Das Jahrhundertwrack - Sensationsfund in der Ostsee

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Das Jahrhundertwrack - Sensationsfund in der Ostsee

Das Jahrhundertwrack - Sensationsfund in der Ostsee

Dokumentation

In der Tradition der "Terra X-Tauchfahrten" erzählt der Film vom Auffinden eines der größten Kriegsschiffe des 16. Jahrhunderts: das schwedische Kommandoboot "Mars". "Terra X" ist dabei, wenn die Wissenschaftler unter Wasser und auf dem Begleitboot zum ersten Mal die Funde inspizieren. Ohne sterile Laboratmosphäre. Wissenschaft zum Anfassen. Im Film kommen die neueste Sonarfilmtechnik sowie Foto-Mosaiken zum Einsatz. Das Kommandoboot "Mars" beherrschte die Ostsee und galt weltweit als das größte und beste Kriegsschiff. Eine Legende, nicht nur zu seiner Zeit. Es galt als unbesiegbar und hatte die berühmte "Lange Barke" der Lübecker versenkt. Mit der "Mars" strebte der junge schwedische König Erik XIV. die Herrschaft im und über den Norden Europas an. Die Hanse lag in ihren letzten Zügen, und Erik wollte sich die überaus einträglichen Handelsrouten sichern. Bei der Schlacht zwischen David und Goliath am 31. Mai 1565, als die schwedische Armada auf einen Verbund von dänischen und lübeckischen Schiffen trifft, dreht sich das Glück: Es gelingt einem "Feuerleger" der Lübecker, einen Brand an Bord des schwedischen Kriegsschiffes zu entfachen. Als der Befehlshaber kapituliert, strömen deutsche und dänische Soldaten an Bord, um das Schiff vor seinem Untergang zu plündern. Doch dann zerreißt eine plötzliche Explosion das Schiff und zieht 800 Männer mit auf den Boden der Baltischen See. Jahrhundertelang galt das Schiff als verschollen. Bis es 2011 von schwedischen Tauchern in 75 Metern Tiefe gefunden wurde, in unglaublich gutem Zustand. Spektakuläre Unterwasseraufnahmen des größten Kriegsschiffes seiner Zeit lassen gemeinsam mit aufwendig inszenierten Reenactments und modernsten Computeranimationen eine ganze Epoche wiederauferstehen. Vor Kurzem erst kam es zu einem weiteren Sensationsfund: der Bericht des Lübecker Ratsherren und Flottenkommandeurs Friedrich Knevel zum Sieg über die Schweden.
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Das Geheimnis der Nofretete - Stolze Königin ohne Grab?

Das Geheimnis der Nofretete - Stolze Königin ohne Grab?

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Geisterschiff im Wattenmeer

Archäologie Im März 1822 läuft in der Elbmündung bei Cuxhaven ein Schiff auf Grund. Ein schwerer Orkan verhindert die Rettung, die Mannschaft kommt ums Leben, die Ladung geht über Bord. Es handelt sich um die "Gottfried", die von Triest nach Hamburg unterwegs war. Die Fracht - Hunderte altägyptische Kostbarkeiten - hatte der preußische Adlige Freiherr Menu von Minutoli zum Teil selbst ausgegraben, zum Teil im ägyptischen Luxor gekauft. Die Havarie der "Gottfried" stürzte von Minutoli in den finanziellen Ruin und in eine persönliche Krise. Er hatte davon geträumt, in Berlin ein großartiges Museum zu bauen - zu Ehren des Vaterlandes und König Friedrich Wilhelms III.
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Der Preis des Krieges DOKUMENTATION Zweiter Weltkrieg, D 2020
20 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg stürzt die Welt in eine neue Katastrophe. Im Zweiten Weltkrieg sterben 50 bis 60 Millionen Zivilisten und bis zu 25 Millionen Soldaten. Am 1. September 1939 überfällt Deutschland Polen. Großbritannien und Frankreich erklären Deutschland den Krieg. Es folgt ein weltweites Massensterben. Vier Billionen Dollar kostet dieser Krieg nach damaligem Wert, fast sechsmal mehr als der Erste Weltkrieg. Die? sechsteilige?Reihe "Der Preis des Krieges"? hinterfragt die Kosten und Folgen des Krieges für? Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt - und ungezählte Menschen. Doch das menschliche Leid lässt sich nicht in Geldsummen fassen. Eine ganze Generation ist traumatisiert. Millionen werden Opfer von Verbrechen Deutscher. Die Überlebenden werden die Erinnerung daran ihr Leben lang nicht mehr los.
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Projekt Natter - Hitlers letzte Wunderwaffe ZEITGESCHICHTE, D 2013
Die deutschen Städte versanken im Bombenhagel. Die Wende für die Nazis sollte Hitlers letzte Wunderwaffe bringen - das Geheimprojekt Natter startete: ein raketengetriebenes Fluggerät. Die Wunderwaffe sollte die Zivilbevölkerung schützen. Und so kam es, dass kurz vor Kriegsende die erste bemannte Rakete der Geschichte startete.
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Traumstraße der DDR GESCHICHTE B96 von Zittau nach Sassnitz, D 2018
Sie steht für Freiheit, Sehnsucht und Heimat: die B96. Die Bundesstraße führt vom sächsischen Zittau im Süden bis hoch nach Sassnitz auf Rügen, wo sie wenige Meter vor der Ostsee endet. Die B96 war die Traumstraße der DDR - eine Art ostdeutsche Route 66. 520 Kilometer lang führt sie einmal quer durch Ostdeutschland. Dabei war sie viel mehr als nur eine Lebensader für Reisende und Transporter. Sie war die Verbindung zu Sehnsuchtsorten. Für die einen war sie der Weg ins etwas freiheitlichere Berlin. Für die anderen der Weg ans Meer, damals mit ziemlich vielen Staus. Wer seinen Trabi oder seinen Wartburg bestieg, der konnte ein bisschen träumen von einem anderen Leben, von Freiheit. Vom Gebirge bis zum Meer, von schmal bis breit, von Dorfstraße bis zum Stadtring - die Landstraße bot alles. Die Dokumentation ist ein Roadmovie einmal quer durch das ostdeutsche Seelenleben.
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heute Xpress NACHRICHTEN
Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.
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Traumorte TOURISMUS Die Italienische Riviera, F 2018
Rund 300 Kilometer erstreckt sich die Italienische Riviera entlang des Mittelmeers. Sie gilt als eine der schönsten Küsten Europas. Der Film stellt Traumorte an der Küste vor. Das mondäne Seebad San Remo, Portofino, seit den 1950er-Jahren Treffpunkt des internationalen Jetsets, und die pittoresken Klippendörfer von Cinque Terre gehören zu Italiens beliebtesten Reisezielen. Es sind Orte voller Geschichte, in denen noch altes Handwerk lebt. Die Reihe "Traumorte" präsentiert die schönsten Reiseziele der Erde. Die Palette reicht vom Traumstrand über faszinierende Naturlandschaften bis hin zu architektonischen Sehenswürdigkeiten.
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Traumorte TOURISMUS Die Normandie, F 2018
Alabasterküste, Blumenküste, Perlmuttküste - über 600 Kilometer erstreckt sich die Küste der Normandie entlang des Ärmelkanals. Ein fruchtbares Land, mit Wiesen, Obstplantagen und Weiden. Steilklippen, Sandstrände und Seebäder prägen die Küste der Normandie. Abteien, Schlösser und idyllische Dörfer erzählen von ihrer bewegten Geschichte. Der Film führt vom Mont-Saint-Michel über die Landungsstrände der Alliierten bis zur Halbinsel Cotentin. Die Reihe "Traumorte" präsentiert die schönsten Reiseziele der Erde. Die Palette reicht vom Traumstrand über faszinierende Naturlandschaften bis hin zu architektonischen Sehenswürdigkeiten.
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Traumorte TOURISMUS Korsika, F 2018
Korsika, die üppigste und vielfältigste Insel des Mittelmeers, lockt mit wild wuchernder Macchia, alpinem Hochgebirge, Traumstränden und einer bizarren Felsenküste. In Bergdörfern und historischen Städten pflegen die Korsen ihre Kultur und traditionelle Lebensart. Die Bewahrung des alten Handwerks, der landestypischen Gerichte, der eigenen Musik und Sprache prägen die Korsen. Sie sind stolz auf ihre Insel und ihre Identität. Die Reihe "Traumorte" präsentiert die schönsten Reiseziele der Erde. Die Palette reicht vom Traumstrand über faszinierende Naturlandschaften bis hin zu architektonischen Sehenswürdigkeiten.
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Traumorte TOURISMUS Die Azoren, F 2018
Die Azoreninseln ragen als Spitzen riesiger Unterwasservulkane aus dem Atlantik. Der immergrüne Archipel inmitten des Ozeans lockt mit faszinierenden Landschaften und idyllischen Dörfern. Whalewatching, Touren zu erloschenen Vulkanen, Baden in heißen Quellen und Wandern durch Wälder und Weingärten: Die Azoren bieten Inselhopping zu neun vielfältigen Paradiesen für Naturliebhaber, Geotouristen und Wassersportler - fernab vom Massentourismus. Die Reihe "Traumorte" präsentiert die schönsten Reiseziele der Erde. Die Palette reicht vom Traumstrand über faszinierende Naturlandschaften bis hin zu architektonischen Sehenswürdigkeiten.
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Traumorte TOURISMUS Java, F 2018
Auf Java, einer der 17 508 Inseln Indonesiens, sind 35 Vulkane aktiv. Die Menschen in den Dörfern fürchten sie, aber der fruchtbare Vulkanboden schenkt ihnen reiche Ernte. Hinduistische und buddhistische Hochkulturen hinterließen mächtige Tempelanlagen. In den Dörfern sind noch heute alte Legenden, Traditionen und altes Kunsthandwerk lebendig. In Jakarta erinnern Stadtviertel an die niederländische Kolonialherrschaft. Die Reihe "Traumorte" präsentiert die schönsten Reiseziele der Erde. Die Palette reicht vom Traumstrand über faszinierende Naturlandschaften bis hin zu architektonischen Sehenswürdigkeiten.
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Traumorte TOURISMUS Die Dominikanische Republik, F 2018
Die Dominikanische Republik lockt mit Strand, Sonne und Meer. Merengue-Musik und Tanz sind untrennbar mit der dominikanischen Kultur verbunden. Aber das Land bietet mehr als Karibik-Feeling. Whalewatching vor der Küste, idyllische Fischerdörfer und historische Stätten, die von den Ureinwohnern und der langen Geschichte des Landes zeugen: Die Dominikanische Republik hat eine reiche Kultur und zählt zu Recht zu den vielfältigsten Ländern der Karibik. Die Reihe "Traumorte" präsentiert die schönsten Reiseziele der Erde. Die Palette reicht vom Traumstrand über faszinierende Naturlandschaften bis hin zu architektonischen Sehenswürdigkeiten.
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ZDF-History GESCHICHTE Das Geheimnis der Wikinger, D 2018
Sie gelten als räuberische Krieger, aber auch als erste Europäer in Amerika: die Wikinger. In Kanada sind Archäologen den Nordmännern mit neuer Technik auf der Spur. "ZDF-History" rekonstruiert die Details eines unvergleichlichen Raubzuges und zeigt zugleich die andere Seite der "Barbaren aus dem Norden": die Wikinger als sagenhafte Seefahrer, kühne Entdecker und geschickte Kolonisten nicht nur in Europa. Bekannt ist: Im Westen Grönlands bestanden über 400 Jahre lang Wikingerkolonien mit bis zu 5000 Siedlern. Doch isländische "Sagas" berichten auch von Fahrten zu geheimnisvollen Ländern, die weiter im Südwesten liegen. Die Texte künden von Früchten, Wild, Wäldern und Wiesen. Lange gab es Zweifel am Wahrheitsgehalt der 1000 Jahre alten Erzählungen. Dass es keine Legenden sind, ist seit der Entdeckung einer Wikingersiedlung im Jahr 1960 im Norden Neufundlands erwiesen. Die Siedlung, die um 1000 nach Christus entstand, zeugt von der Präsenz der Wikinger an der kanadischen Ostküste. Viele Experten glauben, dass sie sogar noch weiter vorgedrungen sind. Ein Archäologen-Team macht sich auf die Suche nach weiteren Siedlungen der Nordmänner in der Neuen Welt. Durch die Analyse hochauflösender Satellitenaufnahmen und durch Ausgrabungen kommen sie zu einem aufsehenerregenden Ergebnis.
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Unsterbliches Pompeji DOKUMENTATION, D 2020
Pompeji wird im Jahr 79 nach Christus durch seinen Untergang weltberühmt. Doch das ist auch der Ausgangspunkt für eine kaum bekannte Geschichte von extremer Modernität. Die Dokumentation erzählt, wie es weiterging nach dem verheerenden Vulkanausbruch. Die Geschichte handelt vom Wiederaufbau der zerstörten Region und vom Krisenmanagement der Kaiser, aber auch von wirtschaftlicher Erholung und krimineller Bereicherung. Es war eine große Katastrophe der Menschheitsgeschichte - jener Tag im Jahr 79 nach Christus, als die römische Hafenstadt Pompeji unter der Asche des Vesuv begraben wurde und unzählige Menschen den Tod fanden. Pompeji wurde dadurch perfekt konserviert und tritt dem Besucher als Momentaufnahme der römischen Antike entgegen. So ist die Stadt zu einem Symbol dieser ganzen Epoche geworden. Und auch fast 2000 Jahre nach dem Ausbruch hat der Mythos Pompeji nichts an Faszination verloren. Fast vier Millionen Touristen besuchen jedes Jahr die gut erhaltenen Überreste der antiken Stadt, bewundern die kunstvollen Fresken, wandeln durch die prächtigen Villenanlagen. Aber die Geschichte Pompejis und der Region rund um den Vesuv endet nicht mit ihrem furchtbaren Untergang. Die Dokumentation "Unsterbliches Pompeji" erzählt erstmals, wie es weiterging nach dem verheerenden Vulkanausbruch: eine Geschichte vom Umgang mit der Naturkatastrophe, vom entschlossenen Eingreifen des römischen Kaisers Titus und vom wirtschaftlichen Wiedererstarken der zerstörten Region. Mit welchen Problemen hatten die Menschen damals zu kämpfen, wie löste man sie? Und was können wir heute aus dem Umgang mit der Katastrophe vor 2000 Jahren lernen? Denn das Krisenmanagement, die ersten Hilfsmaßnahmen der römischen Verwaltung sowie die nachfolgenden "Förderprogramme" erscheinen uns in ihrem nüchternen Sinn für die Realität beeindruckend modern - auch wenn sich der gesamte Wiederaufbau über Jahrzehnte hinzog. Es war der hervorragende Wein aus vulkanischer Erde, der der Region schließlich neuen Wohlstand bescherte.
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Das Geheimnis des Keltengrabs ARCHÄOLOGIE, D 2019
Ein verstecktes Reich inmitten der Alpen gilt als Wiege der keltischen Kultur: Hallstatt. Vor Tausenden Jahren entsteht hier eine verborgene Hochkultur. Etwa 4000 Gräber und zahlreiche Funde aus Salzstollen entpuppen sich als Schatztruhe: Organische Objekte aus dem Alltagsleben sind fast perfekt erhalten. Wissenschaftler begeben sich auf Spurensuche und versuchen, die Geheimnisse um die ersten Kelten zu lösen. Die Forschungsergebnisse werfen ein völlig neues Licht auf die Gesellschaftsstruktur, das Alltagsleben, die Gebräuche und auch die technischen Fähigkeiten der frühen Kelten.
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Große Völker GESCHICHTE Die Wikinger, D 2014
Als wilde Horde aus dem Norden machen die Wikinger 739 nach Christus zum ersten Mal von sich reden. Sie versetzen Europa durch Plünderungen in Angst und Schrecken. Mancher Regent bezahlt den "Seekriegern" sogar Schutzgeld, nur damit sie nicht wiederkommen. Ihr Ruf als mordlüsterne Barbaren hält sich über viele Jahrhunderte. Dabei sind ihre Leistungen als mutige Entdecker und visionäre Händler in Vergessenheit geraten. Doch es sind die Wikinger, die durch ihr Wirken den Verlauf der europäischen Geschichte im Mittelalter maßgeblich beeinflusst haben. Sie waren Begründer von Städten und Königreichen. Die ursprüngliche Heimat der Wikinger ist Skandinavien, genauer gesagt Dänemark, Norwegen und Schweden. In erster Linie leben die Nordmänner von der Landwirtschaft und der Fischerei. Ihre Höfe liegen weit voneinander entfernt, Städte gibt es anfangs nicht. Auf Raubzug gehen die Wikinger zunächst nur in den Sommermonaten, den Rest des Jahres verbringen sie mit ihren Sippen am heimischen Herd. Die Gründe für die saisonalen Kaperfahrten sind nicht ganz eindeutig. Aber vieles deutet darauf hin, dass sich die Versorgungslage wegen der stetig steigenden Bevölkerungszahlen zunehmend verschlechtert hat. Deshalb sind die Raubzüge ein willkommener Nebenerwerb. Sie haben aber auch dazu gedient, neuen Siedlungsraum aufzutun. Ob aus Not oder purer Beutelust - als unerschrockene Entdecker stellen die Wikinger ihre Fähigkeiten unter Beweis. Und überall hinterlassen sie ihren historischen Fußabdruck. Dazu gehören unter anderem Gebiete im heutigen Irland, England, in Frankreich oder auch in Deutschland. Doch schon früh steuern die Nordmänner immer weiter nordwärts. So erreichen sie Island. Obwohl die eisige Insel nur in den Ebenen und Tälern fruchtbaren Boden bietet, setzt schon bald eine große Einwanderungswelle ein. Auch Erik der Rote befindet sich unter den Emigranten. Als er aus Jähzorn zwei Morde begeht, wird er von der Insel verbannt. Die Zeit nutzt er, um im Atlantischen Ozean nach einer neuen Heimat zu suchen. Er findet sie auf Grönland - Grünland - wie Erik die Insel nennt. Sie bleibt bis Anfang des 15. Jahrhunderts fest in Wikingerhand. Die historisch spektakulärste Entdeckung aber macht Eriks Sohn Leif. Bereits 500 Jahre vor Christoph Kolumbus betritt er als erster Europäer im Norden Neufundlands amerikanischen Boden. Viel ist über den Namen Vinland - Weinland - gerätselt worden, den die Wikinger ihrer Entdeckung gaben. Weinreben haben die Männer dort nachweislich nicht gefunden, sondern Wiesen und Weiden. Trotz günstiger Bedingungen können sich die Wikinger dort nicht halten, die Eingeborenen schlagen sie irgendwann in die Flucht. Ohne ihre Schiffe wäre die Geschichte der Wikinger ganz anders verlaufen. Sie sind legendär und haben dem Volk sogar ihren Namen gegeben. "Vikingr" bedeutet so viel wie "Krieger, die zur See fahren". Berühmt-berüchtigt sind die Drachenschiffe, hochwandige Segler aus Eichenholz mit grellbunten Rahsegeln, spitz zulaufendem Bug und Heck sowie einem flachen Kiel. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Berserker in kriegerischer Absicht über die Meere fahren. Für den Handel entwerfen die Wikinger die "Knorr". Sie ist zwar weniger schnell und wendig, kann dafür aber große Lasten transportieren. Der Schiffstyp wird noch jahrhundertelang nachgebaut - auch als die Wikinger als eigenständiges Volk schon nicht mehr existieren. Als Kaufleute machen sich die "Wilden aus dem Norden" rasch einen Namen. Vom Norden aus erschließen sie völlig neue Routen, die bis ins heutige Russland und in den Vorderen Orient führen. Mit Fellen, Bernstein, Waffen und vor allem Sklaven werden die Wikinger reich. Aus ihren Siedlungen werden blühende Städte, Geschäftspartner aus aller Herren Länder kommen ins Land. Einer der bekanntesten Handelsplätze ist Haithabu. Die Metropole gilt als erste mittelalterliche Stadt in Nordeuropa. Die Gründe für das Ende der Wikingerzeit sind vielseitig. Einen erheblichen Beitrag leistet die Christianisierung in Skandinavien. Viele Heiden lassen sich bekehren. Denn anders als in ihrem Volksglauben verspricht die neue Religion jedem Menschen das Paradies. Die Missionierung führt zu einem Wandel der gesellschaftlichen wie politischen Struktur. Es gibt Könige und Staaten, die Krieger werden sesshaft und gehen nicht mehr auf Beutezug. Auch haben sich die anderen Völker die Kenntnisse der Wikinger zunutze und ihnen das Handelsmonopol abspenstig gemacht. Die Wikinger passen sich den neuen Verhältnissen in Europa an, gehen in anderen Völkern auf. So auch in der Normandie, die der dänische Wikingeranführer Rollo vom franz
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Große Völker GESCHICHTE Die Griechen, D 2014
Die "Terra X"-Reihe "Große Völker" versteht sich als Zeitreise zu den Wurzeln Europas und den Nationen, die den Weg in die Moderne geebnet haben. In diesem Teil geht es um die Griechen. Die moderne Welt hat den alten Griechen eine Menge zu verdanken: tragische Dramen, unterhaltsame Komödien oder auch den Mathematikunterricht. Und nicht zuletzt ist die Demokratie das Erbe berühmter Vordenker aus Athen. Griechenland gilt als die Wiege Europas. Der Blick zurück in die Geschichte der Griechen beginnt nach den "dunklen Jahrhunderten" um etwa 750 vor Christus. Damals entstehen an den zerklüfteten Küsten des östlichen Mittelmeers unabhängige Stadtstaaten, die untereinander im Dauerclinch liegen. Nur die Vorstellung von einer illustren wie ebenso intriganten Götterwelt, die vom Olymp aus alle Bereiche des irdischen Lebens beherrscht, verbindet sie. Kein Krieg, keine Hochzeit, keine sonstigen Handlungen werden geplant, ohne den Rat der himmlischen Helden einzuholen. Während die einen einer Welt aus Mythen und Mysterien nachhängen, wagen sich ein paar wenige Universalgelehrte an andere Modelle der Welterklärung. Die Philosophen beobachten die Natur, suchen nach Zusammenhängen zwischen Ursache und Wirkung und glauben fest an Erkenntnisgewinne durch logisches Denken. Sie sind die Begründer der Wissenschaft und bahnbrechender Errungenschaften - angefangen von der ersten Dampfmaschine über die Entdeckung der Erde als Kugel bis hin zum schusssicheren Brustpanzer. Eine der revolutionärsten Ideen der Griechen aber ist die Demokratie. Kaum zu glauben, aber sie ist ein Produkt der ständigen Kriege untereinander, vor allem aber gegen die übermächtigen Perser. Jeder Mann im Staat wird im Kampf gegen den Feind von außen gebraucht, im Gegenzug fordert das Volk umfassende Mitspracherechte. In Athen erkennen die Verantwortlichen früh, dass sie Zugeständnisse an die Bürger machen müssen. Nach und nach führen sie Reformen ein, bis eine völlig neue Verfassung entsteht. Sie soll den Griechen eine Herrschaftsform garantieren, die maßgeblich vom Volk ausgeht. Politisches Stimmrecht besitzen alle männlichen Griechen über 18 Jahre. Sklaven, Frauen und Kinder sind von der Meinungsbildung ausgeschlossen. Grundsätzlich fallen die Entscheidungen nach dem Mehrheitsprinzip. In der Praxis sieht es aber so aus, dass zumeist die Reichen die große Linie vorgeben, denn sie sind die einzigen, die mit ihrem Privatvermögen haften können. Und das ist damals für jeden Spitzenpolitiker Pflicht. In späteren Zeiten wird die Volksherrschaft über Jahrhunderte erfolgreich vermieden. Erst mit der Französischen Revolution ändert sich das wieder. Inzwischen existieren weltweit 115 freiheitlich geführte Regierungen, die mehr oder weniger die Rechte des Einzelnen in ihrem Staatsvertrag verankert haben. Auch die Europäische Union beruft sich in ihrem Gründungspapier auf das politische Konzept aus dem alten Griechenland. Neben Politik und Wissenschaft haben noch zwei weitere Errungenschaften ihren Anfang in der antiken Welt genommen. Zum einen ist das die Entstehung des Theaters, das damals vor allem dazu dient, den Bürgern über das Spiel auf der Bühne ihre Welt zu erklären. Der Zeit weit voraus ist dabei die Vorstellung, dass bei der Vorführung der Tragödien und Komödien die Seele des Menschen eine Wandlung vollzieht, wenn nicht sogar einen Heilungsprozess durchläuft. Jedes dramatische Werk folgt seither denselben Gestaltungsmustern, die damals von den großen Autoren Griechenlands entwickelt wurden. Die Einführung der Olympischen Spiele ist die zweite herausragende Pionierleistung. Das Ereignis findet alle vier Jahre statt. Eine Woche lang messen sich Freund und Feind in unterschiedlichen sportlichen Disziplinen. Während der Dauer des Spektakels, so verlangen es die Regeln, herrscht Frieden. Im 5. Jahrhundert nach Christus wird das Praktizieren des "heidnischen Kultes" auf Erlass des christlichen Kaisers Theodosios verboten. Erst 1896 finden in Athen - nach 1500 Jahren Unterbrechung - die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt. Wie bei den alten Griechen stehen sie ganz im Zeichen der Völkerverständigung. Das ist bis heute so geblieben.
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Große Völker GESCHICHTE Die Araber, D 2016
Als Förderer der Wissenschaften haben die Araber Europa im ausgehenden Mittelalter entscheidend verändert. Ihre Errungenschaften stehen im Mittelpunkt dieser Folge "Große Völker". Ab dem 8. Jahrhundert gelangt das Wissen der Antike und des Alten Orients nach Europa. Ob in der Heilkunst, der Mathematik, der Astronomie oder der Philosophie - die arabischen Gelehrten sind ihrer Zeit weit voraus und prägen unsere Welt bis heute. "Araber" werden im 9. Jahrhundert vor Christus erstmals die Stämme genannt, die schon seit jeher die arabische Halbinsel bewohnen. Das Wort ist vermutlich von "abara" abgeleitet, was im Arabischen und Hebräischen "umherwandern" bedeutet. Tatsächlich sind damals viele Menschen Nomaden. Andere dagegen sind sesshaft geworden - wie im legendären Königreich von Saba, das durch die Einnahmen aus dem Handel mit Weihrauch und Myrrhe zu Reichtum und Macht gelangt. Trotzdem spielen die Araber auf der großen Weltbühne lange keine Rolle. Sie sind zerstritten, außer ihrer Sprache verbindet sie wenig. Kein gemeinsamer Staat oder Führer eint sie. Noch um 600 nach Christus, als in Deutschland Mönche und Bauern leben und die Könige der Merowinger über die Franken herrschen, spricht kaum ein Mensch von den Arabern. Das ändert sich erst mit dem Religionsgründer Mohammed. Nach Visionen in der Wüste bekehrt er in Mekka und Medina Tausende Menschen, schafft die Vielgötterei ab und eint alle arabischen Stämme im Glauben an den einen Gott: Allah. Mohammeds Nachfolger erobern in nur einem Jahrhundert ein Reich, das von Indien über ganz Nordafrika bis nach Spanien reicht. Bald sind etwa 60 Millionen Menschen ihre Untertanen. Aus Wüstennomaden sind Weltherrscher geworden. Und die Kalifen wissen: Wenn sie diese Rolle ausfüllen wollen, müssen sie sich das Wissen der Welt aneignen. Sie brauchen Mathematiker, um ihre Verwaltung zusammenzuhalten und gewaltige Bauten zu konstruieren. Mediziner, um Leben zu retten und ihre Eliten gesund zu halten. Techniker, Mechaniker und Landwirtschaftsexperten. Wer viel weiß, sind sie überzeugt, wird Erfolg haben. So beginnt von Bagdad bis Córdoba die Blütezeit der arabischen Wissenschaft. Kalifen füllen ihre Bibliotheken mit dem Wissen der Inder, Perser, Griechen und Römer. Sie nehmen Philosophen, Übersetzer, Mediziner, Astronomen, Dichter und Sänger in ihre Dienste. Ob im "Haus der Weisheit" in Bagdad oder an den Medizinschulen Córdobas - oft arbeiten Christen und Juden, Perser, Turkmenen und Nordafrikaner gemeinsam. Es ist eine Zeit der intensiven Forschung, der Innovationen und Sammlerleidenschaft. Die Gemeinschaftssprache, die alle Gelehrten nutzen, ist nun nicht mehr Griechisch oder Latein, sondern Arabisch. Doch dieses goldene Zeitalter endet schon bald. Äußere Feinde und innere Streitigkeiten zerrütten das arabische Reich. Die Weltoffenheit des jungen Islam wird abgelöst von einer Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln und eine konservative Auslegung des Glaubens. Nach der Rückeroberung Spaniens durch die Christen geschieht in Andalusien etwas Einzigartiges: Die Wissensschätze der Araber werden ins Lateinische übersetzt und in ganz Europa verbreitet. Die Menschen beginnen, die indischen Zahlen zu benutzen, die wir heute "arabische" nennen. Sie lernen eine fortschrittliche Medizin und nicht zuletzt die antiken Klassiker kennen - von Aristoteles bis Pythagoras. Europa erfährt einen Quantensprung des Wissens, der die rege Forschungstätigkeit der Renaissance maßgeblich beeinflusst. Heute ist der Graben zwischen islamischer und westlicher Welt tiefer denn je. Es scheint, als driften diese Kulturen immer weiter auseinander. Umso mehr sollten wir uns daran erinnern, dass unsere Kultur neben den griechisch-römischen und jüdisch-christlichen Wurzeln noch eine dritte Wurzel hat: die arabische Kultur. Und hoffentlich werden auch in der arabisch-islamischen Welt wieder Stimmen lauter, die daran erinnern, dass es ihre Vorfahren waren, die einst die "Globale Forschung" gefördert haben - den freien Austausch von Ideen über politische und religiöse Grenzen hinweg. Für ein Wissen, das allen Menschen dient.
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Große Völker GESCHICHTE Die Germanen, D 2016
In dieser Folge der "Terra X"-Reihe "Große Völker" wird die Geschichte der Germanen erzählt. Es gibt kaum ein europäisches Land, das nicht auf germanische Ahnen zurückblicken kann. Als einheitliches Volk hat es die Germanen nie gegeben. Hinter der Bezeichnung verbergen sich zahlreiche Stämme und Sippen, die ab Mitte des 6. Jahrhunderts vor Christus in Mittel- und Nordeuropa gelebt haben und die unterschiedlicher nicht sein können. "Wild blickende blaue Augen, rötliches Haar und große Gestalten, die allerdings nur zum Angriff taugen." So abfällig beschreiben die Römer die Barbaren östlich des Rheins. Gemeint sind die Germanen, die selbst ihren Namen einem Römer zu verdanken haben. Julius Cäsar soll sie in seiner Abhandlung über den Gallischen Krieg so genannt haben. Auch an ihrer Heimat lassen die Herrscher vom Tiber kein gutes Haar. Tacitus beschreibt sie als grauenerregendes, durch Wälder und Sümpfe durchsetztes, grässliches Gebiet. Fast alles, was über die Germanen bekannt ist, überliefern die Römer. Beide verbindet eine jahrhundertelange, meist kriegerische Geschichte. Die germanische Art zu kämpfen geht bei den Feinden in die Geschichte ein - als Furor Teutonicus, die teutonische Raserei. Nach vielen Schlachten gipfelt der Machtkampf beider Völker in der berühmten Varusschlacht. Die Germanen bringen den Römern im Jahr 9 nach Christus ihre traumatischste Niederlage bei. Am Ende können sich die Germanen gegen das Imperium Romanum durchsetzen und den Feind immer weiter zurückdrängen. Dabei waren die Germanen keine tumben Urwald-Barbaren, keine heroischen Wagner-Gestalten und erst recht nicht die Vorläufer einer rassistischen Weltanschauung. So unterschiedlich die einzelnen Stämme auch waren, die Germanen stehen für eine reiche Kultur. Ihnen verdanken wir viele Brauchtümer, die aus ihrer heidnischen Glaubensvorstellung entstanden sind. Auch zahlreiche Sagengestalten, die heute noch in Fantasyromanen, Kinoproduktionen und Computerspielen Millionen begeistern, haben einst Germanen erfunden. Und nicht zuletzt sind noch immer viele germanische Sprachelemente in deutschen Dialekten und im hochdeutschen Alltagsvokabular wiederzufinden. Heute sprechen rund 500 Millionen Menschen Sprachen, die auf germanische Wurzeln zurückgehen. Legendär ist der Frankenkönig Chlodwig I., der mit der Lex Salica eine bedeutende Gesetzessammlung hinterlässt, sich vom heidnischen Glauben abwendet und zum Christentum bekennt. Mit Wort und Waffe beginnt er einen Kampf gegen die germanischen Stämme und für ein geeintes Reich. Dieser frühe und mit fragwürdigen Mitteln erkämpfte Europagedanke erreicht seinen Höhepunkt mit dem bekanntesten Franken: Karl der Große. So waren es die Germanen Chlodwig und Karl der Große, die schon vor Jahrhunderten den Grundstein für ein gemeinsames Deutschland und Europa gelegt haben. In den deutschen Bundesländern leben die germanischen Sippen, wie die der Sachsen, Bajuwaren, Sueben oder Chatten, bis heute weiter. Und viele europäische Staaten sind aus germanischen Königreichen hervorgekommen. Infolge der Völkerwanderung gründen unterschiedliche Stämme ab dem 4. Jahrhundert nach Christus Reiche in Frankreich, England, Spanien, Deutschland, Italien, Skandinavien und sogar in Nordafrika. Wie die Griechen und Römer gehören auch die Germanen zu den Ahnen Europas.
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Große Völker GESCHICHTE Die Römer, D 2014
Es gibt nicht viel, was nicht zuvor von den Ägyptern, Griechen oder Karthagern erfunden worden wäre. Doch es gibt noch weniger, was die Römer nicht von ihnen übernommen und perfektioniert hätten. Die alten Römer sind ein Volk der Superlative, ihre Geschichte beginnt allerdings wenig spektakulär. Als Rom gegründet wird, ist die spätere Hauptstadt nicht mehr als eine malariaverseuchte Siedlung in einer sumpfigen Senke am Tiber. Doch nur wenige Jahrhunderte später schlägt dort das Herz eines Imperiums, in dem zu Spitzenzeiten über 55 Millionen Menschen leben. Fast 1000 Jahre hält die römische Herrschaft, bevor sie allmählich zerbröckelt. Besonders beeindruckend ist die Dynamik, mit der die anfangs keineswegs überlegene Republik zur Vormacht im gesamten Mittelmeerraum aufsteigt. Die Römer beweisen sich dabei nicht nur als Meister der Kriegsführung, sondern auch als Garanten anhaltenden Friedens. Geschickt schwören sie die eroberten Territorien auf die "Sache Roms" ein. Die neuen Bundesgenossen erhalten ein hohes Maß an Selbstbestimmung und eine Verfassung, die ihnen, wie jedem römischen Bürger auch, die Gleichheit vor Recht und Gesetz zusichert. Und jeder - auch Sklaven und Besiegte - kann sein Bürgerrecht einfordern. Die Herren vom Tiber bieten aber noch mehr Annehmlichkeiten: Quer durchs Reich bauen sie Straßen und Aquädukte, bis in die entferntesten Winkel des Imperiums exportieren sie ihren Lebensstil und ihre Ideen zur Architektur öffentlicher Gebäude und Plätze. Mit den umfassenden Maßnahmen haben die Regenten nur ein Ziel verfolgt: einen Staat ohne Grenzen zu schaffen. Ein Plan, der nur einmal mehr beweist, wie sehr das antike Gedankengut in die heutige Welt übergegangen ist. Von einem barrierefreien Europa mit gleichen Rechten für alle träumen auch die Verantwortlichen in Brüssel. Wie schwer es ist, Völker aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammenzuhalten, haben auch schon die alten Römer gewusst. Als Kontrollorgan setzen sie deshalb ein Heer aus Legionären ein. Berufssoldat zu sein, ist damals ein begehrter Job. Er bietet ein festes Einkommen, Aufstiegschancen und eine sichere Altersversorgung. Nach 25 Jahren erhält ein Legionär 14 Jahresgehälter und manchmal sogar noch ein Stück Land. Die soziale Sicherheit hat jedoch ihren Preis. Die meisten Männer leben bis zur Pensionierung dauerhaft fernab der Heimat. Viele Städte, die wir heute kennen, sind aus kleinen römischen Feldlagern entstanden. Die Manager des Großreichs residieren in Rom. Eine extrem schlanke Zentralverwaltung bildet das Rückgrat des Imperiums. Nur ein paar Hundert Männer herrschen über ein Fünftel der Menschheit. Dafür entwickeln die Römer einen straff organisierten Beamtenapparat mit fein abgestuften Hierarchien und Zuständigkeiten, aber auch mit ständig wachsenden Aktenbergen. Durch kluge Investitionen in das Sozialwesen und in imposante Spektakel gelingt es den Politikern langfristig, das Volk bei Laune zu halten. "Brot und Spiele" lautet die magische Formel. Jeder hat das Recht auf kostenloses Getreide und extravagante Unterhaltung. Highlights sind die Gladiatorenkämpfe im Kolosseum, die bis zu vier Monate dauern können. Lange haben Historiker gerätselt, warum das Römische Imperium mitten im schönsten Frieden dennoch kollabiert ist. Eine Vermutung lautet, dass allein die vielzitierte Dekadenz der Oberschicht schuld daran sei. Doch viele Forscher glauben inzwischen, dass die Barbaren den Untergang der Großmacht verursacht haben. Im 4. Jahrhundert nach Christus setzt die Völkerwanderung ein, und zigtausende Menschen drängen auf der Suche nach neuem Lebensraum ins Reich. Das Imperium gerät in vielerlei Hinsicht in Not und ist nicht mehr zu retten. Das Vermächtnis des Imperiums an die Nachwelt aber hat überlebt. Die Römer haben das Fundament für eine zivilisierte Welt gelegt und die Ausbreitung des Christentums maßgeblich befördert.
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Tatort Pyramide - Grabräubern auf der Spur ARCHÄOLOGIE, ET 2017
In der kargen Wüste Nordägyptens machen Archäologen eine erstaunliche Entdeckung: Überreste einer 4000 Jahre alten Pyramide und eine Grabkammer im Fundament geben Rätsel auf. Die Forscher sind sicher: Sie sind auf einen antiken Tatort gestoßen. Das Team um den Ägyptologen Dr. Mark Lehner erkundet die düstere Welt der antiken Grabräuber. Die im Grab gefundenen Holzfragmente zeigen einen Sargdeckel mit weiblichem Gesicht. Anders als bei vielen derartigen Funden ist die Kammer noch immer mit einem zehn Tonnen schweren Granitstein versiegelt. Die Archäologen legen das Grab frei und entdecken eine reich verzierte Holzkiste. Der Inhalt: nur Knochenfragmente. Waren doch schon Grabräuber am Werk?
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Das Geheimnis der Nofretete - Stolze Königin ohne Grab? DOKUMENTATION, F 2017
Nofretete: Die berühmte Königin gehört noch heute zu den großen Geheimnissen der ägyptischen Geschichte. Der Verbleib ihrer Mumie ist noch immer nicht abschließend geklärt. Handelt es sich bei der "Younger Lady" - einer Mumie, die im Tal der Könige gefunden wurde - um Nofretete? Wo sonst könnte sie verblieben sein? Experten versuchen, mithilfe moderner Technologie Licht in ihr Leben und die Umstände ihres Todes zu bringen. Antonio Fischetti, Doktor der Physik und Wissenschaftsreporter, recherchiert in Europa. Die Ägyptologin und Spezialistin für ägyptische Königinnen, Claudine Le Tourneur d'Ison, und Gilles Harpoutian, technologiebegeisterter Wissenschaftsautor, begeben sich in Ägypten auf Nofretetes Spuren. Gewiss ist nur: Nofretete war die Ehefrau des Pharaos Echnaton und lebte im 14. Jahrhundert vor Christus. Weltbekannt wurde die Königin durch die Büste der Nofretete, die im Neuen Museum von Berlin ausgestellt ist. Doch auch nach 3500 Jahren gibt die sagenhafte Königin den Wissenschaftlern Rätsel auf. Ihre Suche ist für Ägyptologen zu einer wahren Gralssuche geworden und nährt die widersprüchlichsten Hypothesen.
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Geisterschiff im Wattenmeer ARCHÄOLOGIE, D 2012
Im März 1822 läuft in der Elbmündung bei Cuxhaven ein Schiff auf Grund. Ein schwerer Orkan verhindert die Rettung, die Mannschaft kommt ums Leben, die Ladung geht über Bord. Es handelt sich um die "Gottfried", die von Triest nach Hamburg unterwegs war. Die Fracht - Hunderte altägyptische Kostbarkeiten - hatte der preußische Adlige Freiherr Menu von Minutoli zum Teil selbst ausgegraben, zum Teil im ägyptischen Luxor gekauft. Die Havarie der "Gottfried" stürzte von Minutoli in den finanziellen Ruin und in eine persönliche Krise. Er hatte davon geträumt, in Berlin ein großartiges Museum zu bauen - zu Ehren des Vaterlandes und König Friedrich Wilhelms III.
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Das Jahrhundertwrack - Sensationsfund in der Ostsee DOKUMENTATION, D 2015
In der Tradition der "Terra X-Tauchfahrten" erzählt der Film vom Auffinden eines der größten Kriegsschiffe des 16. Jahrhunderts: das schwedische Kommandoboot "Mars". "Terra X" ist dabei, wenn die Wissenschaftler unter Wasser und auf dem Begleitboot zum ersten Mal die Funde inspizieren. Ohne sterile Laboratmosphäre. Wissenschaft zum Anfassen. Im Film kommen die neueste Sonarfilmtechnik sowie Foto-Mosaiken zum Einsatz. Das Kommandoboot "Mars" beherrschte die Ostsee und galt weltweit als das größte und beste Kriegsschiff. Eine Legende, nicht nur zu seiner Zeit. Es galt als unbesiegbar und hatte die berühmte "Lange Barke" der Lübecker versenkt. Mit der "Mars" strebte der junge schwedische König Erik XIV. die Herrschaft im und über den Norden Europas an. Die Hanse lag in ihren letzten Zügen, und Erik wollte sich die überaus einträglichen Handelsrouten sichern. Bei der Schlacht zwischen David und Goliath am 31. Mai 1565, als die schwedische Armada auf einen Verbund von dänischen und lübeckischen Schiffen trifft, dreht sich das Glück: Es gelingt einem "Feuerleger" der Lübecker, einen Brand an Bord des schwedischen Kriegsschiffes zu entfachen. Als der Befehlshaber kapituliert, strömen deutsche und dänische Soldaten an Bord, um das Schiff vor seinem Untergang zu plündern. Doch dann zerreißt eine plötzliche Explosion das Schiff und zieht 800 Männer mit auf den Boden der Baltischen See. Jahrhundertelang galt das Schiff als verschollen. Bis es 2011 von schwedischen Tauchern in 75 Metern Tiefe gefunden wurde, in unglaublich gutem Zustand. Spektakuläre Unterwasseraufnahmen des größten Kriegsschiffes seiner Zeit lassen gemeinsam mit aufwendig inszenierten Reenactments und modernsten Computeranimationen eine ganze Epoche wiederauferstehen. Vor Kurzem erst kam es zu einem weiteren Sensationsfund: der Bericht des Lübecker Ratsherren und Flottenkommandeurs Friedrich Knevel zum Sieg über die Schweden.
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Atlantis der Nordsee GESCHICHTE, D 2010
1362: In der Deutschen Bucht kommt es zu einer Katastrophensturmflut nie da gewesenen Ausmaßes. 30 Orte werden zerstört. Einer von ihnen, Rungholt, soll spurlos in den Fluten versunken sein. Legenden nach liegt die Stadt seitdem unversehrt auf dem Meeresgrund. Der Mythos von Glanz und Verderben des reichen Rungholts stellte Forscher lange vor Rätsel. Hat es diese Stadt überhaupt jemals gegeben? Immer wieder gaben Funde Anlass zu Spekulationen. Anfang des 20. Jahrhunderts tauchten tatsächlich Reste einer untergegangenen Ortschaft im Watt nahe Pellworm auf. Von wenigen Heimatforschern und Hobbyarchäologen flüchtig untersucht, wurde das Fundareal bald wieder ein Raub der Fluten. Doch seit einigen Jahren sind Rungholt und die Geschehnisse, die zum Untergang führten, in den Fokus wissenschaftlicher Forschung gerückt. Gesucht wird nach mehr Erkenntnissen über dieses rätselhafte Atlantis der Nordsee und nach den Ursachen der größten Naturkatastrophe des Mittelalters, bei der vermutlich mehr als 10 000 Menschen umkamen. Lag es an der Klimaerwärmung, die für die damalige Zeit verbürgt ist? Waren es Auswirkungen eines durch Erdrutsche verursachten Tsunamis? Bei Grabungen vor Ort, der Suche in alten Archiven und mithilfe moderner Technologie fahndet "Terra X" zusammen mit Wissenschaftlern nach Spuren der versunkenen Stadt. Über Datenbanken werden auch historische Quellen zur Wetter- und Klimageschichte in die Recherche einbezogen. Augenfällig ist: Einen Tag vor der Flut an der deutschen Küste wüteten schwere Stürme im westlichen Teil der Nordsee in England. Die Indizien verdichten sich zu dem Ergebnis, dass die "Grote Mandränke", das große Menschenertrinken, Teil eines meteorologischen Großereignisses war, das kurz vor Rungholt auch die einstige englische Hafenstadt Dunwich zerstörte. Dort entdecken Taucher 200 Meter von der heutigen englischen Steilküste entfernt Gebäudereste auf dem Meeresboden. Nach der Auswertung von Wetter- und Wetterschadensdaten zu 10 000 Jahren Klimageschichte der Britischen Inseln lassen sich eine außergewöhnliche Großwetterlage und das genaue Datum der Katastrophe herausfinden: der 15. und 16. Januar 1362. 24 Stunden später traf die gewaltige Flutwelle die Nordwestküste Deutschlands und führte zu der gewaltigen Katastrophe, die auch das Schicksal Rungholts besiegelte. "Terra X" begleitet die Forscher bei der Lösung des Rätsels von Rungholt. Dabei wird deutlich, dass die Erkenntnisse über den Untergang vor langer Zeit auch auf drohende Gefahren durch die derzeitige Klimaerwärmung hinweisen.
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Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte ARCHÄOLOGIE Die verlorenen Schätze Ninives, GB 2018
Im irakischen Mossul sprengt der IS im Jahr 2014 den Schrein des Jona, genannt Nabi Yunus. Die Welt ist schockiert, doch in den Ruinen entdecken Archäologen noch nie gesehene Statuen. Zur Deutung ziehen Experten die Bibelgeschichte von Jona und dem Wal heran. Gibt es einen historischen Jona, der hier die Stadt Ninive vor dem Untergang bewahrt hat? Und warum wird dieser Schrein seit 1000 Jahren von Christen, Muslimen und Juden verehrt?
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Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte ARCHÄOLOGIE Die verlorene Stadt der Pharaonen, GB 2016
Ramses II. - einer der mächtigsten Herrscher des alten Ägypten - war auch ein bedeutender Bauherr. Sein Prestigeprojekt war die Errichtung einer neuen Hauptstadt: Pi-Ramesse. Unzählige Archäologen versuchen seit Jahrzehnten, die verlorene Stadt von Ramses II. zu finden - ohne Erfolg. Doch vielleicht gelingt es mithilfe neuester wissenschaftlicher Methoden, das Rätsel um die Megacity des Altertums zu lösen.
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Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte ARCHÄOLOGIE Die Suche nach dem Heiligen Gral, GB 2016
Der Heilige Gral - die berühmteste Reliquie des Christentums. Jesus soll beim letzten Abendmahl aus diesem Kelch getrunken haben - aber seit Hunderten von Jahren gilt er als verschollen. Unzählige Menschen haben nach dem Kelch gesucht - einige behaupten sogar, genau zu wissen, wo er sich befindet. Mithilfe forensischer und historischer Analysen können Experten den Kelch bis zu dem Ort zurückverfolgen, an dem Jesus seine letzten Stunden verbracht hat.
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heute journal NACHRICHTEN
Das Magazin geht über einen reinen Nachrichtenüberblick hinaus und bereitet das aktuelle Tagesgeschehen mit Hintergrundinformationen, redaktionellen Beiträgen und Interviews auf.
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Burgen - Mythos und Wahrheit GESCHICHTE Feste Mauern, D 2019
Mit Schutzbauten beginnt die Geschichte der europäischen Burgen im Frühmittelalter. Innerhalb weniger Jahrzehnte werden die Bollwerke zu Symbolen der Macht für das aufkommende Rittertum. Die ersten Burgen sind Holztürme auf befestigten Hügeln. Doch schnell entwickeln sich in Europa unterschiedliche Bauformen: in Frankreich und Britannien eher kompakt, im deutschsprachigen Raum mit hohen Bergfrieden. Aber überall nutzt man sie, um Regionen zu sichern. Kein anderer Gebäudetyp symbolisiert eine gesamte Epoche so stellvertretend wie die Burgen das europäische Mittelalter. Bis heute regen die stummen Zeugen einer längst vergangenen Zeit die Fantasie an. Die vierteilige Dokumentation haucht ihren alten Gemäuern neues Leben ein und geht dem "Mythos Burg" auf den Grund. Denn mancherorts ist die Legende stärker als die Realität. Kerker, in denen nie ein Gefangener saß, oder Fluchttunnel, durch die niemand in die Freiheit gelangte. Nur selten boten Burgen echten Wohnkomfort, und Platz für die legendären Ritterturniere gab es kaum. Dennoch sind Burgen über Jahrhunderte Statussymbole und Zentren kriegerischer Auseinandersetzungen. Ständig müssen sie sich neuer Angriffstaktiken und Waffen erwehren. Die Verbreitung der Schießpulverwaffen setzt ihrer großen Geschichte ein Ende. Festungen treten zu Beginn der Neuzeit ihr Erbe an. Ihre außergewöhnliche Architektur dient nur einem Ziel: Angreifer überall unter Beschuss nehmen zu können. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Burgen und Festungen mit imposanten Doku-Aufnahmen, aufwendigen Reenactments und beeindruckenden 3-D-Animationen. Sie begleitet Dr. Joachim Zeune bei der Untersuchung einer knapp 1000 Jahre alten Burgruine oder testet in einem Experiment die Durchschlagskraft eines mittelalterlichen Riesenkatapults, das bereits von den Zeitgenossen die Bezeichnung "instrumentum diabolicum" - Teufelswerkzeug - erhielt.
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Burgen - Mythos und Wahrheit GESCHICHTE Die Zeit der Ritter, D 2019
Zu Beginn des Hochmittelalters sind Burgen Machtfaktoren. Unter den Staufern beginnt in Mitteleuropa ein Burgen-Boom. Aus dem Heiligen Land kommen neue Impulse für ihre Architektur. Die sichersten unter ihnen werden als Schatzkammern und Gefängnisse genutzt. Auf dem Trifels werden die Reichsinsignien des Heiligen Römischen Reiches verwahrt oder König Richard Löwenherz eingesperrt. Doch nicht nur Löwenherz erkennt: Keine Burg ist uneinnehmbar. Kein anderer Gebäudetyp symbolisiert eine gesamte Epoche so stellvertretend wie die Burgen das europäische Mittelalter. Bis heute regen die stummen Zeugen einer längst vergangenen Zeit die Fantasie an. Die vierteilige Dokumentation haucht ihren alten Gemäuern neues Leben ein und geht dem "Mythos Burg" auf den Grund. Denn mancherorts ist die Legende stärker als die Realität. Kerker, in denen nie ein Gefangener saß, oder Fluchttunnel, durch die niemand in die Freiheit gelangte. Nur selten boten Burgen echten Wohnkomfort, und Platz für die legendären Ritterturniere gab es kaum. Dennoch sind Burgen über Jahrhunderte Statussymbole und Zentren kriegerischer Auseinandersetzungen. Ständig müssen sie sich neuer Angriffstaktiken und Waffen erwehren. Die Verbreitung der Schießpulverwaffen setzt ihrer großen Geschichte ein Ende. Festungen treten zu Beginn der Neuzeit ihr Erbe an. Ihre außergewöhnliche Architektur dient nur einem Ziel: Angreifer überall unter Beschuss nehmen zu können. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Burgen und Festungen mit imposanten Doku-Aufnahmen, aufwendigen Reenactments und beeindruckenden 3-D-Animationen. Sie begleitet Dr. Joachim Zeune bei der Untersuchung einer knapp 1000 Jahre alten Burgruine oder testet in einem Experiment die Durchschlagskraft eines mittelalterlichen Riesenkatapults, das bereits von den Zeitgenossen die Bezeichnung "instrumentum diabolicum" - Teufelswerkzeug - erhielt.
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Burgen - Mythos und Wahrheit GESCHICHTE Bollwerke der Macht, D 2019
Schätzungsweise 13 000 Burgen gibt es im 14. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Konflikte werden nicht nur um Burgen, sondern immer häufiger auch in den Burgen ausgetragen. Oft entstehen Wohngemeinschaften, wie auf Burg Eltz. Die Erben teilen sich eine Burg, wodurch es nicht selten zu blutigen Streitigkeiten kommt. Von außen blasen Angreifer derweil mit einem breiten Repertoire an Taktiken und Waffen zum Sturm auf die Burgen. Kein anderer Gebäudetyp symbolisiert eine gesamte Epoche so stellvertretend wie die Burgen das europäische Mittelalter. Bis heute regen die stummen Zeugen einer längst vergangenen Zeit die Fantasie an. Die vierteilige Dokumentation haucht ihren alten Gemäuern neues Leben ein und geht dem "Mythos Burg" auf den Grund. Denn mancherorts ist die Legende stärker als die Realität. Kerker, in denen nie ein Gefangener saß, oder Fluchttunnel, durch die niemand in die Freiheit gelangte. Nur selten boten Burgen echten Wohnkomfort, und Platz für die legendären Ritterturniere gab es kaum. Dennoch sind Burgen über Jahrhunderte Statussymbole und Zentren kriegerischer Auseinandersetzungen. Ständig müssen sie sich neuer Angriffstaktiken und Waffen erwehren. Die Verbreitung der Schießpulverwaffen setzt ihrer großen Geschichte ein Ende. Festungen treten zu Beginn der Neuzeit ihr Erbe an. Ihre außergewöhnliche Architektur dient nur einem Ziel: Angreifer überall unter Beschuss nehmen zu können. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Burgen und Festungen mit imposanten Doku-Aufnahmen, aufwendigen Reenactments und beeindruckenden 3-D-Animationen. Sie begleitet Dr. Joachim Zeune bei der Untersuchung einer knapp 1000 Jahre alten Burgruine oder testet in einem Experiment die Durchschlagskraft eines mittelalterlichen Riesenkatapults, das bereits von den Zeitgenossen die Bezeichnung "instrumentum diabolicum" - Teufelswerkzeug - erhielt.
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Burgen - Mythos und Wahrheit GESCHICHTE Festungen und Kanonen, D 2019
Donnernde Feuerwaffen läuten zum Ende des Mittelalters den Niedergang der Burgen ein. Ihr Erbe treten neu entwickelte Festungen an, die für den Kampf mit den neuen Waffen optimiert sind. Burgbesitzer, die nicht dem Ruf in die Städte, den neuen Zentren des Lebens, folgen, versuchen, mit Investitionen die Burgen gegen Feuerwaffen zu wappnen. Doch nur die neue Festungsarchitektur bietet ausreichend Schutz. Sie prägt Europa bis in die Moderne. Kein anderer Gebäudetyp symbolisiert eine gesamte Epoche so stellvertretend wie die Burgen das europäische Mittelalter. Bis heute regen die stummen Zeugen einer längst vergangenen Zeit die Fantasie an. Die vierteilige Dokumentation haucht ihren alten Gemäuern neues Leben ein und geht dem "Mythos Burg" auf den Grund. Denn mancherorts ist die Legende stärker als die Realität. Kerker, in denen nie ein Gefangener saß, oder Fluchttunnel, durch die niemand in die Freiheit gelangte. Nur selten boten Burgen echten Wohnkomfort, und Platz für die legendären Ritterturniere gab es kaum. Dennoch sind Burgen über Jahrhunderte Statussymbole und Zentren kriegerischer Auseinandersetzungen. Ständig müssen sie sich neuer Angriffstaktiken und Waffen erwehren. Die Verbreitung der Schießpulverwaffen setzt ihrer großen Geschichte ein Ende. Festungen treten zu Beginn der Neuzeit ihr Erbe an. Ihre außergewöhnliche Architektur dient nur einem Ziel: Angreifer überall unter Beschuss nehmen zu können. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Burgen und Festungen mit imposanten Doku-Aufnahmen, aufwendigen Reenactments und beeindruckenden 3-D-Animationen. Sie begleitet Dr. Joachim Zeune bei der Untersuchung einer knapp 1000 Jahre alten Burgruine oder testet in einem Experiment die Durchschlagskraft eines mittelalterlichen Riesenkatapults, das bereits von den Zeitgenossen die Bezeichnung "instrumentum diabolicum" - Teufelswerkzeug - erhielt.
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Wunderwerke der Weltgeschichte GESCHICHTE Machu Picchu - Inkastadt in den Wolken, F 2018
Sagenumwobene Stadt in den Wolken: Machu Picchu im Herzen der peruanischen Anden ist eines der besterhaltenen Zeugnisse der Inka - und eines der größten archäologischen Rätsel. Über 400 Jahre lag die Stadt im Verborgenen. Heute können Experten mithilfe modernster Techniken in die Vergangenheit reisen, um das Unsichtbare zu erforschen, die Hintergründe und die Umgebung der antiken Stadt zu erkunden und ihre Geheimnisse zu enthüllen. Die Inkastadt, die etwa 6000 Besucher pro Tag anzieht, wurde Mitte des 15. Jahrhunderts, auf dem Höhepunkt des Reiches, erbaut. In den Augen vieler Menschen ist sie die erstaunlichste und rätselhafteste urbane Schöpfung dieser Zivilisation. Besonders, da die Inka zum Bau keinerlei Werkzeug verwendeten. Dank neuer Techniken wie dem LiDAR-Lasersystem, der Fotogrammmetrie oder 3-D-Rekonstruktion haben die Experten heute die Möglichkeit, in der Zeit zurückzugehen, um das Unsichtbare zu erforschen, die Hintergründe und die Umgebung dieser antiken Stadt zu erkunden und ihre Geheimnisse zu enthüllen. Wie haben es die außergewöhnlichen Ingenieure der Inka geschafft, die widrigen natürlichen Gegebenheiten zu überwinden und in dieser extremen Umgebung die berühmteste Stadt ihres Imperiums zu erschaffen? Welche Baugeheimnisse bewahren die unerschütterlichen Gebäude? Was verbergen die beeindruckenden Terrassen? Und welche Überreste gibt es in der undurchdringlichen Umgebung von Machu Picchu noch zu entdecken? Aus der Nähe und aus dem Weltraum betrachtet, enthüllt Machu Picchu seine Wunder und Geheimnisse.
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Wunderwerke der Weltgeschichte GESCHICHTE Chinas große Mauer, F 2018
Sie ist mit über 21 000 Kilometern das längste Bauwerk der Menschheit - die Chinesische Mauer. Neueste wissenschaftliche Techniken sollen nun ihre letzten Geheimnisse offenbaren. Von Generationen chinesischer Bauherren errichtet, zählt das Monument zu den sieben neuen Weltwundern. Noch immer gibt die Festungsanlage Rätsel auf: Wie lang genau ist sie? Welche Techniken kamen beim Bau zum Einsatz? Was ist die geheime Zutat für ihre Langlebigkeit? Die vierteilige Dokumentation geht den Geheimnissen um die Chinesische Mauer, Jordaniens Felsenstadt Petra, der französischen Klosterinsel Mont-Saint-Michel und der Inkastadt Machu Picchu auf die Spur. Die antiken Wunderwerke gehören zu den am meisten beachteten und untersuchten Denkmälern der Welt, und doch sind nicht alle Fragen geklärt. Oft bleiben die Antworten für das menschliche Auge verborgen. Die Reihe verfolgt einen einzigartigen Ansatz bei der Erforschung dieser Bauwerke: Sie werden in verschiedenen Maßstäben betrachtet. Von Satellitenbildern und Luftaufnahmen bis hin zur Makro- und Mikroebene: Jede Perspektive enthüllt Daten, die ein neues Licht auf Rätsel werfen, die Historiker seit Jahren zu entschlüsseln versuchen.
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Wunderwerke der Weltgeschichte GESCHICHTE Petra - Felsentempel in der Wüste, F 2018
Beeindruckende Felsformationen und mächtige Fassaden - mitten in der jordanischen Wüste fasziniert die antike Felsenstadt Petra Archäologen, Historiker und Touristen. Die Wissenschaftler nutzen Techniken wie Fotogrammmetrie und 3-D-Rekonstruktion, um die Arbeit der antiken Baumeister zu erforschen. Indem sie Petra aus verschiedenen Perspektiven betrachten, finden sie Hinweise, die bisher verborgen waren. Im Nahen Osten, zwischen dem Roten und dem Toten Meer, befindet sich Petra. Eine Stadt, die tief in der jordanischen Wüste in einem riesigen felsigen Berg eingebettet ist. Vor mehr als 2000 Jahren von einem Volk arabischer Kaufleute, den Nabatäern, erbaut, zählt sie heute zu den sieben neuen Weltwundern. Petra ist vor allem für seine in Felsen gehauene Fassaden bekannt. Die berühmteste: das Schatzhaus Khazne al-Firaun. Doch aus einer höheren Perspektive entdeckt man eine archäologische Stätte, die sich über 264 Quadratkilometer erstreckt und mehr als 850 Überreste enthält. Eine riesige Stadt, die noch lange nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben hat. Auch heute noch versuchen die Archäologen mithilfe modernster Technik, die Lücken ihrer Geschichte zu füllen und die Grauzonen zu erhellen.
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