Mit Raketen und Schwarzpulver durch die Osternacht
D 2026
30'
In der Nacht zum orthodoxen Ostersonntag wird die griechische Insel Chios zum Schauplatz eines spektakulären Duells von Feuerwerken. Beim Rouketopolemos beschießen sich zwei Kirchengemeinden mit Zehntausenden selbst gebauten Raketen. Es ist eine wichtige Tradition auf der Insel, in die die Teilnehmenden viel Arbeit und Herzblut stecken. Die Rezepte für die Raketen bleiben geheim und werden von Generation zu Generation weitergegeben. Mittlerweile ist das Spektakel auch zu einer Touristenattraktion und zu einer Einnahmequelle für die Insel geworden - obwohl es eigentlich illegal ist.
(1): Charlotte Perriands inspirierendes Japan
(2): Paris: Der größte Weinkeller der Welt
(3): Kolumbien: Nenas Mote de Queso
(4): Puerto Rico: Die geopferte Insel
(1): Providence, die dunkle Stadt von H.P. Lovecraft
(2): Merinowolle, der Schatz der Extremadura
(3): Im Libanon, Khaldouns Brot mit Aubergine
(4): Im bretonischen Maquis mit der Kamera unterwegs
In der Saar wird nahe einer Staumauer die Leiche einer jungen Frau gefunden: Die Arzthelferin Nathalie Bendig wurde mit einem starken Narkotikum betäubt und dann erstickt. Sämtliche DNA-Spuren sind durch die anschließende Ablage im Fluss allerdings vernichtet worden.
Bei ihren Recherchen stoßen Hauptkommissarin Judith Mohn und ihr Kollege Freddy Breyer auf einen sehr ähnlichen Fall aus dem saarländischen Grenzgebiet, der nie aufgeklärt werden konnte. Der damalige Tatverdächtige, Pharmareferent und Familienvater Serge Roubaix, wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Judith geht der Sache weiter nach und kontaktiert dessen ehemaligen Pflichtverteidiger Alain Montand, der die Juristerei inzwischen an den Nagel gehängt hat und als Weinbauer arbeitet. Ihn plagen seit jenem Freispruch tatsächlich Schuldgefühle, weil er selbst nicht von der Unschuld seines Mandanten überzeugt war. Alain vertieft sich in die alten Fallakten und spielt Judith entscheidende Hinweise zu, denen die Polizei damals nicht nachgegangen ist.
Gemeinsam finden die Kommissarin und der Ex-Anwalt endlich Beweise, die Serge Roubaix als Täter überführen könnten. Doch so einfach ist das nicht: Im damaligen Mordfall kann Roubaix nach dem rechtskräftigen Freispruch ohne ein Schuldgeständnis nicht noch einmal angeklagt werden. Und alles, was sie jüngst herausgefunden haben, ist vor Gericht als Beweismittel nicht zulässig. Judith muss erkennen, dass die Gerechtigkeit nicht immer zu ihrem Recht kommt. Sie setzt alles daran, den aktuellen Fall zu lösen - und damit hoffentlich auch den damaligen Täter zu überführen.
Mit Christina Hecke, Robin Sondermann, Rudolf Kowalski, Steffi Kühnert, Pierre Kiwitt, Jean-Luc Bubert, Jörg Pose, Anneke Schwabe, Martina Schöne-Radunski, Tobias van Dieken, Andra Kennedy
Morpho, Admiral, Totenkopfschwärmer, Tagpfauenauge - Schmetterlinge gelten als zart und kurzlebig, doch in Wirklichkeit sind sie "Superhelden der Natur". Einzigartig ist auch ihr Flugvermögen. Trotz ihres Federgewichts sind manche von ihnen fähig, Tausende von Kilometern zurückzulegen, monatelang zu fliegen, Gegenwinden zu trotzen und sogar Meere zu überqueren. Schmetterlinge sind echte Flugkünstler.
Der Orangerote Heufalter, auch Regensburger Gelbling genannt, war einst weit über Europa bis nach Österreich und Deutschland verbreitet. Die Nahrung seiner Raupen: der Zwergginster. In diesen Magerrasen lebt der Falter mit allem, was im Naturschutz Rang und Namen hat. Was ist passiert, dass es in Regensburg keine Heufalter mehr gibt?
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Kohle bringt Geld - und zerstört Existenzen. In Bosnien-Herzegowina sichert sich der Konzern Lager lukrative Abbaurechte und erzielt Millionengewinne, während Anwohner mit Staub, Lärm und Verlusten leben. Trotz Ambitionen der EU deckt Kohle in Bosnien-Herzegowina noch immer über die Hälfte des Energiebedarfs. Selbst der Staat fördert weiter, im Tagebau Sikulje bei Tuzla rollt die Kohle auf über 80 Jahre alten deutschen Dampfloks. Sie sichern Arbeitsplätze - und halten ein Land gefangen zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Auktionator André Masson erhält einen Hinweis zu einem verschollenen Gemälde von Egon Schiele im elsässischen Mulhouse. Vor Ort findet er bei einem jungen Fabrikarbeiter tatsächlich das Original: ein 1939 verschwundenes, von den Nazis geraubtes Werk. Mit Unterstützung seiner Ex-Frau Bertina und seiner Praktikantin Aurore könnte der Fund zum Höhepunkt von Andrés Karriere werden. Dramatische Komödie (2024) aus Frankreich.
Mit Alex Lutz, Léa Drucker, Nora Hamzawi, Louise Chevillotte, Arcadi Radeff, Matthieu Lucci
"Gustav Klimt - Ein Kunstkrimi" verknüpft Kunstforschung, Kolonial- und Familiengeschichte zu einer spannenden Erzählung. Das Bild eines jungen afrikanischen Prinzen, dessen Identität lange ungewiss war, wird zu einem Schlüsselobjekt, das Verbindungen zwischen Kontinenten, Epochen und persönlichen Schicksalen sichtbar macht.
Der britische Künstler Richard hat eine Ausstellung in Frankfurt und schmuggelt unwissentlich den jungen Marokkaner Malik in die Stadt. In der Wohnung der fremdenfeindlichen Politikerin Mathilda soll Malik sich verstecken. Doch ein Terroranschlag und gegensätzliche Interessen lassen die Situation eskalieren. Polit-Thriller (2024) von Angelina Maccarone.
Mit Barbara Sukowa, Lambert Wilson, Habib Adda, Banafshe Hourmazdi, Katharina Schüttler, Dalila Abdallah
In Miami stößt ein französischer Kleinkrimineller auf die Chance seines Lebens: Eine Gruppe von Drogenhändlern will europäische Kunstwerke kaufen. Einige Monate später verschwinden bei einem spektakulären Raubüberfall in Nizza Gemälde von Jan Brueghel, Claude Monet und Alfred Sisley. Für die Bande scheint es das perfekte Verbrechen zu sein: In fünf Minuten rein und raus, während reiche Käufer auf der anderen Seite des Ozeans warten. Doch sie haben etwas Wichtiges übersehen ...
Ashok lebt in einem Tal im Südwesten Nepals und ist ein Pionier in seinem Land: Er produziert Ziegenkäse. Er freut sich darauf, nach Frankreich - in das Land des Ziegenkäses - zu reisen. In den französischen Alpen trifft er Rebecca, eine Ziegenbäuerin aus Leidenschaft. Die beiden verstehen sich trotz kultureller Unterschiede blendend und produzieren gemeinsam köstlichen französisch-nepalesischen Ziegenkäse, der beweist, dass es vor allem um die Liebe zum Produkt und nicht um die Herkunft des Produzenten geht.
Susanne lebt in Lappland. Sie hat ihren Bürojob an den Nagel gehängt und verkauft in ihrem eigenen Laden regionale Produkte der Samen. In Handarbeit stellt sie Gakkhu her, ein traditionelles Fladenbrot. Ihr Interesse an ihrer eigenen Kultur macht sie neugierig auf andere Kulturen. In Indien hat sich Julie selbstständig gemacht und backt Chapati, das indische Fladenbrot. Susanne reist nach Indien, um dort zu erfahren, wie Julie ihr Chapati produziert. Die beiden Frauen verstehen sich gut und machen den Versuch, ein kulturübergreifendes Crossover-Fladenbrot zu backen.
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Drake.
Yao aus China reist zu Amedeo in die Toskana, und so treffen die beiden größten Nudelkulturen der Welt aufeinander. Während Yao zu Hause Nudeln produziert, die mit einem speziellen Orchideensaft grün gefärbt werden, besinnt sich Amedeo auf die italienische Tradition und stellt sie aus seinem eigenen Getreide her. Yao erzählt, dass in China Nudeln schon zum Frühstück gegessen werden. Das war bisher die einzige Mahlzeit, zu der Amedeos Familie keine Nudeln gegessen hat. Der Austausch der beiden führt zu einer kulturübergreifenden Pasta aus Amedeos Getreide und Yaos Orchideensaft.
Petros in Griechenland und Takano in Japan stellen beide in Familienbetrieben ein ganz besonderes Produkt her: gesalzenen Rogen der Meeräsche, besser bekannt unter dem italienischen Namen Bottarga. In Griechenland heißt er Avgotaraho, in Japan Karasumi, und in beiden Ländern gilt er als Delikatesse. Petros reist nach Japan, um zu erfahren, wie Takano sein Produkt verarbeitet. Dabei stellen sie Unterschiede zwischen ihren Produktionsweisen fest, aber auch jede Menge Gemeinsamkeiten. Am Ende steht ein freundschaftlicher kultureller Austausch, der weit über den Fischrogen hinausgeht.
Auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und interessanten Begegnungen bereisen Reporter die Welt. Ob Großstadt oder ländliche Gegend, Europa, Asien oder Afrika - kein Weg ist dabei zu weit.