1875 war etwa jeder vierte Cowboy schwarz. Auch schwarze Sheriffs, Trapper und Soldaten gab es im Westen. Viele dieser Afroamerikanerinnen und Afroamerikaner verbündeten sich mit den Ureinwohnern, andere wurden von ihnen versklavt. All diese Männer und Frauen suchten in den Weiten des amerikanischen Westens die Freiheit und nahmen dafür ein abenteuerliches und gefährliches Leben in Kauf.
So hat jede prototypische Figur des Wilden Westens ihr afroamerikanisches Double, ob Cowboy, Desperado, Revolverheldin oder furchtloser Sheriff. In der offiziellen Geschichtsschreibung wurden sie unterschlagen und auch Hollywood hat sie nicht auf der Leinwand verewigt.
Doch einige von ihnen sind bekannt, denn sie haben der Nachwelt Briefe oder Memoiren hinterlassen: der entflohene Sklave Bass Reeves, der als US-Marshal für Recht und Ordnung sorgte; der sagenhafte Trapper James Beckwourth, ein Grenzgänger zwischen den Welten der Indianer und der Weißen; die Postkutschenfahrerin Mary Fields, die geschickt mit Waffen umzugehen verstand; der "schwarze Moses" Benjamin "Pap" Singleton, der sein Volk nach Kansas in das neue Gelobte Land führte; der von Indianern versklavte Henry Bibbs und der Lasso-Virtuose Nat Love.
Ihre Erzählungen lassen die große Zeit des Far West aufleben, vom Sezessionskrieg bis zum Ende der Pionierzeit und der vollständigen Eingliederung des Westens in das amerikanische Hoheitsgebiet bis hin zum Pazifik. Dort konnten sie hoffen, der Knute des Sklavenhalters, den Gewalttaten des Ku-Klux-Klans und dem Rassenhass zu entgehen.
Die Dokumentation beleuchtet dieses kaum bekannte Kapitel der US-amerikanischen Geschichte und lässt die vergessenen Helden und Heldinnen mit eigenen Worten schildern, wie sie diese Zeit erlebten. Ihre Erzählungen zeigen, wie sehr dieses unterdrückte Volk damals darauf hoffte und mit welchem Mut es dafür kämpfte, das Freiheitsversprechen des Far West für sich einzulösen.
Ihre Lavaströme löschen Leben in einem Wimpernschlag aus, ihre Asche ist Quell außerordentlicher Fruchtbarkeit: Die Gegensätzlichkeit von Vulkanen fasziniert den Menschen seit jeher. Viele Kulturen vermuten in den feuerspeienden Riesen sogar den Sitz ihrer Götter. In der Dokumentationsreihe erkundet der Geologe Arnaud Guérin aktive Vulkane rund um den Globus. Er begegnet Menschen, die am Fuße der brodelnden Erdlungen zu Hause sind und einzigartige Beziehungen zu den Glutriesen geknüpft haben. Diese Folge führt nach Neuseeland: Hier begegnen die Menschen den Vulkanen nicht mit Furcht, sondern ziehen Nutzen aus der Erdwärme.
Salz - ein Mineral, das die Menschheitsgeschichte geprägt hat. Von den Bergwerken im österreichischen Salzkammergut bis zu den Salzgärten auf der französischen Île de Ré: "Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks" zeigt, auf welche Arten Salz gewonnen wird. Außerdem fragt die Sendung, welche Rolle Salz in der Geschichte spielte - und wie es heute unsere Ernährung beeinflusst. Lucie kreiert Salzkaramell und Salzzitronen.
(1): Ousmane Sembène: Die Neuerfindung des senegalesischen Kinos
(2): Agen: Die Trockenpflaume als Kulturerbe
(3): Jamaika: Lauras Ziegenfleisch-Curry mit Nudeln
(4): Wien: Der Retter der Mütter
(1): Max Havelaar - oder wie ein Roman Indonesiens Schicksal veränderte
(2): Batik, wenn Indonesien ein Stoff wäre
(3): Indonesien: Pujis gedämpfter Fisch im Bananenblatt
(4): Indonesien: Ein revolutionärer Wissenschaftler
London, Ende des 19. Jahrhunderts: Der junge Louis Wain träumt von einer Karriere als Künstler, muss aber nach dem Tod des Vaters für seine Mutter und seine fünf Schwestern sorgen. Da trifft es sich gut, dass er eine Stelle als Illustrator bei einer angesehenen Zeitung ergattert. Kurz darauf verliebt er sich in Emily Richardson, die Gouvernante seiner jüngeren Schwestern. Gegen alle gesellschaftlichen Widerstände heiratet er die ältere und nicht standesgemäße Frau.
Gemeinsam beziehen sie ein kleines Cottage, wo ihnen schon bald ein streunendes Kätzchen zuläuft. Das von ihnen Peter genannte Tier inspiriert Louis: Fortan malt er Katzen - großäugig, niedlich und vermenschlicht. Der Verleger Sir William Ingram ist von den neuartigen Bildern, die Katzen in menschlichen Alltagssituationen zeigen, sehr beeindruckt und wird Louis' Förderer und Freund. Mit seinen skurrilen Bildern feiert Louis immer größere Erfolge, doch dann schlägt das Schicksal zu: Emily erkrankt unheilbar - und Louis' psychischer Zustand verschlechtert sich ...
Louis Wain - eindrucksvoll gespielt von Benedict Cumberbatch - gehörte seinerzeit zu den berühmtesten britischen Malern. Gemeinsam mit der Liebe seines Lebens Emily - gespielt von Claire Foy - eroberte er die Herzen von Millionen Kunst- und Katzenliebhabern. Seine unverwechselbaren Katzenbilder verhalfen ihm bereits zu Lebzeiten zu großem Ruhm und Erfolg. "Die wundersame Welt des Louis Wain" lässt die viktorianische Zeit mit viel Liebe zum Detail auferstehen und setzt dem exzentrischen und liebenswerten Maler ein originelles cineastisches Denkmal.
Mit Benedict Cumberbatch, Andrea Riseborough, Claire Foy, Toby Jones, Aimee Lou Wood, Sharon Rooney
Wenn es ein Paradies für Chamäleons gibt, befindet es sich auf Madagaskar. Auf der "roten Insel" lebt knapp die Hälfte der rund 200 bekannten Chamäleonarten - eine weltweit einzigartige Vielfalt. Man findet sie in allen Farben und Größen, mit Hörnern auf der Nase oder helmartigen Kopflappen. Madagaskar scheint für Chamäleons der ideale Lebensraum zu sein. Doch wie kam es dazu? Die Dokumentation erzählt, wie die faszinierenden Reptilien vor 65 Millionen Jahren auf die Insel kamen, und zeigt dann ein beeindruckendes Naturspektakel: den Karneval der Chamäleons.
Es ist eine der unbekanntesten und zugleich faszinierendsten Regionen Südamerikas: der Gran Chaco. Seltene Tiere wie Ameisenbären, Gürtelmulle und Boas sind hier beheimatet. Inmitten von Salzlagunen und Dornwäldern leben indigene Gemeinschaften und mennonitische Siedler - ein einzigartiges Miteinander, das seit etwa 100 Jahren besteht.
Paraguay überrascht mit beeindruckenden Paradiesen und kulturellen Mysterien. Jesuitensiedlungen erzählen von einer außergewöhnlichen Vergangenheit, die Musik der Guarani lebt bis heute fort. In abgelegenen Naturreservaten offenbart sich eine artenreiche Tierwelt - ein Land voller Geschichte, Klang und Naturwunder.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Verlassene Kinos, einst glanzvolle Kurorte, Dörfer ohne Bewohner - der Fotograf Alex Iacob entdeckt Rumäniens Lost Places. Mit seiner Kamera kämpft er gegen das Vergessen und dokumentiert, was vom alten Rumänien geblieben ist. Alex reist von Bukarest bis in die Karpaten, fotografiert den Verfall und den Neuanfang - und trifft Menschen, die sich, wie er, für den Erhalt der historischen Bauwerke einsetzen.
Sie wissen alles über jeden - fast unauffällig sitzen sie auf ihrer Bank in der Gemeinde Stinatz, trinken Kaffee und reden über weitaus mehr als nur den neuesten Klatsch und Tratsch. Die Rentnerinnen-Gang besteht aus der klugen Hilda Resetarits, der scharfsinnigen Resl Grandits und der weisen Baba. Zusammen unterstützen sie Babas Sohn, Polizeiinspektor Sifkovits, bei der Aufklärung eines dramatischen Mordfalls: Die Braut Anna Jusic wurde am Tag nach ihrer Hochzeit tot aufgefunden. Doch wer würde der jungen Kroatin so etwas antun? Alle Verdächtigen scheinen dunkle Geheimnisse zu verbergen, und auch die Braut selbst hatte eine mysteriöse Vergangenheit. Der Fall stellt sich als weitaus komplexer heraus, als Sifkovits anfangs vermutet.
Mit Thomas Stipsits, Erika Deutinger, Linde Prelog, Erika Mottl, Gerhard Liebmann, Christoph Krutzler, Clemens Berndorff, Rainer Doppler, Michael Rast, Alexander Absenger, Julia Edtmeier, Michael Fuith, Sabrina Reiter, Silvana Veit, Oliver Rosskopf
Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des "Freddie Mercury Tribute Concert for Aids Awareness", einer Hommage der verbleibenden Mitglieder der Rockband Queen an ihren verstorbenen Frontmann Freddie Mercury. Das Konzert wurde am 20. April 1992 im Wembley Stadium in London gegeben. In den späten 1980er Jahren litt Freddie Mercury im Geheimen an der Krankheit Aids, die schwulenfeindliches Verhalten schürte und Hunderttausende Opfer forderte. In den Jahren nach Mercurys Tod beschleunigte sich die öffentliche Akzeptanz dieser Krankheit, die zunächst stark tabuisiert wurde.
"Sounds Like Art" lädt Asaf Avidan ein, die Werke von Jonathan Meese, Monika Sosnowska und Alexander Archipenko in Saarbrückens Museum für zeitgenössische Kunst zu entdecken. Während er über seine Liebe zur Kunst und Kultur reflektiert, spielt Avidan mit einem Streichquartett Songs aus seinem neuen Album "Unfurl" sowie Hits und Klassiker aus seiner gesamten Solokarriere.
USA, 1878: Kurz vor seinem jährlichen Viehtreck nach Belle Fourche wird Rancher Wil Andersen von seinen Helfern verlassen, die einem plötzlichen Goldrausch erliegen. An ihrer Stelle springt eine Gruppe von jungen Schülern ein, Andersen auf seiner Reise durch den Wilden Westen zu begleiten. Einer der letzten Western mit John Wayne (1972), hier in der Rolle des Mentors.
Montana, im späten 19. Jahrhundert: Der alternde Rancher Wil Andersen will wie jedes Jahr seine 1.500-köpfige Viehherde durch die Wüste treiben, wobei er auf die Hilfe mehrerer Cowboys aus der Gegend angewiesen ist. Die sind jedoch neuerdings dem Goldrausch verfallen, und Andersen muss umdenken. In der nächstgelegenen Schule gibt es einige aufstrebende Nachwuchskräfte, die ohne Scheu gern beim Viehtrieb dabei wären. Zwar hat keiner der Jungen die notwendige Erfahrung, aber alle können reiten und mit dem Lasso umgehen.
Als die meisten von ihnen den Test bestehen, auf Andersens wildestem Pferd zu reiten, ist der ungehobelte Rancher von den jungen Cowboys überzeugt. Zusammen mit dem schwarzen Vagabunden Jebediah Nightlinger, der sich als hervorragender Koch erweist, zieht der Treck los. Die Zusammenarbeit läuft durch die Lust und Aufrichtigkeit der Jugendlichen ausgezeichnet - doch sie sind in der weiten Wüste nicht alleine. Abgesehen von den Gefahren der menschenfeindlichen Natur, verfolgt eine Bande von Pferdedieben den Viehtreck unablässig. Genauso unerbittlich zielen Andersens junge Rekruten jedoch darauf, die Arbeit zu vollbringen.
Spannender Western von Mark Rydell mit Leinwand-Legende John Wayne, der das Motiv der Beziehung zwischen Meister und Schüler verhandelt.
Mit John Wayne, Roscoe Lee Browne, Bruce Dern, Colleen Dewhurst, Slim Pickens, Charles Tyner, Sarah Cunningham
Dea ist am Boden zerstört. Hat ihr Mann Simon tatsächlich die Kinder geschlagen? Nachdem Tochter Holly genau das angedeutet hat, steht der Verdacht im Raum. Deswegen hat das Jugendamt die Kinder in einer Pflegefamilie untergebracht. Aussage steht gegen Aussage, doch Dea glaubt ihrem Mann und beide wehren sich gegen die Anschuldigungen
Der Tod des Marat, Jacques-Louis David - Homeoffice
F 2021
3'
Jean-Paul Marat ist in seiner Badewanne eingeschlafen. Plötzlich reißt ihn ein Anruf seines Vorgesetzten, dem Chefredakteur der Zeitung "L'Ami du Peuple", aus dem Schlaf. Seit 1793 wartet dieser bereits auf einen Artikel von Marat. Das Thema lautet: Arbeiten im Homeoffice.
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
Die Dokumentation thematisiert die jüngsten Umwälzungen seit dem Aufkommen der Cyberwelt, von den Verheißungen des Internets über Big Data und Künstliche Intelligenz bis hin zum Cyberkrieg.
Die Vorsilbe "Cyber" stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet "kontrollieren". Doch hat der Mensch wirklich noch alles unter Kontrolle? Seit der Einmischung fremder Mächte in die US-Wahlen von 2016 und die Manipulationen zur Beschleunigung des Brexits steht fest: Die Entwicklungen im Cyberspace nehmen den privaten und öffentlichen Raum zunehmend in Beschlag.