marke? - Der große Lebensmittel-Test mit Nelson Müller

Essen und Trinken Lachs, Champagner und Sushi: Luxus gibt es auch beim Discounter. Aber kann das gut sein? Sternekoch Nelson Müller zeigt, wo man sparen kann. Und wo gute Qualität ihren Preis wert ist. In einer umfangreichen Verbraucherstudie untersucht Nelson Müller, was wirklich besser schmeckt: No-Name oder Marke. Er erklärt, wie bei Edel-Lebensmitteln gepfuscht wird. Denn von der Lust am kleinen Luxus profitieren vor allem Supermärkte und Discounter. Seit Sushi seinen Siegeszug in Deutschland angetreten hat, stehen auch im Supermarkt und beim Discounter praktische Boxen zum Mitnehmen bereit. Doch wie gut ist dieser frische Fisch zum kleinen Preis? Experten untersuchen Qualität, Geschmack und Keimbelastung - mit erstaunlichen Ergebnissen. Nelson Müller beleuchtet auch die Schattenseiten edler Lebensmittel: Büffelmozzarella gilt als aromatisch, selten und gesund. Doch die Wasserbüffel sind anspruchsvoll, und für die Kälber der Tiere gibt es keinen Markt. In Italien geht Nelson Müller der Frage nach, wie Tierwohl und Luxuslebensmittel zusammenpassen. Was edel klingt, kann sogar besonders billig sein. Lebensmitteltechniker Sebastian Lege zeigt, wie man aus billigstem Wein aus dem Tetra Pak einen bizzeligen Edel-Tropfen zaubert. Verkauft wird das am Ende als wohlklingender Secco Rosato - ein weiterer Trick der Lebensmittelindustrie. Nelson Müller bittet 100 Tester zur Verkostung: Lachs, Champagner und Serrano-Schinken, alles einmal von einem großen Markenhersteller und einmal in der Billig-Variante. Dabei zeigt sich in der Studie: Die No-Names können meist mithalten. Bei bestimmten Produkten hat die Marke aber die Nase geschmacklich vorn.
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Iglo, Frosta & Co. - Wie gut ist Tiefkühlkost?

Iglo, Frosta & Co. - Wie gut ist Tiefkühlkost? - Der große Test mit Nelson Müller

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Die großen Diktatoren DOKUMENTATION Hitler
Hitler gehörte zu den Machthabern, die sich wahnhaft in eine Ideologie verstiegen. Hitler war geradezu besessen von der Vorstellung höherwertiger und minderwertiger Rassen. "Es gibt wenige Herrscher, die ihre Ziele im Voraus so klar formuliert haben und sie dann auch in die Tat umsetzten", so Hitler-Forscher Eberhard Jäckel. Zwischen totalem Sieg und totaler Niederlage gab es keinen Raum. Der Hauptschuldige war das Judentum.
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ZDF-History DOKUMENTATION "Mein Kampf" - das gefährliche Buch, D 2015
Ende 2015 lief das Urheberrecht für Hitlers Hass-Schrift aus. Wie gefährlich sind seine Gedanken heute noch? Über elf Millionen Mal wurde das Buch bis 1945 verkauft. Doch gelesen hätten es nur wenige, so die einhellige Meinung der Deutschen nach dem Krieg. Ist das wahr? Der Film zeigt, wie "Mein Kampf" entstand, wirkte und was es über Hitlers Absichten schon damals verriet.
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Hitler und Mussolini GESCHICHTE Eine brutale Freundschaft, D 2007
Freunde oder Rivalen - Hitler und Mussolini waren einander in wechselnden Rollen verbunden. Sie brauchten einander trotz aller Unterschiede. Vereint waren sie in Größenwahn und Untergang. Die erste Folge des Zweiteilers von Hans von Brescius und Ullrich H. Kasten untersucht die Beziehung der beiden Diktatoren vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.
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Hitler und Mussolini GESCHICHTE Der Weg in den Untergang, D 2007
Am Anfang der Meister und sein ferner Bewunderer, dann Konkurrenten, schließlich Bündnispartner und Spießgesellen, zuletzt Kriegsherr der eine, der andere nur noch ein Vasall. Hitler, dessen politischer Fanatismus sich an der "Schmach von Versailles" entzündete, Mussolini, der sich vom Sozialisten zum glühenden Nationalisten wandelte. Beide wollten für ihre Großmachtpläne die europäische Nachkriegsordnung umstürzen.
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ZDF-History DOKUMENTATION Cäsarenwahn - Die Droge der Macht, D 2013
Er befällt vor allem die Mächtigen: der Cäsarenwahn. Wer von ihm getrieben ist, glaubt quasi göttlich zu sein. "ZDF-History" rekonstruiert die gigantomanischen Pläne von Kaisern und Diktatoren. Der Friedensnobelpreisträger Ludwig Quidde hat das Phänomen 1894 erstmals am Beispiel des römischen Kaisers Caligula beschrieben, der sich über Recht und Gesetz selbstherrlich hinwegsetzte und immer mehr in seiner Scheinwelt lebte.
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ZDF-History DOKUMENTATION Tyrann und Verführer - Muammar Gaddafi, D 2011
Gaddafi galt als brutal und rücksichtslos: Fast 42 Jahre lang herrschte der selbsternannte Revolutionsführer über das nordafrikanische Land. Der Film zeigt Aufstieg und Fall des Diktators. "Der Kerl ist ein Psychopath", meinte einst der ägyptische Präsident Anwar al-Sadat. Tatsächlich versetzte Gaddafi die westliche Welt jahrzehntelang durch Terroranschläge in Angst und Schrecken, wie etwa beim Bombenanschlag auf die Berliner Diskothek "La Belle" 1986. Oder beim Absturz der amerikanischen Pan-Am-Maschine über Lockerbie 1988. Lange Paria, dann Partner des Westens - immer wieder schmiedete der Gewaltherrscher neue politische Allianzen: Mal paktierte er mit den Briten und Franzosen, mal mit den Russen und Amerikanern. Von Tony Blair über Silvio Berlusconi, Nicolas Sarkozy und Condoleezza Rice bis hin zu Gerhard Schröder - alle schüttelten seine Hand. Fast alle Staatschefs hofierten ihn, schließlich zählt Libyen zu den größten Öl- und Gaslieferanten der Welt.
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Mao - Der Lange Marsch zur Macht GESCHICHTE
Die Chinesen verehrten ihn wie einen Gott: Mao Zedong. Seine Vision vom modernen China wurde zum Albtraum für sein Volk. Die Doku zeichnet die Karriere des "Großen Vorsitzenden" nach. Auf dem Höhepunkt seiner Macht jubelten Mao Millionen Chinesen auf dem Platz des Himmlischen Friedens zu. Er hat das Reich der Mitte nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs geeint und 1949 die Volksrepublik China ausgerufen.
ZDFinfo Doku
Attentate auf Franco GESCHICHTE Widerstand gegen einen Diktator, D 2016
Die Diktatur des Francisco Franco hatte Spanien von 1939 bis 1975 im Griff. Es gab vielfachen Widerstand gegen das Regime, bis hin zu zahlreichen Attentats-Versuchen gegen den "Generalissimus". Der Gedanke, Franco zu beseitigen und der Diktatur damit ein Ende zu setzen, war damals in vielen Gesellschaftsschichten verbreitet. Nach neuen Untersuchungen wurde insgesamt bis zu 30-mal der Versuch unternommen, den Diktator zu ermorden.
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Stalins letzte Säuberungen GESCHICHTE, D 2014
Januar 1953: Noch im Angesicht seines Todes erfindet Stalin einen weiteren imaginären Feind - jüdische Ärzte. Er organisiert eine brutale antisemitische Kampagne: die Ärzteverschwörung. Jüdische Ärzte wurden beschuldigt, die höchsten Würdenträger des sowjetischen Regimes getötet zu haben. In dieser Dokumentation erzählen Kinder und Freunde der Opfer zum ersten Mal von ihren Erfahrungen und ihrem Leid während dieser Schreckenszeit.
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Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Kein Geld für Kinder, D 2016
Fast jedes fünfte Kind in Deutschland gilt als arm oder armutsgefährdet. Mit am stärksten betroffen sind Kinder Alleinerziehender. Doch wie sieht das Leben und der Alltag dieser Kinder aus? Andrea L. wohnt mit ihren sechs Kindern in einem Reihenhaus. Die 44-Jährige würde gern als Hauswirtschafterin arbeiten gehen, aber der dafür erforderliche Kurs an der Volkshochschule kam nicht zustande. Sie leben von Hartz IV, Kindergeld und Unterhaltsvorschuss. Im Urlaub war Andrea zuletzt vor drei Jahren. Sie versucht alles, um die Wünsche der Kinder zu erfüllen. Während der Dreharbeiten kommt die neunjährige Matilda mit einem Elternbrief nach Hause. Für das Weihnachtsfrühstück in der Schule soll jedes Kind zehn Euro mitbringen. Aber kurz nach Monatsmitte sind in der Haushaltskasse nur noch etwas mehr als 100 Euro, zu wenig für ungeplante Ausgaben. Andrea muss absagen. Zwei Alleinerziehende, eine Familie mit Drillingen und eine Familie mit Migrationshintergrund gewähren Einblick in ihren Alltag. Wie geraten Familien in diese Notlage? Haben sie sich damit abgefunden oder versuchen sie, ihr zu entkommen? Wie erleben betroffene Kinder ihre Armut? Wie prägt sie das tägliche Leben der Familien? Wie reagiert ihre Umgebung darauf?
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Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Rentner in Not, D 2017
Umsonst geschuftet? Viele Rentner in Deutschland stellen sich diese Frage. Da trotz eines langen Arbeitslebens nur wenig für sie übrig bleibt, kämpfen sie gegen die Altersarmut. Mindestens jeder siebte Rentner gilt als armutsgefährdet, rund eine halbe Million erhält schon heute Grundsicherung. Wer nicht von seiner Rente leben kann, sucht einen Nebenjob. Doch die Arbeitsplätze für Ältere sind rar gesät, viele Jobs gehen auf die Knochen. Die "ZDF.reportage" trifft Menschen, die im Alter noch schuften müssen. Ob in Berlin, München oder im Ruhrgebiet, Altersarmut trifft fast immer die gleichen: Verkäuferinnen, Putzkräfte, Handwerker, Selbstständige. Die Arbeitsverträge sind kurz, der Verdienst ist gering - für die Rente kommt dadurch nur wenig zusammen. Frauen sind besonders häufig von Altersarmut betroffen. So wie Marion Z. aus Berlin. Nach Abzug aller Kosten lebt die 69-Jährige von 4,50 Euro am Tag. Ihr einziger Luxus: eine Monatskarte für den Bus und eine Tageszeitung. Verzweifelt sucht sie einen Minijob. Um ihre Chancen zu erhöhen, verschweigt sie ihre Schwerbehinderung. Dieter N. aus Dortmund hat lange Jahre als Schmelzer in der Schwerindustrie gearbeitet, doch auch seine Rente reicht nicht aus. Lebensmittel erhält er von der Tafel, Klamotten von der Kleiderkammer. Mit seinen 75 Jahren nutzt er jede Gelegenheit, um mit handwerklichen Arbeiten zusätzliches Geld zu verdienen. Ohne die Rente ihres Mannes wäre Renate R. im teuren München auf Grundsicherung angewiesen. Zusammen packen die beiden 75-Jährigen zweimal in der Woche Werbeprospekte in Zeitungen. Ein Job, der in die Beine und den Rücken geht, aber notwendig ist, um wenigstens ein bisschen Geld zur Seite legen zu können.
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Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Wohlstand in Gefahr?, D 2016
Die "Mitte" der Gesellschaft fürchtet den sozialen Abstieg. Trotz anhaltend hohem Wirtschaftswachstum nähern sich immer mehr Menschen mit ihrem Einkommen der Armutsgrenze. Wie die sechsköpfige Familie E. aus Niedersachsen. Sie hat sich über die Jahre einen bescheidenen Wohlstand aufgebaut. Doch die Fixkosten nahmen mit jedem Kind zu. Jetzt bleibt am Ende des Monats häufig nicht genug übrig, um Lebensmittel einzukaufen. Nur mit engen Freunden sprechen sie über ihre Sorge, die Rechnungen irgendwann nicht mehr bezahlen zu können. "Es ist ein gesellschaftliches Tabu. Man möchte einfach nicht als arm dastehen", sagt Mutter Ilona. Ein weiteres Beispiel: Denise D., 38 Jahre, lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Dresden. Die promovierte Psychologin und Neurowissenschaftlerin arbeitet an der Uni. Alle paar Monate bekommt sie einen neuen Vertrag, manchmal ist sie zwischen Projekten arbeitslos. Auch bei Familie D. wird der Alltag von Abstiegsängsten bestimmt: Die Wissenschaftlerin weiß nie, ob sie einen neuen Vertrag erhält, die Familie kann ihre Zukunft nicht fest an einem Ort planen. Die Einkünfte sind unregelmäßig, die Ausgaben steigen. Es ist fast unmöglich, Vermögen aufzubauen oder Rücklagen fürs Alter zu bilden, sagt Familie D.
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Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Wenn ein Job nicht reicht, D 2016
Morgens um halb vier trägt Andrea M. Zeitungen aus, bei Wind und Wetter. Bis sechs ist sie unterwegs. Länger darf sie nicht brauchen, um acht beginnt ihr Hauptjob - in einer Arztpraxis. Der Zustelldienst bringt Andrea rund 350 Euro im Monat. Geld, das sie braucht, um in München über die Runden zu kommen. Denn für immer mehr Menschen reicht ein Gehalt zum Leben nicht aus. Etwa fünf Prozent aller Erwerbstätigen haben einen angemeldeten Zweitjob. Das sind rund drei Millionen Multijobber. Viele von ihnen arbeiten im Hauptberuf vor allem in schlechter bezahlten Tätigkeiten von Handel und Service. Auch Janine Z. aus Duisburg sucht händeringend einen zweiten Job. Vor einem Jahr ging die Beziehung mit dem Vater ihres dreijährigen Sohnes Alesandro zu Ende; mit ihrem Sohn lebt sie in Duisburg. Janine arbeitet in Teilzeit als Einzelhandelskauffrau bei Aldi-Süd in Oberhausen. Eine Vollzeitstelle bekommt sie derzeit nicht. Und von der halben Stelle kann sie nicht leben. Sie würde fast alles machen: putzen, als Kurier fahren - egal. Doch die Arbeitssuche gestaltet sich als schwierig, da sie im Schichtdienst arbeitet. Deshalb ist sie nur begrenzt flexibel, was die Arbeitszeiten betrifft. Der Vater des Sohnes unterstützt sie, wo er kann, doch auch er arbeitet im Schichtdienst. Wenn Janine Spätschicht hat, dann holen entweder der Vater oder Oma und Opa den Kleinen ab. Ein zusätzliches Einkommen ist bitter nötig, aber ihren Jungen wird sie dann noch weniger sehen können. Andrea M. lebt bescheiden, für ihre Wohnung muss sie nur 540 Euro Miete zahlen, dank eines alten Mietvertrages. Aber mit dem Verdienst ihrer Halbtagsstelle in der Arztpraxis reicht es selbst für ein bescheidenes Leben in München nicht. Vor kurzem hat sie eine Aushilfsstelle in einem Obstladen gefunden. Mit diesem Verdienst kann sie es sich leisten, im Winter keine Zeitungen zuzustellen. Andrea kommt klar, sie hat keine großen Ansprüche.
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Das Rentendebakel GESELLSCHAFT UND SOZIALES, D 2016
Die drei Säulen der Altersvorsorge haben tiefe Risse: Die gesetzliche Rente reicht nicht mehr, das Riester-Modell gilt als gescheitert, und die Vorsorge über eine Betriebsrente bröckelt. Nur 47 Prozent der Geringverdiener haben überhaupt eine Betriebsrente. Die Regierung will dies ändern und neue Anreize für Unternehmen schaffen, eine Betriebsrente einzurichten. Dazu soll es unter anderem staatliche Zuschüsse geben. Gerade Minijobber oder Geringverdiener haben ein Problem, sich zusätzlich noch fürs Alter abzusichern. Es droht die Altersarmut. Um die Versorgungslücke zu schließen, sollen künftig mehr Menschen in eine Betriebsrente einzahlen. Eine Befreiung von Steuern und Sozialabgaben ist im Gespräch. Auch sollen die Unternehmen in Zukunft nicht mehr garantieren müssen, wie hoch die Betriebsrente sein wird. Mit einem Zuschuss von 144 Euro pro Jahr will man einen zusätzlichen Anreiz schaffen. "ZDFzoom" nimmt die Pläne der Bundesregierung unter die Lupe und geht der Frage nach: Kann die geplante Rentenreform die Versorgungslücke schließen oder ist sie nur ein Tropfen auf den heißen Stein? Der Autor der Dokumentation, Detlef Schwarzer, trifft Menschen, die von Altersarmut und einer zu niedrigen Rente betroffen sind sowie Unternehmer, die durch die hohen Betriebsrentenzahlungen Insolvenz anmelden mussten. Mehr unter www.zoom.zdf.de
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Wie der letzte Penner? - Obdachlos in Deutschland REPORTAGE
In den Großstädten gehören sie zum Straßenbild - Menschen, die in Fußgängerzonen und an Bahnhöfen betteln, Pfandflaschen sammeln oder mit ihrem Hab und Gut durch die Gegend ziehen. Doch wo und wie leben diese Menschen? Welche Wünsche haben sie? Wie überleben sie ohne Dach über dem Kopf? Und wie verbringen sie ihre "Freizeit"? "Spiegel TV"-Reporter Thomas Kasper hat sich im Norden, Süden, Osten und Westen Deutschlands auf die Suche gemacht. Im Norden begegnet er Locke und Moni. Die beiden leben in einem Obdachlosenheim und träumen von ihrer ersten eigenen Wohnung. Im Osten haust Ronny im Zelt unter einer Brücke und freut sich auf seinen 30. Geburtstag. Doch als es so weit ist, geht es ihm schlechter als je zuvor. Im Süden flüchtet sich ein 81-jähriger, wortgewaltiger Intellektueller in philosophische Diskussionen, um zumindest geistig dem Elend zwischen Abfalleimer und nächtlicher Parkbank zu entfliehen. Im Westen ist ein engagierter Mediziner und Universitätsprofessor an den sozialen Brennpunkten tätig. Dr. Gerhard Trabert, Arzt und Obdachlosenexperte, erklärt gesellschaftliche Zusammenhänge, die helfen, ein Phänomen zu erfassen, das immer rasanter wächst: Obdachlosigkeit in Deutschland.
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Deutschland ganz unten - Die Not der Obdachlosen GESELLSCHAFT UND SOZIALES, D 2017
Trotz Arbeit keine Wohnung - Thomas Moses hat kein eigenes Dach über dem Kopf. So wie ihm geht es vielen Menschen in Deutschland. ZDFinfo begibt sich auf Spurensuche. In Deutschland gibt es keine Statistiken zu Obdachlosigkeit. Nach Schätzungen wird es bis 2018 bundesweit 536 000 Menschen geben, die keine Wohnung haben. ZDFinfo fragt, warum so viele auf der Straße landen.
ZDFinfo Doku
22qm Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Leben auf kleinstem Raum, D 2016
"37°" begleitet über ein halbes Jahr lang den Hausmeister Joop Snel und mehrere Bewohner des sogenannten "Bullenklosters", ein Wohnsilo in Kiel. Als "Abschaum" werden die Bewohner der Hamburger Chaussee 63 von vielen beschimpft. Hier ziehen die meisten ein, weil die Alternative Obdachlosigkeit wäre. Doch wer sind diese Menschen, die in insgesamt 266 Einzimmerwohnungen à 22 Quadratmeter leben? Sascha Schmidt lebte bis vor einem Dreivierteljahr in einer Zweizimmerwohnung in Hamburg. Er hatte ein finanziell sorgenfreies Leben, genug Geld, um sich jeden Wunsch zu erfüllen. Egal, ob Urlaub, Kleidung oder Essen gehen - alles war möglich. Doch dann erlitt er ein Burnout. Er beschloss, in seine Heimat Kiel zurückzukehren und landete in dem Wohnsilo. Wie die meisten Bewohner kam auch er mit nichts außer einer Reisetasche an. Er war am Tiefpunkt seines bisherigen Lebens angekommen. Vor viereinhalb Jahren floh Marlies Schneider vor ihrem gewalttätigen Ehemann ins "Bullenkloster". Mit ihrem Ex-Mann hat sie zwei inzwischen erwachsene Söhne. Bevor Marlies in das Haus mit dem schlechten Ruf zog, lebte sie mit ihrer Familie in einem Haus in einem Kieler Vorort. Dort führte sie allerdings ein komplett von ihrem Ex-Mann dominiertes und kontrolliertes Leben. Beide Söhne haben den Kontakt zu ihr abgebrochen, auch, weil sie sich für den neuen Wohnort ihrer Mutter schämen. Wolfgang Rutenberger hat 32 Jahre als Lagerist in einer großen Firma gearbeitet. Doch seine Rente reicht nur für ein Ein-Zimmer-Appartement in dem in Kiel bekannten Haus. Für ihn ist es eine große Ungerechtigkeit, "dass jemand, der sein ganzes Leben gearbeitet hat, mit seiner Rente nur knapp über dem Hartz-IV-Satz liegt". Der Vater von zwei Töchtern verlor bei einem tragischen Autounfall seine Frau. Bis zu seiner Rente lebte er in einer schönen Zweizimmer-Wohnung. Doch die konnte er sich nicht mehr leisten. Der Hausmeister Joop Snel versucht seit gut zehn Jahren, Ordnung in das Haus zu bringen und greift ein, wenn seiner Meinung nach die Behörden versagen. Der Holländer ist der wichtigste Dreh- und Angelpunkt im Haus. Die Tür zu seinem Büro steht den ganzen Tag offen, und er kennt jeden Bewohner persönlich. Er ist nicht nur der Hausmeister, sondern auch "Psychologe, Sozialarbeiter und einfach Mädchen für alles", so Snel. Wenn die Adresse zum Stigma wird - "37°" zeigt Menschen und Schicksale hinter den Türen des sogenannten "Bullenklosters" in Kiel.
ZDFinfo Show
Essen vom Fließband ESSEN UND TRINKEN In der Molkerei
Milch, Käse und Butter gehören bei vielen Menschen zum täglichen Speiseplan. Doch woher kommen die Produkte und wie werden sie hergestellt? ZDFinfo fragt nach. Die Dokumentation betrachtet den Weg der Milch von der Kuh bis in den Karton. Gregg Wallace lässt sich zeigen, wie aus Rohmilch trinkfertige Voll- oder Magermilch wird, und warum Roboter immer mehr Bereiche der Milchproduktion übernehmen. ZDFinfo schaut hinter die Kulissen der Massenfertigung von beliebten Nahrungsmitteln. Die Dokumentation begleitet den Produktionsprozess 24 Stunden lang, vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt, und liefert dazu spannende Hintergrundinformationen - gemeinsam mit Historikerin Ruth Goodman, die die geschichtliche Bedeutung der Nahrungsmittel beleuchtet.
ZDFinfo Show
Essen vom Fließband ESSEN UND TRINKEN In der Brotfabrik
Vom Weizen über die Mühle und Fabrik bis hin zum fertigen Brot - ZDFinfo zeigt, wie Toastbrot hergestellt wird. Dabei gibt es einige Überraschungen. Britische Großbäckereien produzieren rund 12 Millionen Brote am Tag. ZDFinfo schaut hinter die Kulissen der Massenfertigung von beliebten Nahrungsmitteln. Die Dokumentation begleitet den Produktionsprozess 24 Stunden lang, vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt. Sie liefert dazu spannende Hintergrundinformationen - gemeinsam mit Historikerin Ruth Goodman, die die geschichtliche Bedeutung der Nahrungsmittel beleuchtet.
ZDFinfo Show
No-Name oder Marke? ESSEN UND TRINKEN Der große Lebensmittel-Test mit Nelson Müller (Folge: 2), D 2017
Lachs, Champagner und Sushi: Luxus gibt es auch beim Discounter. Aber kann das gut sein? Sternekoch Nelson Müller zeigt, wo man sparen kann. Und wo gute Qualität ihren Preis wert ist. In einer umfangreichen Verbraucherstudie untersucht Nelson Müller, was wirklich besser schmeckt: No-Name oder Marke. Er erklärt, wie bei Edel-Lebensmitteln gepfuscht wird. Denn von der Lust am kleinen Luxus profitieren vor allem Supermärkte und Discounter. Seit Sushi seinen Siegeszug in Deutschland angetreten hat, stehen auch im Supermarkt und beim Discounter praktische Boxen zum Mitnehmen bereit. Doch wie gut ist dieser frische Fisch zum kleinen Preis? Experten untersuchen Qualität, Geschmack und Keimbelastung - mit erstaunlichen Ergebnissen. Nelson Müller beleuchtet auch die Schattenseiten edler Lebensmittel: Büffelmozzarella gilt als aromatisch, selten und gesund. Doch die Wasserbüffel sind anspruchsvoll, und für die Kälber der Tiere gibt es keinen Markt. In Italien geht Nelson Müller der Frage nach, wie Tierwohl und Luxuslebensmittel zusammenpassen. Was edel klingt, kann sogar besonders billig sein. Lebensmitteltechniker Sebastian Lege zeigt, wie man aus billigstem Wein aus dem Tetra Pak einen bizzeligen Edel-Tropfen zaubert. Verkauft wird das am Ende als wohlklingender Secco Rosato - ein weiterer Trick der Lebensmittelindustrie. Nelson Müller bittet 100 Tester zur Verkostung: Lachs, Champagner und Serrano-Schinken, alles einmal von einem großen Markenhersteller und einmal in der Billig-Variante. Dabei zeigt sich in der Studie: Die No-Names können meist mithalten. Bei bestimmten Produkten hat die Marke aber die Nase geschmacklich vorn.
ZDFinfo Doku
Iglo, Frosta & Co. - Wie gut ist Tiefkühlkost? DOKUMENTATION Der große Test mit Nelson Müller, D 2016
Pizza, Torte und buntes Gemüse, alles gibt es als Tiefkühlprodukt. Wahnsinnig günstig - aber auch gut? Nelson Müller entlarvt die Tricks der Hersteller. Und zeigt Gutes aus der Tiefkühltruhe. Welche Pizza kann im Geschmackstest überzeugen? Lohnt es sich, zur tiefgefrorenen Schwarzwälder Kirschtorte zu greifen? Und wie viele Vitamine überleben monatelanges Einfrieren? Der große Test mit Nelson Müller beantwortet die Frage: Wie gut ist Tiefkühlkost? Produkte aus dem Eisfach sind die heimlichen Stars im Supermarkt: 13 Milliarden Euro setzt die Branche jährlich um. Mit fast vier Millionen Tonnen verkaufter Ware eine riesige Industrie, die einen Großteil ihres Umsatzes mit Fertiggerichten macht. Aber so beliebt Tiefkühlkost auch ist, so schlecht ist ihr Ruf - zu Recht? In zahlreichen Tests werden die beliebtesten Produkte aus der Tiefkühltruhe unter die Lupe genommen. Fischstäbchen, Fleisch und Vanille-Eis. Was davon ist gut, günstig und überzeugt selbst einen Sternekoch? Nelson Müller gibt Antworten - bei "ZDFzeit".
ZDFinfo Show
Wie gut ist unser Kaffee? ESSEN UND TRINKEN Der große Test mit Nelson Müller, D 2015
Nelson Müller im großen Kaffee-Test: Kann Filterkaffee aus dem Discounter mit Markenware mithalten? Ist Nespresso nur teuer oder doch auch einfach gut? Und wie viel Kaffee ist noch gesund? Kaffee - fast 90 Prozent aller Deutschen trinken ihn, rund 70 Milliarden Tassen pro Jahr. Aber welcher Kaffee ist wirklich gut? Und was passiert, wenn man wochenlang nur noch Kaffee trinkt? Nelson Müller testet das beliebteste Getränk der Deutschen. Die Deutschen lieben Kaffee, besonders preiswerten Filterkaffee: Das Pfund kostet im Discounter mitunter weniger als drei Euro - Markenprodukte kosten dagegen mehr als acht Euro. Aber welcher schmeckt wirklich gut? Nelson Müller lässt in einem großen Vergleichstest erschmecken, welcher Filterkaffee sein Geld wert ist. Die echten Experten können die Qualität eines Kaffees schon an den Bohnen erkennen: Sie unterscheiden acht verschiedene Handelskategorien - nichts davon steht auf unseren Packungen. Auch beim Röstverfahren gibt es qualitative Unterschiede. Je nach Verfahren, enthält der Kaffee am Ende mehr Chlorogensäure und mehr Acrylamide - beides schädliche Nebenprodukte der Röstung, die unbedingt vermieden werden sollten. "ZDFzeit" untersucht die beliebtesten Kaffees der Deutschen auf ihre Inhaltsstoffe und nennt die Produkte mit der höchsten Belastung. Seit Jahren boomen Kaffee-Pads und Kapseln, bei denen für ein Pfund fast 30 Euro verlangt werden. Nelson Müller erklärt, wie es die Industrie mit trickreichem Marketing und durch die Bequemlichkeit der Deutschen geschafft hat, für das gleiche Produkt den Preis zu verzehnfachen und dabei noch der Umwelt durch viel Verpackung zu schaden. Doch es gibt Alternativen. Ob diese geschmacklich mithalten können, zeigt der Film. Kaffee wird seit langem mit gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht: Er wirke harntreibend, schädige das Herz, verfärbe Zähne und habe eine aufputschende Wirkung. Dem kleinen Espresso werden die meisten dieser Nachteile abgesprochen - was davon ist Wahrheit, was Legende? In einem Experiment sollen Freiwillige unter medizinischer Beobachtung nur Kaffee als Flüssigkeit zu sich nehmen. Wie der Körper reagiert und ab wann Kaffee wirklich schädlich ist - diesen Fragen geht Nelson Müller auf den Grund. Die Sendung "Wie gut ist unser Kaffee?" setzt die Dokumentationsreihe zu Ernährungsthemen mit Nelson Müller fort und informiert über Herkunft und Qualität unserer Lebensmittel.
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Die Tricks der Lebensmittelindustrie WIRTSCHAFT UND KONSUM Light-Produkte, Veggie-Wurst & Co., D 2017
Viele möchten sich vitaminreich, fettarm oder fleischfrei ernähren. Mit welchen Tricks gelingt es Lebensmittelherstellern, auch gesundheitsbewusste Kunden anzusprechen? "ZDFzeit" klärt auf. Mit unterhaltsamen Experimenten und verblüffenden Tests gewährt Lebensmitteltechniker Sebastian Lege Einblick in die cleveren technischen Verfahren, mit denen Massenware für Gesundheitsbewusste hergestellt wird. Manchmal zu Lasten der Qualität, aber nicht immer. Gesundes Essen - wir verbinden es unmittelbar mit Frische, nahrhaften Vitaminen und einer geringen Kalorienzahl. Doch nur von Obst und Gemüse oder frisch gekauftem Fleisch oder Fisch ernähren sich die wenigsten. Gesundes Essen soll nämlich nicht nur leicht und lecker, sondern auch bequem sein: am besten schon fertig zubereitet, aber gleichzeitig frisch, vitaminreich und immer verfügbar. Die Lebensmittelindustrie hat längst auf diese Bedürfnisse reagiert und zahlreiche verarbeitete Lebensmittel in unsere Supermärkte gebracht: bunte Smoothies, probiotische Joghurts, Fruchtriegel verschiedenster Geschmackssorten. Die Prozesse, die hinter der Erzeugung solcher Produkte stecken, sind für uns oft undurchschaubar, doch eins ist sicher: Auch gesundes Essen ist häufig industriell hergestellte Massenware. Denn billig soll es auch noch sein. Um den hohen Anforderungen der Verbraucher gerecht zu werden, macht die Lebensmittelindustrie Tag für Tag das Unmögliche möglich: Sie produziert Form-Erdbeeren, die aus Rosinen gemacht werden, Fleischgeschmack ohne Fleisch und - buchstäblich unter Hochdruck - ewig haltbare, frische Fruchtsäfte. Manche dieser Tricks ärgern uns, manche erscheinen eklig, erstaunlich oder einfach nur genial. Dabei trickst die Industrie nicht nur uns und unsere Sinne aus, sondern auch die Natur. Zirka 60 Kilogramm Fleisch isst der Durchschnittsdeutsche im Jahr. Zu viel, wenn es nach Gesundheitsexperten geht. 10 Prozent der Deutschen sind Vegetarier, 41 Prozent planen, weniger tierische Lebensmittel zu essen. Doch der Verzicht fällt offensichtlich schwer. Denn im Supermarkt finden sich immer mehr Fleischersatzprodukte: Grillwürste aus Soja, Steak aus Lupinen und Schnitzel aus Seitan - alles ohne Fleisch, aber mit Fleischgeschmack. Und das soll schmecken? Und ist das wirklich gesünder für Mensch und Umwelt? Lebensmittelentwickler und Branchenkenner Sebastian Lege schaut hinter die Kulissen riesiger Fabriken, bastelt Supermarkt-Produkte in seiner Werkstatt nach, lässt Otto-Normal-Verbraucher Kostproben bewerten und holt bei Experten fachmännische Urteile ein. Ganz ohne Tricks geht nichts in der Lebensmittelindustrie - auch nicht beim gesunden Essen.
ZDFinfo
Die Tricks der Lebensmittelindustrie WIRTSCHAFT UND KONSUM Turbo-Salami, Tütensuppen & Co., D 2017
Wie gelingt es der Industrie, Lebensmittel mit möglichst wenig Zeit- und Kostenaufwand herzustellen? Und wie sehr leidet dabei die Qualität? Branchen-Insider Sebastian Lege klärt auf. Zeit ist Geld, auch beim Essen. Da sind sich Kunden und Hersteller einig. Die einen wollen eine schnelle Mahlzeit für wenig Geld, die anderen möglichst fix Geld verdienen. Teils simple, teils ausgebuffte Tricks sorgen dafür, dass beide Seiten auf ihre Kosten kommen. Trotz des Bio-Trends regiert in Deutschland immer noch vor allem ein zeitloses Duo: schnell & billig. Kein Wunder also, dass sich zum Beispiel Tiefkühlgerichte nach wie vor ungeheuer gut verkaufen: Rund 3300 Millionen Kilogramm davon verputzen wir Deutschen durchschnittlich pro Jahr, das sind knapp 41 Kilogramm pro Kopf. Heute kommen doppelt so viele Tiefkühllebensmittel auf den Tisch wie noch 1985, vor allem, weil Hektik und Zeitnot den Alltag bestimmten, sagen Verbraucher in Umfragen. Hinzu kommen Fertiggerichte aus der Konserve wie Königsberger Klopse oder Rouladen sowie Klassiker wie Dosenobst und -gemüse. Außerdem beliebt - auch am Arbeitsplatz - sind Tütensuppen oder Mikrowellengerichte. Das Angebot ist riesig, die Konkurrenz hart, und der Kunde schaut auf jeden Cent. Für Hersteller eine echte Herausforderung, auf diesem umkämpften Markt zu bestehen. Wie schaffen es die Anbieter, immer neue preisgünstige Nahrungsmittel zu entwickeln, die möglichst schnell verzehrfertig sein sollen, aber auch noch gut schmecken? Sie greifen tief in die Schublade von Chemie, Physik und Psychologie und nutzen teils kuriose, teils simple Tricks. Produktentwickler Sebastian Lege kennt die Tricks der Lebensmittelindustrie. Für "ZDFzeit" nimmt er die industriellen Gaumenfreuden genauer unter die Lupe. Und er demonstriert, was das Motto "Zeit ist Geld" zum Beispiel bei der Salami-Herstellung bedeutet. Künstliche sogenannte "Reifebeschleuniger" verkürzen die Herstellungszeit so drastisch, dass traditionelle Metzger nur den Kopf schütteln. Doch schmeckt die Turbo-Wurst deshalb wirklich schlechter als eine ordentlich lang gereifte und luftgetrocknete Salami? Und warum haben Kartoffeln in Fertiggerichten oft eine besonders gelbe Farbe oder einen seltsamen Beigeschmack? Experimente im Testlabor, Geschmackstests auf der Straße und Besuche bei industriellen Herstellern illustrieren, welche Tricks dafür sorgen, dass wir schnell und preiswert satt werden - und welcher üble Beigeschmack dabei manchmal bleibt.
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Wer schlägt McDonald's? ESSEN UND TRINKEN Das große Fastfood-Duell mit Nelson Müller, D 2016
McDonald's ist der unangefochtene Marktführer auf dem deutschen Fastfood-Markt. Doch es kriselt: In welchen Bereichen ist der Platzhirsch noch super, und wo leistet er sich Schwächen? Nordsee verspricht frischen Fisch, KFC puren Hühnchengeschmack, die meisten Filialen hat seit Kurzem Subway - und dann ist da noch Burger King, der angeschlagene Mitbewerber, der sich neu positionieren will. Wer schlägt McDonald's? Das Fastfood-Duell. Wer zu Fastfood greift, erwartet schnelles Essen zum kleinen Preis. Doch welche Anbieter sind wirklich günstig? Wir machen den großen Praxistest und vergleichen bei hunderten Kunden von McDonald's, Burger King, Nordsee und Subway, wie viel Geld sie tatsächlich im Restaurant ausgegeben haben. McDonald's müht sich seit Jahren um ein grüneres Image und gesündere Essens-Angebote. Wir wollen wissen: Wer schlägt McDonald's in Sachen Gesundheit, wer hat die besseren Produkte im Sortiment? Wir vergleichen im Langzeittest die Menüs der Anbieter: Wo isst es sich gut und gesund? Burger King hatte vor zwei Jahren mit einem Hygiene-Skandal zu kämpfen. Unter hohem Kostendruck wurde bei den Zutaten und der Verarbeitung geschlampt. Investigative Recherchen bei den deutschen Fastfood-Ketten bringen zutage, wie es hinter den Kulissen heute aussieht. In der Dokumentation mit Nelson Müller geht es auch um die Frage des Geschmacks. Wir servieren im Bistro des Sternekochs die Original-Produkte der Fastfood-Riesen. Schmecken die Gäste, dass das Essen direkt vom Burger-Brater um die Ecke stammt? "Wer schlägt McDonald's?" - das große Fastfood-Duell mit Sternekoch Nelson Müller.
ZDFinfo Show
Hühnchen, Nuggets & Co. - Wie gut sind Geflügelprodukte? ESSEN UND TRINKEN, D 2016
Geflügel gilt als das gesündeste Fleisch überhaupt. Es ist günstig und vielfältig zuzubereiten. Wie steht es aber um Qualität, Aufzucht und Geschmack? Wer bietet die beste Ware? Im Vergleichstest nimmt Sternekoch Nelson Müller Chicken Nuggets unter die Lupe: Welcher Hersteller versteckt minderwertiges Fleisch unter der Panade? Und ist es wirklich gut für die Gesundheit, nur Geflügelprodukte zu essen? Ein Experiment geht der Frage nach. Die meisten Verbraucher wünschen sich eine artgerechte Haltung und Aufzucht von Hühnern. Doch nur zwei Prozent des Geflügels werden in Deutschland in Bio-Qualität verkauft. Das liegt vor allem an den großen Preisunterschieden. Warum ein Bio-Huhn mitunter dreimal so teuer ist wie ein konventionelles, zeigt Sternekoch Nelson Müller in der Dokumentation. Produktentwickler Sebastian Lege führt vor, mit welchen Tricks die Industrie Chicken Nuggets möglichst billig herstellt: mit Formfleisch und viel Panade. Wie aber steht es um die Qualität der Nuggets bei den großen Anbietern McDonald's, Burger King und in den Supermärkten? Die Laboranalyse bringt Erstaunliches zutage: Die günstigsten Nuggets werden tatsächlich aus dem besten Fleisch hergestellt. Das weiße Geflügelfleisch gilt aus gesundheitlicher Sicht als besonders gut. In einem Experiment bittet Nelson Müller Probanden, sich beim Fleisch vier Wochen lang ganz auf Geflügel zu beschränken. Mit unerwarteten Veränderungen bei den Blutwerten der Beteiligten. Die Dokumentation beleuchtet alle Seiten des beliebten Hühnerfleischs: von der Aufzucht über die Verarbeitung bis hin zum genussvollen Verzehr. Und zeigt, wie gut wir uns ernähren können, wenn wir mehr über die Hintergründe wissen.
ZDFinfo Show
No-Name oder Marke? ESSEN UND TRINKEN Der große Lebensmittel-Test mit Nelson Müller (Folge: 1), D 2017
Cola, Wasser oder Bananen - vieles gibt es als No-Name und als Markenware. Nelson Müller zeigt, wann sich "billig" lohnt, wo das gleiche drinsteckt und wie die Industrie am Preis dreht. Im umfangreichen Verbrauchertest untersucht Nelson Müller, was wirklich besser schmeckt: No-Name oder Marke. Er fragt, warum wir trotz billiger Angebote oft das teure kaufen. Und er zeigt, wie beliebte Markenartikel von der Konkurrenz im No-Name-Look kopiert werden. Nelson Müller bittet 100 Tester zur Verkostung: Frischkäse, Nuss-Nougat-Creme, Orangensaft, Chips und Joghurt - alles einmal von einem großen Markenhersteller und einmal in der Billig-Variante. Dabei zeigt sich: Die No-Names können durchaus mithalten. Bei bestimmten Produkten haben die Markenprodukte im "ZDFzeit"-Experiment aber die Nase geschmacklich vorn. Preislich sind die No-Name-Lebensmittel billiger als die Markenware - das denkt man zumindest. Doch tatsächlich bringt eine umfangreiche Preis-Analyse ans Tageslicht, dass No-Name-Artikel lediglich preislich stabil sind, aber keinesfalls jederzeit günstiger. Am Preis der Markenartikel schraubt der Lebensmittelhandel nämlich ständig. Bei Werbeaktionen kommt es deshalb sogar vor, dass die Markenware den No-Name-Preis unterbietet. Zufall oder System? Nelson Müller erklärt, was dahintersteckt. Ein cleverer Trick der Lebensmittelindustrie: Es werden einfach neue Produktkategorien erfunden. Seit einiger Zeit werden im Supermarkt vermehrt "Fruchtaufstriche" angeboten. Klingt wie Marmelade oder Konfitüre, ist es aber nicht. Dafür schafft die neue Bezeichnung ungeahnte Spielräume: Lebensmitteltechniker Sebastian Lege zeigt, wie die Hersteller bei Fruchtaufstrichen viel Geld sparen können. Denn in einem solchen Produkt kann noch ganz anderes verarbeitet werden als nur Frucht und Zucker.
ZDFinfo Doku
Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Rentner in Not, D 2017
Umsonst geschuftet? Viele Rentner in Deutschland stellen sich diese Frage. Da trotz eines langen Arbeitslebens nur wenig für sie übrig bleibt, kämpfen sie gegen die Altersarmut. Mindestens jeder siebte Rentner gilt als armutsgefährdet, rund eine halbe Million erhält schon heute Grundsicherung. Wer nicht von seiner Rente leben kann, sucht einen Nebenjob. Doch die Arbeitsplätze für Ältere sind rar gesät, viele Jobs gehen auf die Knochen. Die "ZDF.reportage" trifft Menschen, die im Alter noch schuften müssen. Ob in Berlin, München oder im Ruhrgebiet, Altersarmut trifft fast immer die gleichen: Verkäuferinnen, Putzkräfte, Handwerker, Selbstständige. Die Arbeitsverträge sind kurz, der Verdienst ist gering - für die Rente kommt dadurch nur wenig zusammen. Frauen sind besonders häufig von Altersarmut betroffen. So wie Marion Z. aus Berlin. Nach Abzug aller Kosten lebt die 69-Jährige von 4,50 Euro am Tag. Ihr einziger Luxus: eine Monatskarte für den Bus und eine Tageszeitung. Verzweifelt sucht sie einen Minijob. Um ihre Chancen zu erhöhen, verschweigt sie ihre Schwerbehinderung. Dieter N. aus Dortmund hat lange Jahre als Schmelzer in der Schwerindustrie gearbeitet, doch auch seine Rente reicht nicht aus. Lebensmittel erhält er von der Tafel, Klamotten von der Kleiderkammer. Mit seinen 75 Jahren nutzt er jede Gelegenheit, um mit handwerklichen Arbeiten zusätzliches Geld zu verdienen. Ohne die Rente ihres Mannes wäre Renate R. im teuren München auf Grundsicherung angewiesen. Zusammen packen die beiden 75-Jährigen zweimal in der Woche Werbeprospekte in Zeitungen. Ein Job, der in die Beine und den Rücken geht, aber notwendig ist, um wenigstens ein bisschen Geld zur Seite legen zu können.
ZDFinfo Doku
Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Wohlstand in Gefahr?, D 2016
Die "Mitte" der Gesellschaft fürchtet den sozialen Abstieg. Trotz anhaltend hohem Wirtschaftswachstum nähern sich immer mehr Menschen mit ihrem Einkommen der Armutsgrenze. Wie die sechsköpfige Familie E. aus Niedersachsen. Sie hat sich über die Jahre einen bescheidenen Wohlstand aufgebaut. Doch die Fixkosten nahmen mit jedem Kind zu. Jetzt bleibt am Ende des Monats häufig nicht genug übrig, um Lebensmittel einzukaufen. Nur mit engen Freunden sprechen sie über ihre Sorge, die Rechnungen irgendwann nicht mehr bezahlen zu können. "Es ist ein gesellschaftliches Tabu. Man möchte einfach nicht als arm dastehen", sagt Mutter Ilona. Ein weiteres Beispiel: Denise D., 38 Jahre, lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Dresden. Die promovierte Psychologin und Neurowissenschaftlerin arbeitet an der Uni. Alle paar Monate bekommt sie einen neuen Vertrag, manchmal ist sie zwischen Projekten arbeitslos. Auch bei Familie D. wird der Alltag von Abstiegsängsten bestimmt: Die Wissenschaftlerin weiß nie, ob sie einen neuen Vertrag erhält, die Familie kann ihre Zukunft nicht fest an einem Ort planen. Die Einkünfte sind unregelmäßig, die Ausgaben steigen. Es ist fast unmöglich, Vermögen aufzubauen oder Rücklagen fürs Alter zu bilden, sagt Familie D.
ZDFinfo Doku
Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Wenn ein Job nicht reicht, D 2016
Morgens um halb vier trägt Andrea M. Zeitungen aus, bei Wind und Wetter. Bis sechs ist sie unterwegs. Länger darf sie nicht brauchen, um acht beginnt ihr Hauptjob - in einer Arztpraxis. Der Zustelldienst bringt Andrea rund 350 Euro im Monat. Geld, das sie braucht, um in München über die Runden zu kommen. Denn für immer mehr Menschen reicht ein Gehalt zum Leben nicht aus. Etwa fünf Prozent aller Erwerbstätigen haben einen angemeldeten Zweitjob. Das sind rund drei Millionen Multijobber. Viele von ihnen arbeiten im Hauptberuf vor allem in schlechter bezahlten Tätigkeiten von Handel und Service. Auch Janine Z. aus Duisburg sucht händeringend einen zweiten Job. Vor einem Jahr ging die Beziehung mit dem Vater ihres dreijährigen Sohnes Alesandro zu Ende; mit ihrem Sohn lebt sie in Duisburg. Janine arbeitet in Teilzeit als Einzelhandelskauffrau bei Aldi-Süd in Oberhausen. Eine Vollzeitstelle bekommt sie derzeit nicht. Und von der halben Stelle kann sie nicht leben. Sie würde fast alles machen: putzen, als Kurier fahren - egal. Doch die Arbeitssuche gestaltet sich als schwierig, da sie im Schichtdienst arbeitet. Deshalb ist sie nur begrenzt flexibel, was die Arbeitszeiten betrifft. Der Vater des Sohnes unterstützt sie, wo er kann, doch auch er arbeitet im Schichtdienst. Wenn Janine Spätschicht hat, dann holen entweder der Vater oder Oma und Opa den Kleinen ab. Ein zusätzliches Einkommen ist bitter nötig, aber ihren Jungen wird sie dann noch weniger sehen können. Andrea M. lebt bescheiden, für ihre Wohnung muss sie nur 540 Euro Miete zahlen, dank eines alten Mietvertrages. Aber mit dem Verdienst ihrer Halbtagsstelle in der Arztpraxis reicht es selbst für ein bescheidenes Leben in München nicht. Vor kurzem hat sie eine Aushilfsstelle in einem Obstladen gefunden. Mit diesem Verdienst kann sie es sich leisten, im Winter keine Zeitungen zuzustellen. Andrea kommt klar, sie hat keine großen Ansprüche.
ZDFinfo Doku
Szene Deutschland - Unter Junkies DROGEN
Wenn über Drogen gesprochen wird, dann hört man heute meist von Party-­ oder Designerdrogen, von Ketamin, Amphetamin oder Crystal Meth. Doch die gefährlichste Droge ist und bleibt Heroin. Jeder Zweite der jährlich etwa 1000 Drogentoten in Deutschland stirbt an Heroin. Seit einigen Jahren ist die Droge jedoch aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Warum eigentlich? Der Film begibt sich auf Spurensuche und zeigt die Macht des weißen Pulvers.
ZDFinfo Doku
Die neuen Drogen - Rausch ohne Risiko? DROGEN, GB 2014
Heute sind mehr Drogen im Umlauf als jemals zuvor. Jeder Dritte hat sie schon mal genommen. Was wissen wir eigentlich über die Inhalte dieser Pillen und Pulver? In diesem Jahrzehnt gab es die meisten drogenbezogenen Todesfälle in Großbritannien. Im Zusammenhang mit sogenannten Legal Highs jede Woche einen. DJ B. Traits will wissen, ob man solche Fälle verhindern und wie die Sicherheit im Umgang mit Drogen erhöht werden kann. Dafür trifft sie Leute, die Drogen herstellen, verkaufen und konsumieren. Was nehmen wir tatsächlich zu uns und wie können wir die Risiken mindern?
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Endstation Davidwache GESELLSCHAFT UND POLITIK Eine Nacht auf St. Pauli, D 2015
"Mein iPhone wurde gestohlen." Das hören die Polizisten auf Deutschlands berühmtester Wache dutzendfach. Für die Beamten bedeuten die Zwölf-Stunden-Schichten höchste Konzentration. Sie hören Schilderungen vom Betrug im Bordell: Herren erzählen, wie sie von den Damen des Gewerbes "über den Tisch gezogen" wurden. Es gibt Berichte von Touristen, die horrende Getränkerechnungen in einem Strip-Lokal hätten berappen müssen. Das Partygeschehen auf St. Pauli folgt eigenen Gesetzen, aber Straftat bleibt Straftat. Auch auf der Reeperbahn in Hamburg. Immer wieder müssen die Polizisten entscheiden, was gelogen ist und was tatsächlich passiert ist. 18 113 Straftaten protokollierten sie auf St. Pauli im Jahr 2014. Die meisten davon geschahen am Wochenende. Die Reportage dokumentiert eine Nacht am Tresen der Davidwache: wo die unglaublichsten Geschichten von St. Pauli erzählt werden.
ZDFinfo Doku
Auf die Fresse! Straßen-Rap in Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES, D 2016
Harte Typen, Knarren, Geld und nackte Haut. Primitive Gewaltverherrlichung oder politische Gegenkultur? Rapper wie Blokkmonsta oder SadiQ rappen über Kriminalität, Gewalt und Ausgrenzung. Damit gehören sie zu den Helden einer ganzen Generation. Dreh- und Angelpunkt ihrer Erzählungen ist stets der soziale Brennpunkt. Das Ziel ist Provokation. Die Doku begleitet Rapper auf ihrem Weg zum Ruhm und zeigt die Menschen hinter der medialen Inszenierung.
ZDFinfo Doku
Die Multi-Kulti-Cops DOKUMENTATION Auf Streife mit Atakan und Nadja, D 2016
Er hat türkische Wurzeln, sie usbekische: Atakan und Nadja gehören zu den wenigen deutschen Polizisten mit Migrationshintergrund. Zu vielen Einsätzen werden die beiden gezielt geschickt. Mit ihren Sprachkenntnissen können sie häufig schnell eine gefährliche Situation beruhigen. Deshalb werden Atakan und Nadja auch in besonders brisanten Gebieten der Polizei in Hannover eingesetzt. Die "ZDF.reportage" begleitet sie im Streifendienst. Bundesweit gibt es rund 250 000 Polizeibeamte. Nur knapp ein Prozent von ihnen hat einen Migrationshintergrund. Solche Beamten sind bei der Polizei deutlich unterrepräsentiert. Ihr Anteil steigt jedoch überall dort, wo um Nachwuchs aus Einwandererfamilien gezielt geworben wird. Mit Erfolg: In Niedersachsen haben von 1000 Polizeischülern inzwischen 160 einen Migrationshintergrund. Solch eine Steigerung gelang im Bundesvergleich sonst nur Berlin. Atakan Akdag (34) und Nadja Poleschikova (28) gehören zu dieser neuen Generation von Beamten. Atakan wuchs im Ruhrpott auf. Seine Eltern kamen als Gastarbeiter in den 70er Jahren nach Deutschland. Atakan ging 2003 nach Hannover. Sein Onkel, den er sehr bewundert, war in der Türkei Polizist - für Atakan schien dieser Beruf auch aus familiärer Tradition die optimale Wahl zu sein. Nadja Poleschikova stammt aus Usbekistan. Mit zwölf kam sie zusammen mit ihrer Mutter nach Deutschland - mit einem klaren Ziel vor Augen: Ihr Traumberuf war Polizistin. Nach dem Abitur schaffte sie die Aufnahmeprüfung und ist jetzt seit gut sieben Jahren im Dienst, drei davon auf Streife im Gebiet der Polizeiinspektion Hannover West. Ihre Mutter war strikt gegen die Polizeilaufbahn, sie hatte sich für ihre Tochter etwas "Besseres" gewünscht, eine Bankkarriere beispielsweise. Und sie hatte auch schlicht Angst um ihr einziges Kind. Denn Nadja wird regelmäßig angefordert, wenn Russischkenntnisse in einer brenzligen Situation erforderlich und hilfreich sind. So muss sie bei einer Schlägerei eingreifen. Ein Russe mit 3,39 Promille im Blut ist auf einen seiner Kumpel losgegangen. Erst als Nadja eingreift und ihn in der russischen Muttersprache zurechtweist, beruhigt sich die Situation. Die "ZDF.reportage" begleitet die beiden Migranten in Uniform bei ihren Streifenfahrten in Hannover und erlebt den alltäglichen Polizeistress - auf Türkisch und Russisch.
ZDFinfo Doku
Hamburgs neues Wahrzeichen DOKUMENTATION Die Elbphilharmonie ist fertig
Es ist so weit. Nach fast zehn Jahren Bauzeit, unendlichen Diskussionen und viel Streit öffnete die Hamburger Elbphilharmonie am 11. Januar 2017 ihre Pforten. Sie ist das wohl spektakulärste und zugleich umstrittenste Bauwerk der Hansestadt. Von außen wagemutige Architektur und innen ein Konzertsaal, der Hamburg musikalische Weltspitze verspricht. Doch die Stadt hat einen hohen Preis dafür gezahlt. Als 2007 der erste Spatenstich erfolgte, ging man von nur vier Jahren Bauzeit aus. Und von rund 100 Millionen Euro Baukosten war damals die Rede. Heute, zehn Jahre später, stehen 800 Millionen Euro unter der Rechnung. Doch bei den Hamburgern ist inzwischen die Neugierde auf das einmalige Konzerthaus größer als der Ärger über die lange Bauzeit und die explodierten Kosten. Die "ZDF.reportage" schaute drei Tage vor der Eröffnung hinter die spektakuläre Glasfassade. Bauleiter Werner Kuhn zeigt seinen Konzertsaal mit der sogenannten Weißen Haut, der einzigartigen Schallhaut. Mit Orgelbauer Philipp Klais geht es hinein in die wohl ungewöhnlichste Orgel der Welt. Star-Organistin Iveta Apkalna lädt ein zu einem exklusiven Konzert, und auf der Plaza, dem öffentlichen Treffpunkt der Elbphilharmonie, zapft Julian Münder sein Elbphilharmonie-Bier. Dazu gibt die "ZDF.reportage" Einblicke in das neue Hotel und die entstandenen Eigentumswohnungen und bietet spektakuläre Impressionen des neuen Wahrzeichens an der Elbe.
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