ARTE
ARTE Fr. 23.01.
Doku
Ein Südlicher Tamandua (oben) und ein Großer Ameisenbär (Yurumi, unten) ? beide streng geschützt und nur selten gemeinsam zu beobachten ZDF
Ein Tukan auf Nahrungssuche im Waldgebiet der Estancia Playada ? einer der farbenprächtigsten Bewohner des Gran Chaco ZDF
Chileflamingos rasten in großer Zahl an einer der Salzlagunen im paraguayischen Chaco ? ein wichtiger Zwischenstopp für Zugvögel. ZDF
Umweltingenieurin Elizabeth Ramos (li.) und Biologin Sabine Vinke (re.) im Einsatz: Eine Boa constrictor wird vermessen und dokumentiert. ZDF

Paraguays unbekannte Schätze

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Im Herzen des Gran Chaco

  • 1. Folge
  • D 2025
  • 43'
Landschaftsbild Es ist eine der unbekanntesten und zugleich faszinierendsten Regionen Südamerikas: der Gran Chaco. Seltene Tiere wie Ameisenbären, Gürtelmulle und Boas sind hier beheimatet. Inmitten von Salzlagunen und Dornwäldern leben indigene Gemeinschaften und mennonitische Siedler - ein einzigartiges Miteinander, das seit etwa 100 Jahren besteht.

Inhalt

Der Gran Chaco zählt zu den wildesten und ursprünglichsten Regionen Südamerikas - extrem im Klima, faszinierend in seiner Vielfalt. Eine Landschaft der Gegensätze: Dornwälder und flirrende Hitze prägen das Bild. Doch plötzlich öffnet sich ein verborgenes Paradies: Wenn sich die seltenen Salzlagunen mit Wasser füllen, bieten sie unzähligen Vögeln und Wildtieren einen lebenswichtigen Rückzugsort. Eindrucksvolle Naturaufnahmen und seltene Tierbeobachtungen gewähren Einblicke in ein verborgenes Ökosystem - etwa ein frisch geborenes Ameisenbärenjunges, eine seltene Boa in ihrer natürlichen Umgebung oder der nahezu unbekannte Burmeister-Gürtelmull, ein Tier, das Menschen kaum je zu Gesicht bekommen. Begleitet werden auch Wissenschaftlerinnen wie Dr. Rafaela Laino, die sich für den Schutz sensibler Ökosysteme einsetzen. Ihr Ziel: die Rinderzucht und den Erhalt der Biodiversität miteinander zu vereinbaren. Gleichzeitig zeigt die Dokumentation ein außergewöhnliches kulturelles Miteinander: Indigene Gemeinschaften, paraguayische Viehzüchter und mennonitische Siedler leben seit fast 100 Jahren nebeneinander - drei Lebensweisen, die voneinander profitieren. Einige indigene Gruppen, einst Jäger und Sammler, betreiben heute Rinderzucht - ein Schritt hin zu wirtschaftlicher Eigenständigkeit. Der Gran Chaco ist eine verborgene Welt - voll rauer Schönheit, seltener Tiere und stiller, aber tiefgreifender Veränderungen.

Hintergrund

Paraguay offenbart stille Paradiese und faszinierende Lebensräume. Im Süden zeugen Jesuitensiedlungen von einer einzigartigen Verbindung indigener und europäischer Kultur. Die Musik der Guarani lebt bis heute fort - getragen von der paraguayischen Harfe, einem Symbol kultureller Identität. Im Gran Chaco kämpfen Forscherinnen, Viehzüchter und indigene Familien für den Erhalt von Artenvielfalt und Wasserressourcen. Seltene Tiere wie Ameisenbären, Boas und der Burmeister-Gürtelmull prägen diese kontrastreiche Region. Ein Land im Spannungsfeld von Geschichte, Natur und Wandel.

Sendungsinfos

Regie: Christopher Zahlten Untertitel, Stereo
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