Danzón - ein Tanz, der seinen Ursprung im "Contredans" in Frankreich hatte und durch Sklaven und Aussiedler schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts über Kuba nach Mexiko gelangte. Hier ist er heute noch lebendig und eine geliebte Tradition. Getanzt wird auf den Straßen ebenso wie in den legendären Salons, wie dem Salón Los Angeles. Unter den Tänzern sind viele ältere Menschen, denn der Danzón bringt sie zusammen, die Einsamen, die Traurigen, die Verlassenen. Mit dem Danzón feiern sie das Leben, die Liebe und die Gemeinschaft.
Die Provinz Jujuy liegt im Nordwesten Argentiniens direkt an den majestätischen Anden. Abseits von Städten und größeren Siedlungen leben einige Andenbewohner in dieser Region sehr isoliert, oft hoch in den Bergen. Doch auch sie benötigen regelmäßige medizinische Versorgung. Mehrmals im Jahr macht sich Dr. Jorge Fusaro auf den beschwerlichen Weg in die entlegenen Andensiedlungen. Die Menschen dort erwarten den Arzt sehnsüchtig.
Der Sulcis-Archipel liegt vor der Südwestküste Sardiniens und umfasst die Inseln Sant'Antioco, San Pietro und mehrere kleine unbewohnte Inseln. Sant'Antioco ist die Hauptinsel des Archipels und die viertgrößte Italiens. San Pietro ist deutlich kleiner. Auf beiden Inseln gibt es viel zu entdecken. Sie haben eine beeindruckende Historie und viele alte Traditionen. Die Tierwelt des Sulcis-Archipels ist einzigartig: Hier leben die größten Muscheln des Mittelmeeres, Rosaflamingos sind in den Salinen der Inseln heimisch, und jedes Jahr ziehen an der Küste Tausende Rotflossen-Thunfische vorbei.
Mitten im Iseo-See, umgeben von einem bis zu 2.000 Meter hohen Bergpanorama, liegt Monte Isola. Über Jahrhunderte waren Fischfang und Olivenanbau die Lebensgrundlage der Bewohner. Außerdem spielten Bootsbau und Netzherstellung eine wichtige Rolle. Heute gibt es noch 30 Berufsfischer. Berühmt wurde die Gegend in den 1960er Jahren, als die internationale High Society hier auf der Riva-Werft die legendären Sportboote einkaufte. Und 2016, als der Künstler Christo Monte Isola mit dem Festland durch begehbare goldgelbe Schwimmstege verband. "The Floating Piers" lockten 1,2 Millionen Besucher an.
In einem der größten Meeresschutzgebiete Europas liegt der Toskanische Archipel, zu dem die Inseln Elba, Montecristo und Capraia gehören. Elba ist vielen als Urlaubsinsel bekannt. Weniger bekannt ist, dass die Insel bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wegen ihrer reichen Eisenerzvorkommen als das Ruhrgebiet Europas galt. Heute ist davon nicht mehr viel zu spüren. Montecristo wurde durch den Roman "Der Graf von Monte Christo" von Alexandre Dumas weltberühmt. Mittlerweile steht das Inselchen unter strengem Naturschutz. Capraia ist wenig besiedelt, mit wilder Natur und von rauer Schönheit.
Die Vulkaninsel Pantelleria liegt zwischen Sizilien und Tunesien und wird wegen ihrer Schönheit auch die "schwarze Perle des Mittelmeers" genannt. Alles scheint sich auf der Insel vor den Winden zu ducken: Olivenbäume, Weinstöcke und die Häuser - die sogenannten Dammusi, die mit dunklem Lavastein gebaut werden und ein weißes Kuppeldach haben; ein Erbe der Araber, die im Mittelalter die Insel besiedelten. Sie nannten Pantelleria auch einst die "Tochter des Windes", da der kalte Mistral und der heiße Scirocco hier abwechselnd über die Insel hinwegfegen und das Eiland prägen.
Amélie ist nicht ganz von dieser Welt. Aber das macht nichts, denn Amélie hat ihre eigene, fabelhafte Welt. Amélie liebt die kleinen Dinge, die leisen Töne und die zarten Gesten. Sie hat ein Auge für Details, die jedem anderen entgehen, und einen Blick für magische Momente, die flüchtiger sind als ein Wimpernschlag. Amélie hat den Kopf in den Wolken. Aber dennoch steht sie mit beiden Beinen auf der Erde.
Vielleicht liegt das an den flachen Kieselsteinen, die sie in ihrer Manteltasche sammelt, um sie in freien Minuten übers Wasser hüpfen zu lassen. Vielleicht ist es aber auch ihr Job, der sie in der Realität festhält, denn Amélie arbeitet in einem Café in Montmartre. Eifersüchtige Liebhaber, gescheiterte Genies, tragisch verunglückte Artisten und sehnsuchtskranke Hypochonder bevölkern dieses skurrile kleine Universum. Sie alle tragen schwer an ihrem Schicksal, während Amélie, die bezaubernde Kellnerin mit dem spitzbübischen Lächeln, kleine silberne Tabletts an ihre Tische trägt und ihnen stets ihr großes Herz serviert.
Amélie ist eine Träumerin, aber sie hat einen wachen Blick. Und als sie eines Tages beschließt, als gute Fee in das Leben ihrer Mitmenschen einzugreifen, weiß sie genau, was sie zu tun hat: Sie schickt einen Gartenzwerg auf Weltreise, sie zaubert jahrzehntelang verschollene Liebesbriefe herbei, sie versetzt erwachsene Männer in ihre Kindheit zurück, sie wird Schutz- und Racheengel in einer Person. Alles scheint ihr zu gelingen, aber als sie Nino trifft, den Mann ihrer Träume, weiß sie nicht, wie sie sich selbst zum Glück verhelfen soll. Mit tausend Dingen bezaubert sie Nino aus der Ferne; doch mutig aus dem Schatten ihrer Fantasie zu treten, ist nicht ihre Sache - bis ihr ein guter Geist auf die Sprünge hilft ...
Das Freddie Mercury Tribute Concert war eines der größten Konzerte der Geschichte, ein Ereignis, das mit seiner TV-Ausstrahlung schätzungsweise rund eine Milliarde Menschen in 76 Ländern erreichte. Das Konzert hatte auch gesellschaftliche Auswirkungen. Es kam zu einem entscheidenden Zeitpunkt, sodass ein sensiblerer und aufgeklärter Umgang mit Aids erreicht werden konnte.
Der Dokumentarfilm zeigt das erste umfassende Interview mit Mercurys Schwester Kashmira Bulsara sowie Gespräche mit den Protagonisten des Konzerts. Er erzählt die Geschichte einer Tragödie, die darin mündete, dass wichtige öffentliche Diskussionen endlich geführt werden konnten. Dabei kommen viele Stars zu Wort, die bei dem Konzert dabei waren, etwa Gary Cherone , Roger Daltrey , Joe Elliott , Lisa Stansfield und Paul Young sowie der Promoter des Konzerts, Harvey Goldsmith.
Freddie Mercurys Geschichte wird zum ersten Mal unzensiert erzählt, neben den Erfahrungen von HIV-Positiven und Personen, die nahestehende Menschen an den Folgen von Aids verloren haben. Ärzte, überlebende HIV-Positive und Menschenrechtsaktivisten, darunter Peter Tatchell, schildern die dramatischen ersten Jahre der Pandemie in den 1980er Jahren und die moralischen Debatten, die damit einhergingen.
Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.
Das einzigartige Magazin kombiniert wirtschaftliche, politische und historische Gesichtspunkte mit Geografie: Geschichtliche und aktuelle Entwicklungen werden dabei anhand von geographischen Karten erläutert.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Spätestens seit der Neuverfilmung von "Arielle, die kleine Meerjungfrau" mit Halle Bailey in der Hauptbesetzung ist klar: Das Bild von schlanken, weißen Nixen mit strahlend blauen Augen und wehendem blonden Haar ist überholt. Meerjungfrauen und Meermänner aller Hautfarben, teilweise mit Bauch und stolzem Afro, gehören zur schnell wachsenden Gemeinschaft der amerikanischen Afro Mermaids, die mit Rollenklischees aufräumen. Ihre Botschaft: Im Wasser ist für alle Platz. Diese tragen sie auch an Land und treffen sich nun zum vierten Mal zu einer großen Gala. Melanee Schneider organisiert das Treffen der Afro Mermaids in Miami. Voraussetzung für die Teilnahme ist Akzeptanz und Toleranz füreinander. Und natürlich die respektvolle Liebe zum Wasser.
Im 3. Jahrhundert vor Christus hat das ehemals bäuerliche Rom unter der Führung seiner Adelsfamilien Italien unter seine Herrschaft gebracht. Doch bei der Frage um die Herrschaft über das Mittelmeer gerät es mit der etablierten Handelsnation jener Ära in einen Konflikt. Es mündet in einen Zweiten Punischen Krieg: Gegenüber stehen sich das reiche Karthago und das aufstrebende Rom - nur einer kann herrschen. Hannibal und Scipio tragen diesen Kampf aus.
Im 6. und 5. Jahrhundert vor Christus greift das Perserreich, die absolute Großmacht dieser Epoche, nach dem Westen. Es will die griechischen Stadtstaaten unter seine Kontrolle bringen. Zu oft haben die sich an Aufständen der griechischen Städte im Perserreich beteiligt. Was sich anschließt, ist ein Kampf von David gegen Goliath - oder Themistokles gegen den König der Könige: Xerxes.
Alle suchen nach der großen Liebe. Doch übersehen wir dabei vielleicht die Freundschaft? Die Wissenschaft zeigt: Freundschaft ist eine außerordentliche Kraft. Sie formt unsere Identität, stärkt unser Wohlbefinden und hat sogar das Potenzial, unser Leben zu verlängern. Doch was entscheidet darüber, mit wem wir uns befreunden? Warum werden Freunde gerade in der Pubertät regelrecht zu Magneten? Und: Hat die Freundschaft in Zeiten zunehmender Einsamkeit und Digitalisierung überhaupt noch eine Chance - oder ist gerade sie der Kit, der uns zusammenhält?
Marie Jacquot stellt in diesem Konzert Kurt Weill mit seinem bedeutendsten Orchesterwerk, der 2. Symphonie, vor. Den Auftakt machen Paul Dukas' feierliche Fanfare aus dem Ballett "La Péri" und die symphonische Dichtung "Der Zauberlehrling". Victor Julien-Laferrière spielt die Solostimme in Arthur Honeggers Cellokonzert, das Einflüsse des aufkommenden Jazz aufnimmt, sowie Erich Wolfgang Korngolds Cellokonzert, das ursprünglich für den Film "Trügerische Leidenschaft" komponiert wurde.
2022 widmeten die Ludwigsburger Schlossfestspiele Belarus einen musikalischen Schwerpunkt. Der Titel "Die unvollendete Revolution" spielt auf die jüngere Geschichte des Landes an, in der die freiheitlichen Bestrebungen der Bevölkerung massiv unterdrückt werden. Das Programm verbindet populäre klassische Werke mit zeitgenössischer Musik von belarussischen Komponistinnen und Komponisten.
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
Ein Mann geht mit seiner Ehefrau ins Restaurant. Da sie seit 40 Jahren zusammen sind, haben sie sich nicht viel zu sagen. Sie schweigen bei allen Gängen des Menüs - bis am Nebentisch eine Diskussion über ein "echtes Bresse-Huhn" entflammt ...
"Geschichte schreiben" ist ein von Historikern und Historikerinnen moderiertes Geschichtsmagazin. Im Mittelpunkt der von dem französischen Mittelalter- und Renaissancespezialisten Patrick Boucheron präsentierten Sendung steht die Frage: Was hat uns Geschichte heute zu sagen? Jede Woche stellt ein Gast einen Gegenstand und seine Geschichte vor. Dabei kann alles geschichtsträchtig sein: seriengefertigte Objekte, Einzelstücke, Kultgegenstände, Werkstoffe oder Schriftdokumente. Die verwendeten Archivaufnahmen werden in kreative grafische Animationen eingebettet und pädagogisch aufbereitet. In einer regelmäßigen Kolumne schlägt die französische Youtuberin Manon Bril die Brücke zwischen Geschichte und Digitalzeitalter.