In der Schuldenfalle

In der Schuldenfalle - Zwischen Kontopfändung und Gerichtsvollzieher

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In der Schuldenfalle

In der Schuldenfalle - Zwischen Kontopfändung und Gerichtsvollzieher

Dokumentation

In Deutschland haben sich zahlreiche Menschen verschuldet. Mehr als 6,8 Millionen - und damit knapp jeder Zehnte - gelten dabei sogar als überschuldet. Auffällig ist, dass die Zahl der überschuldeten Rentner in den letzten Jahren um rund 60 Prozent gestiegen ist. Die bei Weitem meisten Schuldner sind aber zwischen 30 und 40 Jahre alt. Fast zwei Millionen junge Erwachsene sind betroffen. "Aufmachen! Hier ist Obergerichtsvollzieher Lux vom Amtsgericht Leipzig. Ich habe einen Haftbefehl!". Michael Lux klopft energisch an die Wohnungstür. Eine Versicherung schickt ihn, um ausstehende Zahlungen in Höhe von rund 400 Euro einzutreiben. Die Schuldnerin hat auf keines seiner Schreiben reagiert. Wenn sie sich auch heute weigert, Auskunft über ihre Besitzverhältnisse zu geben, wird Lux sie mit Hilfe der Polizei festnehmen lassen. Zutritt verschafft er sich in solchen Fällen mit einem Schlüsseldienst. Was den Gerichtsvollzieher in der Wohnung erwartet, weiß er vorher nicht. In seinen 20 Dienstjahren hat Lux schon vieles erlebt - Familiendramen, gewalttätige Schuldner, Leichen. Auch Obergerichtsvollzieher Michael Peller kennt die Anspannung, die sich breitmacht, bevor er eine fremde Wohnung betritt. Seine Strategie: "Das darf man nicht so nah an sich heranlassen." Damit meint er auch die vielen Schicksale, die ihm im Alltag begegnen. Bei vielen Schuldnern muss er immer wieder anklopfen. Denn wer einmal in der Schuldenfalle steckt, kommt so schnell nicht wieder heraus. Zu ihnen gehört auch Mandy Ramm. Die 29-Jährige hat sich schon früh verschuldet. Ein Kredit für die Ausbildung an einer privaten Kosmetikschule, Stromrechnungen und Handyverträge - so haben sich bei ihr Schulden von rund 12 000 Euro aufgetürmt. Mandy hat einen Teilzeitjob in einer Pension. Zusätzlich gibt es Geld vom Sozialamt. Nicht einmal 600 Euro monatlich kommen so zusammen. Keine Chance, damit den Schuldenberg abzubauen. Ihre letzte Hoffnung ist die Schuldnerberatung der Caritas. Auch Christian Lemke steckt tief drin in der Schuldenfalle. Sein großer Traum von der Selbstständigkeit mit einem Franchise-Unternehmen ist geplatzt. Zurück blieben Schulden von rund 100 000 Euro. Der junge Familienvater braucht eine Lösung - aber wie könnte die aussehen? Die Dokumentation "In der Schuldenfalle - Zwischen Kontopfändung und Gerichtsvollzieher" erzählt diese ganz unterschiedlichen Geschichten und erläutert die Zusammenhänge eines komplexen Systems rund um das aktuelle Thema der Überschuldung in Deutschland.
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Armes reiches Deutschland

Armes reiches Deutschland - Rentner in Not

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Wie der letzte Penner? - Obdachlos in Deutschland

Wie der letzte Penner? - Obdachlos in Deutschland

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ZDFinfo Doku
Volle Kraft voraus - Die Hamburger Hafenschlepper TECHNIK Riesenpott voraus, D 2016
Sechs Männer, ein Hafenschlepper, 14 Tage in Wechselschicht leben und arbeiten auf engstem Raum. ZDFinfo begleitet zwei Crews bei ihrer Arbeit auf dem Assistenzschlepper "Bugsier 8". Zwei Wochen Männer-WG als Selbstversorger - in permanenter Dauerbereitschaft für das nächste riskante Schleppmanöver. Ein Knochenjob, der die Männer immer wieder aufs Neue an ihre Grenzen bringt.
ZDFinfo Doku
Hamburger Hafen - Zollkontrolle! DOKUMENTATION Große Pötte, viele Verstecke, D 2014
Jährlich werden im Hamburger Hafen mehr als neun Millionen Container umgeschlagen. Darin Schmuggelware zu finden, ist die Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Die "ZDF.reportage" begleitet Hamburgs Zöllner auf dem riesigen Areal eines der größten europäischen Seehäfen. Sie gibt spannende Einblicke in die Arbeit der Beamten, aber auch schöne Ausblicke auf den Hafen und die Schiffe an der Elbe.
ZDFinfo Doku
Polizei im Einsatz - Unter Wasser RECHT UND KRIMINALITÄT, D 2013
Mehr als 240 000 Polizeibeamte verrichten jeden Tag in Deutschland ihren Dienst. Sie fahren Streife, schützen Gebäude und ermitteln Verkehrsdelikte genauso akribisch wie große Verbrechen. Das Berufsbild des Polizisten ist jedoch weit vielschichtiger, als landläufig bekannt. "SPIEGEL TV Wissen" dokumentiert, wie sehr sich die Arbeit innerhalb der einzelnen Landesbehörden und Berufsbilder unterscheidet und was die Polizisten alltäglich erleben. Ein Arbeitsbereich, der selten im Rampenlicht steht, ist das Kommando der Brandenburger Polizeitaucher. ZDFinfo zeigt, wie wichtig routiniertes Handeln unter oftmals gefährlichen Bedingungen gerade für die jungen Beamten ist. Außerdem zeigt der Film am Beispiel des Leichenspürhundes "Apollo 13" auf, wie die Thüringer Polizeihundestaffel ihre Tiere auf alltägliche Einsätze vorbereitet.
ZDFinfo Doku
Polizei im Einsatz - Nachtschicht im Revier RECHT UND KRIMINALITÄT, D 2014
Das Oktoberfest ist eine Veranstaltung der Superlative. Für die Münchener Polizeibeamten bedeuten die Tage im Herbst vor allem Stress und gefährliche Einsätze im Minutentakt. Körperverletzungen, Diebstähle und Sexualdelikte gehören zum Alltag der Polizisten. Gleiches gilt für die Beamten, die am Wochenende auf den Braunschweiger Straßen Streife fahren. "SPIEGEL TV Wissen" hat zwei Polizeistreifen bei ihren zuweilen gefährlichen Nachteinsätzen begleitet.
ZDFinfo Doku
Polizei im Einsatz RECHT UND KRIMINALITÄT Streife auf der Autobahn, D 2013
Defekte Bremsen, ungesicherte Ladungen, übermüdete Fahrer - viele Lkws auf deutschen Autobahnen sind tickende Zeitbomben. Die niedersächsische Autobahnpolizei hat bei Lkw-Kontrollen eine erschreckend hohe Trefferquote, wenn es um das Aufdecken von Verkehrsdelikten geht. Gleiches gilt für die Berliner Streifenpolizisten, die Tag für Tag auf den Straßen für Ordnung sorgen müssen. "SPIEGEL TV Wissen" hat die Beamten bei ihrer Arbeit begleitet und zeigt, was die Polizistinnen und Polizisten jeden Tag aufs Neue antreibt, ihren Dienst zu tun.
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heute Xpress NACHRICHTEN
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Hochbetrieb auf dem Autohof VERKEHR Zweite Heimat für Trucker, D 2015
Tanken, waschen, essen, schlafen - der Lohfeldener Rüssel in Hessen ist für viele Brummi-Fahrer wie ein zweites Zuhause. Rund um die Uhr kümmern sich über 100 Einsatzkräfte um die Bedürfnisse der Trucker - man kennt sich. Der Autohof liegt in exponierter Lage, direkt am Drehkreuz von drei Autobahnen im Herzen Deutschlands. Genervte Autofahrer und übermüdete Fernfahrer treffen hier auf Ausflügler, die zum Wochenendbrunch einkehren - ein Mikrokosmos mit dem Flair von Auspuffgasen, Benzingeruch und Schaumwäsche. SPIEGEL TV hat sich hinter den Kulissen des gigantischen Autohofes umgeschaut.
ZDFinfo Doku
Die Trucker DOKUMENTATION Schwere Last auf Achse
Millionen Laster rollen täglich über deutsche Autobahnen. Sie transportieren Milliarden Tonnen Güter quer durch die Republik und kämpfen gegen die Zeit. Der Stress ist mörderisch, ganz besonders für die Fahrer. Kai, zum Beispiel, fährt seit 20 Jahren. Zwei Ehen und mehrere Freundschaften sind bei ihm in dieser Zeit kaputtgegangen. Jetzt soll alles besser werden - er heiratet zum dritten Mal.
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heute Xpress NACHRICHTEN
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Die Abriss-Profis - Einsatz für das Spreng-Team DOKUMENTATION, D 2016
Einsatz für das Spreng-Team: Wenn sie zünden, bleibt kein Stein auf dem anderen. In wenigen Sekunden legen sie ganze Gebäude und Industriehallen in Schutt und Asche. Die Reportage begleitet Martin Hopfe. Seit 25 Jahren leitet er sein eigenes Sprengunternehmen in der thüringischen Gemeinde Kaulsdorf an der Saale. Sein Job führt ihn durch die ganze Republik. Wenn er von drei runter zählt, wird es laut und staubig. Das Spreng-Team wird immer da gebraucht, wo Bagger und schweres Gerät nicht mehr weiterkommen. Ein ganz großes Projekt wartet an der polnischen Grenze auf die Sprengprofis. Noch steht hier das ehemalige Kohlekraftwerk Hagenwerder. Für den riesigen Koloss aus Beton und Stahl hat Chef Martin Hopfe 420 Kilogramm Sprengstoff veranschlagt. Sein kleines Team muss immer ganz genau arbeiten. Bei jeder Witterung. Mit dabei ist seine Mitarbeiterin Ulrike Matthes. Sie gehört zu den ganz wenigen weiblichen Sprengern in Deutschland. In der von Männern dominierten Branche soll nun eine Frau in Hopfes Fußstapfen treten und den kleinen Familienbetrieb eines Tages übernehmen. Die Kraftwerk-Sprengung ist das bislang größte Projekt, an dem Ulrike Matthes beteiligt ist. Jetzt darf sie keinen Fehler machen. Sprengungen laufen nicht immer wie geplant. Ihr Chef Martin Hopfe achtet penibel auf Genauigkeit, damit ein Knopfdruck nicht zur großen Katastrophe wird. Auch nach dreieinhalb Jahrzehnten im Job ist der Sprengprofi angespannt, wenn er schließlich das Kommando gibt: "drei - zwei - eins - Zündung!"
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Gleisbruch und Kabelsalat DOKUMENTATION Bahnprofis im Einsatz, D 2015
Frank Grothe ist seit acht Jahren als U-Bahn-Schweißer mit dabei. Er arbeitet mit über 2000 Grad Celsius, das Material wiegt 300 Kilogramm. "Noch 'ne Frage, warum wir so schwitzen?" Sie sorgen dafür, dass die Berliner Fahrgäste ihr Ziel sicher erreichen: Die 15 Nachtschweißer halten das Schienennetz in Schuss, die Wartungstruppe beseitigt Sturm- und Unfallschäden. Die Kollegen der beiden Teams sind perfekt aufeinander eingeschworen.
ZDFinfo Doku
Feuerwerk und Donnerschläge DOKUMENTATION Pyrotechniker lassen es krachen, D 2015
In der Nähe des oberbayrischen Idylls Kloster Benediktbeuern steigen dunkle Rauchschwaden empor. Explosionen im Minutentakt, Feuerbälle und ohrenbetäubender Lärm mitten in einer Kiesgrube. Was aussieht wie ein Filmset ist die Abschlussprüfung des Lehrgangs zwei der Pyrotechnikerschule Hummig. An diesem Tag müssen die Kursteilnehmer beweisen, dass sie es richtig krachen lassen können. Die Königsdisziplin ist die Autoexplosion. Unter den kritischen Augen des Prüfers von der Gewerbeaufsicht soll das große Ding in die Luft gejagt werden. Ein Film über die ganz eigene Welt der Zündler und Pseudobombenbastler.
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Die Abschlepper VERKEHR Guido räumt auf
Er ist wieder unterwegs: Der wohl schillerndste Abschlepp-Unternehmer Deutschlands nimmt erneut Falschparker an den Haken. Guido Dentz ist in Frankfurt bekannt wie ein bunter Hund. Gemeinsam mit seiner Frau Angela und seinem langjährigen Mitarbeiter Jürgen führt Guido Dentz das Familienunternehmen. Ein Job, der starke Nerven erfordert. Denn dort, wo seine Abschleppwagen aufkreuzen, ist Ärger häufig programmiert. Eine neue Herausforderung wartet auf das Abschlepp-Team: Rund um den Kirmesplatz stehen jede Menge Autos im Parkverbot. Das Ordnungsamt schreibt Strafzettel im Minutentakt. Guido und Jürgen müssen sich beeilen. Kommt der Falschparker nämlich noch gerade rechtzeitig zu seinem Auto, verlieren die Abschlepper Geld. Nur Wagen, die im sogenannten "Auto-Knast" landen, sind fette Beute. Kosten: 250 Euro und mehr. Klar, dass sich darüber auch an diesem Tag viele Fahrer richtig aufregen.
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Diesel im Blut VERKEHR Trucker zwischen Abschlepphof und Rennpiste, D 2016
Bei Heinz-Werner Lenz aus Plaidt in Rheinland-Pfalz dreht sich alles um LKW - und das sogar 24,5 Stunden täglich und an sieben Tagen in der Woche. So steht es auf seiner Homepage und das ist auch nicht übertrieben. Seit über 25 Jahren betreibt er zusammen mit seiner Frau Silvia das gemeinsame Unternehmen. Familie Lenz schleppt alles ab, was irgendwo liegen geblieben oder verunglückt ist. Dazu haben sie inzwischen eine beachtliche Flotte an Fahrzeugen auf dem Hof ihrer Firma stehen. Die Lenz-Trucks in leuchtendem Orange sind besonders groß, denn mit kleinen Fahrzeugen kann man hier nicht viel anfangen. Heinz-Werner Lenz hat sich mit acht Mitarbeitern auf das Abschleppen und Bergen von LKW und Spezialfahrzeugen spezialisiert. Verunglückte Transporter, havarierte Kräne, komplizierte Begleitumstände - das sind Herausforderungen, die er und seine Männer geradezu lieben. Die Firma arbeitet europaweit und macht mit ihren Speziallastern auch komplizierte Schwertransporte. Die Mitarbeiter der Firma - allen voran Vater Heinz-Werner und Sohn Sascha Lenz - sind außerdem Tüftler. Sie versuchen, wenn möglich, liegen gebliebene Fahrzeuge vor Ort wieder flott zu machen. Doch damit ist die LKW-Begeisterung der Familie noch lange nicht am Ende. Die Leidenschaft für Trucks bestimmt auch die Freizeit der Familie. Heinz-Werner Lenz fährt seit 1992 auch in der Truck-Racing-Europameisterschaft mit. Truck Racing ist ein Sport, der erst Ende der 70er Jahre von Amerika nach Europa kam. Erst fuhren vor allem hauptberufliche Trucker die Rennen, inzwischen dominieren Profis die Szene. Dreimal in Folge hat Heinz-Werner Lenz die Europa-Meisterschaft in seiner Klasse gewonnen - am Nürburgring gilt er als Lokalmatador und hat den Spitznamen "King of the Ring". Seine Leidenschaft für LKW-Rennen hat er inzwischen auch an seinen Sohn Sascha vererbt. Der mittlerweile 28-Jährige fährt seit 2006 ebenfalls Truck-Rennen, wenn sein Job ihm dafür Zeit lässt und er nicht gerade wieder einen von der Straße gerutschten LKW aus dem Graben ziehen muss.
ZDFinfo Doku
Die Brückenbauer VERKEHR Stress, Stau, genervte Autofahrer, D 2015
Die Sperrung einer maroden Autobahnbrücke stürzt PKW-Fahrer und Schwerlastverkehr in einen Verkehrsinfarkt: lange Staus, kilometerlange Umwege, genervte Autofahrer. Die meisten Autobahnbrücken wurden in den 60er und 70er Jahren gebaut. Der Verkehr hat seither um 70 Prozent zugenommen. Dafür sind die Brücken nicht ausgelegt. Viele Brücken sind marode. Sanieren hilft nicht mehr, weil gleichzeitig der Verkehr weiter zunimmt. Fünf Jahre Bauzeit wurde für den Neubau der Lennetalbrücke veranschlagt. Sie wird 1000 Meter lang und geht über Bahngleise, eine Straße und den Fluss Lenne. Gewaltige, vorgefertigte Stahlteile werden dazu Stück für Stück von zwei Seiten über das Tal geschoben. Noch nie wurde hierzulande eine so lange Brücke verschoben: "In dieser Größenordnung ist das in Deutschland wohl bislang einzigartig", sagt Projektleiter Michael Neumann. "Es ist ein herausragendes Vorhaben." Die tonnenschweren Brückenteile rutschen auf Teflonplatten, geschmiert mit Spülmittel, ganz langsam auf die Betonpfeiler im Tal. Vorher wurden die Stahlkörper zusammengeschweißt, Naht auf Naht, eine Knochenarbeit. Die gut 40 Schweißer kommen alle aus Kroatien. Deutsche Schweißer, so ein Bauleiter, sind in so großer Zahl für den Bau kaum zu finden. Am Ende kommt das Schwierigste, die Überquerung des Flusses Lenne. Mit Spezialkränen werden 100 Tonnen schwere Brückenteile auf ein Gerüst gestellt, verschweißt und dann verschoben. "Wenn dabei das Gewicht nur leicht ins Schwingen kommt, dann ist es nicht mehr zu kontrollieren", sagt ein Kranfahrer. Präzisionsarbeit über dem Fluss. Wenn die Ingenieure alles richtig berechnet haben, dann wird die Brücke zusammenpassen. "Und wenn nicht", so der Chef des Stahlbaus, "dann machen wir sie passend, aber wird schon klappen!" Die "ZDF.reportage" begleitete ein halbes Jahr lang die Arbeiten an der Lennetalbrücke.
ZDFinfo Doku
Tödliche Rennen - Raser in der Stadt RECHT UND KRIMINALITÄT, D 2015
Schneller, lauter, PS-stärker - bei jungen Männern entwickeln sich illegale Autorennen in der Innenstadt zum neuen Hobby. Die Stadt Köln sagt Rasern den Kampf an. Die spezielle Ermittlungsgruppe "Rennen" soll die illegale Raserszene endlich stoppen. Die Reportage begleitet die Hauptkommissare André Luhmer und Markus Mertens. Sie verfolgen auffällige Fahrer und Fahrzeuge. Ihr Ziel: keine Toten und Verletzten mehr.
ZDFinfo Doku
Tödliche Rennen - Viel PS und keine Skrupel VERKEHR
In vielen deutschen Städten wurden bei illegalen Autorennen in den letzten Jahren immer wieder Menschen getötet oder schwer verletzt. Laut TÜV Rheinland sind illegale Autorennen kein Randphänomen, sondern eine ständig wachsende Bedrohung auf deutschen Straßen. Die Reportage begleitet Polizisten und schildert, wie die Beamten täglich versuchen, die Raserei im Stadtgebiet in den Griff zu bekommen. Polizeioberkommissar Claus-Dieter Paul möchte solche Rennen schon im Ansatz verhindern. Die Polizei zeigt deshalb an den Szene-Hotspots besonders offensiv Präsenz. Zusammen mit seinem Kollegen Michael Onasch konzentriert sich Claus-Dieter Paul jedoch nicht allein auf das Stilllegen von Fahrzeugen. Er sucht auch das Gespräch mit den "Cruisern", wie sie sich selber gerne nennen. Sascha ist so ein "Cruiser". Sein Credo: "Tuning ist ein Lebensgefühl". Dass er Unbeteiligte mit seiner Raserei in der Innenstadt gefährdet, findet er zwar auch nicht schön. Aber diese Gefahr nimmt er in Kauf, sie ist Teil des Kicks. Maximilian Warshitsky fehlt für diese Einstellung jedes Verständnis. Sein Vater kam im vergangenen Jahr bei einem illegalen Rennen auf dem Berliner Kurfürstendamm ums Leben.
ZDFinfo Sport
UEFA Champions League Magazin FUßBALL, D 2017
Das Runde im Eckigen bejubeln können die Fußballfans vor dem Fernsehapparat bei dieser Sendung. Alles rund um die Spiele der Champions League können sie hier dank Hintergrundinfos und Expertenwissen genießen.
ZDFinfo Doku
Feindbild Polizei RECHT UND KRIMINALITÄT Pöbeleien und Angriffe auf Beamte
Zu wenig Achtung, zu viele Aggressionen: Laut einer Studie fühlen sich Deutschlands Polizisten zunehmend ins gesellschaftliche Abseits gedrängt und mit Gewalt konfrontiert. Beamtinnen und Beamte fühlen sich inzwischen als die Prügelknaben der Nation, der "Freund und Helfer", das war einmal. Einsätze am Limit, Respektlosigkeit und nicht selten Gewalt, für viele Polizisten ist das längst Alltag. Dazu: Überstunden und eine Entlohnung, die nicht gerade üppig ist. Am Bremer Hauptbahnhof ist besonders an langen "Disko-Wochenenden" ein heißes Pflaster. Es gibt keinen Ort in der Hansestadt, an dem Polizeiarbeit so intensiv und so gefährlich ist wie für die Beamtinnen und Beamten der Bundespolizeiinspektion Bremen Hauptbahnhof. So klein der Bahnhof, so groß der Deliktbereich: Diebstähle, Raub, Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Gewaltdelikte, hilflose Personen, betrunkene Partymenschen, randalierende Fußballfans. Für die Polizeibeamten viel Arbeit und wenig Dank. Die Polizeiinspektion Ost in Hannover ist eine von sechs Inspektionen der niedersächsischen Landeshauptstadt. 400 Mitarbeiter sind für zirka 180 000 Einwohner zuständig. Hannover Ost ist bevölkerungsstatistisch ein Mischgebiet. Polizeihauptkommissar Markus Baier ist hier täglich im Einsatz. "Es ist aggressiver geworden, Beleidigungen gehören zum Alltag, Tätlichkeiten sind nicht selten. Das ist eine andere Situation als noch vor zehn, erst recht vor zwanzig Jahren oder länger", sagt er. Über mehrere Wochen haben wir Polizeibeamte und -beamtinnen in ihrem Alltag begleitet und ihre tägliche Arbeit hautnah erlebt.
ZDFinfo Doku
Polizei im Einsatz - Brennpunkt Kölnberg RECHT UND KRIMINALITÄT, D 2014
Der Kölnberg ist einer der berüchtigtsten sozialen Brennpunkte Kölns. In der Hochhaussiedlung am Rande der Stadt wohnen 4000 Menschen aus über 40 Nationen. Morgens fliegt der Hausmüll aus den Fenstern und Junkies konsumieren in den Fluren mehr oder weniger ungestört ihre Drogen. Genau hier hat die Polizei eine Wohnung zur Wache umgebaut, über 600 staatsanwaltliche Vorgänge fallen pro Jahr an. "SPIEGEL TV" hat die Polizisten in ihrem undankbaren Arbeitsalltag begleitet und stellt Bewohner des Kölnbergs vor, die in den seltensten Fällen freiwillig in der Anlage leben.
ZDFinfo Doku
Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Wenn ein Job nicht reicht, D 2016
Morgens um halb vier trägt Andrea M. Zeitungen aus, bei Wind und Wetter. Bis sechs ist sie unterwegs. Länger darf sie nicht brauchen, um acht beginnt ihr Hauptjob - in einer Arztpraxis. Der Zustelldienst bringt Andrea rund 350 Euro im Monat. Geld, das sie braucht, um in München über die Runden zu kommen. Denn für immer mehr Menschen reicht ein Gehalt zum Leben nicht aus. Etwa fünf Prozent aller Erwerbstätigen haben einen angemeldeten Zweitjob. Das sind rund drei Millionen Multijobber. Viele von ihnen arbeiten im Hauptberuf vor allem in schlechter bezahlten Tätigkeiten von Handel und Service. Auch Janine Z. aus Duisburg sucht händeringend einen zweiten Job. Vor einem Jahr ging die Beziehung mit dem Vater ihres dreijährigen Sohnes Alesandro zu Ende; mit ihrem Sohn lebt sie in Duisburg. Janine arbeitet in Teilzeit als Einzelhandelskauffrau bei Aldi-Süd in Oberhausen. Eine Vollzeitstelle bekommt sie derzeit nicht. Und von der halben Stelle kann sie nicht leben. Sie würde fast alles machen: putzen, als Kurier fahren - egal. Doch die Arbeitssuche gestaltet sich als schwierig, da sie im Schichtdienst arbeitet. Deshalb ist sie nur begrenzt flexibel, was die Arbeitszeiten betrifft. Der Vater des Sohnes unterstützt sie, wo er kann, doch auch er arbeitet im Schichtdienst. Wenn Janine Spätschicht hat, dann holen entweder der Vater oder Oma und Opa den Kleinen ab. Ein zusätzliches Einkommen ist bitter nötig, aber ihren Jungen wird sie dann noch weniger sehen können. Andrea M. lebt bescheiden, für ihre Wohnung muss sie nur 540 Euro Miete zahlen, dank eines alten Mietvertrages. Aber mit dem Verdienst ihrer Halbtagsstelle in der Arztpraxis reicht es selbst für ein bescheidenes Leben in München nicht. Vor kurzem hat sie eine Aushilfsstelle in einem Obstladen gefunden. Mit diesem Verdienst kann sie es sich leisten, im Winter keine Zeitungen zuzustellen. Andrea kommt klar, sie hat keine großen Ansprüche.
ZDFinfo Doku
Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Kein Geld für Kinder, D 2016
Fast jedes fünfte Kind in Deutschland gilt als arm oder armutsgefährdet. Mit am stärksten betroffen sind Kinder Alleinerziehender. Doch wie sieht das Leben und der Alltag dieser Kinder aus? Andrea L. wohnt mit ihren sechs Kindern in einem Reihenhaus. Die 44-Jährige würde gern als Hauswirtschafterin arbeiten gehen, aber der dafür erforderliche Kurs an der Volkshochschule kam nicht zustande. Sie leben von Hartz IV, Kindergeld und Unterhaltsvorschuss. Im Urlaub war Andrea zuletzt vor drei Jahren. Sie versucht alles, um die Wünsche der Kinder zu erfüllen. Während der Dreharbeiten kommt die neunjährige Matilda mit einem Elternbrief nach Hause. Für das Weihnachtsfrühstück in der Schule soll jedes Kind zehn Euro mitbringen. Aber kurz nach Monatsmitte sind in der Haushaltskasse nur noch etwas mehr als 100 Euro, zu wenig für ungeplante Ausgaben. Andrea muss absagen. Zwei Alleinerziehende, eine Familie mit Drillingen und eine Familie mit Migrationshintergrund gewähren Einblick in ihren Alltag. Wie geraten Familien in diese Notlage? Haben sie sich damit abgefunden oder versuchen sie, ihr zu entkommen? Wie erleben betroffene Kinder ihre Armut? Wie prägt sie das tägliche Leben der Familien? Wie reagiert ihre Umgebung darauf?
ZDFinfo Doku
Armes reiches Deutschland GESELLSCHAFT UND SOZIALES Rentner in Not, D 2017
Umsonst geschuftet? Viele Rentner in Deutschland stellen sich diese Frage. Da trotz eines langen Arbeitslebens nur wenig für sie übrig bleibt, kämpfen sie gegen die Altersarmut. Mindestens jeder siebte Rentner gilt als armutsgefährdet, rund eine halbe Million erhält schon heute Grundsicherung. Wer nicht von seiner Rente leben kann, sucht einen Nebenjob. Doch die Arbeitsplätze für Ältere sind rar gesät, viele Jobs gehen auf die Knochen. Die "ZDF.reportage" trifft Menschen, die im Alter noch schuften müssen. Ob in Berlin, München oder im Ruhrgebiet, Altersarmut trifft fast immer die gleichen: Verkäuferinnen, Putzkräfte, Handwerker, Selbstständige. Die Arbeitsverträge sind kurz, der Verdienst ist gering - für die Rente kommt dadurch nur wenig zusammen. Frauen sind besonders häufig von Altersarmut betroffen. So wie Marion Z. aus Berlin. Nach Abzug aller Kosten lebt die 69-Jährige von 4,50 Euro am Tag. Ihr einziger Luxus: eine Monatskarte für den Bus und eine Tageszeitung. Verzweifelt sucht sie einen Minijob. Um ihre Chancen zu erhöhen, verschweigt sie ihre Schwerbehinderung. Dieter N. aus Dortmund hat lange Jahre als Schmelzer in der Schwerindustrie gearbeitet, doch auch seine Rente reicht nicht aus. Lebensmittel erhält er von der Tafel, Klamotten von der Kleiderkammer. Mit seinen 75 Jahren nutzt er jede Gelegenheit, um mit handwerklichen Arbeiten zusätzliches Geld zu verdienen. Ohne die Rente ihres Mannes wäre Renate R. im teuren München auf Grundsicherung angewiesen. Zusammen packen die beiden 75-Jährigen zweimal in der Woche Werbeprospekte in Zeitungen. Ein Job, der in die Beine und den Rücken geht, aber notwendig ist, um wenigstens ein bisschen Geld zur Seite legen zu können.
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In der Schuldenfalle DOKUMENTATION Zwischen Kontopfändung und Gerichtsvollzieher, D 2016
In Deutschland haben sich zahlreiche Menschen verschuldet. Mehr als 6,8 Millionen - und damit knapp jeder Zehnte - gelten dabei sogar als überschuldet. Auffällig ist, dass die Zahl der überschuldeten Rentner in den letzten Jahren um rund 60 Prozent gestiegen ist. Die bei Weitem meisten Schuldner sind aber zwischen 30 und 40 Jahre alt. Fast zwei Millionen junge Erwachsene sind betroffen. "Aufmachen! Hier ist Obergerichtsvollzieher Lux vom Amtsgericht Leipzig. Ich habe einen Haftbefehl!". Michael Lux klopft energisch an die Wohnungstür. Eine Versicherung schickt ihn, um ausstehende Zahlungen in Höhe von rund 400 Euro einzutreiben. Die Schuldnerin hat auf keines seiner Schreiben reagiert. Wenn sie sich auch heute weigert, Auskunft über ihre Besitzverhältnisse zu geben, wird Lux sie mit Hilfe der Polizei festnehmen lassen. Zutritt verschafft er sich in solchen Fällen mit einem Schlüsseldienst. Was den Gerichtsvollzieher in der Wohnung erwartet, weiß er vorher nicht. In seinen 20 Dienstjahren hat Lux schon vieles erlebt - Familiendramen, gewalttätige Schuldner, Leichen. Auch Obergerichtsvollzieher Michael Peller kennt die Anspannung, die sich breitmacht, bevor er eine fremde Wohnung betritt. Seine Strategie: "Das darf man nicht so nah an sich heranlassen." Damit meint er auch die vielen Schicksale, die ihm im Alltag begegnen. Bei vielen Schuldnern muss er immer wieder anklopfen. Denn wer einmal in der Schuldenfalle steckt, kommt so schnell nicht wieder heraus. Zu ihnen gehört auch Mandy Ramm. Die 29-Jährige hat sich schon früh verschuldet. Ein Kredit für die Ausbildung an einer privaten Kosmetikschule, Stromrechnungen und Handyverträge - so haben sich bei ihr Schulden von rund 12 000 Euro aufgetürmt. Mandy hat einen Teilzeitjob in einer Pension. Zusätzlich gibt es Geld vom Sozialamt. Nicht einmal 600 Euro monatlich kommen so zusammen. Keine Chance, damit den Schuldenberg abzubauen. Ihre letzte Hoffnung ist die Schuldnerberatung der Caritas. Auch Christian Lemke steckt tief drin in der Schuldenfalle. Sein großer Traum von der Selbstständigkeit mit einem Franchise-Unternehmen ist geplatzt. Zurück blieben Schulden von rund 100 000 Euro. Der junge Familienvater braucht eine Lösung - aber wie könnte die aussehen? Die Dokumentation "In der Schuldenfalle - Zwischen Kontopfändung und Gerichtsvollzieher" erzählt diese ganz unterschiedlichen Geschichten und erläutert die Zusammenhänge eines komplexen Systems rund um das aktuelle Thema der Überschuldung in Deutschland.
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Wie der letzte Penner? - Obdachlos in Deutschland REPORTAGE
In den Großstädten gehören sie zum Straßenbild - Menschen, die in Fußgängerzonen und an Bahnhöfen betteln, Pfandflaschen sammeln oder mit ihrem Hab und Gut durch die Gegend ziehen. Doch wo und wie leben diese Menschen? Welche Wünsche haben sie? Wie überleben sie ohne Dach über dem Kopf? Und wie verbringen sie ihre "Freizeit"? "Spiegel TV"-Reporter Thomas Kasper hat sich im Norden, Süden, Osten und Westen Deutschlands auf die Suche gemacht. Im Norden begegnet er Locke und Moni. Die beiden leben in einem Obdachlosenheim und träumen von ihrer ersten eigenen Wohnung. Im Osten haust Ronny im Zelt unter einer Brücke und freut sich auf seinen 30. Geburtstag. Doch als es so weit ist, geht es ihm schlechter als je zuvor. Im Süden flüchtet sich ein 81-jähriger, wortgewaltiger Intellektueller in philosophische Diskussionen, um zumindest geistig dem Elend zwischen Abfalleimer und nächtlicher Parkbank zu entfliehen. Im Westen ist ein engagierter Mediziner und Universitätsprofessor an den sozialen Brennpunkten tätig. Dr. Gerhard Trabert, Arzt und Obdachlosenexperte, erklärt gesellschaftliche Zusammenhänge, die helfen, ein Phänomen zu erfassen, das immer rasanter wächst: Obdachlosigkeit in Deutschland.
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Reiches Bayern, arme Alte DOKUMENTATION
Bayern, das Muster-Bundesland: Aber trotzdem ist jeder fünfte Bayer ab 65 von Altersarmut bedroht, der Höchstwert für Deutschland. Wer ist betroffen? Wie geht die Gesellschaft damit um? Die Dokumentation zeigt die armen Alten im reichen Bayern und ihre Überlebenstechniken in ihrem mühsamen Alltag. Außerdem stellt sie ehrenamtliche Helfer vor, die kontinuierliche Unterstützung anbieten und in Notlagen schnell und unbürokratisch zur Stelle sind. So wie Lydia Staltner vom Münchner Verein Lichtblick Seniorenhilfe. Sie ist keine bayerische Charity-Lady, sondern eine zupackende Unternehmerin mit eigener Werbeagentur. Der Verein ist dort tätig, wo kaum jemand Armut vermuten würde: in den Seenlandschaften Oberbayerns, im schönen Garmisch, im reichen München. Geholfen wird Menschen wie Frau Neiser, 64, die nach einer schweren Krankheit nicht mehr arbeiten kann und von der Grundsicherung lebt. Ihr zahlt die Seniorenhilfe 35 Euro im Monat: "Möchte man nicht glauben, wie wichtig und wie viel Geld 35 Euro im Monat sind, wenn man sie nicht hat," sagt sie. Auf dem Land ist es für die Armen besonders schwer: Zum einen schämen sich viele, arm zu sein. Zum anderen sind die Distanzen zur nächsten Hilfe groß. Alfons Rahn, 71, lebt im Bayerischen Wald und ist einer der wenigen Armen, der über sein Leben spricht. Er arbeitete in der Landwirtschaft, konnte nichts zurücklegen. Heute fährt er einmal die Woche nach Mitterteich zur Tafel und versorgt sich so mit Lebensmitteln. Dadurch konnte er in den letzten Monaten sogar 200 Euro zurücklegen: "Ich muss ja ein bisschen sparen, auch für schlechtere Zeiten."
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Volle Kraft voraus - Die Hamburger Hafenschlepper TECHNIK Härtetest für Bugsier 8, D 2016
Sechs Männer, ein Hafenschlepper, 14 Tage in Wechselschicht leben und arbeiten auf engstem Raum. ZDFinfo begleitet zwei Crews bei ihrer Arbeit auf dem Assistenzschlepper "Bugsier 8". Zwei Wochen Männer-WG als Selbstversorger - in permanenter Dauerbereitschaft für das nächste riskante Schleppmanöver. Ein Knochenjob, der die Männer immer wieder aufs Neue an ihre Grenzen bringt.
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Die Abriss-Profis - Keine Chance für alte Häuser DOKUMENTATION
Sie wirbeln jede Menge Staub auf, und wenn sie anrücken, gibt es Krach. Mehr, als den Anwohnern lieb ist - die Abriss-Unternehmen. Ganze Wohnkomplexe, Brücken oder Hochhäuser reißen sie ein. Sie sind die Spezialisten fürs "Plattmachen": Kai P. ist Projektleiter einer Hamburger Abrissfirma. Ihn reizen Baustellen, bei denen man auch nachdenken muss. Denn bei dieser groben Arbeit ist gute Planung gefragt und manchmal auch Fingerspitzengefühl. "Wenn wir zum Beispiel einzelne Häuser aus ganzen Gebäudekomplexen herausreißen müssen, das ist dann eine echte Herausforderung für mich", erklärt Kai. Der 44-jährige Projektleiter betreut immer mehrere Baustellen gleichzeitig. Das Geschäft blüht, denn die Substanz vieler Nachkriegsbauten bröselt. Für ihn geht es darum, die Bauten möglichst schnell verschwinden zu lassen. Er weiß, dass ein falscher Griff der Baggerzange eine Katastrophe für die Anwohner bedeuten würde. Doch er versucht, gelassen zu bleiben, auch wenn mal nicht alles glattläuft: "Bei einem Abriss geht immer mal was schief. Das Wichtigste ist, dass keine Menschen zu Schaden kommen, alles andere kann man regeln." Aktuell machen er und seine Leute einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg platt, an dem links und rechts Mehrfamilienhäuser angrenzen, die erhalten bleiben sollen. Ein schwieriges Unterfangen - auch für die Anwohner. Ein halbes Jahr hat Kai für den Bunkerabriss einkalkuliert. Die Bauarbeiter sprengen die dicken Betonmauern und Decken klein, dann erst kann die Abrisszange sie packen. Stockwerk für Stockwerk arbeiten sie sich von oben nach unten durch. Sechs Etagen in sechs Monaten. Für die Anwohner ein Horrorszenario. Sie wohnen Wand an Wand zum Bunker. Kai P. versteht, dass ihnen nicht nur Lärm und Staub auf die Nerven gehen, sondern dass sie auch Angst um ihr eigenes Zuhause haben: "Ich möchte auch nicht sechs Monate so eine Baustelle neben meiner Wohnung haben. Auch wenn ich davon ausgehe, dass alles klappt und die Nachbargebäude nicht beschädigt werden, bedeutet Abriss immer Staub und Lärm." Kai stellt sich den Sorgen der Anwohner geduldig und versucht ihnen die Angst zu nehmen. Doch das gelingt nicht immer. Zahlreiche Beschwerden machen den Bauarbeitern das Leben schwer, und irgendwas läuft auf den Baustellen immer anders als gedacht. Das hat Kai auch am Bunker festgestellt. "Die Decke war nicht 1,40 Meter, sondern 2,20 Meter dick - da mussten wir öfter sprengen als gedacht. Das war dann doch ein bisschen lauter als geplant." Die "ZDF.reportage" begleitet die Männer vom Abrissunternehmen bei ihrer schwierigen Arbeit.
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Tödliche Rennen - Viel PS und keine Skrupel VERKEHR
In vielen deutschen Städten wurden bei illegalen Autorennen in den letzten Jahren immer wieder Menschen getötet oder schwer verletzt. Laut TÜV Rheinland sind illegale Autorennen kein Randphänomen, sondern eine ständig wachsende Bedrohung auf deutschen Straßen. Die Reportage begleitet Polizisten und schildert, wie die Beamten täglich versuchen, die Raserei im Stadtgebiet in den Griff zu bekommen. Polizeioberkommissar Claus-Dieter Paul möchte solche Rennen schon im Ansatz verhindern. Die Polizei zeigt deshalb an den Szene-Hotspots besonders offensiv Präsenz. Zusammen mit seinem Kollegen Michael Onasch konzentriert sich Claus-Dieter Paul jedoch nicht allein auf das Stilllegen von Fahrzeugen. Er sucht auch das Gespräch mit den "Cruisern", wie sie sich selber gerne nennen. Sascha ist so ein "Cruiser". Sein Credo: "Tuning ist ein Lebensgefühl". Dass er Unbeteiligte mit seiner Raserei in der Innenstadt gefährdet, findet er zwar auch nicht schön. Aber diese Gefahr nimmt er in Kauf, sie ist Teil des Kicks. Maximilian Warshitsky fehlt für diese Einstellung jedes Verständnis. Sein Vater kam im vergangenen Jahr bei einem illegalen Rennen auf dem Berliner Kurfürstendamm ums Leben.
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Schwere Fracht für harte Jungs - Der Hamburger Hafen DOKUMENTATION
Tonnenschwer, überdimensional groß und sehr teuer. Die Fracht, die sie verpacken, passt nicht in eine genormte Seekiste. Die Arbeit der Männer im Hamburger Hafen ist gefährlich. Die Jungs von der Schwerlogistik sind hart im Nehmen und es gibt eigentlich nichts, was sie nicht verladen können. Aber wenn ein Millionen teurer Riesenpropeller im Laderaum verstaut werden muss, ist das auch für die alten Hasen immer wieder eine Herausforderung. Hans-Henning Fischer ist Profi für diese schweren Fälle. Ein Leben lang arbeitet der 63-Jährige schon im Hafen - bei Wind und Wetter. Als Experte für Hafenumschlag und Logistik macht er den Hafennachwuchs und die Spezialisten nun für die ständig wachsenden Herausforderungen bei der Verladung von XXL-Fracht fit. Jung und Alt kommen zu ihm ins Training. Jan Seyer hat das alles schon lange hinter sich. Der 45-jährige Superintendent arbeitet seit 24 Jahren bei BUSS - ist dort verantwortlich für die Planung der Ladung. Er besichtigt die Schwergüter meist vorab, damit es bei der Verladung keine Überraschungen gibt. Selbstverständlich, dass er jede Aktion bis zum Schluss begleitet, um bei eventuellen Komplikationen eingreifen zu können. Abends trinken die Kollegen gerne gemeinsam ein Feierabendbierchen - am liebsten in ihrem Kiez - auf St. Pauli. Der Hamburger Hafen ist Visitenkarte und Wirtschaftsmotor der Hansestadt und ständig im Wandel. Fast täglich werden hier Terminals und Lagerflächen umstrukturiert und dabei traditionelle Arbeitswelten verändert oder abgeschafft. Denn der globale Güterverkehr fordert einen immer schnelleren und kostengünstigeren Warenumschlag in den Seehäfen. Der Transport von Containern ist hochgradig standardisiert und läuft meist vollautomatisch. Im Schwergutgeschäft hingegen braucht nahezu jede XXL-Fracht eine eigene Lösung für die Verladung, die Sicherung und den Transport auf dem Schiff. Individuelle Lösungen und echte Typen sind hier noch gefragt. Eine Reportage von Wolfgang Klauser über schwere Jungs im Hamburger Hafen.
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Die Feuerwache BERUF UND BILDUNG Alarm in Hamburg, D 2013
"Flugplatz, Zugverkehr, Straßen, Wasser, Wohnblocks und Villen - die Mischung macht es so interessant." Ein Revierwechsel kommt für den Oberbrandmeister Andreas Röder nicht infrage. Auch wenn es auf der Wache in Hamburg-Barmbek alles andere als ruhig zugeht.
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Die Trucker DOKUMENTATION Schwere Last auf Achse
Millionen Laster rollen täglich über deutsche Autobahnen. Sie transportieren Milliarden Tonnen Güter quer durch die Republik und kämpfen gegen die Zeit. Der Stress ist mörderisch, ganz besonders für die Fahrer. Kai, zum Beispiel, fährt seit 20 Jahren. Zwei Ehen und mehrere Freundschaften sind bei ihm in dieser Zeit kaputtgegangen. Jetzt soll alles besser werden - er heiratet zum dritten Mal.
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Die Abschlepper VERKEHR Guido räumt auf
Er ist wieder unterwegs: Der wohl schillerndste Abschlepp-Unternehmer Deutschlands nimmt erneut Falschparker an den Haken. Guido Dentz ist in Frankfurt bekannt wie ein bunter Hund. Gemeinsam mit seiner Frau Angela und seinem langjährigen Mitarbeiter Jürgen führt Guido Dentz das Familienunternehmen. Ein Job, der starke Nerven erfordert. Denn dort, wo seine Abschleppwagen aufkreuzen, ist Ärger häufig programmiert. Eine neue Herausforderung wartet auf das Abschlepp-Team: Rund um den Kirmesplatz stehen jede Menge Autos im Parkverbot. Das Ordnungsamt schreibt Strafzettel im Minutentakt. Guido und Jürgen müssen sich beeilen. Kommt der Falschparker nämlich noch gerade rechtzeitig zu seinem Auto, verlieren die Abschlepper Geld. Nur Wagen, die im sogenannten "Auto-Knast" landen, sind fette Beute. Kosten: 250 Euro und mehr. Klar, dass sich darüber auch an diesem Tag viele Fahrer richtig aufregen.
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Die Abschlepper VERKEHR Eine Familie mit Haken
Guido Dentz ist der wohl schillerndste Abschleppunternehmer Deutschlands. Er hat einen Job, den alle Autofahrer hassen. Doch Familie Dentz liebt ihr Geschäft - auch, wenn es Nerven kostet. Rund um die Uhr sind sie einsatzbereit - Urlaub oder Feierabend gibt es selten. Täglich haben sie es mit wütenden Falschparkern zu tun. Gleichzeitig arbeiten sie ständig unter extremem Zeitdruck. Denn nur ein erfolgreich abgeschlepptes Auto bringt den vollen Lohn.
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Tödliche Rennen - Viel PS und keine Skrupel VERKEHR
In vielen deutschen Städten wurden bei illegalen Autorennen in den letzten Jahren immer wieder Menschen getötet oder schwer verletzt. Laut TÜV Rheinland sind illegale Autorennen kein Randphänomen, sondern eine ständig wachsende Bedrohung auf deutschen Straßen. Die Reportage begleitet Polizisten und schildert, wie die Beamten täglich versuchen, die Raserei im Stadtgebiet in den Griff zu bekommen. Polizeioberkommissar Claus-Dieter Paul möchte solche Rennen schon im Ansatz verhindern. Die Polizei zeigt deshalb an den Szene-Hotspots besonders offensiv Präsenz. Zusammen mit seinem Kollegen Michael Onasch konzentriert sich Claus-Dieter Paul jedoch nicht allein auf das Stilllegen von Fahrzeugen. Er sucht auch das Gespräch mit den "Cruisern", wie sie sich selber gerne nennen. Sascha ist so ein "Cruiser". Sein Credo: "Tuning ist ein Lebensgefühl". Dass er Unbeteiligte mit seiner Raserei in der Innenstadt gefährdet, findet er zwar auch nicht schön. Aber diese Gefahr nimmt er in Kauf, sie ist Teil des Kicks. Maximilian Warshitsky fehlt für diese Einstellung jedes Verständnis. Sein Vater kam im vergangenen Jahr bei einem illegalen Rennen auf dem Berliner Kurfürstendamm ums Leben.
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Polizei im Einsatz RECHT UND KRIMINALITÄT Streife auf der Autobahn, D 2013
Defekte Bremsen, ungesicherte Ladungen, übermüdete Fahrer - viele Lkws auf deutschen Autobahnen sind tickende Zeitbomben. Die niedersächsische Autobahnpolizei hat bei Lkw-Kontrollen eine erschreckend hohe Trefferquote, wenn es um das Aufdecken von Verkehrsdelikten geht. Gleiches gilt für die Berliner Streifenpolizisten, die Tag für Tag auf den Straßen für Ordnung sorgen müssen. "SPIEGEL TV Wissen" hat die Beamten bei ihrer Arbeit begleitet und zeigt, was die Polizistinnen und Polizisten jeden Tag aufs Neue antreibt, ihren Dienst zu tun.
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ZDF-History GESCHICHTE Das Geheimnis der Mumien, CDN 2015
Der Pharao, der Legionär oder das Inka-Mädchen - ihre Mumien sind stumme Zeugen ihrer Zeit. Moderne Kriminaltechnik lüftet das Geheimnis, wer sie waren und wie sie starben. Viele der später Mumifizierten starben gewaltsam, wie die Moorleiche aus Irland, die erst für ein Opfer der IRA gehalten wurde. Der fast zwei Meter große Mann wurde vor über 2000 Jahren ins Jenseits befördert. Pathologen untersuchen alte und neuere "cold cases".
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