In dieser Folge der "Terra X"-Reihe "Eine kurze Geschichte über ..." erklärt der Geschichts-Blogger Mirko Drotschmann - alias "MrWissen2Go" - die Welt des Mittelalters. Das Mittelalter gilt als dunkel, rückständig und grausam. Aber war es das wirklich? YouTuber Mirko Drotschmann bringt Licht ins Dunkel. Er erzählt die Geschichte einer Epoche, die erstaunlich bunt und vielgestaltig war - eine filmische Reise durch 1000 Jahre. Das Mittelalter reicht vom 5. Jahrhundert nach Christus - als die Antike mit dem Untergang des Römischen Reiches im Westen zu Ende ging - bis zur Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch den Mainzer Johannes Gutenberg. Gewaltige Burgen und mehr als 100 Meter in den Himmel ragende Kathedralen zeigen eindrücklich, zu welchen Leistungen die Menschen im Mittelalter bereits fähig waren. Computeranimationen lassen auch die Bereiche der damaligen Welt wieder sichtbar werden, die heute längst verschwunden sind oder schon immer im Verborgenen lagen. Dazu gehören auch Himmel und Hölle. Für die Menschen im Mittelalter waren sie so real wie die Welt, die sie umgab. Mirko Drotschmann erklärt, was diese Weltsicht mit den Menschen gemacht hat. Noch heute sind viele mittelalterliche Redewendungen im Sprachgebrauch. Besonders viele stammen aus der Welt der Ritter, wie zum Beispiel die Formulierung "jemandem mit offenem Visier begegnen" oder "mit offenem Visier kämpfen" oder auch "für jemanden eine Lanze brechen". Aber was hieß das eigentlich, als Ritter zu leben, Herr auf einer eigenen Burg zu sein oder für den König zu kämpfen? Aus bis zu 150 Einzelteilen bestand eine Rüstung, die den Ritter vor Lanzen, Schwerthieben oder Pfeilen schützen sollte. Um sich in die Zeit hineinzuversetzen, wird Mirko Drotschmann von Kopf bis Fuß in eine Rüstung gesteckt. Ein wissenschaftliches Experiment soll Klarheit bringen, wie beweglich ein Ritter in voller Montur noch war. Die Teststrecke ist ein 400 Meter langer Hindernisparcours. Das verblüffende Ergebnis: Die gut 30 Kilogramm schwere, auf Maß gefertigte Rüstung ermöglicht einen nahezu vollen Bewegungsumfang. Frauen führten im Mittelalter ein besonders hartes Leben. Selbst im Kloster, wo sie nicht heiraten mussten und damit vor männlicher Willkür besser geschützt waren, besaßen sie nur eingeschränkte Rechte. Zu ihren traditionellen Aufgaben gehörte die Versorgung der Kranken und Schwangeren aus den umliegenden Dörfern. Dass Nonnen aber auch in Männerdomänen eindrangen und wie Mönche im Skriptorium Bücher kopieren durften, haben Paläontologen am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte herausgefunden. Im Zahnstein einer Nonne, die vor rund 900 Jahren in einem Kloster auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen begraben wurde, entdeckten sie Spuren von Lapislazuli. Aller Wahrscheinlichkeit nach gelangte der kostbare blaue Farbstoff beim Verzieren von Büchern in den Mund der Frau, beim Anlecken des Pinsels. Und das bedeutet, dass Frauen womöglich doch einen höheren Status hatten, als man bisher vermuten konnte. Das Mittelalter war alles andere als ein dunkles, düsteres Zeitalter. Vieles hat sich innerhalb der 1000 Jahre entwickelt: Städte sind wie Pilze aus dem Boden geschossen, Kathedralen in den Himmel gewachsen. Es gab große Fortschritte im Handwerk und in der Medizin. Und auch der Horizont der Menschen erweiterte sich: 1492 landete Kolumbus in der Neuen Welt, und Luthers Reformation rüttelte an der Vormachtstellung der katholischen Kirche. Die Menschen lenkten ihren Blick mehr und mehr auf das irdische Leben und stellten Überliefertes infrage. Damit war der erste Schritt auf dem Weg in die Moderne getan.
Vermüllt, versauert, ausgebeutet - Reha für die Ozeane
D 2021
30'
Der Astrophysiker Harald Lesch bereitet Themen aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen für die Zuschauer allgemein verständlich und mit einem Augenzwinkern auf.
Die Getränkeindustrie stellt jedes Jahr 470 Milliarden Plastikflaschen her, von denen die meisten nur einmal verwendet und dann weggeworfen werden. Coca-Cola, der weltweit größte Hersteller von Erfrischungsgetränken, hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um zu verhindern, dass seine Plastikflaschen die Umwelt verschmutzen. Doch das Unternehmen hat seine Ziele zur Verringerung des Plastikmülls schon oft verfehlt. Wird es also dieses Mal anders sein? In diesem Film wird Coca-Colas "Eine Welt ohne Müll"-Strategie unter die Lupe genommen. In den 1950er-Jahren wurde Coca-Cola ausschließlich in Glasflaschen verkauft, die das Unternehmen sammelte, wusch und wieder befüllte. Doch dann begann das Unternehmen, Mehrwegflaschen durch Einmal-Plastikflaschen zu ersetzen - ein Trend, der bis heute anhält. Nun verspricht Coca-Cola, Plastikmüll zu verringern, indem es seine Verpackungen zu 100 Prozent recycelbar macht, bis 2030 für jede Flasche oder Dose, die es verkauft, eine zu sammeln und zu recyceln - und zwar unabhängig davon, wo sie herkommt - und seine Flaschen zu 50 Prozent aus recyceltem Plastik herzustellen. Kritiker argumentieren jedoch, dass dieser Plan, der ausschließlich auf Recycling basiert, das Problem nicht lösen wird und dass wiederbefüllbare Flaschen die beste Lösung sind, da sie die Menge des anfallenden Plastiks reduzieren und so die Abfallsysteme entlasten. Kann der weltgrößte Hersteller von Erfrischungsgetränken angesichts des dringenden Handlungsbedarfs bei der Bewältigung des Problems wirklich eine Trendwende beim Plastikmüll herbeiführen?
Sind wir alle unfreiwillige Teilnehmer eines globalen unkontrollierten Experiments mit unserer Gesundheit? Dies zumindest meinen angesehene Forscher in aller Welt. Während Plastik im Laufe der Jahre immer mehr Einzug in unser Leben gehalten hat, kam es parallel zu einer unerklärlichen Zunahme einer Reihe von Krankheiten. Früher erkrankte eine von 20 Frauen an Brustkrebs - heute ist es jede Achte. Die Qualität der Spermien von Männern hat sich in den vergangenen 50 Jahren halbiert. Und die Zahl der Kinder und Erwachsenen, bei denen Aufmerksamkeitsstörungen diagnostiziert werden, hat explosionsartig zugenommen. Im Film kommen führende Forscher zu Wort - und ganz normale Menschen. Eine 40-jährige Frau mit aggressivem Brustkrebs, unfreiwillig kinderlose Paare und eine junge Frau mit ADHS. Sind diese Menschen Opfer von unglücklichen Zufällen - oder gibt es eine Erklärung? Die Forscher haben keine Zweifel: Sie wissen, dass unsere natürlichen Hormone durch Chemikalien, unter anderem aus Plastik, gestört werden können. Tierversuche haben gezeigt, dass vor allem im Fötusstadium gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten können und dadurch Krankheiten im späteren Leben programmiert sind.
Jedes Jahr steht der Amazonas am Ende der Trockenheit in Flammen. Auch wenn 2025 weniger dramatisch zu werden scheint: Im Jahr 2024 gab es so viele Brände wie seit 20 Jahren nicht. Grund hierfür vor allem: das Geld. Der Amazonas ist Spielball politischer Interessen und globaler Profitgier. Brandstiftung, illegale Abholzung und organisierte Umweltverbrechen wurden über Jahrzehnte geduldet. Das Geschäft mit Soja, Gold und Rindfleisch erwirtschaftet Milliarden - auch für Bürgermeister, Kongressabgeordnete und Banken. "Bedrohter Amazonas" ist ein Film über Feuer und Dürre, Verbrechen und Verantwortung. Albert Knechtel und Kameramann Sylvestre Campe reisen in die Brandgebiete nach Porto Velho und an den Rio Madeira, ins ausgetrocknete Herz des Regenwaldes. Sie sprechen mit jungen indigenen Aktivisten, die für ihre Rechte kämpfen, und treffen mutige Wissenschaftler unter Polizeischutz. Dieser Film zeigt, warum selbst Schutzgebiete brennen und wie der größte Einzelverkäufer durch Emissionszertifikate mithilfe hoher Staatsbeamter Brasilien um Hunderte Millionen geprellt hat. Warum sogar Präsident Lula an den Interessen der Agrarlobby scheitert, welche Rolle Europa dabei spielt und was Donald Trumps Abschaltung der wichtigsten Satelliten zur Beobachtung der Erderwärmung für den Amazonas bedeutet. Der Amazonas stirbt - fast verzweifelt klingt da der Appell von Brasiliens Umweltministerin Marina Silva: "Unser Planet ist endlich, aber unsere Gier ist unendlich. In den 500 Jahren unserer Kolonialisierung ist das Haben wichtiger geworden als das Sein."
PFAS - vier Buchstaben, 10.000 Substanzen: Die langlebigen Chemikalien sind in der Industrie äußerst beliebt. Aber sie sind gesundheitsschädlich und gelten teilweise als krebserregend. Ein Jahr lang recherchieren 46 Journalisten aus 16 europäischen Ländern mit Unterstützung von Experten im Umkreis von Tefal und Co. Sie stoßen auf Lobbyismus, Vertuschungskampagnen und Umweltskandale. Drücken sich die Konzerne vor der Verantwortung? PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen. Die wasser-, fett- und schmutzabweisenden Stoffe stecken in Regenjacken, Antihaft-Pfannen, Fast-Food-Verpackungen, Kosmetika oder E-Auto-Batterien. Das Problem: Sie sind nicht biologisch abbaubar und reichern sich daher in der Umwelt und im Körper an. Dieser Eigenschaft verdanken sie auch die Bezeichnung "Ewigkeitschemikalien". Eine davon ist PFOA, Perfluoroctansäure. Der inzwischen als krebserregend eingestufte Stoff ist bis 2012 Bestandteil der Geheimrezeptur für Teflon. Nachdem Pfannen-Hersteller Tefal über Jahrzehnte PFOA-haltigen Klärschlamm im Umkreis seines Werks im französischen Rumilly deponiert hat, ist das Grundwasser verseucht. 2022 wird das Trinkwasser in der kleinen Gemeinde als für den Verzehr ungeeignet eingestuft. Blutuntersuchungen in einer kleinen Gruppe zeigen: Die Anwohner haben PFOA im Blut, wobei die Werte mit der Dauer des Konsums von kontaminiertem Trinkwasser steigen. Tefal beteuert, sich stets an alle Vorschriften und Gesetze gehalten zu haben. Wie viele andere Chemiekonzerne nimmt das Unternehmen massiven Einfluss auf die Politik. Durch intensive Lobbyarbeit versucht die Branche, Beschränkungen oder gar Verbote der gesundheitsschädlichen Stoffe auszubremsen. In den USA führt Umweltanwalt Rob Bilott einen jahrelangen Prozess gegen Teflon-Erfinder DuPont und andere Chemiekonzerne und deckt einen Vertuschungsskandal von gigantischem Ausmaß auf: Über Jahrzehnte verschweigen die Unternehmen konsequent sämtliche neuen Erkenntnisse über die Gefahren und gesundheitlichen Folgen von PFOA, die ihnen vorliegen. Zwar werden die europäischen Kollegen gewarnt, doch auch hier unternimmt man ohne öffentlichen Druck nichts zum Schutz der Bevölkerung oder der Mitarbeitenden. Doch wie kann man der Gefahr begegnen? Aktivkohlefilter können PFOA aus Trinkwasser eliminieren - eine Praxis, die zwar teuer ist, aber bereits Anwendung findet. Die Sanierung aller verseuchten Böden in Europa würde Jahr für Jahr Milliarden verschlingen.
Der Klimawandel ist längst Realität: Extremwetter verwüsten Länder, zerreißen Gemeinschaften und treiben unzählige Menschen in die Flucht. Harald Lesch beleuchtet die Herausforderungen, die zwischen Anpassung, Verantwortung und technologischer Innovation liegen, und stellt die entscheidende Frage unserer Zeit: Wie lange wollen wir noch diskutieren, während andere schon ums Überleben kämpfen? Der Klimawandel schreitet Jahr für Jahr immer weiter voran. Bereits jetzt hat sich die Temperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um rund 1,5 Grad erhöht. Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sind zum einen schleichende Veränderungen wie schmelzende Gletscher, der Anstieg des Meeresspiegels oder die langsame Verschiebung von Klimazonen. Zum anderen verursacht die Erderwärmung Wetterextreme: Hitzewellen, Stürme oder Überschwemmungen. In Bangladesch, einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, sind Überflutungen und der steigende Meeresspiegel längst Teil des Alltags. Millionen Menschen sind innerhalb ihres eigenen Landes auf der Flucht - Klimaflüchtlinge ohne Alternative. Besonders bedroht sind marginalisierte Gruppen wie die "Manta People", nomadische Fischer ohne Rechte und ohne sichere Zuflucht. Ähnliche Probleme, aber andere finanzielle Möglichkeiten: Die Niederländer leben seit jeher mit dem Wasser. Das Meer ist Teil ihrer Identität und ihr größter Gegner zugleich. Knapp ein Drittel des Landes liegt unter dem Meeresspiegel, fast zwei Drittel sind überflutungsgefährdet. Der Klimawandel verstärkt das Problem. Unsere Nachbarn setzen auf Wasserschutzprogramme. Über 18.000 Kilometer Deiche und Anlagen sichern das Land. Um sicherzugehen, dass die Deiche dem Druck der Meere standhalten, werden sie einem Stresstest ausgesetzt. In einer speziellen Testanlage können die höchsten künstlichen Wellen der Welt erzeugt werden. Harald Lesch nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise rund um die Welt. Wie stemmen sich die einzelnen Regionen gegen die drohenden Katastrophen, und was können wir alle gemeinsam tun?
Der Klimawandel setzt den Alpen mächtig zu: Gletscher schmelzen, Pflanzen und Tiere verschwinden, Bergstürze und Lawinen bedrohen die Menschen. Was wird aus dem Naturparadies? Die Veränderungen wirken auch über die Gebirgsgrenzen hinaus: Die Alpen gelten als größter Süßwasserspeicher Europas. Schmelzen die Gletscher und fällt weniger Schnee, schwinden die Wasserreserven auch für die umliegenden Länder. Aus den Bergen werden viele Flüsse bis in entfernte Regionen kontinuierlich mit Wasser versorgt. Bleibt dieser Nachschub aus, schrumpfen sie in Hitzeperioden umso schneller. Die ausgetrockneten Flussbetten im Sommer 2018 und 2022 haben einen Vorgeschmack geliefert. Solche Bilder wird man häufiger sehen, wenn die Gletscher erst einmal verschwunden sind. Gletscherschwund und Schneemangel wirken sich auch auf den Wirtschaftsraum Alpen aus: Skitourismus ist zunehmend nur mit Kunstschnee und hohem technischem Aufwand möglich. In 30 Jahren wird das nur noch oberhalb von 1500 Metern rentabel sein. Viele Regionen müssen neue Konzepte entwickeln, um weiterhin vom Tourismus leben zu können. Die steigenden Temperaturen bedeuten für die Menschen aber auch eine direkte Gefahr: Der Permafrost schmilzt - das Eis im Inneren der Berge, das Gestein und Fels wie Kitt zusammenhält. Taut er, kommt es zu Felsstürzen. Um rechtzeitig warnen zu können, wird deshalb das Matterhorn von Geowissenschaftler Jan Beutel mit aufwendiger Technik überwacht. Davon profitieren Dörfer wie Randa im Schweizer Mattertal, wo sich im Jahr 1991 einer der größten Bergstürze der Alpen ereignete. Zusätzlich hat die Gemeinde in weitere Schutzmaßnahmen investiert: Betonschutzwälle, Fangnetze und Lawinenverbauungen. Anpassungsstrategien, die für ein Leben in den Bergen immer wichtiger werden. Sie sind auch nötig, um die engen Bergtäler vor Wetterextremen zu schützen: Geröll- und Wassermassen etwa haben im Sommer 2022 das Gegendtal in Österreich verwüstet. Der Klimawandel trifft aber nicht nur den Menschen, sondern verändert auch die Alpenflora und -fauna: Die Vegetationsperiode beginnt früher, die Waldgrenze wandert höher, und die kälteliebenden Tier- und Pflanzenarten wandern mit. Doch oben wird es eng. Forschende wie der Biologe Walter Arnold stellen fest, dass die "Generalisten" aus tiefergelegenen Berghängen die "Kältespezialisten", wie etwa die Murmeltiere, verdrängen. Auch das Pflanzenwachstum auf den Almwiesen verändert sich. Der Ökologe Michael Bahn von der Uni Innsbruck weist in seinen Untersuchungen zudem nach, dass durch die Kombination von Wetterextremen wie Dürre und Starkregen immer mehr Treibhausgase aus dem Boden entweichen und das Klima weiter aufheizen. Der Klimahotspot Alpen zeigt: Naturgefahren nehmen zu und bedrohen diesen Lebensraum. Wir müssen viel investieren, um uns zu schützen. Und es braucht neue Konzepte, um das Naturparadies zu erhalten.
Traumstrände, türkisblaue Lagunen, Luxusresorts: Rund 1,7 Millionen Touristen kommen jährlich auf den Archipel. Steigender Meeresspiegel, Müll und Extremismus bedrohen das Urlaubsparadies. Um dem wachsenden Tourismus und dem Landverlust durch Überschwemmung entgegenzuwirken, wird im großen Stil Land gewonnen. Multinationale Unternehmen erschaffen künstliche Inseln, vor allem als Baugrund für neue Hotels. Nicht ohne Folgen für die sensiblen Ökosysteme. Große Teile der Korallenriffe sterben ab und mit ihnen ein Teil der Tierwelt. Doch nicht nur die Umwelt der Malediven leidet. Auch politisch sieht sich die Bevölkerung des Inselstaates immer wieder mit Spannungen konfrontiert. Der Islam ist Staatsreligion, und Extremisten propagieren die Scharia. Viele von ihnen lehnen die Demokratie ab. Nur wenige Hundert Meter Luftlinie trennen freizügig bekleidete Touristinnen in Hotelanlagen von den Frauen und Mädchen des Archipels, die zunehmend nur noch komplett bedeckt auf die Straßen gehen. Ein politischer Umbruch scheint schwierig. Andersdenkende wie der ehemalige Staatspräsident Mohamed Nasheed müssen um ihr Leben fürchten.
Deutschland ist im Kokainrausch. Die Nachfrage steigt stetig. Internationale Drogenkartelle liefern. Das Geschäft ist brutal: Mord, Erpressung, Folter. Kokain bringt Rausch und Gewalt. Die Doku-Serie "Inside Kokain" taucht tief ein in das globale Kokain-Business. Christopher Stöckle folgt der Spur der Droge vom Dschungel Kolumbiens über Ecuador bis nach Deutschland. Und er bekommt sie alle vor die Kamera: Killer, Gangster und Drogenhändler. Noch nie gab es so viel Kokain wie heute, schätzen die Vereinten Nationen. Fast 2800 Tonnen werden demnach im Jahr produziert. Der Kokainhandel ist ein Mega-Business mit einem geschätzten Jahresumsatz von rund 500 Milliarden US-Dollar. Ecuador ist innerhalb weniger Jahre zu einem der größten Kokain-Umschlagplätze der Welt geworden und zum wichtigen Drehkreuz für den Schmuggel nach Europa. Das Land und seine Häfen werden als Transit genutzt. Der Drogenschmuggel hat Ecuador ins Chaos gestürzt. Bandengewalt, Korruption und Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Kartellen zerrütten das Land. Es geht um Einfluss und Vorherrschaft auf den lukrativen Schmuggelrouten nach Europa. Ein Milliardenbusiness, in dem gemordet, erpresst und bestochen wird. Immer wieder geraten dabei Unbeteiligte zwischen die Fronten. So werden selbst diejenigen, die nichts mit dem Geschäft zu tun haben, hineingezogen in den Drogenkrieg. Die Hafenstadt Guayaquil, einst friedlich und sicher, weist heute eine der höchsten Mordraten weltweit auf. Um zu verstehen, wie die Gewalt in Ecuador eskalieren konnte, folgt die Dokumentation der Spur des Kokains über die Grenze nach Kolumbien. Tief im Dschungel, an den feuchtwarmen Hängen der Anden, wächst der Kokastrauch. Die Blätter sind der Rohstoff für das Kokain. In keinem anderen Land der Welt wird mehr Kokain produziert als in Kolumbien. Die Bauern, die mit dem Koka-Anbau ihren Lebensunterhalt finanzieren, leben in Angst vor den Kartellen und ihren Killern. Wer sich nicht an die Regeln der Kartelle hält, wird getötet. Polizei und Militär sind im Dauereinsatz. Dennoch deutet alles darauf hin, dass mehr Kokain denn je produziert, geschmuggelt und konsumiert wird. In Europa steigt die Nachfrage - und in Südamerika eskaliert die Gewalt. Mehr unter https://diespur.zdf.de
Deutschland ist im Kokainrausch. Die Nachfrage steigt stetig. Internationale Drogenkartelle liefern. Das Geschäft ist brutal: Mord, Erpressung, Folter. Kokain bringt Rausch und Gewalt. Die Doku-Serie "Inside Kokain" taucht tief ein in das globale Kokain-Business. Christoph Stöckle folgt der Spur der Droge vom Dschungel Kolumbiens über Ecuador bis nach Deutschland. Und er bekommt sie alle vor die Kamera: Killer, Gangster und Drogenhändler. Große Mengen Drogen werden von Kolumbien nach Ecuador geschmuggelt. In Schiffscontainern, meist versteckt zwischen Bananen, wird das Kokain dann weiter nach Europa und nach Deutschland transportiert. Die Kartelle erpressen Lkw-Fahrer und Mitarbeiter im Hafen, um das Kokain an Bord der Frachter zu bekommen. Wer sich weigert, wird bedroht oder getötet. Und wenn eine Route auffliegt, finden die Kartelle sofort neue Wege. Der Kokainhandel zersetzt die Staatsgewalt in Ecuador. Brutale Banden herrschen, und Korruption durchzieht das Land, selbst Kinder werden rekrutiert und als Killer eingesetzt. Und die Kartelle haben weite Teile des Staates längst unter ihrer Kontrolle. Sie schmieren Beamte, bestechen Polizisten und kaufen Politiker. Wer ihre Geschäfte stört, wird aus dem Weg geräumt. So, wie der Präsidentschaftskandidat Fernando Villavicencio. Die Mutigen, die den Drogenbanden den Kampf ansagen, riskieren jeden Tag ihr Leben. Viele wollen mitverdienen am lukrativen Kokaingeschäft. Nicht immer ist klar, wer die Guten und wer die Bösen sind. Militär und Polizei demonstrieren Stärke - aber immer wieder gibt es Fälle, dass auch Polizisten, Politiker und andere Vertreter des Staates sich bestechen lassen und Teil des gewaltsamen Kokainhandels werden. In Ecuador herrscht ein brutaler Drogenkrieg, die Kartelle schaffen es, immer mehr Einfluss in nahezu allen gesellschaftlichen Schichten zu gewinnen. Noch halten einige aufrichtige Politiker, Staatsanwälte und Polizisten dagegen - doch sie stehen vor einer schweren Aufgabe. Mehr unter https://diespur.zdf.de
Deutschland ist im Kokainrausch. Die Nachfrage steigt stetig. Internationale Drogenkartelle liefern. Das Geschäft ist brutal: Mord, Erpressung, Folter. Kokain bringt Rausch und Gewalt. Die Doku-Serie "Inside Kokain" taucht tief ein in das globale Kokain-Business. Christopher Stöckle folgt der Spur der Droge vom Dschungel Kolumbiens über Ecuador bis nach Deutschland. Und er bekommt sie alle vor die Kamera: Killer, Gangster und Drogenhändler. Polizei, Zoll und Staatsanwaltschaft sind sich einig: Deutschland wird derzeit mit Kokain überschwemmt. Die Nachfrage ist groß - und die Kartelle liefern. Abwasserproben legen nahe, dass allein in Berlin jedes Jahr mehr als eine Tonne Kokain konsumiert wird. Tendenz: steigend. Das Kokain kommt vor allem aus Ecuador und dann über die großen Überseehäfen in Antwerpen, Rotterdam und Hamburg zu uns. Europa ist nach den USA der zweitwichtigste Markt für die Kokain-Kartelle. Fast jede vierte Line Koks weltweit wird mittlerweile in Europa konsumiert - von Menschen aus allen sozialen Schichten. Trotz umfangreicher Sicherstellungen - allein in Deutschland konnten die Behörden seit dem Jahr 2023 43 Tonnen Kokain beschlagnahmen - bleibt das Angebot an Kokain enorm. Der Reinheitsgrad der Drogen habe sich seit 2010 etwa verdoppelt, sagen Experten. Offenbar müssten die Drogen zum Geldverdienen nicht mehr gestreckt werden. Dies sei ein Indiz dafür, dass wohl ausreichend Stoff auf dem Markt sei. Mit dem Drogenhandel breitet sich in Europa aber auch die Gewalt aus, die bislang vor allem in Südamerika zu beobachten ist. Drogenbanden konkurrieren um Reviere, Zugänge und Kontakte. Und diese Kämpfe werden zunehmend auch auf europäischem Boden ausgetragen: mit viel Gewalt und Brutalität, die selbst erfahrene Ermittler erschüttert. Durch das Knacken kryptierter Chatdienste ist es Ermittlungsbehörden zwar gelungen, Einblicke in eine kriminelle Parallelwelt zu erlangen. Freimütig hatten sich Bandenmitglieder über Kokainlieferungen, Schmuggelrouten und auch Auftragsmorde ausgetauscht. Trotz der Ermittlungserfolge konnte das große Geschäft mit dem Kokain aber nicht gestoppt werden. Fliegt eine Schmugglerroute auf, finden die Kriminellen schnell neue Wege, die Drogen ins Land zu bringen, sagen Ermittler. Die Politik ist alarmiert. Bundesinnenministerin Nancy Faeser sieht die Gefahr: Auf verschiedenen Ebenen schließen sich Behörden auch international zusammen, um konzentriert und gemeinsam gegen die Banden vorzugehen. Es gehe vor allem darum, die Kokainlieferungen bereits in Südamerika abzufangen - oder zumindest zu identifizieren, sagt sie. Denn sind die Drogen erst einmal in Europa, sei es sehr schwer, sie aus dem Handel zu nehmen. Die Drogenkartelle seien der Polizei oftmals eine Nasenlänge voraus. Mehr unter https://diespur.zdf.de
Ein mexikanischer Ex-Bundespolizist enthüllt, was die Öffentlichkeit nie erfahren sollte: Anstatt die Bevölkerung zu schützen, beging er auf Geheiß der Regierung unzählige Straftaten. Eigentlich sollten sie dem mexikanischen Volk dienen - doch sie wurden zu Marionetten von korrupten hochrangigen Regierungsmitgliedern. "El Boa" erzählt, wie die Bundespolizei als Leibwächter, Schmuggler und Sicarios für das Sinaloa-Kartell fungiert haben. Brisant: Der Sekretär für Innere Sicherheit, Genaro García Luna, wird beschuldigt, von diesen Vorgängen nicht nur gewusst, sondern sie aktiv unterstützt zu haben. Im Gegenzug für üppige Bestechungsgelder soll er dafür gesorgt haben, dass das Sinaloa-Kartell ungestört seinen Geschäften nachgehen kann. Dazu soll er rivalisierende Kartelle bekämpft haben. Erbitterte Kämpfe zwischen den Kartellen und ihren Zellen folgten - und mit ihnen ein Blutvergießen bisher ungekannten Ausmaßes.
Im Jahre 2008 eskaliert der Drogenkrieg. Gewalt und Blutvergießen nehmen erschreckende Ausmaße an. Doch um die Kriminalität einzudämmen, müssen die USA und Mexiko weiterhin kooperieren. Nicht nur Drogen werden über die US-amerikanisch-mexikanische Grenze geschmuggelt; auch Waffen sind eine begehrte Ware. Unscheinbare Mittelsmänner kaufen in den USA im großen Stil Kriegswaffen für mexikanische Kartelle - und die US-Regierung weiß Bescheid. Nichts in diesem Krieg gegen die Drogen ist so, wie es scheint. Vermeintlich unschuldige Familienväter wissen den Konflikt für sich zu nutzen, und Politiker sind bereit, über Leichen zu gehen, um ihre Ziele zu erreichen. Doch für sie alle gilt: Wer mit dem Teufel tanzt, verbrennt sich schnell die Finger.
Trotz jahrelanger Bemühungen gelingt es den USA nicht, "El Chapo", den Chef des Sinaloa-Kartells, zu fassen. Ein Verdacht kommt auf: Könnte die mexikanische Bundespolizei damit zu tun haben? Die Kooperation der USA mit Mexiko im Krieg gegen den Drogenhandel könnte ein abruptes Ende nehmen. Denn als "El Chapo" endlich gefasst wird, scheint das nicht nur eine Überraschung für den Drogenboss selbst zu sein, sondern auch für die mexikanischen Behörden. Die offenbare Sabotage der Ermittlungen durch die mexikanischen Nachbarn scheint nicht nachzulassen. Mehr denn je üben die Kartelle ihre Macht über das Land aus und greifen sogar in politische Wahlen ein. Als die US-amerikanische Drogenbekämpfungsbehörde DEA im Jahr 2020 Mexikos ehemaligen Sekretär für nationale Verteidigung verhaftet, ist der Erfolg nur von kurzer Dauer. Kann die US-amerikanische DEA der mexikanischen Regierung überhaupt noch vertrauen?
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika, vor allem Bolivien und Kolumbien, spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Die Geschichte beginnt 1979, als der US-amerikanische DEA-Agent Mike Levine nach Buenos Aires versetzt wird, um den Drogenhandel in Südamerika zu stoppen. Durch eine Informantin erfährt er von Roberto Suarez, dem angeblich größten Drogenbaron der Welt. Wer ist dieser "König des Kokains", den bislang niemand in der Drogenbekämpfungsbehörde auf dem Schirm hatte? Und was plant er gemeinsam mit dem einflussreichen Klaus Altmann, der seine wahre Identität als ehemaliger NS-Kriegsverbrecher lange Zeit verheimlichen kann? Gelingt es Levine, Suarez und seinen Clan in eine Falle zu locken? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika und vor allem Bolivien und Kolumbien spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Die Geschichte beginnt 1979, als der US-amerikanische DEA-Agent Mike Levine nach Buenos Aires versetzt wird, um den Drogenhandel in Südamerika zu stoppen. Sein Undercover-Plan gegen Roberto Suarez, den "König des Kokains", scheint zunächst aufzugehen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Anstatt im Gefängnis zu landen, gelingt es dem Suarez-Clan immer erfolgreicher, die Strippen im Land zu ziehen. Im Juli 1980 kommt es in Bolivien zum "Kokainputsch" und infolge dessen zur grausamen Diktatur unter Präsident García Meza. Welche Rolle spielt der NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie dabei, der unter dem Decknamen Klaus Altmann eng mit Roberto Suarez zusammenarbeitet? Und kann es Mike Levine in dieser Situation trotzdem noch gelingen, seine Mission zum Ziel zu führen? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Ex-Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika und vor allem Bolivien und Kolumbien spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Nach dem Putsch vom Sommer 1980 ist Roberto Suarez auf dem Höhepunkt seines Erfolges: Sein Drogenhandel floriert weit über die bolivianischen Grenzen hinaus, die Militärdiktatur unter Präsident García Meza lässt ihm freie Hand. Entscheidender Strippenzieher ist sein enger Vertrauter Klaus Barbie, der als "Schlächter von Lyon" bekannt gewordene Ex-Nazi. Unter dem Decknamen Klaus Altmann hat er in Bolivien einen einflussreichen Machtapparat aufgebaut. Die von ihm kontrollierten "Novios de la Muerte" - die "Verlobten des Todes" - verbreiten als grausame Gruppe von Neonazi-Söldnern Angst und Schrecken im Land. Doch der internationale Druck, vor allem durch die USA, nimmt zu. Bolivien wird mehr und mehr isoliert. Wie lange kann sich das Regime noch halten, das den Drogenhandel von Suarez genauso schützt wie die falsche Identität Klaus Barbies? Und kann die Drogenbekämpfungsbehörde unter Mike Levine beweisen, dass die CIA schon viel früher involviert war als offiziell bekannt? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Ex-Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
Big Tech weiß mehr über die Menschen als sie selbst. Wie Google, Facebook, Amazon und Co. dank personenbezogener Daten zu den mächtigsten und gefährlichsten Firmen der Welt wurden. Der Aufstieg der großen Tech-Konzerne beruhte nicht nur auf innovativer Computertechnik. Denn schon früh setzten sie auf Psychologie, um Nutzungsverhalten zu manipulieren. So wurde die Nutzung der Daten zum Geschäftsmodell. Die Geschichte ist faszinierend: Aus der Hippie-Ära entstehen viele der digitalen Großkonzerne. Es beginnt im Silicon Valley der 1970er-Jahre und führt zu den heutigen Monopolen von Google, Amazon, Facebook und Apple. Der Film zeigt, wie aus idealistischen Visionen ein milliardenschweres Geschäftsmodell mit Überwachung, Datenhandel und Manipulation geworden ist - und warum viele Menschen heute kaum noch ohne diese Konzerne leben können. "Die gefährlichsten Firmen der Welt - Big Tech" untersucht die Macht globaler Digitalkonzerne. Sie zeigt, wie Daten, Algorithmen und Plattformen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändern - und wie schwer sie noch zu kontrollieren sind.
Algorithmen entscheiden, was wir sehen, denken und wählen. Facebook, Google & Co. verdienen mit Daten nicht nur Geld - sie manipulieren Meinungen und beeinflussen Wahlen. Wie sind Daten zur politischen Waffe geworden? Es begann spätestens mit Obamas Wahlkampf bis hin zum Skandal um Cambridge Analytica und Donald Trump. Insider und Whistleblower enthüllen, wie Profile, Emotionen und Ängste gezielt gesteuert werden. Die zweite Folge beleuchtet die politische Dimension der Datenmacht. Sie zeigt, wie Facebook und andere Plattformen psychologische Profile erstellen, wie Algorithmen Emotionen manipulieren und politische Kampagnen steuern. Anhand von Fällen wie Cambridge Analytica, Facebook-Experimenten und internationalen Beispielen wird deutlich, wie fragil Demokratie und Öffentlichkeit im Zeitalter der exzessiven Datensammlung geworden sind. "Die gefährlichsten Firmen der Welt - Big Tech" untersucht die Macht globaler Digitalkonzerne. Sie zeigt, wie Daten, Algorithmen und Plattformen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändern - und wie schwer sie noch zu kontrollieren sind.
Lars Windhorst setzt auf Wunderkind-Image und Charisma. Ralf Dümmel und Georg Kofler nutzen ihre TV-Prominenz. Viele Anleger lassen sich locken - die Folge: Millionenbeträge sind weg. Blender in der Wirtschaft sind häufig schwer zu durchschauen. Viele von ihnen haben Ausstrahlung, Überzeugungskraft und gute Manieren. Ihre Tricks verbergen sie hinter Zahlenkolonnen und einer überzeugenden Geschichte. Warum erliegen wir so oft dem schönen Schein? Lars Windhorst gilt als Wunderkind der deutschen Wirtschaft. Selbst von Insolvenzen und einem Flugzeugabsturz lässt er sich nicht bremsen. Seit Jahren eilt der Finanzinvestor von einem Deal zum nächsten: Millionen für den Fußballklub Hertha BSC oder die maroden Flensburger Werften FSG und Nobiskrug, die angeschlagene italienische Dessous-Firma "La Perla" oder das Ihme-Zentrum in Hannover - Windhorst mischt überall mit. Er ist das Stehaufmännchen der Branche, ein Millionenjongleur mit zweifelhaftem Ruf. Seine Geschäftspartner, Anleger und Angestellten verlieren häufig viel Geld oder ihre Jobs. Dennoch macht Windhorst weiter. Wie funktioniert das "System Windhorst"? Gute drei Jahre ist es her, dass die beiden TV-Stars Ralf Dümmel und Georg Kofler gemeinsam die Glocke der Frankfurter Börse läuten. Die beiden Unternehmer strahlen in die Kameras, fallen sich in die Arme und schwärmen von der großen Erfolgsgeschichte ihrer "Social Chain AG". Tausende Anleger lassen sich von den Versprechen und dem scheinbar jungen Geschäftsmodell locken. Sie sehen die beiden Manager in der Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" und denken: Wer gut einschätzen kann, ob ein Start-up Erfolg hat, der ist selbst ein brillanter Unternehmer. Doch die "Social Chain AG" scheitert, und die Aktien - im November 2021 noch mit 54 Euro bewertet - sind nur noch wenige Cent wert. Viele Privatanleger fühlen sich aufs Kreuz gelegt. Was ist schiefgelaufen? Zwei Expertinnen analysieren die Tricks der "smarten Verführer": Sandra Navidi lebt und arbeitet in New York. Die Finanzexpertin kennt die Mechanismen der Finanzbranche. Die britische Kriminalpsychologin Kerry Daynes kann auf 25 Jahre Erfahrung als Gutachterin zurückgreifen. Sie schult die britische Polizei und tritt als Expertin vor Gericht auf. Die Dokumentation zeigt, warum unsere Alarmsignale, die "red flags", bei manchen Finanzdeals nicht funktionieren. Warum setzt bei "smarten Verführern" unser Verstand aus? Eitelkeit, Größenwahn, Gier nach Geld - die Fortsetzung der Doku-Reihe "Die smarten Verführer" taucht ein in die schillernde Welt der Finanzjongleure und Millionenmänner und beleuchtet ihre Motive.
Die smarten Verführer - Hochstapler in der Wirtschaft
Blut, Wind und das große Geld
D 2023
45'
In der Wirtschaft zählen nicht nur Zahlen. Zuweilen entscheidet der schöne Schein über Erfolg oder Pleite. Immer wieder in den Schlagzeilen: glamouröse Hochstapler und ihre Geschichten. Sie wickeln Investoren um den Finger, blenden mit Charme und Eloquenz. Am Anfang steht oft eine scheinbar geniale Geschäftsidee - in vielen verschiedenen Branchen: Co-Working, Kryptowährungen, Finanzdienstleistungen. Am Ende verlieren Investoren und Kunden ihr Geld. Um in modernen Zeiten mit seinem Unternehmen durchzustarten, braucht es Ausstrahlung, Überzeugungskraft, gute Manieren, ein perfektes Sozialverhalten und Durchhaltevermögen. Auch wenn die Geschichte dünn ist: Häufig gelingt es den Talenten, das Narrativ vom Erfolg über Monate und Jahre durchzuhalten. Die "White Collar"-Täter, Hochstapler mit dem weißen Kragen, sind schwer zu durchschauen und noch schwerer vor Gericht zu stellen. Denn nicht alles ist illegal, manche Masche gar nicht justiziabel. Ihre Tricks verbergen sie gern hinter Zahlenkolonnen und Briefkastenadressen, hinter Firmennetzwerken und Scheinunternehmen. Selbst gestandene Finanzprofis, Wirtschaftskapitäne und Staatsunternehmen stecken Millionen in Start-ups, die sich nach Jahren als großer Bluff erweisen. Erst im Nachhinein sind alle schlauer - doch das Geld ist meist weg. Mit einer faszinierenden Geschäftsidee gewinnt die junge Elizabeth Holmes das Vertrauen der Anleger. Anhand eines Bluttropfens will sie Hunderte Krankheiten erkennen - von Krebs bis HIV. Nach Jahren entpuppt sich alles als Schwindel. Hendrik Holt macht als "Windkraft-Wunderkind" Karriere. Er verkauft internationalen Energieunternehmen riesige Windparks. Doch die gibt es nur auf dem Papier. Die Greensill Bank in Bremen lockt mit Traumzinsen. 40 Städte und Gemeinden investieren Steuergelder. Dann stellt sich heraus: Das Mutterhaus Greensill Capital braucht Geld für immer riskanter werdende Lieferkettenfinanzierungen. Das Geschäftsmodell fällt wie ein Kartenhaus zusammen - und die Steuergelder sind weg. Drei Experten und Expertinnen analysieren die Tricks der Hochstapler: Die Finanzmarkt-Kennerin Sandra Navidi lebt und arbeitet in New York, einen Katzensprung von der Wall Street entfernt. Die Kriminalpsychologin Kerry Daynes aus Großbritannien kann auf 25 Jahre Erfahrung als Gutachterin zurückgreifen. Sie besucht Täter in ihren Zellen, schult die britische Polizei und tritt als Expertin vor Gericht auf. Professor Uwe Kanning lehrt und forscht an der Universität Osnabrück. Sein Spezialgebiet ist die Wirtschaftspsychologie. Die zweiteilige Dokumentation "Die smarten Verführer - Hochstapler in der Wirtschaft" beschreibt die spektakulärsten Fälle der letzten Jahre.
Eine Berlinerin dealt jahrelang mit Luxushandtaschen von Hermès & Co. Die wohlhabenden Käuferinnen vertrauen der charismatischen Frau. Bis herauskommt: Etliche der Modelle sind Fälschungen. Die Masche der attraktiven It-Bag-Dealerin: Sie gehört selbst zur Hautevolee Berlins, geht in Luxusboutiquen ein und aus und umschmeichelt vermögende Taschenliebhaberinnen mit Komplimenten. Deshalb vertrauen ihr die Käuferinnen - ein Fehler. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die getäuschten Käuferinnen berichten von hohen fünfstelligen Beträgen, die sie verloren haben. Denn Handtaschenmodelle wie Hermès Birkin oder Kelly werden selbst auf dem Secondhandmarkt noch hoch gehandelt, kosten auch hier nicht selten über 8000 und bis zu 50.000 Euro - oder gar mehr. Der Grund: Sogar für Betuchte ist es schwierig, eine solche Tasche direkt bei Hermès zu bekommen, denn die Lieferzeiten sind lang, und oft bekommen Kunden nicht einmal ihr Wunschmodell. Echte Fans und Sammler sind deshalb empfänglich für günstige Angebote ohne Wartezeit. Beste Voraussetzungen für das lukrative Geschäft von Fälschern und Betrügern. Das Risiko, auf sogenannte Superfakes hereinzufallen, ist deshalb groß. Doch noch schwerer als der finanzielle Verlust wiegt für die Betroffenen die menschliche Enttäuschung. Denn auch der enge freundschaftliche Kontakt, den die Taschenhändlerin bewusst mit ihnen pflegte, war nicht echt.
Die smarten Verführer - Hochstapler in der Wirtschaft
Crypto-Pleite, "WeCrashed" und der Fall Wirecard
D 2023
45'
Eine Handtasche klauen kann jeder, für einen Wirtschaftscoup braucht es mehr: Ausstrahlung, Überzeugungskraft, gute Manieren, ein perfektes Sozialverhalten und Durchhaltevermögen. Die "White Collar"-Täter, Hochstapler mit dem weißen Kragen, sind schwer zu durchschauen und noch schwerer vor Gericht zu stellen. Denn nicht alles ist illegal, manche Masche einfach nur genial. Selbst absolute Finanzprofis werden zuweilen geblendet. Ihre Tricks verbergen sie gern hinter Zahlenkolonnen und Briefkastenadressen, hinter Firmennetzwerken und Scheinunternehmen. Sam Bankman-Fried gilt als "König der Krypto-Welt", sein Unternehmen FTX zählt zu den größten Krypto-Börsen der Welt. Dann bricht alles zusammen, und der Unternehmer muss sich wegen Geldwäsche und Finanzmanipulationen vor Gericht verantworten. Einst war der Unternehmer Adam Neumann 14 Milliarden Dollar schwer. Er hat den Büroraum-Riesen WeWork geschaffen. Doch sein ausschweifender Lebensstil bringt den Manager zu Fall; ein geplanter Börsengang muss abgesagt werden. Jan Marsalek gilt als Mastermind des Wirecard-Skandals. Während sich seine ehemaligen Vorstandskollegen vor Gericht verantworten müssen, ist Marsalek auf der Flucht. Hat er frühzeitig Millionen zur Seite geschafft für ein Leben nach dem Wirecard-Zusammenbruch? Die zweiteilige Dokumentation "Die smarten Verführer - Hochstapler in der Wirtschaft" beschreibt die spektakulärsten Fälle der letzten Jahre. Drei Experten entlarven die Strategien der Hochstapler.
Donald Trump ist ein US-Präsident wie keiner vor ihm. Atemlos verfolgt die Welt eine "Politik der Abrissbirne" mit ihren Traditionsbrüchen, Stellungswechseln und Widersprüchen. Das Konzept von "Flood the Zone with Shit", einst ausgerufen von Trump-Flüsterer Steve Bannon, zeigt Wirkung: Öffentlichkeit und Medien kommen nicht mehr hinterher. Die Medien schaffen es nicht, all die Falschbehauptungen, Gesetzesbrüche und Dummheiten ans Licht zu bringen und zu untersuchen, während die MAGA-Maschinerie weiter nach vorne stürmt. Die Dokumentation "Trump und das Silicon Valley - Staatsstreich der Tech-Milliardäre" zeigt unter der stürmischen Oberfläche mächtige Grundströme, die die USA beharrlich in eine neue Welt treiben. Anführer der digitalen Revolution - es sind fast ausschließlich Männer - bemannen die Trump-Administration mit ihren Leuten. Vizepräsident JD Vance an der Spitze. Ihre Mission: dafür sorgen, dass alle Beschränkungen für ihre Unternehmen und Auftraggeber fallen. Projekte wie Kryptowährungen, der Einsatz künstlicher Intelligenz in allen Bereichen von Wissenschaft, Wirtschaft und Militär, ungehemmte, unterschiedslose Verbreitung von News, Legenden und Behauptungen und rücksichtslose Ausbeutung natürlicher Ressourcen sollen die USA zur Übermacht des 21. Jahrhunderts machen. Sonst, so ihr Argument, wird China diese Position einnehmen. Alles muss mit Hypergeschwindigkeit gehen, wie der Über-Unternehmer Elon Musk es vorgemacht hat. Innehalten, nachdenken, gesellschaftliche Leitplanken sind für sie bloß Hindernisse. Ethik und moralische Bedenken - etwa gegen Eugenik, Optimierung des menschlichen Erbguts - sind was für Feiglinge. Die westliche Welt soll ihre altmodische Abneigung gegen autokratische Führer überwinden. Demokratie ist ihnen zu langsam. Sie wollen die USA führen wie ihre Unternehmen. Unter einem machtvollen Anführer. Noch hat sich Widerstand dagegen nicht formiert. Mahner aus Medien, Universitäten und NGOs blicken hoffnungsvoll nach Europa - dort soll ihr Amerika ein Vorbild finden. Angela Andersen und Claus Kleber haben wiederholt über den "Tsunami an Innovation" aus dem Tal bei San Francisco berichtet. Diesmal treffen sie bei ihrer Reise durch die "Schöne Neue Welt" aufs Höchste alarmierte Mahner und Warner. Noch sei es nicht zu spät, die Dinge ans Licht zu bringen und den Kurs zu ändern, sagen sie.
Vom Nerd zum Tech-Oligarchen: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gehört zu den mächtigsten Menschen der Welt. Einst schüchterner Geek, hat er inzwischen einen klaren Imagewandel vollzogen. Er spendet großzügig an den Fonds für die Amtseinführung von Donald Trump, fordert in einem Podcast mehr männliche Energie in Unternehmen und schafft nach einem Besuch in Mar-a-Lago die Faktenchecks von Meta ab. Ist ihm alles recht, um sein Imperium zu retten? Bei Trumps Amtseinführung 2025 sitzt Zuckerberg zusammen mit Amazon-Chef Jeff Bezos und Tesla-Boss Elon Musk in der ersten Reihe. Dabei gibt sich Zuckerberg in seiner bisherigen Laufbahn eher liberal - nimmt an der Gay Pride in San Francisco teil, holt sich mit Sheryl Sandberg eine Frau als Geschäftsführerin an seine Seite und sympathisiert offenkundig mit Barack Obama. Haben ihn die vielen Skandale und Anhörungen rund um Meta mürbe gemacht? In den vergangenen Jahren muss sich Zuckerberg wiederholt wegen des missbräuchlichen Umgangs mit Nutzerdaten und der negativen Auswirkungen sozialer Netzwerke auf Kinder und Jugendliche rechtfertigen. Mit gewissen Zugeständnissen an die aktuelle Regierung scheint er nun den Weg des geringeren Widerstandes einzuschlagen. Die Dokumentation zeichnet den Aufstieg Zuckerbergs vom Harvard-Studenten zum Tech-Guru nach und beleuchtet, wie die einzelnen Stationen seine weitere Entwicklung beeinflusst haben.
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
Im hohen Norden wächst die Anspannung: Norwegen, Schweden und Finnland rüsten auf, weil Russland seine militärische Präsenz in der Arktis und entlang der Nordgrenzen verstärkt. Der Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO verändert das strategische Gleichgewicht in Nordeuropa. Militärmanöver, Spionagevorwürfe und verstärkte Sicherheitsmaßnahmen prägen zunehmend den Alltag der Menschen dort. Ist der Frieden tatsächlich bedroht? Der nördliche Teil Europas erlebt eine sicherheitspolitische Zeitenwende. Jahrzehntelang galt Skandinavien als neutrale Pufferzone zwischen Ost und West. Doch seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat sich das Machtgefüge verschoben. Norwegen, Schweden und Finnland investieren in neue Waffensysteme, erhöhen Verteidigungsbudgets und trainieren den Ernstfall gemeinsam mit der NATO. Auch in der Arktis, wo strategische Ressourcen und Seewege eine immer größere Rolle spielen, wächst die militärische Präsenz. Russland verstärkt dort seine Aktivitäten - ein Signal an die Nachbarn, aber auch an den Westen insgesamt. Die neuen Spannungen wirken sich auch auf das tägliche Leben aus. Küstenwachen und Luftstreitkräfte sind in erhöhter Bereitschaft. Finnland prüft seine Luftschutzbunker, Schweden verteilt Broschüren zur Krisenvorsorge. Auch in Norwegen wächst die Aufmerksamkeit für den Schutz kritischer Infrastruktur. Gleichzeitig rücken die Menschen in Skandinavien enger zusammen und erkennen die Notwendigkeit der neuen Sicherheitsmaßnahmen. Sie bereiten sich aktiv auf mögliche Krisenszenarien vor und zeigen Bereitschaft, ihr Land im Ernstfall zu verteidigen. Experten, Militärs und Einwohner schildern, wie sich das tägliche Leben verändert - zwischen Abschreckung, Angst und dem Versuch, den Frieden im Norden zu bewahren.
Führt der russische Geheimdienst eine Akte über US-Präsident Donald Trump? Welchen Stellenwert nehmen Russlands Interessen in der amerikanischen Außenpolitik ein? Gibt es eine Verbindung? Fakt ist: Donald Trump pflegt schon seit Jahrzehnten Beziehungen zu Russland. Ex-KGB-Spione sowie Mitarbeiter von FBI und CIA geben Einblicke in die Welt der Spionage, die Zeit des Kalten Krieges und in Trumps weitverzweigtes Netz von Verbindungen nach Russland. Während des Kalten Krieges infiltrieren zahlreiche russische Geheimagenten verschiedenste politische und wirtschaftliche Organisationen in den USA. Neben Industriespionage steht auch die Annäherung an wichtige politische Einflussnehmer im Vordergrund der Missionen. Trumps Verbindungen nach Russland reichen bis in diese Zeit zurück. 1987 reist er mit seiner damaligen Frau Ivana erstmals nach Moskau, um dort einen Deal zum Bau eines Luxushotels auszuhandeln. Nach seiner Rückkehr macht er mit einem ganzseitigen offenen Brief in drei großen US-amerikanischen Tageszeitungen auf sich aufmerksam, in dem er Russlands Sicht auf die NATO vertritt. Semjon Mogilewitsch, der Boss der Bosse der russischen Mafia, ist einer der ersten Investoren des New Yorker Trump Tower. Diverse russische Geschäftsleute, auch Mitglieder der russischen Mafia, wohnen und arbeiten in dem Gebäude. Während des Wahlkampfs 2016 verfolgt Donald Trump gleichzeitig Pläne zum Bau eines Trump Tower in Moskau. Ermittlungen der Behörden über eine mögliche Einmischung des Kremls in die Präsidentschaftswahl ergeben: Über ein Dutzend Mitglieder des republikanischen Wahlkampfteams hatten Verbindungen nach Russland. Mit dem Krieg gegen die Ukraine verkompliziert sich die Lage zusätzlich. Putin hat großes Interesse an einem Verbündeten, der die Ukraine schwächt und ihm zum Sieg verhelfen kann.
Mit der Amtseinführung des 47. US-Präsidenten zieht nicht nur Donald Trump ins Weiße Haus. Ein Clan aus Familienmitgliedern und Superreichen bildet das neue Machtzentrum der USA. Für die Trumps ist Politik ein Familiengeschäft: Söhne, Töchter, Schwiegerkinder - sie alle spielen eine Rolle in der zweiten Amtszeit des Präsidenten. Sogar Trumps Enkeltochter Kai wird als junge Influencerin eingespannt, um die Gen Z anzusprechen. Ein Blick auf Trumps Kabinett macht deutlich, dass für den neuen US-Präsidenten bedingungslose Loyalität und Reichtum wichtiger sind als politische Erfahrung und Expertise. So wird der Impfskeptiker und Verschwörungstheoretiker Robert F. Kennedy Jr. Trumps Gesundheitsminister, und die neue Bildungsministerin ist die Wrestling-Ikone Linda McMahon. Auch ein elitäres Netzwerk wohlhabender Unterstützer sichert sich einflussreiche Posten. Präsident Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida wird zur politischen Schaltzentrale. Dort geben sich finanzkräftige Verbündete wie Bill White oder der exzentrische Milliardär Elon Musk die Klinke in die Hand. Für ihre Loyalität und finanzielle Unterstützung werden sie vom Präsidenten belohnt: Während Bill White ohne jegliche diplomatische Erfahrung US-Botschafter in Belgien werden soll, räumt Elon Musk als Leiter des "Department of Government Efficiency" den Regierungsapparat auf und sorgt vorgeblich für "Effizienz". Die Dokumentation gewährt Einblicke in die Verflechtungen von Politik, Geld und Vetternwirtschaft. Sie zeigt, wie die Trump-Dynastie Amerika regiert.
Als Donald Trump am 20. Januar 2025 im Weißen Haus vereidigt wird, ahnt die Welt noch nicht, dass der 47. Präsident der USA die Weltordnung in atemberaubender Geschwindigkeit verändern wird. Trump und seine Gefolgsleute agieren im Fahrwasser des "Project 2025": Das Strategiepapier der nationalkonservativen "Heritage Foundation" hat die Umgestaltung der US-Gesellschaft in eine weiße, rassistische, christlich geprägte Welt zum Ziel. An Parlamenten und Gerichten vorbei regiert Trump mit Dekreten. Parallel setzt die Behörde DOGE zum Kahlschlag gegen alles an, was nun in den USA als "unnütz" gilt. Es ist der Stresstest für eine der ältesten Demokratien der Welt. Das System von "Checks and Balances" wird auf allen Ebenen ausgehebelt, zum Nutzen von Trump und seinen Getreuen. Die Dokumentation von Gaston Sasa Koren und Dietrich Duppel zeigt in eindringlichen Reportagen die Auswirkungen der "Agenda Trump" auf die Menschen in den USA: Der karitative "Health Wagon" in den Appalachen hat mehr Zulauf denn je. In den Everglades wird rund um das Abschiebegefängnis "Alligator Alcatraz" keine Rücksicht auf die Umwelt genommen. Die queere Irak-Veteranin Joy Marver verliert - wie Hunderttausende Staatsbedienstete - ihren Job. Der afroamerikanische Aktivist Elijah Miles erzieht Jugendliche in Baltimore zur Ordnung, der exzentrische Multimillionär Frederick McLendon engagiert sich in Florida für Obdachlose. Internationale Journalisten und Experten ordnen die Politik Trumps ein: Nach einem Jahr hat Trump mit disruptiver Konsequenz die USA und die Welt radikal verändert.
Den Weg zurück ins Weiße Haus schaffte Donald Trump auch mithilfe einiger Milliardäre aus dem Silicon Valley. Was versprechen sich Musk, Zuckerberg, Bezos und andere von diesem Präsidenten? KI, Bitcoin, ein neues Internet - Tech-Giganten sind in Goldgräberstimmung, seit die regulierungsfreudige Regierung Joe Bidens abgewählt ist. KI könnte den größten Boom der Technikgeschichte auslösen, hoffen sie. Andere sehen große Gefahren für die Demokratie. "Noch nie in der Weltgeschichte hatten Konzerne eine solche Macht", erklärt die renommierte Harvard-Professorin Shoshana Zuboff mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen in Washington. "Trump und Musk können machen, was sie wollen." Und das scheinen sie durchaus auch zu tun. Kahlschlag bei den Behörden und massive Investitionsschübe für die künstliche Intelligenz. Dazu Deregulierung und offener Druck auf Staaten, die eine ungebremste Tech-Branche kritisch sehen. Zudem scheinen die Grenzen zwischen Regierungswirken und Wirtschaftsinteressen eingerissen, wenn selbst der Präsident mit seiner eigenen Kryptowährung Geld verdient und die Tech-Bosse sich gleich nach der Wahl in Mar-a-Lago die Klinke in die Hand gaben, um das Land in ihrem Sinne umzugestalten. ZDF-Autor Gert Anhalt verfolgt den Aufstieg der Superhirne und Superreichen von den Garagen des Silicon Valley bis in die Wandelgänge von Washington. Was bewog die einst für eher liberal gehaltenen Unternehmer, sich so sehr für Donald Trump einzusetzen? Welche Wechselbeziehungen gab es zwischen den diversen Regierungen und den Konzernen? Und hatte Joe Biden recht, als er in seiner Abschiedsrede vor einer Oligarchie in Amerika warnte?
Donald Trump ist ein US-Präsident wie keiner vor ihm. Atemlos verfolgt die Welt eine "Politik der Abrissbirne" mit ihren Traditionsbrüchen, Stellungswechseln und Widersprüchen. Das Konzept von "Flood the Zone with Shit", einst ausgerufen von Trump-Flüsterer Steve Bannon, zeigt Wirkung: Öffentlichkeit und Medien kommen nicht mehr hinterher. Die Medien schaffen es nicht, all die Falschbehauptungen, Gesetzesbrüche und Dummheiten ans Licht zu bringen und zu untersuchen, während die MAGA-Maschinerie weiter nach vorne stürmt. Die Dokumentation "Trump und das Silicon Valley - Staatsstreich der Tech-Milliardäre" zeigt unter der stürmischen Oberfläche mächtige Grundströme, die die USA beharrlich in eine neue Welt treiben. Anführer der digitalen Revolution - es sind fast ausschließlich Männer - bemannen die Trump-Administration mit ihren Leuten. Vizepräsident JD Vance an der Spitze. Ihre Mission: dafür sorgen, dass alle Beschränkungen für ihre Unternehmen und Auftraggeber fallen. Projekte wie Kryptowährungen, der Einsatz künstlicher Intelligenz in allen Bereichen von Wissenschaft, Wirtschaft und Militär, ungehemmte, unterschiedslose Verbreitung von News, Legenden und Behauptungen und rücksichtslose Ausbeutung natürlicher Ressourcen sollen die USA zur Übermacht des 21. Jahrhunderts machen. Sonst, so ihr Argument, wird China diese Position einnehmen. Alles muss mit Hypergeschwindigkeit gehen, wie der Über-Unternehmer Elon Musk es vorgemacht hat. Innehalten, nachdenken, gesellschaftliche Leitplanken sind für sie bloß Hindernisse. Ethik und moralische Bedenken - etwa gegen Eugenik, Optimierung des menschlichen Erbguts - sind was für Feiglinge. Die westliche Welt soll ihre altmodische Abneigung gegen autokratische Führer überwinden. Demokratie ist ihnen zu langsam. Sie wollen die USA führen wie ihre Unternehmen. Unter einem machtvollen Anführer. Noch hat sich Widerstand dagegen nicht formiert. Mahner aus Medien, Universitäten und NGOs blicken hoffnungsvoll nach Europa - dort soll ihr Amerika ein Vorbild finden. Angela Andersen und Claus Kleber haben wiederholt über den "Tsunami an Innovation" aus dem Tal bei San Francisco berichtet. Diesmal treffen sie bei ihrer Reise durch die "Schöne Neue Welt" aufs Höchste alarmierte Mahner und Warner. Noch sei es nicht zu spät, die Dinge ans Licht zu bringen und den Kurs zu ändern, sagen sie.