Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt. Das lockt Menschen an, die vom schnellen Geld durch Drogenschmuggel träumen. Diese Träume füllen Kolumbiens Gefängnisse mit Ausländern. Drogenhandel ist das Hauptverbrechen, weswegen Ausländer in Kolumbien verurteilt werden. Josef aus Wien wollte das Land mit zwei Kilogramm Kokain verlassen und hat dafür fünfeinhalb Jahre Haft bekommen. Sein Zellenblock beherbergt nur ausländische Schmuggler. Europäer werden häufig, wenn auch nicht immer, von kolumbianischen Häftlingen getrennt - zu ihrem eigenen Schutz. Denn die Knäste Kolumbiens sind lebensgefährlich. Das südamerikanische Land verzeichnet jedes Jahr neue Rekordzahlen bei der Kokainproduktion. Um den Kampf gegen Drogen nicht zu verlieren, reagiert das Land mit immer mehr Verhaftungen und langen Haftstrafen. Dadurch sind die Gefängnisse zu 28 Prozent überbelegt. Rund 22.000 Strafgefangene zu viel für die Kapazitäten der Haftanstalten. Die Gefängnisse sind überfüllt von Insassen, die Teil des Drogenkartells sind und ihr Geschäft vom Knast aus weiterführen. Dabei kommt es oft zu tödlichen Reibereien zwischen Insassen rivalisierender Banden. Wenn JVA-Beamte gegen Erpressung, Drogenhandel und Korruption im Gefängnis vorgehen, werden sie damit selbst zum Ziel. In diesem Jahr gab es etwa 390 Drohungen gegen INPEC-Beamte, doch bei Drohungen bleibt es nicht. Kartelle engagieren Auftragsmörder, die gezielt Beamte ausschalten. Die Gewalt, insbesondere gegen Beamte, war in den letzten Jahren so hoch, dass Kolumbien mehrmals den Gefängnisnotstand ausrufen musste. Das Land droht im Kampf gegen Drogen die Kontrolle über seine Gefängnisse zu verlieren.
Was ist uns Genuss heute wert? Wann wird Essen zum Luxus - und wo beginnt eigentlich das Besondere? Die "ZDF.reportage: Essen - Hauptsache lecker" nimmt das Publikum mit in eine Welt zwischen Sterneküche, Edel-Kebab und Luxus-Cocktails - und trifft Menschen, für die Geschmack mehr ist als ein Produkt: nämlich Haltung, Handwerk und Hingabe. Im Zwei-Sterne-Restaurant Vendôme in Bensberg arbeitet der 34-jährige Küchenchef Dennis Kuckuck daran, jeden Abend absolute Perfektion auf den Teller zu bringen. Ein Menü kostet hier mehrere Hundert Euro pro Person - entsprechend hoch ist der Anspruch. Jeder Griff muss sitzen, jeder Teller wirkt wie ein Kunstwerk. "Der Druck ist hoch. Jeden Tag bist du in einem Champions-League-Endspiel. Du bist im Finale", sagt Kuckuck. Während in der Küche mit Pipette und Pinzette gearbeitet wird, bereitet sich Auszubildende Anna-Lena Klare auf einen Abend vor, an dem kein Fehler passieren darf. "Die Zufriedenheit der Gäste steht über allem. Das ist quasi die Aufgabe am Abend", sagt sie. Denn wer hier speist, erwartet nicht weniger als Spitzenleistung. Ein paar Hundert Kilometer weiter in München serviert Unternehmer Cihan Anadologlu einen der teuersten Kebabs Deutschlands: ein 35-Euro-Sandwich mit Wagyu-Rind aus Japan. Luxus als Fastfood - Marketing oder kulinarische Vision? Für Anadologlu ist es vor allem Respekt vor dem Produkt: "Das ist kein Stück Fleisch, das man liegen lässt und sich dann um andere Sachen kümmert. Es hat den Respekt verdient." Einige Gäste sparen für den besonderen Biss, andere teilen sich das Edel-Sandwich - und alle stellen sich dieselbe Frage: Schmeckt man den Unterschied? In Köln kreiert Volker Seibert in seiner vielfach ausgezeichneten Bar Cocktails, die zum Teil im dreistelligen Preisbereich liegen - serviert in Gold, Porzellan oder glitzernden Inszenierungen. Auch hier geht es um weit mehr als ein Getränk: um Präzision, Dramaturgie und die Suche nach dem perfekten Moment. Die "ZDF.reportage" begleitet Menschen, die für Qualität alles geben - und Gäste, die bereit sind, für Genuss tief in die Tasche zu greifen. Ein Film über Exklusivität, Leidenschaft und die Frage, warum wir uns manchmal etwas ganz Besonderes gönnen wollen. "Essen - Hauptsache lecker" ist Teil der dreiteiligen "ZDF.reportage"-Reihe "Essen XXL".
In dieser Folge kommen die Freunde der spanischen Paella Mixta auf ihre Kosten. Nelson Müller variiert das beliebte Pfannengericht, das nach Sonne und Urlaub schmeckt. Auch wenn es perfekt gekocht ist: Der Sternekoch will dem Rezept noch die besondere erstklassige Note verpassen. Wird es ihm gelingen, die Jury zu überzeugen? Zu denen, die eine Paella perfekt zubereiten können, gehört der Spanier Raúl del Pozo Barriuso, der im Jahr 1995 Leipzig für sich entdeckt hat und dort seitdem das Restaurant "Caracan" betreibt. Raúl ist ein Koch der besonderen Art: Jahrelang zog der gelernte Schauspieler als Clown und Komödiant durch die Welt. Seine Kochleidenschaft hat er in Spaniens Touristenhochburgen entdeckt, wo er bei seinen Gelegenheitsjobs in der Gastronomie arbeitete. Paella kann er in vielen bunten Variationen zubereiten. Sein besonderer Clou: Er kocht das Gericht immer auf einem Holzkohlegrill in der Outdoorküche seines Restaurants. Es ist eine köstliche Hommage an sein Heimatland: Saftige Tomaten, Gewürze wie Safran und Pimiento, Kaninchen, Huhn, aber auch Muscheln und anderes Meeresgetier zaubern augenblicklich Mittelmeeratmosphäre. Welche Tricks verwendet der vielseitige Lebenskünstler sonst noch für seine grandiose Paella Mixta? Nelson lernt nicht nur die Entwicklungsgeschichte des Rezepts kennen, er übt sich auch in der speziellen Technik beim Kochen über offenem Feuer und fordert Raúl zum ehrgeizigen Wettstreit. Kann seine Paella-Variation gegen das Original ankommen? Eine Jury aus Gastrofachleuten und Spanien-Fans wird die beiden Gerichte genauestens unter die Lupe nehmen. Welcher der beiden Köche hat bei der Paella die Nase vorn - der Sternekoch oder der unkonventionelle Spanier?
In "Besseresser - Das Duell" entführt Sternekoch Nelson Müller die Zuschauer in die kulinarischen Welten anderer Länder - und das mitten in Deutschland. Mit einem Kochduell will er herausfinden, ob man Lieblingsgerichten einen neuen Twist geben kann. Nelson Müller muss dafür nicht ins Ausland reisen. Diese Folge startet im hippen Berlin-Kreuzberg, wo Nelson die Schweizer Gastronomin Jennifer Mulinde-Schmid besucht. Die 40-Jährige führt dort zwei Restaurants, in denen sie die Küche ihrer Heimat anbietet. Ihr Renner: Zürcher Geschnetzeltes - zartes Kalbfleisch in Rahmsoße mit einer reschen Rösti. Herzensküche pur! Welche Tricks stecken hinter der perfekten krossen Rösti, welche speziellen Zutaten verwendet die Schweizerin für ihr beliebtes Leib-und-Seelen-Gericht? Nelson lernt die Entstehungsgeschichte des Rezeptes kennen, lässt sich in einen Schweizer Spezialitätenladen entführen, lernt die geheimen Kniffe und fordert Jennifer zu einem besonderen Kochduell auf: Kann seine Variation des Zürcher Geschnetzelten gegen das Original ankommen? Eine Jury aus Fans der Schweizer Heimatküche, den Mutzbacher Alphornbläsern, wird die beiden Gerichte testen. Wer hat mit seiner Variante die Nase vorn - der Sternekoch oder die ungelernte Köchin Jenny?
Nelson Müller widmet sich in der aktuellen Folge einem Hit aus der österreichischen Küche: dem Wiener Tafelspitz. Das Rindfleischgericht hat auch in Deutschland viele Fans. Der Sternekoch nimmt das Traditionsrezept unter die Lupe und versucht, es mit seinem Know-how aufzumöbeln. Wird er damit die Jury überzeugen und das Original übertreffen? Dazu muss Nelson noch nicht einmal seine Wahlheimat Essen verlassen. Er schaut beim österreichischen Kochkollegen Jürgen Kettner vorbei, der dort sein neues Restaurant "Kamota" eröffnet hat. Diesmal hat es Nelson besonders schwer, denn der Österreicher hat sich auch schon einen Stern erkocht. Der 33-Jährige kredenzt seinen Gästen österreichische Küche mit japanischen Einflüssen. Doch den Wiener Tafelspitz kocht er konsequent nach dem 90 Jahre alten, gehüteten Familienrezept seiner Oma: butterweiches Rindfleisch in einem würzigen Sud mit Wurzelgemüse, Röstapfel und Semmelkren. Drei Stunden lang muss das Rindfleisch im Sud schmoren, um das optimale Geschmackserlebnis zu bieten. Beim Schulterblick in die Töpfe und Pfannen seines Konkurrenten erlebt Nelson hautnah mit, welche Tricks der gebürtige Steirer sonst noch auf Lager hat. Nelson lernt außerdem die Geschichte dieses Lieblingsgerichts kennen, und er stattet dem Kärntner Blondvieh, das für dieses Rezept die besondere Fleischqualität liefert, in Österreichs wunderschöner Bergwelt einen Besuch ab. Schließlich fordert er Jürgen zu einem besonderen Duell heraus: Kann Nelsons Variation des Wiener Tafelspitz gegen das Original ankommen? Eine Jury aus Fans der österreichischen Küche - der "Skiclub Alpenrose e.V. Köln" - wird die beiden Gerichte verkosten. Welcher der beiden Sterneköche hat mit seiner Variante die Nase vorn - Nelson oder der Österreicher Jürgen Kettner?
Obstgarten, Weißwurst, Knuspermüsli und Früchtetee: Sebastian Lege verrät die Tricks von Ehrmann, Dr. Oetker und Co. Ob mit fantasievollen Namen, traditionsreichen Versprechen oder knackigen Emotionen: Die Lebensmittelindustrie schlägt viele kreative Wege ein, um ihre Produkte an den Verbraucher zu bringen. Sebastian Lege kennt die Tricks der Hersteller und deckt sie auf. Kein Supermarktregal ohne fantasievolle Markennamen. Unternehmen wie Müller, Mondelez und Co. wollen möglichst positive Bilder suggerieren: "Philadelphia" verspricht himmlischen Genuss, während "BRESSO" vor dem inneren Auge die kräuterbewachsenen Hügel der Provence in der Sonne untergehen lässt. Was tatsächlich in den Produkten steckt, erfährt der Verbraucher erst auf der kleingedruckten Zutatenliste. Auch "Obstgarten" von Ehrmann verspricht seit den 1970er-Jahren frische Früchte und leichten Genuss im Becher. Doch hinter dem fruchtigen Markennamen verbergen sich Zutaten, die mit dem beworbenen Image wenig zu tun haben. Sebastian Lege baut sein eigenes Frühstücksdessert nach. Dabei offenbart er, an welchen Stellen die Lebensmittelindustrie geschickt und kreativ trickst. Die Münchner Weißwurst - ein bayerisches Original und absoluter Frühstücksklassiker. Verpackt in blau-weißer Tradition findet die Wurst auch außerhalb Bayerns reißenden Absatz. Traditionsprodukte wie die Weißwurst versprechen vor allem eines: gute Qualität, sowohl bei der Herstellung als auch bei den Zutaten. Doch hochwertige Zutaten haben ihren Preis - zu hoch für die Hersteller billiger Weißwürste aus dem Supermarkt. Sebastian Lege deckt auf, wo die Industrie beim bayerischen Klassiker spart und wie viel Tradition in der industriell hergestellten Weißwurst steckt. Es knuspert und knackt in den Schüsseln auf deutschen Frühstückstischen. Knuspermüslis sind seit Jahren ein absoluter Verkaufsschlager. Ihr Erfolgsgeheimnis? Der Biss. Nicht nur bei Cerealien setzt die Lebensmittelindustrie gezielt auf das besondere Mundgefühl. Denn die Hersteller wissen: Die Knusprigkeit weckt beim Verbraucher ganz bestimmte Emotionen und animiert immer wieder zum Griff ins Supermarktregal. Um diesen Effekt zu erzielen, greift die Industrie tief in die Trickkiste. So werden aus vermeintlich gesunden Müslis wahre Zuckerbomben. Die Verkostung mit Sebastian Leges Gästen zeigt aber, dass das der Beliebtheit der Knuspermüslis keinen Abbruch tut. Der süße Crunch bleibt für viele ein unwiderstehlicher Frühstücksgenuss. Früchtetees in deutschen Supermärkten locken mit kreativen Namen wie "Toskanischer Pfirsich", "Karibische Mango" oder "Spanische Orange". Sie versprechen das Aroma und den Genuss von Früchten ferner Sehnsuchtsorte. Doch statt der ausgelobten Zutaten verwenden Meßmer, TEEKANNE und Co. billige Alternativen. Äpfel, Hagebutten und Hibiskus sorgen zwar für ein stimmiges Geschmackserlebnis, dienen aber vor allem als preiswerte Basis. Sebastian Lege deckt auf, wie die Industrie trickst und den Geschmack tropischer und mediterraner Früchte in den Teebeutel zaubert.
Die Lebensmittelindustrie hat Lieferdienste, Kantinen und Restaurants erobert. Produktentwickler Sebastian Lege deckt auf, wie die Gastronomie mit Fertigprodukten trickst. Hühnerfrikassee, panierte Fischfilets, Mousse au Chocolat - oft werden Lieblingsgerichte in Restaurants oder Kantinen nicht mehr frisch gekocht. Immer häufiger bekommen die Gäste Fertigprodukte vorgesetzt, deren Rezeptur mit dem Original nichts mehr zu tun hat. Als gelernter Koch weiß Sebastian Lege: Suppen bietet die Gastronomie besonders oft als Fertigprodukt an. Viele Betriebe kaufen Klassiker wie Champignoncremesuppe gleich eimerweise als Instantprodukt im Großhandel ein. Die Auswahl ist groß: Dr. Oetker, Maggi oder Knorr - sie alle wollen sich das Geschäft mit der Gastronomie nicht entgehen lassen. Produktentwickler Sebastian Lege führt vor, wie die Industrie eine Instant-Champignoncremesuppe herstellt und dabei nur minimale Mengen an Champignons verwendet. Ein weiterer Klassiker der sogenannten Gemeinschaftsverpflegung ist Hühnerfrikassee. Das beste Rezept dafür, da ist sich Sebastian Lege sicher, kennt seine Mutter Ute Lege. Beim gemeinsamen Kochen zeigt sich, warum. Neben jeder Menge Zeit und Liebe stecken in einem klassischen Hühnerfrikassee à la Ute Lege vor allem reichlich Huhn und viele weitere frische Zutaten. Sebastian Lege führt vor, dass die Lebensmittelindustrie bei ihrem Frikassee für Gastronomiebetriebe statt frischer Sahne oft Milchpulver und Bindemittel einsetzt und beim Fleischanteil in vielen Fällen gerade mal den Mindeststandard einhält. Auch bei paniertem Fisch bekommen Verbraucherinnen und Verbraucher oft Industrieprodukte vorgesetzt, bei denen die Hersteller ganz schön tricksen müssen, um sie massenhaft zu Niedrigpreisen anbieten zu können. Sebastian Lege zeigt, dass viele Fischfilets in Wahrheit nicht aus einem Stück bestehen, sondern aus vielen kleineren Stücken zusammengesetzt sind. Die sind im Einkauf nämlich viel billiger als die großen. Der Testeinkauf beim Lieferdienst zeigt: Auf ihrer Speisekarte verschweigen viele Betriebe, dass sie keine hochwertigen Filets aus ganzen Stücken im Angebot haben, sondern nur die preiswerten zusammengefügten. Auch beim Dessert greifen viele Gastronomiebetriebe immer häufiger zum günstigen Fertigprodukt. Mousse au Chocolat ist eines von Sebastian Leges absoluten Favoriten. Bei einem der besten Chocolatiers Frankreichs lernt der Produktentwickler das Originalrezept kennen. Es besteht nur aus wenigen guten Zutaten. Damit die zu einer luftigen Mousse werden, braucht es Zeit, Handwerkskunst und viel Erfahrung. Die Gastronomie leidet aktuell unter akutem Fachkräftemangel. Das ist einer der Gründe, warum Mousse au Chocolat heute in vielen Fällen nicht mehr selbst gemacht, sondern als Fertigprodukt eingekauft wird.
Deutsche Restaurants locken mit angeblich hausgemachtem Essen. Doch dahinter stecken häufig Industrieprodukte aus der Lebensmittelbranche. Sebastian Lege entlarvt einen Milliardenmarkt. Die Zubereitung eines Schnitzels erfordert Zeit und handwerkliches Können. Doch in vielen Restaurants landet tiefgekühltes und hochverarbeitetes Fleisch auf dem Teller. Mindestens 80 Prozent der Restaurants nutzen die Angebote von Gastronomie-Lieferanten. Es gibt ihn klassisch mit Speck und Zwiebeln, vegetarisch und sogar vegan: Flammkuchen gehören zu den beliebtesten Gerichten auf Märkten oder Festen. Angepriesen für mehr als zehn Euro "frisch aus dem Steinofen". Sebastian Lege kennt den Trick: Der Großhandel liefert Boden und Belag fertig zubereitet für maximal zwei Euro pro Portion. Die Restaurants müssen den tiefgekühlten Boden nur noch belegen und den Ofen bedienen. In Sekundenschnelle entsteht ein scheinbar hausgemachtes Gericht mit Traummarge. Soßen sind die heimlichen Stars der deutschen Küche. Spargel ohne Sauce hollandaise? Beinahe unvorstellbar. Doch die Zubereitung von Soßen ist aufwendig und kompliziert. Das hat die Lebensmittelindustrie erkannt und liefert sie eimerweise in die Küchen deutscher Restaurants, fix und fertig für die Mikrowelle. Auch Kartoffelbeilagen wie die Krokette machen traditionell viel Arbeit in der Küche. Deshalb setzen auch hier immer mehr Restaurants auf vorgefertigte Produkte aus dem Großhandel. Sebastian Lege zeigt, dass Industriekroketten ohne Butter, ohne Ei und ohne frische Kartoffeln auskommen. Eine Portion dieser Fertigkroketten kostet gerade einmal 30 Cent. Auch beim Schnitzel wird ordentlich getrickst - mit Flüssigwürze und Nasspanade. Sebastian Lege lädt Gäste ein und zeigt: In wenigen Minuten kann er mühelos zehn verschiedene Schnitzelgerichte mit Beilagen zubereiten - die Lebensmittelindustrie macht es möglich. Mit ihren maßgeschneiderten Produkten hat sie unzählige Restaurants in Deutschland erobert. Steigende Kosten und fehlendes Personal fördern den Trend. Die Restaurants sind dabei nicht dazu verpflichtet, den Einsatz von Convenience-Produkten auf ihren Speisekarten kenntlich zu machen.
Die Lebensmittelindustrie hat die Restaurants erobert. Hinter den Angeboten vieler Asia-Restaurants stecken vorgefertigte Produkte. Sebastian Lege deckt die Tricks auf. Frühlingsrollen sind eine aufwendige Spezialität. Doch die Recherche zeigt: In zehn von zehn günstigen Asia-Restaurants sind Frühlingsrollen gleich lang und gleich schwer. Zu oft wird industriell produziertes Essen aus Fernost in hiesigen Restaurants teuer verkauft. Die Nudelbox ist ein Kassenschlager am Asia-Imbiss. Nudeln, Gemüse und zartes Fleisch gibt es in der Innenstadt und am Bahnhof häufig für unter zehn Euro. Die Boxen sind die schnelle und beliebte Mahlzeit zum Mitnehmen schlechthin. Produktentwickler Sebastian Lege untersucht zehn Nudelboxen auf ihren Inhalt. Ergebnis: Am Fleisch wird gespart. Es hat eine ganz eigene, weiche Konsistenz. Dahinter steckt ein Trick der Lebensmittelindustrie. Billiges Schweinefleisch ist zäh und von Sehnen durchzogen. Wie das zur zarten Fleischbasis für die perfekte Nudelbox wird, zeigt Sebastian Lege. In einem durchschnittlichen Asia-Imbiss stehen über 100 verschiedene Gerichte auf der Speisekarte. Sebastian Lege lädt sich Gäste ein und will allein in der Küche 100 verschiedene Gerichte kochen. Der Trick: Gemüse gibt es vorbereitet im Tiefkühlbeutel, direkt aus China. Die Soßen sind ebenfalls fertig im XXL-Kanister gekauft. Das spart Arbeitszeit und Personal. So arbeiten erstaunlich viele Asia-Restaurants. Ein weiterer Klassiker ist die halbe knusprige Ente. Sie wirkt wie das Edelgericht Peking-Ente. Sebastian Lege zeigt in seiner Werkstatt, wie Ente für den Asia-Imbiss wirklich zubereitet wird. Dieser Trick geht auf Kosten von Tierwohl und Küchentradition.
Sebastian Lege wird von Florian Reza bei der "besseresser challenge" herausgefordert, Riesen, Blaue Takis und Toffifee authentisch nachzubauen. Ob kultiges Karamell, blauer Chip-Snack oder ummanteltes Toffee - bei der "besseresser challenge" muss Sebastian Lege blind verschiedene Produkte nachbauen. Die geraten manchmal besser als das Original. Doch nur die Authentizität und Flo entscheiden über einen Sieg. Willy Wonka, aka Flo, hat gesprochen: Sebastian muss Riesen nachbauen. Die kultigen Plombenzieher machen ihm einen Challenge-Sieg diesmal nicht so leicht. Sebastian verliert sich in steinharten Karamellbomben und muss nochmal von vorne anfangen. Blaue Takis sind wegen ihrer Farbe einer der Snack-Trends auf dem Markt. Für Flo sind sie die perfekte Zutat für einen Männerabend mit Sebastian. Beim Nachbauen fühlt sich der Produktentwickler schon siegessicher und entfaltet sein ganzes Können. Sebastian bekommt Besuch von der echten Toffifee. Diese bittet ihn, die Süßigkeit mit Haselnusskern für sie nachzubauen. Voller Tatendrang stürzt sich Sebastian in den zuckrigen Toffee-Überzug und endet in klebrigem Chaos.
Flo Reza bittet Sebastian Lege zur "besseresser challenge". Schafft er es, Knusperflocken, Happy Hippo und Franzbrötcheneis authentisch nachzubauen? Bei der "besseresser challenge" fordert Flo Sebastian mit einer bunten Palette an süßen Produkten heraus. Schmecken seine Werke am Ende genau wie Knusperflocken, Happy Hippo und Tim Mälzers Franzbrötcheneis? Flo bleibt streng bei der Bewertung. Bei der Knusperflocken-Challenge wird's für Flo persönlich: Sebastian soll seine Lieblingssüßigkeit nachbauen. Ob der aber genau herausschmeckt, welche Zutaten drinstecken? Flo bleibt streng bei seiner Bewertung. Flo war auf Safari und hat eine seltene Spezies entdeckt: Happy Hippos. Ohne Backform und mit viel Kreativität stellt sich Sebastian Lege der "besseresser challenge". Am Ende zählen vor allem die inneren Werte. Franzbrötchen in Eisform - das ist die Idee hinter Tim Mälzers Franzbrötcheneis. Sebastian soll's für Flo nachbauen und verwendet dabei nur wenige Zutaten. Ob das für den Sieg schon ausreicht?
Sebastian Lege wird von Florian Reza bei der "besseresser challenge" herausgefordert, Aperol, englische Worcestersauce und Feigenschnaps authentisch nachzubauen. Sebastian Lege muss seine Erfahrung in der Lebensmittelindustrie nutzen, um alle Zutaten der Produkte korrekt herauszuschmecken. Flo kommt es auf die richtige Zusammenstellung des Nachbaus an. Wird er einem Aperol aus Chicorée am Ende den Sieg gönnen? Aperol Spritz ist das alkoholische Trendgetränk des Sommers. Trotz eingängigem Geschmack tut sich Sebastian bei der Wahl der Zutaten für seinen Nachbau etwas schwer. Chicorée soll für die bittere Aperol-Note sorgen. Wird Flo der Geschmack von diesem Experiment überzeugen? Bei dieser "besseresser challenge" kommt es weniger auf Worte, sondern viel mehr auf Geschmack an. Sebastian soll die unaussprechliche Worcestersauce nachbauen. Dafür schrottet er auch gerne mal einen Entsafter. Oder zwei. Die "besseresser challenge" stellt Sebastian Lege vor geschmackliche Herausforderungen. Ganz ohne Zutatenliste soll er den Feigenschnaps à la Kleiner Feigling nachbauen. Doch anstatt mit Feigen hantiert Sebastian mit Pflaumen. Wird Flo den Unterschied merken?
Sebastian Lege und Florian Reza stellen sich der "besseresser challenge". Während Flo am Nachbau von Leberwurst und Kinder Maxi King verzweifelt, kämpft Sebastian mit der Hot-Chip-Challenge. Bei der "besseresser challenge" bauen Sebastian Lege und Flo ausgewählte Produkte nach. Schmecken ihre Werke genau wie Leberwurst, der Hot Chip und Kinder Maxi King? Die Bewertung am Ende entscheidet über Authentizität. Bei der "besseresser challenge" wird Flo durch den Fleischwolf gedreht. Im Dino-Kostüm und mit Sebastians Tipps an der Hand wurstet Flo sich eine fleischige Masse zusammen. Ob die am Ende auch wie Leberwurst schmeckt, entscheidet nur Sebastian. Von dieser Challenge haben alle was: Sebastian soll den Hot Chip nachmachen. Aus verschiedenen Pulvern würzt Sebastian den wahrscheinlich schärfsten Chip der Welt zusammen. Für Flo wird der Geschmackstest damit zur nächsten Challenge. Ein Klassiker aus dem Kühlregal: Kinder Maxi King. Flo backt bei der Reverse-Challenge Pfannkuchen und lässt Karamell an der Pfanne festkleben, um dem Original möglichst nah zu kommen. Mit Tipps und Bestrafungen kämpft er sich bis zu Sebastians Bewertung.
Sebastian Lege wird von Florian Reza bei der "besseresser challenge" herausgefordert, McDonald's McCrispy, Apfelschnüre und Buchstabensuppe aus der Tüte nachzubauen. Sebastian Lege muss ohne Rezept und Vorgaben drei absolute Klassiker nachbauen. Beim McCrispy kommt es auf die Authentizität der Soße an. Apfelschnüre verraten schon im Namen ihre wichtigste Zutat. Und nur eine gute Buchstabensuppe kann Flo am Ende gesund machen. Er ist der angeblich lauteste Burger auf der Speisekarte von McDonalds: der McCrispy. Doch neben knusprigem Hühnchen kommt es Flo bei Sebastians Nachbau auch auf die richtige Soße an. Für Sebastian die leichteste Challenge. Die wichtigste Zutat in Apfelschnüren liegt eigentlich auf der Hand. Doch Sebastian verheddert sich bei dieser Challenge ohne Zutatenliste im Geschmackschaos. Seine Waldmeister-Schnüre bringen Testesser Flo im knappen Kostüm zum Schwitzen. Die Motivation dieser "besseresser challenge" liegt für Sebastian nicht nur im Gewinnen. Mithilfe seiner selbst gebrauten Buchstabensuppe muss er Flo wieder gesund machen. Mit viel Liebe und Hühnerbrühe braut Sebastian siegessicher Flos Medizin zusammen.
Flo bittet Sebastian Lege zum Challenge-Duell. Schafft er es, Maggi-Würze und Tortilla-Chips authentisch nachzubauen? Flo verzweifelt dagegen an seiner Dino-Nuggets-Challenge. Bei der "besseresser challenge" fordert Flo Sebastian Lege mit einer bunten Palette an Produkten heraus. Flo wird beim Versuch, Dino-Nuggets herzustellen, selbst zum Produktentwickler. Jeder kennt sie, jeder liebt sie: die kultige Maggi-Gewürzsoße. Sie gehört in fast jeder deutschen Küche zum Grundinventar. Aber was ist drin? Diese Frage stellt sich Sebastian Lege in der "besseresser challenge". Sebastians Gebräu schmeckt Flo am Ende ein bisschen zu authentisch. Kein Kinobesuch ohne gute Snacks. Wo die einen zu süßem oder salzigem Popcorn greifen, gehören Tortilla-Chips und Käsesauce für die anderen zu einem guten Film dazu. Flo challenged Sebastian Lege zu einem Geschmackserlebnis - wie im Kino. Der wägt sich schon früh siegessicher. Bei der Reverse-Challenge fordert Sebastian Lege Flo mit einem Produkt heraus. Beim Versuch, Dino-Nuggets herzustellen, wird Flo selbst zum Produktentwickler. Doch Sebastian muss er vom panierten Etwas erst noch überzeugen.
Sebastian Lege wird von Florian Reza bei der "besseresser challenge" herausgefordert, saure Drachenzungen und Wassermeloneneis nachzubauen. Flo kämpft derweil mit Ferdi Fuchs. Mit lustigen Kostümen und süßen Produkten fordert Flo Sebastian zur "besseresser challenge" heraus. Doch nicht nur Flo kommt es heute auf die richtige Zusammenstellung der Zutaten an. Auch Sebastian prüft Flos "Ferdi Fuchs Würstchen" auf Herz und Nieren. Geschmack ist sein Beruf, Improvisation sein Hobby. Für die "Saure-Drachenzungen-Challenge" wird Sebastian mal wieder kreativ. In seinen Nachbau mischt er Apfelaroma und Kirschsirup. Ob er damit Ritter Flos Geschmack treffen kann? Reverse-Challenge heißt, Flo muss an den Fleischwolf. Auch diesmal hat sich Sebastian eine wurstige Challenge für Flo überlegt: Er soll Ferdi Fuchs Mini Würstchen selber machen. Für Tipps und Hilfe von Sebastian schmeißt sich Flo ins Fuchskostüm. "Watermelon Sugar High!" - Flo aka Harry Styles bittet Sebastian zum Tanz mit klebrigem Wassermeloneneis. Dessen größtes Problem bei dieser Challenge: Flos nervige Showeinlagen. Beim Eis gibt sich Sebastian siegessicher.
Sebastian Lege wird von Flo bei der "besseresser challenge" herausgefordert, Dubai-Schokolade und Toblerone authentisch nachzubauen. Flo kämpft derweil mit seinen Surimi-Sticks. Mit lustigen Kostümen und süßen Produkten fordert Flo Sebastian zur Challenge heraus. Doch auch Flo selbst darf ran. Für Sebastian soll er fischige Surimi-Sticks nachbauen. Wie viele Tipps von Sebastian wird er dabei brauchen? Wer auf Social Media unterwegs ist, kommt an ihr ganz sicher nicht vorbei: Dubai-Schokolade ist die Trendsüßigkeit auf dem Markt. Sebastian wähnt sich schon siegessicher. Anleitungen zum Nachbau der teuren Schokolade gibt es im Internet ja schon viele. Zeit für eine weitere Reverse-Challenge. Sebastian fordert Flo mit einem Produkt aus tiefer See heraus. Heute soll er Surimi-Sticks selber machen. Dabei wird schon die Wahl des Hauptbestandteils zur Herausforderung. Als Krabbe verkleidet gibt's Tipps und Anleitung von Sebastian. Der Berg ruft - mit Toblerone. Skifahrer Flo hat eine weitere Süßigkeit ausgegraben, mit der er Sebastians Können auf die Probe stellen will. Der nutzt für seinen Toblerone-Nachbau nur eine Hand voll Zutaten. Ob die bereits reichen, um dem Original so nah wie möglich zu kommen?
In dieser Folge des Verbraucherformats "Smart Shopper" checkt Moderator Uke Bosse verschiedene Kapsel-Kaffeemaschinen auf Geschmack, Kosten und Nachhaltigkeit. Im Geschmacks- und Techniktest tritt der Platzhirsch Nespresso gegen die günstigere Konkurrenz an. Uke besucht Kaffeeröster, reist ins Espresso-Land Italien, prüft Maschinen, Kapseln und Umweltbilanz - und nimmt die Geräte bis zur letzten Schraube auseinander. Damit nicht genug: Die Testgeräte werden von einer unabhängigen Prüforganisation auf Haltbarkeit, Technik und Verarbeitung untersucht. Uke erfährt, mit welchen Strategien Marken wie Nespresso erfolgreich wurden und was sie gegen ihr Umweltimage tun. Profiröster bewerten Aroma und Verarbeitung der Kapseln, Espressokenner ordnen den Kult um die Maschinen ein. Im Praxistest zeigt sich, ob Kapselkaffee mit italienischem Espresso mithalten kann - und welche Geräte in Geschmack, Bedienung und Nachhaltigkeit punkten. Am Ende gibt es klare Sieger, kritische Erkenntnisse und vielleicht den einen oder anderen charmanten Auftritt eines George-Clooney-Doubles. Im Verbraucherformat "Smart Shopper" checkt Host Uke Bosse Haushaltsgeräte - mit Härte und Witz. Er zerlegt die Geräte in ihre Einzelteile und findet heraus, mit welchen Psychotricks die Hersteller arbeiten.
In der neuesten Ausgabe von "Smart Shopper" checkt Moderator Uke Bosse Heißluftfritteusen. Wer braucht so ein Gerät, was kann es, und wie viel Geld muss ich dafür ausgeben? Lasch oder lecker? Bei der Blindverkostung tritt ein Premiummodell gegen ein deutlich günstigeres Discountergerät an. Auf der Suche nach der perfekten Fritte fährt Uke ins Mutterland der Pommes und lässt die Geräte sogar in ihre Einzelteile zerlegen. Die Testgeräte werden von einer unabhängigen Prüforganisation, dem TÜV Süd, auf Haltbarkeit und Benutzerfreundlichkeit durchgecheckt. Zudem findet Uke heraus, mit welchen Marketingtricks die Hersteller arbeiten. Das Erfolgsrezept: Influencer, TV-Köche und inszenierter Social-Media-Hype machen den Airfryer zum Must-have in der Küche. Können die Airfryer auch eingefleischte Fastfood-Fans überzeugen? Die Abstimmung an der Imbissbude wird es zeigen. Im Praxistest kommt heraus: Die Geräte können mehr als nur Pommes - von Hähnchen über Kaiserschmarrn bis zu gegrilltem Obst. Am Ende gibt es ein klares Urteil, für wen sich die Anschaffung lohnt. Im Verbraucherformat "Smart Shopper" checkt Host Uke Bosse unsere Haushaltsgeräte - mit Härte und Witz. Er zerlegt die Geräte in ihre Einzelteile und findet heraus, mit welchen Psychotricks die Hersteller arbeiten.
Outdoor ist das Trendthema im Netz. Pia Osterhaus will herausfinden, wie die Industrie dafür sorgt, dass wir Geld ausgeben, um an einem Ort zu sein, der eigentlich kostenlos ist: die Natur. Auf Social Media wirkt Outdoor wie pure Wellness. Doch die Bilder zeigen nur die halbe Wahrheit. Um zu sehen, was dahintersteckt, begibt sich Pia auf eine dreitägige Wanderung, trifft Experten und deckt in packenden Experimenten die Tricks der Branche auf. Mit einem Jahresumsatz von fast fünf Milliarden Euro ist die Outdoorbranche in Europa längst kein Nischensegment mehr. Auch auf Social Media ist der Trend allgegenwärtig. Der Hashtag #Outdoors zählt über 84 Millionen Beiträge, mehr als Gaming oder Hip-Hop. Begriffe wie "OSMO-Gewebe", "DryVent-Technologie" oder "Hydroshell" lassen Produktbeschreibungen von Outdoorartikeln mittlerweile wie Raumfahrtprojekte wirken. Pia baut eine eigene Regendusche, um zwei moderne Hightechzelte auf ihre Dichtheit zu testen. Im Textillabor will sie wissen, wie viel echte Innovation hinter den klangvollen Begriffen tatsächlich steckt, und testet fünf Multifunktionsjacken. Selbst bei der Verpflegung wird zur Kasse gebeten. Outdoornahrung wird als unverzichtbarer Kalorienlieferant verkauft und das zu stolzen Preisen. Ein Outdoorexperte zeigt, wie ein einfacher Trick auf dem Verpackungsdesign für große Verwirrung sorgt. Pia stellt die Frage: Geht Essen für unterwegs auch zum Drittel des Preises? In der Dokumentation "Nice Price - Die Tricks der Outdoor-Industrie" deckt Pia Osterhaus gemeinsam mit Experten, Brancheninsidern und Konsumenten auf, mit welchen psychologischen und verkaufsstrategischen Methoden die Outdoorbranche ihren Hype in bare Münze verwandelt.
Voller Kleiderschrank und trotzdem im Kaufrausch! Warum? Pia Osterhaus wagt ein Experiment, checkt Schnäppchenpreise, geht auf Verfolgungsjagd und enthüllt Tricks der Textilindustrie. "Kaufe jetzt, bezahle später!" Ein unwiderstehliches Angebot für alle, die beim Hype um Luxusmode dabei sein wollen. Mit Folgen für die Käufer. Denn von der Sehnsucht nach teuren Marken und coolen Outfits profitieren vor allem die Bezahldienste. Über 65 Milliarden Euro gaben deutsche Haushalte im Jahr 2023 für Kleidung aus - damit ist die Textilindustrie der umsatzstärkste Nonfood-Bereich. Auch auf Social Media dominiert Fashion die Timelines. In einem Experiment wird Pia Osterhaus zur Store-Managerin eines Taschenladens und zeigt zusammen mit Influencerin Josephine Lueck, wie Mikro-Influencer gezielt im Marketing eingesetzt werden. Im Onlinehandel locken kostenlose Retouren, doch was passiert mit den zurückgesendeten Kleidungsstücken? Mit GPS-Trackern verfolgt Pia ihren Weg und untersucht die Umweltfreundlichkeit dieses Service. Die großen, roten "Sale"-Schilder dominieren das Bild der Fast-Fashion-Läden. Echte Schnäppchen oder doch nur Teil einer ausgeklügelten Preisstrategie? Auch im Outlet checkt Pia das Verhältnis von Preisgestaltung und Qualität bekannter und weniger bekannter Marken. Jahr für Jahr erzielt die Textilindustrie Rekordumsätze und schafft es immer wieder, unsere Kaufentscheidungen zu manipulieren - oft ohne dass wir es merken. In der Dokumentation "Nice Price - Die Tricks der Textilindustrie" enthüllt Pia Osterhaus gemeinsam mit Experten, Branchen-Insidern und Betroffenen die geheimen Strategien einer gehypten Branche.
Liefer-Apps sind heutzutage wie eine Fernbedienung für Essen - schnell, bequem und einfach. Pia Osterhaus will herausfinden, wie die Plattformen an unserer Bequemlichkeit Geld verdienen. Provisionen und Rabatte machen das Liefergeschäft für Gastronomen hart. Um trotzdem noch Gewinn zu machen, wird unauffällig gespart - beispielsweise bei den Portionsgrößen. Bekommen wir also tatsächlich weniger für unser Geld? Pia Osterhaus überprüft das. Liefer-Apps sind längst ein fester Bestandteil unseres Alltags. Kein Wunder: Weltweit werden jährlich rund 420 Milliarden Euro mit Essenslieferungen umgesetzt. Allein auf Lieferando sind über 32.000 Restaurants gelistet, und auch Wolt sowie Uber Eats erweitern ihr Angebot Jahr für Jahr. Die Sternebewertung ist eine beliebte Vergleichsskala, um die Qualität von Lieferrestaurants zu überprüfen. Doch kann man den Bewertungen vertrauen? Gemeinsam mit einer Frauenfußballmannschaft testet Pia Ein- und Fünf-Sterne-Gerichte im direkten Vergleich. Mit einem erschreckenden Ergebnis. Ein weiteres Phänomen: die sogenannten Ghost Kitchens. So nennen sich virtuelle Restaurants ohne eigenen Gastraum, oft nur mit einer anonymen Zubereitungsküche. Auf der Suche nach einem solchen Anbieter landet Pia vor einem ganz normalen Privathaus - angeblich die Quelle einer bestellten Lieferpizza. Auch beim Thema Geschwindigkeit locken die Plattformen: mit dem Zusatzangebot der Expresslieferung. Wer bei Wolt oder Uber Eats extra zahlt, soll schneller beliefert werden. Doch sind wir wirklich bereit, einen Aufpreis zu zahlen, wenn es am Ende nur um wenige Minuten geht? Um das herauszufinden, wird Pia kurzerhand zur Currywurstverkäuferin und bietet eine "Expresskasse" gegen Aufpreis an. In der Dokumentation "Nice Price - Die Tricks der Lieferdienste" deckt Pia Osterhaus gemeinsam mit Experten, Brancheninsidern und Kunden auf, mit welchen psychologischen Verkaufsmethoden die Lieferplattformen an unserer Bequemlichkeit verdienen.
Chicken, Gemüse oder Chili - Nudelsuppen in Cups und Tüten sind der Food-Hype. Schnell gekocht, halal, vegan und in allen Geschmacksrichtungen. Was ist das Geheimnis des aktuellen Trends? Und wer schmeckt den Unterschied zwischen Duck Taste und Chili? Pia Osterhaus experimentiert mit einer Profiköchin, schickt die Suppen ins Labor und untersucht auch die Verpackungen der Convenience-Suppen. Mehr als heißes Wasser braucht es nicht für die schnelle Küche mit Instantnudelsuppen und Ramen. Dahinter steckt mehr als der schnelle Snack aus der Vergangenheit. Aktuell ein Massenprodukt, das enorme Umsätze generiert: Allein in Deutschland wurden 2024 rund 400 Millionen Packungen konsumiert. Der Markt ist global organisiert: Vom europäischen Anbieter Maggi bis zum asiatischen Branchenriesen Nissin konkurrieren zahlreiche Hersteller um die Gunst der Kundinnen und Kunden. Ein zentrales Verkaufsargument: die Geschwindigkeit. Schnell und bequem wird in wenigen Minuten aus trockenen Nudeln eine warme Mahlzeit. Köchin und Influencerin Sarah Mühlberg stellt sich in einem Experiment der Herausforderung Convenience gegen Handmade, Wasserkocher gegen Kochtopf. Auch Pia tritt gegen den Wasserkocher an. Auch beim Preis scheinen Instantnudeln unschlagbar: Meistens kosten sie weniger als zwei Euro. Eine warme Mahlzeit zum Minimalpreis: Nice Price. Wie funktioniert das? Und was sagt der Preis über den tatsächlichen Wert des Produktes aus? Psychologe Riccardo Frink hat die Erklärung: Entscheidend ist nicht, was etwas kostet - sondern wie günstig der Preis im Vergleich mit anderen Produkten wirkt. Die Auswahl scheint grenzenlos. Auf den Verpackungen zeigen bunte Bilder üppige Zutaten und intensive Geschmacksrichtungen: "Creamy Carbonara", "Chicken" und "Duck Taste" - das klingt lecker und hochwertig. Aber was steckt drin in den Tüten und Cups? Pia Osterhaus schickt die Suppen ins Labor und lüftet damit auch das besondere Geheimnis von "Yum Yum Duck Flavour". In der Verbraucher-Dokumentation "Nice Price - Das Geheimnis der Instantnudeln" testet Pia Osterhaus Grenzen des Geschmacks, lässt Verbraucherinnen und Verbraucher experimentieren und geht gemeinsam mit Experten und Brancheninsidern der Frage nach, mit welchen Strategien ein einfaches Produkt so erfolgreich werden konnte - und was wir als Konsumenten darüber wissen sollten.
Ob Schinken, saftiger Sauerbraten oder süße Leckerei - es gibt fast kein Lebensmittel, an dem die Industrie nichts zu tricksen hat. Sebastian Lege weiß, wie's geht, und deckt Schummeleien auf. Der Produktentwickler nimmt unter anderem Tütensuppen, Kochschinken und Doppelkekse unter die Lupe. Wo wird an wertvollen Zutaten gespart, ohne dass man den Unterschied schmeckt? Und welche Tricks dienen nicht nur Herstellern, sondern auch dem Verbraucher? Butter aus dem Kühlschrank ist oft steinhart, ohne Kühlung beginnt sie aber schnell zu laufen. Abhilfe versprechen da verschiedene Produkte auf Butterbasis, die auch gekühlt streichzart bleiben. Doch wie viel Butter steckt tatsächlich drin? Und welche Zutaten sorgen für die gewünschte Konsistenz? Sebastian Lege demonstriert, wie die Industrie durch den Einsatz von Hilfs- und Zusatzstoffen - und vor allem durch ganz viel Wasser - geschmeidige und äußerst lukrative Produkte erschafft, die zwar nach Butter schmecken, aber kaum welche enthalten. Preislich aber sind kaum Unterschiede zur echten Butter auszumachen. Und was kommt drauf aufs Butterbrot? Kochschinken ist bei vielen äußerst beliebt, nicht zuletzt, weil es den schon für 60 Cent pro 100 Gramm im Supermarkt gibt. Doch was unterscheidet den preiswerten Discounter-Aufschnitt vom deutlich teureren Metzgerschinken? Das zeigt Sebastian Lege in einer nordhessischen Traditionsmetzgerei. Der Trick: Anstatt großer, natürlich gewachsener Schweinekeulen werden kleinere, preiswerte Fleischstücke mithilfe von Phosphat und Hitze zu einem Block verklebt. Das Resultat ist fast nur vom Fachmann zu erkennen. Ein Test unter Sauerbraten-Liebhabern soll klären, ob ein anderer beliebter Industrietrick auffällt: Sebastian Lege zaubert aus wenigen Zutaten ohne Fleisch oder echte Gewürze ein Soßenpulver, das im Handumdrehen angerührt und servierfertig ist. Diese Instantsoße - vergleichbar der, die man für wenige Cent kaufen kann - setzt er nichts ahnenden Testessern vor. Bemerkt jemand den Schwindel? Nebenbei wird erklärt, welchen lebensmittelrechtlichen Unterschied es macht, ob auf der Packung "Braten-Soße" oder "Soße zum Braten" steht. Das am meisten verwendete Pulver der Tütensuppen-Fabrikanten ist Kartoffelstärke. Doch warum? Und wie stellt man das vielseitige Pulver her? "ZDFzeit" liefert die Antworten. Neben fiesen Tricks gibt es auch clevere, wie zum Beispiel die Verwendung von Algen als Alternative zur Chemiefabrik. Synthetische Farbstoffe stehen seit Jahren in der Kritik, doch für viele Farbtöne fehlten bislang natürliche Alternativen, vor allem bei der Farbe Blau. Doch trickreichen Bio-Ingenieuren gelang die Gewinnung eines intensiv blauen Proteins aus Spirulina-Algen, die in einer lichtdurchfluteten Halle in kilometerlangen Glasröhren gezüchtet werden. Mit dem Farbstoff werden bereits viele beliebte Süßigkeiten gefärbt. Außerdem widmet sich die Dokumentation dem kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Schoko und Schokolade. Was nach reiner Wortklauberei klingt, ist in Wahrheit ein beliebter Trick der Lebensmittelindustrie. Denn wo Schoko oder Choco draufsteht, muss keine echte Schokolade drinstecken, denn die unterliegt strengen Kriterien bei den Zutaten. Sebastian Lege demonstriert, wie man ohne Schokolade, nur mit ein wenig Kakaopulver und Billig-Rohstoffen, für den Schoko-Geschmack beispielsweise in der Doppelkeks-Füllung sorgt.
Toastbrot, Quetschbeutel, Mortadella und vegane Sahne: Sebastian Lege entlarvt die Tricks der Lebensmittelindustrie. Die Lebensmittelindustrie nutzt immer wieder Gesetzeslücken aus. Mit wenig Wareneinsatz will sie maximalen Profit erzielen. Sebastian Lege analysiert beliebte Produkte aus dem Supermarkt und zeigt, wie dabei Verbraucher getäuscht werden. Toastbrot gibt es als Butter-, Vollkorn- oder Körnerbrot überall billig zu kaufen. Kein Wunder, denn Toastbrot ist das beliebteste Brot der Deutschen. Doch anstatt guter Zutaten und viel Handarbeit stecken Zusatzstoffe, Backtriebmittel und ein perfekt ausgeklügelter maschineller Backprozess dahinter. Vor allem bedient die Lebensmittelindustrie sich einer günstigen Zutat: Sebastian Lege zeigt, wie so viel Luft wie möglich in unser Toastbrot kommt. Bei Mortadella läuft einem das Wasser im Mund zusammen: Das hochwertige italienische Feinkostprodukt gibt es natürlich auch als Billigvariante im Supermarkt in unterschiedlichsten Variationen. Die Preisunterschiede zum Original sind erschreckend und Verbraucherschützer alarmiert. Denn die Fleischindustrie bedient sich eines Wundermittels mit dem Namen "Globoost". Sebastian Lege weiß, wie damit richtig viel Wasser in unsere Wurst kommt. Quetschbeutel sind pürierter Fruchtbrei in bunten Verpackungen, die es in jedem Drogerie- und Supermarkt gibt. Sie werden mit tollen Versprechen beworben und erwecken den Eindruck, dass sie vitaminreich und gut für die Verbraucher sind. Doch die "Quetschies" bestehen aus einem billigen Streckmittel. Sebastian Lege zeigt, wie die Lebensmittelindustrie die Produkte mit günstigem Apfel herstellt, richtig viel Geld verdient und dabei noch der Umwelt schadet. Veganer Sahneersatz ist der nächste große Hype nach veganen Milchalternativen. Den Trend, nachhaltig einzukaufen, nutzen Hersteller geschickt, indem sie aus billigem Soja einen Ersatz für die klassische Kochsahne kreieren. Dazu nutzt die Industrie eine der günstigsten Zutaten überhaupt. Sebastian Lege weiß, wie mit richtig viel Wasser und lauter Zusatzstoffen eine Fake-Sahne entsteht, die trotzdem schön cremig und lecker ist.
Im August 1986 verschwinden Melanie und Karola Weimar spurlos. Schnell fällt der Verdacht auf die Eltern. Ist die Mutter eine eiskalte Mörderin, oder hat der Vater die beiden Kinder getötet? Die Psychologin Katinka Keckeis und der ehemalige Profiler Axel Petermann rollen den Fall, der die Republik bewegte, noch einmal auf. Wie gingen die Ermittler vor? Und wie kann es sein, dass Eltern ihre Kinder töten? Der Fall Weimar ist als eine Familientragödie in die deutsche Kriminalgeschichte eingegangen. Zwei Mädchen aus dem kleinen Ort Philippsthal an der Werra werden erst vermisst, dann mit einem Großeinsatz der Polizei gesucht und schließlich tot aufgefunden. Die Ermittler stehen zunächst vor einem Rätsel, doch dann geraten die Eltern der Kinder, Monika und Reinhard Weimar, in Verdacht. Ihre Aussagen widersprechen sich, Eheprobleme und eine Affäre kommen zutage, aber kein Geständnis. Am Ende müssen die Richter in einem Indizienprozess entscheiden. Auf eine Verurteilung folgt ein Freispruch für Monika Weimar. 1997 wird sie schließlich rechtskräftig wegen Mordes verurteilt.
1982 stirbt die 14-jährige Kalinka im Sommerurlaub am Bodensee. Ihr Vater glaubt, den Mörder zu kennen, und kämpft darum, ihn zu überführen - fast 30 Jahre lang. Unter Verdacht: Kalinkas Stiefvater - ein angesehener Arzt. Hat er das Mädchen mit einer Spritze betäubt und missbraucht? Nachweisen lässt sich ihm lange Zeit nichts. Profiler Axel Petermann und Psychologin Katinka Keckeis auf den Spuren des spektakulären Falls. Kalinka B. ist ein kerngesundes Mädchen aus Frankreich, das die Ferien bei Mutter und Stiefvater am Bodensee verbringt. Am Morgen des 10. Juli 1982 liegt die 14-Jährige tot in ihrem Bett. Wiederbelebungsversuche des Stiefvaters kommen zu spät. Die Obduktion verläuft äußerst dubios: Die Todesursache kann nicht geklärt werden, verdächtige Spuren an Kalinkas Körper werden nicht untersucht. Das Mädchen wird begraben - ohne weitere Ermittlungen. Als Kalinkas leiblicher Vater den Obduktionsbericht liest, bekommt er einen schlimmen Verdacht: Seine Tochter wurde getötet, vom Stiefvater. Sein jahrzehntelanger Kampf um Aufklärung und eine gerechte Strafe bleibt lange erfolglos. Die Beweislage reicht - zumindest den deutschen Behörden - nicht. Eine Anklage in Frankreich führt zu einem internationalen Justizskandal und diplomatischen Verwicklungen. Am Ende will Katinkas leiblicher Vater den Täter selbst vor Gericht bringen. Ein aufsehenerregender Fall, der die Menschen in Deutschland und Frankreich über Jahrzehnte in Atem hält.
Nordfriesland im August 2004: Eine Jugendliche kehrt von einer Party nicht zurück. Wochen später finden Bauarbeiter die Leiche einer jungen Frau. Ist die Tote die vermisste 15-Jährige? Die Polizei sucht in alle Richtungen. Dabei stößt sie auf weitere Straftaten im Umfeld des Mädchens. Zwei Jahre später ein weiterer mysteriöser Mord. Der Tote - ein unauffälliger Erntehelfer. Er wird regelrecht hingerichtet. Was haben die beiden Morde gemeinsam? Zwei völlig unterschiedliche Verbrechen, und dennoch haben die Ermittler einen ungeheuerlichen Verdacht: Mord an einer Schülerin. Die Leiche lässt keinen Rückschluss auf die Todesursache mehr zu. War es vielleicht eine sexuell motivierte Tat? Denn die Hose des Mädchens war geöffnet. Und - ein Erntehelfer wird auf der Heimfahrt von einem Familientreffen im Auto erschossen. Die Psychologin Katinka Keckeis und der ehemalige Profiler Axel Petermann untersuchen die Ereignisse von damals. Sie reisen an die Tatorte, sprechen mit den Ermittlern und rekonstruieren die Jagd auf den Täter.
Braunschweig 1997: Die Pfarrersfrau Veronika G. wird tot aufgefunden. Schon früh verdächtigt die Polizei ihren Ehemann. Doch Beweise fehlen - und der beliebte Pastor beteuert seine Unschuld. In der kleinen Gemeinde Beienrode will keiner glauben, dass Pastor Klaus G. - aktiv in der Friedensbewegung - seine Frau erschlagen haben könnte. Doch die Ermittler finden immer mehr Indizien, die das tadellose Image und auch das Alibi des Pfarrers zum Wackeln bringen. Das Pastorenpaar ist nicht nur in seiner Gemeinde sehr geschätzt und bekannt. Die beiden engagieren sich auch über die Region hinaus in der Friedensbewegung und der "Aktion Sühnezeichen". Doch nach dem grausamen Tod von Veronika Geyer schauen sich die Ermittler das Alibi des Pastors und das Verhältnis zu seiner Frau genauer an. 25. Juli 1997: Pastor Geyer sucht am Tag des Verschwindens seiner Frau in Braunschweig nach ihr und wird dabei auch gesehen. Kurz darauf meldet er sie als vermisst. Das Alibi des Pastors scheint auf den ersten Blick wasserdicht. Doch die Polizei erfährt, dass er in der Nacht des Verschwindens seiner Frau eine Geliebte zu Besuch hatte. Stand es um die Ehe der beiden schlechter als gedacht? Die Ermittlungen offenbaren nach und nach mehrere Seitensprünge und Liebschaften des Pastors. Hinzu kommt: Zeugen sagen aus, den Pastor in der Nähe des Leichenfundortes gesehen zu haben. In seinem Kofferraum werden Gummistiefel mit Erdanhaftungen von dort und ein Brecheisen gefunden. Eine mögliche Tatwaffe? Alles Indizien - doch ein Beweis fehlt. Klaus Geyer bestreitet vehement, seine Frau erschlagen zu haben. Am 2. Februar 1998 beginnt in Braunschweig der aufsehenerregende Prozess gegen den Pastor. Ein wahres Verbrechen - noch einmal aufgerollt von der Psychologin Katinka Keckeis und dem Profiler Axel Petermann. Was macht den einen zum Täter, den anderen zum Opfer? Die Doku-Reihe erzählt bei großen Kriminalfällen der deutschen Historie parallel die Geschichten von Tätern und Opfern.
Die 14-jährige Georgine verschwindet 2006 spurlos in Berlin. Elf Jahre später gibt es einen Verdächtigen - aber keine Beweise. Können verdeckte Ermittler ihm ein Geständnis entlocken? Georgines Nachbar gerät 2017 in den polizeilichen Fokus. Hat er das Mädchen getötet und ihre Leiche verschwinden lassen? Und wie kann man es ihm nachweisen? Die Psychologin Katinka Keckeis und der Profiler Axel Petermann rekonstruieren den wahren Fall. Zeugen sehen Georgine noch, als sie nach der Schule gegen 13.30 Uhr aus dem Bus M27 steigt. Ihr Handy loggt sich da gerade in einer nahen Funkzelle ein. Es ist das letzte Mal, dass Georgine gesehen wird - es ist der 25. September 2006. Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Keine Fasern, keine DNA-Spuren, kein Handy - und keine Leiche. Jahrelang tappt die Mordkommission im Dunkeln, legt den Fall irgendwann als Cold Case zu den Akten. Bis 2017 erstmals ein Verdächtiger in das Blickfeld der Ermittler rückt. Ali K. ist vorbestraft - er hat versucht, ein Mädchen aus der Nachbarschaft in seinen Keller zu locken und zu vergewaltigen. Eine erste heiße Spur. Die Mordkommission beginnt, sein Telefon zu überwachen, und schneidet Tausende Gespräche mit. Die Beamten finden nichts Verwertbares. Die Staatsanwaltschaft entschließt sich zu einem ungewöhnlichen Schritt: Sie setzt drei verdeckte Ermittler auf Ali K. an. Diese befreunden sich zum Schein mit dem Mann. Über ein Jahr versuchen die verdeckten Ermittler, das Vertrauen des mutmaßlichen Täters zu gewinnen. Wird er die Tat gestehen? Oder bleibt der Mord an Georgine ungesühnt? In der Dokumentationsreihe "Aufgeklärt" rekonstruieren die Psychologin Katinka Keckeis und der Profiler Axel Petermann spektakuläre Kriminalfälle. Es werden parallel die Geschichten von Täter und Opfer aufgegriffen. Was macht den einen zum Täter, den anderen zum Opfer? Erzählt wird die Geschichte von zwei Menschen, die in einem schicksalhaften Moment aneinandergeraten.
Juli 1990. Ein Mann wird in seiner Wohnung brutal ermordet. Das Opfer: der bayerische Volksschauspieler Walter Sedlmayr. Sein größtes Geheimnis kommt nun ans Licht. Der Vorzeige-Bayer war homosexuell. Damals ein Riesenskandal. Sedlmayr lag gefesselt im Bett - daneben: Kondome, eine Peitsche. Was ist hier geschehen? Wer hat Walter Sedlmayr umgebracht? Zwei Kriminalexperten rollen den spektakulären Fall noch einmal auf. Die Psychologin Katinka Keckeis arbeitet im Gefängnis mit gefährlichen Straftätern. Der ehemalige Profiler Axel Petermann war fast 30 Jahre lang als Mordermittler tätig. Die beiden folgen den Spuren des Walter Sedlmayr. Walter Sedlmayr, am 6. Januar 1926 in München geboren, war der Inbegriff eines Parade-Bayern. Sein Vater, ein Tabakhändler, war der Typ Bayer, den er später in seinen Rollen immer gespielt hat. Schauspielerisch gelingt Sedlmayr 1971 als Leibkoch von Ludwig II. der Durchbruch. Die Mischung aus Dokumentation und Fiktion macht ihn schlagartig bekannt. Er wird Star zahlreicher Fernsehserien und zum Inbegriff des kleinen Grantlers mit dem großen Herzen. Jeder kennt ihn als Revierleiter der "Polizeiinspektion 1" oder als "Millionenbauer" Josef Hartinger. Er wird zum Gesicht einer bekannten Brauerei und zum Highlight auf dem Münchner Nockherberg. Ins Visier der Ermittler gerät zuerst der Privatsekretär Sedlmayrs, der ein falsches Testament präsentiert. Mehr und mehr konzentriert sich der Verdacht dann auf den Ziehsohn des Schauspielers, der bei seinem Gönner in Ungnade gefallen ist. Zwei Jahre nach der Tat wird ihm und seinem Halbbruder der Prozess gemacht. Am 21. Mai 1993 werden sie zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Ihre Täterschaft streiten sie ab. Am 24. Juli 1993 bestätigt der Bundesgerichtshof das Urteil, die Revision wird verworfen, die Wiederaufnahme nicht bestätigt. Seit 2008 sind beide Brüder wieder frei. Ihre Strafe haben sie abgesessen. 2018 wollen sie vor Gericht erreichen, dass ihre Namen aus online archivierten Pressetexten verschwinden. Doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte spricht ihnen dieses Recht nicht zu. Ihre beiden Namen werden immer untrennbar mit dem Mord an Walter Sedlmayr zusammenhängen.
Am 25. März 1996 wird Tabak-Erbe Jan Philipp Reemtsma entführt. Erst nach 33 Tagen kommt Reemtsma frei. Es ist eine der spektakulärsten Entführungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Kidnapper überraschen Reemtsma am Abend, als er auf dem Weg zu seinem Arbeitshaus ist. Sie hinterlassen einen Brief, in dem sie 20 Millionen D-Mark Lösegeld fordern und dass weder Polizei noch Presse eingeschaltet werden. Die Familie entscheidet sich dennoch, die Polizei zu alarmieren. Die Ermittler müssen äußerst vorsichtig vorgehen, denn sie dürfen unter keinen Umständen bemerkt werden. Jan Philipp Reemtsma wird von den Entführern in einen Keller gesperrt. Er ist angekettet, im Raum sind nur eine Matratze, ein Schreibtisch und eine Toilette. Erst am 3. April melden sich die Entführer mit Anweisungen für eine erste Geldübergabe. Die Ehefrau und ein befreundeter Anwalt sollen zu einer bestimmten Kreuzung in Hamburg fahren. Sie finden die Stelle und den nächsten Hinweis. Nun sollen sie auf ein Blinklicht achten - doch sie sehen keins. Auch der versprochene Hinweis an einem Verkehrsschild ist nicht deponiert. Die Übergabe scheitert. Nach einiger Zeit schlägt auch der zweite Versuch fehl. Nach zwei gescheiterten Übergaben erhöhen die Entführer das Lösegeld auf 30 Millionen D-Mark. Die Familie setzt die Polizei vor die Tür. Zwei neutrale Geldboten übernehmen die dritte und erfolgreiche Übergabe. Erst nach 33 Tagen kommt Reemtsma wieder frei. Wer steckt hinter dieser Tat? Warum sind zwei Übergaben gescheitert? Und was ist mit dem ganzen Geld passiert? Der Profiler Axel Petermann und die Psychologin Katinka Keckeis auf den Spuren von Jan Philipp Reemtsma.