Venedig ohne Touristen? Fast unvorstellbar. Elf Monate im Jahr, von Februar bis Dezember, bevölkern Millionen Besucher die Lagunenstadt auf der Suche nach dem romantischen Drei-Tage-Urlaub. Die Venezianer sind lediglich Statisten auf der Bühne ihrer Heimatstadt. Nur im Januar findet die Stadt zu sich zurück und gehört nun fast ausschließlich ihren Bewohnern. "GEO Reportage" begleitet zwei Venezianerinnen in dieser stillen Zeit - die Bestatterin Tiziana Terzi und die Polizistin Lorenza Mariutti bei ihrem Dienst auf einem der Streifenboote der Polizia Locale.
Die ehrgeizige Jungjournalistin Aga wechselt vom Sport- ins Investigativ-Ressort eines rechtskonservativen Newsportals. Als in einer hessischen Kleinstadt eine Teenagerin verschwindet, wird Aga von ihrem Chef auf die Story angesetzt. Gemeinsam mit dem abgebrühten Fotografen Thorsten soll sie das Sommerloch des Boulevardportals füllen. Aga will hoch hinaus und das ist ihre Chance, sich zu beweisen. Doch vor Ort wollen die Eltern des vermissten Mädchens partout nicht mit Aga und Thorsten sprechen. Die Konkurrenz hat einen großen Vorsprung. Aga muss alle suggestiven Tricks einsetzen, die sie im Boulevardjournalismus gelernt hat, um an erste O-Töne und Informationen zu kommen. Von da an dauert es nicht lange, bis sie und Thorsten endlich den Schlüssel zu einer großen Story finden: blutbefleckte Unterwäsche des Mädchens im Müll eines jungen Mannes aus Uganda. Welat Nail arbeitet als Pfleger in einem Seniorenheim und verhält sich misstrauisch und abweisend. Agas Berichterstattung über Welat macht ihn zu einem plausiblen Verdächtigen und lässt sie in der Gunst ihres Chefs steigen. Doch die Veröffentlichung dieser Geschichte löst Ereignisse aus, die Aga nicht kontrollieren kann.
Mit Elisa Schlott, Franz Pätzold, Thomas Loibl, Francisco Akudike, Marie Julie Bretschneider, Bernd Hölscher, Malina Ebert, Patrycia Ziolkowska, David Rott, Matthias Matschke
Masuno Sensei ist Gartenarchitekt und Zen-Priester im Kenkoji Tempel in Yokohama in Japan. Die von ihm geschaffenen Gärten sind untrennbar mit seiner Weltanschauung verbunden. In der Zen-Lehre glaubt man, dass alles die sogenannte Buddha-Natur in sich trägt. Sogar Steine, Bäume oder Gartenerde können zum Buddha werden. Was heißt das für die Zen-Gärten? Und wie spiegeln sich diese Lehren im alltäglichen Leben wieder?
"Dian Fossey: Ihr Leben für die Gorillas" zeichnet mithilfe seltener Farbfilmaufnahmen, bislang unveröffentlichtem Archivmaterial und Fotos ein vielschichtiges Porträt der eigenwilligen Primatenforscherin. Ehemalige Weggefährten, Wissenschaftler und Biografen beleuchten nicht nur die bahnbrechende Wirkung von Fosseys Arbeit auf Primatenforschung und Naturschutz, sondern auch die Schattenseiten ihrer Persönlichkeit und ihres kompromisslosen Engagements.
Paviane, Raben, Delfine und Elefanten - auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Arten, doch sie eint eine erstaunliche Gemeinsamkeit: Sie zeigen komplexe emotionale Reaktionen, wenn ein Artgenosse stirbt. Verhaltensbiologen haben im Laufe der Jahre beeindruckende Szenen dokumentiert und versuchen heute, diese wissenschaftlich zu erklären. Doch bedeuten solche Verhaltensweisen, dass Tiere den Tod und den Verlust bewusst verarbeiten? Die Dokumentation gibt Einblicke in ein neues Forschungsfeld, das sich mit Trauer bei Tieren beschäftigt.
"Schimpansen im Kongo mit Jane Goodall" erzählt die bemerkenswerte Geschichte des Tchimpounga Chimpanzee Rehabilitation Center, einer Auffang- und Pflegestation für Schimpansen, die vor mehr als 30 Jahren von der berühmten Verhaltensforscherin Jane Goodall gegründet wurde. Der Anblick eines hilflosen Schimpansenbabys auf dem Markt in Zaire weckte bei ihr das Bedürfnis, verwaisten Schimpansen im Kongo zu helfen. Die Gründung der Auffangstation Tchimpounga Anfang der 1990er Jahre ist der Beginn einer einmaligen Erfolgsgeschichte im Tierschutz.
(1): Aufnahmen einer Wetterkamera
(2): Begegnung - Bernhard Wenger
(3): Zoom - Hauptrolle Schnee
(4): Birds in the Earth
(5): Zoom - Marja Helander
(6): Freeride in C
Marie Losier entführt uns in die geheimnisvolle und unklassifizierbare Welt der Band The Residents, die seit über 50 Jahren als Symbolfiguren der amerikanischen Avantgarde-Musik gelten. Das Kultkollektiv, das sich hinter ikonischen Kostümen verbirgt, revolutionierte mit klanglichen Experimenten und gewagter visueller Ästhetik die Underground-Szene. Das verspielte, intime Porträt feiert die außergewöhnliche Freiheit dieser Band, die sich nie an Regeln gehalten hat.
Bei Wolfang Amadeus Mozart ist Musik Theater. Dies gilt für seine Symphonien, Streichquartette und Serenaden ebenso wie für seine geistlichen Kompositionen. Die Große Messe in c-Moll, die auf unvergleichliche Art von Mozarts schöpferischer Freiheit und musikalischem Genie zeugt, stieß bei ihrer Uraufführung auf Ablehnung, weil man ihre lyrische Opulenz zu opernhaft fand. Heute gilt das von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel beeinflusste, unvollendet gebliebene Meisterwerk als ein Höhepunkt der religiösen Musik Mozarts.
Vor der prächtigen Kulisse der Lyoner Chapelle de la Trinité entfaltet die Große c-Moll-Messe in der Interpretation des Ensemble Matheus unter der Leitung von Jean-Christophe Spinosi ihre ganze chorische und spirituelle Kraft.
Im Sommer des Jahres 1816 entwickelte die englische Schriftstellerin Mary Shelley am Ufer des Genfer Sees die Idee für ihren Roman "Frankenstein". Das darin beschriebene "Monster" steht für entfesselten wissenschaftlichen Fortschritt und die damit einhergehende Entmenschlichung. Der Roman "Frankenstein oder Der moderne Prometheus" sollte nicht nur im historischen Kontext der Französischen Revolution, sondern auch vor dem Hintergrund einer revolutionären Errungenschaft gelesen werden: dem Ideal der politischen Emanzipation durch Wissen. "Frankenstein" ist somit auch ein Kind der Aufklärung.