Der patagonische Archipel im äußersten Süden Chiles wird auch als Land am Ende der Welt bezeichnet. Zu diesem wilden Landstrich, der auf Entdecker schon immer eine besondere Faszination ausgeübt hat, gehören Hunderte zum Teil noch unerforschte Inseln - eine davon ist Madre de Dios. Auf der 40 Kilometer langen und 25 Kilometer breiten Landfläche finden sich weltweit einzigartige Gesteinsformationen wie die riesigen Marmorhöhlen, dichte Wälder, die eine perfekte Science-Fiction-Kulisse abgeben würden, und schwindelerregend hohe Klippen.
Zwei Monate lang trotzten 43 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie zwei Angehörige der Volksgruppe der Kawesqar Dauerregen und starkem Wind, um die Geheimnisse der mysteriösen Insel zu lüften. Dabei wollen sie die einzigartige geologische Geschichte der Insel verstehen, ihr Innerstes erforschen, die dort angesiedelten Arten erfassen und die Geschichte der dort einst beheimateten Kawesqar nachvollziehen. Zur Herkunft dieser patagonischen Seenomaden sind nur wenige Dokumente erhalten. Einst lebten sie auf diesen abgelegenen Inseln als Jäger, Fischer und Sammler unter schwierigsten klimatischen Bedingungen und in größter Armut.
Der Amazonas-Regenwald ist das größte Waldgebiet der Erde und erstreckt sich über nahezu die Hälfte Südamerikas. Er beeinflusst das globale Ökosystem und beheimatet eine weltweit einzigartige Artenvielfalt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Umweltkrise entstand in Ecuador ein ebenso mutiges wie wegweisendes Projekt: die Universidad Regional Amazónica Ikiam - ein mitten im Urwald gelegenes internationales Forschungszentrum. In enger Zusammenarbeit mit den indigenen Gemeinschaften widmet sich diese Universität dringenden Fragen zum Erhalt des Regenwaldes.
(1): Dubravka Ugresics literarische Abrechnung mit Kroatien
(2): Brasilien: Der Nordosten tanzt im Takt des Maracatu
(3): Mongolei: Sunjees Tsuivan
(4): Paris: Obacht mit der Nächstenliebe
(1): Padre Padrone, die Erinnerungen eines sardischen Hirten
(2): Marokko: die Wüste und ihre Nomaden
(3): Nicolas' Bouillabaisse aus Marseille
(4): Kopenhagen: Schreiben im Eiltempo
Grégoire Lecomte schlägt sich als drittklassiger Schauspieler durch und tritt vor allem in Werbespots für Hundefutter auf. Nach langer Durststrecke scheint sich sein Traum vom Durchbruch zu erfüllen: Er wird zu einem Casting für die Rolle eines Killers in einem großen Gangsterfilm eingeladen. Nervös und hoffnungsvoll macht er sich auf den Weg - doch wie so oft in seinem Leben geht alles schief.
Durch eine harmlose, aber folgenreiche Türverwechslung landet er nicht im Büro der Filmproduktion, sondern im Hotelzimmer eines mächtigen Mafioso, der just in diesem Moment einen gefürchteten Profikiller erwartet. Da der echte Killer sein Äußeres mittels plastischer Operationen ständig verändert, weiß der Gangsterboss nicht, wie sein Auftragsmörder aktuell aussieht.
Grégoires unbeholfene Art und sein unscheinbares Erscheinungsbild deutet er als raffinierte Tarnung. Überzeugt, einen besonders verschlagenen Profi vor sich zu haben, weiht er ihn in einen heiklen Plan ein: In einem Luxushotel in Saint-Tropez soll ein milliardenschwerer deutscher Waffenhändler ausgeschaltet werden.
Als Tatwerkzeug dient ein scheinbar harmloser "bulgarischer Regenschirm" mit vergifteter Spitze. Grégoire hält all dies für die aufwendig vorbereitete Inszenierung eines Filmsets und das tödliche Utensil für ein ausgefallenes Requisit. Mit einem großzügigen Vorschuss reist er an die Côte d'Azur, während der echte Killer seinen Fehler bemerkt und die Jagd eröffnet.
Mit Pierre Richard, Valérie Mairesse, Christine Murillo, Gert Fröbe, Gérard Jugnot, Dominique Lavanant
Morpho, Admiral, Totenkopfschwärmer, Tagpfauenauge - Schmetterlinge gelten als zart und kurzlebig, doch in Wirklichkeit sind sie "Superhelden der Natur". Besonders auffällig ist ihre Verwandlungsfähigkeit. Manche Schmetterlinge nutzen ihre Farben und Motive zur Nachahmung, zur Tarnung - oder zur "Hochstapelei". Die Schönheit der Verwandlungskünstler kann sich sogar als tödlich erweisen.
Morpho, Admiral, Totenkopfschwärmer, Tagpfauenauge - Schmetterlinge gelten als zart und kurzlebig, doch in Wirklichkeit sind sie "Superhelden der Natur". Beeindruckend ist ihre Fähigkeit, extremen Temperaturen standzuhalten. Ihr Organismus kann eisige Winterkälte ebenso überstehen wie drückende Sommerhitze. Sie sind Überlebenskünstler, die allen Elementen trotzen.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Mit Raketen und Schwarzpulver durch die Osternacht
D 2026
35'
In der Nacht zum orthodoxen Ostersonntag wird die griechische Insel Chios zum Schauplatz eines spektakulären Duells von Feuerwerken. Beim Rouketopolemos beschießen sich zwei Kirchengemeinden mit Zehntausenden selbst gebauten Raketen. Es ist eine wichtige Tradition auf der Insel, in die die Teilnehmenden viel Arbeit und Herzblut stecken. Die Rezepte für die Raketen bleiben geheim und werden von Generation zu Generation weitergegeben. Mittlerweile ist das Spektakel auch zu einer Touristenattraktion und zu einer Einnahmequelle für die Insel geworden - obwohl es eigentlich illegal ist.
Wladimir Putins Strategie besteht darin, Machtgefüge zu unterwandern und Persönlichkeiten auf seine Seite zu ziehen, die sich mehr oder weniger bewusst sind, was gespielt wird. Der erste Teil der Investigativ-Dokumentation beleuchtet wesentliche Ereignisse des vergangenen Jahrzehnts, um die Einflussnahme Moskaus zu veranschaulichen.
Wladimir Putins Strategie besteht darin, Machtgefüge zu unterwandern und Persönlichkeiten auf seine Seite zu ziehen, die sich mehr oder weniger bewusst sind, was gespielt wird. Der zweite Teil dieser Recherche zeigt auf, wie Moskau die Realität manipuliert und die öffentliche Meinung mit gezielter Desinformation beeinflusst.
Die zweiteilige Dokumentation beleuchtet die Beziehung zwischen Emmanuel Macron und Friedrich Merz vor dem Hintergrund des zurückkehrenden Imperialismus und Nationalismus. Der Teil "Zeit für einen Neustart" beginnt im Mai 2025 mit der Wahl von Friedrich Merz zum Bundeskanzler. Zusammen mit Macron bekräftigt Merz die Ambition eines starken Europas, um Putin und Trump zu entgegnen.
Die zweiteilige Dokumentation beleuchtet die Beziehung zwischen Emmanuel Macron und Friedrich Merz. Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine und Donald Trump als unberechenbarer US-Präsident verstärken den geopolitischen Druck. Trotz Meinungsverschiedenheiten über das Mercosur-Abkommen sowie über das Projekt eines gemeinsamen Kampfjets üben Paris und Berlin den Schulterschluss.
Seit einigen Jahren beobachtet man in mehreren EU-Ländern dasselbe Szenario: Rechtspopulistisch-nationalkonservative Bewegungen gehen aus demokratischen Wahlen als Sieger hervor. So wurde Giorgia Meloni zur italienischen Regierungschefin, in Frankreich ist der rechtsextreme Rassemblement National nur einen kleinen Schritt von der Macht entfernt, in Österreich ist die FPÖ stärkste Partei und in Spanien bildete sich Vox als unumgehbare politische Kraft heraus. Lokomotive für diesen Triumphzug des Rechtspopulismus ist der inzwischen dienstälteste Regierungschef der Europäischen Union: Viktor Orbán. Er ist seit 2010 ungarischer Premier und wurde drei Mal im Amt bestätigt.
"Die Stadt unter dem Eis" erzählt von einem der verrücktesten Projekte des Kalten Kriegs: 1959 bauten die USA eine Militärstadt unter dem Eispanzer Nordgrönlands. Die Dokumentation gewährt einen Einblick in das Leben der in den Tunnelanlagen stationierten Soldaten und thematisiert auch das gefährliche Nachspiel der vielen Tausend Tonnen Müll, die bis heute unter dem Eis liegen.
Gotha, Ostdeutschland, 1979: Fünf holländische Meisterwerke verschwinden über Nacht aus dem barocken Schloss Friedenstein, das die kleine mittelalterliche Stadt überragt. Die Ermittlungen von Polizei und Stasi führen trotz vieler Spuren und über tausend Vernehmungen ins Leere. Erst 40 Jahre später wendet sich plötzlich ein Rechtsanwalt an den Oberbürgermeister Knut Kreuch, um über die Rückgabe der Gemälde zu verhandeln.
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Jeanne Moreau.
Auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und interessanten Begegnungen bereisen Reporter die Welt. Ob Großstadt oder ländliche Gegend, Europa, Asien oder Afrika - kein Weg ist dabei zu weit.